und
etaat”minijt rTumV u ' Jnt-r°,s° der Volksgemeinschaft sortgefuhrt und h bas Hessische totaaisnjin^enum «u lnr„IHrHn.r nnh «rundlicher Arbeit das n«ue Straf.
Regierungsrat Weber
Diktatur.
Vornotizen.
Bürgermeisiertagung in Gießen
lüntenba
Da- Wintersemester steht vor der Tür. Die Zim. Tabak krausest zur braunen Decke empor. Man ist orvermieterin erwartet ihren „Möblierten", den dahemi. «rs;«
mervermieterin erwartet ihren „Möblierten
>tudium beendet. Oberbootsmann
Karbenblindheit und Gtrahenverkehr
Untei
GieSe
unser
„Die Zohlen
Mal und hält l , _______.... „_______„ ,
zernes Etui, dem er ein mit zwei dicken Glaslinsen Iworden sind, behaftetes Eisengestell entnimmt. Umständlich klemmt |
— Eine Gießener < feier veranstaltet, wie man . , .
menden Sonntagabend der Goethe-Bund. Der m Gießen bekannte und wohl auch größte lebende deutsche Sprecher Ludwig Wülln e r »st zu dieser Veranstaltung gewonnen worden. (Siehe heutige Anzeige.)
Ruhe.
„Die Zohlen. -
tasche, aus der er „________ , , .
Schraubenzieher und unglaubliche Mengen von Bindfaden ans Tageslicht befördert.
sorgfältiger und gründlicher Arbeit das reue Straf, recht geschaffen. (Lebhafter Beifall.)
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w der ! OOrtsfln Girjer Begi tont Kön liort. Dies pinem hu .i fesseln. ,^ie Au M Reii ÄÄ, den t toi Jerfal -üichneter
0i-b-a Sd Portal
Oer neue „Möblierte"
Von Julius Kreis.
Anläj । veret
eines Ich b diene
Bestr
Vorwurf. „Auf d' Nacht fan de Herrn ja so wie so net dahoam." Im OM bullert ein munteres Feuer, auf dem Tisch steht, schon ein bißchen verwelkt, der Bcgrüßungsstrauß, und der Rauch von würzigem
Oie rätselhaften Zahlen.
Von Peter Purzelbaum.
Im Februar 1896 verstarb in Oestrich, dem lieb» lichen Rheingauflecken, der General von Stosch, dessen Name ena mit der Geschichte unserer Marine, und zwar aus den Tagen ihrer frühesten Jugend, verknüpft ist, denn Stosch hatte von 1872 bis 1883 die Stellung des Chefs der Admiralität inne. Sein Nachfolger wurde dann der General von Caprivi, der spätere Reichskanzler.
Stosch aalt, wie der Soldat sagt, für einen „ganz Scharfen . Seine Inspizierungen waren daher mehr als gefürchtet. Nicht allein vor den militärischen Besichtigungen an Bord und Land bekreuzigten sich sämtliche Untergebenen, sondern auch — und dieses doppelt und dreifach — wenn Exzellenz in den kaiserlichen Depots und Werften erschien.
heilen nicht an -—„ ■ ■
richten sind, sondern an das Staatliche Turn- und Sportamt, Darmstadt, Adolf-Hitler-Platz (Staats» Ministerium). Alle Turn- und Sportangelegenhelten, oweit sie die Schulen betreffen, sind an bie JRtni» sterialabteilung II — Bildungswesen — Peter-Ge» meinder-Straße, zu senden.
** Die Sprech st unden der Fürsorge- stelle für Lungenkranke in der Medizini»
Die englische Oeffentlichkeit beschäftigt sich f^- einiger Zeit mit verstärkter Aufmerksamkeit nulten Fragen der Verkehrssicherbeit, die auch voiu Seiten der Behörden einer gründlichen NachprufM unterzogen werden. So hat vor der Britischem» Gesellschaft Dr. H. F. Roaf, Professor der Physi^i logie an der Universität Liverpool, einen VortrcW gehalten, in dem der Standpunkt vertreten wurd^ daß eine beträchtliche Anzahl von Autofahrern ver» stöndlicherweise nicht nur Schwierigkeiten mit dem Lichtsignalen habe, sondern daß Rot und Grün pw einen farbenblinden Menschen geradezu die ur günstigsten Farben seien, denn sie erscheinen W- | als ein mattes Grau oder Braun. Die Frage n bereits ausführlich von dem Verkehrszeichen'« schuh behandelt worden, den das VerkehrsE rium vor einiger Zeit eingesetzt hat. Die W W =. für Augenheilkunde in der Britischen MediMsa) kni hnvwflf« »rflnri htrü ^arbennüna
Gießener Vochenmarklpreise.
* Gießen, 8. Nov. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Molkereibutter, das Pfund 1,45 bis 1,55 Mark, Landbutter 1,40, Matte, 20 PI'Käse, das Stück 4 bis 10, Eier (ausländische) 10.bis 13, (inländische) 10 bis 13, Wirsing (grün), das Pfund 8 bis 10 Pf-, der Zentner 7 bis 8 Mark, Weiß» kraut, das Pfund 5 bis 6 Pf., der Zentner 3 bis 3,50 Mark, Rotkraut, das Pfund 8 bis 10 Pf-, der Zentner 6 bis 7 Mark, Gelbe Ruben, das Pfund 8 bis 10 Pf., Rote Rüben 8 bis 10, Spinat 10 bis 12, Römischkohl 5 bis 8, Unterkohlrabi 8, Grünkohl 15 bis 20, Rosenkohl 25 bis 30, Feldsalat 50 bis 80, Zwiebeln 10 bis 12, Meerrettich 30 bis 50, Schwarzwurzeln 25 bis 30, Kürbis 5 bis 8, Kartoffeln, das Pfund 4 Pf., der Zentner 3,20 bis 3,40 Mark, Aepfel, das Pfund 7 bis 12 Pf-, der Zentner 8 bis 12 Mark, Birnen, das Pfund 6 bis 10 Pf., Nüsse 35 bis 40, junge Hahne 80 bte 85, Suppenhühner 60 bis 70, Gänse 70 bis 7^ Enten 80 bis 85, Tauben, das Stück 50 bis 60, Blurnem kohl 10 bis 50, Endivien 5 bis 15, Oberkohlrabi 5 bis 8, Lauch 5 bis 10, Rettich 5 bis 10, Sellerie 10 bis 20 Pf.
Daten für Donnerstag, 8. November.
1773: der preußische General Friedrich Wilhelm Frhr. v. Sey blitz in Ohlau gestorben (geboren 1721). — 1920: Unterzeichnung des Staatsoertrages zwischen Polen und Danzig In Paris, — 1923: Adolf Hitler proklamiert in München die nationale
Schon ist der erste Brief angekommen. Die Haus» frau dreht ihn draußen in der Küche ein paarmal gegen das Licht. Neugierig ist sie nicht. Aber ein Brief an einen neuen Mieter ist doch ein kleines Ereignis. Seit zwanzig Jahren hat sie jetzt die Mö» Mieden kommen und gehen sehen und allerhand damit erlebt. Aber voll Anteilnahme und Stolz
Oberbootsmann Knoll, der schon manchen Schiffbruch und manchen Schiffsbrand — von anderen Bränden und Brüchen zu schwelgen — während;
denen — parademähig ausgerichtet und haarscharf er dieses „Pincenez" auf seinen Riechkolben, tritt gestapelt — vielerlei Sorten von Bau» und Schiffs» dicht an die Hölzer heran und studiert eingehend hölzern — Bretter, Dalken, Bohlen u. a. - 1« uw das
sehen sind. Unter ihn« flachen ein Stapel Rundholz« Stirnseite eine frisch eingeoi
Schilltr-Gedenk-ider Strafen. Eine besonders interessante Befttm- n uns schreibt, am kom- mung fei die, daß ein bereits Vorbestrafter, der ~ v *- s- Diebeswerkzeuge besitze oder solche für sich aufbe»
wahren lasse, für diesen Besitz bestraft werden könne, bevor überhaupt eine Tat ausgeführt sei. Die Front des Strafrechts fei hiermit also wesentlich vorverlegt worden. Diese Bestimmung sei typisch für den Geist des neuen Strafrechts.
Der Staat habe verschiedene Vorbeugungsmaßnahmen getroffen: die Unterbringung in einer Er- zlehungsanstalt, die Unterbringung in einer Irin» ker-Heilanstalt oder in einer Entziehungsanstalt. Möglich fei ferner die Unterbringung im Arbeite» Haus. Ein wertvolles Mittel im Kampfe gegen dos Verbrechertum fei die Sicherungsverwahrung für besonders gemeingefährliche Verbrecher. Sie gelte, wenn sie ausgesprochen sei, bis an das Lebensende. Dadurch habe der Staat den Verbrecher völlig in der Hand. Die Strafe, die die Sicherungsverwah- rung darstelle, sei hart, aber notwendig im Inter, esse des Staates. Härteste Strafe fei die Möglich, feit der Entmannung, die bann ausgesprochen werde, wenn sich ein Verbrecher fortdauernd an her Zukunft des Volkes, an der Jugend veraehe, Schließlich erörterte der Redner noch die Mögliche der Berufungsuntersagung und der Reichsvera«. sung. Im Sinne der grundsätzlichen Wesenszühr des Strafrechts werde die Strafrechtsreform im
Unter dem Vorsitz von Bürgermeister Pg. Euler (Wieseck) tagten gestern nachmittag im Hotel Hindenburg die Bürgermeister des Kreises Gießen.
Bürgermeister Euler-Wieseck hieß die Teilnehmer willkommen und überreichte zunächst dem in den Ruhestand getretenen Bürgermeister Fendt von Hungen im Auftrage des Deutschen Gemeindetages (Landesdienststelle Hessen und Hessen-Nassau) eine Ehrenurkunde des Deut» schen Gemeindetages für über 25jährige aktive Tätigkeit als Bürgermeister. Bürgermeister Euler gab der Hoffnung Ausdruck, daß der Ausscheidende sich auch fernerhin als Volksgenosse ganz in den Dienst des Werkes des Führers und des Vaterlandes stellen möge.
Bürgermeister i. K Fendt-Hungen dankte für die Ehrung. Aus Heimat- und Pflicht» gefühl heraus werde er weiterwirken, freudig ein» treten für alles, was im Dienste des Volkes und Vaterlandes verlangt werde. Das Amt des Bürgermeisters fei ein schweres, aber auch ein schönes Amt, weil dem Bürgermeister die Möglichkeit gegeben sei, bleibende Werte zu schaffen. Mit dem Wunsche, daß alle, die heute Bürgermeister seien, durchdrungen fein möchten vom Willen des Führers, schloß Bürgermeister Fendt feine beifällig aufgenommene Ansprache.
Zustizinspektor Allendörfer-Sießen sprach sodann über „Erbrecht, Testaments» errichtung, insbesondere Errichtung des Rotte ft aments". Der Redner erläuterte an Hand der gesetzlichen Bestimmungen die Der» schiedenen Formen des Testaments und ging in seinen Ausführungen besonders auf die Errichtung
** Arbeitsjubiläum. Heute kann der Schneider Karl R i n n e r, Marburger Straße 23 wohnhaft, auf seine 25jährige Mttarbett bei ber Firma Herrenbekleidungshaus G. m. b. H.. Schul» straße 2, zurückblicken. h»
♦* Sie Derwaltungsprufungen b e • standen. Vor dem Prüfungsamt für Kommunal, beamte in Mainz haben bestanden bie erste Ver- waltungsprüfung (Sekretär) die Berwal» tungsgehilfen W. M o m b e r g e r (Bürgermeisterei Gießen) und Fritz S ch e i b e l (Provinzialkasse): die zweite Verwaltungsvrufung Inspektor) die Verwaltungssekretäre W. F re id e rg ' E Als» d o r f (Provinzialdirektion) und H Erb (Kreisamt
Viele Theaterbesitzer spielen das, was ihnen ein gutes Geschäft verspricht, gleichgültig, ob durch diesen tassenfüllenden Film an der Veredelung des Volkes gearbeitet oder sogar das Gegenteil erreicht wird.
Die Filmstellen wollen nicht allein neue Filmfreunde werben, sondern bereits gewonnenen ein Unterscheidungsvermögen für gut und schlecht bei» bringen.
War das Lichtspieltheater bisher nur eine Vergnügungsstätte, und leider nicht immer eine ein- manofreie, so wird es durch die Arbeit der NS» Filmstellen in Zukunft wahres Theater der Kunst,
des Nottestaments ein. Dieses erfordere die Anwesenheit von zwei Zeugen, setze die ganze Fest- «der Persönlichkeit des Testators voraus.
ürgermetfter müsse wissen, daß Personen, die in dem Erbe bedacht werden sollten, nicht als Zeugen wirken könnten. Der Ortsgerichtsvorsteher könne nur in seiner Gemarkung beurkunden, er könne nicht beurkunden, wenn es sich beim Testator um einen seiner Anverwandten handle. Die Auf» nähme eines Nottestaments für Minderjährige, für Entmündigte und Unzurechnungsfähige lehne der Ortsgerichtsvorsteher am besten ab. Die Aufstellung eines Testaments für solche Personen überlasse er dem Notar. Der Redner wies abschließend darauf bin, daß die notwendigen Formalitäten genau zu beachten seien.
Oberstaatsanwalt Or. Wodaege sprach hierauf über „Das neue Str sfre cht", soweit es in seinen wesentlichen Grundzügen bereits seststeht. Früher, in liberalistischer Zeit, habe im Mittelpuntt der strafrechtlichen Beurteilung das Individuum gestanden, das möglichst gegen „lieber» griffe des Staates" zu schützen. Heute laute bie Fragestellung: „Wie schützt man die Volksgemeinschaft vor dem Verbrecher?" Der Nationalsozialismus habe hier nicht lange gezögert und in bren- nenben Fragen der Rechtsprechung klar durchgegriffen. Besondere Bestimmungen für das schwerste Verbrechen, für Hoch» und Landesverrat, seien sofort getroffen worden. Scharfer Kampf sei der Unterwelt angesagt. Gegen gemeingefährliche Verbrecher seien schärfste Maßnahmen getroffen wor- den. In seinen weiteren Ausführungen erläuterte der Redner den Begriff des gemeingefährlichen Der- brechers, wie auch Des Gewohnheitsverbrechers und beschäftigte sich dann mit den verschiedenen Formen
Oberhessische Photographen- Zwangsinnung.
Am Dienstag fand im Hotel Kobel zu Gießen die sehr gut besuchte erste Jnnungsversammlung des Photographen-Handwerks statt. Kreishandwerksmeister S t ü h l e r wies zu Beginn der Sitzuna auf die hohen Ziele der handwerktreibenden Volksgenossen im Aufbau des neuen Staates im Sinne unseres Führers hin. Er verpflichtete sodann den Obermeister Christian Zimmer (Gießen). Der Obermeister schlug die nachgenannten Herren zu Vorstandsmitgliedern und Jnnungswaltern vor, die anschließend in ihren Funktionen verpflichtet wurden: stellv. Obermeister Bruno Adler (Butzbach), erster Schriftführer PH. P f a f f (Gießen), erster Kassierer E. Bürck (Gießen), Jnnungswalter Karl Borst (Gießen) und Frau Stracke (Bab-Nauheim), Ge- sellenwart W. Baumann (Gießen) und Fritz Schmidt (Friedberg). In der anschließenden Aus- 0 wurde mit dankbarer Freude der Erlaß der
-n Parteiführung begrüßt, nach dem Lichtbll» der für Ausweise bei Dienststellen nur dann angenommen werden, wenn die Bilder den Stempel eines der Innung angeschlossenen Berufsphotographen tragen. Es wurde beschlossen, durch rege Auf. harungsarbeit beim Publikum und den Behörden mit aller Schärfe gegen das den Photographenberuf besonders schwer schädigende Schwarzarbeitertum vorzugehen. Mit dreimaligem Sieg.Heil auf unseren Führer und Dolkskanzler schloß der Obermeister die eindrucksvolle Versammlung.
Pflichtinnung
des Mechaniker-Sewerbes.
tüt" zur Vrfügung stehe.
Oberveterinärrat Or. Monnard ergänzte diese Ausführungen nach der praktischen Seite hin. Die Kennzeichnung sei notwendig, so führt er u. a. aus, der Zennzeichnungszmang fei auf jede Sorte Fleisch auszudehnen. Kuhfleisch könne eben in Zukunft nicht mehr als Rindfleisch verkauft werden. Die Qualität des Fleisches könne eigentlich erst nach der Schlachtung festgestellt werden. Die Durchführung der Verordnungen fei trotz mancherlei Schwierigkeiten möglich, wenn der nötige*Oetft der Verantwortung vorhanden sei. In der Folge würden alle jene Sonderbezeichnungen „la. Mastfleisch", „Prima Mastfleisch" usw. forb fallen. Für die Ortspolizeibehörden ergebe sich die Aufgabe, die Kennzeichnung der Qualitäten und den Aushang der Preise zu überwachen. Die Vorschriften würden streng gehandhabt.
Im weiteren Verlaufe der Versammlung sprach der.Referent für den Arbeitsaustausch,
Assessor Or. Kraegeloh
Gehe nicht zu .........
rufen werscht!" zu han- , .... sich bisher ganz am Gefolges herumgedrückt, nun muß er aber auf allgemeines Verlangen vortreten, um auf die bisher ungelöste Frage: „Was für Zahlen sind das?" Rede und Antwort zu stehen.
i Wegezeit, Mist und
vom Arbeitsamt Gießen über den 21 rb e i t saUS' tausch. Er gab zunächst einen Bericht über die bisherigen Erfolge der Arbeitsfchlacht, erinnerte aber daran, daß in erster Linie jugendliche Personen eingestellt worden seien. Das könne sich ein. Staat auf die Dauer nicht leisten. In der Zusam-- mensetzung der Arbeitskräfte in den Betrieben hm- sichtlich der Altersklassen müsse sich der natürliche! Lebensaufbau unseres Volkes spiegeln. Die untejl 25jährigen sollten gegen ältere Verheiratete ausye- tauscht werden. Der Betriebsführer habe hier viel Verantwortung vor der Volksgemeinschaft. Die Heranbildung von Facharbeitern solle aber nicht beeinträchtigt werden. Wer zur Unterhaltung einer Familie beizutragen habe, solle ebenfalls für den Austausch nicht in Betracht kommen. Austausch könne erst bann erfolgen, wenn für den Auszutau- fchenben der brauchbare Ersatz gestellt werden könne. Insbesondere sollten ältere, verheiratete, kinderreiche Väter eingestellt werden. Im Arbeitsamtsbezirk Gießen liege die Zahl der unter fünfundzwanzig Jahre alten Beschäftigten bei 23 v.H',
** Gesuche und Anträge in Turn- und Sportangelegenheiten an den Staat Das staatliche Turn- und Sportamt bei der hessischen Regierung weist darauf hin, daß alle Gesuche und Anträge in Turn- und Sportangelegen-
„Herr Oberwerftdirektor — bitte, was sind bas ür Zahlen?" fragt Stosch, sich an den neben ihm chrettenden obersten Beamten wendend.
„Einen Augenblick, Exzellenz!" entschuldigt sich der Herr Direktor und gibt die Frage an seinen nächsten Untergebenen weiter:
„Herr Schiffsbaudirektor — wollen Sie bitte Exzellenz über diese Zahlen Informieren!"
Auch dieser Herr schnellt auf dem Absatz herum:
„Herr Schiffsbauinspektor — darf ich bitten! Exzellenz wünscht zu wissen, was diese Zahlen bedeuten!"
„Sogleich! — Herr Schiffsbauführer, sagen Sie Exzellenz, was das für Zahlen find!"
Und jo geht diese Frage nun vom Schiffsbau- luhrer über die verschiedenen Intendantur- und Rechnungsräte auf der militärischen Hühnerleiter immer weiter abwärts, bis sie schließlich bei ihrer untersten Sprosse, dem Oberbootsmann Knoll, landet. Denn Oberbootsmann Knoll hat die Holzschuppen in seiner Obhut, er verwaltet ihren Inhalt und er allein könnte die Bedeutung jener rätselhaften Zahlen kennen.
Studenten. Alles ist geschrubbt und gebürstet, Im Büchergestell sind die Schmöker wieder in Reih und Glied, die sich das Haustöchterchen ausgeliehen hat, und neue Vorhänge prangen an den Fenstern. — Er kann kommen.
Die Frau Hintermaier hat Glück. Sie hat einen „Soliden", schon seit drei Semestern. Keinen, der sich mit den staubigen Stiefeln auf das Sofa legt, die Zigarettenstummel in die Blumenvase wirft und mit Dem guten Handtuch die Biergläser auswischt. „Da kann ma allerhand erlebn, mit be Herrn Stu- denten! San S' nur froh, Frau Hintermaier, daß S' wissen, wen S' kriagn! I muaß erscht abroartn, wia fr der meinige olaßt. I' kriag desmal an neuen, wissen S'!" „ ,
Der „Neue" erscheint auf der Bildfläche. Wie eine gütige Sonne leuchtet ihm das Antlitz der Hausfrau entgegen. Der erste Tag ist ein Tag lauterster Harmonie. Mit Wohlgefallen sieht die Frau Hinter» Huber, wie ihr neuer Möblierter die Hausschuhe unters Bett stellt. Also ein Mann, der auf Ruhe und Ordnung hält. In den langen Jahren hat sie sich einen geschulten Blick erworben für Tugenden und Mängel ihrer Mieter. „Und net wahr, des wissen S' ja, Herr Doktor, daß ma* des net harn Hann, daß allweil de Fräul'n Kusinen auf B'suach tumma, es is ja wegn de Leut, und an Tisch Ham mir neu aufpoliern laffn. Des tuat eahm halt gar net guat, wenn man da Bieftaschn draus stellt oder an Tee kocht ... Problem S' nur, wia guat sichs auf dem Kanapee sitzt! Echte Roßhaar fan drin. Natürli geht as beste Sach' z'grund, wenn man net a bißl aufpaßt ..." Der Möblierte verspricht, einen ordentlichen und lärmfreien Lebenswandel zu führen. Er sieht sich in seinem neuen Nest um. Aha, da ist auch der gehäkelte Wandschoner da und die Brandmalerei: Morgenstund' hat Gold im Mund! Und hier hängt das große Bild von der silbernen Hochzeit und gegenüber der Königssee in bengalischer Farbenpracht. Und auf dem Schreibtisch prangen goldbronziert „Faust und Gretchen", alles ist oa, wie in den anderen Buden, in denen er gehorstet hat.
Dann kroch er durch jeden Winkel, schnüffelte in allen Ecken rum und verlangte plötzlich äu wissen, wieviel Schrauben ober Nägel in dem oder jenem Schub lägen. Wehe dem Ingenieur, wenn die Zahl nicht stimmte, aber hundertmal wehe ihm, wenn er sie rechnungsmäßig nachzuweisen nicht imstande war. ,
Wieder einmal war Stosch nach „W Haven — wie der Mariner im abgekürzten Verfahren für Wilhelmshaven sagt — gekommen und hatte Fragen über Fragen gestellt, die aber nur zum Teil richtig beantwortet werden konnten. Da wurde von Fall zu Fall die Laune von Exzellenz schlechter und die Gesichter der pp. Beamten länger und länger. „ „
Ueber den weiten Werftplatz tappt nun Exzellenz mit seiner großen Suite den Holzschuppen zu, in
Knoll richtet sich hoch, vollführt auf dem linken Absatz herumschwenkend eine mißglückte Kehrtwendung, baut sich kerzengerade vor Stosch hin uno meldet mit einer Miene, der man das Wissen uin das große Geheimnis ansieht, und in einem Toin > der von vornherein jeden Widerspruch ausschaltet
„Die Zohlen...? Lauter Achten, Axlenz!
Die Pflichtinnung des Mechaniker-Gewerbes von Stadt und Kreis Gießen, Alsfeld und Lauterbach hielt am Montag im „Frankfurter Hof" zu Gießen eine Jnnungsversammlung ab, die von Kreishandwerksmeister Stühler mit herzlicher Begrüßung der erschienenen Kollegen eröffnet wurde. In einem kurzen Vortrag über den organisatorischen Aufbau des Handwerks und der Innungen erinnerte Kreis- Handwerksmeister Stühler u. a. daran, daß die SXmbwerter es als ihre heiligste Aufgabe zu betrachten hatten, am Aufbau des Handwerks tatkräftig mitzuhelfen zum Wohle des Handwerks und des gesamten deutschen Volkes. Die Ausführungen des Redners wurden sehr beifällig aufgenommen. Anschließend nahm Kreishandwerksmeister Stühler die Verpflichtung des Obermeisters Hans A ß» mann durch Handschlag vor. Der Obermeister ernannte sodann den Vorstand der Innung, der sich wie folgt zusammensetzt: Stellvertreter Des Obermeisters Weber »Lich, 1. Schriftführer Borne- mann- Gießen, 2. Schriftführer Buchner- Hausen, 1. Kassierer Schupp- Gießen, 2. Kassierer Rau- Wiejeck, Lehrlingswart Steinbach- Gie» ßen, Gesellenwart E i s f e l l e r - Gießen. Obermeister Hans A h m a n n verpflichtete die von lhm ernannten Vorstandsmitglieder durch Handschlag und forderte sie auf, ihre ganze Kraft zum Wohle des Handwerks und der Innung einzufetzen. Der weitere Verlauf der Versammlung diente zur Klärung beruflicher Fragen. Mit einem Treuegelöbnis zum Führer und Reichskanzler Adolf Hitler schloß Obermeister Hans A h m a n n die Versammlung. ______________________
lieft sie manchmal in der Zeitung von einem Pro- fessor oder Geheimrat, liest von Herren, daß sie geheiratet, Kinder bekommen haben, befördert worben sind.
„Der is aa bei mir Möblierter gwefen! Hab mirs alei denkt, daß aus dem was werb! Der hat ja a* so obacht auf bes Roßhaar-Kanapee gehn!"
vom Kreisamt beschäftigte sich sodann mit der Frage der Fleisch- und Wurst preise, sowie mit der K e n n z e i ch n u n g d e r F l e i f ch - und Wurstqualitäten, wie sie nach den
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M> so M dvrbenen S lajtf mar ai kne matfi ferne Wirkui m ben Ttü t» durch ent Wt von L dn N'vchrn ?, die sich
«längt. Es Derungss to'Nschender liipielen zu Friedrich c Modale in Seit. Desc Wrangen nMiichen Munsi bei n&en letzte, $,®enn l
hölzern — Bretter, Dalken, Bohlen u. a. zu — während alles hochaufatmet, dieweil ja jetzt das sehen sind. Unter ihnen fällt durch Helle Schnitt- Rätsel gelöst und die Frage des Generals cndbch flachen ein Stapel Rundhölzer, bie sämtlich an der . beantwortet werden wurde — jene allen Vorgesetzten Stirnseite eine frisch eingebrannte „8" aufweifen, unerklärlichen Zahlen. . ... .
jedermann sogleich ins Auge. Nun ist das Studi
— Tageskalender für Donnerstag: Stadttheater, 20 bis 22,30 Uhr „ßangemarct" — Cafö Leib, 15 Uhr, „Till Eulenspiegel zugunsten
S7eÄP$W ^Ä^-nÄ'für-bk-Wr au, i
krsroca- Wo ist bas Kind der Madelaine F.?" Landaememden des Kreises Gießen jeden Montag Nllfchaft für Erd- und Völkerkunde, 20.15 von 16 bis 17 Uhr statt, Lungenkranke und Krank» Uhr Aula der Universität, Vortrag über „Südwest, beitsgefährdete, die m ärztlicher Behanblung sind, afriia unb Sübostafrika". - Oberhesfifcher Kunst, bedürfen einer Ueberweisung ihres Arztes M die verein Turmhaus am Brandplatz, 16 bis 17 Uhr, Lungenfürforgestelle. .Unbemittelte werden unent» Gemälde-Ausslellung. geltlich beraten.
V>eieu,a)a|i yai uarnui» cinun, 'Ärh»ir
für farbenblinde Fahrer keinesfalls genüaen wuw- und deshalb vorgefcklagen, das rote Zeichen einen wagerechten Balken, bas gelbe durch * „ runde Scheibe unb das grüne durch einen rechten Balken zu ergänzen oder zu ersetzen. < der Auseinandersetzung über die Bedeutung J Farbenblindheit für das Verkehrswesen würbe i gestellt, daß der Anteil farbenblinder Person^ unter der Bevölkerung beim männlichen GeM ^- qm lujwuym — ! fünf v. H. und beim weiblichen nur 1 wH' .
feiner über 25jahrigen Dienstzeit erlebt hat, behält .Nur 2 v.H. der männlichen Personen wurden ! auch in diesem Augenblick seine unerschütterliche bei der Unterscheidung der Signale behinbett 1
Die Hauptbedenken gelten dem Nachtverkehr sagt er unb faßt in bie Hosen» der Autofahrer von seinem Platz aus nicht ! v Zollstab, Bleistift, Messer, Bohrer, kann, welches der drei Lichter gezeigt: »tro. : Und unglaubliche Mengen von vorgetragenen Einwänden steht die ^aftacye g » _ ^ogesnajt vesoroert. über, daß von keiner der englischen Autom
z...?" wiederholt er ein zweites Vereinigungen bisher Klaas über die Unzui ng in feinen Klauen ein gewaltiges höl- I feit der gegenwärtigen Derkshrszelchen g p ]
wahre Kultur- und Bildungsstätte sein.
Schon jetzt macht die Gausilmstelle auf den demnächst erscheinenden, in jeder Hinsicht großartigen Film „Ich für Dich, Dr für mich" aufmerksam und bittet, entsprechende Pressenotizen zu beachten.
ßB etwa K'- ;b ! t'S ! iparni^.
Oberbootsmann Knoll ist nicht nur ein alter befahrener Seemann, er ist auch ein kluger Praktiker, der erstens weiß, bah Exzellenz bie Beantwortung seiner Fragen burch Anaehörige unterster Dienst- für Augenheilkunde in Der Bnllicyen ’iKeoigwv grabe gar nicht schätzt, der aber auch nach dem Gesellschaft hat damals erklärt, daß Farbensig' bewährten Sprichwort: „Gehe nicht zu deinem i für farbenblinde Fahrer keinesfalls genügen wm Ferscht, wenn bu nicht gerufen werscht beln pflegt. Deshalb hatte er sich bisher Ende bes ~
Der Neue pickt mit Reißnägeln die Bilder von Angehörigen unb Kommilitonen an die Wand, er holt aus dem Koffer feinen Aschenbecher und stapelt auf die Kommode seins Bücher. Die Glühbirne, al» tsrssckwack unb mit dünnem Lebenslichtlein, muß ausgewechfelt werden. Die Hausfrau sieht es uml des lieben Friedens willen ein. Sie bringt eine neue. „Hat no' so guat brennt", sagt sie mit leisem |
, 'den neuesten Verordnungen gefordert werde. Er betonte, Mantcm ' daß es nicht angehe, daß in Zukunft von Metzgern ' nur noch Fleisch „1. Qualität" zum Verkauf komme, vielmehr müsse dafür gesorgt werden, dqh der minderbemittelten Bevölkerung auch Fleisch „2. Quali«


