Das Weihnachtspakei.
mH bas Mhrkos gewordene Schaff nW kn Ke Hände des Feindes fiel, wurde es von der eigenen Besatzung versenkt. „Drei Hurras für seine Majestät den Kaiser", „Drei Hurras auf unsre gute tapfere ,Gneisenau'", dann gingen etwa 400 Mann mit Schwimmwesten, Brettern, Hängematten und Rettungsbojen über Bord. 4 Grad Wassertempera- tur, einer nach dem andern sank ab oder erstarrte, 187 wurden von den Engländern gerettet.
„D r e s d e n" entkam, „Nürnberg" war seit 5 Uhr mit dem Panzerkreuzer „Kent" im Gefecht, 6.30 Uhr sank sie. Die Kriegsflagge an der Gaffel war abgefchoss^n, alle Flaggleinen verbrannt, da hielten vier Matrosen eine kleine Bootsflagge am Stock auf dem sinkenden Schiff in die Höhe und sangen das Flaggenlied, bis der Strudel sie herabzoa. Die „Kent" war ganz nah herangekom- meni „Ich wollte, meine Leute verständen so zu sterben, wenn es einmal sein muß", rief der Erste Offizier des englischen Kreuzers. Rur zehn Mann wurden gerettet. „L e i p z i g" hatte zunächst mit gutem Erfolg die schnellere, aber artilleristisch nicht allzu stark überlegene „Glasgow" abgewehrt. Von 4.30 Uhr an war sie mit dem Panzerkreuzer „Cornwall" im Gefecht; er bekam sie nicht unter Wasser. Um 7 Uhr war die letzte deutsche Munition verschossen, die Bodenventile wurden geöffnet, die Besatzung ging über Bord. 18 Mann wurden von den Engländern ausgenommen.
■ Das war der Tag der Falkland, eine Vernichtungsschlacht, vier deutsche Schiffe gesunken, 2000 deutsche Männer auf dem Grunde der See, aber rein und fleckenlos die Ehre der deutschen Flagge! Ein tagisches Geschick, aber ein stolzes. Können wir nichts daran ändern, daß diese Schlacht geschlagen wurde, so dürfen wir stolz darauf sein, wie es geschah? Hell klingt das hohe Lied deutschen Heldentums zur See aus dem Falklandgrabe in unsere Zeit. Laßt uns am schlichten Beispiel jener uns erheben, die auf der sinkenden „Nürnberg" dem Feinde noch die zerschossene schwarzweißrote Flagge entgegenschwangen! Laßt uns wie eine Schiffsbesatzung zusammenstehen und jeden seine Pflicht erfüllen gegen Volk und Vaterland, so gut er es vermag! Dann werden wir in I Freiheit unseres Lebens wieder froh werden!
Weihnachten steht vor der Tür. Es wird nur wenige Haushalte geben, in denen alle Angehörigen die Zeichen der Liebe und des Geoenkens persönlich überbringen können. Wohl in jeder Fanli- lie werden ferne Verwandte, Freunde und Bekannte mit einer Weihnachtsgabe bedacht, und hoffentlich wird dabei auch so mancher arbeitslose oder bedürftige Volksgenosse eingeschlossen.
Selbstverständlich sollen die Geschenke den Tveih- nachtstisch schmücken: sie müssen also rechtzeitig dem Empfänger zugehen.
Hierfür hat die Deutsche Reichspost wieder in weitestem Umfange Vorsorge getroffen; ihre Verkehrsmittel und ihr Personal sind jedem Ansturm gewachsen. Außergewöhnliche Postverbindungen auf der Bahn und auf Landwegen sind eingerichtet und die Wagen und Zustellkräfte vermehrt worden. Aber die Absender von Paketen, Postgütern und Päckchen sollten auch bedenken, daß der gesteigerte Personenverkehr vor dem Fest leicht Zugverspätungen und Anschlußverfehlungen mit sich bringt, daß Witterungsverhältnisse (plötzliche Schneefälle, Eisbildung usw.) den Verkehr, namentlich auf der Landstraße, erheblich behindern können.
Darum sollten sie die Weihnachtspäckereien nicht erst in allerletzter Stunde einliefern.
Die Post erleichtert übrigens den Absendern in den Orten, wo die Paketzustellwagen Schilder mit der Aufschrift „Annahme von Paketen" tragen, die Paketeinlieferung. Die Sendungen können dem Paketzusteller mitgegeben werden oder man kann beim Postamt die Abholung aus der Wohnung bestellen, und zwar durch Fernsprecher oder auch schriftlich durch eine Postkarte ohne Marke oder einen Zettel. Diese Bestellschreiben können in die Briefkasten gelegt oder den Zustellern mitgegeben werden; eine Gebühr wird hierfür nicht erhoben, sondern nur, wie bei der Mitgabe am Wagen, 10 Pf. für die Mitnahme eines Pakets.
Die Sendungen sollen aber nicht nur rechtzeitig eintreffen, sie sollen auch unversehrt und richtig
in die Hände des Empfängers gelangen, um die rechte Festesfreude zu bringen. Dazu ist gute Verpackung und Verschnürung nötig!
Nicht mehr widerstandsfähige Pappschachteln oder gar nur schwache Papierumhüllungen sind gerade im Deihnachtsverkehr eine völlig ungeeignete Verpackung.
In den Bahnpost- und Kraftwagen müssen die Pakete übereinandergestapelt, an Unterwegsorten oft in verkürzter Haltezeit ein-, aus- ober umgeladen werden, sie müssen also einem gewissen Druck gewachsen sein. Die Aufschrift muß recht haltbar angebracht werden, die Anschrift des Empfängers vollständig und deutlich fein, auch die Anschrift des Absenders muß auf jeder Sendung angegeben werden. Obenauf in jede Sendung gehört außerdem ein Doppel der Aufschrift, damit die Sendung auch ihr Ziel erreicht, wenn die äußere Aufschrift verlorengehen sollte.
Wenn die Postbenutzer in dieser Weise verständnisvoll mitarbeiten, wird sich der Weihnachtsverkehr zu ihrer Zufriedenheit und zur Genugtuung der Deutschen Reichspost und jedes Postbeamten glatt und reibungslos abwickeln.
Zur Erleichterung der Einlieferung nehmen die Postanstalten während des Deihnachtsver- kehrs nach Möglichkeit auch außerhalb der Schallerstunden Päckereien ohne besondere Lin- lieferungsgebühr an. Auch die Annahmeschal- , ter werden dem Bedürfnis entsprechend vermehrt.
Arn 24. Dezember wird bei den Postanstalten, wie in den Vorjahren, der Dienst etwas eingeschränkt, um auch einem Teil der Postbeamten eine Weihnachtsfeier zu ermöglichen; die Postschalter werden im allgemeinen nur bis 16 Uhr offengehalten, der Telegrammannahme- und Fernsprechdienst wird aber nicht beschränkt.
Die Regelung des Schalter-, Briefkastenleerungsund Zustelldienstes wird durch Schalteraushang ve- kanntgegeben.
Bücherilsch.
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