Sirischastsgesinnung und Mrischastsgestaltung
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Vortrag in der Deutschen Angestelltenschaft.
Interessen nicht entgegenstehen.
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mit dem Reichsbund Volkstum und Heimat sehr gut möglich. Es wurde daher beschlossen, die Hei. Wlsk
matvereinigung Schiffenberg weiter bestehen zu.
rugisch
Nachdruck verbotenl
8. Fortsetzung.
war es, das war nicht abzuleugnen. Und wenn dann ।
-- die Mama Kulick mit der dickbauchigen Kaffeekanne!
und den frifeben Brötcben die Atiihp hpfrnt hnnn 1
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Generalfeldzeug- 3 in Mainz in anläßlich seiner
abgerissen oder sonstwie beschädigt. Die legte sich dann faul aufs Sofa und sah ihr zu. Aber gemütlich
mein Halsband still der Zofe gegeben, die mit biffl verheultem Gesicht an mir vorüberschlich, und bin wieder gegangen. Habe obendrein vergessen zu sagen,: daß die Blumen und der Schmuck für die gnädix« Frau bestimmt sind. Und nicht etwa für die 3ofu Na, sie wird es sich doch wohl gedacht haben, bis Kleine. Ich bin davon. Hu! Es ist doch besser, nwin sieht eine schöne Frau immer nur in der TtosL Da ist sie am schönsten. Man betet sie an, um diu Mode mitzumachen und andere Männer zu tränte, und dann heiratet man mal irgendein liebes, treu«: Ding. Was meinst du?"
„Die Berani kommt vielleicht aus sehr mißlichsi Verhältnissen. Wenn ein Mensch sich dann einte' im Zorn vergißt, färbt die Kinderstube immer ß bißchen ab. Das ist nun mal so. Aber ich kenn Fraußn, die beim Theater sind, vielleicht auch frühe: waren — das sind feine, stille Frauen. Es gibt M überall auch Ausnahmen."
„Und auf diese Ausnahmen muß ich fliegen - warum denn nicht? Immer ich, damit du dann etM' zum Lachen haft! Du — ich glaube, die Mila Kra>Ä
„Denken kann man viel, sagen wenig."
Die Berani dachte nach, dann hatte sie sich entschieden:
Mila Kranz, die einen geheimnisvollen Kreis um sich zog und nur diesem großen schönen Menschen, diesem Rittergutsbesitzer Arndt von Berken, gestattet hatte, sich ihr zu nähern!
Berten! Den sie, die Berani, selbst glühend begehrte!
Sein Freund Udo Bodenstein! Was galt ihr dieser? Nichts, Absolut nichts! Aber dieser Berken schien gar nicht zu wissen, welch eine Erscheinung er war.
Das Interesse der Kranz hätte es ihm eigentlich beweisen müssen, aber der Mann schien gar nicht eitel. Nicht im geringsten. Und so ganz wohl schien der sich in einer freien Umgebung auch nicht zu fühlen. Das tat aber zunächst nichts zur Sache. Vorläufig galt es, die Mila Kranz zu kränken, indem man ihr ihr Ebenbild verjüngt und bezaubernd ent« gegenstellte.
Und die Berani freute sich auf diesen Streich, den sie der Rivalin spielen wollte.
Wenn aber Arndt von Berken sah, welch köstliches Geschöpf diese Kleine hier war — was dann?
Nun, dann hatte sie der Mila Kranz den Liebes- - träum zerstört! Dann war es auch- gut so!
Im Herzen der Berani war ein unbändiger Haß auf die Mila Kranz, seit sie wußte, daß die Männer anfingen, ihr zu Füßen zu liegen. War sie, die Berani, nicht bis jetzt unumschränkte Herrscherin über die Männer gewesen? Und wo kam diese blonde Mila eigentlich her? Sie war plötzlich da, man gab ihr sofort erste Rollen, und ein neuer Liebling des Publikums war erstanden! Sie war eine Russin! Kam von einem großen Pariser Theater! Soviel hatte sie, die Berani, in Erfahrung gebracht.
Wenn Arndt von Berken sich für dieses junge Mädchen hier interessieren würde?
Die Berani spann sich ein in diesen Gedanken, fand ihn absurd. Aber es genügte ja, wenn die Herren plötzlich diese kleine Schönheit sahen. Und Herren waren wandelbar. Wer wußte das besser als sie, die berühmte Berani, die einmal als kleine Nähmamsell zu Madame Celle in deren Modesalon gelaufen war und dort in der Woche zwölf Mark verdiente.
Und die daheim von einem betrunkenen Vater geschlagen wurde!
Das wußte niemand! Und würde nie ein Mensch erfahren! Genau so wenig, wie jemand nie etwas über ihren Weg zur Höhe erfahren würde.
Und die Berani spann ihre Gedanken weiter. Immer weiter. Und sie starrte dabei Käthe Randolf
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lassen.
Im weiteren Verlauf der Verhandlungen wurde beschlossen, zusammen mit dem Reichsbund Volk-, tum und Heimat am 4. November eine Veranstaltung auf dem Schiffenberg durchzuführen, bei her eine Führung durch das Kloster Schiffenberg buch Regierungsbaurat Kuhlmann (Gießen) vorgk» sehen ist. Außerdem wird Dr. W a l l b r a ch (Güßen) einen Vortrag über die Geschichte des Schi', fenbergs halten. Anschließend ist eine Familienzu. sammenkunft vorgesehen.
Es wurden dann noch die weiteren Aufgabe, der Heimatoereinigung besprochen und den ein» zelnen Ortsgruppen empfohlen, im Laufe des Winters eine eifrige Tätigkeit zu entfalten. Insbesondere sollen Heimatlieder, Volkstänze usw. gepflegt und bei Veranstaltungen der Heimatvereinigunz Verwendung finden.
Weiter wurde vom Vereinsführer noch barauij hingewiesen, daß in der Umgebung des Schiffen- berge und auf den Wegen dorthin 14 Bänke, die! zum Teil stark beschädigt waren, von der Heimo!-- Bereinigung unter Aufwendung bedeutender Mittel hergerichtet wurden.
Polizeibericht.
Diebstähle.
In den letzten Tagen des September 1934 muAt einem Arbeiter, der an einem Umbau beschäftigt ist, aus einem Jackett, das er in einem im Kellergeschoß liegenden Aufenthaltsraum abgelegt hatte, eine Armbanduhr entwendet. Es handelt sich um ein« rechteckige, verchromte Uhr mit Metallarmband, di« Stunden auf dem Zifferblatt sind durch gewöhnlich« Striche gekennzeichnet. — Außerdem wurde aus einer Badeanstalt eine silberne Damenarmbandud' mit gelbem Zifferblatt, deutschen Zahlen uita schwarzem Ripsband sowie ein Ring aus schwarzeiki Haaren, das mit schmalen Goldstreifen umwickelt ist, und aus einem Hausflur ein weißer zusammenklappbarer Kindersvortwagen ohne Seitenwände, enb« wendet. Der Wagen ist ohne Federung und schwarz eingefaßt.
Personen, die sachdienliche Angaben machen können, wollen die Kriminalpolizeistelle benachrichtigen.
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Als Auftakt der Winterbildungsarbeit hatte die Berufsgemeinschaft der Kaufmannsgehifien, Orts- qruppe Gießen, ihre Mitglieder zur Monatsver- iammlung eingeladen. Nach Begrüßung der Be° rufstameraben burch Pg. Gesekus sprach
pg. Privatdozent Dr. Kruse über das Themas „W i r t s ch a s t s g e , i n n u n g und W irisch a fts gest al tu ng Er betonte einleitend wie notwendig die Behandlung des Themas im Kreise der Angestellten fei und wies darauf hin, daß die Schwierigkeiten des Aufbauwerkes vielfach unterschätzt würden. Es komme auch nicht darauf an, wirtschaftspolitische Wunsche vorzutragen, die das Ringen der Regierung erschweren aber andererseits darf sich niemand einbilden, daß die Entwicklung um 21 Jahre zurückgedreht werden solle. Auch die neue Wirtschaft werbe mit dem neuen Menschen entstehen.
Richtige Wirtschaftsgesinnung könne nur aus klarer Anschauung der Dinge hervorgehen. Der Redner erläuterte den Begriff der Wirtschaft nach liberaler Auffassung und leitete in klarer logischer Weise die Folgen der Auswirkungen ab, die entstehen müssen, wenn die Rentabilität das einzige Steuerungsmittel ist. Er zeigte als Folge die Jagd nach dem Geld, das Ruhelose im Menschen, das Unbefriedigtsein. Ferner schilderte er die Auswirkung des Kampfes um den Absatz im In- und Ausland. Die unsichere weltwirtschaftliche Lage Deutschlands vor dem Kriege zeigte sich in den planlos zerstreuten Bezugs- und Absatzländern, zu denen die Verbindung durch unsere Kriegsflotte im Ernstfall nicht gesichert werden konnte. Schließlich erläuterte er die Auswirkungen auf die Wirtschaftsorganisationen.
Den liberalen Begriff stellt er dann den Wirt- schaftsbegriff des Nationalsozialismus gegenüber. Er behandelte das Verhältnis von Volk, Staat und Wirtschaft, Letztes ist nur eine besondere Organi-
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„Olga, könnte Frau Berani nicht einen ganz bestimmten Zweck mit ihrer Freundlichkeit uns gegenüber verbinden?"
„Sehr wohl möglich! Die Berani verbindet nämlich immer einen Zweck mit allem, was sie tut. Aber das kann uns ja ganz gleich fein. Schließlich müssen wir ihr dankbar sein, man braucht beim Film Gönner genau so gut wie wo anders. Und sie hat uns unsere Rollen besorgt, sie wird auch weiterhin dafür sorgen, daß wir beschäftigt werden — also hab' keine dummen Gedanken! Und roeihii Angenommen, wir dienten ihr in diesem Falle der Eulladung für morgen abend wirklich nur einem Zweck — was geht es uns an, wenn sie nun mal -ihren Spaß daran hat? Laß nur! Es ist nichts Schlimmes."
Sorglos tanzte Olga Schieber durch die Stube. Sie hatte wieder ihren knallroten Dorhang-Morgen- rock an und fühlte sich in diesem schlampigen Zustande äußerst wohl.
Käthe aber trug ein dunkles Kleid und ein weißes Schürzchen darüber. Sie stichelte wieder an irgendeinem Kleide für Olga, denn da war immer etwas
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"Ich gebe übermorgen ein kleines Fest. Sie beide roar e5 noch viel, viel gemütlicher, sind herzlichst dazu eingeladen." ' h™ a»k»n x»r u,
Olga lächelte dankbar zur Berani hin. Käthe aber
dachte: Was soll das alles? Diese schöne Frau verbindet doch einen Zweck damit, daß sie uns einlädt?
ßener HI. als einem sichtbaren Zeichen der auße. ren und inneren Haltung eines jeden einzelnen Hitler-Jungen und demzufolge 'des gesamten Unter» bannes, und jeder arbeitet im kommenden Winter mit neuem Eifer an den Aufgaben und dem Dienst des Winterhalbjahres. Wg.
Ausschußsitzung
der Heimatvereinigung Schiffenberg.
ehemalige Fußarüllerleregiment meister (Brandenburglsches) Nr. Mainz eine Wiedersehensfeier _ , .
Gründung vor 70 Jahren, verbunden mit der Einweihung eines Ehrendenkmals. Der hessische Staatsminister ist damit einverstanden, daß den Beamten, Behördenangestellten und Arbeitern, die frühere Angehörige dieses Regimentes sind, zur Teilnahme an den Veranstaltungen für Montag, 15. Oktober 1934, auf Antrag der erforderliche Urlaub mit Fortzahlung der Gehalts- und Lohnbezüge und ohne Anrechnung auf den Erholungsurlaub gewährt wird, jedoch nur insoweit, als dienstliche
gerade Frankfurt, wo in den Jahren des Kampfes so sehr viel Schwierigkeiten überall zu überwinden und zu begegnen waren. Es ist deshalb ein besonderes Vertrauen des Gebietsführers unserem ober- hessischen Bann 116 gegenüber, wenn er Bannführer Ernst Heim die Führung übergab, Führer und Erzieher unserer deutschen Jugend zu sein, Führer in politischer und weltanschaulicher Hinsicht unserem Vaterland zum Dienst.
Gleichzeitig mit Bannführer Ernst Heim übernimmt die Führung des Unterbannes 1/116 (Gießen) dessen Adjutant Helmut Schulz. Am gestrigen Sonntag wurde der Unterbann 1/116 an Scharführer Helmut Schulz auf dem Trieb übergeben. Im offenen Viereck waren die vier Gießener Gefolgschaften angetreten. Bannführer Heim sprach einige Worte, ermahnte zu disziplinierter und genauester Dienstauffassung und übergab den Unterbann 1/116 an Scharführer Helmut Schulz. Mit dem Lied der Jugend „Vorwärts..." endet diese kurze feierliche Uebergabe.
Der Vormittag war anschließend dem Sport gewidmet. Die einzelnen Gefolgschaften wurden zu kleineren Gruppen zufammengestellt, die dann die verfchiedensten Dinge trieben: Kugelstoßen, Ballweitwerfen, Tauziehen, Prellen, Schleuderball, Stafettenläufe und anderes mehr brachten besondere Abwechslung und angenehmeren Dienst. Jede dieser verschiedenen Gruppen wechselte nach geraumer Zeit mit ihrer Beschäftigung ab. Der Morgen endete in einem Gefangswettstreit der vier Gefolgschaften. Gegen zwölf marschierte der Unterbann geschlossen in die Stadt zurück.
Der gestrige Sonntag war der erste Tag unter der neuen Führung. Und dieser Tag begann sogleich mit neuem Geist und neueren Aufgaben. Ein neuer Geist wird einziehen in die Reihen der Gie-
fationsform des Volkes. Die Aufgabe der Wirtschaft bestehen darin: 1. die Existenz des Volkes zu sichern, 2. feine schöpferischen Kräfte zur Entfaltung zu bringen. Die Wirtschaft darf daher nicht wild wachsen, sondern muß der Politik untergeordnet werden. Politik ist nichts anderes als oberste Gefamtführung des Volkes.
Die Verbundenheit des Volkes als Blutsgemein« schaft erfordert: 1. Heimatrecht, daher die Verbundenheit mit Grund und Boden; jedem fein Eigenheim. 2. Arbeit und Auskommen; ohne soziale Ge- rechtigkeit keine dauerhafte Volksgemeinschaft. Die eherne Formel, in welcher das Wirtschaftsprogramm des Nationalsozialismus zusammengefaßt ist, lautet „Gemeinnutz geht vor Eigennutz". Es handelt sich hier nicht nur um eine Redensart, die allein ge» fühlsmätzig verwirklicht werden kann, sondern sie bedarf klarer Verlegungen und Vorstellungen.
Der Redner erklärte daher drei wichtige Begriffe: 1. Rentabilität als abstrakte Meßzahl. 2. Wirtschaft- lichkeit als Materialvergleichsgröße. 3. Gemeinwirtschaftlichkeit, die vier Erfordernisse zu erfüllen hat: Wirtschaftlichkeit, Verhältnismäßigkeit, Zielgemäßheit und Nachhaltigkeit.
Aus diesen Gegenüberstellungen lassen sich leicht die notwendigen Folgerungen in Bezug auf die Neugestaltung der Wirtschaft ziehen. Der Redner wies darauf hin, welche große Vorarbeiten die Regierung bereits geleistet hat und zeigte die Verpflichtung aller Volksgenossen, sich zu schulen, um die richtige Gesinnung zu gewinnen. Mit einem Generalstab allein läßt sich keine Schlacht gewinnen, man bedarf tüchtiger Offiziere und der Unterführer. Genau so in der Wirtschaft. Daher die dringende Forderung für die Berufenen, sich ernstlich um die Aneignung des notwendigen Wissens zu bemühen. Es ist Aufgabe der deutschen Arbeitsfront, für den Führer die nötigen Soldaten und Offiziere im wirtschaftlichen Sinne auszubilden.
Die Heimatoereinigung Schiffenberg hielt am Samstagnachmittag auf dem Schiffenberg eine Aus. schußfitzung ab, zu der Vertreter der Ortsgruppen Garbenteich, Gießen, Hausen, Klein-Linden, Stein, bach und Watzenborn-Steinberg erschienen waren.
Nach kurzer Begrüßung durch den Vereinsführer, Oberforstmeister Nicolaus, wurde von diesem erneut die Frage aufgeworfen, ob durch die Grün- düng des Reichsbundes Volkstum und Heimat, dem die Heimatvereinigung Schiffenberg als korporg. tives Mitglied angehört, das Weiterbestehen der letzteren ratsam erscheine. In der eingehenden Au;, spräche, an der sich die Herren Dr. Hamm, A Müller, H. Kirchner, Dr. Michel (Gießen), Lehrer Rau (Klein-Linden) und Bürgermeister Schäfer (Watzenborn-Steinberg) beteiligten, kam zum Ausdruck, daß die Heimatvereinigung Schij. fenberg neben den allgemeinen Bestrebungen spe. zielle Aufgaben zur Pflege der Schönheiten des Schiffenbergs und feiner Umgebung zu erfüllen habe, die im Reichsbund Volkstum und Heima^ dessen Tätigkeit allgemeine Aufgaben umfasse, ni$ im gleichen Maße durchgeführt werden könnte. Außerdem stoße auch die Ueberführung der gesamter Mitglieder der Heimatvereinigung in den Reichs, bunt) auf Schwierigkeiten. Dagegen sei ein Zusarn menarbeiten der Heimatvereinigung Schiffendem
die ist nicht so! Die ist stiller und vornehmer. fc ja, deswegen hat sie sich ja auch sofort den Haß te Berani zugezogen. Und morgen abend sind wir te v .... .. ' y ------- der Berani! Sie gibt ein Fest. Und paß auf, w
unö den Brötchen die Stube betrat, dann süß und liebenswürdig sie da sein wird zu ihttü
Käthe, die kleine, schöne, scheue Käthe war auf einmal seltsam hellsichtig geworden. Und sie sah Olga ängstlich an. Die aber war glücklich. Sie vertraute der schönen Frau rückhaltlos.
Sie fuhren im Auto der Berani nach Hause. Der Portier empfing sie augenzwinkernd und nichtswürdig lächelnd. Aber sie erwiderten nur freundlich seinen Gruß und schlüpften rasch an ihm vorüber.
Sie bekamen am anderen Tage ihre Rollen zu- geftellt und die genaue Zeitangabe, wann sie sich im j Atelier zu den Aufnahmen einzufinden hatten. Und Käthe dachte gar nicht an Herrn Hilpert. Olga aber sagte froh:
„Nun hat der Hilpert etwas abgekriegt. Jetzt hat er was! Das freut mich."
Käthe aber dachte: Wir werden hier in etwas mit hineingeriffen. Wenn ich nur wüßte, was es ist? Aber ich fühle es, daß wir irgendeinen Weg schrei- ten, weil es der Berani fo gefällt. Und sie verbindet einen Zweck — einen ganz bestimmten Zweck verbindet sie damit. —
Da sagte auf einmal Olga Schieden
„Weißt du, wem du ganz ähnlich sahst, als wir gestern abend bei der Berani saßen? Der Mila Kranz! Ja, ganz und gar siehst du ihr ähnlich. Natürlich nicht in diesem Fähnchen hier. Sondern nur, wenn du fo angezogen bist wie am gestrigen Abend."
Käthe sagte leist:
Aus der Provinzialhauptstadt.
Deutscher Herbst bringt deutsche Trauben.
Wenn man den Speisezettel des Bauern mit dem Speisezettel des Städters vergleicht, fo tritt bet dem Bauern als Eigentümlichkeit besonders in Erscheinung, daß er entsprechend der Jahreszeit und entsprechend der Ernte, die seine Gegend ihm gibt, auch seine Kost einrichtet. Beim Städter dagegen beobachten wir vielfach, daß er sich ganz unabhängig von diesen naturgegebenen Dingen ernährt. . Seinen Grund hat das äußerlich gesehen darin, daß der Städter unabhängig vom Boden feine Nahrung bezieht und demgemäß auf das angewiesen ist, was ihm sein Verkäufer anbietet, während der Bauer in unmittelbarer Verbindung mit seinem Acker und seinem Feld das für sich herausholt, was ihm diese gerade geben. Wenn wir die Delikateßladen der Stadt sehen, so können wir mitten im Winter die schönsten Früchte sehen, die bei uns in dieser Jahreszeit gar nicht reifen. Wir müssen es sogar manchmal erleben, daß zu Zeiten, wo bei uns die fruchte reifen, fremde Ware die eigenen Erzeugnisse vom Markte drängt. „
So konnte man in der letzten Zelt wiederholt feststellen, daß jetzt, wo in Deutschland die Trauben gereift sind, neben unseren eigenen Trauben immer wieder ausländische feilgeboten wurden. Dabei brauchen wir diese Trauben doch gar nicht, denn sie können uns ja gar nichts besonderes geben und wenn wir volkswirtschaftlich denken, fügen sie uns fast — man möchte sagen — Schaden zu.
Unsere deutsche Traube, die als Eßobst sich in den letzten Jahren unbedingt eingeführt hat, hat einen • ganz besonders kräftigen Geschmack. Sie ist nicht unangenehm süß und hat außerdem noch einen sehr aromatischen Geschmack, der dem fremden Gewächs vielfach fehlt. Die Schalen unserer deutschen Traube find nicht so derb, wie die der eingeführten Trauben. Selbstverständlich bedingt die dünnere Schale eine wesentlich größere Bekömmlichkeit der gegessenen Frucht. Wie schon so oft von anderen Früchten berichtet, find auch die aus dem Ausland gelieferten Trauben nicht fo ausgereift, wie unsere einheimischen. Unsere einheimischen haben demnach ohne Zweifel den Vorzug, daß sie infolge der vollständigen Reife auch in ihrer Zusammensetzung als vollwertig gelten müssen. Vergleichen wir eine frisch geschnittene deutsche Traube mit einer vom Ausland gelieferten, fo fällt uns von vornherein der Unterschied in der Saftsülle bei der Betrachtung des Stengels auf; die aus dem fremden Lande gelieferten Trauben haben zumeist recht faftarme, oft sogar vertrocknete Stiele.
Wenn wir bann ferner noch den volkswirtschaftlichen Gesichtspunkt in Betracht ziehen, daß die bei uns gewachsenen Trauben jederzeit, wenn sie nicht als Eßtrauben abgesetzt werden können, noch zur Weinherftellung verwendet werden können, während das bei den ausländischen Trauben nicht der Fall ist, so kann das für uns Deutsche nur wiederum ein Ansporn sein, den Genuß von Trauben allein auf unsere deutschen Früchte zu beschränken. Daneben muß immerhin in Betracht gezogen werden, daß der Genuß der Trauben auch vom gesundheitlichen Standpunkt aus außerordentlich wertvoll ist und daß wir gerade in der Traube eine Frucht
ich mich der schönen blonden Mila Kranz nähtzNl Was meinst du.dazu?"
„Eine gefeierte Künstlerin kann jeder verehren" sagte Arndt.
„Hach! Als ob es dir egal wäre. Du liebst Frau nämlich, mein lieber Arndt."
„Und?"
„Na ja, was geht es mich an? Du wirst tu' Sachen schon allein ordnen, das weiß ich ja", fflT der andere kleinlaut. Er stand auf, rannte im mer hin und her.
„Möchtest du dich nicht lieber setzen?"
„Gleich. Warte mal, ich wollte dir nämlich et®1' sagen."
„Bitte!" .
„Die Berani hat sich für mich nämlich nicht fjB’ Minuten lang interessiert, sondern nur für dich-
-Ach!" x .»
„Ja? Ich weiß es genau. Und nun mach ich J J mehr mit. Ueberall, wo man mit dir hingeht, man dich, und unsereiner gibt den Hanswurst " Man kann sich noch so sehr mit Blumen und r| ftigen Geschenken strapazieren."
Arndt lachte.
„Nun sei aber still! Warum heißt du denn überall der hübsche, tolle Bodenstein?"
(Fortsetzung folgt!)
„Ich bin gründlich enttäuscht."
Udo von Bodenstein lag lang auf der Chaiselongue im Hotel „Kaiserhof" in seinem Zimmer und sagte es zu dem Freund, der am Fenster lehnte und ihn lächelnd ansah.
„Was hast du denn? Was ist denn geschehen?"
„Nichts weiter, als daß die schone Berani wie ein Marktweib fluchen kann."
„Aber Udo!"
„Und es stimmt doch! Du kannst meinen Namen noch einmal [o strafend aussprechen — ich bin enttäuscht. Und das maßlos."
„Na, dann erzähle, mein Lieber!"
„Also, ich komme gestern mit Blumen beladen in der Tiergartenvilla an. Der Portier grinst nieder- trächtig, und droben scheint der Teufel los zu fein. Ich gehe trotzdem rauf und höre — erlaß mir, was ich hörte. Ich ...! Arndt, ein Weibsteufel ist das. Und hast du sie in ,Frau Beate' gesehen, die wundervolle schwarze Berani? Ja? Hast du sie gesehen? Dann ist's ja gut. Dann kannst du dir wenigstens ein Bild machen, wie sich eine Frau verstellen kann. Frau Beate war ein Engel an Sanftmut und Güte, und die Berani war ein Teufel an Zorn und Wut. Nee du, lieber nich? Ich habe meine Blumen und
haben, die in besonders reichem Umfange wichtige Nährstoffe enthält. Diese Nährstoffe sind aber nur bei völlig ausgereiften Früchten vorhanden, also um es noch einmal zu wiederholen: bei unseren in der Heimat ausgereiften Beeren. Daß die Trauben vielfach zu diätischen Kuren benutzt werden, ist ja allgemein bekannt.
Es ist deshalb ganz berechtigt, wenn man bei der allgemeinen Aufforderung, nur deutsches Obst, deutsche Gemüse, deutsche Früchte zu genießen und zu verwerten, die deutsche Traube, die bisher vielfach noch etwas stiefmütterlich behandelt worden ist, besonders hervorhebt. Gewöhnen wir uns erst einmal wieder daran, gemäß der Jahreszeit und gemäß unserem Heimatboden zu leben, fo wie es der Bauer an und für sich im großen ganzen immer getan hat, dann werden derartige Aufforderungen überflüssig werden.
Führerwechsei im Baun 116 der Hitlerjugend.
In der Führung des Bannes 116 der Hitler-Jugend erfolgte ein Wechsel. Der seither mit der Führung des Bannes 116 beauftragte Gefolgfchaftsführer Otto Häuser wurde vom Gebietsführer Kramer auf vier Monate zwecks Durchführung eines Schulexamens beurlaubt An feiner Stelle wurde Bannführer Ernst Heim mit der Führung betraut. Heim steht heute feit sechs Jahren in den Reihen der Hitler-Jugend. Unermüdliche Arbeit, Fleiß, genaueste und exakte Dienstauffassung sicherten ihm in diesen Jahren große Erfolge. In Frankfurt führte er bis jetzt den Bann 81. Bannnführer Ernst Heim kann sehr stolz fein auf feine Arbeit und seinen Wirkungskreis in Frankfurt, denn dieser Bann 81 war immer einer der besten Banne im Gebiet Hessen-Nassau,
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Vornan von Gert Gothberg.
Urheberrechtsschutz: Fünf-Türme-Verlag, Halle (S.).
?lcl' mel Qemutiid)er. Gästen. Na, mir macht sie nichts mehr vor, ich len»
Und das Leben der Großstadt brauste unten dahin. | ne nun genau."
§*eIm?^Crn s^Cc' ?iU^ den Dächern, da öffneten sich j „Suche dir etwas anderes, was du anbei' die Manfardenfenfter und sehnsüchtige Augen blick- kannst!" riet Arndt von Berken gefühllos.
ten nach dem Himrnel I „Werde ich! Verlaß dich darauf. Vielleicht wer»
Wenn es doch recht bald wieder Frühling würde!......... " * - ---
* 5. Kapitel.
in das junge Gesicht.
Käthe sah an sich herab.
War etwas nicht recht an ihr? Warum sah die Filmdiva sie plötzlich so.böse an, und sie war doch bisher so sehr freundlich zu ihr gewesen? Als Küthe wieder aufsah, da lächelte die Berani ihr zu. Ihre feine, schlanke Hand mit den wundervollen Ringen hob den Kelch den beiden Mädchen entgegen.
„Auf unsere Zukunft! Daß wir glücklich sind! Alle drei!"
Und die Kelche klangen hell aneinander. Aber Käthe dachte: Ob — ob — der Arndt — ob er mich jetzt ein bißchen hübsch fände, wenn er mich sehen konnte? —
Und sie sah ganz deutlich den dunklen, großen Mann vor sich, horte die tiefe, schone Stimme.
„Woran dachten Sie denn soeben?" Die Berani beugte sich fragend vor.
„Oh, ich hatte — ich dachte eben an jemand, den ich einmal in der Eisenbahn kennenlernte."
„Ach so! Eine Bekanntschaft. Spann sie sich fort?" „Nein! Es war ja auch gar nichts. Nur ich — ich war gewiß töricht, noch daran zu denken", sagte! Käthe hastig.


