Vor dem Franks
Oas Programm.
Die Frankfurter Reitturniere haben eit Ruf. Diesmal ist ein Turnier im Werden, bisherige in den Schatten stellen wird, t mehr im Hippodrom, sondern in der weit Festhalle, dem mächtigen Kuppelbau der 2 gen, Messen und Feste wird das Turnie den. Ein Massenaufgebot von Pferden un
SS.-Reiter in ihrem großen Schau! ist zum Wettbewerb aemeldet. lieber 5’ sollen erscheinen. Der Züchter, der Reiter, am Pferd seine Freude hat, wird Stunde bauung erleben, die unvergessen bleiben i Sportlich ist das Turnier in Frankfurt großer Höhe. Die allerbesten Dressurreit Staeck, O. Lörke, R. Wätjen, Sattelm und von den Offizieren Rittm. Gerhard, S bendorf, Lt. Riemack, Rittm. o. Görne, d nen Frau Franke, Frau v. Opel, Frai Frau Glahn usw. erscheinen mit Pf« Draufgänger (Olympiasieger 1928), Fels sieger in Berlin und Dortmund), Germai bitz, Alp, Elch, Kronos, Absinth. Kaoalü dorff, Maharbal, Packard, iantris, Bach tus, Lausbub, Moselländer um nur e* beste zu nennen. Natürlich fehlt der Sieger von 1933 und 1934 Frau Franke nicht.
Don den Springpferden ist Egli beste deutsche Pferd des Jahres, das mehrmals den Franzosen das Nachsehen
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Günstige Lage am kaufmän Arbeitsmarkt.
Nach den Beobachtungen der Kaufma Stellenvermittlung der Deutschen Ange konnte sich die relativ günstige Stellenr auch im Februar voll behaupten. Ein j bedingter Rückgang ist also nicht erfolgt, von der Beschäftigungslage für Arbei diesem Winter hierzu allerdings aud) gegeben. Dafür ließ sich aber jetzt eine Zi in der Einrichtung neuer Posten er herrschte in gewissem Umfange das Be erst die Betriebskapazität, ausgehend Frühjahrsaufträgen und Arbeitereinstei zuwarten. Analog den Arbeitereinstellv dann notwendige Angeftellten-Personalc durchgeführt werden. Trotz solcher Zv die rtn wesentlichen Neu Planungen r Stellen betrifft, übersteigt die Meldung sten auch im Februar wieder ganz e Zahl der Anmeldungen von Bewerber k ü n d i g t e r Stellung. Sie bleibt, entsj verschwindend kleinen Zahl von Stille- Betriebseinschränkungen, sowie Konkurs rig, daß die durch sie begründete Bet gung als absolut normal angesprochen t Im großen und ganzen erledigten sich d lenvermittlung aufgetragenen Besetzun flott. Früher oft beobachtete mehrfache lung von Entscheidungen gehört wieder tenheiten. Gesteigerte Vorsicht in den Entscheidungen kam allerdings wiede mehr, und zwar im Abschluß von Aus' trägen mit Klauseln,' in denen die U des Aushilfsverhältnisses in einen Fes, vertrag in Aussicht gestellt wird, zun Ausgesprochene Zurückhaltung übten miet die auf Exportgüterherstellung und °H wiesenen Firmen. Alle Stellengesuche kc die Kaufmannsgehilfen - Stellenvermi Deutschen Angestelltenschaft restlos befrie
*
* 23 er ft ä r f te I n l a nd a u f t r ä g mens-Konzern. In der gestrige» Siemens & Halske AG. führte Dr. C.
Die hinter C
Sranffur
a. V1
Schlußkurs
Schlußk. Abend- börse
Datum
6-d
7. '
6% Deutsche Retchsanlethe v. 1927
87,13
97,25
6% eljem.7% Dl. Retchsanl. v. 1929
100
100
5*/,% Doung-Anleihe von 1930 . Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit
93,75
93,9
ÄuSlos.-Rechten
96,5
19,705
96,75
Desgl. ohne Auslos.-Rechte......
6% ehem.8% Hess. Volksstaat 1929
20,4
(rückzahlb. 102%) .........
93,75
93,9
6% Hess. Landesbank Darmstadt
Gold R. 12
92,5
92,5
5%% Hess. Landes-Hypotheken-
bank Darmstadt Liqüi. .
Oberhessen Provinz-Anlethe mit
91,5
92,5
91
Auslos.-Rechten
Deutsche Komm. Eammelabl. An.
93
leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten
94,75
95,5
6% ehem. 8% Franks. Hyv.-Bank Goldpse. 15 unkündbar bis 1935
92,5
92,75
6% ehem. 7% Franks. Hyp.-Bank
92,5
92,5
Goldpse. 16 unkündbar bis 1936
S%% ehem. 4%% Franks Hyp.-
Bank-Liqu.-Pfandbriefe
91,65
91,5
6Vi% ehem. 4Yi% Rheinische
92,25
Hyp.-Bank-Liqu.-Goldpfe. ... 6% ehem. 8% Pr. Landespfandbriefanstalt, Pfandbriefe R. 19 6% ehem. 7% Pr. LandeSpfand-
92,25
94
94
briefanstall, Pfandbriefe R. 10
94
94
Bteuetflutfd) DerrechnunaSkurS
97,13
97,13
4% Oesterrelchtsche Goldrenre....
rö,5
18,3
4,20% Oesterreichtsche Silberrente
1,35
1,35
4% Ungarische Goldrente.......
4% Ungarische StaatSrente v. 1910
6,75
86,5
6,85
6,5
4V,% desal. von 1913 .........
6,65
8,75
6,6
5% abgest. Goldmexikaner von 99
4% Türkische Zollanleihe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe
6,65
6,65
Serie I.....................
6,75
6,7
-sie reycn, ingit jtv lucymunu •*»»*-
wünschen.
Weil ich es schon gewünscht habe! dachte der Doktor und freute sich heimlich über die Zweideutigkeit.
Er hatte längst seinen Plan mit ihr,' aber der war noch ein Säugling, in Windeln gewickelt, und er tastete nicht mit Worten an seine Wiege: Wenn er Milch haben will, wird er schon schreien! beschwichtigte er seine Ungeduld und ließ das Gespräch gleiten, wie es sich gab, indem er nach ihrem Vater, nach ihrer vor dem Professor gestorbenen Mutter und andern Dingen fragte, von denen zu sprechen seiner Partnerin offenbar eine willkommene Wehmut war.
Einmal saßen sie längere Zeit auf einer Bank und gestanden einander, daß sie gern ein wenig ausruhten,' auch holte er seine Uhr heraus, die schon auf sechs zeigte und das Fräulein unruhig um seinen Abendzug machte, den er um ihretwillen versäumen könnte. Und es war wohl die Hast dieser Unruhe, daß sie nachher an den Näfenhäusern den Abstieg nach links versäumten und geradeaus auf die Albishochwacht zugingen. Als sie es im Gespräch merkten, das immer kurzartmiger aber freier geworden war, waren sie schon zu weit, wieder umzukehren, und marschierten zuletzt tapfer drauflos, bis sich der Weg endlich nach Albis senkte, wo sie nicht mehr im Zweifel waren, daß sie nun eine gründliche Nast machen müßten, und im Hirschen einkehrten.
Ich freue mich auf einen Käs oder mehr! sagte der Doktor Schmitz und blickte, den Schweiß von der Stirn wischend, befriedigt nach dem steinigen Fußweg zurück.
4.
Das erste, was sich im Hirschen entschied, war der Abendzug. Sie hätten, als der Doktor im Hausflur den aushängenden Fahrplan ansah, stehenden Fußes umkehren und nach Langnau hinablaufen müssen,' und dann war es nicht einmal gewiß, ob sie dort den Zug der Sihltalbahn noch erreichten.
Wenn Sie nach Köln müßten statt meiner, scherzte er — das Taschentuch noch in der Hand und den Hut im Nacken —, wenn Sie nach Köln müßten, würde ich sagen: Springen Sie los! Für meine alten Knochen ist es zuviel,' ich muß jetzt eine halbe Stunde lang meine Beine ausstrecken, muß mindestens einen Käs essen und einen Veltliner trinken! Oder, wandte sich der Doktor erschrocken zu seiner Begleiterin, wird es für Sie zu spät?
Dann müßte ich ja nun wohl allein springen! sagte das Fräulein mit einem fast mütterlichen Blick auf seine Verstrickung: Aber ich brauche ja nur auf den Zürichberg. Dahin komme ich schon!
Sie standen darüber im Flur, und der Wirt mußte ihre Überlegung gehört haben: Wenn die Herrschaften nach Zürich
Außer ihnen beiden war nur noch ein Gruppe junger Leute im Saal, die einen längeren Tisch mit ihrer lärmvollen Fröhlichkeit umringten und die beiden Saaltöchter reichlich in Anspruch nahmen, weil sie, in der Abrechnung begriffen, noch ihre letzten Scherze loswerden mußten. Als sie sich endlich hinausgekalbert hatten, war der Doktor auch mit seinem „Geschnetzelten" fertig, während das Fräulein seinem Appetit mit Vergnügen zusah.
Hat's geschmeckt, Kamerad? fragte sie, und er dankte nach einem letzten behaglichen Schluck seines roten Veltliners, den er ihr wiederum artig zutrank, mit einer höflichen Verneigung.
Ich habe mich um drei Minuten verspätet! stellte er mit einem Blick auf die Uhr fest, legte die Serviette zur Seite und fragte: ob sie zu rauchen wünsche? und als sie verneinte: ob er sich selber eine Zigarre anstecken dürfe? Er tat dies mit Sorgfalt, stellte noch einmal fest, daß sie nun noch sechsundzwanzig Minuten Zeit hätten, und trat in die Präliminarien zu dem angekündigten neuen Vertrag ein, über den sich das Fräulein unterdessen ihre Gedanken gemacht haben mochte.
Gesetzt den Fall, begann er mit Behutsamkeit, gesetzt den Fall, Fräulein Emilie Petersen hätte nun wirklich Schwierigkeiten mit ihren Papieren und müßte also ihre Stellung in der Schweiz aufgeben, dann würbe sie doch wohl nach Deutschland zurückkehren?
Sie hoffe es nicht, doch würde ihr dann nichts anderes übrigbleiben! sagte sie, mit ruhigen Augen seine Fortsetzung erwartend.
Es war vielleicht eine ungeschickte Einleitung! stellte er mißbilligend fest und fing an, mit der Serviette die Krumen auf dem Tischtuch zu verfolgen. Wie hatten wir uns geeinigt: Fräulein Emilie Petersen will kein Gegenstand einer Hilfsbereitschaft sein,' wo man sie braucht, wo sie nötig ist, sagt sie zu?
Sofern sie nicht sonst Bedenken hat! schränkte sie ihre Bereitwilligkeit ein; und der Doktor nahm das Wort auf:
Würden solche Bedenken vorliegen, wenn ein Mann namens Schmitz seine Kameradin bäte, bei ihm als Hausdame einzutreten?
Ja! sagte sie sofort und war sichtbar selber erschrocken: das heißt, ich will den Mann namens Schmitz keinesfalls kränken, bog sie die Weigerung um, aber es würde doch wieder nur eine verschleierte Hilfsbereitschaft sein, zu der er sich gegen die Tochter eines Studienfreundes verpflichtet fühle!
Der Mann namens Schmitz habe befürchtet, daß ihm sein Vorschlag so ausgelegt würde! sagte der Doktor in seiner beharrlichen Art: Ob er vor seiner Kameradin den Fall einmal ausbreiten dürfe, wie er tatsächlich läge?
(Fortsetzung folgt.)
Verantwortlich; Dr. Hans Thyriot. — Druck und Derlag: Drühl'jche Universitäts-Duch- und Steindruckerei, R. Lange, Gießen.


