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Vogelschutz muß sogleich beginnen!

Ihr sollt lachen!!

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derMadeleine F.?

Jugendveranstaltung I

iTill Eulenspiegel

Goethe-Bund Gießen

ein Bühnenbild in 4 Akten von Hans Dietrich, Berlin

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Einmaliges Gastspiel der Till-Eulenspiegelbühne Berlin

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Jeder Volksgenosse mutz die Plakette bis zum 10. November erworben haben und sie als Zeichen seiner Mitarbeit am Winterhilfswerk an seine Haustür befestigen.

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Zu Gunsten der Winterhilfe!

Donnerstag, den 8. November 1934, nachmittags 3 Uhr, im Cafe Leib

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Sonntag. 11. November, abends 8 Uhr:

Es ist nicht nur die Liebe zu unserer Vogelwelt, die uns einen wirksamen Vogelschutz im Winter zur Pflicht macht, sondern auch die Erkenntnis, datz gerade unsere Wintervögel die besten Schädlings­bekämpfer sind. Da sind Mäusebussard, Waldkauz, Turmfalke, Waldohreule zu nennen, dann aber auch viele unserer Höhlenbrüter, wie Meisen, Hieiber, Rotschwänzchen, Spechte u. a. Während bei den zuerst genannten nützlichen a u £ D 0 9 n unter allen Umständen das Ausnehmen der Rester, vor allem der Horste von Eulen und Bussarden, unterbleiben muß, müssen wir den Höhlenbrü­tern für den Winter Ersatz für die meist nicht mehr gebrauchsfähigen natürlichen Niststätten geben. Wo nicht schon vor Abfall des Laubes Nistkasten ausgehängt sind, mutz es unbedingt vor Beginn des Dauerfrostes geschehen sein. Dann aber, und das ist eine der wichtigsten Arbeiten, muß das Reinigen der alt en Ni st st en sofort ein­setzen. Denn hier haben sich häufig Spatzen hinem- gesetzt, auch Wespen, Hornissen und Hummeln drin­gen hier ein, der Siebenschläfer und das Eichhörn­chen rauben mit Vorliebe die Eier, und dann ist die große Masse der Läuse, Flöhe, Milben und anderen Ungeziefers, die den Höhlenbrütern das alle Nest vollkommen verleiden können. Will man also, daß die Nistkästen auch in diesem Jahre wieder be­zogen werden, dann heißt es: g r ü n d l i ch r e i n l - gen. Nur dann werden unsere Freunde aus der Vogelwelt im Winter hier übernachten können und im Frühjahr eine brauchbare Brutstätte finden.

Einen unvorhergesehenen Mieter der Nisthöhlen und Nistkästen soll man aber keinesfalls ent­fernen: die Fledermaus. Denn sie ist der beste Vertilger von Ungeziefer. Und dabei stört die Fledermaus unsere heimischen Vögel nicht und be­tätigt sich im Sommer als ebenso guter Feind der

Hauptschriftleiter: Dr Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich W. Lange, für Feuilleton: Dr Hans Thyriot. für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor

Zur Teilnahme an der Gedenk­feier am9.11.34 Antret.18.30 Uhr a.Liebigdenkmal

Gießen, den 5. November 1934. Hessisches Amtsgericht.

ausgeführt vom Musikkorps 1/15 Leitung: Obermusikmeister E. Kraube

Eintritt 50 Pf., Militär und Studenten 30 Pf.

gel dem Hungertode preisgegeben. Sie können höch­stens einen Tag und eine halbe Nacht ohne Nah­rung auskommen, und darum müssen sie schon im Spätherbst kennen lernen, w o es Futter gibt. Frei- lich darf man die Meisen und andere nützliche Vögel nicht schon vor Eintritt des eigentlichen Mangels regelrecht füttern. Denn dann nehmen ste sich nicht mehr der Eier und Puppen und Larven an den Baumrinden an. Eine wirkliche Fütterung darf erst bei Dauerfrost einsetzen. Aber auch dann sind alle Leckerbissen, wie Nutzkerne, Speckschwarten, Butter- stückchen usw. für die wirkliche Mangelzeit aufzu­sparen. Vorher gebe man ihnen in geringer Menge Sonnenblumen- oder Hanfsamen, und verabreiche sie in Futtergeräten, die wetterfest und möglichst auch spatzensicher sind.

Wettervoraussage.

Zwischen England und Island ist ein kräftiger Teilwirbel in Entwicklung, der auch auf unser Wet- ter Einfluß nehmen wird. Vor allem wird er uns mit einer Zufuhr milder Ozeanluft wieder neue und verbreitete Niederschlagstätigkeit bringen. Zur Zeit befinden wir uns noch im Bereich der von Skandinavien auf das Festland vorgedrungenen kälteren Luft, die in der kommenden Nacht verein­zelt noch zu leichten Frösten Anlaß geben kann.

Aussichten für Freitag: Nach recht fri- scher Nacht wieder Uebergang zu milderem und un­beständigerem Wetter mit neuen Niederschlägen (im Gebirge anfänglich Schnee), meist südwestliche Winde.

Eine spannende atemraubende Hand­lung zeigt in diesem deutschsprachi­gen Tonfilm die organisierte Unter­welt, die Geisel Amerikas. 6561A

Vorher: Gutes Beiprogramm und Ufa-Woche.

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Heute Donnerstag bis Sonntag Dorothea Wieck in

Wo ist das Kind

Sonntag, 11. Nov. 1934. abends 8 Uhr, Neue Aula:

Zum 175. Geburtstag Friedrich von Schillers

Schiller-Gedenkstunde

Ludwig Wiillner der große deutsche Sprecher spricht Dichtungen von Schiller. useeD

Eintrittskarten numeriert): Bundesmitglieder erhalten gegen Einlösung des Gutscheins Nr. 2 bei Challier Platzkarten z. ermäßigten Preis von 1 Mk., ebenso die Mitglieder der Deut .eben An estelltenschaft, Orts­gruppe Gießen, auf der Geschäftsstelle Lonystr.18. Verbandsm iglieder: Kaufm.Verein (Gutschein Nr.2), NS. Lehrerbund (Gutschein Nr. 2), NS. Volkshoch­schule. Reichsbund Volkstum u. Heimat, Verband f. Deutsche Frauenkultur ermäßigte Eintrittskarten zu 1.5 ) Mk., Nichtmitglieder zu 2.50 u.2 Mk. b. Challier und an der Abendkasse. Studenten zu 40 Pf. gegen Vorzeigen der Ausweiskarte an der Abendkasse.

gesucht. Voraussetzung ist Kautionsfähigkeit, pünktliche Ausführung des Prämienein­zuges und Bereitwilligkeit an dem Aufbau des Geschäftes durch Zuweisung neuer Ge­schäfte mitzuwirken.

Bewerbungen erbeten unter 6571V^an den Gieß. Anzeiger.

Hauskür-Plakette des Mnkerhilfswerks für den ITConaf November.

Das ergreifende Lebensschicksal der jungen schönen Kaisertochter Marie Louise Ein Filmwerk von gewaltigen Ausmaßen mit den größten deutschen Schauspielern

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I Ab heute Donnerstag 4 Uhr Abends 8.30 Uhr:

Festvorstellung

unter Mitwirkung des Musikzuges der Stan­darte 116. Leitung: Musikzugführer Herrmann

Erstaufführung

des seit seinem Erscheinen In Berlin wie ein Lauffeuer durch aller Munde gehenden neuen deutschen Film- Meisterwerkes, mit der aus dem TFilm Maskerade berühmt gewordenen

I Paula Wessely

fllnf heiraten!" soll der Zar befohlen haben. Doch was bedeutet dieser Fall gegenüber dem Fall, der jetzt in Sowjetrußland zu einem Prozeß in der Stadt Tula geführt hat. Angeklagt war ein Ehemaliger hoher Beamter der GPU., weil er in­nerhalb von fünf Jahren 58 Ehen geschlossen habe. Der Angeklagte'Hst inzwischen Vater von mehreren Dutzend Kindern geworden. Es wird den Polygamisten in Sowjetrußland sehr leicht gemacht, Ehen einzugehen oder sich scheiden zu lassen. Ziehen Mann und Weib zusammen, so gelten sie bei den Behörden als verheiratet. Wer sich scheiden lassen will, geht zum Standesamt, legt seine Papiere vor und beantragt, ohne Angabe von Gründen, die Scheidung, die ohne weiteres, auch ohne Anhörung des anderen Ehepartners, ausgesprochen wird. Man muß als Frau nur noch angeben, welchen Namen man nach der Scheidung zu tragen wünscht, der dann gleich in die Schei­dungsbescheinigung eingetragen wird. Für die Er­ziehung der Kinder muß der Vater aufkommen. Das war der wunde Punkt in der Massenehe des Angeklagten, er konnte mit dem besten Willen nicht für seine vielen Kinder aufkommen, sonst wäre er vielleicht auch heute noch nicht angeklagt. Er ist zu zehn Jahren Zwangsarbeit verurteilt worden und entgeht dadurch der Hölle, die ihm seine 58 Frauen mit den Dutzenden von Kindern bereitet hätten. Selbst für Sowjet-Begriffe geht dieser Fall von Polygamie über das Maß des Erlaubten hinaus ...

Ziomantische Hochzeitsreise zur See.

Die Vermutung, es könne sich dabei nur um eine amerikanische Wette handeln oder irgend ein Rekord­wütiger wolle den Rekord für die l ä n g st e Hochzeitsreise brechen, würde ganz und gar daneben treffen. Aber sehr romantisch und mutig und verliebt müssen schon die beiden gewesen sem, die das durchgeführt haben, denn nicht in bequemen Eisenbahnwagen, nicht auf Schiffen oder in Flug­zeugen und auch nicht im Auto haben ste ihre Flitterjahre" verlebt, sondern in einem simplen, alten Segelkutter. Der Mann war dabei nicht ein­mal ein eingefleischter Seebär, ja er verstand von der Navigation eigentlich so gut wie nichts, und nur der Umstand, daß es sich um einen Norweger handelt, kann für ihn als Entschuldigung dienen. Der kleine, aber sehr solide gebaute Kutter hatte

dreißig schwere Jahre in Sturm und Regen an der norwegischen Küste seinen Dienst versehen und lag in irgend einem kleinen Hafen, um abgewrackt zu werden da erstand ihn der Norweger für sem letztes Geld, ließ ihn wieder für lange Fahrt m- chandsetzen, versah sich reichlich mit Proviarll, Trmk- wasser, einigen Seekarten und einem Kompaß, nahm seine ihm eben angetraute Frau an Bord setzte die Segel und fuhr mit ihm m du-Well. Was ist das für ein Abenteurer, der em solches Wagnis unternimmt? Nun, es ist ein Schriftsteller, dem das Wikingerblut seiner Ahnen stürmisch durch die Adern rollt, dessen Sehnsucht von Kindheit an die große Fahrt über die Meere war und der dabei mehr von der Welt zu sehen bekam, als er sich vor- qenommen hatte. So segelte das junge Paar voller Vertrauen auf seinen guten Stern von Norwegen nach Sydney in Australien. Dom Atlantischen Ozean geht es durch den Panama-Kanal nach dem Stillen Ozean, und vor Neu-Seeland erleiden sie Schiffbruch. Als ihnen das zustieß, war die Be­mannung schon auf vier Personen angewachsen, denn auf dieser Hochzeitsreise kamen auch zwei Kinder zur Welt. Sie brauchten nicht von Muttern in Schlaf geschaukelt zu werden, das besorgten die Wellen der Meere, die sie befuhren. Gewissenhaft, wie es sich für einen Kapitän geziemt, trug Erling Tambs, so heißt der wagemutige Hochzeitsreisende, die Erlebnisse der langen Seefahrt in das Logbuch ein, das wie ein Roman anmutet und auch als solcher erschienen ist. In Vigo schloß sich den Hoch­zeitsreisenden aus freien Stücken ein Schäferhund an. Er bereute es bald, denn auf der Weiterfahrt nach Lissabon wurde er schwer seekrank und fraß viele Tage nichts, weil es doch zwecklos war. Das Ehepaar konnte ruhig im Hafen den Kutter ver­lassen, der Hund ließ keinen Fremden herauf. Später, als Tony Tambs an Bord kam, übernahm der Hund auch noch die Funktionen eines Kinder­fräuleins. Auf Tahiti lernen die Weltfahrer einen liebenswürdigen und glücklichen Menschenschlag ken­nen, der allen Ernstes Tony geschenkt haben wollte. Dann kam der Schiffbruch bei Neu-Seeland. Die ganze Familie einschließlich Hund wurde gerettet. Wehmütig sieht Tambs ein Brett seines Schiffes an Land geworfen werden, er fischt es auf, drückt es an seine Brust und küßt es. So ging die Hoch­zeitsreise zu Ende.

CagecatDelter mit Fiihrersch. 3, sucht für sofort oder später Be­schäftigung.

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Der Film endet mit der welthistorischen Trauung Napoleons und Marie Louises im Wiener Stephansdom, zu der Ludwig van Beethoven das herrliche Tedeum auf der Orgel spielte und den Chor der 100 Sängerknaben dirigierte i Ein Filmerlebnis ohnegleichen!

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lieber den landwirtschaftlichen Betrieb (Eigen­tümer- und Pächter-Betrieb) des Friedrich Hahn und dessen Ehefrau Lina, geb. Volk, zu Allendorf (Lahn) wird das Entschuldungsverfahren gemäß dem Gesetz zur Regelung der landwirtschaftlichen Schuldverhält­nisse vom l.Juni 1933 heute um 8 Uhr eröffnet

Die hessische Landesvank Staatsbank zu Darmstadt wird zur Entschuldungsstelle ernannt.

Die Gläubiger werden aufgefordert, ihre An­sprüche bis zum 20. Dezember 1934 bei dem unter­zeichneten Amtsgericht anzumelden und die in ihren Händen befindlichen Schuldurkunden dem Gericht einzureichen bei Meldung der in § 11 Abf. 2 des Entschuldungsgesetzes angedrohten Rechtsnachteile.

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