Einzelbild herunterladen

ltt. 2T0 Zweites Blatt

GiehenerAnzeiger (General-Anzeiger fürOberheften)

8amstag, 8. September 1934

Ein Jahr Aufbauarbeit am neuen Reich.

Im Gpiegel der Rechenschaftsberichte auf dem Nürnberger parieckongreß.

Nürnberg, 7. Sept. (DNB.) Bei strahlend schönem Sonnenwetter wurde die Freitagtagung des Parteikongresses in feierlicher Weise eröffnet. Wieder war die Halle bis auf den letzten Platz besetzt und stauten sich die Massen auf den An­marschwegen des Führers und der führenden Per­sönlichkeiten der NSDAP. Ein Fanjarenklang. Die Menge erhebt sich: Der Führer kommt! t Unter den begeisterten Heil-Rufen von fast 30 000 Kongreßteilnehmern schreitet er durch den Mittel- Hang der Halle, um dann auf der Führertribüne Platz zu nehmen. Nach dem Einmarsch der Stan­darten leitet das Reichssinfonieorchester unter Pg. Franz Adam den Kongreß mit derCoriolan"- Ouvertüre von Beethoven ein. Dann spricht der Stellvertreter des Führers, Rudolf Hetz, die Eröffnungsworte:Der Kongreß nimmt seinen Fortgang." Das Wort hat

Sr. Todt, der Generalinspektor des deutschen Straßenwesens.

Nach einleitenden Worten über die Vorgeschichte 5es Baues der Reichsautobahnen berichtete Dr. Todt über den Stand der Arbeiten: Mit !»em Bau der Reichsautobahnen ist an 51 Stellen im Reich begonnen worden. Heute schon sind 52 000 Mann auf den Baustellen und weitere 100 000 Mann in den Lieferwerken bei der Baustoffindustrie, :ei den Brückenbauanstalten oder sonst durch das irft beginnende Werk beschäftigt. Bis zum Ende des Zahres wird die Gesamtzahl der Beschäf- ligten eine Viertelmillion erreicht haben. Für den Ausbau des gesamten Netzes ist e in Zeitraum von sieben Jahren vorgesehen, während dessen die Zahl der Beschäftigten gleich- tleibt. Beim Ausbau des allgemeinen S t ra­se n n e tz e s sind im Jahre 1934 rund 200 000 Arbeiter beschäftigt, so daß schon im ersten Jahre >er Durchführung unseres Straßenbauprogramms innähernd eine halbe Million Men- Id) e n Arbeit und Verdienst finden. Nach lern Plan des Führers entsteht ein geschlossenes Ületz von 7000 Kilometer Reichsautobahnen, das mnz Deutschland weitmaschig überzieht. Außer den pr Zeit im Bau befindlichen 1500 Kilometer werden ii diesen Wochen weitere 1000 Kilometer freigegeben.

Die Teilstrecken Frankfurt a. 211. Darmstadt und München Holzkirchen z. 2Z. werden schon in diesem Winter befahrbar. 1935 werden rund 300 Kilometer fertig und im Jahre 1937 wer­den große Fernverbindungen mit einer Gesamt­länge von 2700 Kilometer in Betrieb sein.

Auf dem Gebiet des allgemeinen Straßenbaues Int das Jahr 1934 vor allem den Anfang der Bau- rbeit an der gigantischen Alpen st raße ge- l'acht, die mit einem Teilstück von 20 Kilometer Lunge im Frühjahr begonnen und heute schon lgefahrbar ist. Verkehrspolitisch sei das ('Straßenbauprogramm Bestandteil des großen M o- torisierungsprogramms des Derkehrs- v^sens. Was im Reich an Straßenbau geschaffen v irb, soll auch noch den nachfolgenden (' enerationen zur Nutznießung zur Verfü- oiing stehen. Die Reichsautobahnen, die Straßen oolf Hitlers, werden ein bleibendes Denk- r a I nationalsozialistischen W o l le n s s n. Sie werden zum technischen Ausdruck des r itisnalsozialistischen Reichs und werden mit der (ssch chte des nationalsozialistischen Deutschlands esenso untrennbar verbunden sein, wie die Straßen 9ums mit dem Begriff des römischen Imperiums. Ins große Straßenbauprogramm des Führers war b erste ganz große Maßnahme, die der Führer ich feinem Regierungsantritt aufgegriffen hat. Es ir. die erste Maßnahme nicht nur in der Zeit, [nbern auch in der Leistung werden. Die gwße Aufgabe, die uns der Führer stellte, muß so Möst werden, daß nicht nur wir, sondern auch noch di-' nachfolgenden Generationen des werdenden na- li: nalsoziallstischen Reiches mit ewiger Anerken- r. ng diese Straßen dieStraßen Adolf Hitlers" wnnen werden.

Die Rechenschaftslegung des Hauptamtsleiters tv. Todt wurde häufig von Beifallskundgebungen lltterbrochen. Als der Führer dem Generalinspektor dmch einen Händedruck für seine wertvolle Arbeit r diesem Werk, das für Jahrhunderte bestimmt ist, bcnfte, wollten die Beifallsrufe kein Ende nehmen.

Der Stellvertreter des Führers erteilte sodann ks Wort dem

Reichsbauemsührer A. Waller Darrs.

Für den Nationalsozialismus stellt das Bauern- iu-n die Grundlage für einen organischen Aufbau de" übrigen Wirtschaft dar. Die Aufgabe für den Mionalsozialismus, das deutsche Bauerntum zu reden, war schwer, weil sie ohne zusätzliche 3-lastung der Kaufkraft des wirtschaftlich iir ganzen kranken deutschen Volkes versucht wer­de mußte. So gibt es in der ganzen Wirtschafts- ced)id)te kein größeres und eindringlicheres Sei» p für die Anwendung des Grundsatzes:Ge- Ri innutz geht vor Eigennutz" als im Verzicht des »ätschen Bauerntums auf eine Erhöhung des Siotpreifes in diesem Jahre. Leitgedanke der 3 juernpolitit im neuen Reich bleibt, die bereits Innerhalb eines Jahres um etwa 800 Millionen Ä irk gesteigerten Verkaufserlöse der Land» Mschaft gegenüber ihrem Tiefstand zu halten tbir weiter zu steigern, aber nur soweit tir? allgemeine Erhöhung des Volks­einkommens diese Steigerung ohne zusätzliche ISeiaftung des Verbrauchers zuläßt. Auch durch eine k nfung der Ausgaben war die Agrar» Llltif des neuen Reiches bestrebt, dem Bauern |)oo auf andere Weife eine fühlbare Entlastung zu rnchaffen, die sich allein durch Steuersenkungen |'r. auf 387 Millionen Mark beläuft.

Imfer Einrechnung der Steigerung der Ver­kaufserlöse ergibt sich eine Gesamtver- brsserung in einem Jahre um fast 12 Milliarden Mark. Deutliche An- solchen einer beginnenden Gesundung des knuernturns sind der starke Rückgang r Zwangsversteigerungen land­wirtschaftlicher Grundstücke und die Verdop­pelung der Spareinlagen bei den ge­

nossenschaftlichen Dorfkafsen im Jahre 1933 gegenüber dem Vorjahre.

Durch die materielle Entlastung der Landwirtschaft sind auch anregende Wirkungen aus die gesamte übrige Wirtschaft ausgegangen. Während die Landwirtschaft am tiefsten Punkt der Krise anfangs 1933 mehr Erwerbstätige umfaßte als Industrie und Handwerk, dürfte sich das Ver­hältnis heute so verschoben haben, daß fast ein Gleichgewicht in der Zahl der Erwerbstätigen in Landwirtschaft einerseits, Industrie und Handwerk anderseits besteht. Selbst unter der Voraussetzung, daß der gesamte Nahrungsmittelbedarf des deut­schen Volkes ausreichend sichergestellt sein muß, reicht die neue Ernte zur Versorgung des Volkes mit Brotgetreide aus, ohne daß auf das Ausland zürückgegriffen zu werden braucht. Das deutsche

Bauerntum ist bereit, jede beliebige Menge land­wirtschaftlicher Erzeugnisse des Auslandes herein­zulassen, wenn ihre Bezahlung durch eine entsprechende Ausfuhr deutscher Er­zeugnisse sichergestellt wird. Daß dies keine graue Theorie ist, hat der Abschluß der Han­delsverträge mit Holland, Südslawien usw. gezeigt. Der Nationalsozialismus hat damit die völlig fest­gefahrenen handelspolitischen Verhältnisse in Europa'aufgelockert, so daß nunmehr eine sinnvolle Ordnung der europäischen Wirtschaft Platz greifen kann.

Nach dem Reichsbauernführer spricht der Staats­sekretär im Reichsfinanzministerium

Hauptamtsletter Reinhardt.

Er weist einleitend darauf hin, daß die Arbeits­losigkeit nach den ersten 18 Monaten nur noch 2,4 Millionen beträgt. Es wird gelingen, die Arbeits­losigkeit in wenigen Jahren s o gut wie zu be­seitigen. Die Maßnahmen im Kampfe um die Verminderung der Arbeitslosigkeit sind finanzpoli­tischer, steuerpolitischer und arbeitsmarktpolitischer Art. Von den ersteren hat das Arbeitsbeschaf- f u n g s g e s e tz die gewaltige Arbeitsschlacht ein geleitet, die noch im vollen Gange ist. Durch das Gesetz zur Errichtung der Reichsauto­bahnen werden unzählige Unternehmungen Auf­träge über Aufträge erhalten. Durch das G e - bäudeinstandsetzungsgesetz hat eine ge­waltige Belebung aller Zweige der deutschen Wirtschaft eingesetzt. Durch das Gemeindeum- schuldungsgesetz ist allen d en Gemeinden eine Erleichterung geworden, die wegen ihrer kurz­fristigen Verschuldung notleidend geworden waren oder in absehbarer Zeit notleidend zu werden drohten.

Don steuerpolitischen Maßnahmen war die erste, die auf Anordnung des Führers Gesetz wurde: Die Befreiung der Personenkraftfahr- zeuge von der Kraftfahrzeugsteuer. Nach wenigen Wochen wird das neue Einkom­men st euergefetz erscheinen. Es enthält eine Bestimmung, wonach Steuerfreiheit für jegliche beweglichen Gegenstände des gewerblichen oder landwirtschaftlichen Anlagekapitals, deren betriebe«

gewöhnliche Nutzungsdauer erfahrungsgemäß zehn Jahre nicht übersteigt, erlangt werden kann.

Weitere Maßnahmen zur Verminderung der Ar­beitslosigkeit find das Gesetz über die Steuer­befreiung von -neuerrichteten Klein­wohnungen und Eigenheimen, die Senkung der Umsatz st euer der Land­wirtschaft um 50 v. H. und der Grund- ft e u e r der Landwirtschaft um 25 o. H. und das neue Umsatz st euergesetz, das ab 1. Januar 1935 in Kraft treten wird. Danach wird die Um­satzsteuer für den Binnengrohhandel auf einheit­lich Vs o. H. festzusetzen sein. In dem Gesetz zur Förderung der Eheschließungen schließ­lich ist der Gedanke der Verminderung der Arbeits­losigkeit mit den großen bevölkerungsvoli- tischen Gedanken verbunden worden. Durch dieses

Gesetz ist bis heute bereits eine Entlastung des Arbeitsmarktes um 400 000 erreicht worden.

Der Erfolg aller bisherigen Maßnahmen spiegelt sich in aller Eindeutigkeit in den Zahlen über das Auskommen an Steuern, Abgaben und sozialen Versicherungsabgaben. Umsätze und Volkseinkom­men bewegen sich unentwegt nach oben. Die Er­giebigkeit der Steuerquellen und der Beitragsquellen wird von Monat zu Monat größer. Die Sozial­politik im Adolf-Hitler-Staat ist nicht nur darauf abgestellt, die Arbeitslosigkeit zu vermindern, son­dern auch darauf, die Kaufkraft und damit den Lebenshaltungsstand der arbei­tenden Volksgenossen zu erhöhen. Wir denken nicht daran, uns mit den diesjährigen Er­folgen zu bescheiden. Wenn alle Volksgenossen und Volksgenossinnen im Rahmen der Richtlinien des Führers ihre Pflicht tun, dann können wir der Zukunft frohen Mutes und voller Zu­versicht entgegensehen.

Die temperamentvollen Ausführungen Rein­hardts riefen immer wieder die begeisterte Zuftim- mung des Kongresses hervor, insbesondere seine eingehende Darstellung des bisherigen Erfolges des Gesetzes über die Gewährung von Ehestands­darlehen fand großen Beifall. Die bei dieser Gelegenheit von ihm eingeschaltete Bemerkung, daß die Ehestandsdarlehen nicht zuletzt auch eine Mehr­beschäftigung der Spielwarenindu- st r i e nach sich ziehen würden, wurde mit stür - mischer Heiterkeit ausgenommen. Das ausführliche Zahlenmaterial, mit dem Staatssekre­tär Reinhardt die Verminderung der Arbeitslosig­keit belegte, ließ die ungeheure Größe, aber auch die grandiosen Erfolge des Kampfes gegen die Arbeitslosigkeit erkennen. Der Parteikongreß folgte diesen Ausführungen mit wachsendem Interesse. Reinhardts Versicherung, daß es auch gelingen würde, den Rest der Arbeitslosigkeit zu überwin­den und das Ziel der wirtschaftlichen und sozialen Gesundung zu erreichen, ging fast unter in den stürmischen Beifallskundgebungen der Menge, die erneut anstiegen, als der Führer Hauptamtsleiter Reinhardt für feine Arbeit durch einen Händedruck dankte.

Alfred Rosenberg

spricht dann über das ThemaDer Aufbruch der Jugend in der Welt". Das neu an« gestrebte Gleichgewicht der rassischen und staatlichen Kräfte auf diesem Erdball hat ein neues Gesicht des Heranwachsenden Geschlechts geformt. Für die Äugend ergab sich ein zweifacher Entscheidungsweg: Entweder den Ideen vor 1914 mit doppelter Energie zu folgen, oder aber den Mut zu schöpfen, aus den Forderungen unserer Zeit heraus d e n Staat der Zukunft mit erbauen zu helfen. Die Staaten, in denen so oder so bestimmte Fol­gerungen aus dem Zusammenbruch gezogen wurden, sind vor allem die Türkei, Rußland, Italien und Deutschland. Die Jugend in der Türkei wächst in neuer Form heran und rückt dieses Land in den Kreis wichtiger weltpolitischer Betrachtungen. Sowjetrußland entwickelte sich zu einer immer schärfer werdenden politischen Diktatur, in der eine kleine Herrscherschicht, ausgerüstet mit allen technischen Waffen des 20. Jahrhunderts, viels Dutzende von Millionen Menschen zu furchtbarer Fronarbeit zwingt. Im faschistischen Italien haben wir mit stärkstem Interesse verfolgt, wie eine energische aroße Persönlichkeit als Ausdruck eines jungen Geschlechts einen neuen Staat formte. Dem Streben nach Wiedergeburt des altrömischen Wesens gemäß ist hier die Volks- und Jugend­erziehung vom Staate her geleitet worden.' Die Gestaltung der Jugend wurde unmittelbar aus der feststehenden staatlichen Schöpfung abgeleitet. Der Nationalsozialismus fühlt sich stark genug, um über den Ereignissen des Tages die geschichtliche Situ­ation, in welcher die um neue Lebensformen rin­genden Völker stehen, niemals zu vergessen, und er weiß, daß die Erziehung großer Völker nicht eine Angelegenheit weniger Jahre, sondern vieler, vieler 'Jahrzehnte ist.

Sodann wandte sich Rosenberg dem national- sozialistischen Deutschland zu. Der National­sozialismus hat es verstanden, daß die Begriffe Individuum und Persönlichkeit ent­gegengesetzt sind, daß Massenhaftig­keit nichts mit Volkheit zu tun hat und daß das von allen Bindungen gelöste Individuum der gestaltlosen Masse gehört. Das Geheimnis des nationalsozialistischen Erfolges liegt neben dem un­erschütterlichen Glauben an den Führer in der Tatsache des Willens aller Deutscher begründet, sich nicht als Privatversonen zu fühlen, sondern sich überall zu bekennen als Diener bestimmter Gemeinschaften. Auf den Schultern der deut­schen Jugend ruht heute schon eine Verantwortung, wie kaum ein anderes junges Geschlecht sie zu tra­gen hatte. Diese Jugend soll eingeführt werden in den Glauben des Sozialismus als Weltanschau­ung und soll begreifen, daß schwere Arbeit eine Ehre und Pflicht für sie darstellt und nicht einen Mißbrauch ihrer Rechte. Unsere deutsche Jugend hat möglichst früh teilzunehmen an unserer sozialen Arbeit, an dem Kampf um Deutschlands Freiheit und Gleichberechtigung und an dem Kampf um die innere Ausgestaltung des deutschen Men­schen. Wer einmal die alten'Schicksalsmächte über­wunden hat, der wird als Erster imstande fein, d i e besten Grundlagen für eine neue Welt zu schaffen.

Rosenbergs Ausführungen fanden den lebhaften Beifall der Versammlung. Dann vertagte der Stellvertreter des Führers den Kongreß auf Sonntag nachmittag, auf dem bei Anwe­senheit des Führers die Reichsleiter Feder, Frank und Hierl sprechen werden. Unter den Klängen des Badenweiler Marsches verließ der Führer die Kongreßhalle, umbrandet von den stür­mischen Heilrufen der begeisterten Bevölkerung, die auf dem Wege zur Stadt die Straßen dicht um­säumt hielt.

Die Kriegsopfer auf dem Reichs-Vattettag.

Nürnberg, 7. Sept. (DNB.) Mit dem fest­lichen Kaisermarsch von Richard Wagner wurde am Nachmittag des Freitag die Tagung der Natio­nalsozialistischen Kriegsopferversorgung im Kultur- vereinshaus eröffnet, der neben vielen Ehrengästen auch Reichsminister S e l d t e beiwohnte. Der Reichs­kriegsopfer-Führer, Pg. Hans Oberf int) ober wies in feinem Rechenschaftsbericht darauf bin, daß ein Soldat, der im Kriege als Held bezeichnet wurde, in sich die Verpflichtung trage, das heroische Leben des Frontsoldaten dem ganzen Volke vor - z ule den. Soldatische Gesinnung dauere über Krieg und Frieden hinaus, sie äußere sich am vor­nehmsten in der Unterordnung des Einzelnen unter die Interessen der Gesamtheit,' in Disziplin und dem Dienen am Ganzen schlechthin. In dieser Auffassung habe Deutschland drei große Vorbilder: Friedrich den Großen, den verstorbenen Reichsprä­sidenten von Hindenburg und den vom ganzen Volk auf den Schild gehobenen Frontsolda- ten Adolf Hitler. Das unter Adolf Hitler ge­einte deutsche Volk sei sich nun auch seiner Pflichten den Kriegsopfern gegenüber bewußt geworden. Zehntausende, darunter auch Schwerverletzte, hät­ten wieder Brot gefunden. Heimstätten seien ihnen errichtet worden, in der Regierung und in den Parteistellen sei man an der Arbeit, t>em Werk die gesetzliche Krönung zu geben. Von den zukünftigen Ausgaben 'der NSKOV. hob der Reichs­kriegsopfer-Führer den Kampf um die (Ehre und das Recht Deutschlands in der Welt hervor. Die Gegner von ehedem, an deren Tavfer- keit- die deutschen Frontsoldaten mit Hochachtung zurückdenken, seien zweifellos mit der gleichen Achtung vor dem deutschen Soldaten zurückgekehrt. Diese Achtung müsse und werde Brücken schlagen, diese Achtung der Soldaten voreinander werde zwangsläufig die Achtung der Völker erzwingen. Wir geloben, so schloß her Reich«- kriegsovser-Führer, unserem Führer Treue und Gefolgschaft, damit -das Sterben und Bluten deut­scher Soldaten seinen Sinn behalten kann.

Wer kann das Khrenkrenz des Welt- krieaes benniraapn?

Berlin, 7. Sept. (DNB.) Nachdem nunmehr die Anträge auf Verleihung des Ehrenkreuzes des Weltkrieges gestellt werden können, tauchen immer wieder Fragen auf, wer dieses Ehrenkreuz für sich beantragen kann. Für einen gefallenen ver­heirateten Kriegsteilnehmer kann, wie mir nnn un­terrichteter Seite erfahren, sowohl der Witwe wie den Eltern des Kriegsteilneh­mers das Kreuz bewilligt werden.

Der Vorbeimarsch des Arbeitsdienstes vor dem Führer auf dem Adolf-Hitler-Platz. (Aufnahme: Photo-Pfaff.)

Der Führer bei feiner großen Rede auf der Kulturtagung im Apollotheater. (Aufnahme: Photo-Pfaff.)

< % ' ..

:s