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Eine härtere Probe konnte dem deutschen Volk in seiner Jugend nicht zugemutet werden als diese Feuerprobe der halben Knaben, die aus wohlbe­hüteter Heimat, Häuslichkeit und Sorglosigkeit mit­ten in das schrecklichste Entsetzen geschmissen wur­den, das die Welt kennt: in den Krieg.

Die Probe wurde bestanden. Sie war wahr­haftig blutig und düster genug. Sie war sehr ge­nau und sachlich. In allem Trommelfeuer herrschte eine eisige Kälte der Zweckmäßigkeit. In jeder Stichflamme des vernichtenden Einschlags glitzerte eine jedem Gefühl unzugängliche Mathematik der Schußberechnung nach Tabellen, Windrichtung und Rohrausbrennung. Das glühende und fressende Schicksal war äußerst nüchtern und gelassen. Be­geisterung und Wunschtraum, körperliche Kraft und rasende Wut wurden hier auf einen Standpunkt zurückgeführt, der höchstens noch zum Zuschauer- tum verurteilt war. Dies allein schaffte nicht das geringste.

Es kam außerdem auf das Können an. Es kam daneben auf genau die gleiche Sachlichkeit und Exaktheit an, die einem Knall und Fall mit Tod und Explosion unmittelbar vor die Nase gesetzt wurde.

Und da haben diese jungen Deutschen nicht ver­sagt. Sie haben sich glühend in die Verbrennung hineingeworfen, glühend und zugleich kalt am Ge­schütz, am Maschinengewehr, über Kimme und Korn, am Blinkgerät, an der Telephonstrippe, hinterm Minenwerfer.

Diese deutsche Jugend hat im Großen Kriege die deutsche Ueberlieferung aus zwei Jahrtausenden mit Blut und Schweiß weitergegeben an die, welche nach ihr kommen.

Die überkommene Aufgabe ist vielleicht nicht so sichtbar und unmittelbar, aber sie ist aus ihre Art nicht weniger schwer. Begeisterung und Sachlichkeit, Aushalten und Angreifen, Leben und Tod, Dreck und Wille dies alles zu vereinigen und es zum Siege zu führen in jener Stunde, die die Konse­quenzen aus jedem Versprechen zieht um des Vol­kes, um der Nation willen das ist die große Aufgabe, die heute in Deutschland lebt und der Jugend zugehört. Man kann von dieser Jugend sagen, daß ihr die Zukunft gehört. Man muß aber zugleich sagen, daß diese Jugend auch der Zukunft gehört. Und das enthält eine Verpflichtung, die durch das blutige Siegel, mit welchem sie bekräftigt worden ist, es gleichzeitig groß und herrlich machen kann, sie zu erfüllen.

Löwenritt auf einem Autokühler.

Mit Trompetenklang und Paukenschlatz zog ein Zirkus durch die Straßen von Richmond im Staate Virginia, und bald war die ganze Stadt auf den Beinen, um einen kleinen Blick von dem romanti­schen Geschehen zu erhaschen, das sich am Abend im Lichterglanz der Arena abspielen sollte. Aber wie groß war die Ernüchterung, als plötzlich ein Löwe aus dem Käfigwagen ausbrach und eine ge­fährliche Gratisvorstellung gab. Zunächst landete er mit einem aewaltigen Sprung auf dem Rücken eines der Pferde, die sein Gefängnis zogen, dann aber suchte er sich einen anderen Platz für seinen Löwenritt. In großen Sätzen jagte er durch die entsetzt auseinanderstiebende Menge und sprang auf den Kühler eines Kraftwagens, der aus einer Seitenstraße kam. Der Fahrer war vor Schrecken ganz gelähmt und fuhr blindlings weiter, was dem Löwen offenbar gerade gut gefiel. Dann wechselte der König der Wüste wieder auf ein Pferd hinüber und ließ sich von dem verstörten Tier bis vor die Tür einer Fabrik tragen. Das Entsetzen, das die Arbeiter erfaßte, als plötzlich ein Löwe in den Maschinensaal kam und sich das moderne Getriebe anschaute, ist kaum zu beschreiben. Sie flohen zu den Türen hinaus, hatten aber die Geistesgegen­wart, sie hinter sich zu verschließen. Der Löwe war gefangen, und als seine Verfolger, die Angestellten des Zirkus und seine Wärter, herbeikamen, um ihn ^urückzuholen, fiel er bei einem neuen Fluchtversuch ihren Revolvern zum Opfer.

Hochschulnachrichten.

Professor Dr. Frank Löbell von der Techni­schen Hochschule in Stuttgart ist zum ordent- lichen Professor für Geometrie an der Technischen Hochschule in München ernannt worden.

Der Straf- und Staatsrechtler Prof. Dr. Richard Schmidt an der Universität Leipzig, begeht am 11. November sein SOjähriges Doktor­jubiläum: der Gelehrte, der jetzt im 72. Le- bensjahre steht, ist Mitglied der Sächsischen Akade­mie der Wissenschaften und der Deutschen Akademie in München.

Professor Dr. Geiger, Ordinarius für Experi­mentalphysik an der Universität Tübingen, ist mit dem Arrhenius-Preis ausgezeichnet worden; der Gelehrte, der besonders durch seine Untersuchungen über Alphastrahlen und Atombau bekannt wurde, lehrt seit 1929 in Tübingen

llr. 262 Zweites Blatt

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen)

Donnerstag, 8. November 1954

weitere schriftliche Benachrichtigung erfolgt

nicht.

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Marsch, Einmarsch der Fahnen, Erheben von

den

rugsstockungen, die den ganzen Betrieb in Unorb«

weit führen. Was aber wirbt für den Film, der

rang bringen. Reichlicher Apfelgenuß kann das

Dreck und der Schweiß. Dann kam die Sachlichkeit,

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Dieses Bekenntnis hieß: Tod oder Leben. Und

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Deutschland vernahm in der Kriegserklärung

Hit' in der Mobilmachung einen Befehl, der aus

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i teeren Bereichen stammte als aus den Bezirken

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Amt für Volkswohlfahrt, Ortsgruppe Gießen-Süh.

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8. SchlußspruchSturm, Sturm", 9. Horst-Wessel- Lied.

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Lugend schafft die Nation Zur Erinnerung an Langemarck. Von Kranz Gchauwecker, GOS.

Und jetzt kam es darauf an, zu zeigen, was los war, was in dieser Jugend steckte. Jetzt hatte sie

Eine riesige Faust erhob sie alle zusammen wie einen großen Körper hoch in die Luft, schüttelte sie, und eine donnernde Stimme, geladen von Unerbitt-

Der Film ist durch seine leichte, flüssige Aus­drucksweise und seine vollendete Technik zum wich-

hinter sich, als sie aus ihren Kasernen zum Bahn­hof marschierten. Das war einfach. Es war sogar schön.

Und dann kam der Krieg. Dann kam die Gra­nate. Dann kam der Bauchschuß und der Hunger und die Verlausung und die Uebermüdung und der

Halbmast am 9. November.

LPD. Das Staatspresseamt der hessischen Regie« rung teilt mit:

Am Freitag, 9. Nov., findet um 19 llhr auf dem Landgraf-Philipp-Plah eine

Gedenkfeier für unsere gefallenen Kameraden

statt. Es wird der Kreisleiter, pg. Klostermann, die Gedenkrede halten. Oie Gießener Bevölkerung wird zu dieser Feier eingeladen. Oie Gliederungen der Bewegung nehmen geschlossen daran teil und treten bis spätestens 18.55 Llhr auf dem L-Ndgras-Philipp-Plah an. Wir fordern auch den TiGBFB. (Stahl­helm) sowie die Vereinigung der Krieger-Vereine aus, an der Gedenkfeier ge­schlossen teilzunehmen. Oie Kundgebung ist gegen 20 Uhr beendet.

Weiterhin wird die Gießener Bevölkerung aufgesordert, am Freitag auf Halb­mast zu flaggen.

ihr es gibt Augenblicke, in denen die Zahl eine I junchaus brauchbare Hilfestellung leistet. Don hi-. El dA im gesehen ist es nicht bedeutungslos, daß sich

lei rung sorgen, und zwar regelmäßig in der glei- i?n Menge wie die Nahrungsaufnahtne. Wir zwin- gm den Körper, sich Rumpelwinkel anzuschaffen, n -nn wir ihm nicht bei der täglichen Reinigung h Ifen. Zu solchen Rumpelwinkeln gehören z. B. gchtige Knie und Knoten an den Händen. Wenn e zu Geschwüren und Hautkrankheiten kommt, ist dr Körper schon so überfüllt mit Ablagerungs- piötzen, daß er gewaltsam einen Ausweg schaffen r..

Wipfel in jeder Form hilft zur Instandhaltung der hrbauung Ein Apfel vor dem Schlafengehen ge- Men, forgt für morgendliche Entleerung. Es ist chfach unhygienisch, die morgendliche Entleerung z unterlassen, sie ist wichtiger als die äußerliche

zu:Bekennt, was ihr wert

zucker wird in kürzester Zeit vom Blut ausgenom­men. Der Apfel ist somit nicht nur erfrischend, rei­nigend und heilend, sondern auch aufbauend.

BeichsberufSgruppen her Angestellten in her OAZ.

Samstag, 10. November, abends 8 Uhr, monat­liche Zusammenkunft der Berufsgemeinschaft der Techniker im Hotel Hindenburg, Seltersweg. Es spricht Pg. Georg Heß, Mitglied der Vereinigung zur kolon. Wiedergewinnung überMit Lettow- Vorbeck im Kampf um Deutsch-Ostafrika."

Berufsgemeinschafl der weiblichen Angestellten.

Freitag, 9. November, 20.15 Uhr, in der Lony- straße 18, Saal 5, zeigen wir den Handarbeitslehr­filmFleißige Hände". Es findet ferner eine Aus­stellung von Handarbeiten stast.

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Nach einer Anordnung des Reichsinnenministers setzen am 9. November 1934 aus Anlaß des Reichstrauertags der NSDAP, die Gebäude des Reiches, der Länder, der Gemeinden, der Körper­schaften und des öffentlichen Rechts und die öffent­lichen Schulen die Flaggen auf Halbmast. Eine i' ' ' ' ' -1-

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iE»r berechenbaren, materiellen Welt, die noch iaii) papierenen Gründen und nach Dor- und Nach« fragt.

Hier ging es um ein Leben über den Tob fiuiaus.

»ehlungsanzeigen vertrauenswürdiger Unterneh- -lungen des Gießener Einzelhandels besonders hin- . ewiesen. Die neue Bilddarstellung steht unter dem Zeichen:

Kunstsinn und Geschmack beeinflussen den Kaufabschluß!

Oer Heilwert hes Apfels.

Der Apfel ist die wertvollste heimische Frucht, r ist besonders deshalb vor allen anderen Obstfor- ;*n am wertvollsten, weil wir die Wintersorten den lanzeu Winter über aufbewahren können, und inter günstigen Umständen bis zum Frühjahr, ?eenn der erste Rhabarber kommt und sein erfri- Aenbes Kompott liefert.

Für Kranke ist der Apfel unersetzlich, ganz be- fmders bei Leber- und Magenleiden. Bei schwerer kebererkrankung, wenn der Magen nichts bei sich l-chält, oder bei allem Sonstigen durch Schmerzen ^agiert, nimmt er feindurchgerührtes Apfelmus non reifen Aepfeln, das durch Zucker nicht über« f'ßt sein darf, gern auf. Apfelmus kann bei solchen jranken tagelang die einzige Ernährung sein. Es i: in diesen Fällen nicht nur als Nahrungsmittel, tinbern gleichzeitig als Heilmittel zu betrachten. Relleicht ist es sein starker Phosphorgehalt, ober b- finb bie in ihm enthaltenen Natrumsalze, bie lsese Wirkung Hervorrufen.

Aufruf au die Gießener Bevölkerung

anläßlich hes Gehenktages am 9. November.

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Oie GN am 9 November.

Durch StanbortbefeHl ber SA.-Stanbarte 116 ist für bie Beteiligung ber S A. an ber Gebenk- feier am 9. November fvlgenbes bestimmt worben.

Sämtliche SA.-Formationen finb zur Gebenkfeier auf bem Lanbgraf-Philipp-Platz am 9. November um 18.45 Uhr angetreten. Die For­mationen stellen sich in mehreren Reihen hinter- einanber auf; als Raum steht zur Verfügung bie Strecke vom Kreisamt bis zur Reitbahn einschließ­lich, ber Bürgersteig ist mit zu benutzen. Die Fahnengruppe einschließlich Stanbarte steht um 18.40 Uhr im Hofe ber Stanbarte bereit unb wirb von bort von Sturmhauptführer O t t zum Denk­mal geführt. Nach Beenbigung ber Feier marschie-

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seinerseits für fast alles wirbt?

Die NSDAP, hat in ihrem Aufbauwillen auch ben Film nicht vergessen. Es finb bie Filmstellen ber NSDAP., bie diesen rührigen Werber vertreten und ihm neue Anhänger hinzugewinnen, denn immer steht ein großer Volksteil dem Film heute noch fern. Die NS.-Filmstellen werben für den Film, um möglichst allen Volksgenossen Unter­haltung, Belehrung und Bildung zu vermitteln. Durch ihn sollen sie Heimat und Volk lieben lernen, die Kulturgüter des Volkes kennen lernen und an ihnen teilnehmen.

In Hessen ist die Gaufilmstelle Hessen-Nassau der NSDAP., Frankfurt, Kronprinzenstraße 41, die be­strebt ist, in idealer Weise mit der Presse und den Theaterbesitzern zusammenzuarbeiten, um dem Volke das an Belehrung, Bildungsmaterial und Unter­haltung zu bieten, was einem hochstehenden Volke zukommt. Dabei hat sie natürlicherweise ein wach­sames Auge darauf, daß alles was diesem Volks­wesen fremd ist, ferngehalten wird, um Vergiftung und Entartung eines an sich wertvollen Volkes unmöglich zu machen.

_ der am Donnerstag, 8. November, nachmit­tags 3 Uhr im Caf6 Leib stattfindenden Vorfüh­rung der

Üa fanden sich die Menschen zusammen, auf denen taner die Zukunft ruht. Das ist die Jugend. Und Mar die Jugend, die bann sofort beim Wort ge- lommen unb auf Tob unb Leben geprüft wirb. Irr gab es fein Ausweichen mehr. Hier galt kein krebe mehr. Hier würben bie freiwilligen Jüng- te;e bebienen wir uns ruhig bieses schönen al- un! Wortes, bas ewige Jugenb in sich trägt so- iefrf) beim Genick genommen unb in bie großen Machten hinausgeschmettert, in benen manchmal firfjig unter hunbert von ihnen ben Tob fanben.

fielen an einem einzigen Tage Tausenbe von ku schen Menschen, benen noch kaum ber Bart Achs, bie fast nichts vom Leben kannten, die Itienb unb begeistert hinausgezogen waren in Triumph, von bem sie noch nicht wußten, iiE er als Tob vor sie hintreten würbe.

s,ie hatten Blumensträuße an den Gewehrmun- itnqen und Lieder auf den Lippen, sie hatten die Suüif vor sich und die Begeisterung der Menge

Plätzen. 2. Langemarck-Gedicht. 3. Ouvertüre (Musik­zug). 4. Ansprache des Standartenführers, Fahnenweihe, Vereidigung der Hitler-Jugend; wäh­rend der Fahnenweihe unb der Vereidigung ist auf­zustehen. 5. Lied:Ich hatt' einen Kameraden", Er­heben von ben Plätzen. 6. SchauspielLangemarck". Am Schluß kleine Pause, bann Horst-Wessel-Lieb, Erheben von ben Plätzen (sämtliche Teilnehmer heben bie rechte Hanb zum Gruß).

Nach ber Feier werben bie Stanbarte unb bie Fahnen von einem Begleitsturm unter bem Kom- manbo bes Sturmhauptführers O 11 unb unter Vor­antritt bes Spielmannszuges unb bes Musikzuges zum Stanbartengebäube zurückgebracht.

Für Sonntagnachmittag ist eine Wieberholung ber VorstellungLangemarck" vorgesehen. Gegen Vorzeigen bes SA.-Ausweises werben Preisermä­ßigungen gewährt.

Eine Gedenkfeier der alten Kämpfer

o f 1 ren Stanbarte unb Fahnengruppe burch bie Senden»

Bei fiebrigen Kranken ist ber Apfel burch feine bergftrafee nach bem Stabttheater. Der Mufikzug iffrifchenbe Eigenschaft besonbers wertvoll, unb unb ber Spielmannszug stehen auf bem Lanbgraf- ppar in Form von Apfelmus, als Apfelsaft unb Philipp-Platz vor bem Rebnerpult unb begeben sich md) falls keine Magenschwäche vorliegt inach Schluß ber Feier sofort in bas Stabttheater, Iber Form, natürlich geschalt unb femgeschnltten ebenso bie an ber Feier im Stabttheater teilneh- wer geraspelt. Bei rohen Aepfeln ist gutes Durch- menben Angehörigen ber SA.-Formationen; Ab- liuen wichtig. > marsch Richtung Sonnenstraße.

: Der Apfel ist ein Reinigungsmittel für ben Kör-1

Heil Hitler!

Kreisleitung Gießen der NSDAP

gez. Klostermann

halt' einen Äameraben". 5. Deutschlanblieb. 6. Horst- « , . . .. Wessel-Lieb.

regulieren. Wenn wir bei einer Maschine auf ber Für bie ©eben f feier im Stabttheater men Seite hineinstopfen unb nicht bafür sorgen, jst folgenbes angeorbnet worben: 1. Babenweiler ditz es roieber regelmäßig herauskommt, bann wirb,

Unb mitten in biesem Bekenntnis stauben junge blühenbe Männer, bie bas Leben noch gar nicht kannten, bie bisher nur gestreift waren von ferner Ahnung unb blassem Wetterleuchten.

Nun aber, mit einem fnaUenben Schlage wie von einem maßlosen Fußtritt stauben sie in einem bisher unvorstellbaren Hexenkessel von Tob, Schrei, Schmutz, Verzicht, Verzweiflung, Wut, Durst, Glut, überschrien von gellenben Kommaubos, bie kein Ausweichen zuließen. Plötzlich konnten sie, bie bis­her heiteren, unbekümmerten jungen Leute, nicht mehr sich verbergen. Es half ihnen alles nichts. Sie mußten bableiben. Mehr noch: sie mußten sich bewähren. Sie sollten nicht nur aushalten nein, sie sollten angreifen.

Unb ba geschah bas, wovon man bei bem jahr­zehntelangen Ausfall jebes Ernstfalles befürchten konnte, baß es nicht mehr geschehen könne: bie Be­stätigung, bie Bewährung. Diese unerfahrene, erleb« uislofe, glatte, kiubliche Jugenb, ber noch keine Hornhaut gewachsen war, hielt nicht nur aus, son- bern sie griff an, sie stürmte vor, sie fang sogar Lieber im Singriff unb sie fiel zu Tausenden auf den Schlachtfeldern, von denen man es nicht ver­gessen soll, daß sie nicht bloß die Felder der Ehre, sondern auch die Felder des Grauens gewesen sind.

findet am Freitag, 9. November abends imAqua- drucksweise unb seine vollenbete Technik zum wich- rium" statt. An ber Feier, bereu Träger bie Mit- : tigften, unb man kann mit Recht behaupten, zum glieber von 1923 finb, nehmen auch gelabene Gäste unübertrefflichsten Mittel zur Belehrung, Forschung teil. Das Programm bes Abenbs enthält folgenbes: ! unb Werbung geworben. Die einzelnen Verwen- 1. Largo von Hänbel, 2. GebichtvortragUnb ihr ' bungsmöglichkeiten bieses vortrefflichsten Werbers habt boch gesiegt", 3. Musikstück, 4. Gebenkrebe von alle aufzuzähleu, erübrigt sich unb würbe auch zu Pg. Thomas, 5.Ich hatt' einen Kamerabeu",1

6. GebichtDie Blutfahne", 7. Morgenrot (Musik),

. i ihht verlassen hat. lA/w_ ... V1V|V1 ,______ ,vy.v. ____

!5in Zeichen für bie innere Bereitschaft man eine fabelhafte, legenbäre, sagenalte Gelegenheit, «liut bas^ auch^ k roeldje bieser geigen, ob sie noch von jenem Geschlecht sei, bas

Aus der provinziathauptstadt.

Sießener Einzelhändler werben!

Je mehr ber Derkaufsgegenstanb nach künstle- ffjschen Gesichtspunkten hergestellt unb zur Schau cbracht wirb, je geschmackvoller seine Form unb sine Umgebung an die Käuferschaft herautritt, um x) leichter wird der Kaufschluß zustandekommen. Diese Wahrheit war schon im 16. Jahrhundert er« tanut und in den Verkaufsgewölben in die Tat omgesetzt worden. Der Einzelhändler von heute i «andelt unter Zuhilfenahme zeitgemäßer Hilfs- nittel noch nach den gleichen Grundsätzen. Er stellt ! seine Waren im geschmackvollster Auswahl heraus m Schaufenstern und Läden neuzeitlichster Einrich- nchtung; zur Ankündigung und zur Besuchsein- «adung bebiem er sich feiner Heimatzeitung. In bie« scm Sinne sei auf bie heutige Sonberseite mit Emp-

Mit bem Ausbruch bes Weltkrieges begann _____________...

neue Station ber beutscheu Geschichte. Sie trat in < ber Ernstfall, kn revolutionären Zustanb über, ber sie bis heute .....

... - » Für bie Feier auf bem Landgraf-

pr und für Kinder gar nicht zu entbehren. Die Philipp-Platz ist folgendes bestimmt: 1. Lied: Giften Krankheiten kommen bekanntlich aus Ma-Volk ans Gewehr". 2. Musikstück des Musikzuges (in und Darm, und hier sind es meistens Verdau- ne. Z. Rede: Pg. Kl oster mann. 4. Lied:Ich

Till-Eulenfpiegel-Dühne, Berlin" zugunsten des Winterhilfswerks werden alle NSV.« Mitglieder und Volksgenossen der Ortsgruppe ein« geladen

An alle Mitglieher her NG -Volk-wohlfahri.

Auf die am Donnerstag, 8. November, nach­mittags 3 Uhr im Cafe Leib, Walltor» st r a ß e, zugunsten des Winterhilfswerks statt» findende

Vorführung ber Till-Eulenspiegel-Bühne, Berlin, wirb verwiesen. Es ist erwünscht, baß bie Mit» glieber ber NS.-Volkswohlfahrt an ber Veranstal­tung teilnehmen. Näheres siehe Plakate. Preise ber Plätze: 30, 50 unb 80 Pf. (Erwachsene 20 Pf. Zuschlag).

Amt für Vokkswohlsahrt, Ortsgruppe Gießen-Nord An hie NGV.-Mitglieher her Ortsgruppe Gießen-Ost.

Donnerstag, 8. November, 15 Uhr, finbet zum Besten ber Winterhilfe im Cas6 Leib, Walltorstraße, eine Vorführung ber Till-Eulenspiegel- Bühne aus Berlin statt, bereu Besuch im Hin­blick auf ben Zweck wärmstens empfohlen wirb.

S ch u e i b e r, Ortsgruppenamtsleiter.

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unh hie Zilmstellen her NSOAp.

Die Lanbesstelle Hessen-Nassau bes Reichsmini- steriurns für Volksaufklärung unb Propaganda teilt mit:

t Maschine sehr schnell streiken. Wieviel ernpfinb----

ltzer ist ber menschliche Organismus! Es müssen ! Reinigung, ber wir ja alle eine so große Bebeu- fly Schlacken im Körper festsetzen unb seine Funk- tung zumessen.

tunen behtnbern, wenn wir nicht für tägliche Ent- ©esunbe Personen sollen nach Möglichkeit ben Apfel mit ber Schale genießen, weil gerabe bie Schale sehr wertvolle Stoffe enthält. Aus biesem ©runbe genießt man auch Apfelschalentee neben­bei eine sehr praktische Verweubung von Apfel- schalen.

Zum Apfelschalentee nimmt man ungefähr 20 ©ramm getrocknete Apfelschalen unb läßt biese eine Viertelstunbe kochen. Dann gießt man ab. Zum Abenbbrot kann es fein besseres Getränk geben. Leute mit schlechter Verbauung sollten biesen Tee einige Male am Tage trinken.

Der Apfelsaft ober Süßmost ist vorzüglich für stillenbe Mütter, benn er förbert bie gefunbe Milch- entwicklung. Apfelsast hat burch seinen großen Fruchtzuckergehalt erheblichen Nährwert. Frucht-

ii *> gelegen ijr es niuii unb eine bonnernbe

, lanals viele Hunberttausenbe, ja, Millionen Frei- riet

! Billige für d-n Großen Krieg meldeten. ne* 'vn-n

^eutschlanb fühlte bie ungeheure Schwere bes Dieses »etenntms yietz: Xob ober Leben, uno li;genblicks, in welchem ber Anblick ber Ewigkeit: vor biesem Bekenntnis staub jebe Mühsal unb jebe ' ' Not unb Dual ber Welt.

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i ^cksalsrnäßige Umschwung tm beutscheu Volk ge- damals im brennenben Saal Etzels nicht weglief, bi; ben hat, ist ber freiwillige Gehorsam, ben biefer | fonbern blieb unb aushielt, ob auch bie brennenben . i tauf ber großen Geschichte sogleich unter der beut« Balken aus sie alle herunterfielen, ob auch bie jtairt Jugenb von 1914 fanb. ! Speerschüsse ber Feinbe sie trafen. Jetzt war es so

:s ist zwar gefährlich, in ber bloßen Zahl, die mau weit, baß roieber einmal in ber beutschen Geschichte | litijt zählen, fonbern wagen soll, eine letzte Befta=, bie Kraft, bie Zähigkeit, bie Tapferkeit bes Deut« |!| fiemng beffen, worauf es anfommt, zu erblicken, scheu erprobt werben konnte.