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Betr.: Kinderarbeit in gewerblichen Betrieben.

An die Schulvorstände der Landgemeinden des Kreises.

Wir sehen der Einsendung der Verzeichnisse der gewerblich tätigen Kinder bis spätestens zum 15. März entgegen.

Fehlbericht nicht erforderlich.

Gießen, den 3. März 1934.

Hess. Kreisschulamt. J.V.: Dr. Weigand.

Dienstnachrichten des Kreisamts.

Willi Kautz aus Lumda wurde als Rechner der Gemeinde Lumda verpflichtet.

Hans Will von Leihgestern wurde zum kommissarischen Bür­germeister für die Gemeinde Leihgestern bestellt.

Zu Mitgliedern des Wiesenvorstandes für die Gemeinde Staufenberg wurden bestellt: 1. Bürgermeister Reuter; 2. Hein­rich Rein.

Bürgermeister Reuter und Heinrich Moos II., beide aus Staufenberg, wurden als Feldgeschworene für die Gemeinde Staufenberg bestellt und verpflichtet.

Das Hessische Staatsministerium, Abteilung Ib, Innere Ver­waltung, hat genehmigt:

Ausspielung anläßlich des Lauterbacher Prämienmarktes 1934; Vertriebsgebiet der Lose: Provinz Oberhessen, Ziehungstermin: 7. Juni 1934.

Ausspielung anläßlich des Prämienmarktes in Herbstein im Frühjahr 1934; Vertriebsgebiet der Lose: Provinz Oberhessen, Ziehungstermin: 22. Mai 1934.

Den Vertrieb der Lose der Geldlotterie der Nationalsozialisti­schen Deutschen Arbeiterpartei, Reichsleitung München, zugunsten der Arbeitsbeschaffung; Vertriebszeit der 1. Serie vom 20. April bis 21. Juli und der 2. Serie vom 21. September bis 22. Dezember 1934, Vertriebsgebiet: Hessen. Der Veranstalter wurde aus tech­nischen Gründen von der Abstempelung der Lose mit dem Zu­lassungsstempel befreit.

Die Genehmigung der Mitteldeutschen Geld- und Pferdelot­terie zur Förderung der deutschen Pferdezucht ist widerrufen worden.

Das Hessische Staatsministerium, Abteilung Ib, Innere Ver­waltung, hat die Erlaubnis erteilt:

Der Flieger-Landesgruppe VII Süd-West des Deutschen Luft­sportverbandes, Darmstadt, zur Sammlung von Geldspenden mit­tels desGoldenen Buches des Deutschen Luftsports" bei Per­sonen und Firmen als Förderer des Deutschen Luftsports im Ge­biete Hessens bis zum 31. Dezember 1934.

®r»d der Drühl'lch-n Universität«.Buch- und Steindru-ker-i, A. Lange. Gießen.

Hreitag.y. März 1931

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Zchulftrahe 7

Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8'/,Uhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Text­anzeigen von 70 m m Breite 60 Rpf.,Platzvorschrift oder schwieriger Satz 25°/0 mehr Ermäßigte Grundpreise: Stellen-, Vereins-, gemein­nützige Anzeigen sowie ein­spaltige Gelegenheitsanzei­gen 5 Rpf., Familienanzei­gen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Vereins- u. Tageskalender im Textteil 12 Rpf. je mm

Mentalität aber hatte um so üblere Aus- n, als sich aus ihr heraus zwei Erschei- ergaben: Die deutsche Automobilindstrie

't angesteckt von der Auffassung des l u x u - Charakters dieses neuen Verkehrsmittels hte dies in ihren Produktionsprogrammen aktiv und preismäßig mehr oder unklug zum Ausdruck. Die deutschen Re- n aber bemühten sich ihrerseits, durch nen der B e st e u e r u n g sowohl als der ) geleisteten Verkehrspolitik, den chen Grundsätzen jeden neuen Luxusartikel r eindringlich Geltung zu verschaffen.

vereinten Bemühungen mußte es gelingen, ireitung und Entwicklung des neuen Ber­els wenn auch langsam, so doch sicher vürgen. Und es gelang ihnen! Das Jahr eutete hier ohne Zweifel den Höhepunkt virkung dieser Tendenzen und damit den t der deutschen Automobilwirtschaft.

aber irgendwo, bann mußte gerade hier zum nen Angriff des neuen Regiments anaesetzt sn einer Zeit, da über sechs Millionen Men - rwerbslos waren, konnte die Wirt- itik sich nicht mit Plänen und Projekten die normal, wenn überhaupt, nur schwer bar sind, in einer solchen Krise aber ge- s verbrecherische Illusionen gelten müssen, sie alles einem einzigen Befehl gehorchen: t Arbeit! Auf welchem Gebiet kann mnftigerweise mehr Arbeit geschaffen wer- ort, wo man am rückständigsten ist? rüfe und ermesse doch einmal die 23e- ; eines Bestands von 2,5 bis 3 Millionen agen in Deutschland für unsere gesamte irtfchaft. Abgesehen von der enormen len Arbeitsbelebung durch den on jährlich 200 000 bis 300 000 Kraft­würden auch die indirekten Folgen ganz cdentliche fein. Ein wirksamer E x - z. V. wird überhaupt nur dann möglich, s uns gelingt, durch die hohe des itierten deutschen Vinnenab-

Fabrikationsziffern zu erreichen, die großen Werken die Möglichkeit geben, Preisgestaltung konkurrenz- auf dem Weltmarkt aufzutreten.

He Frage des Exports deutscher Kraft- ist für uns in erster Linie nicht ein n des technischen Könnens oder der Ge­eit unserer Arbeit, hier werden wir von d in der Welt geschlagen! Es ist aber ß die enormen Produktionsziffern aus- ?r Automobilfabriken eine andere , b i l d u n g ermöglichen als dies bei

so bescheidenen Serien der Fall fein kann.

nke weiter die ungeheure Befruchtung der : Nebenindustrien durch eine solche ig Angefangen von der Zubehörindustrie sauhandwerk, das die neuen Garagen her- nt fast lückenlos die ganze W i r t- rgendwie an dieser Entwicklung einen Anteil. Es kann gar keinen Zweifel \ in dieser Industrie heute eine ungeheure t für die Ueberwindung der Arbeitslosig- )amit der Not für viele, viele Hundert­en deutschen Menschen liegt.

lle der Freude und des Glücks.

= von 5)inoenvurg,

während darüber in Ueberlebensgröße ein Augen­blicksbild vom Reichskanzler auf dem Nürnberger Parteitag herabgrüßt. Ringsherum haben Hun­derte von Abordnungen der Motor- SA. Berlin-Brandenburg Aufstellung genommen. Punkt 11 Uhr ertönte, von der Adolf-Hitler-Leib- standartenkapelle gespielt, der Fanfarenmarsch. Adolf Hitler erscheint in Begleitung der Reichsregierung im Ehrenraum. Unter den An­wesenden bemerkte man als Vertreter des Reichs­präsidenten Staatssekretär Dr. M e i ß n e r, weiter waren erschienen die R e i ch s m i n i st e r Freiherr von Neurath, Schwerin von Krosigk, Schmitt, Seldte, von Eltz-Rübenach. Göring. Dr. Goebbels, Röhm, Vertreter der Reichswehr, den Reichs- juqendführer Baldur von Schi rach, den Füh­rer der Motor-SA. und NSKK., Kronprinz Wil­helm in der Uniform der Motor-SA., den Reichs- sichrer der SS. Himmler und Persönlichkeiten der Partei, der Wirtschaft und Industrie die Bot- schafter von Frankreich, England und Italien, so­wie den Gesandten von Oesterreich. Als der Kanzler erschien, wurde er von den Ehrengästen mit er­hobener Hand begrüßt und vom Präsidenten des RDA. Allmers zum Platz geleitet.

Oer Präsident des IieichsverbandeS der Automobilindustrie Geheimrat

Or. Allmers

hielt die Begrüßungsrede. Eingangs dankte er dem Reichspräsidenten für die Uebernahme der $ Herrschaft. Sodann verwies er auf den rapiden unaufhaltsamen Rückgang der mpfenntn;5

Jahren 1930 bis 1932, dem nach dem Bekenntnis des Führers zum Kraftwagen m seiner bedeutungs- vollen Rede vom 11. Februar v. I. d? Ver­doppelung des Absatzes rm 3apr geaenüberstehe. Der Redner erinnerte an die Aus- Hebung der Pauschalsteuer für neuerzeuAte Per- fonemvagen und Motorräder, an das Ssg^lsche Werk der Reichsautobahnen, das em Friedenswerk von größter Bedeutung sei. Dem schließe sich an der Frieden zwischen der Reichs-

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Verhältnis zu den westlichen großen euro­päischen Nachbarstaaten müßte Deutschland heule einen Bestand von rund 3 Millionen Kraftwagen besitzen. Tatsächlich laufen zur Zeit in Deutschland aber nur etwas über 500 000.

Zu behaupten, daß dies dem allgemeinen Lebens­standard, dem wirtschaftlichen oder technischen Ver­mögen unseres Volkes entspräche, ist unsinnig. Das

oeutsche von Geburt aus zu höherem bestimmt und durch einen jahrtausendlangen Wirtschafts- prozeß dafür organisiert und eingerichtet ist. So war es möglich, daß in unserem Volk noch in einer Zeit der Besitz eines Kraftwagens a l s Luxus galt, da in Amerika auf jeden fünften Einwohner, Frauen und Kinder eingerechnet, bereits ein Automobil kam.

Geheimrat Dr A l l m e r s, der Präsident des Reichsverbandes der deutschen Automobil- Industrie, begrüßt am Eingang der Ausstellung den K a n z l e r.

Allein nicht nur aus dieser rein wirtschaft­lichen Erwägung will der nationalsozialistische Staat die Motorisierung unseres Verkehrs mit allen Mitteln fördern. Solange das Automobil nur ein Verkehrsmittel besonders begüterter Kreise bleibt, wird es schwer sein, ihm seinen früher nun einmal angehängten klassenbetonenden und damit leider aber auch klassenspaltenden Charakter zu nehmen. Es ist aber ein bitteres Ge­fühl, von vornherein Millionen braver, fleißiger und tüchtiger Mitmenschen von der Benutzung eines Verkehrsinstrumentes ausgeschlossen zu wissen, das gerade für diese in ihren sonstigen Lebens­möglichkeiten beschränkteren Schichten nicht nur nützlich sein könnte, sondern ihnen vor allem auch an Sonn- und Feiertagen zur Quelle eines uns bekannten freudi­gen Glückes würde.

Es ist daher der Wille der nationalfozialisti- fchen Staalsführung, durch die Förderung des Aulomobilwefens nicht nur die Wirtschaft an­zukurbeln und hunderltaufenden von Menschen Arbeit und Brot zu geben, sondern damit auch immer größeren Massen unseres Volkes die Ge­legenheit zu bieten, dieses modernste Verkehrs­mittel zu erwerben. Wenn die Regierung ihrer­seits aber alles tut und tun wird, um diese Ent­wicklung zu fördern, dann zweifelt sie nicht daran, daß auch die deutsche Wirtschaft ihre Pflicht erfüllt und die ernstesten Anstrengungen macht zur Erreichung dieses Zieles.

Die Regierung wird das im vergangenen Jahr verkündete Programm beharrlich und konsequent weiterführen. Sie wird dem gesamten Kraft- fahrwesen den großen Impuls geben, der nötig ist, um die allgemeinen Vorurteile einer­seits und die Trägheit andererseits zu überwinden. Sie wird versuchen, die direkte und indirekte A b - aabenenttaftung des Kraftwagenbe­sitzers weiter fortzusühren. Das Reich wird neben dem AusbaudesgewaltigenAutobahn- straßennetzes nunmehr auch der V e r b c f f e rung der bisherigen Hauptstraßen