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raten sitzen, wird die Parteipolitik zwangsläufig auch in diese getragen. So kommt es, daß die Kantonalwahlen trotz ihres ursprünglich rein loka­len Charakters doch als Gradmesser für die innen­politischen Strömungen angesehen werden.

1517 Arrondissementsratssitze und 1480 General­ratssitze (im Seine-Departement wird gesondert gewählt) sind diesmal neu zu besetzen. Im e r st e n Wahlgang entscheidet die absolute Mehr­heit, d. h. diejenigen Kandidaten sind gewählt, die mindestens die Hälfte der in einem Kanton ab­gegebenen Stimmen auf sich vereinigen konnten. In den meisten Kantonen bleiben die Bewerber gewöhnlich unter dieser Hälfte. In diesem Fall ist ein zweiter Wahl gang erforderlich, der am nächsten Sonntag stattfinden wird. Im zweiten Wahlgang entscheidet die relative Mehrheit, d. h. derjenige hat den Sieg davongetragen, der in einem Kanton die meisten Stimmen für sich ge­winnt, auch wenn diese längst nicht die Hälfte der

Borgen Eröffnung durch den Führer.

Erste Arbeitstagung des Winterhilfswerks.

Berlin, 6. Okt. (DNB.) Mit der Eröffnung des Winterhilfswerkes 1934/35, die durch den Führer und Reichskanzler und durch Reichsminister Dr. G o e b b e l s am Dienstag, dem 9. Oktober, um 12 Uhr, im Rahmen einer A r - beitssitzung des R e i ch s b e i r a t e s des Winterhilfswerkes erfolgt, beginnt der diesjährige Kampf gegen Hunger und Kälte. Auher den Mitgliedern des Beirates sind zu dieser Ver­sammlung im Reichstagssitzungssaal fast ausnahms­los diejenigen Volkskreise durch Delegationen ge­laden worden, die in unmittelbarer Be­ziehung zum Winterhilfswerk stehen. Es wer­den also außer sämtlichen Gauamtswaltern der NSV., die mit ihren engsten Mitarbeitern aus dem ganzen Reich zu einer ersten Besprechung über das Winterhilfswerk 1934/35 zusammentreten, zahlreiche freiwillige Helfer und Sammler aus den Berliner Orts­gruppen geladen. Auch aus den Kreisen der vom Winterhilfswerk betreuten Arbeitslosen, Kleinrentner und sonstigen Unter» stützungsbedürftigen werden aus jeder Ortsgruppe einige Vertreter hinzugezogen. Schließ­lich werden auch die Beamten, Ange st eilten und Arbeiter, die durch ihre Spenden zum Gelingen des Winterhilfswerkes erheblich beitragen, durch Delegationen vertreten sein.

Die Eröffnung des Winterhilfswerkes 1934/35 ist keine Feier und keine Festlichkeit, sondern eine ernste Arbeitstagung. Denn noch viel mehr als im letzten Jahre muß in den bevorstehenden schweren Monaten das Winterhilfswerk zur tief­empfundenen Herzenssache des gan­zen Volkes werden. Nicht durch Druck oder Zwang, nicht aus lästiger Verpflichtung soll ge-

DJIB. Berlin, 6.Oft. Zwischen dem Reichs­führer des Nationalsozialistischen Arbeitsdienstes, Staatssekretär h i e r (, und dem Stabsteiter der PO. und Führer der DAF., Reichsleiter Dr. Ley, ist eine Vereinbarung getroffen worden, deren wesentlichen Inhalt wir folgend wiedergeben:

1. Der gesamte Führernachwuchs der PO. und der DAF. muh zukünftig durch die Schule des Arbeitsdienstes gehen. Für alle nach dem 31. Dezember 1914 geborenen Führer-Anwärter der PO. und der DAF. ist der Arbeitsdienst- Paß die unerläßliche Voraussetzung für die Zulassung zur Führer- Laufbahn.

Für die in der Zeit vom 1. Januar 1911 bis 31. Dezember 1914 geborenen Führer-Anwärter der PO. und der DAF. ist der Arbeitsdienst-Paß nach- z u h o l e n, soweit die Aufnahmefähigkeit der Orga­nisation des Arbeitsdienstes dieses ermöglicht.

2. Die Arbeitsdienstzeit beträgt künftig aus­nahmslos ein Jahr, für die vor dem 1. Januar 1915 Geborenen ein halbes Jahr.

z. Die Einstellung erfolgt erstmals zum 1. November 1934 auf Grund der von der Reichs­leitung des Arbeitsdienstes dem Stabsleiter der . und Führer der DAF. eingereichten Bedarfs­anzeige. Heber das Einberufungsverfahren erfolgen Ausführungsbestimmungen.

4. Die aus dem Arbeitsdienst ausscheidenden Führer - Anwärter erhalten eine eingehende ab­schließende Beurteilung mit besonderer Würdigung ihrer voraussichtlichen Führereig­nu n g.

5. Der Führer der Arbeitsfront trifft Anord- nungen, daß die nach beendigter Arbeitsdienstzeit

abgegebenen Stimmen ausmachen. Während im ersten Wahlgang die Parteien getrennt marschieren, pflegen sie sich für den zweiten Wahlgang zu ver­bünden, um im gegenseitigen Austausch ihre Kan­didaten durchzubringen.

Die innenpolitischen Verhältnisse in Frankreich haben sich in den letzten Monaten auf einen Kampf der beiden großen Fronten, derFront natio­nal und derFront c o m m u n, zugespitzt. Hinter derFront national stehen die Parteien und Verbände, welche die Regierung D o u m e r g u e stützen. Die 1480 Generalratssitze, die jetzt neu be­setzt werden sollen, waren bisher zu 51 Prozent in den Händen von Abgeordneten, die zu den un­bedingten Anhängern Doumergues gehörten. Don den übrigen 49 Prozent waren der größte Teil Radikalsoziale und der kleinere Teil Sozialisten. Inwieweit sich dieses Bild verschieben wird, das entscheidet erst der nächste Wahlsonntag am 14. Oktooer.

opfert werden. Vielmehr wird der vom Führer aus­gesprochene Gedanke der nationalen Soliba- rität des ganzen deutschen Volkes, durch den der klassenkämpferische Begriff der sog. internationalen Solidarität des Proletariats ersetzt worden ist, zum Leitgedanken des neuen Winterhilfs­werkes gemacht worden. Der tiefe Gehalt und Sinn dieser richtig verstandenen und erlebten na­tionalen Solidarität muß jedem Volksgenossen im Lauf der Wintermonate in Fleisch und Blut über­gehen. Dann braucht uns um das Winterhilfswerk 1934/35 nicht bange zu sein.

Daß Abordnungen der freiwilligen und ehrenamtlichen Helfer, deren Zahl für das gesamte Reichsgebiet etwa anderthalb Millio­nen beträat, und die täglich viele Stunden ihre Arbeitskraft in den Dienst der guten Sache stellten, zum Eröffnungsakt hinzugezogen wer­den, beweist die Bedeutung ihrer Lei­stung, die in Ziffern ausgedrückt eine gewaltige Summe ergeben würde. Wenn man für den ein­zelnen Helfer auch nur vier Stunden täglicher frei­williger und ehrenamtlicher Arbeit rechnet, und das ist sicher nicht zu hoch gegriffen, so ergibt sich für das Gesamtheer eine Arbeitsleistung von einer Milliarde Stunden, die in Geld­wert umgerechnet eine Leistung von rund 400 Millionen Mark ergeben würde. Aus diesen Ziffern allein ist die ungeheure Bedeutung dieser freiwilligen Mitarbeiter erkenntlich, denen der ge­waltige Erfolg des Vorjahres in besonderem Maße zu verdanken ist.

Zugleich mit dem Auftakt zum Winterhilfswerk 1934 wird auch der Rechenschaftsbericht über die Arbeit des vergangenen Jahres erstattet, von dem schon heute gesagt werden kann, daß die bis ins kleinste buchmäßig aufgeführten Zahlen den Nörgeleien gegenüber dem Winterhilfswerk die Spitze abbrechen werden, um so mehr, als dadurch zahlenmäßig belegt wird, daß die Vermal- tungskosten überhaupt nicht ins Ge­wicht fallen.

ausscheidenden Führer und Arbeltsmänner des Arbeitsdienstes möglichst sofort Arbeits­plätze in der Wirtschaft erhalten.

Die Vereinbarung zeigt, welche große er­zieherische Bedeutung dem Arbeitsdienst von den maßgebenden Parteistellen zugesprochen wird. Reichsaroeitsführer Hierl und sein Arbeits­dienst können stolz auf diese Dokumentierung ihrer Leistung sein. Wer ihn kennt, weiß aber auch, daß er in dieser Dokumentierung nur den Ansporn er­blickt, den Arbeitsdienst in Haltung und Gesinnung, Leistung und Tat noch weiter zu entwickeln getreu seinem Grundsatz:Still arbeiten und Leistung zeigen, Haltung haben und treu sein!"

Die Vereinbarung bringt außerdem noch eine bedeutungsvolle Feststellung, die im Interesse der jungen Arbeitsmänner auf das Lebhafteste zu be­grüßen ist und für die der Arbeitsdienst dem Reichs­leiter Dr. Ley nur aufrichtig dankbar fein kann. Die Vereinbarung besagt nämlich, daß die Arbeits­front sich darum bemühen wird, die aus dem Dienst für Volk und Staat ausfcheidenden Arbeitsmänner möglich ft sofort in Arbeit zu bringen. Damit wird Hem Arbeitsdienst eine große Sorge abgenommen, und es wird eine Handlung der Gerechtigkeit vollzogen, indem den jun­gen Männern, die ein Jahr mit dem Spaten an deutscher Erde für Deutschland werkten, der Weg ins Leben geöffnet wird.

Im ganzen genommen ist dieser Akt ein Schritt vorwärts zur allgemeinen Arbeitsdienstpflicht, die aus dem Volke heraus sich zu gestalten beginnt, so daß die Schaffung ihrer gesetzlichen Grundlage nur noch eine Frage absehbarer Zeit ist; ein Schritt vorwärts zum Heil und Segen des nationalsoziali­stischen Aufbaues und des deutschen Volkes, ein Schritt, zu dem man den beiden Männern, Reichs­leiter Dr. Ley und Reichsarbeitsführer Hierl, nur I aufrichtig Glück wünschen kann.

Freundschaft ist, daß man d i e Tapferkeitdes italienifchen Heeres nicht im geringsten be­zweifelt, das fein Blut in den Schützengräben des Karst, von Mazedonien und von Bligny vergossen hat, das für den gemeinsamen Sieg über 600 000 Tote opferte, wobei dieser Sieg gemeinsam erst im Juni an den Ufern des Piave erfochten wurde. Im­merhin können wir, die wir uns stark fühlen und es auch sind, nochmals die Möglichkeit einer Verständigung bieten, für die be­stimmte Voraussetzungen bestehen. Wir haben d i e Unabhängigkeit der österreichischen Republik verteidigt und werden sie weiter ver­teidigen, eine Unabhängigkeit, die durch das Blut eines Bundeskanzlers geweiht worden ist, der klein von Gestalt, aber groß im Charakter und im Herzen war. Wer behauptet, daß Italien Eroberungsab­sichten hegt ober der Republik eine Art Protektorat auferlegen werde, ist entweder über die Tatsachen nicht auf dem laufenden ober er lügt wissentlich.

Das gibt mir Gelegenheit zu betonen, daß die Entwicklung der europäischen Geschichte ohne Deutschland nicht bentbar ist, aber daß es not­wendig ist, daß einige deutsche Strömungen nicht den Eindruck erwecken, daß es Deutschland ist, welches sich dem Lauf der europäischen Ge­schichte entziehen will.

Unsere Beziehungen mit der Schweiz sind ausge- zeichnet und werden so bleiben. Wir wollen nur, daß der italienische Charakter des

Ein Rückblick auf die Kölner Saarausstellung.

Von Or. Walther Cariellieri, Direktor des

Saarwirischastsarchivs, Saarbrücken.

Mit der Volksabstimmung im Saargebiet ist die Rückkehr der S a a r w i r t s ch a f t in die deutsche Volkswirtschaft in die nächste Nähe gerückt. Angesichts des Umstandes, bah ba- mit bas brittgrößte Kohlenrevier u n b bas zweitgrößte Stahlrevier Deuts ch- lanbs in bie Grenzen bes Vaterlanbes roieber einbezvgen wirb, erhebt sich naturgemäß bie Frage: Wie hat bie Saarwirtsg-aft in ben 15 Jahren ber Abtrennunng sich entwickelt unb was vermag sie heute zu leisten?

Eine ebenso klare wie erschövfenbe Antwort auf biefe Frage erteilte bie große Ausstellung Deutsche Saar" in Köln. Was bort in ber riesigen Osthalle bes Ausstellungsgebäubes in Köln- Deutz über bie Saarwirtschaft zusammengetragen war, von Bergbau unb Landwirtschaft angefangen über Industrie und Handwerk bis zu Handel und Verkehr, ist nach Uebersichtlichkeit, Vollzähligkeit unb Einbringlichkeit wohl kaum zu übertreffen. Die Tatsache, baß die Liste ber Aussteller allein in ber Abteilung Jnbustrie, Hanbel unb Verkehr über 100 Einzelfirmen unb eine Reihe nur kollektiv aus- fteUenber Fachgruppen aufwies, eine Zahl, bie sich aufs hoppelte erhöht, wenn man bie in ben Fach­gruppen zusammenbeschlossenen Einzelfirmen be­rücksichtigt, spricht für sich unb gewinnt besonbers an Bebeutung, wenn man ihr bie Zahl ber Saar­firmen gegenüberstellt, bie einige Monate zuvor auf einer französischen Messe ausgestellt haben, nämlich in Lyon, wo außer ber französischen Saargrubenverwaltung unb ber Franko-saarländi- schenHanbelskammer insgesamt sechs Saar- firmen vertreten waren. Deutlicher kann bie von ber Saarwirtschaft für 1935 eingefchlagene Rich­tung nicht illustriert werben.

Wenn Reichsminister Dr. Goebbels bei ber von 5000 Gästen aus bem Saargebiet unb Rheinlanb besuchten Eröffnungsfeier am 26. August ben Sinn unb Zweck der Kölner Saarausstellung dahin kenn­zeichnete,in unwiderleglichen Zeugnissen d i e Zu­gehörigkeit des Saargebietes zu Deutschland eindeutig zu manifestieren", so ist dieses Zeugnis durch die Ausstellung der Saar- wirtschaft voll und ganz erbracht. Allem voran steht die Tatsache, die auch das Motto für bie Wirt- schaftshalle abgegeben hat, bah ber schaffende Mensch an der Saar deutsch ist. 200000 deutsche Arbeiter und Angestellte finden ihr Brot in der Saarwirtschaft, mit ihren Familien drei Viertel ber Gesamtbevölkerung. Ein umfangreiches, in sehr lebenbige Formen gefleibetes Ausstellungs­material erbrachte ben Nachweis, baß bie Saar- wirtschaft auch unter bem Diktat von Versailles ein untrennbarer Bestandteil der deutschen Volkswirt­schaft geblieben ist und ohne Zusammenhang mit dem deutschen Mutterland nicht leben kann. Das gilt für die Industrie, die den Großteil ihrer Erzeugnisse nach wie vor im übrigen Deutsch­land absetzt, wie für ben Hanbel, ber mit bem lebenswichtigen Bezug beutscher Waren steht unb fällt, für bie Landwirtschaft, die nur inner­halb der deutschen Zollgrenzen gedeihen kann, wie, für das Handwerk. Don besonderer Eindring­lichkeit war das durch Großphotos veranschaulichte Bild der I a h r e s l e i st u n a. der Saarwirtschaft, von der Erzeugung der Kohlengruben, Hochöfen und Stahlwerke angefangen über Glas- und Kera­mikwaren, Steine und Erden, Nebenprodukte ufw. bis zu Ferngas und Elektrizität. Die Saarwirtschaft erzeugt jährlich:

13 000 000 Tonnen Steinkohle,

2 000 000 Tonnen Roheisen,

2 000 000 Tonnen Rohstahl,

1 700 000 Tonnen Walzwerkerzeugnisse,

2 200 000 Tonnen Koks,

2 200 000 Tonnen Kokereinebenprodukte (Teer, Ammoniak, Benzol),

300 000 Tonnen Thomasmehl,

100 000 Tonnen Maschinen, Eisen-, Stahl- unb Gußwaren,

4 000 000 Quabratmeter Tafel-(Fenster-)glas, 75 000 Tonnen keramische Erzeugnisse,

750 000 Tonnen sonstige Steine unb Erben, 1000 000 Hektoliter Eier,

500 000 000 Stück Zigaretten unb Zigarren, 900 000 000 Kilorvattstunben elektrischer Strom,

10 000 BOO Kubikmeter Ferngas,

20 000 000 Tonnen beförberte Güter,

100 000 000 beförberte Personen (Eisen- unb Stra­ßenbahn).

Wirkungsvoll ergänzt war biefe Bilberreihe burch eine Darstellung bes Anteils ber Saar« wirtschaft an ber beutschen Volks- wirtscyast. Währenb das Saargebiet mit feiner Fläche nur 0,4 v. H. unb mit seiner Bevölkerung nur 1,3 v. H. Gesarntbeutschlanbs (einschließlich ber Saar) ausmacht, liefert seine Jnbustrie runb ein

Kantons Tessin gewahrt unb gestärkt werbe, unb baß nicht nur in unserem Interesse, fonbern vor allem im Interesse unb für bie Zukunft ber schweizerischen Republik.

Es besteht kein Zweifel, baß seit wenigens einem Jahre unsere Beziehungen zu Frank­reich erheblich gebessert firvb. Unb wenn wir durch Abkommen erreichen, was wir denken, wirb das sehr nützlich und furchtbringenb sein so- wohl für bie beiden Länder als auch im allgemeinen Interesse Europas.

Die Verbesserung ber Beziehungen zwischen den Völkern Europas ist um so nützlicher, als bie Abrüstungskonferenz geschei­tert ist. Ihr werdet also hier nicht überrascht sein, daß wir heute entschlossen auf ber voli­st ä n b i g e n militärischen Ausbil­dung bes Volkes bestehen.

Was bie sichere ober unsichere Zukunft betrifft, so steht eine Tatsache unerschütterlich fest, nämlich unsere Leibenschaft, unser Glaube und unser Wille. Wenn sie den wahren Frieden bringt, unb ben er- sprießlichen Frieden, ber von Gerechtigkeit begleitet sein muß, werben wir unsere Gewehrlaufe mit Oel- zweigen schmücken können. Aber wenn bas nicht zu- trifft, so könnt ihr sicher sein, baß wir als Männer, bie im Zeichen bes Liktorenbündels stehen, notfalls die Spitzen unserer Bajonette mit den Lorbeeren unb Eichenblättern aller Siege schmücken werben.

Zehntel ber deutschen Steinkohlen» förberung unb Nebenprobuktengewinnung, e i n Fünftel ber beutschen Eisen- unb Stahlgewinnung sowie ber Tafelglas­erzeugung unb über ein Drittel ber beutschen Keramerzeugung. Charakteri­stisch für bas inbustrielle Saargebiet ist bie Ber- wurzeluna bes schaffenben Menschen mit ber Scholle, Die im Typus besBergmanns­bauern" ihren lebenbigften Ausbruck finbet unb in ber Ausstellung von verschiebensten Seiten be­leuchtet würbe. Auch bie Betreuung bes Arbeiters in ber Fabrik unb in ber Freizeit burch bieAn­stalt für Arbeitskunbe" in Saarbrücken bürste ge- rabe heutzutage aktuelles Interesse beansprucht haben.

Wie bie Saarwirtschaft im einzelnen sich in ber Nachkriegszeit entwickelt hat unb was sie yeute zu leisten vermag, würbe von ben verschiedenen Ab­teilungen höchst anschaulich vor Augen geführt. Die Sonderstellung des Saarbergbaues unter französischer Verwaltung wurde bereits durch die umflorten Fahnen der ehemaligen preußischen Berg» inspektionen symbolisch zum Ausdruck gebracht. Daß dieses Fundament der Saarwirtschaft unter der Nachkriegsverwaltuna keinen Ausbau, sondern im Gegenteil einen Abbau erfahren hat, wirb durch die Statistiken erhärtet, die den Rückgang von Förderung und Belegschaft weit unter Vorkriegs st and aufzeigen und zugleich die Größe ber nach 1935 zu löfenben Aufgabe klar­machen. Bei Betrachtung ber zwischen bem Saar­gebiet unb Lothringen eingetretenen Verschiebungen der Förderziffern muß man sich freilich an Hand der Warndtskizze vor Augen halten, daß die un­ter der Grenze hinweg betriebene Förderung aus dem Warndt fast 3 Millionen Tonnen jährlich erreicht hat, die rechtmäßig dem Saargebiet unb nicht Lothringen gutzuschreiben wäre.

Das großartigste Bilb ber Ausstellung gewährte bie Saarinbuftrie. Die fünf großen Eisen­hütten unb alle namhaften Werke ber roeiteroer- arbeitenben Jnbustrie zeigten mit ihren hochwerti­gen Qualitätserzeugnissen, baß sie sich unter ben ungeheuer erschwerten ßebensbebingungen ber Nachkriegszeit, trotz Verlust ber Rohstoffbasis in Lothringen, trotz Zoll- unb Währungsschwierig- ! feiten nicht nur z u behaupten verstanben haben, sondern auf verschiedensten Gebieten neue, erfolgreiche Wege gegangen sind, sei es auf dem Gebiet der Hüttentecynik, der Erzaufbereitung ober Kokserzeugung, ber Stahlverfeinerung, ber Nebenprobuktengewinnung, bes Maschinenbaues ober ber Eisenkonstruktion. Die Olasinbuftrie I stellte ihre Leistungsfähigkeit in Tafelglas, Weiß- i hohl- unb Preßglas unter Beweis, währenb bie I Flafchenglasinbustrie an ber Saar in ber Nach- \ kriegszeit bekanntlich zum Erliegen gekommen ist. Die Keraminbustrie zeigte in gefälligster An­ordnung ihre weltbekannten Erzeugnisse, auch bie anschließenbe Jnbustrie ber Steine unb Erben er­zielte eine sehr gute Wirkung.

Von ganz befonberem Interesse für ben Besucher war fobann bie mittlere unb kleine Inbu» ft r i e bes Saargebietes, über bereu Entstehung und Bedeutung man sich außerhalb bes Saarge­bietes oielerorten noch keine richtige Vorstellung macht unb bie im Hinblick auf bie bevorstehend Rückglieberung befonbere Beachtung verdient. Bei seinem Rundgange durch die Ausstellung hat ber Führer gerabe für biefe Jnbustriezweiae leb­haftestes Interesse befunbet unb alle Stände per­sönlich in Augenschein genommen. Da waren bie zu Gruppen zusammengeschlossenen Werke ber Emaille- unb Blechwareninbustrie, ber Eisen- unb Stahl- roareninbuftrie, ber Gießereien unb Maschinenfabri­ken, ber chemisch-technischen wie ber elektrotechni­schen Jnbustrie mit ihrem mannigfaltigen Erzeu­gungsprogramm, Werke, bie zum erheblichen Teil erst unter ber Zollabschnürung ber Nachkriegszeit entstauben finb unb sich bie Versorgung bes Saar« marftes mit Waren beutscher Qualität unb beut« scheu Geschmacks zur Aufgabe gesetzt haben. Sis haben ben Vergleich mit ben Waren aus bem übri­gen Deutschland nicht zu scheuen und haben sich damit Existenzberechtigung auch über 1935 hinaus erworben. Das gleiche gilt für bie Nahrungs- uni) Genuhmittelinbustrie, bie Tabak-, 3igarren- und Zigaretteninbustrie, bie Brau- unb Mühleninbu« ftrie, bie Holz-, Leber-, Schuh-, Papier-, Karto« nagen- sowie Textiliubustrie, bie in gerabezu über« raschenber Weise bartun, wie bie Erzeugung beß Saarinbuftrie sich nach ber Seite ber Berbraudjs« güter hin entwickelt hat. Die Stäube bes Saar- hanbels, ber wirkungsvoll ben ausschließlich beutschen Charakter seiner Geschäfte zur Dar« stellung brachte, der saarländischen Berkehrsunter- nehmuugen, insbesondere ber Straßenbahnen, bes Auto- unb Luftverkehrs unb bes Hanbwerks mit sehenswerten hanbwerklichen Spitzenleistungen run­deten das Gesamtbild der Saarwirtschaft wirkungs« voll ab. Keiner wird die Ausstellung verlassen, ohne ein lebendiges Bild von der Größe und Lei­stung der Saarwirtschaft empfangen zu haben.

Ohne Deutschland eine Entwicklung der europäischen Geschichte undenkbar.

Mussolini spricht zur weltpolitischen Lage.

Mailand, 6. Okt. (DNB.) Auf bem Domplatz unb ben umliegenden Straßen und Plätzen hörten etwa eine halbe Million Personen eine Rede Mussolinis an. Er erklärte u. a.: Der Foschis- mus strebt auf wirtschaftlichem Gebiet eine höhere soziale Gerechtigkeit an. Sie bedeutet sichere Arbeit, gerechten Lohn und ein würdiges fteim Wenn das letzte Jahrhundert jenes der Macht bes Kapitals war, so wird das 20. Jahrhundert jenes der Macht unb bes Ruhmes ber Arbeit sein. Hrfi faae euch, baß es ber mobernen Wissenschaft gelungen ist, bie Möglichkeit bes Reich­tum e s z u vervielfältigen. Born Staate untersucht unb kontrolliert, muß bie Wissenschaft

bas anbere Problem zu lösen, jenes ber Vertei­lung bes Reichtumes, bamit sich bas wiber- finnige unb grausame Schauspiel bes Elenbs inmit­ten bes Ueberflusses nicht wieberholt.

Mussolini gab bann einenRunbblick" auf bie ßänber, bie an Italien grenzen, unb benen gegen­über es eine Haltung einnehmen müsse, die nicht Gleichgültigkeit sein könne, sondern entweder Feind­schaft oder Freundschaft. Es ist offensichtlich, daß keine großen Möglichkeiten bestehen, un- fere Beziehungen zu Sübflaroien zu verbessern, wenn diese Nachbarn fortfahren, in ihren Zeitungen tobende Polemiken zu bringen, bie uns im Inner­sten verletzen. Die erste Bebingung einer Politik ber

Das Winterhilfswerk Herzenssache des ganzen Volkes, praktische Verwirklichung der nationalen Solidarität.

Der Weg zum Führer in PO. und DAF. führt durch den Arbeitsdienst.

Grundlegende Vereinbarung zwischen Stabsleiter OrLey undVeichSführerHierl

Was leistet die Gaarwirtschafi?

Bedeutsamer Anteil an der deutschen Gesamt-Volkswirtschafi.