Menschen, die im materialistischen Staat groß wurden, haben guten Willen; aber unsere Jugend, der Nachwuchs, die jungen Referendare, müssen arbeiten, kämpfen um die große Idee. Diese Jugend wird dann die Idee des Führers restlos verwirklichen.
Mit dem Deutschland- und dem Horst-Wessel-Liod fand die Kundgebung ihren Abschluß.
Der zweite Tag.
LPD. D a r m st a d t, 7. Jan. Der Erste Hessische Juristentag brachte am Sonntagmorgen zunächst einen Amtswalterappell, bei dem die angetretenen Amtswalter dem Gauführer gemeldet und vorgestellt wurden; ihnen wurde der Dank der Reichsleitung für ihre Tätigkeit übermittelt. Bemerkenswert ist, daß in Hessen dem BNSDJ. gegenüber Januar 1933, wo es nur 24 Mann waren, jetzt 1200 Juristen, das ist etwa die Hälfte aller hessischen Juristen, angehören. Um auf der Tagung auch einem Hessen das Wort zu geben, hatte man Oberlandesgerichtsrat Dr. Fuchs (Darmstadt) um einen Vortrag gebeten. Bei der Erörterung des Themas
Rechtsentwickelung und Rechtsgestaltung stellte der Redner den Merkmalen des uns wesensfremden römischen Rechts die Vorzüge des deutschen Rechts gegenüber. Nach römischem Recht komme zuerst der Staat, nach deutschem zuerst die Volksgemeinschaft; das deutsche Recht kenne Stände in
Gedenket der hungernden Vögel!
organischer Form, das römische Recht nur die gleiche Masse von Untertanen. Es sei Aufgabe des zu schaffenden deutschen Rechts, die im Volksgeist wurzelnde Spannung zwischen Seele und Verstand auf einer höheren Ebene in Ganzheit auszugleichen. Zum Schluß forderte Dr. Fuchs von dem Richter, daß er volksverbunden und eine Persönlichkeit sei und in voller Unabhängigkeit fein Amt ausübe. Sitzungen des Junsten-Nachwuchses.
In die Tagung war eine Sitzung der Referendare und Assessoren eingefügt, wobei Assessor Sender mitteilte, daß alle hessischen Referendare dem BNSDJ. angehören und SA.- oder SS.-Männer sind. •
Das Referat für die Jugend hielt Affeffor Vier- heller (Mainz) in ebenso knapper, wie temperamentvoller Form. Er verlangte von der Jugend Ehrfurcht vor dem wertvollen Ueberlieferungsgut deutscher Geschichte, forderte, den jugendlichen Sturm- und Erneuerungsgeist wachzuhalten und rief den jungen Juristen zu, „tüchtig, fähig und aus dem Volke" zu fein. Nach einem Führerwort könne der Boden der Justiz kein anderer fein, als der Boden der Existenz der Nation.
Der Gauführer beglückwünschte den Sprecher wie die Jugend, daß es ihr vergönnt sei, mit unverbrauchter Kraft am Neuaufbau des Reiches mitwirken zu können.
Das Schlußreferat hielt am Nachmittag der Leiter der Reichspropagandastelle Hessen, Pg. Trefz, der die Fragen
»Volk und Führung", „Volk und Recht, behandelte. Es sei die verantwortungsvolle Aufgabe der Juristen, ein Recht zu schaffen, das im Vertrauen des Volkes zum Führer stecke. Man müsse zuerst ein guter Volksgenosse und Nationalsozialist sein, ehe man Jurist fei. Dazu fei die Eingliederung in die Volksa"meinscha't nötig. Wie der Arbeiter leine marxistischen, so hätten die bürgerlichen Kreise ihre liberalistiich-kapitalistisch'n Vorurteile zu überwinden. Je schneller das geschehe, um so besser sei es ’"ür das Deutsche Volk und seine Zukunst. Entscheidend sei der völlige Einsatz und die Hingabe an die nationalsozialistische Idee, der unerschütterliche Glaube an den Führer.
Nachdem der lebhafte Beifall verrauscht war, beschlossen die Klänge des Deutschland- und des Horst- Wessel-Liedes die eindrucksreiche Erste Hessische Juristentagung.
Aus der Provinzialhaupisiadi.
Es geht wieder bergan.
Die Wintersonnenwende, der Tag, an dem die Sonne sich am 22. Dezember am weitesten nach Süden von dem Aequator entfernte, um sich ihm nun wieder in aufsteigender Bahn zu nähern, liegt jetzt schon eine Zeit hinter uns. Aeußerlich scheint diese Tatsache noch wenig Ausdruck zu finden. Und doch beginnen, bei genauerem Hinsehen, die Nächte schon aanL allmählich wieder kürzer zu werden, und die Dämmerung scheint sich zu verringern, um damit den Tag kaum merklich vorerst zu verlängern. Auch das freundlichere Lächeln der Wintersonne ist weder eine optische, noch eine Gefühlstäuschung, wenn in den Mittagsstunden die Umwelt uns weniger grimmig anblickt, als es in den Tagen der Jahreswende war, an denen es manchmal überhaupt nicht heller Tag werden wollte. Doch „Gut Ding will Weile haben", und es wäre zum mindesten voreilig, wollte man schon jetzt das Segel der Hoffnung, daß der Winter überstanden fei, am Großmast hissen. Denn der Winter ist ein wetterwendiger Geselle. Der weißbärtige Griesgram hat, wie die meisten alten Herren, seine Launen, er ist mit warmem Unterzeug und mit Vorsicht zu genießen.
Der leuchtende Sonnenwagen wird in langsamer Fahrt die Kurve aufwärts nehmen. Jeder Anstieg, soll er die Erreichung eines Zieles verbürgen, muß sich schrittweise vollziehen und ohne übereilte Hast. Mit der abgezirkelten Gleichmäßigkeit eines Uhrwerkes, dessen Stettgkeit den unbeirrbaren Ablauf ewiger Gesetze in der Natur zu versinnbildlichen geeignet ist, des Weges und des Zieles bewußt, muß jeder Anstieg vor sich gehen. Nur eine planmäßige Entwicklung, die alle Möglichkeiten nach ihrem inneren Wert abzuschätzen und in eine zukünftige Gestaltung vorausberechnend einzufügen vermag, nur ein solcher Anstieg wird den Einsatz und die restlose Ausnutzung aller verfügbaren Kräfte lohnen, und wird jene innere Befriedigung schenken, die Weg und Mühen vergilt.
Steile Aufstiege, wie sie die Rekordsucht der verflossenen Zeit begünftigte und feierte, die häufig aus dem Dunkel des Unbekannten in die grelle Helle der Tagesberühmtheiten aufschossen, bedeuteten fast immer nur einen rafch vergehenden Erfolg und endeten mit einem umso jäheren Sturz in das Nichts der Vergessenheit. Sie waren Raubbau an vorhandenen Anlagen, obeMächliche und sinnwidrige Hoch- fonftruftion'en, die unter ihrer eigenen kurzsichtigen und deshalb fehlerhaften Statik zusammenbrachen.
Es geht wieder berganI Ein neues Jahr ist zu großer Fahrt ausgelaufen. Ein neuer Frühling in der Natur und in dem Leben unseres Volkes winkt von den Gestaden, auf die das Schiff Kurs halten wird. Wie bis zum Lenz noch mancher Sturm und Frost, das erwachend Leben in der Flur niederzuhalten, über die Erde fegen und sich legen wird, so wird auch noch manche Welle gegen den festen Willen des Einzelnen und den Willen der Gemeinschaft anbranden. Wenn alle Mann über und unter Deck ihre Pflicht tun, dann wird es drinnen und draußen mit unserer Volksgemeinschaft weiter bergan gehen, dem Platz an der Sonne zu.
Wer hat einen ausländischen Kinder- lustba^lon Sekunden?
In letzter Zeit sind verschiedentlich Kinderluftballons mit angehängten Karten, u. a. in der Gegend von Heppenheim, gelandet. Die Finder, die die dem Ballon angehängte Karte an die darauf angegebene Adresse zurückschickten, erhielten zu ihrer großen Ueberraschung Postsendungen aus Süd- fr a n k re i ch . mit deutschen und französischen Begleitschreiben. Wie das Staatspresseamt mitteilt, hat jeder, der einen derartigen ausländischen Kinder- luftballon findet, diesen sofort der zuständigen Polizeibehörde abzuliefern.
Am Stage uns OienirstunSen der hessischen Staatsbehörden.
Das Staatspresseamt teilt mit: Die Fülle von Gesetzen und Anordnungen, die sich aus der politischen Umstellung auf allen Gebieten ergibt, sowie Eingaben und Beschwerden aller Art, nehmen die
Behörden so stark in Anspruch, daß der Verkehr mit dem Publikum auf die festgesetzten Sprechstunden unbedingt beschränkt werden muß. Nur in den dringendsten Ausnahmefällen können für die Zukunft Volksgenossen außerhalb der Sprechstunden empfangen werden. Die Sprechstunden müssen unter allen Umständen eingehalten werden, da sonst eine pünktliche und rasche Erledigung der laufenden Arbeiten unmöglich ist. Die Sprechstunden des Staatsministers und der Ministerialabteilungen sind Samstag von 8.30 bis 13 Uhr.
An Oberhestens Hitlerjugend und Jungvolk.
Kameraden!
Am heutigen Tage verlasse ich Oberhessen, um in der Pfalz eine neue Aufgabe zu übernehmen. Stets werde ich gern der Tage und Jahre denken, die ich mit Euch zusammen verlebt habe. Die harte Zeit des Kampfes wird mir immer ebenso nahe fein, wie das vergangene Jahr des Sieges mit all feinen großen Tagen.
Am lebendigsten aber wird mir der Geist Eurer Kameradschaft und die siegesgewisse Strenge Eures jungen Lebens bleiben.
Wichtiger aber als jede Erinnerung scheint mir an diesem die Gewißheit, daß wir uns auf einander verlassen können. Heil Hitler!
Friedberg, den 8. Januar 1934.
Euer
Rupprecht Hainer.
Oer Fremdenverkehr in den hessischen Städten im Sommer 1933.
Im Fremdenbesuch stand unter den hessischen Städten im vergangenen Sommer an der Spitze die Stadt Mainz mit 42 611 Besuchern.
Die erste Schlacht im Kampfe gegen hunger und Kälte ist durch Einsatz aller zur Verfügung stehenden Kräfte sämtlicher Organisationen für unser Kreisgebiet in vorbildlicher Weife geschlagen worden. Allen Beteiligten, Spendern und Helfern, hierfür Anerkennung und Dank!
Der zweite Angriff, den wir ebenso siegreich beenden müssen, steht uns bevor. Jeder hat seinen Wann zu stehen, jeder muß nach seinen Kräften spenden undopfern!
Die Volksgenossen in den Städten, die in der tage sind, werden hierdurch aufgefordert, sich an der in der Zeit
vom 9. bis 14. Januar stattfindenden Kleider- und WS chesammlung
recht rege zu beteiligen. Die gesammelten Sachen sollen der Landbevölkerung zugute kommen, weil die Sachen von den dort notleidenden Volksgenossen dringend benötigt werden. Das Land hat auch ein Recht auf die Hilfe der S tad t, weil es durch Hergabe von Kartoffeln, Getreide, Kuchen und Gebäck geholfen hat. Entsprechende Aufrufe über Tag und Stunde der Abholung werden durch die Ortsgruppenwalter hier an diefer Stelle bekanntgemacht.
Bom 16. Januar ab findet eine zweit: Pfundsammlung statt.
Es folgen Darmstadt mH 25 664, Bingen 23 185, Bad-Nauheim 21216, Gießen 12721, Worms 9632, Michelstadt 6545, Offenbach 4845, Lindenfels i. O. 4354, Bad Wimpfen 3683, Heppenheim 3443, Lauterbach 2877, König i. O. 2858, Ingen- heim a. d. B. 2582. Ganz anders stellt sich die Reihenfolge dar nach der Zahl der U e b e r • nachtungen. Hier steht Bad-Nauheim mit 442 492 weitaus an der Spitze. Da Mainz keine Uebernachtungen angegeben hat, folgen Bingen mit 40 450, Darmstadt 36 273, Bad König i. O. 34 821, Bad Salzhausen 30 613, Jugenheim 27 875, Lindenfels 27 686, Gießen 27 149, Bad Wimpfen 12 812, Michelstadt 12 627, Worms 10 268, Auerbach 8637, Vielbrunn i. O. 8321, Reichelsheim i. O. 7650, Seeheim 7254, Offenbach 5823, Heppenheim 4996 und Wald-Michelbach 4840.
Größere Fahrgeschwindigkeit auf Nebenstrecken.
Aus eine Eingabe des stellvertretenden Führers des Wssterwaldvereins an die Reichsbahndirektion Frankfurt a. M. um Erzielung größerer Fahrgeschwindigkeit auf den Westerwaldstrecken hat die Frankfurter Direktion folgendes geantwortet: Die Fahngefchwindigkeit und Aufenthalte der Züge auf sämtlichen Nebenstrecken unseres Bezirks werden gegenwärtig nachgeprüft. Voraussichtlich wird zum 15. Mai 1934 auf fast allen Nebenbahnstrecken mit einer zum Teil wesentlich geringeren Fahrtdauer gerechnet werden können.
Vorsicht bei der Aufbewahrung gütiger Flüssigkeiten.
Die Polizeidirektion Gießen teilt mit: Vielfach werden sowhl im Haushalt, als im Gewerbebetrieb Gefäße, die zur Aufnahme von Nahrungs- und Genußmitteln bestimmt sind, wie Wein-, Bier- und Mineralwasserflascken, zur Aufbewahrung giftigerFlüssigkeiten benutzt, die im Haushalt oder im Gewerbebetrieb Verwendung finden sollen (z. B. Salzsäure, Salpetersäure, Karbolsäure,
lich ein großer Bedarf vorhanden ist. Ich richte daher schon jetzt an sämtliche Haushaltungen die Bitte, Pfundpakete mit Lebensrnitteln bereitzuhalten. Um eine rasche und einwandfreie Verteilung vornehmen zu können, wird es zweckmäßig sein, die Pakete mit einer Aufschrift über den Inhalt zu versehen.
„Gewinnt die zweite Schlacht, seid Sozialisten der Tat; Soldaten im Kampfe gegen hunger und Kälte."
heil Hitler!
Gez.: Klöß, Kreisführer des DHW.
Gez.: W o h a u p t, Kreisgeschäftsführer des WHW. Aufruf des WinierhrlfswerkS an dre deutschen ©t stungen.
Das Winterhilfswerk des deutschen Volkes 1933/34 bittet die Verwaltungen aller deutschen Stiftungen, die im Jahre 1933 und in den vorigen Jahren Ausschüttungen nicht vorgenommen haben, die Erträgnisse ihrer Stiftungen der Reichsführung des Winterhilfswerkes Berlin, Reichstag, bekanntzugeben. Soweit dies möglich ist, sollen die gesamten Erträgnisse dieser Stiftungen dem Winterhilfswerk zur Verfügung gestellt werden, damit auf diese Weise brach-
Diese Sammlung muß ebenfalls wieder einen guten liegendes Volksvermögen zum Kampf gegen hunger Erfolg bringen, da für Lebensrnittel selbsiversiänd-1 und Kälte eingesetzt werden kann.
Ausruf
üum zweiten Abschnitt des MnierMwettes!
Kreisführung Gießen.
Mieder etwas sehr Sonderbares, Er fraß — Neues VVM Kampf gegen die Ma'aria. r 1 di niinn er n£> in otnom ’n, nmtrnnf
W-kerbunde- hat sich MWIZWfflä’Ä in
iffigfte Kontrolle hat sich gezeigt, daß im Jahre 1933 geborenen 48 Kindern
unter den
nur zwei von Malaria befallen wurden, also sichere
nffo ©rnnPo 9rhmm betragen wurde wenn man Neuinfektionen zeigten, alle Kranken ordnungsgemäß behandelte. Es wur- 0 ö
Sibiriens neuer Haken.
in
,,-üa io) ja nun den Auftrag o iziell habe, kann zu, der Strunk aeböre dem fierrn aanj Er hole fich " .fTpl ^gen oiejes jo wen verorenere lietoen ich es Ihnen ruhig sagen. Ich wußte, daß ich den nurtäglich ein knTeil^^oon ab. 91a ick will die! d.urchzufuhren, wurden in Hamburg,
m^ber j peH^ibn"auf Te?' GHa^an hin' Mit' abgehEen^durch die A^e^der Malaria-
..Menschenkind'" ftm.nfo hör tThof 1 hroi Ä^^genden^ und ließ und so wird jetzt ein Malaria-Kursus in Singapore
Ja, das war nicht sehr anständig von mir. Aber
„Was ist das?" fragte der Chef.
„Das find — verbotene Früchte!" lächelte Kay.
„Wie kommen Sie zu den Dingern?"
„Da ich ja nun den Auftrag offiziell habe, kann
richtigen Speckbauch. Trotzdem lebte Carrelo vegetarisch. Jeden Tag ging er in einen Gemüse- oder Obstladen und kaufte sich seine Mahlzeiten ein. Boh-
„Schade", erwiderte Kay, „daß Sie Carrelos Gesicht bei der Verhaftung nicht gesehen haben. Ich erklärte ihm, ich würde natürlich dafür Sorge tragen, daß er im Gefängnis seinen geregelten Lebenswandel weiterführen dürfe. Wir würden ihm nur vegetarische Kost reichen lassen. Er sah mich so wütend an, daß ich längst eine Leiche wäre, wenn Blicke taten könnten ..."
„Wie man’s nimmt. Carrelo lebte streng vegetarisch. Es wunderte mich. Muß ich schon sagen. Carrelo hat, wenn Sie sich vielleicht erinnern, einen
zwanzig Stück davon abgeschnitten. Ja, erwiderte der Verkäufer und warf mir einen wütenden Blick
die Steine geschaffen, man brachte in der Haut der Bananen seine Schnitte an, steckte die Steine in das
drei Stück in meiner Tasche verschwinden." „Aber, mein lieber Kay!"
ein Mund ^geführt. Die Ochininversorgung der Welt Rußland hat seit langen Jahren die Erschließung Der Ver- n„ unzureichend, und man hat versucht, Sibiriens auf dem Wege durch das Nördliche Eis-
kauft? schnitt fie van einem“StrunE ab. der links in monnen^n ritten ’ffrinfe“au?"r weitgehend gefördert. Allein über di? Mün-
einer Ecke hing. Ich verlangte auch Bananen. Der j Sim« hn* J n J?-af ™n0en 1,0,1 06 uni> J-Mei hat man sibirische
.711“““ veeu.uH, uuruuj Verkäufer ging an einen Strunk, der rechts hing. aräfateTOennÄri.« Üblich , Waren bis zu 100 000 Tannen ausgeführt. Neuer.
Vor ihm lagen sieben große funkelnde Diamanten, Nein, sagte ich, ich möchte von dem Strunk dort Hnb mU9 L t billigeren Stoffe- notwendig dings ist Rußlands Arbeit darauf gerichtet, außer wundervollem Feuer blitzend und funkelnd. links. Die seien unverkäuflich, erwiderte der Ver- ffien hu*3“' den Flußgebieten Ob und Jenissei auch die noch
ylsna hncv frnnto hör fCkof «• • r » ,.. . uuien. vjrORe jiDf i HUnoen teRt man nut nnn A; i4. r: _ s.. n , .... '
Verbotene Früchte.
Von Kurt l/üetlrfe
Der Chef trommelte nervös mit einem Bleistift auf die ischreibtgcypwtte. „Ich erteile Ihnen hiermit den Auftrag, sich um die Diamantensache zu bekümmern. Ich verhehle Ihnen nicht, büß Sie unser
' | lAk Vtll (J 1 L J ll M UlUC H,
und so wird jetzt ein Malaria-Kursus in Singapore stattfinden. Ein neuer wissenschaftlicher Mittelpunkt ist in der Versuchsstation zur Malaria-Bekämpfung geschaffen worden, über deren Ziele und Arbeiten Claus Schilling in der „Deutschen Medizinischen Wochenschrift" berichtet. Hier wird die Wirkfamkeit der verschiedenen Methoden erforscht, und die Ergebnisse werden für die Praxis ausgewertet. Die erste Versuchsreihe bezog sich auf das Schwein- furttjer Grün, das, in feiner Verteilung auf die
vmiuu uci uu wquj.ujic uik j/uriu un öpieic icuic, jiuuiuucii, ^uuciuiuilh, öujuiöci, .HUiuunuueil ,.. .7— < ™ . < J ' rtweimui tvraMM ’lSlOSmOCDin. Wahrend M
hat- Sie wissen, Carrelo ist ein ehemaliger Zucht- und Deutsches Beefsteak. In ungeahnten Mengen. Der Ausbreitung der Malaria in den Torps die Malaria keinen Rückgang zeigte haben
Häusler, der wegen schweren Betrugs und Erpref- Nur Gemüse oder Obst aß er nicht dazu. Der Herr Landern beschäftigt und Erhebungen an- die Fälle in Posada beträchtlich abqenommm und
fung geleiten hat. Der Bursche ist jetzt 1° vorsichtig Vegetarier. Komisch, —° <•*- —" ---•- stellt Uber bte Cb.n.n.Mrn«» h.. ... > ... ---------mm-n- UN?
geworden, daß wir ihm überhaupt nicht beikommen *" können. Wo bekommt Carrelo die Diamanten her?
„Menschenskind!" staunte der Chef. „Reden Sie!" „Nun, nachdem ich das Problem gelöst habe, war
es ja eigentlich gar kein Problem. Kinderleicht. Sehr VU3 ™ un|lutl0ig öun Illir. ^er
baf? irfJ an 61, Ä ra9 dowlt an, ich hatte ja damals noch keinen offiziellen Auftrag ...
daß ich Carrelo beobachten ließ. Ich ließ mir genau Ich nahm die Bananen mit nach Haufe, schnitt sie Tageslauf beschreiben Minute für Minute, auf und fand darin — diese sieben hübschen Diaman- du?ch^manch"s^Wisie?sMrte."°"^ d°. ten. Dagmar mir,kü- Sache klar. In Holland.wurden
„Und was war davon das Wissenswerteste?
lyettschen Präparate Vlasrnochin und Atebnn. Um den Kampf gegen dieses so weit verbreitete Leiden
I "Daß Carrelo vegetarisch lebte." i weiche Fleisch der Frucht und klebte die Haut wieder Oberfläche stehender Gewässer ausgestreut, von den
„Wie? Aber das ist doch seine Privatangelegen- mit einem besonderen Bindemittel zu. Der Obstladen im Wasser lebenden Larven der die Malaria über- ! heit/" ist die Vermittlungsstelle für Diamanten ..." I tragenden Anopheles-Mücken gefreßen wird und sie
„Wie man’s nimmt. Carrelo lebte streng vege- Der Ches stieß ein brüllendes Gelächter aus. > tötet. Man weiß jetzt genau, wo diese wertvolle
weiter östlich liegende Lena wirtschaftlich zu erschließen. Die Vorarbeiten sind schon weit gediehen. Durch Flugzeuge wird ein recht guter Eissicherungs- dienst durchgeführt, der es gestattet, den Schiffen den günstigsten Kurs zu melden. In der Nähe der Lena-Mündung soll nunmehr ein Hafen gebaut werden. In diesem Jahre wird man damit beginnen, im Frühjahr 1935 will man den Hasen fertig haben und ihn in Betrieb nehmen. Wiederum ist durch Flugzeuge der günstigste Platz für die Hafen- anlage festgestellt worden; schon jetzt sind Menschen auf dem Wege nach der Lena-Mündung, um möglichst bald mit den Arbeiten anfangen zu können. Mit einem Sägewerk, das den Holzreichtum der sibirischen Wälder verarbeiten wird, soll eine neue Fischkonservenindustrie erstehen, weil sich für den Fischfang im Großen gerade hier besonders gute Möglichkeiten bieten.
Dämpfung zu ihrer Verfügung stehen. Dabei ergab können. Wo bekommt Carrelo die Diamanten her?, Der Chef zog die Augenbrauen hoch- ,Na ich «n $Be“bebajL an jährlich etwa
Cs ist rätfelhaft. Wir haben feine Post überwachen weiß noch gar nichts - Kilogramm betragen wurde,-------
laßen, wir haben monatelang jeden seiner Schritte, „Als ich heraus hatte daß Carrelo aar kein Veae. h“ X“.“““ ,^nungsgemus oeyanoeue. rrs wur- beobachten lasten — und wir find noch genau jo weit tarier war wußte ich Bejcheid Ich legte m r eines letzten Jahr von den Regierungen der
w!°°°-her. Ich zweifle manchmal da7°n, ob Carrelo Tages rin- Maske an und ging gleich nad) Ca“"“ kommenden Länder nur 156 280 Kilo-
1I in fein Obstgeschäft. Er kaufte Möhren, t ""
Mag lächelte. I Spargel und fünfundzwanzig Bananen.
Dann griff er m die Tasche feines Mantels und f" ' — - - •
holte etwas heraus. Er warf es auf den Tisch. (
Der Ches starrte verblüfft darauf. s
letzter Einsatz sind. Gelingt es Ihnen nichl, diese ....
Gajmuggelaffdre aufzudecken, so weiß ich nicht, wer nen, Blurnenkohft Spinat, aber auch Feigen, Datteln sie aufoecken soll." , und Bananen. Was der Mensch an Bananen Der*
Kay lächelte. > zehrt hat, können Sie sich kaum DOiftctten. Ja, so
„Um die Sache noch einmal kurz zu wiederholen", war das. Carrelo kaufte sich seine vegetarischen fuhr der Chef fort, „also — aus Holland werden Mahlzeiten, brachte fie nach Hause und tat dort etwas ß Mengen von geschliffenen Diamanten nach Sonderbares damit. Nachdem er dieses Sonderbare .ch.and geschmuggelt. Der gesamte Juwelen- damit getan hatte, fuhr er in einen anderen handel liegt uns seit zwei Jahren in den Ohren. Er Stadtteil."
' . Was machte er da?"
wird ruiniert durch die Ueberschwcmmung des
Marktes. Wir haben alles getan, um Spuren zu , , „
entdecken, wir wissen aber lediglich eins: Daß Tho- Verzeihung — er aß in einem Restaurant Hammel-1 mas Earrelo bei der Geschichte die Hand im Spiele keule, Rouladen, Sauerbraten, Schnitzel, Karbonaden
wn uD ci muji uuqu. -„r," „z ----. r vü 7 »ic yuue in Pv ava veiracyincy aoqe
. ), was? Na, und damit war ja , "ber d ,e Chinin-Mengen die zu ihrer Be- als zuverlässigste Kontrolle hat sich das Problem bereits gelöst." rampsuna zu ihrer Ver.uauna stehen. Daher ernah s ° ^noo '
Der Chef stieß ein brüllendes Gelächter aus. , v r
„Verhaften habe ich ihn auch schon lassen", sagte Methode angewendet werden kann und unter roel- Kay. chen Bedingungen sie versagt. Eine andere Kampf-
„Sie sind ein frecher Bursche", lachte der Chef, lorm ist die Verwandlung von Lagunen mit Süß- „ein ganz famoser frecher Bursche." । wasser in solche mit Salzgehalt durch Anlegung
~' - - - - — - - eines Durchstichs zum Meer, wie dies in Durazzo
geschehen ist; die Anopheles, die im süßen Wasser gebrütet hatten, verschwanden unter dem Einfluß des Salzes vollständig. Neuerdings ist man auch an diesem Institut dazu übergegangen, mit Hilfe des deutschen Präparates Plasmochin die im Blut befindlichen Parasiten zu „sterilisieren". In zwei benachbarten Dörfern Posada und Torpe wurde folgender Versuch angestellt: in Torp6 wurden nur
die Malaria-Kranken mit Chinin behandelt; in Po- faba erhielt die ganze Bevölkerung zweimal wöchentlich während der Fieberzeit von Juni bis Oktober


