Monat bzw. einem Jahr Gefängnis verurteilt worden waren. Vor Eintritt in die Hauptverhandlung nahmen beide Angeklagten ihre Berufung gegen das vorinstanzliche Urteil zuruck.
Kleine Strafkammer Gießen.
Der H. D. aus Gießen erhielt durch Strafbefehl eine Geldstrafe von 2 Mark, da er von einem Grundstück Klee entwendet hatte. Nachdem ihn der Vorsitzende darauf hingewiesen hatte, daß er even- tuell auch wegen Hehlerei bestraft werden könnte, nahm der Beschuldigte seinen Einspruch gegen den
lung von 8,50 veranlaßte. Außerdem veräußerte er Futtermittellager derselben Firma weit unter Preis. Den Erlös lieferte der Angeklagte nicht an die Firma ab, sondern verwandte ihn für persönliche Zwecke. Da der Angeklagte verurteilt ist, hat er auch die Kosten des Verfahrens zu tragen.
Amtsgericht Gießen.
Wegen Betrugs und Unterschlagung wurde der I. R. aus Offenthal vom Amtsgericht Friedberg zu fünf Monaten zwei Wochen Gefängnis verurteilt. Dagegen legte der Angeklagte Berufung ein, die aber verworfen wurde. In der gestrigen Hauptoerhandlung wurde festgestellt, daß der Angeklagte sich bei einem Landwirt in Roheim *wr der Höhe als Vertreter einer Firma für in- .......-----.
issoberechtigt ausgab und den Landwirt zur Zah-j Strafbefehl zurück.
Obecheffen.
Gauleiter Sprenger in Schotten.
Schotten, 6. Nov. Am nächsten Sonntagvormittag wird Gauleiter Reichsstatthalter Sprenger einen Amtswalterappell hier abhalten. Nachmittags wird er in einer öffentlichen Kundgebung sprechen.
Besichtigung der Großbrauerei Zhring Melchior in Lich.
-r Lich, 6. Nov. Auf Einladung der Brauerei Jhring-Melchior begaben sich am Sonntag sämtliche Beamten und Angestellten des Arbeitsamtes Gießen in einem Postauto nach Lich, um einen neuzeitlich eingerichteten Betrieb an Ort und Stelle kennenzulernen. Um 14 Uhr traf der Autobus auf dem Adlerplatz vor dem Rathaus ein.
Auf Wunsch der Gäste hatte der Verkehrs- mnd Verschönerungsverein eine Besichti- Lung der Stadt und ihrer wichtigsten Gebäude vermittelt. Lehrer Schneider übernahm die Führung und gab den Besuchern an Hand der Grabdenkmäler in der Marienstiftskirche einen Einblick in die reiche Geschichte unserer Stadt, deren Zeugen «us alter Zeit (Kirche, Turm, Wall, Mauertürme, Schloßaartenteich, mittelalterliche Häuser in Obersstadt, Kirch- und Schloßgasse) mit großem Interesse betrachtet wurden. Aber auch die neueren Anlagen mnd Gebäude (Ringofenziegelei, Kinderschule, Post- mmt und Brauerei hinterließen einen nachhaltigen «Eindruck.
Gegen 16 Uhr war man an der Brauerei «ngelangt, die in zwei Gruppen unter Führung von »Herrn K. Heller und einem anderen Herrn eingehend besichtigt wurde. Von der aus der Umgegend congelieferten Robgerste über Reinigung, Sortierung, »Keimung und Darre des Materials hin, durch Maschinen-, Brau-, Gär-, Lager- und Abfüllräume, con 4)er Eisherstellung, Faßreinigung und Pecherei -vorüber bis zu dem fertigen Biere konnte man Den Entwicklungsgang des geschätzten Getränkes »erfolgen. Gewaltige Mengen werden täglich her- gestellt, noch gewaltigere lagern in den mächtigen Alumniumtanks und großen Holzfässern und warten Les Versandes in die Nähe und Ferne. Denn die Brauerei Jhring-Melchior ist nach ihrer Vereinigung mit der in ihr aufgegangenen früheren Nachbarin Heller eine der größten Brauereien in Oberhessen und ihr Absatzgebiet geht weit über die Drenzen der Provinz hinaus. Nahezu 100 Arbeiter und Angestellte sind im Betriebe tätig, und wie der Augenschein lehrt, nicht bloß äußerlich, sondern auch eelisch mit der Firma verbunden. Dieses erfreuliche Verhältnis besteht seit langen Jahren und zeigt sich i:n guten und bösen Tagen. Welche Anforderungen nn die Arbeiterschaft einer solchen Musteranlage zu ''tellen sind, das aus eigener Anschauung zu wissen, st, wie der Direktor des Arbeitsamtes Gießen, Regierungsrat Dr. List, in seiner Dankrede betonte, gerade für eine Arbeitsvermittlungsstelle von größter Wichtigkeit, damit zur Förderung der Arbeit :itets die besten Kräfte an den rechten Ort gestellt roerden.
Nach dem aufschlußreichen Rundgang waren sämt- üliche Besucher von Herrn I h r i n g zu einem Jrn- ibiß und Umtrunk in das Stammhaus der Familie, was Gasthaus „Zum Löwen", eingeladen. Aus fei« mem Munde hörte man noch lehrreiche Ausführungen über Herstellung, Bestandteile, Behandlung des Wieres und auch über die angebliche Verwendung öon Chemikalien im Braugewerbe. Mancher, der Die verschiedenen Bierarten schon in der Praxis er« probt hat, war erstaunt über die Vorbedingungen, Die gerade zur Herstellung seiner Lieblingsmarke notwendig sind. In fröhlichster Stimmung brachten die Teilnehmer noch einige Stunden gemeinsam zu, bis Die Hupe des Autos zur Heimfahrt mahnte.
Landkreis Gießen.
* Heuchelheim, 5. Nov. Am Samstag hielt taer Turnverein eine gut besuchte Mitgliederversammlung in seiner Turnhalle. Dereinsführer 3. Rinn gab einen umfassenden Bericht über die Dereinstätigkeit seit November vergangenen Jahres. Daraus ging hervor, daß in dieser Zeit sehr )oiel Dinge zu erledigen waren, die die Turnsache -»etrafen. Die Durchführung der Anordnungen des 1 Reichssportsührers vollzog sich trotz mancher Schwierigkeiten in unserem Verein glatt. Die Werbung iürs Frauenturnen brachte die Eingliederung einer Frauenabteilung. Der umfangreiche Bericht des j Oberturnwarts Volkmann gab ein Bild über !iie recht zahlreichen und vielfältigen turnerischen Betätigungen der aktiven Turner. Eine große An- .ahl von Siegen konnte von ihnen auch in diesem \ Bahre wieder errungen werden. Besonders günstig cchnitten die Turnerinnen ab. Turner Weber gab liine Schilderung seiner Eindrücke von den Nürnberger Kampfspielen. Die Kassenverwaltung konnte iinen günstigen Abschluß der Rechnung melden. Auf Vorschlag wurde der 1. Vereinsführer einftim- imig wiedergewählt. Dietmar! A. Rinn hielt dann lioch einen kleinen Vortrag über die heutige Stel- jung der Deutschen Turnerschaft. Er zeigte die Entwicklung in den letzten beiden Jahren und den Weg üer Eingliederung in den Reichsbund für Leibesübungen und die Aufgaben, die der DT. im neuen Reiche übertragen wurden. Aus seinen Ausführungen fei hier noch erwähnt, daß der Turnverein i Heuchelheim der zweitstärkste Landverein im Kreise ^ahn-Dill ist.
tl Lollar, 6. Nov. Die. hiesige Sänger- i.ereinigung wartete am Sonntagabend mit chrem diesjährigen Konzert auf, das in allen teilen als vorzüglich gelungen zu bezeichnen ist. 3as Programm zeugte von feinem Geschmack. Nelsen Chorwerken von Brahms, L. van Beethoven, Silcher und anderen großen Künstlern kamen im instrumentalen Teil Kompositionen von Verdi, (ülenberg, Blankenburg und Demerssemann von der Kapelle K r e n g e l in vollendeter Weise ausgeführt, m Gehör. Mit Genugtuung ist festzustellen, daß die liolkslieder und die volkstümlichen Chöre den größ- Anklang fanden und von dem dankbaren Zu-
Hörerkreis, der den Saal „Zur Linde" fast bis auf den letzten Platz füllte, mit sehr starken Beifalls- äuherungen bedacht wurden. So ließ bei den Liedern „Zum Wandertor hinaus" von Bein, „Der Jäger aus Kurpfalz" von Othegraven und von demselben Komponisten das neckische Liedchen „Von den zwei Hasen" der Beifall nicht eher nach, bis eine sofortige Wiederholung gesichert war. Besonders muß lobend anerkannt werden, daß die beiden Werke „Die Mühle im Schwarzwald" von Eilenberg und „Mer sitzet unter Aepfelbäum" von Kromer, Männerchöre mit Orchesterbegleitung, Darbietungen waren, die sich hören lassen konnten. Das hierbei erforderliche strenge künstlerische Jneincmder- wachsen von Chorleiter, Sängern und Musikern, wurde in glänzender Weise durchgeführt. Die Solisten des Abends, Herr Schwarzlose (Trompete) mit „Ein Jmmortellenkranz auf das Grab Lortzing" und Kehrmann (Flöte) mit „Italienisches Konzert für Flöte" ernteten durch die meisterhafte Handhabung ihrer Instrumente ebenfalls stärksten Beifall. Die Sängervereinigung hat mit dieser Veranstaltung bewiesen, daß ihr Können auf hoher Stufe steht. Der volle Erfolg dürste der Sängerschar und ihrem Dirigenten Heinrich Meyer (Wieseck) ein Ansporn sein, weiterhin mit Liebe und Hingabe den Chorgesang zu pflegen.
wg. Großen-Buseck, 6. Nov. Die Werbung am nationalen Spar tag hat bei den hiesigen Volksgenossen ein starkes Echo gefunden. Viele brachten Ersparnisse zu der hiesigen Spar- und L e i h k a s s e, die neuerdings auch den Kleinsparverkehr eingeführt hat. Als Erheber wurden die Mitglieder Karl B o n a r i u s und Wilhelm Mattern III. bestimmt. Die Sparbücher werden von der Spar- und Leihkasfe unentgeltlich abgegeben.
+ Grünberg, 6. Nov. Entgegen der seitherigen Uebung war die gestrige Mitgliederversammlung der NSDAP. Ortsgruppe Grünberg in einem anderen Rahmen aufge- , zogen. Ein Teil des Goethe-Orchesters unter Pg. । Dr. Herdt hatte sich bereitwilligst zur Verfügung j gestellt und leitete die Versammlung mit einem flotten Marsch ein. Ihm folgten ein Sprechchor des Jungvolks und das Saarlied des BDM. Nach einem weiteren Musikvortrag sprach ein Mädel vom BDM. das Gedicht „Mein Vaterland." Alsdann erteilte der kommissarische Ortsgruppenleiter Pg. Lind dem Redner des Abends, stellvertretenden Kreispropagandaleiter Pg. Heß, das Wort. Dieser führte in großen Zügen ungefähr folgendes aus: Was ist Nationalsozialismus? Der Nationalsozialismus stellt keine Partei, sondern eine Weltanschauung dar. Er sprach dann über den Liberalismus, den Marxismus, die Politik auf weite Sicht, die Leistungen unseres Führers seit der Machtergreifung und erwähnte dabei die Arbeitsbeschaffung, das Erbhofgesetz und die neuen Steuergesetze. Er schloß seine Ausführungen mit einer Stellungnahme zur italienischen Politik und zur Saarfrage. Reicher Beifall wurde dem Redner für feine vortrefflichen Ausführungen zu Teil. Auch der Männergesangverein hatte sich bereitwilligst in den Dienst der Sache gestellt und trug zwei schöne Chöre vor. Nach einem weiteren Musikstück und geschäftlichen Mitteilungen des Propagandaleiters Hch. Schmidt trug der BDM. unter Gitarrenbegleitung noch ein Lied vor. Dem Schlußwort von Pg. Heß folgten weitere Darbietungen des Gesangvereins und der Hauskapelle.
<£ Weickartshain, 5. Nov. Am Samstag abend fand in dem herrlich mit frischem Tannengrün und Blumen, zahlreichen Hakenkreuzfahnen und Girlanden, sowie mit Bildern des Führers geschmückten Hockschen Saale, unter Mitwirkung des hiesigen Musikvereins, die Verpflichtung der NS.-Frauenschaft von Weickartshain und Stockhausen statt. Der Musikverein eröffnete den Abend mit dem Badenweiler Marsch. Nach schlichten Begrühungsworten durch die Führerin, Frau Schlag, wurde das Frauenschaftslied gesungen. Danach erklärte der Redner, Pg. Dr. Röder (Gießen), in kernigen und eindrucksvollen Worten Zweck und Ziele der NS.-Frauenschaft. Nach dem Gesang „Wir treten zum Beten" las der Redner die Verpfüchtungsformel vor, verpflichtete die anwesenden Mitglieder und überreichte dann die Mitgliedskarten. Nach einigen Liedern sprach Frau Schubert (Stockhausen) dankende Schlußworte. Frohe Stunden verbrachte man anschließend in echter Kameradschaftlichkeit.
CD Grüningen, 5. Nov. Die Vorarbeiten für die Krafstromleitung Lich — Leige st ern sind in unserer Gemarkung beendet. Die notwendigen Masten sind gesetzt. — Bei der vorgestrigen Treibjagd wurden 63 Hasen erlegt.
(D Grüningen, 6. Nov. Die hiesige Ortsgruppe der NSDAP, veranstaltete am Sonntagabend im Saale des Gastwirt Bender eine von sämtlichen Formationen gutbesuchte Mitgliederversammlung. Nach dem gemeinsamen Gesang des Liedes „Volk ans Gewehr" ergriff Ortsgruppenleiter Pg. Otto M a r st e l l e r das Wort. Er schilderte in kurzen Worten die Feier am 9. N o - d e m b e r und deren Sinn, die durch den Pfarrer abgehalten werden soll. Die feierliche Weih e d e r Ortsgruppenfahne der Ortsgruppe Grüningen, zu der die Zellen Eberstadt und Dorf-Gill gehören, findet am nächsten Sonntag statt. Das Pro- gramm ist folgendermaßen vorgesehen: 8.45 Uhr gemeinsamer Kirchgang; 13.30 Uhr Festzug; 14 Uhr Eröffnungsmarsch in der Turnhalle, Begrüßungs- ansprache des Ortsgruppenleiters Marsteller. Danach wird Pg. ÄIo ft ermann die Weihe der Fahne vollziehen. Die Feier wird durch den Turnverein und durch die beiden Gesangvereine verschönt werden. Zum Fahnenträger wurde Pg. Appel bestimmt. Mit dreifachem Sieg-Heil auf unseren Führer wurde die Versammlung geschlossen.
csd Eberstadt, 6. Nov. Gestern abend ist einer der alte ft en Einwohner unseres Dorfes, Heinrich Buß, im Alter von 86 Jahren plötzlich verstorben
! — .
I Ideale Im Dienste der nationalsozialistischen Wettanö _ schauung. Stützpunktleiter Münch wies kurz auf ld Die Erhebung der Deutschen Arbeitssront zur Par« teigliederung hin und gab dann einige organifato- rische Maßnahmen bekannt. Die NS.-Gaufilmstelle
Kreta Scholten.
y. Schotten, 5. Nov. Am Samstagabend ver.
veranstaltete einen Filmabend mit der Vorführun-g des Films „Drei Kaiserjäger", eines Landschaftsfilms und der Wochenschau.
xp Deckenbach, 6. Nov. Von welche weit- tragender Bedeutung das große Arbeitsbe« schaffungsprogramm unserer Reichsregierung auch für die Holzbearbeitungsindustrie ist, kann man bei der Firma K. Friedrich, Zimmergeschäft und Sägewerk, sehen. Die Firma war mit Aufträgen so reichlich versehen, daß das hiesige Werk den ganzen Sommer über voll zu tun hatte. Auch die Filiale in Neuhaus bei Homberg
ammelten sich nach der üblichen, im Oberwald tattgehabten Hubertusjagd die Jäger, Jagd- reunöe und die Försterschule im „Hessischen Haus" zur alljährlichen Hubertusfeier. Oberforstmeister D e u ft e r begrüßte die zahlreichen Weidgenossen wies auf die Bedeutung des Hubertustags hin. Kreisleiter K r o m m brachte ein Sieg-Heil auf den
war fo stark beschäftigt, daß etwa 25 Arbeiter in zwei Schichten ihren Verdienst fanden. Die Firma hat im Sommer Pferde angeschafft und vor kurzem einen Bulldogg erworben. Mit diesem ist insbesondere eine bessere Verbindung zwischen Werk Deckenbach und Werk und Station Neuhaus gewährleistet.
= er. Homberg, 6. Nov. Hier fand in der dichtbesetzten Stadthalle eine Saarkundgebung statt. Nach einem Sprechchor und dem gemeinsam gelungenen Lied „Volk ans Gewehr" hielt Herr L e s s e l, ein Arbeitsdienstfreiwilliger aus dem Saargebiet, einen fesselnden Vortrag über seine Heimat. Mit begeisterten Worten verstand er es, seinen Zuhörern unser schönes Saarland im Geiste nahezubringen. Lautlose Stille herrschte während des ganzen Vortrags. Gerade dies mag dem Redner schönster Lohn gewesen sein, bewies es ihm doch, wie weit alle von seinen Ausführungen gefesselt wurden. Das Saarlied beschloß die würdige Kund
gebung.
st. Kirtorf, 6. Nov. Der Gemeinderat genehmigte in seiner jünasten Sitzung den Pachtver- trrag mit Apotheker Ludwig Frey aus Heber- lingen, der als Nachfolger des verstorbenen Apo- thekers Reichmann die Stadtapotheke übernimmt. Die Pflasterung an der Marburger Straße und die Instandsetzung der Polizeiwohnung in der alten Schule wurde genehmigt. An der Neustädter Straße soll nach Ausfüllung eines Grabens das dadurch gewonnene Gelände zu Siedlungsbauten Verwendung finden. Die Bürgersteuer für 1935 wird, wie im Vorjahre, mit 100 Prozent erhoben werden. — Die hiesige P o l i z e i st e l l e wurde dem Polizeiwachtmeister Röhrig aus Waldmichelbach übertragen. — Die Holzfällerarbeiten in den Stadtwaldungen haben begonnen. — Der Spar- und Darlehenskassenverein (Raiffei* s e n) hielt in der Gastwirtschaft von Becker seine Generalversammlung unter Leitung des Vorsitzenden Sprankel ab. Die Bilanz, die mit 77 113 RM. in Aktiva und Passiva abschließt, wurde einstimmig genehmigt. Der Verein beschloß den Beitritt zu dem ländlichen Genossenschaftsverband Rhein-Main- Neckar. Eine Kommission soll sich mit der Prüfung der Außenstände und der Warenbestände beschäftigen. — In einer Bauernversammlung unter Leitung des Ortsbauernführers L i e h r wurde beschlossen, zum Winterhilfswerk für jeden Morgen Land der angebauten Grundfläche zwei Pfund Roggen und 6V2 Pfund Kartoffeln als Spende abzu-
hierauf folgten Reigenvorführugen des BDM. aen und 6V2 Pfund Kartoffeln als Spende abzu- Schulungsleiter Erb von der HI. hielt hierauf eine führen. Ferner wurde über die Lieferung von Brot- Ansprache über den Kampf der Jugend für ihre j getreide zur Sicherung der Ernährung verhandelt.
Führer aus. Manch treffliches Wort auf Wald und Jagd, sowie auf die Schönheit unserer Heimat wurde gesprochen, manch herrlich Lied auf den deutschen Wald und die Jägerei gesungen.
* Wetterfeld, 6. Nov. Die hiesige Orts- bauernschaft brachte bei der Kartoffel» fammlung für das Winterhilfswerk 115 Zentner Speifekartoffeln zusammen.
ch Groß-Eichen, 6. Nov. In unserer Turnhalle fanden am Samstag zwei Vorstellungen des Kasperle-Theaters statt, die jung und alt viel Freude brachten. — Am Sonntag wurden in unserer Ortsgruppe für 29 Mark Astern für das Winterhilfswerk verkauft (Sellnrod 10 Mk., Groß-Eichen 17 Mk., Solms-Ilsdorf 2 Mark.) — Auf Station Weickartshain kamen die Kartoffelspenden für das Winterhilfswerk zur Verladung. Es spendeten: Sellnrod 60 Zenter; Groß-Eichen 165 Zenter; Klein-Eichen 76 Zentner; Solms-Ilsdorf 32 Zentner. Die Sendung geht nach Offenbach, um dort an hilfsbedürftige Volksgenossen verteilt zu werden.
§ Ulrichstein, 6. Nov. Auch hier fanden am Sonntag die Vorstellungen des Kasperlethe- a t e r 5 „Radi-Rullala" bei Kindern und Erwachsenen viel Beifall. Die Vorstellungen, die von der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" veranstaltet wurden, waren beide gut besucht.
Kreta Alsfeld.
* Alsfeld, 6. Nov. Die Sammlung für den Volksbund Deutsche Kriegsgräber- f ü r f 0 r g e erbrachte im Kreise Alsfeld insgesamt 1440,55 Mark.
kf Merlau, 6. Nov. Die Verbundenheit zwischen Stadt und Land kommt im nationalsozialistischen Staate durch das W i n t e r h i l f s° werk voll und ganz zur Geltung. Dies konnte man gestern wieder an den Stationen der Strecke Mücke —Hungen wahrnehmen. Hunderte von Fuhrwerken aus dem Vogelsberg hielten mit Frucht und Kartoffeln schwer beladen an den einzelnen Stationen. Fleißige Hände waren damit beschäftigt, die Spenden für das Winterhilfswerk in die Waggons zu verladen. Teilweise waren die Waggons mit frischem Tannengrün geschmückt, aN manchen Waggons waren auch Schilder mit sinnvollen Ansprüchen angebracht. Dies alles zeugt davon, wie das große soziale Hilfswerk, das von unserem Führer und Reichskanzler in die Wege geleitet wurde, vom Volke verstanden und durchgeführt wird.
ll. Merlau, 6. Nov. Der hiesige Stützpunkt der NSDAP, hielt gestern abend im Saale von Hörle eine Versammlung ab, die von Stützpunktleiter Münch geleitet wurde. Der HI. - Spielmannszug leitete den Abend mit einem Marsch ein,
Kirche und Schule.
Landkreta Gießen.
5 Steinbach, 5. Nov. Das Reformatio n s f e st wurde hier und in A l b a ch zunächst am Mittwoch mit je einem Gottesdienst für die Jugend gefeiert, an dem auck erwachsene Gemeindeglieder sich beteiligten. Am gestrigen Sonntag fand in Steinbach vormittags Festgottes- 0 i e n ft statt, in dem der Pfarrer über Apostelgeschichte 4, 29 predigte und als Aufgabe der Wort- verkündigung unserer Zeit ein deutsches Christentum mit dem Ziel eines christlichen Deutschland darstellte. In Albach fand der Festgottesdienst nachmittags statt. Als Abschluß und Krönung des Festes wurde abends eine Gemeindefeier stunde im Gotteshaufe gehalten. In Steinbach wirkte hierbei der Kirchenchor unter Leitung des Musikmeisters Schleuse mit. In Scbriftlesungen und Gemeindeliedern wurde die Botschaft der Reformation bargeboten. „Unsere Stellung zur Bibel als Lebenswort" war der Inhalt der Ansprache des Pfarrers, diese schloß sich an drei Kernsprüche der Bibel an. Nach der Feierstunde fand eine Bibel-Aus- ft e H u n g statt, gezeigt wurden alte Bibeln aus der Gemeinde und eine reiche Auswahl moderner Bibeln in allen Preislagen. Einige Bibeln wurden bestellt von Ehepaaren, die keine Traubibeln erhalten hatten. Seit der Inflationszeit ruhte diese Sitte der Traubibeln, bis der jetzige Pfarrer sie wieder einführte.
y Großen-Buseck, 5. Nov. Am Sonntag fand in unserer Kirche eine Bibelfeier statt, die von der Gemeinde sehr gut besucht war. Im Mittelpunkt stand ein Vortrag von Pfarrer Mül» ter über das Thema: „Die deutsche Lutherbibel als das Lebensbuch, Kampfbuch und Heimatbuch des deutschen Volkes." Der Vortrag gab ein anschauliches Bild von dem Werdegang der Bibelübersetzung, von Luthers meisterhafter „Verdeut- schungskunst", von der Bedeutung der deutschen Bibel als Grundlage der deutschen Schriftsprache und als Kraftquelle deutscher Frömmnigkeit. Anschließend führten die Konfirmanden ein liturgisches Wechselgespräch: „Das ewige Wort" auf, das das Wort Gottes als besten Ratgeber, höchstes Gut, Tröster im Leiden, Mahner und Warner in entscheidungsvollen Stunden eindrucksvoll vor Augen stellte! Zwei sehr schön vorgetragene Lieder des Kirchenchores, sowie Gemeindegesang umrahmten die wohlgelungene Feier.
T Treis a. d. Lda., 5. Nov. Das Reformationsfest, verbunden mit dem 400jährigen Bibeljubiläum, wurde hier gestern mit einem durch Mitwirkung des Posaunenchors und Schülerchors ver- fchönerten Festgottesdienst begangen, nachdem bereits am Mittwoch eine Reformationsfestfeier mit den Schülern in der Kirche stattgefunden hatte. Am Abend war in Mills Saal eine kirchliche Familienfeier der ganzen Gemeinde, bei der von den Konfirmanden für den Tag passende Gedichte vorgetragen wurden, die den vom Ortspfarrer gehaltenen Vortrag über: „Luthers Bibel- verdeutschung" umrahmten. Nach dem Vortrag wurden noch eine Reihe von Lichtbildern gezeigt, die die Anwesenden mit den verschiedenen Bibel- ausgaben bekannt machten. Der Posaunenchor begleitete die gemeinsam gesungenen Lieder und trug mehrere religiöse Musikstücke vor. Die Schüler der ersten Klasse erfreuten uns durch einige gut vor- getragene Choräle.
§ Lumda, 4. Nov. Heute fand die E v a n - gelisationswoche, ausgeführt durch Missio- nar Walther (Gießen), ihren Abschluß. Der
Besuch war recht gut; jeden Abend fand sich alt und jung in der Kirche ein, um dem Wort des Lebens zu lauschen. Die Evangelisation wurde mit dem Vortraa eingeleitet: „Wohl dem, der eine Heimat fjatr Von der irdischen Heimat, die mir von ganzem Herzen lieben, wurden wir hingewiesen zu der himmlischen Heimat, die wir noch höher schätzen sollen. Der Weg zu dem ewigen Vaterhaus wurde uns in den beiden folgenden Vorträgen gezeigt; sie standen unter dem Thema: „Welches ist der rechte Glaube?" Der Missionar setzte sich mit den christusfeindlichen Strömungen unserer Tage auseinander und zeigte uns den wahren Führer Jesus Christus, der von sich sagen kann: „Ich bin der Weg, d i e Wahrheit und das Leben; nie- kommt zum Vater denn durch mich." Drei weitere Vorträge beleuchteten das Leben in der Familie; sie schilderten wahres Eheleben, rechte Erziehung und heilige Jugendzeit. Zur Schlußversammlung am Sonntagabend war die ganze Gemeinde er- chienen. Noch einmal wurde uns der Heiland in einer suchenden Hirtenliebe vor Augen gemalt. Ach, )aß wir ihm alle folgen möchten zu unserem zeitlichen und ewigen Heile!
Z Beltershain, 5. Nov. Die hiesige Evangelische Gemeinschaft veranstaltete am Donnerstag im Schulsaal einen Vortrag mit Lichtbildern. Prediger Pfeiffer- Grünberg sprach über das Leben und Wirken von Dr. Martin Luther.
CD Ober-Bessingen, 5. Nov. Aus Anlaß des Reformationsfestes und des 400jähri- gen Bibeljubiläums veranstaltete Pfarrer Strack eine B i b e l a u s st e l l u n g in Jakobs Saal. Es war eine Anzahl alter Bibeln aus Familien unseres Kirchspiels zu sehen, daneben wurden die neuesten Bibelausgaben gezeigt, die in verschiedenster Größe zu kaufen waren. Anschließend zeigte Pfarrer Strack die Lichtbildreihen „400 Jahre Lutherbibel" und „Bilder aus der Rudolf-Schäfer-Bibel", die einen tiefen Eindruck bei den Beschauern hinterließen.
oo Eberstadt, 6. Nov. Am Sonntagabend hielt Pfarrer Lenz (Münzenberg) in der hiesigen Kirche einen Vortrag über die Bekenntniskirche. Am Schlüsse des Abends dankte Pfarrer Ködding (Eberstadt) im Namen der Gemeinde dem Vortragenden für seine Darlegungen.
Kreta Alsfeld.
ll. Flensungen, 5. Nov. Gestern abend fand im hiesigen Gotteshaus eine Reformationsfeier statt. Im Mittelpunkt des Abends stand ein Laiensviel der evangelischen Jugend „Luther der Kämpfer". In seiner Predigt betonte Pfarrer Kalbhenn den Wert der Bibelübersetzung für unsere deutsche Sprache.
Kreta Wetzlar.
CD Dutenhofen, 6. Nov. Hier fand die Kreisversammlung des Qungmänner- b u n b e s unter dem Vorsitz von Pfarrer Koch (Lützellinden) statt. In den Verhandlungen beschäftigte man sich mit der Konferenz in Barmen, ferner mit der Bekenntniskirche, der Winterarbeit im Kreise, mit Bezirkskonferenzen und Bibelkursen. Mit Gebet und Gesang wurde die Versammluna geschlossen.
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