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mensetzt: 1. Führer: Heinrich Mißler, 2. Führer: Wilhelm Rinker (gleichzeitig Geschäftsführer), Rechner und Schriftwart Heinrich Hoppe, Beisitzer: Willy Koch, Hermann Rinker und Otto Koch. Der 1. Führer dankte für das ihm entgegengebrachte Vertrauen und kam dann auf die Obstbaumanlagen zu sprechen, die sich dank der Initiative des Obst- und Gartenbauvereins in recht gutem Zustand be­fänden. Die Rechnungsablage wies einen günstigen Stand der Kasse aus. Im weiteren Verlaufe der Versammlung wurde eine zweimalige Spritzung (vor und nach der Blüte) der Goldparmänen be­schlossen. Lehrer P l o ch hielt einen Vortrag über die Schnakenplage und deren Bekämpfung. Es wurde beschlossen, den von ihm gegebenen Anre­gungen zu folgen, die Keller auszubrennen und die Pfuhlgruben mit einem Bekämpfungsmittel zu be­handeln. Der Landwirt Richard Nagel von hier schlachtete dieser Tage ein Schwein mit dem stattlichen Gewicht von 620 Pfund.

Kreis Büdingen.

Q] Nidda, 7. Febr. Die Sammlung vom Eintopfgericht am vorigen Sonntag ergab in der Ortsgruppe Nidda folgenden Ertrag: Nidda 311,75 RM., Bad Salzhausen 19,90, Borsdorf 13,55, Kohden 20,15, Unter-Schmitten 26,45, Wallernhau­sen 24,00, Geiß-Nida 23,60, Ober-Widdersheim 33,70, Michelnau 6,55, Sammlung in den Gast­stätten. 8,40, Gesamtsumme 488,05 RM.

Kreis Schotten.

* Schotten, 7. Febr. Kreisdirektor Dr. I a n n versieht die Dienstgeschäfte des Kreisdirektors des Kreises Schotten vorläufig noch weiter. Für den durch Wegzug aus dem Kreistag ausge- schiedcnen praktischen Arzt Dr. Kopitsch tritt der Arbeiter Karl Schneidmüller (Eichelsachsen) in den Kreistag des Kreises Schotten ein.

Laubach , 7. Febr. Die am vergangenen Sonntag vorgenommene Sammlung vom Eintopfgericht des Monats Februar ergab in der Ortsgruppe den Betrag von 196,80 Mark. Hier­von entfallen auf Laubach 143,75, auf Rupperts­burg 19,65, auf Gonterskirchen 17 und Wetterfeld 16,40 Mark. Bei der imSolmser Hof" abge­haltenen zweiten Brennholzversteigerung der Stadt wurden folgende Durchschnittspreise er­zielt: Buchenscheit je Raummeter 7 bis 8 Mark, Buchenknüppel je 5, Buchenstöcke 4,50 bis 5 Mk., Fichterundscheit 1,60 und gewöhnliche Reiser 0,60 bis 0,80 Pfennig je Raummeter. Am Donners­tag beginnen drei Kolonnen Arbeitslose zu je zehn Mann mit dem Ausästen undRei- nigen sämtlicher Ob st bäume der Ge­meinde und der Privatbesitzer. Diese Notstands­arbeit wird unter fachgemäßer Leitung von drei hiesigen Baumwärtern ausgeführt. Hierdurch ist auch den Holzhauern, die bereits ihre Tätigkeit im Wald beendet haben, wieder für längere Zeit Ver­dienstmöglichkeit geboten.

± Groß-Eichen, 6. Febr. Der hiesige M ä n - nergesangverein hielt bei Gastwirt Faust seine Generalversammlung unter der Lei­tung des 1. Vereinsführers Johann Eimer ab. Es wurde zunächst des verstorbenen Mitglieds Ru­dolf Bär und der Gefallenen des Weltkrieges in der üblichen Weise gedacht. Dann erfolgte die Rech­nungsablage durch den Rechner Karl Peter. Der Vorstand bleibt weiter in seinem Amt. Zum Fah­nenträger wurde Anton Schombert bestimmt. 2)t?5 Dereinsdieneramt bleibt in den Händen von Wilh. Peter. Es wurde beschlossen, dem Turn­verein eine Summe zum Ausbau der Bühne in der Turnhalle als Geschenk zur Verfügung zu stellen. Außerdem wurden der Kirche 8 Mark für die in­nere Wiederherstellung geschenkt. Nach einem drei­fachen Sieg-Heil auf den Reichspräsidenten und den Volkskanzler und dem Gesang des Deutschland- und Horst-Wessel-Liedes schloß der Vorsitzende die Versammlung. Beim darauffolgenden gemütlichen Beisammensein kamen mehrere Chöre zum Vortrag. Die Sammlung vom Eintopfgericht ergab in unserer Gemeinde 10,55 Mark.

Kreis Alsfeld.

I Alsfeld, 7. Febr. Am vergangenen Sonntag­abend veranstaltete der Musikzug der3 3. S S.- Standarte Darmstadt im großen Saal des Deutschen Hauses" ein großes Konzert, das sich eines außerordentlich starken Besuches erfreute. Klassische Vortragsstücke, anregende Phantasien, schwungvolle Walzermelodien und die schneidigen altpreutzischen Militärmärsche waren in dem reich­haltigen Programm vertreten. An Zugaben ließ es die überaus fleißige Kapelle nicht fehlen, so daß sich das vorgesehene Programm fast verdoppelte. Die mit Schwung und Präzision wiedergegebenen Musikstücke riefen ständig lebhaftesten Beifall her­vor. Das Konzert der SS.-Standarte Darmstadt hinterließ einen recht befriedigenden Eindruck. Nach Schluß des Konzertes spielte die Kapelle eifria ihre belebenden Tanzweisen. Dieser Tage hielt der Verein ehemaliger 116er imHessischen Hof" seine Mitgliederversammlung ab, die gut be­sucht war. Der erste Führer des Vereins, Lehrer Funk, gab nach der üblichen Totenehrung in

Eltern! Eure Kinder sind

und die kleinen T !ten leer.

Gebt sie dem WHW.-Wir brauchen sie!

einem Vortrage einen geschichtlichen Ueberblick über die Entwicklung Deutschlands von der Zeit Karls des Großen bis zur Gegenwart. Er ehrte alsdann in herzlichen Worten den 74jahrigen Kameraden D a p p e r sowie das älteste Mitglied, den 81jährigen Kameraden R o d e m e r, und forderte alle Kame­raden auf, diesem Vorbild soldatischer Tugenden zu folgen. Der Vorsitzende erstattete hierauf Bericht über den Verbandstag in Lauterbach. Nach Be­endigung der Tagesordnung ermahnte Kamerad Funk in seinem Schlußwort alle Kameraden zu treuer Mitarbeit in echtem 116er Geiste, zum Wohle für Volk und Vaterland. Er schloß mit einem drei­jachenSieg-Heil" für den Führer und Volks­kanzler Adolf Hitler und mit dem Horst-Wessel- Lied.

ll. Merlau, 7. Febr. In der Hörleschen Wirt­schaft sprach gestern in einer Bauernver- jammlung Pg. Ze ul über das ThemaDer Reichsnährstand". Der Redner gab zunächst einen Ueberblick über die Geschichte des Bauern­standes von den Bauernkriegen an bis auf den heu­tigen Tag. Schließlich schilderte er die grundlegende Veränderung der Verhältnisse seit der Machtüber­nahme durch den Führer Adolf Hitler und der Berufung des Reichsernährungsministers Darre, deren Ziel es fei, wieder einen gesunden deutschen Bauernstand zu schaffen. Zum Schlüsse wies der Redner eindringlich auf die Notwendigkeit der So­zialversicherung des Bauernstandes hin, die in der Form derKrankenhilfe" erfolgen und alle Bauern erfassen solle.

ll. Nieder-Ohmen, 7. Febr. Dieser Tage fand int Saale des Gastwirts Döll eine Bau­ernoersammlung statt, in der Pg. Zeul über den Reichsnährstand sprach. Der Redner gab einen Rückblick auf die Geschichte des Bauerntums bis zur Gegenwart, umriß dann die Aufgaben der Fachberater und der einzelnen Instanzen. In den weiteren Ausführungen beschäftigte sich der Vor­tragende mit der Sozialversicherung, insbesondere mit der Krankenhilfe. Im Anschluß an den Vortrag wurde ein Obstbauverein gegründet.

Die Eingliederung der evangelischen Jugend in die Hitlerjugend.

Frankfurt a. M., 6. Febr. (LPD.) In einer Pressebesprechung äußerte sich heute der Jugend­pfarrer der Deutschen Evangelischen Kirche Zahn, der sich gegenwärtig auf einer Informationsreise durch ganz Deutschland befindet, eingehend über den Vertrag über die Eingliederung der

evangelischen Jugend in die Hitler- Jugend. Er entwickelte zunächst kurz die Entwick­lung der evangelischen Jugendbünde und -verbände, die in früheren Jahren die Aufgaben zu erfüllen hatten, die die damaligen Regierungen verabsäum­ten zu erfüllen. Im neuen Staat habe sich das Ver­hältnis zur Jugend grundsätzlich geändert, der Staat habe die Erziehung der Jugend in die Hand genommen. Damit entfällt für die Kirche die Auf­gabe der körperlichen und politischen Erziehung der Jugend, die nun auf die Hitler-Jugend übergehe, und es bleibe ihr für die Folge nur die Erziehung auf dem ihr eigenen Gebiete, die Durchdrin­gung der Jugend mit dem Worte Got- t e s. Diese Aufteilung der Aufgaben bedinge ein enges Zusammenarbeiten der Kirche mit der Hitler- Jugend, das von stärkstem Vertrauen getragen fein müsse. Teilweise bestünden noch die alten Gegen­sätze, aber allmählich bilde sich doch ein Vertrauens­verhältnis heraus. Kirchenrat Trommershau- f en betonte, daß in Frankfurt bereits die Vorarbei­ten zur Ueberführung der evangelischen Jugend in Angriff genommen seien durch den Beauftragten Both. Das Verhältnis zur Hitler-Jugend fei gerade in Frankfurt feit längerer Zeit befriedigend ,so daß mit einer reibungslosen Abwicklung der Ueberfüh­rung zu rechnen sei. Arn Abend fand auf dem Fest­hallengelände eine gemeinsame Kund­gebung von HI. und Kirchenjugend statt, in der die Führer der beiden Organisationen der Jugend die neue Regelung klarlegten.

Buntes Allerlei.

Oer große südafrikanischeTreck" vor hundert Zähren.

In diesem Jahre werden die Südafrikaner des großenTrecks" gedenken können, den ihre Vorfah­ren vor genau hundert Jahren unternahmen und der eine Völkerwanderung darstellt, der in der neueren Geschichte nichts Aehnliches an die Seite zu stellen ist. Diese Völkerwanderung war die Folge gewisser Maßnahmen Englands, das im Jahre 1833 die Sklavenbefreiung für das ganze Gebiet des Im­periums beschlossen hatte. Anfang 1834 wurde Sir Bensamin d'Urban zum Gouverneur der Kapkolo- nie mit dem besonderen Auftrage ernannt, die Skla- oenbefreiung am Kap durchzuführen. Eine sehr schwere Aufgabe, denn man mußte erwarten, daß eine derart in die bestehenden Verhältnisse einschnei­dende Maßnahme die größten wirtschaftlichen Rück­schläge im Gefolge haben würde. Der neue Gouver­neur sah wohl ein, daß eine allmähliche Sklavenbe­freiung Schritt für Schritt das Beste sei, aber seine gemäßigte Haltung wurde von den britischen Mis­sionsgesellschaften aufs heftigste getadelt, und so sah er sich gezwungen, alle Sklaven auf einmal freizulassen. Die Anzahl der Sklaven in der Kap- kolonie betrug 1834 35 700 Mann, ihr Wert wurde aus 3 Millionen Pfund geschätzt. Der Kapregierung standen zur Entschädigung der Sklavenhalter jedoch nur 1 247 000 Pfund zur Verfügung, und diese nicht einmal in klingender Münze, sondern nur in eng­lischen Schuldbriefen, die in London zahlbar waren. Da die Farmer die weite und kostspielige Reise nach London scheuten, machten sich sofort obskure Ele­mente diesen Umstand zunutze und kauften ihnen die Schuldverschreibungen für ein Butterbrot ab. Das Ergebnis war ein geradezu katastrophaler wirtschaftlicher Niedergang in der kleinen Kolonie; die meist aus holländischen Ursprung hervorge­gangene kleinbäuerliche Bevölkerung stand vor dem Ruin, und der Farmer bemächtigten sich deut­liche revolutionäre Neigungen. Zum Ausbruch eines offenen Aufstandes kam es nicht, ober eines Tages wurden die englischen Behörden Zeugen eines eigen­artigen Schauspieles: in endlosen Ochsenwagenzügen mit Weib und Kind und dem bescheidenen Hausge­rät, bewegte sich ein riesigerTreck" tausender von Familien nordwärts, in die Wildnis, aus der Zivi­lisation und ihrer unerträglichen Armut heraus. Nach wenigen Wochen war das Land so gut wie entvölkert. Statt dessen entstand im Norden die Bauernrepublik Transvaal.

Aus aller Wett.

SA.Oberführer von einem wildgewordenen Pferd schwer verletzt.

SA.-Oberführer Geyer, der Führer der SA.« Brigade 27 in Potsdam, erlitt einen eigenartigen U n f a'l l. Oberführer Geyer bewegte sein Pferd in einer geschlossenen Reitbahn. Plötzlich stürzte sich das Pferd einer jungen Reiterin auf das Pferd des Oberführers, bäumte sich auf und biß zu. Das wildgewordene Tier verbiß sich in dem linken Unterarm des Oberführers und gab ihn nicht wie­der frei. Erst nach längerer Zeit gelang es, den Arm frei zu bekommen. Es stellte sich heraus, daß der linke Unterarm und das Handgelenk gebrochen waren. Der Unfall ist um so schwerer, als Ober- sichrer Geyer am linken Arm bereits eine Kriegs­verletzung erlitten bat. Der Verletzte wurde sofort in das Städtische Krankenhaus gebracht und dort operiert. Sein Zustand ist glücklicherweise verhält­nismäßig gut.

Ein Volksschädling in Schuhhaft genommen.

Wegen des Verdachtes beträchtlicher Steuer­hinterziehungen und wegen Vergehens gegen die Devifengefetzgebung wurde vom Geheimen Staatspolizemmt der Generaldirektor Professor Dr. Hans Friedrich Bonte, z.Z. in Heidelberg wohn­haft, in Schutzhaft genommen. Der Zugriff sei­tens des Geheimen Staatspolizeiamtes erfolgte so plötzlich, daß in der Wohnung Bontes noch eine Unmenge schriftliches Material beschlagnahmt wer­den konnte, wodurch man weiteren Einblick in das in den letzten Jahren äußerst volksschädliche Treiben des Genannten gewinnen wird.

Wildernder Hund tötet 34 Schafe.

Ueber Nacht drang bei Simmern (Hunsrück) ein Wolfshund in eine Schafherde des Besitzers Georg Schmauder aus Merstetten ein. Als der Schäfer den Ueberfall feststellte, hatte der Hund bereits 34 Schafe zur Strecke gebracht und 27 schwer verletzt. Von diesen 27 mußten bis jetzt bereits 13 Tiere notgeschlachtet werden. Dem Besitzer ist ein Schaden von 2000 Mark entstanden. Der wil­dernde Hund wurde in einem Nachbardorf aufge­griffen und abgeschossen.

Kellnerstreik beim Staatsbankett in Madrid.

Im Hotel Nacional in Madrid wurde ein Bankett veranstaltet, an dem sämtliche Minister teilnahmen. Die Kellner hielten das gerade für eine günstige Gelegenheit, urplötzlich geschlossen in den Streik zu treten undNieder"-Rufe auszubringen. Sie wurden unversehens vom Platz weg verhaftet und abtransportiert.

Drei indische Soldaten verbrannt.

In Midnapur (Indien) ging eine Hütte in Flammen auf, worin 25 Mann eines Schützen­regiments schliefen, das zur Verhütung terroristischer Verbrechen eingesetzt worden ist. Drei Mann fanden den Tod in den Flammen. Man vermutet Brandstiftung.

Briefkasten »er Redaktion.

(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)

W. E., Göbelnrod. Nach § 14 der Gewerbeord­nung ist die von Ihnen genannte Tätigkeit bei der Bürgermeisterei anzumelden. Nach § 104 U der Gewerbeordnung find Sie auch verpflichtet, die Ausübung dieser Tätigkeit als Gewerbe bei der zu­ständigen Handwerkskammerstelle in Gießen zur Anmeldung zu bringen. Damit ist zwangsläufig die Mitgliedschaft in der Zwangsinnung verbunden.

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In den Aushängekasten der Stadt Gießen ist von UNS eine Bekanntmachung des Milchversorgungs­verbandes Rhein-Main vom 24. Januar 1934, be- treffend die Bildung der Milchverteilergruppe des Milchversorgungsoerbandes Rhein-Main, ausgehänqt worden. Wir weisen hierdurch die Beteiligten auf diese Bekanntmachung hin. 785c

Gießen, den 2. Februar 1934.

Bürgermeisterei Gießen, J.V.: Bartholomäus.

Arbeitsvergebung.

Die im Rechnungsjahr 1934 (1. April 1934 bis 31. Marz 1935) herzustellenden Gas- und Wasser- leitungsrohrgraben sollen auf Grund der RVO öffentlich vergeben werden. Die Verdingungsunter­lagen liegen auf dem Technischen Bureau des Gas- und Wasserwerks (Gartenstraße 3, Zimmer 1) aus. Die Vordrucke sind dort erhältlich. 790O

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