Kreis Wetyfav.
* Krofdorf, 8. Febr. Der Sohn eines hiesigen Einwohners, der 7jährige Erwin Weber, fiel gestern so unglücklich von einem Stuhl, daß er einen Unterarmbruch erlitt und in die Chirurgische Klinik nach Gießen gebracht werden mußte.
* Crumbach, 8. Febr. Die 16jährige Luise O e ch l e r von hier kam gestern so unglücklich zu Fall, daß sie einen Unterarmbruch erlitt und nach der Chirurgischen Klinik in Gießen überführt werden mußte.
O Niederkleen, 3. Febr. Bei der dieser Tage durchgeführten Holzversteigerung im Gemeindewald Niederkleen wurden folgende Preise erzielt: Buchenscheite 10 bis 12 Mk., Buchenknüppelholz 8 bis 9 Mk., Eichenscheitholz 7 bis 7,50 Mk., Eichenknüppel 6 bis 7 Mk. pro Raummeter. Für Buchenwellen wurden 8 bis 9 Mk., für Durchforstungswellen 10 bis 12 Mk., für Astwellen 4 bis 5 Mark und für gemischte Wellen
4 bis 5 Mk. fe 50 Stück bezahlt. Bohnenstangen 4. Klasse kosteten pro Stück 4 bis 5 Pfennige.
T Waldgirmes, 7. Febr. Bei der ersten diesjährigen Brennholzversteigerung ergaben sich folgende Preise: Je zwei Raummeter Buchenscheit 20 bis 22 Mark, Knüppel 15 bis 18 Mark; Eichenschekt 14 bis 16, Fichtenscheit 10 bis 13, Knüppel 6 bis 9 Mark, acht Raummeter Ast- reiser Buchen 14 bis 16, Eichen 12 bis 13, Fichten 9 bis 12 Mark. Es kamen über 1000 Raummeter Derbholz zum Ausgebot.
Kreis Marburg.
LPD. Marburg, 7. Febr. Gegen den ehemaligen, seit vielen Jahren in Marburg ansässig gewesenen Rechtsanwalt und Notar B a ch a r a ch schwebt ein Verfahren wegen fortgesetzten Wuchers und Ueberhebung der ihm zustehenden Anwaltgebühren. Bacherach hielt sich zuletzt in Frankfurt a. M. auf, von wo aus er jetzt verschwunden ist. Man hat gegen ihn einen Steckbrief erlassen und sein in Deutschland befindliches Vermögen beschlagnahmt.
Wirtschaft.
Der Wert der Einfuhr für den Binnenmarkt.
900 Millionen BM. Gpareinlagen- Zuwachs in 1933.
brochene Sammeltätigkeit der deutschen Sparkassen
schäft wieder erfolgreich fortgesetzt werden.
verdoppelt. Die Landmaschinenindustrie hat im Jn-
geschäft blieb gedrückt. Im Automobilgeschäft waren
Die Einlagen der deutschen Sparkassen Im Dezember.
Auch im Dezember hat sich die g ü n st i g e B e -
von dem Gesamtverbrauch Deutschlands an eingeführten Früchten und Gemüsen in Höhe von rund 831 Millionen Mark etwa 406 Millionen Mark,
gleich rund 50 Prozent, auf die deutsche Jnland- wirtschaft selbst entfielen, wobei noch nicht einmal die Einnahmen der deutschen Schiffahrtslinien mit berück-
i iiuyseiiigung irog oer nur oer weuoronung oes i Marktes verbundenen Belebung im Dezember noch fast auf der Höhe des Januar 1933. Aehnlich war
Einzahlungsüberschusses von 357,7 Mill. RM. sind also den Spareinlagen der deutschen
Die rhein-mainische Wirtschaftslage im Januar.
wegung der Spareinla gesetzt. Obwohl saisonmäßig eine
fuhr von Südfrüchten beträgt beispielsweise der Verbraucherpreis in Deutschland per Kiste durchschnittlich etwa 27 Mark, der Preis aber, den der . .. ■ . -■ ■ - - - - -
ausländische Produzent fordert und erhält, beträgt a s s e n r u n d 9 0 0 Mill. RM. Zuge-
nur etwa 6 bis 7 Mark. 20 bis 21 Mark, also ? 5 -h l e n Emschüeß ich der Giroelnlagen, die sich weitaus der größte Teil des deutschen Verbraucher- l", "ch 136,9 Mill. RM. erhöhten, haben die Preises, kommt den deutschen Schiffahrtslinien, den ^osamtemlagen der deutschen Sparkassen 1933 über deutschen Seehäfen, der Reichsbahn und dem deut-1 J Milliarde zugenommen. Die m der Krise unter- schen Handel zugute. Entsprechend diesen Ziffern er- /,M‘* V/ . -" ' 'ch. ?ch
gibt sich, daß beispielsweise für das Jahr 1929 ? 1° 1933 zum Wohle der deutschen Wirt-
einlegern gutgebrachten Zinsen dar. Die Gesamthöhe der Jahresabschlußzinsen wird man für das Jahr 1933 für alle deutschen Sparkassen auf 390 Mill. RM. schätzen können. Unter Berücksichtigung dieses Zinsbetrages, sowie aus der Aufwertungsrechnung übertragenen 154,2 Mill. RM. und des
gen weiter fort- _ . _ ... „ w Verminderung der
Spareinlagen zu erwarten war, waren die Einzahlungen (408,1 Mill, gegen 401,8 Mill. RM. im November) bei den deutschen Sparkassen im Dezember um 11,4 Mill. RM. größer, als die Rückzahlungen (396,7 Mill, gegen 342,0 Mill. RM.). Einschl. 86,3 Mill. Zins- und 29,5 Mill. RM. Aufwertungsautschriften haben sich die Spareinlagen im Berichtsmonat um 127,2 Mill. RM. auf 10,808.3
Der „Westdeutsche Beobachter", amtliches Organ der NSDAP, in Köln, berichtet — wie man uns aus den Kreisen des Fachhandels berichtet — folgendes:
Es gibt in der Einfuhr eines jeden Landes zweifellos Dinge, die in Krisenzeiten und in Tagen wirtschaftlicher Depression entbehrlich sind. Das Problem der Einfuhr läßt sich indessen nicht so ohne weiteres nur von diesem Standpunkt aus betrachten. Denn ganz davon abgesehen, daß die Einfuhr derjenigen Rohstoffe, die ein Land weder besitzt, noch selbst erzeugen kann, die aber zur Herstellung anderer Güter notwendig sind, unbedingt erforderlich bleibt, schafft die Einfuhr auch im Innern eines Landes Werte und vor allem Arbeit. Mit anderen Worten, gerade auch die Binnenwirtschaft kann nie ganz auf die Einfuhr verzichten.
In erster Linie schafft die Einfuhr eines Landes für die Binnenwirtschaft schon dadurch Arbeit, daß sie eine entsprechende Ausfuhr ermöglicht. Darüber hinaus sorgt sie aber aus sich selbst heraus für die Arbeitsbeschaffung, denn von der Einfuhr erhalten Schiffahrt, Seehäfen, Eisenbahnen, Groß- und Kleinhandel Verdienst und Arbeit.
Wenn man sich einmal die Bestandteile des Preises betrachtet, der im Inlands vom inländischen Verbraucher für eine ausländische Ware bezahlt wird, so ergibt sich, daß mit der einzigen Ausnahme der Kosten des ausländischen Produzenten alle anderen Preisbestandteile.der Binnenwirtschaft des importierenden Landes Mgutekommen. Bei der Ein-
Mill. RM. erhöht. Auch die Giroeinlagen der deutschen Sparkassen haben sich trotz der jahreszeitlichen Ansprüche befriedigend entwickelt. Der Rückgang von nur 17,6 Mill. RM. liegt erheblich unter der Einlagenminderung von 1932 und 1931.
Für das ganze Jahr 1933 betrug demnach der Einzahlungsüberschuß rund 360 Mill. R M. Dieses Jahresergebnis ist der beste Beweis dafür, daß das Vertrauen der Spareinleger, das in der Julikrise 1931 stark erschüttert worden ist, im Berichtsjahr den deutschen Sparkassen voll entgegengebracht wurde. Die in der Dezemberstatistik erscheinenden 86,3 Mill. RM. Zinsgutschriften stellen nur einen Teil der am Jahresschluß den Spar-
Die rhein-mainische Wirtschaft zeigt bei dem T Ueberblick über die Entwicklung im Januar eine ?tes abc£ etroa 120000 deutschen noch langsame, aber st e t i q e Au fwärtsbewe- ®r°Bhcmbr.ern- 2hgeftel»en unb g u g Ber früher gewohnte foifonmägige Ruck- h« ’n rLm®cWaf®9Un?- ®er°be heute im Rahmen fchlng ist bis auf die besonders witterungsbeeinslutz- 1 ten Bronchen nicht eingetreten. Selbst auf bos 2W
fUr ^ut>ch- nochtsgeschost hin war ber Rückschlag selten, so baß von außerordentlicher Bcbeutung. i tüe Entwicklung ben Beweis dafür bringt, baß die
Es ist vor kurzem von fachmännischer Seite der Kaufkraft der Bevölkerung sich dem vergrößerten
Versuch unternommen worden, die zahlenmäßige Produktionsrahmen angepaßt hat.
Bedeutung der Einfuhr für die deutsche Wirtschaft | lieber einzelne Wirtschaftsgebiete ist folgendes zu Dabei hat sich herausgestellt, daß im sagen: Im Erzbergbau im Lahn-Dillgebiet, in der
Durchschnitt der Gesamteinfuhr etwa 35 Prozent des Basaltindustrie und in d?n Marmorbrüchen, sowie für eine "US dem Ausland einge-' bei der Kalkindustrie ober auch im Tonberabau war führte Ware bezahlten Verbraucherpreises im Lande die saisonmäßige Beeinflussung durch die Wetterver- C sDerbtol r?' vbeantwortet sich die Frage hältnisse in einem leichten Beschäftigungsrückgang 2er\kosten der deutschen Einfuhr. 1 vorhanden. Im Metallgewerbe machte die hessische
Nach der soeben angeführten Berechnung sind , Metall- und Maschinenindustrie bei teilweise er- /«m Einfuhrwert des vergangenen Jahres/ hähter Belegschaft und Ueberstunden gute Fort- oer 4,6 Milliarden betrug, mehr als eine Milliarde schritte. Das Jnlandgeschäft der Eisengießereien hat .^0^ die Einfuhr in Wirk- zuaenvmmen. Im Zentralheizungsbau wurde die lichkeit nur etwa 3,6 Milliarden gekostet hat. Alles Belegschaft gegen die gleiche Vorjahrszeit mehr als in allem zeigt sich also, daß man die Einfuhr nicht. verdoppelt. Die Landmaschinenindustrie hat im Jn- 1° °bne weiteres in Bausch und Bogen verdammen land einen stärkeren Auftrieb gehabt, das Ausland- v un? einmal zu sagen, gefchäft blieb gedrückt. Im Automobilgeschäft waren Umsätze für die Binnenwirtschaft, erzeugt Werte im \ die Abrufe naturgemäß etwas geringer. Der Auf- nHn 'nn/'k zugleich auch Arbeit: sie trägt: tragseingang lag trotz der mit der Neuordnung des
also auch ihrerseits zur Stärkung des Bin-'""' " f ~ 9 -
nenmarktes bei.
die Lage im Karosseriebau. Günstiges berichtet die elektrotechnische Industrie, nur ist der Export hier schlecht. Das gleiche gilt auch für die Schmuckwarenindustrie. Im Baugewerbe ist die Tätigkeit ziemlich rege, nach der Frostperiode wurden die Tiefbauarbeiten und im Hochbau vornehmlich Jn- standsetzungsarbeiten wieder ausgenommen. Eine bemerkenswerte Entwicklung nimmt das Bekleidungsgewerbe ein, das ununterbrochen gut geht. In der Lederindustrie berichtet Offenbach über weiteren Rückgang des Auslandgeschäftes, der nur teilweise durch den erhöhten Jnlandabfaß ausgeglichen werden kann. Der Auftragseingang in der Schuhindustrie war bei Bevorzugung billiger Artikel gut. Erwartungsgemäß blieb der Absatz des Weinhandels, der Schaumwein- und Weinbrandindustrie auch im Januar noch gut. Die Weinpreise zogen teilweise noch an. Eine größere Anzahl von Arbeitern wurde neu eingestellt, die chemische Industrie stellt keine Veränderung ihrer Geschäftslage, die bekanntlich nicht ungünstig ist, fest.
*
* D i e Richtzahlen der Großhandelspreise im Monatsdurchschnitt Januar. Die Richtzahl der Großhandelspreise im Monatsdurchschnitt Januar ist mit 96,3 gegenüber dem Vormonat (96,2) wenig verändert. Die Richtlinien der Hauptgruppen lauten: Agrarstoffe 92,9 (minus 0,9 v. H.), Kolonialwaren 73,0 (plus 0,6 v. H.), industrielle Rohstoffe und Halbwaren 89,9 (plus 0,9 v. H.) und industrielle Fertigwaren 114,1 (plus 0,2 v. H).
* Die Kapitalzusammenlegung bei der AEG. An der Börse laufen Gerüchte um, daß bei der AEG. nunmehr die Absicht bestehe, das Kapital nur im Verhältnis 2:1 zusammenzulegen. Von informierter Seite wird hierzu mitgeteilt, daß derartige Vermutungen zu „höchst gefährlichen Spekulationen" führen könnten.
* Eiereinfuhr und Meldepflicht. Die von der Reichsstelle für Eier, Berlin C 25, Alexan- derplatz 2, angeforderte Meldung über die Einfuhr von Eiern in den Jahren 1932 und 1933 ist bisher nur von einem Teil der Importeure, und dann größtenteils auch noch unvollkommen, gemacht worden. Die Importeure werden hiermit zum letztenmal aufgefordert, der Reichsstelle für Eier — für jeden einzelnen Monat und nach den einzelnen Herkunftsländern getrennt — die Eiereinfuhr anzugeben. Importeur im Sinne dieser Aufforderung ist nur derjenige, der die Ware im Ausland kauft und sie auch in ausländischer Währung zu zahlen hat.
frankfurter Börse.
IMtkagsbörse freundlich.
Frankfurt a. M., 7. Febr. Die Börse eröffnete bis auf wenige Ausnahmen in fester Haltung. Die Umsätze waren teilweise lebhafter, besonders traten einige Spezialbewegungen hervor. Außenpolitische Betrachtungen, besonders englische Stimmen, trugen zur Festigkeit bei. Von der wirtschaftlichen Seite regten die zuversichtlichen Handelskammerberichte über die Wirtschaftsentwicklung im Januar an.
Im Vordergründe standen AEG., wo einmal die finanzielle Entlastung durch die Währungsschulden zu beachten ist, und bann Verlautbarungen über eine Zusammenlegung von nur 2:1 vorliegen. AEG. um 1,25 v.H., daneben Gesfürel 0,90 v.H. erhöht, anderseits Siemens 0,75 v. H. niedriger. Auch Daimler und sonstige Motorenwerte fest, Daimler um 1,75 v. H., Adlerwerke Kleyer 0,50 v. H. freundlicher. Farbenindustrie waren nach knapp behauptetem Beginn später leicht erhöht, Scheideanstalt 0,75 v. H. schwächer, Rütgerswerke 0,50 v. H. fester. Montanwerte setzten ihre Kurserbolung fort, angeregt durch günstige Beschäftigungsziffern. Gelsenkirchen 0,75 o. H., Mannesmann 0,90 v. H., Mansfelder 1 v. H., Rheinstahl 0,50 v. H., Stahlverein 0,75 v. H. und vor allem Phönix 1,75 v. H. höher. Schwach lagen Schiffahrtswerte, Nordd. Lloyd minus 1,25 v. H., Hapag minus 0,25 v. H. Zellstoffaktien lagen etwa behauptet. Ziemlich fest lagen Kunstseideaktien unter Führung von Aku, die insgesamt 2 v.H. anzogen. Im einzelnen noch Reichsbank 1,50 v. H., L. Tietz 1,75 v. H., Cement Heidelberg 0,75 v. H., Südd. Zucker 0,50 v. H. fester. Der Rentenmarkt hatte überwiegend Kursbessernngen, nur R"ichsmark-Obli- gationen etwas schwächer, dagegen Neubesitzanleihe auf den verminderten Umtaufsbeftanb um 0,25 v. H., Altbesitz um 0,40 v. H. höher. Auslandsrenten lagen wieder still.
In der zweiten Börsenstunde wurde das Geschäft ruhiger, und die Tendenz entwickelte sich an allen Märkten uneinheitlich; die Schwankungen betrugen bis zu 1 v. H. nach beiden Seiten. Reichsbank gaben ihren Anfangsgewinn wieder ab, ferner verloren Farbeninduftrie, AEG., Gelsenkirchen, Rheinstahl, Gesfürel, Phönix und andere bis zu 1 v. H., während Aku ihre Befestigung um 0,50 v. H. fortsetzten, und auch Daimler weitere 0,50 v. H. fester lagen.
Am Rentenmarkt gaben Altbesitz 0,40 v. H., Neubesitz 15 Pf. nach, letztere waren gegen Schluß wieder 10 Pf. höher. Späte Reichsschuldbuchforderun-
gen blieben zu ca. 94,40 v. H. behauptet. Staats-, Länder- und Stadtanleihen lagen bei ruhigem Ge- schäft etwa behauptet. Am Pfandbriefmarkt waren Goldpfandbriefe verschiedentlich etwas gebessert, während Kommunal-Obligationen und Liquidations- Pfandbriefe etwas zurückgingen. Von Auslandsrenten stiegen Monopol-Rumänen um 3 v. H. auf 33 v. H., Ungarn wurden heute ex Kupon gehandelt. Tagesgeld war leicht, Satz 3,25 v. H. nach 3,50 v. H.
Abendbörse: still.
Die Abendbörse verkehrte im ganzen in stiller Haltung. Nach den im Mittagsschlußoerkehr teilweise erfolgten Abschwächungen war die Stimmung aber durchaus freundlich, wenn dies auch in der Kursgestaltung kaum zum Ausdruck kam. Die erneute Regierungskrise in Frankreich blieb ohne Einfluß. Interesse erhielt bei Eröffnung für AEG. zu 31,40 v. H., für Aku, Daimler Motoren, Rheinstahl, daneben in kleinerem Maße für Bekula und JG.- Farben. Im allgemeinen lagen die Berliner Schluß- kurse gut behauptet. Im Verlaufe trat keine Ge- fchäftsbelebung ein, auch die Kurse erfuhren kaum Veränderungen, die Stimmung blieb jedoch zuversichtlich. Etwas schwächer lagen Bemberg (— 1 v.H.), ebenso bröckelten Aku 0,25 v. H. ab. Dagegen zeigte sich Interesse für Siemens zu etwa 145,50 v. H.
Am Rentenmarkt entwickelte sich recht lebhaftes Geschäft in Neubesitzanleihe, die insgesamt 40 Pf. gewann. Altbesitz sowie späte Reichsschuldbuchforderungen waren gut behauptet. Umgetauschte Reichsmarkanleihen lagen geschäftslos. Von fremden Werten konnten sich Ungarische Goldanleihe um 0,5 auf 7 v. H. befestigen, während Schweizer Bundesbahn- Anleihen etwas nachließen, 4-v. H.-SBB. von 1912 136 nach heute mittag 138,50 v. H. U. a. notierten: Neubesitzanleihe 19,25 bis 19,40, Altbesitzanleihe 97,65, Schutzgebietsanleihe von 1908 9,40
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M. 7. Febr. Der Getreidegroßmarkt lag nahezu umsatzlos. Das schleppende Mehlgeschäft hemmte jede Unternehmungslust. Daneben beobachtete man im Hinblick auf die bevorstehende Kabinettssitzung, in der wichtige getreidewirtschaftliche Vorlagen zur Beratung stehen werden, gewisse Zurückhaltung. Die Preise zeigten gegen den Montagsmarkt kaum eine Veränderung, lediglich am Futtermittelmarkt schwächten sich Treber,'Trockenschnitzel und Weizenkleie leicht ab. Weizen 195 bis 196, Roggen 172,50 bis 173, Braugerste 175 bis 177,50, Hafer 146 bis 148, Weizenmehl Spez. 0 mit Austaufchweizen 29,40 bis 29,95, do. ohne 27,90 bis 28,45, Roggenmehl 0 bis 60 Prozent 23,50 bis 24, do. füdd. Spez. 0 24, Weizenkleie 10,40, Weizenfuttermehl 11,50, Noggenkleie 10,50 bis 10,60, Soya- fchrot 15,20, Palmkuchen 15,15, Erdnußkuchen 16,30 bis 17,20, Treber 16,85 bis 16,75, Trockenfchnitzel 10, Heu füdd. 6,50 bis 6,75, Weizen- und Roggen- stroh drahtgepreßt oder gebündelt 1,90 bis 2 Mk.
Frankfurter Obst- und Gernüsemarkt.
Frankfurt a. M., 7. Febr. In Gemüse herrschte sehr starkes Angebot in ausländischem Eskarol und Blumenkohl, sowie in Spinat, während es in inländischen Gemüsearten außer Feldsalat und Rosenkohl gut war. Preiserhöhungen ergaben sich für Feldsalat, Rosenkohl, Wirsing und Winterkohl. Der Verkauf gestaltete sich nur teilweise befriedigend. Blumenkohl, Steige 12 und 18 Stück, 425 bis 450 (ital.); Eskarol, Steige 24 und 32 Stück, 225 bis 275 (ital.), 24 und 36 Stück, 300 bis 450 (fpan.); Feldsalat 110 bis 120; Gewürzel (gr. Bdl.) 30 bis 40; Karotten 6 bis 8; Industrie-Kartoffeln per 50 Kilogramm 310 bis 325; Kopfsalat, Steige 24 Stück, 300 bis 450 (franz.); Meerrettich I 20 bis 25, II 12 bis 15; Rettich 5 bis 8; Rosenkohl 25 bis 30; Rote Rüben 5 bis 7; Rotkraut 6 bis 7, dito 6 bis 7 (holl.); Sellerie, je nach Größe, 5 bis 30; Spinat, 0,5 Kilogramm brutto, 18 bis 20 (ital.); Schwarzwurzeln 12 bis 17; Weißkraut 5Vs bis 7; Wirsing, spitz, 14 bis 15, rund, 10 bis 12; Winterkohl 12 bis 15; Weiße Rüben 7 bis 8; Zwiebeln 6.
Bei Obst und Südfrüchten war das Angebot in Aepfeln gut, in Apfelsinen und Mandarinen stark. Preisveränderungen gegenüber der letzten Notiz traten jedoch nicht ein, der. Verkauf war aber langsam. Aepfel I 20 bis 25, II 14 bis 18, Wirtschaftsäpfel 11 bis 13, amerikanische Aepfel, Kiste etwa 40 Psd., 800 bis 1000; Apfelsinen, blond, 9 bis 14 (span.), kernlos 13 bis 18 (fpan.), Blut 12 bis 14 (fpan.), ital. Apfelsinen, blond, 13 bis 18, Blut 18 bis 23; Bananen, Kiste 12,5 Kilogramm netto, 500 bis 550; Birnen I 15 bis 20, II 10 bis 12, Kochbirnen 5 bis 8, amerikanische Birnen, Kiste etwa 40 Pfd., 1000 bis 1100; Erdnüsse 13 bis 15; Kokosnüsse 15 bis 18; Mandarinen 11 bis 17; Zitronen, Korb 240 bis 280 Stück, 400.
Frankfurter Sä?lachtviedrnarkt.
Frankfurt a. M.. 8. Februar. Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 930 Kälber, 226 Schafe, 674 Schweine. Es kosteten: Kälber 23 bis 45 Mark, Härnrnel 25 bis 32, Schafe 20 bis 29, Schweine 42 bis 49 Mark. — Marktverkauf: Kälber, Hümmel und Schafe mittelmäßig, Schweine ruhig.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter öen Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzi beschloßenen Dividende an - Reichsbankdlskont 4 o H Lombardzinsfuß 5 o. H
lYrantruri u. 2JI.
Berlin
Schluß- kurs
Schlußk. Abend« bürse
Schluß- für d
Schlußk. mittag- börse
Dalum
6-2-
7-2-
6.2.
7-2.
•% Deutsche Reichsanlethe v. 192?
95
94,65
94,9
95
6% et)em.7% Di. Reichsanl. v. 1929
100,13
100,1
100,1
100,1
6l/i% Doung-Anleihe von 1930 .
94,9
94,25
95
94/5
Deutsche Anl.-Mlös.-Schuld mit AuSlos.-Rechten . ..
97,25
97,65
97,6
97,5
Lesgl. ohne AuSlvI.-Rechte......
18,95
19,4
18,95
19,1
6% ehern.8% Heft. BoUSstaat 1929
(rückzahld. 108%)..........
94,75
94,25
94,5
94*25
6% Heft. Landesbank Darmstadt
Gold R. 12........
—
92
6Vi% Heft. Landes-Hypothekenbank Darmstadt filgui.......
92,5
92,25
vberheften Provinz-Anleihe mit
Ausios.-Rechten .......
—
94,5
Deutsche Komm. Eammelabl. Anleihe Serie 1 mit AuSloj.-Rechlen
95,9
95,65
96,13
96
6% ehern. 8% Franks. Hyp.-Bank Goldpfe 15 unkündbar bis 1935
92,75
92,75
«°/° «hem. 7% Franks. Hyp.-Bank Goldpfe. 16 unkündbar bis 1936
92,75
92,75
_
6K% ehern. 4*6% Franks. Hyp.- Bank-LIqu..Psandbrlefe.......
91,9
91,75
_
Wi% ehern. Rheinische
Hyp.-Bank-Liqu.-Goldpfe. ..
92,13
92,25
_
6% ehern. 8% Pr. Landespfand.
briefanstalt, Pfandbriese R. 19
94
94
94
94
6% ehern. 7% Pr. LandeSpsand- briefanstalt, Pfandbriefe R. 10
94
94
94
94
bteuerautsch DerrechnunaskurS
97,1
97,1
97,1
97,1
*% Oelterretchlsche Goldrente...
23
20,5
23,13
21
4,20% Oesterreichische Silberrente
1,25
1,3
1,25
4% Ungarische Goldrente ... .
7,45
7
7,4
6,5
4% Ungarische Staatsrente v. 1910
7,3
7
6,13
4tz% vesgl. von 1913 ......
—
7
6*7
6% abgest. Goldmexikaner von 99
8,45
_
8,2
8*2
4% Türkische Zollanleihe von 1911
6,25
6,25
6,4
6,15
4% Türkische Baadadkahn-Anleihe Serie 1 .......
6,1
6,1
Fronkfun a. M.
Berlin
Schluß- kurs
Schluß!, Abendbörse
Schluß» kurs
Schlußk. mittag» börie
Dalum
6.2.
| 7-2.
6-2.
7-2-
4% desgl. Serie 11 .............
6% Rumän. vereinh. Rente v. 1903
6rt
5,13
6,1
5,2
6,1
5,4
5
4Zi%Rumän.vereinh.Renteo.l913
7,9
7,25
4% Rumänische vereinh. Rente .. 2%% Anatolier
4,2
28
4,13
27,75
4,25
28,25
4,2
28
vamvurg-Amerika-Paket ... 0 Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0 Hansa-Dampfschif,..........0
Norddeutscher Lloyd ......... 0
w.®. für Verkehrswesen 9ÜL .. 0 Berliner Handelsgesellschaft ... 4 ^ommerj- und Privat-Bank ... O Hatsch,e.Bank und Disconto.
28,75
31,25
65
93,25
54,5
28,25
29,25
65,25
93,5
54
28,9
23
31
65,5
93
54,5
27,9
21,25
29,4
65,5
93,5
54
Gesellschaft................ 0
Dresdner Bank..... n
67
68,5
66
67,75
67,75
68,5
66
68,5
166
165,75
166
164,75
A.I5.®........... n
fflebiln . ....... v
30,5
31
29,75
31,25
RAr. Lieferungsgescllschaft... 6
Licht und Kraft £
Selten & Guilleaume........ 0
Rheinische Elektrizität ....... 6
Schuckert LEv....... £
Siemens & „
124,25
96,65
124,5
97
124,5
96
124,13
96,25
102,5
60
94,13
94,5
102,5
102,5
95
94,5
101,5
102,75
60,13
94,5
95,5
101,5
102,25
60
95
94,5 101,65
Labmever L Lo........V.V.V1O
145,4
116
145
115
144,75
115
145,25
115
Bube nu ......... n
Deutsche fcbfll.........*
Gelsenkirchener.........
barvener ...... ’** 0
Hvesch Etsen-Köln-Reuessen '' 0
Ilse Bergbau ■
Ilse Bergbau Genüsse....... a
Klöcknerwerke ....... 0
Mannesman„,M”‘ 0
74
105,75
60,25
74,13
105,5
59,75
74,251
105,13
60,75 1
74,4
105,25
60
90,75
145
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60,75
62,13
90
145
110,75
60,5
62,5
90,75
71,5
144,5 I 109,751 61,25
62,4 1
90 71,75 145,5
112 60,25
62,5
Fronlfuri a,m
Berlin
Schlußkurs
Schlußk. Abend- börse
Schluß» kurs
Schlußk. minag- börse
Datum
6-2-
7-2.
6-2.
7.2.
Mansfelder Bergbau ..
....... 0
32,5
33
33,13
33
Koksmerke ....
....... 0
87
7
Phonir Bergbau ....
.......0
46,5
47
47
47,13
Rheinische Braunkohlen
..... 10
199,25
199,5
200
200,25
Rheinstahl ........
....... 0
87
88,13
86,75
87,65
Bereinigte Stahlwerke.
.......0
39,25
40
40,25
40,13
Otavi Minen .....
.......0
15
14,5
14,13
14,13
Kaliwerke Aschersleben.
....... 6
115,25
116
115
Kaliwerke Westeregeln.
.......6
119
116
118
117
Kaliwerke Salzdetfurth
.....IVi
153
154
154
155
3. ®. Farden-Znouslrie
.......7
128
127,25
128
127,13
Scheideanstalt........
.......V
179
177,5
Goldschmidt .........
.......O
54
53,25
54,25
53,5
Rütgerswerke........
.......O
53,5
53,65
53,75
53,5
Metallgesellschaft......
.......0
74,5
73,5
74,13
73,5
Philipp Holzmann ...
.......O
68
67
68
67,25
Zementwerk Heidelberg
......O
86
86,25
Lementwerk Karlstadt..
.......O
98
98
—
Schultheis Payenhoser
Aku (Allgemeine Kunsts
... 0
—
—
95,5
95,13
etbe) .. 0
45
47
44,25
47
Bemberg...........
...... 0
44,25
45,75
43,75
46,75
Zellstoff Waldhof .....
.......0
48,75
48,4
48,5
48
Zellstoff Aschaffenburg
......0
38
37,5
38,5
37,75
Dessauer Gas.......
....... 7
—
—
115,5
115
Daimler Motoren.....
......0
42
44,5
42,25
44,5
Deutsche Linoleum ....
....... 0
47,65
47,5
48
47,5
Orenstein L koppel ...
.......0
—
63
63,5
Leonhard Tiey . ....
.......0
20,75
22,5
21,5
21,9
Lbade ...............
......10
164,25
164,5
164
164,5
Acru m ul atoren-Fabrik.
......0
179
179,75
179
Iontt-®ummt
...... 0
154,4
152,5
153,25
152,25
Gritzner.............
...... O|
25,9
____________________1
26,25
Mainkraftwerke Höchst a.M.... 4
—
72,75
Süddeutscher Zucker.........ej
182
182,5j
182
—
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. M
6-Februar
7-Februar
Amtliche Jlotierunq
Amtliche Jlpticrunn
Brie
Gelb
Brie
HelfingforA..
5,704
5,716
5,734
5,746
Wien.......
47,20
47,30
47,20
47,30
Prag.......
12,427
12,447
12,427
12,447
Budapest ...
—
——
Sofia ......
3,047
3,053
3,047
3,053
Holland ....
167,83
168,17
168,03
168,37
LSIo.......
64,93
65,07
65,33
65,47
Kopenhagen.
57,69
57,81
58,04
58,16
Stockholm ..
66,68
66,82
67,03
67,17
London .....
12,915
12,945
13,005
13,035
Buenos Aires
0.668
0,672
0,671
0,675
Reuvork....
2,617
2,623
2,587
2,593
Brüssel.....
58,29
58,41
58,19
58,31
Italien.....
21,94
21,98
21,95
21,99
Paris ......
16,42
16,46
16,41
16,45
Schweiz ....
80,92
81,08
80,94
81,10
Spanien....
33,92
33,98
33,92
33,98
Danzig.....
81,37
81,53
81,32
81,48
Japan ......
0,768
0,770
0,771
0,773
Rio de Jan. .
0,215
0,217
0,215
0,217
Ingoslawieu.
5,664
5,676
5,664
5,676
Lissabon....
11,77
11,79
11,84
11,86
Banknoten.
Berlin, 7.Februar
Geld
Brief
Amerikanische Roten..............
2,54
2,56
Belgische Roten..................
58 03
Dän' che Roten .................
57 78
Englische Roten .................
Französische Roten...............
16*37
16,43
Holländische Roten...............
Italienische Roten................
21,83
21 91
Norwegische Noten ..............
65,17
65 43
Deutsch Oesterreich, d 1OO Schilling
Rumänische Noten...............
Schwedische Noten...............
66,87
80,76
67,13
Schweizer Noten.................
Spanische Noten.................
33,78
33/12
Ungarische Note» ................


