Einzelbild herunterladen

Frage erhalten. Der Staat und die Träger des öffentlichen Lebens wenden sich gar nicht mehr an diese Hochschule. Es wird daher die wichtiaste Auf- gäbe der Zukunft sein, die deutsche Hochschule wieder * n das Leben und den Kampf des deutschen Boltes hineinzu st eilen und sie unmittelbar in Verbindung mit der Landschaft xu bringen. In der Durchsetzung dieses Zieles ist die Deutsche Studentenschaft angewiesen auf die Hilfe der nationalsozialistischen Dozentenschaft und auf die Unterstützung der entscheidenden Persönlich­keiten in Partei und Staat.

Ausgenommen wurde diese Arbeit in ihren ersten Ansätzen bereits durch die Hochschulkreise der Deutschen Studentenschaft, wie sie sich in dem Niedersächsischen Hochschulkreis in Göttingen und der Politischen Hochschulgemeinschaft in Kö­nigsberg bereits herausgebildet haben. Die Arbeits­form dieser Hochschulkreise liegt in der wissenschaft­lichen Untersuchung und praktischen Mitarbeit für Fragen der Landesplanung und dem praktischen Einsatz der Fachschaften der Deutschen Studenten­schaft in den dazu notwendigen Vorarbeiten für die Umsiedlung, die Jndustrieverlagerung, der Her­stellung eines gesunden Verhältnisses zwischen Stadt und Land, der Arbeitslosenfrage usw. Es könnte eingewendet werden, daß diese Arbeit nur in dem Rahmen der Volkswirtschaft liegt. Jedoch gehen diese Fragen über das Wissenschaftsgebiet der Volkswirtschaft hinaus und sprengen die Fakul­tätsgrenzen, indem Arbeitsmöglichkeiten gegeben werden für alle Fachschaften. Die angeschnittenen Fragen werden nur in sinnvollem Zusammenhang aufgegriffen werden können, indem sie ähnlich der volkswirtschaftlichen Aufgabenstellung von der ju­ristischen und der kulturellen Seite bearbeitet wer­den. In gleicher Weise sind diese Aufgaben der Me­dizin, der Nassenhygiene, der Erziehungswissen­schaft und Technik gegeben. Die Einsatzmogllchkei- ten, die heute noch nicht für die Gesamtheit der Studentenschaft, sondern nur für ihre besten und aufbauwilligsten Kräfte in enaster Zusammenarbeit mit den maßgebenden Persönlichkeiten in Wissenschaft und Politik bestehen, führen den deutschen Studen­ten damit in der Hochschule der Zukunft zu einer engen Bezogenheit auf das politische

Leben und schaffen ein neues Schwergewicht der deutschen Wissenschaft.

Die Durchführung der Arbeit liegt nach diesen Plänen in den einzelnen Studentenschaften, in den Hochschulreifen selbst. Aufgabe der Führung der Deutschen Studentenschaft wird es dabei sein, die einzelnen Arbeitsergebnisse auszuwerten und für die Verbindung der Hochschule und dem Austausch der Erfahrungen Sorge zu tragen. Aus diesem Grund wird erstmalig im Frühjahr 1935 die F r u h - jahrshochschule der Deutschen Stu» denten sch oft durchgeführt werden, um emeBe- standsaufnahme der Wissenschaftsarbeit der put­schen Studentenschaft vorzunehmen und neue An­regungen zu empfangen. In ihr sollen nicht nur die aus der rein wissenschaftlichen Arbeit kommenden besten Kräfte aus Dozentenschaft und Studenten- schäft zu Worte kommen, sondern auch diejenigen Männer, die in Politik und Landschaft praktische Ar- beit geleistet haben. In diesem Arbeitskreis soll da- mit die gemeinsame Grundlage natio­nalsozialistischen wissenschaftlichen Denkens erarbeitet und eine Ebene geschaffen werden, von der aus in den Landschaften des Rei­ches neue Vorstöße und neue Zielsetzungen unter­nommen werden.

In gleicher Richtung liegt die Herausgabe einer Schriftenreihe der Deutschen Studentenschaft Front junge Wissenschaft", welche die besten wissenschaftlichen Arbeiten von Studenten er­fassen wird, Arbeiten, die veranlaßt sind von der Wendung derWisseschaftzumVolk und deren politischer Gehalt eine neue Wissenschaft her- ausstellt.

Alle Maßnahmen der Deutschen Studentenschaft in der Wissenschaftsarboit sind nicht nebeneinander­gestellt, sondern laufen sinnvoll zusammen in dem Ringen um eine neue Hoschule. Die Deutsche Studentenschaft hat ihr Schwergewicht auf die Wissenschaftsarbeit gelegt, in dem Ziel, den alten Wissenschaftsbetrieb der Fakultätenhochschule zu überwinden und zugleich durch die nüchternen und praktische Arbeit im Kleinen der deutschen Univer­sität wieder die Achtung des deutschen Volkes als einer geistigen und politischen Kraftquelle der Nation zu verschaffen.

Wirtschaft.

Devisenbewirtschaftung!

Anmeldung von Sperrguthaben.

Gemäß der Bekanntmachung der Reichsstelle für Devisenbewirtschaftung vom 27. September 1934 sind alle Guthaben von ausländischen und saar­ländischen Kunden, welche deoisenrechtlichen Be- schränkungen unterworfen sind (Sperrguthaben), der zuständigen Reichsbankanstalt auf Vordrucken anzuzeigen. Das Reichsbank-Direktorium weist be­sonders darauf hin, daß die Zweigniederlassungen wie selbständige Anstalten zu behandeln sind. Wenn die Sperrguthaben bei Zweigniederlassungen geführt werden, sind sie bei der für die Zweigniederlassung zuständigen Reichsbankanstalt anzuzeigen, nicht etwa bei der Reichsbankanstalt der Zentrale. Maß­gebend für die Anzeige ist der Stand vom 27. Sep­tember 1934. Auf die Vorstellungen der Wirtschafts- gruppe Privates Bankgewerbe Zentraloerband des deutschen Bank- und Bankiersgewerbes (e. 23.), hat das Reichsbankdirektorium sich damit ein­verstanden erklärt, daß zur Vermeidung von Ver­zögerungen und Mehrarbeit in besonderen Aus­nahmefällen als Stichtag auch der 29. September 1934 angenommen werden kann, da an diesem sowieso die Feststellung für den Monatsdurchschnitt vorgenommen wird. Es wird aber erwartet, daß, falls von dieser Erlaubnis Gebrauch gemacht wird, bei Guthaben, für welche sich gerade am 28. und 29. September 1934 besonders große Veränderungen vollzogen haben, dieser Umstand bei der Anzeige mit angegeben wird.

Wochenbericht

vom Frankfurter Produktenmarkt.

Die Umsatztätigkeit am Frankfurter Getreidegroß­markt ist weiterhin minimal. Nennenswerte Nach­frage hat sich auf den meisten Gebieten nicht gezeigt, ausgenommen der F u t t e r m i t t e l m a r k t, an dem das Konsuminteresse nach Hafer und Futter­gerste unvermindert anhält, ohne daß hierfür das entsprechende Angebot vorlag. Trotz der in diesem Monat höheren Festpreise haben die Zufuhren der Landwirtschaft keine Vermehrung erfahren.

Am Weizenmarkt gestaltete sich das Angebot verhältnismäßig reichlich, ohne aber drängend zu fein. Der Absatz an die Mühlen blieb infolge des nur schwachen Mehlgeschäftes unbedeutend, zumal die Schwierigkeiten in der Einlagerung fortbestehen.

Roggen hatte relativ knappes-Angebot, die Nachfrage der Klein- und Mittelmühlen konnte aber befriedigt werden, um so mehr als die Großmühlen als Käufer kaum auftreten.

Braugerste liegt im hiesigen Bezirk geschäfts­los. Jndustriegerste findet ebenfalls kaum In­teresse.

Am K r a f t f u t t e r m i t t e l m a r k t hat die Nachfrage nach ölhaltigen Futtermitteln zugenom­men-, die Umsätze waren aber beschränkt, weil die Oelmühlen nur kleinste Mengen zuteilten. Beson­ders Erdnußkuchen, Helle Kokoskuchen, Leinkuchen sowie Soyaschrot sind gesucht.

In Mühlenabfällen ist das Geschäft erheb­lich ruhiger geworden. Die Preise wurden entspre- chend der höheren Festpreise für das Rohmaterial bei Kleie etwas heraufgesetzt, auch ölhaltige Futter­mittel lagen um 20 Pf. pro 100 Kilogramm teurer.

Am M e h l m a r k t stockte das Geschäft wiederum fast vollkommen. Brotfabriken und Bäcker klagen sehr über geringen Verbrauch und führen dies auf die Obstzeit zurück. Da sie zudem noch mit Vor­räten versehen sind, deckten sie nur für den notwen­digsten Bedarf. Die Weizenmehlpreise wurden um 0,25 RM. auf 27,15 RM plus 0,50 RM. Fracht- ausgleich für die Preisgebiete W XIII und XVI er­höht, während Roggenmehle unverändert notierten (RXIII 23,35, R XV 23,75 + 0,50).

*

Der Bergbau an der Lahn und im D i l l g e b i e t. Im Bergbau an der Lahn und Dill zeigen Förderungs-, Absatz- und Belegschaftszahlen steigende Tendenz. Der Absatz übersteigt die Förde­rung um etwa 10 v. H., wodurch bei den seit Jah­ren angehäuften Vorräten eine Abnahme, sowie eine finanzielle Entlastung der Gruben eingetreten ist. Mit den Tiefbohrungen zur besseren Erkenntnis des geologischen Aufbaues der Lahn- und Dillmulde wurde begonnen. Zur Zeit befinden sich drei Schächte im Abtäufen. Das Niederbringen von zwei weiteren Schächten ist geplant. Die Verhandlungen zwischen dem Bergbau der Bergbehörde über Fest­legung der Bedingungen für die Verwendung der Staatszuschüsse stehen kurz vor dem Abschluß.

Frankfurter Börse.

Frankfurter Börse ruhig.

Frankfurt a. M., 6. Oft. Die Börse zeigte am Wochenschluß recht stilles Geschäft, da sich die Um­sätze hauptsächlich innerhalb der Kulisse abwickelten, während das Publikum sich fernhielt. Das Haupt­interesse konzentrierte sich weiterhin auf den Markt der festverzinslichen Werte, während Aktien noch uneinheitlich lagen.

Am Rentenmarkt waren besonders wieder Kommunal-Umschuldung im Vordergrund und bei lebhaften Umsätzen notierten sie nahezu 1 v. H.

über gestern abend. Auch Reichsaltbesitz, späte Reichsschuldbuchforderungen und Reichsmark-Obli- gationen blieben gefragt und lagen 0,25 v. H. fester. Für Pfandbriefe bestand wohl weitere Nachfrage, die Kurse dürften sich aber kaum wesentlich verän­dern. In Weiterwirkung der Meldung über eine bevorstehende Regelung des mexikanischen Schulden­dienstes blieben Mexikaner lebhaft und die Kurse der Abenbörse waren gut behauptet, teilweise auch noch etwas erhöht.

Am Aktienmarkt waren Farbenindustrie und Siemens erneut schwach, wobei man Abgaben des Auslandes vermutete. Farben verloren 1,13 v. H., Siemens 2,50 v. H. Montanwerte bröckelten über- wiegend bis 0,50 v. H. ab, Rhein. Braunkohlen ver- loren 1 v. H. Der Elektromarkt brachte gleichfalls meist bis zu 0,50 v. H. niedrigere Kurse. Reichsbank­anteile und Schiffahrtswerte sowie Zellstoff Aschaf­fenburg blieben etwa behauptet, dagegen gaben Moenus Maschinen 1,50 v. H., Scheideanstalt 1 v. H. Cement Heidelberg 0,40 v. H. nach. Deutsche Erdöl konnten ihre Erholung der Abenbörse nicht voll be­haupten. Etwas fester lagen Westdeutsche Kaufhof mit plus 1 v. H., Kunstseide AKU. mit plus 0,65 o. H. und Thüringer Lieferung mit plus 0,50 v. H.

Im Verlaufe war das Geschäft sowohl am Aktien- wie am Rentenmarkt etwas ruhiger. Renten konn­ten ihre höchsten Kurse voll behaupten. Der Aktien­markt wurde hiervon etwas beeinflußt und zeigte fast allgemein leichte Erholungen. Die später notier­ten Werte wiesen meist unveränderte bzw. leicht ge­besserte Kurse auf. Die Gesamtstimmung kann man als freundlich bezeichnen. Weiter abgeschwächt wa­ren nur Scheideanstalt ( 1 v. H.).

Am Pfandbriefmarkt blieben Goldpfandbriefe zu­meist unverändert. Nass. Landesbank und Pfälz.

Hyp. Bank waren etwas fester. Liquidationspfand, briefe erhöhten sich durchweg _um 0,25 und 0,50 v. H. Auch Kommunal-Obligationen lagen im glei­chen Ausmaß höher. Sehr fest lagen fast sämtliche Stadtanleihen, die durchschnittlich um 1 bis 1,50 v. H. anzogen, 6 v. H. Frankfurter v. 1926 gewan­nen sogar 2 v. H. (80). Mexikanische Anleihen lagen später ruhig und nur knapp gehalten. Anatolier Eisenbahn zogen um 1 o.H. auf 36,50 v.H. an, ferner waren Schweizer Bundesbahnen weiter befestigt.

Am Kassamarkt erhielt sich das Interesse für Hy­pothekenbankaktien, auch einige Jndustriepapiere zogen weiter an.

Tagesgeld unverändert 3 v. H.

Im weiteren Verlauf traten Renten, besonders Altbesitz, die bis auf 99,50 (98,65) anzogen, wieder stark hervor. Aktien blieben dagegen vernachlässigt. Etwas fester waren Schiffahrtswerte sowie Kunst­seide AKU. Die Börse schloß für Renten in sehr fester Haltnug. Nachbörse: Altbesitz 99,50 bis 100.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 8. Oktober. (Vorb-ericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 1418 Rinder (474 Ochsen, 137 Bullen, 450 Kühe, 357 Färsen), 472 Kälber, 87 Schafe, 4268 Schweine. Es kosteten: Rinder: Ochsen 26 bis 37 Mark, Bullen 23 bis 35, Kühe 12 bis 34, Färsen (Kalbinnen) 24 bis 37, Kälber 28 bis 52, Hämmel 32 bis 35, Schafe 30 bis 33, Schweine 43 bis 53 Mark. Markt- verlauf: Rinder und Kälber mittelmäßig, Hämmel, Schafe und Schweine rege.

Obecheffen.

Buhbach - Licher Eisenbahn.

*Butzbach,8. Oft. Aus Anlaß des Friedberger Herbstmarktes werden am Dienstag, 9. Oktober, von allen Bahnhöfen des Streckenabschnittes Lich-SüdGriedelSteinfurth nach Bad- Nauheim-Nord verbilligte, nur für den Lösungstag gültige Rückfahrkarten nach Bad-Nau- bsim-Nord ausgegeben, wie sie sonst Sonntags als Ausflugskarten zur Ausgabe gelangen.

Landkreis (Rieften.

u. Klein-Linden, 7.Oft. In seiner Mitglie­derversammlung beschloß der hiesige Geflügel­zuchtverein, im Januar 1935 eine lokale jWerbeschau abzuhalten. Ferner wurde die in­zwischen erfolgte Anschaffung einer Kalkspritze zum Desinfizieren der Geflügelställe gutgeheißen. Die Spritze soll nur für Mitglieder des Vereins, und zwar gegen ein kleines Entgelt zur Verfügung stehen.

(D Gröningen, 7. Ott. Am Freitag feierte-das Ehepaar Christian Euler und Frau Katharine, geb. Engel, das Fest der goldenen Hochzeit. Die Eheleute erfreuen sich noch körperlicher und geistiger Frische. Herr Euler ist in den Kreisen der Gießener Bevölkerung als Butter-, Eier- und Kartoffelhändler eine bekannte Persönlichkeit.

Steinbach,?. Oft. Die feierliche Fahnen­weihe der Ortsgruppe Steinbach der NSDAP., umfassend die Orte Steinbach, Albach und Garbenteich, fand heute Abend im Saale der Wirtschaft Görlach statt. Außer der Partei und ihren Unterorganisationen und der SA. waren zahlreiche Freunde aus Gießen und der Nachbar­schaft erschienen, so daß der geräumige Saal über­füllt war. Die Steinbacher Kapelle verschönte die Feier mit ihren Weisen? Nach Ankunft des Kreis- l e i t e r s fand der Einzug der Fahnen statt. Ein Massenchor der Steinbacher Gesangvereine eröffnete die Weihe. Nach dem gemeinsamen LiedVolk ans Gewehr" begrüßte der Ortsgruppenleiter die Versammlung und übergab das Wort dem Kreisleiter Klo ft ermann. Der Kreisleiter sprach in seiner mit großem Beifall aufgenommenen Rede über das SymbolBlut, Ehre, Kampf" und weihte die Fahne, die er dem Fahnenträger, Pg. Karl Horn, übergab. Mit dem Horst-Wessel-Lied klang die Feier aus. Der Ortsgruppenleiter, Pg. Rink, schloß den offiziellen Teil der Feier nach dem Aus­zug der Fahnen. Anschließend fand noch eine gemüt­liche Nachfeier mit harmonischem Verlaufe statt.

ex) Bersrod, 7. Ott. Von der Gaufilm­st e l l e der NSDAP, wurde im Saale der Wirt­schaft Hofmann der TonfilmDer Schimmelreiter" aufgeführt. Der Film ist nach der Mannten Novelle von Theodor StormDer Schimmelreiter" gedreht. Er zeigt, was eine Dorfgemeinschaft unter sicherer Führung zu leisten vermag und versinnbildlicht die Bedeutung der Voltsgemeinschaft. Im Beipro­gramm wurden die Bedingungen zur Erlangung des Reichssportabzeichens anschaulich vor Augen ge­führt, weiterhin wurde ein Querschnitt aus den Jahren 1900 bis 1917 gezeigt, wobei wohl die Ein­

weihung des Völkerfchlachtdenkmals im Jahre 1913 eine der schönsten und bedeutsamsten Darstellungen waren. Am Vormittag war der Film für die Schule aufgeführt worden.

Kreis Friedberg.

H Münzenberg, 7. Okt. Die von der Reichs- leitung der NSDAP, durch Vermittlung des Zentral­ausschusses für Innere Mission erhaltene Genehmi­gung, in der Zeit vom 23. September bis 7. Oktober für Zwecke der Inneren Mission Sach» und Naturalspenden sammeln zu können, wurde vom Pfarramt Münzenberg und Trais - Münzenberg zum Anlaß einer Kartoffelsammlung für das Diakonissenhaus Elisabethenstift in Darm­stadt genommen. Die durch den Pfarrer und die Schüler durchgeführte Sammlung ergab in Münzen­berg vierzig Sack, in Trais-Münzenberg £0 Sack Kartoffeln.

Kreis Büdingen.

h. Nidda, 7. Okt. Die diesjährige Obst­baumzählung auf Baumstücken, an Straßen und in Kleingärten ergab hier folgendes Resultat: Aepfelbäume 8310 Stück, Birnbäume 917, Zwet- schenbäume 3912, Süßkirschen 430, Sauerkirschen 110, Reineclauden 127, Mirabellen 260, Pfirsiche 116, Walnußbäume 142, Aprikosen 27. Auch ergab es eine stattliche Zahl von Bäumen, denen die Axt an die Wurzel gelegt werden muß. Die Obst­ernte ging in diesem Jahre infolge des guten Wetters veryältnismäßig rasch zu Ende. Händler aus dem Ruhrgebiet kauften wiederholt in den letzten Tagen auserlesene Brechäpsel, wie Lands­berger und Baumanns Reinetten, sowie Goldpar­mänen u. a. je Zentner zu sieben Mark, für Scha­uer von Boskop und Reinette von Blenheim jedoch 8 Mark je Zentner.

Kreis Schotten.

? U l s a, 7. Okt. Bereits während des Sommers war in der Jagdhütte der Friedberger Jäger Frick und Reuß ein nächtlicher Einbruch verübt worden, wobei die Spitzbuben es besonders auf Kleidungsstücke, Stiefel, Bettwäsche abgesehen hatten, auch eine Taschenuhr wurde mitgenommen. Leider sind die Täter bis heute nicht erwischt wor­den. Nun wurde in der gleichen Hütte dieser Tage wiederum eingebrochen, und wieder haben die Diebe alles, was ihnen brauchbar erschien, mit- gehen heißen. Da in der Gegen noch mehr Jagd­hütten auf die gleiche Weise heimgesucht worden sind, so fcheint man es hier mit Spezialisten auf die­sem Gebiet zu tun zu haben. Hoffentlich gelingt es der Polizei bald, den Gaunern das Handwerk zu legen.

-r- Rainrod, 7. Okt. Die Pfla st erarbei­ten an dem Straßenteil Schotten-Rainrod, der mit Kleinpflaster versehen wird, schreiten nur langsam fort, da das Pflastererhandwerk zur Seit so stark beschäftigt ist, daß keine Hilfskräfte aufzu­treiben sind. Man hofft, durch Fertigstellung ande­rer oberhessischer Straßen freiwerdende Arbeits­kräfte baldigst heranzuziehen, um die Arbeit be­schleunigt fortführen zu können.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlosienen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H.

'Datum

6% Deutsche Reichsanleihe v. 1927 6% etjcm.7% Dt.Reichsanl.v..l92S 5/»% Doung-Anleihe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit

Auslos.«Rechten .............

Desgl. ohne Auslos.-Rechie......

6% efcm.8% Hess. BollSstaat 1929 (rüttzahlb. 102%)............

6% Hess. Landesbank Darmstadt

Gold R. 12..................

571% Hess. Landes-Hypotheken» bank Darmstadt ßfqui.........

Oberhessen Provinz-Anleihe mit AuSlos.-Rechten .............

Deutsche Komm. Sammelabl. An­

leihe Serie 1 mitAuslos.-Rechten

6% ehem. 8% Franks. Hyp.-Bank

Goldpse. 15 unkündbar bis 1935

6% ehem. 7% Franks. Hhp.«Bank

Goldpse. 16 unkündbar bis 1936

671% ehem. 472% Franks. Hyp..

Bank°Liqu.-Psandoriefe.......

57i% ehem. 47i% Rheinische

Hyp.-Bank-Liqu.-Goldpse.....

6% ehem. 8% Pr. Landespfand.

briesanstalt, Pfandbriefe R. 19

6% ehem. 7% Pr. Landespfand.

briesanstalt, Pfandbriefe R. 10 Steuergutsch. Verrechnungskurs..

4% Oesterreichische Goldrente..., 4,20% Oesterreichische Silberrente 4% Ungarische Goldrente.......

4% Ungarische Staatsrente v. 1910 47i% desgl. von 1913..........

6% abgest. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Zollanleihe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe

Serie 1.....................

Srannun a. .Ui.

Berlin

Schluß« kuts

Schluß!. Abend­börse

Schluß« turs

Schlußk. Mittag­börse

5-10.

6-10.

5-10.

6.10.

94,75

95

95,25

95,25

92,25

92,65

93

93,25

98,5

99,5

98,4

99,75

94,75

95

94,6

95

92,75

93

92,5

'93

91,75

92

102

104,25

102,25

93

93

93

93,5

93

93

92,9

93,9

93

94

94,25

94,25

94,25

94,25

94,25

94,25

101,75

101,75

101,75

101,75

_

_

29,25

29

1,35

1,3

1,3

7,45

7,75

7,7

7,9

7

7,15

7

7,25

7,13

7,25

7,15

15,25

15,13

14,5

14,9

8

8

«yranfiuri a. M.

Berlin

Schluß­kurs

Schlußk. Abend« börse

Schluß« kurs

Schlußk. Mittag­börse

Datum

5.10.

6-10

5-10.

6-10.

4% desgl. Serie 11.............

8

8

6% Numan, vereinh. Rente v. 1903

4,9

4,8

*1

4,8

4^,%Rumün.vereinh.Rentev.lS13

7,1

7,13

7,15

4% Rumänische vereinh. Rente ..

4,4

4,3

4,3

4,25

2^% Anatolier ...............

35,5

36,65

36

37,25

Hamburg-Amerika-Paket .....o

26,25

27,13

26

f

Hamburg-Südam. Dampfschiff. O

Hansa-Danipfschiff...........o

<

Norddeutscher Lloyd .........O

29

29,75

29

29,5

AG. für Verkehrswesen Akt. .. 0

80

80,75

80,25

81

Berllner Handelsgesellschaft ... 4

96.

95,5

95,5

96

Commerz, und Privat-Bank... 0

66,75

66,75

66,75

66,75

Deutsche Bank und Disconto«

Gesellschaft................o

70

70

70

70

Dresdner Bank..............o

72,5

72

72,5

72

Reichsbank ..................

144,25

144

144,25

144,25

A.E.G.......................

29,4

29,25

29,4

29,4

Bekula......................

143.25

143

143,4

144

Elektr. Lieferungsgesellschaft... 6

104,5

103,75

104,5

104,25

Licht und Kraft .............q

119,5

119,5

118,5

120

Felten & Guilleaume.........0

79,4

79,5

79

79,65

Unternehmung. 5

109,25

109,5

109,4

109,25

Rheinische Elektrizität ....... 5

103,25

104

100

Schutte« L Eo............... 5

93,75

93,5

93,5

93

Siemens L Halske............7

143

143

144,5

142

LahmeyerLLo...............

122,25

122,25

122,75

122,9

Buderus ....................

86

85,5

86

85,25

Deutsche Erdöl ...............

108,5

108,25

107,75

107,5

Gelsenkirchener.......... 0

64,25

64,5

64,13

64,75

Harpencr....................

105

104,5

104,25

105,25

Hoesch EisenKöln-Ncuessen .. 0

75

75,75

Ilse Bergbau ................

Ilse Bergbau Genüsse........6

116,5

118,5

118,25

156

119,5

Klücknerwerke ...............0

75,75

76

76

76,5

Mannesmann-Röhren........ 0

76,75

76,13

76,4

76

Frankfurt a.M.

Berlin

Schluß­kurs

Schlußk. Abend­börse

Schluß­kurs

Schlußk. Mittag­börse

Datum

5-10-

6-10.

5-10-

6.10

Marisfelder Bergbau.......

.. 0

77,75

77,25

KokSwerke................

.. 0

e

97,4

97,75

Phönix Bergbau...........

.. 0

49,25

50

49,25

49,9

Rheinische Braunkohlen ....

. 10

233

232

234

233

Rheinstahl................

.. 0

91,75

91,5

92

91,25

Vereinigte Stahlwerke......

.. 0

42,75

42,75

42,5

42,75

Otavi Minen .............

.. 0

13,25

13,13

13,25

13,4

Kaliwerke Aschersleben......

.. 5

121,25

120,5

121,75

120

Kaliwerke Westeregeln......

.. 5

120,25

120,75

120

Kaliwerke Salzdetfurth.....

*171

155

152

153,5

152

9. G. Farben-Jndustrie.....

.. 7

142,13

141,5

142,25

141,65

Scheideanstalt.............

.. 9

218

216

Goldschmidt ..............

.. 0

92

92,25

92

92,65

RütgerSwerke.............

.. Ü

40,5

40,9

40,5

41,25

Metallgesellschaft...........

.. 0

86

86

86

Philipp Holzmann.........

.. 0

1 0

80,5

117,75

83

82

Cementwerk Hallstadt."......

.. 0

132,5

132,5

Schultheis Patzenhofer.....

.. 0

109,25

108,75

Aku (Allgemeine Kunstseide)

.. Ü

64,25

65,75

63,75

65,4

Bemberg.................

.. 0

63

63,5

126,5

129

Zellstoff Waldhof..........

.. 0

49

48

49

48,5

Zellstoff Aschaffenburg .....

.. 0

66,75

66,5

65,75

66,25

Dessauer Gas.............

.. 7

124,5

123,25

.. 0

49,9

50,5

50,13

Deutsche Linoleum.........

.. 0

60

60,75

59,25

61,4

Orenstein & Koppel........

.. 0

88

88,65

Leonhard Tietz............

.. 0

31,75

32,75

31,65

32,75

Chade ....................

..10

217

221,5

216

224

Aeeumulatoren-Fabrik......

.. 0

175

172,5

173

Eonti-Gummt.............

.. 0

131

131

131

131

Gritzner..................

.. 0

$1

31,25

30 75

Mainkraftwerke Höchst a.M..

.. 4

78,5

78,75

Süddeutscher Zucker.......

.. 8

190

190

190

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. 21L

Banknoten.

5-Oktober

6-Okiober

Amtliche Notierung

Amtliche Notierung

(T-elf

Briet

Geld

1 Brie.

Buenos Aire-

0,644

0,648

0,644

0,648

Brüssel.....

58,17

58,29

58,17

58,29

Rio de Ian.

0,204

0,206

0,204

0,206

'Zr-

3,047

3,053

3,047

3,053

Kopenhagen.

54,25

54,35

54,27

54,37

Danzig.....

81,18

81,34

81,18

81,34

London .....

12,15

12,18

12,15

12,18

Heljingfors..

5,365

5,375

5,365

5,375 .

Paris ......

16,39

16,43

16,39

16,43

Holland ....

168,43

168,77

168,48

168,82

Italien.....

21,45

21,49

21,45

21,49

0,712

0,714

0,710

0,712

Jugoslawien

5,694

5,706

5,694

5,706

Oslo.....:

61,04

61,16

61,06

61,18

48 95

49,05

48-95

49,05

Lissabon....

11,03

11,05

11,03

11,05

Stockholm...

62,66

62,78

62,67

62,79 1

Schweiz ....

81,17

81,33

81,12

81.28

Spanien....

34,00

34,06

33,97

34,03

Prag.......

10,37

10,39

10,37

10,39

Budapest ...

-

Reuyork...

2,470

2,474

2,470

2,474

Berlin, 6-Oktober i

Geld

3rleCL

Amerikanische Noten..............

2,422

2,442

Belgische Noten..................

58,01

58,25

DänischeMoten .................

54,11

54,33

Englische Noten .................

12,115

12,155

Französische Noten...............

16,35

16,41

Holländische Noten...............

168,06

168,74

Italienische Noten................

21,33

21,41

Norwegische Noten ..............

60,90

61,14

Deutsch Oesterreich, ä 1OO Schilling

Rumänische Noten...............

Schwedische Noten...............

62,50

62,76

Schweizer Noten.................

80,94

81,26

Spanische Noten.................

33,83

33,97

Ungarische Noten................