Achtung — Achtung
Aus aller Welt.
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2Ha;;en, die nicht auszuweichen vermochten, erdrucki.
geheuren G^rmge oer uus ^n'Qon Per-! Am 7.Januar tagte in Berlin der außerorbenb metten Machen wurde ein ganzn yau^n rw p I f Vertreters der Reichsnotgemein, onen zu Boden geworfen und von naq;oruaenoen . Deutscher A
4^_r „ „-.Axt inu>i*pn nprmothfeTL erdrückt. L^aJ.1 . Iul|?7 ..
Berlin, 6. Jan. (DRB.) Erfahrungsgemäß werden im Frühjahr in erheblichem Umfang Kraftfahrzeuge wieder in Betrieb genommen, die hauptsächlich aus Ersparnisgründen zeitweilig nickt verwendet und bei der Zulassungsstelle ab- gemeldet worden sind. Bisher war die erneute Inbetriebnahme dann verhältnismäßig einfach, wenn das Fahrzeug nicht mehr als 8 Mo- ...... hatte. War dieser Zeitraum te es einer W i e d e r h o -
dem Auswärtigen Amt und Botschafter Troja- nowsky geregelt werden.
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Die chinesischen Regierungstruppen haben die Trupven der aufständischen Provinz Fukien m der Räbe von Futschau geschlagen. Eine Brigade der aufständischen 19. Armee hat sich kampflos ergeben.
„DNB"
Panik in Kio'o - 70 Tote, S6 Verletzte
T o r i o, s. Jan. (DRV.) Bei der Verabschiedung von zum Frontdienst eingezogenen Marinerekruten ereignete sich auf dem Bahnhof von Kioto eine furchtbare Maffenpanik, bei der 70 Menschen getötet und 56 verletzt wurden. 3n dem ungeheuren Gedränge der auf dem Bahnhof versam-
hier spricht -asOeutscheNachrichtenbüro
Ein Besuch in Deutschlands neuer Telegraphenagentur.
Pressefest im Rhein-Main-Gau.
Als großes gesellschaftliches Ereignis dieses Winters veranstaltet der Rhein-Ma in - Verband der Deutschen Presse in Zusammenarbeit mit dem Verein Frankfurter Presse am 20.Januar in sämtlichen Räumen des Frankfurter Zoologischen Gartens einen „Abend der Frankfurter Presse". Da der Führer mehrfach die Bedeutung der Presse für den Ausbau des nationalsozialistischen Staates hervorge- hoben hat, kommt dieser ersten Presseveranstaltung im Rhein-Main-Gau unter der neuen Führung besondere Bedeutung zu. Sie findet ihren Ausdruck in der tatkräftigen Unterstützung durch den Gauleiter Reichsstatthalter Sprenger den Oberbürgermeister, die Partei und die Behörden. Das materielle Ergebnis soll vor allem die sozialen Einrichtungen des Reichsverbandes der Deutschen Presse stärken helfen Diesem wohltätigen Zweck des Abends haben sich in dankenswerter Weife Frau Sprenger, Frau K re b s und Frau Linder und Frau W o w er i e s zur Verfügung gestellt. Sie werden eine Tombola leiten, deren Lose von „Zei- tungsjungen" verkauft werden. Auch die Tanzlustigen werden voll und ganz auf ihre Rechnung kommen. Unter den mitwirkenden Musikkapellen sei die unseres G i e ß e n e r R e i ch s w e h r b a t a i l - Ions unter Leitung des Obermusikmeisters K r a u h e besonders genannt.
geführt sein.
Beginn des Münchner Faschings.
Mit einem Festball im Deutschen Theater begann der Münchener Fasching des Jahres 1934. Den Höhepunkt bildete die Thronbesteigung des Prinzen Karneval Egid I., die in frohester Faschingslaune und im Beisein seines närrischen Hofstaates vor sich ging. Der Leiter des Ausschusses „Münchener Fasching", Stadtrat Reinhard, überreichte dem Prinzen Egid und dem Präsidenten der Rarhalla den Großkomturorden der Stadt München, wobei er dem Fasching die Devise mit auf den Weg gab: Für Freude und Hilfsbereitschaft. Dem Fest wohnte auch der Münchener Oberbürgermeister Fiehler bei.
Die erste Fabrikeinweihung 1934.
In der Reichshauptstadt wurde eine neue Fabrik feierlich eingeweiht — wohl die erste Fabrikeinweihung im neuen Jahr —, die in vieler
nate stillgelegen l, überschritten, so bedurfte es einer W lungdesZulassungsverfahrens mit all seinen Umständlichkeiten und Kosten: ja sogar über die Kosten der ersten Zulassung hinaus war in der Regel das Gutachten eines Sachverständigen über die Vorschriftsmäßigkeit des Fahrzeuges erforderlich, während bei der ersten Zulassung eine entsprechende Bescheinigung der Fabrik genügte. Das soll nun geändert werden, und zwar so rechtzeitig, daß die demnächst wieder in Betrieb kommenden Fahrzeuge schon ohne Rücksicht auf den Zeitraum ihrer zurückliegenden Ruhe im vereinfachten Verfahren wieder benutzt werden können. Eine endgültige Regelung wird allerdings erst im Zuge der grundlegenden Umgestaltung der Vorschriften vorgenommen werden.
einem Jahr Gefängnis usw. noch ein langer Jnstanzenzug im Wege des Disziplinarverfahrens einzuhalten war, ehe die Dienstentlassung selbst strafrechtlich schwer verurteilter Beamten erfolgen konnte. Es war sogar die Möglichkeit einer Verjährung eines solchem disziplinarrechtlichen Einschreitens nach der strafrichterlichen Verurteilung vorgesehen. Diese überholten Bestimmungen sind aufgehoben worden.
Des Führers Dank an Walter Oarr6.
B e r l i n, 8. Jan. (DRB.) Zu Beginn der neuen Jahresarbeit hat Reichskanzler Adolf Hitler an den Reichsernährungsmini st er und ReichsbauernführerDarrS folgendes persönliche Schreiben gerichtet:
„Lieber Parteigenosse DarrL! Der Nationalsozialismus sieht in einem gesunden Ba u e r n t u m die Basis der materiellen und physischen Forterhaltung der Nation. Sie, mein lieber Parteigenosse Dcirrö,haben von mir einst die Aufgabe gestellt erhalten, diese Erkenntnis im Zuge der nationalsozialistischen Revolution zu verwirklichen. Die Eingliederung der Millionenmasse der deutschen Bauernschaft in unsere Bewegung war in erster Linie Ihr Werk. Sie haben damit wesentlich geholfen, die Voraussetzungen zu schaffen für die legale Eroberung der Macht in Deutschland durch den Nationalsozialismus.
Am Ab-schluß des Jahres der nationalsozialistischen Revolution drängt es mich daher. Ihnen, mein lieber Parteigenosse DarrL, aus ganzem Herzen für die außerordentlichen Verdienste zu danken, die Sie sich um das deutsche Bauerntum und damit um die nationalsozialistische Bewegung und die Zukunft des deutschen Volkes erworben haben.
In herzlicher Freundschaft und dankbarer Würdigung. Ihr Adolf Hitler."
Eine Abteilung presse in der obersten
SA.-Führung.
Berlin, 9. Jan. (DNB.) Im Stabe der obersten SA.-Führung ist eine neue Abteilung Presse eingerichtet worden. Zum Abteilungschef ist mit Wirkung vom 15. Januar 1934 vom Chef des Stabes der Brigadeführer Wilhelm Weiß, Chef vom Dienst des „Völkischen Beobachters", ernannt worden. Ein Sonderreferat „I n f o r m a t i o n" übernimmt als Referent der Oberführer Gerhard Binz, der damit vom Stabe der Gruppe Berlin- Brandenburg in den Stab der obersten SA.-Füh- rung versetzt wird. Der Pressereferent Obersturmführer Joseph Bosch übernimmt in der neuen Abteilung das Referat P r e s s e st e l l e.
Weitere Erleichterung her Autohaltung
Die Zuladung von Nichtaiiern zu akademischen Prüfungen.
Berlin, 8.3an. (B5123:) Amtlich: Zur Klärung von Zweifeln, die darüber entstanden find, ob d i e zum weiteren Studium zugelassenen Studierenden nichtarischer Abstammung ohne befand e r e Bedingungen als zu den akademischen Prüfungen (Diplom-, Doktor-Prufun- gen usw.) zugelassen werden dürfen, hat der preußische Kultusminister Rust bestimmt, daß diejenigen Reichsdeutschen nichtarischer Abstammung unbeschränkt zugelassen werden, deren Vater im Wettkriege an der Front für das Deutsche Reich ober feine Verbündeten gekämpft haben, sowie Abkömmlinge aus Ehen, die vor Inkrafttreten des Reichsgesetzes gegen die Ueberfüllung deutscher Schulen und Hochschulen vom 25. April 1933 geschlossen sind, wenn ein Elternteil oder zwei Großeltern arischer Abkunft sind. Ferner sind zu den Prüfungen zugelassen diejenigen Studierenden nichtarischer Abstammung, die entweder zum Studium selb st z u g e l a s s e n sind, ober denen das weitere Studium gestattet ist und zwar auf Grund des Aus- fübrungserlaffes des preußischen Kultusministers vom 16. Juni 1933 zur Ausführung des Gesetzes gegen die Ueberfüllung der deutschen Schulen und Hochschulen vom 23. April 1933. Diejenigen Studierenden nichtarischer Abstammung, die bei Durchführung des erwähnten Ausführungserlasses vom 16. Juni 1933 bereits exmatrikuliert waren und die sonstigen Voraussetzungen zu einer Zulassung erfüllen, können auf Antrag mit Genehmigung des preußischen Kultusministers zu den Prüfungen zugelassen werden. Allgemein a u s geschlossen von der Ablegung von Prüfungen sind alle diejenigen Studierenden arischer ober nicht- arischer Abstammung, die aus der Liste der Studierenden gestrichen werden mutzten.
Kleine politische Nachrichten.
Der Stellvertreter des Führers, Rudolf Hetz, gibt bekannt: „Allen, di- mir aus Anlaß meiner Weibnachtsrede an die Ausländsdeutsche n und des Jahreswechfels Grüße oder Glückwunsch- übersandten, sage ich aus diesem Wege aus- richtigen Dank." *
In der ersten Sißung des Senats nach den Weih nachtsserien legte Mussolini den G.setzentwurf für die Verfassung der Korporationen vor. Der Entwurs wird durch einen Sonderaus- schuß des Senats geprüft werden.
Der erste Botschafter der Sowjetunion in Washington, Trojanowsky, wurde vom Präsident Roosevelt zur E n t g e g e n n a h M es«ei ne s Beglaubigungsschreibens empfangen. Die Frage einer Liquidierung der russischen Schulden an Amerika wird demnächst in Washington zwischen
Wettervoraussage.
Während im nördlichen Deutschland infolge der Störungsausläufer Temperaturen von über 0 Grad gemessen werden, hat Mittel- und Süddeutschland im Bereich des hohen Druckes Frost zu verzeichnen. Da das Barometer über dem Kontinent angcstiegen ist, hat sich der hohe Druck gekräftigt und wird auch noch bestimmend für unser Wetter sein. Neben Dunst- und Wolkenbildungen tritt daher auch Aufklaren ein, und nachts gehen die Temperaturen weiterhin unter den Gefrierpunkt zurück. Bei Island ist allerdings wieder ein kräfttges Tief erschienen, das sich späterhin bemerkbar machen dürfte.
Aussichten für Mittwoch: Teils dunstig und bewölkt, teils aufklarend, nachts leichter Frost, trocken. m
Aussichten für Donnerstag: Bewölkungszunahme und etwas milder.
Lufttemperaturen am 8. Januar: mittags —1,2 Grad Celsius, abends —0,7 Grad; am 9. Januar: morgens —0,1 Grad. Maximum —0,1 Grad, Minimum — 35 Grad. — Erbtemperaturen in 10 cm Tiefe am 8. Januar: abends —0,2 Grad: am 9. Januar: morgens —0,3 Grad Celsius.
Amtliche winterfportnochrichten.
Vogelsberg. H o h e r o d s k o p f: Klar, —7 Grad, 30 cm Pulverschnee: Sportmöglichkeit sehr gut.
_________ Aerzte, der anerkannten Jungärzte-Örganisation Deutschlands, unter dem Vorsitz ihres Führers und Gründers Professor L e - j e u ne (Köln). Die Bundesleitung selbst hatte den Antrag auf Auflösung mit der Begründung gestellt, die in kurzer Zeit zu erwartende Reichsärztekammer könne die Belange des ärztlichen Nachwuchses als Behörde besser und wirksamer vertreten, als die Reichsnotgemeinschaft Deutscher Aerzte dazu in der Lage sei. Dieser Antrag wurde einstimmig angenommen. Die Liquidation muß bis zum 31. März durch-
Waffenstudentische Weihestunde.
Am 29. Januar 1934 veranstalten die im A l l g e - meinen deutschen Waffenring zusammengeschlossenen Verbände in allen deutschen Hochschulstädten eine gemeinsame Weihestunde, die dem Gedenken an die vor einem Jahr erfolgte Machtübernahme durch den Führer der nationalsozialisti- schsn Bewegung gewidmet ist. Diese große Kund- gebung wird in ihrer Geschlossenheit dem nunmehr einmütigen Wollen und Handeln des gesamten deutschen Waffenstudententums Ausdruck geben. Für Berlin findet die Weihestunde im Sportpalast statt.
Union nationaler Schriftsteller.
Auf der Tagung der deutschen Gruppe des Pen- Klubs, die in Berlin zusammentrat, wurde, wie angekündigt, die „Union nationaler Schrift- stelle r" gegründet. Zum Präsidenten der neuen Union wurde Hanns I o h st gewählt.
Reichsnotgemeinfchaft Deutscher Aerzte löst sich auf.
Berlin klappern die Typen aufs Papier, wie von Geisterhand bewegt... Jetzt geht es umgekehrt: die Pariser Meldung wird hier auf eine Fern- chreibmaschine getippt, und alle Maschinen im Reich, die an das Fernschreibnetz angeschlossen sind, klappern den Text der Pariser Meldung herunter. So hat eine Reihe großer deutscher Blätter, noch während die Meldung drahtlos ausgenommen wird, bereits die schriftliche Bestättgung zur Kontrolle in der Hand.
Ein drittes Durchschlagsblatt wandert in eine andere Schreibstube. Hier tippt man nicht auf Papier, sondern auf Metallmatrizen. Sie gehen sofort in die Druckerei — dorthin, wo d i e „Zeitung für Zeitungen" hergestellt wird. Kleine Wägelchen rattern mit den fertig gedruckten Vapierstößen in die Expedition. In kürzester Zeit sino die Exemplare geheftet, gefalzt, kuvertiert. Schon warten große Postsäcke auf die Kuvertstöße. Auf jedem Sack ist Nummer und Abfahrtsminute des O-Zugs zu lesen, für den die Sendung bestimmt ist. Radfahrer aufen zum Bahnhof, auf Den Bahnsteig, und wer- en den Sack in den Postwagen. Ein paar Stunden päter liegt das gedruckte Exemplar der Meldung auf dem Tisch der Redaktion des Gießener Anzeigers.
Das vierte Durchschlagsblatt der Meldung landet in der Telephonredaktion, wo der Text wiederum vervielfältigt und in große, dicke Mappen gelegt wird. Jede Mappe trägt den Namen einer der Zeitungen im Reich, die zu bestimmten Stunden — zum jeweiligen Redaktionsschluß — die letzten Meldungen durch den Fernsprecher erhalten wollen. Ein Dutzend Telephonkabinen steht zur Verfügung: drinnen sitzen die Beamten des DNB. und diktieren der Stenotypistin am andern Ende der Leitung in München ober Königsberg, Breslau oder Stuttgart Wort für Wort, Zeile für Zelle, Blatt für Blatt aus der dicken Mappe.
Die fünfte und letzte Möglichkeit, eine Meldung weiterzugeben, bietet ein Schrank mit vielen Fächern, der in einem Gang des DNB. aufgestellt ist. Jedes Fach trägt die Aufschrift einer Berliner Zeitung oder der Berliner Schriftleitung einer Zeitung im Reich, die sich ihre Nachrichten durch Boten abholen läßt. Die Exemplare mit der Meldung werden in die Fächer verteilt, Radfahrer kommen mit Aktenmappen, leeren ihr Fach und sausen wieder zurück in die Redaktionsstuben ...
Ganz oben, dicht unter dem Dach, ist der Funkempfangsraum des DNB. Unsere Meldung, die wir auf dem Weg vom Ereignis bis zur Zeitungsredaktion quer durch das große Nachrichtenbüro verfolgten, ist von einer der vielen auswärtigen Vertretungen des DNB. telephonisch durchgegeben worden; hier oben werden jene Nachrichten empfangen, die bis von den Antipoden her das Ohr Deutschlands erreichen wollen. Ein 12-Röhren- Apparat speziell für den Empfang überseeischer drahtloser Telegramme auf Wellen über 3000 Meter Länge eingerichtet, wird von einem Beamten bedient, der die gemorst ankommenden Zeichen sofort auf der Maschine heruntertippt. Hier ist ununterbrochen Dienst, aber auch das Mikrophon des DNB., vor dem die Funksprecher sich alle paar Stunden ablösen, ist fast dauernd in Betrieb: 21 Stunden am Tag! Nur von 3 bis 6 Uhr morgens ist „Funkstille". Etwa 70 Funkgespräche werden alltäglich erledigt — alles, was in der Welt vorgeht, von der politischen Konferenz bis zum Fußballresultat, wird berichtet. Hier gibt es keinen Feiertag und selten eine Atempause — die Zeit eilt vorwärts, der Erdball ist in Bewegung, in jeder Sekunde geschehen wichtige und merk- würdige Dinge: die Rotationsmaschinen warten auf den Augenblick, da sie ihre Riefenrollen Papier fressen und bedruckt wieder ausspeien sollen --und um weniges später hat die Meldung ihr Ziel erreicht: uns alle, das Millionenheer der deutschen Leser. Egon Larsen.
Seit einigen Tagen werden unsere Leser bemerkt haben, daß unsere politischen Meldungen statt bisher mit WTB. oder TU. mit dem neuen Korrespondenzzeichen DNB. gekennzeichnet werden. Das „D e u t sch e Nachri ch t e n b ü r o", das aus der Verschmelzung von Wolffs Telegraphischem Büro mit der Telegraphen-Union hervorgegangen ist, hat als einzige große deutsche Nachrichtenagentur zu arbeiten begonnen. Unserem Mitarbeiter wurde ein Besuch in den Arbeitsräumen des „DNB." gestattet, das von nun an die Versorgung der gesamten deutschen Presse mit Nachrichten aus aller Welt durchführt.
„Hallo — hallo — Berlin? Hier Paris... Wichtige Meldung ... bitte den Chef v o i.i Dien st."
In der Chefredaktion leuchtet auf einer Tafel das Wort „Paris" auf. Der diensthabende Schriftleiter nimmt den Telephonhörer ab. „Ja — Paris? Was gibt es? ... Gut, geben Sie's gleich durch. Ich lasse umlegen. — Hallo, Zentrale! Bitte das Pariser Gespräch zur Ausnahme in die Kabine." Der Chef vom Dienst legt den Hörer auf, wendet sich zu seinen Mitarbeitern. „Meine Herren, eine äußerst wichtige Meldung. Soeben wird aus Paris berichtet ..."
Während der Schriftleiter die frisch eingetroffene „Sensation" bekanntgibt, tritt einer der Herren vor ein Mikrophon neben dem Platz des Chefs und chattet es ein. Und Sekunden später tönt seine Stimme aus einem Dutzend Lautsprecher in allen wichtigen Räumen dieses Hauses in der Berliner Charlottenstraße: „Achtung, hier Redaktion... Soeben wird aus Paris gemeldet..."
Gleichzeitig drückt der Chef vom Dienst auf einen Knopf. Und am anderen Ende des Hauses leuchtet eine kleine Lampe auf. Sie befindet sich auf dem Pult des Funkfprechers. Gerade hat er die letzten Börsenkurse ins Mikrophon gesprochen, ein Sonderkabel hat sie nach Königswusterhausen geleitet und von dort wurden sie über den eigenen Sender des „Deutschen Nachrichtenbüros" in den Aether gefunkt. Jetzt läßt der Funksprecher eine kleine Pause eintreten. Dann sagt er an: „Achtung — Achtung — hier ist das Deutsche Nachrichtenbüro. Bitte bleiben Sie am Hörer. In wenigen Minuten werden wir eine wichtige Meldung durchgeben."
Inzwischen sitzt eine gewandte Stenotypistin in der Telephonkadine Nr. 8, den Kopfhörer an den Ohren, die eine Hand an der Stoppuhr, die andere gleitet blitzschnell über den Stenogramm» block und nimmt den Wortlaut der Meldung auf, die das Pariser Büro des DNB. übermittelt.
„Schluß?"
„Schluß!"
Die Stenotypistin drückt auf die Stoppuhr, nimmt den Kopfhörer ab und eilt an ihre Schreibmaschine. In wenigen Minuten ist die Meldung getippt. Ein Bote steht schon bereit, nimmt die Bogen ab, läuft zur Rohrpost zentrale, steckt die Blätter in eine Hülse und übergibt sie dem zischenden Rohr. Sekunden später: der Chef vom Dienst hat die Blätter auf seinem Tisch liegen. Die Meldung wird redigiert. Der knappe „Telephon- Stil" bekommt rundere Form, mit ein paar Worten erhält die kurze Meldung Farbe und Eindringlichkeit. Wieder zischen die Saugvostrohre. Schon liegt das Blatt auf dem Pult des Funkfprechers, der Die Meldung durchzusagen beginnt, wahrend in Hunderten von Redaktionen im ganzen Reich, so z. B. auch in der des Gießener Anzeigers, die Ste- notyvistinnen vor ihren Schreibmaschinen fitzen, ben Kovshörer an den Ohren, die Nachricht tippend...
Ein Durchschlag Des Blattes ist ins gern - schreiberzimmer geroanbert. Hier steht ein halbes Dutzenb jener merkwürbigen Maschinen, bie von alleine schreiben... Jrgenbwo in Köln ober Frankfurt ober Hamburg sitzt jemanb an der „korre- fponbierenben" Fernschreibmaschine, unb hier m
Hauptschriftleiter: Dr. Friedr. Wilh. Lange.
Verantwortlich für Politik Dr. Friebr. Wilh. Lange: für Feuilleton Dr. H. Thyriot: für ben übrigen Teil Ernst Blumschein unb für ben Anzeigenteil i. V. Th. Kümmel, sämtlich in Gießen. DA.: 11700.
Hinsicht von befonberer Bebeutung ist. Bei Der neuen Fabrik hanDelt es sich um ein Werk Der Hollerith-Maschinengesellschaft, Die nach ihrem be- onDeren System vor allem Maschinen für Die mo- Derne Massenstatistik herstellt. In Der Regel wird bei ben Volks-, Besucher- unb Betriebszählungen mit berartigen Maschinen gearbeitet. Der Bedarf an diesen Maschinen ist stark gestiegen, da künftig die Regierung im Nahmen ihrer großen Ausbau- plane bestimmte statistische Zählungen schneller benötigt, als sie bisher Durchgeführt roerben konnten. Als Vertreter Des Führers Der Arbeitsfront wies RuDoph Schmeer u. a. auf Die wirtschaftliche BeDeutung Des neuen Werkes hin, in Dem über 600 Volksgenossen ihre Arbeit fanden. Es sei zu hoffen. Daß sich ihre Zahl in absehbarer Zeit verboppeln werbe. Im übrigen ist ber Betrieb auch in sozialpolitischer Beziehung bebeutsam, ba für bie Arbeiter ein Künbigunasschutz auf bie Dauer von 24 Tagen eftgelegt ist. Äußerbem ist ben Arbeitern ein mindestens IStägiger Urlaub bewilligt worden.
Selbstmord des Erbauers des Wasserkraftwerkes von Urbeis.
Wie der „Petit Parisien" meldet, hat Scherrer, der die Pläne des Wasserkraftwerkes von Urbeis entworfen hat, in Mülhausen Selbstmord begangen. Scherrer war 60 Jahre alt.
Giflmordverfuch am eigenen Schwager.
Unter Dem Verdacht des versuchten Giftmordes ist ein in Hamburg ansässiger Händler festgenommen worden. Im März v. I. bekam Der Schwager des Verhafteten, ber im Krankenhaus lag, von unbekannter Seite ein Paket mit Kuchen. Er aß ben Kuchen unb verlor zwei Tage später bie Haare. Vier Wochen später würbe er blinb. Die Untersuchung ergab, baß sich in bem Kuchen Rattengift befunden hatte. Dor einigen Wochen erhielt ber Unglückliche bann eine Postkarte ohne Angabe des Absenders. Sie war mit Druckbuchstaben geschrieben, unb ber Schreiber bebauerte, baß es zu wenig Gift gewesen sei, so daß ber Empfänger am Leben geblieben sei. Die Ermittlungen lenkten den Verdacht auf ben Händler, in dessen Besitz sich bei seiner Festnahme noch mehr Rattengift und auch einige weitere mit verstellter Hand geschriebene Postkarten befanden.
Sechs Todesopfer eines Lastkraftwagenungtticks in Italien.
Bei der Stadt S e g n i hat sich ein folgenschweres Kraftwagenunglück ereignet, bei bem sechs Arbeiter ums Leben kamen unb 14 verletzt würben. Der Kraftwagen hatte sich überschlagen unb war in eine tiefe Schlucht gestürzt. Versagen ber Bremsen soll bie Ursache bes Unglücks sein.
Zwei rumänische Bauern von Wölfen zerrissen.
Bei Klausenburg wurden vier rumänische Bauern auf dem Heimwege von Wolfen überfallen. Zwei wurden von den Wolfen zerrissen; die beiden anderen konnten sich retten.
Zwei berüchtigte Gangsters erschossen.
Der berüchttgste Gangster Frank Schäfer wurde in ber 7. Avenue in Neunork von einer Kraftdroschke aus erschossen. Aus Chikago wird berichtet, daß der Menschenräuber Jack K l u t a s von ber Polizei in seinem Landhaus überrumpelt und, da er sich zu verteidigen suchte, erschossen wurde. Sieben Spießgesellen wurden nach heftiger Gegenwehr festgenommen. Ein Vorrat von Schußwaffen, darunter mehrere Maschinengewehre, Tränengasbomben, und Munition wurden in dem Hause gefunden und mit Beschlag belegt.
Ein Tonfttm-Auto im Eis eingebrochen.
Ein Auto ber Foxfilm-Gesellschaft fuhr, wie aus Murnau (Oberbayern) gemelbet wirb, mit vollstän- biger Aufnahmeausrüftung auf ben Staffelsee, um ben Eislauf-Olympiakurs zu photographieren. Dicht am Ufer brach bas Auto plötzlich ein. Dem Chauffeur gelang es, im letzten Augenblick sich burch bas Wagenfenster zu retten. Der Wagen versank innerhalb weniger Sekungen unb liegt in einer Tiefe von 13 Meter. Der Schaben beträgt 16 000 Mark, Da sich bie gesamte Tonfilmapparatur im Auto be- finbet.
। Reichswehrfoldat in einer Lawine tödlich verunglückt.
Als vier Augsburger Reichswehrsoldaten auf einer Skiabfahrt etwa 1800 Meter hoch sich auf
1 ben Schnippenköpfen bei Fischen im Allgäu be» 1 fanben, trat ber zweite Mann ber Partie, der 22 - Jahre alte Oberschütze der 6. Kompanie des Augs- i burger Reichswehrbataillons, Anton Fahren» > schon, plötzlich ein Schneebrett los, mit dem er ! mehrere hundert Meter den Hang hinabsauste, 1 während es den drei Kameraden des Verunglückten ' gelang, sich vor den abrutschenden Schneemassen > noch rechtzeitig in Sicherheit zu bringen. Die ■ Lawine hatte eine Länge von etwa 40 Metern . unb eine Tiefe von etwa 5 Metern. Die brei Käme» raben machten sich sofort zusammen mit Münche- nern unb Augsburgern Skiläufern an bie Ber»
1 gungsarbeit. Nach mehrstünbiger Tätigkeit konnte : ber Verschüttete zwar geborgen werben, boch war 1 er bereits t o t. Der Verunglückte stammt aus Jller» : tissen.


