Mittwoch, I.November 1934
184. Jahrgang
Nr. 261 Erstes Blatt
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Eichener Anzeiger
«General-Anzeiger für Oberhessen
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;r-nttuKm"ma!n 1168« Druck und Verlag: vrühl'sche UnIverfitStrvuch- und Steindruckerei «.Lange in Siehe». Schristleitung und SeschSstrftelle: Schulftrahe 7 M-ng-nabschlüss-Staffel»
Zwiespältiges Zrankreich. I Deutsch - französische Aussprache über die Gaarabstimmung
in
der es u. a. heißt:
Die Fraktion erklärt, dem Gedanken des politischen Waffen st itl st andes treu zu bleiben. Sie ist im Interesse des Landes zu einer weitgehenden „0 r g a n i f i e -
daß Frankreich auf feine internationalen Pflichten weder verzichten wolle noch könne) unterstrichen. Das eine Zeitwort sage, daß Frankreich nicht die Absicht habe und das andere sage, daß Frankreich auch nicht die Möglichkeit habe, flch den Aufgaben zu entziehen, die ihm durch seine internationale Pflichten zugeschrieben seien. Zu-diesen Aufgaben gehöre bekanntlich der militärische Beistand der Regierungskommission im Falle ernster Unruhen. Eine deutsch-französische Aussprache, so fügt das Blatt dann wieder hinzu, gerade in dem Augenblick, in dem in Rom der Dreierausschuß seine Arbeiten aufnehme, sei unbestreitbar nützlich gewesen.
Der „Excelsior" wertet die Mitteilung über die Unterredung als eine Art stillschweigendes Ueber- einkommen zugunsten der Beilegung der internationalen Saarpolemik. Das „Echo de Paris" möchte hoffen, daß die Aufklärung, die Laval dem deutschen Botschafter gegeben habe, die deutsche Pressekampagne gegen die französische Politik beilegen werde. Die Pariser Regierung habe keine besonderen Absichten auf das «Saargebiet. Entgegen der Annahme in Berlin habe noch keine französische Truppenbewegung stattgefunden. Die Militärbehörden hätten sich damit begnügt, Etappen feftzusetzen und einen Konz en- trationsplan auszuarbeiten. All das sei nicht neu. Laval habe sich nur bemüht, ,in der Lage zu
Frankreichs Kampf nm den Burgfrieden
Kann eine KabinettsknsiS v?rmieden werden?
Der Beschluß der RaMalsozmUen.
Die Entscheidung wieder bei Doumergue.
Paris, 6. Nov. (DNB.) Der radikalsozialistischen Kammerfraktion erstattete Herriot, der in Begleitung der übrigen radikalsozialistischen Minister erschienen war, Bericht über die Lage. Er betonte, daß die Fraktion über das Verhalten der radikal- sozialistischen Minister zu beschließen habe. Er sei bereit, sich danach zu richten.
Innenminister Marchandeau wies auf die Gefahren hin, die eine Ministerkrise unter den gegenwärtigen Umständen bringen würde. Eine Staatsreform sei wünschenswert. Nur die Nationalversammlung könne eine Staatsreform vornehmen, die der Regierung ausreichende Autorität und Festigkeit verleihe. Der Minister bezweifelte, daß es möglich sein werde, die Ruhe im Lande im Falle einer Regierungskrise aufrecht zu erhalten. Er habe für alle Fälle entsprechende Vorschläge in der Kammer eingebracht, aber noch seien sie nicht verabschiedet. Bei den Februarunruhen seien Lücken im Gesetz zutage getreten.' Damals habe man gewisse Verhaftungen nicht vornehmen können, da keine gesetzliche Handhabe vorhanden gewesen sei. Der Vorsitzende des Finanzausschusses der Kammer, Malvy, forderte seine Fraktion auf, sich zur beschleunigten Verabschiedung des Haushaltsplanes zu verpflichten. Die Anregung Malvys wurde von der Fraktion nicht befolgt. Mit allen gegen zwei Stimmen wurde eine Entschließung angenommen.
sein, gegebenenfalls den am 27. September im Völkerbundsrat von B a r t h o u gesprochenen Porten Wirkung zu verleihen.
Der Saarbevollmachttgle bei Baron Aloisl.
Die römische Tagung des Dreicrausjchnsses.
Rom, 6. Nov. (DNB.) Am Dienstag wurde der Saarbevollmächtigte des Reichskanzlers, B ü r ck e l, in Begleitung des Vortragenden Legationsrates Dr. Voigt vom Auswärtigen Amt und des Botschafters von H a f f e 11 im Palazzo Chigi vom Präsidenten d es Dreierausschusses Baron A l o i s i zu einer Unterredung empfangen. Am Vormittag fand eine Zusammenkunft des Dreierausschusses, bestehend aus Aloisi, dem Argentinier C a n t i l o und dem Spanier O l i v a n statt. Der Völkerbundsrat hatte am 8. September den Dreierausschuß ermächtigt, an das Studium verschiedener technischer Fragen, die mit der Saarabstimmung Zusammenhängen, zu gehen unter Hinzuziehung Sachverständiger, wenn er es für gut erachte. Der Zweck der Sitzung in Rom ist, die Ergebnisse der bisherigen Studien zu überprüfen und Vorschläge zu machen, die dem Völkerbundsrat unterbreitet werden sollen.
rung des Staates“ entschlossen. Sie Beteuert ihren Willen, diese Reform unter Ausschluß jeder der republikanischen Doktrin zuwidertaufenden Maßnahmen zu verwirklichen. Die Fraktion beschließt mit Rücksicht auf eine geordnete Verwaltung der Staatsfinanzen die sofortige Beratung des Haushaltsplanes zu verlangen und verspricht, zu der m ö g t i ch st raschen Verabschiedung des Haushalts beizutragen. Die Fraktion ist der Ansicht, daß sie auf diese Weise altes tut, was von ihr verlangt wird, um die Einigkeit aufrechtzuerhalten. Sie wünscht, daß ähnliche Bemühungen den ihrigen entsprechen werden, um durch allgemeine Zusammenarbeit die wirtschaftliche Wiedererhebung und die Aufrechterhaltung des inneren und äußeren Friedens zu gewährleisten.
Die Entschließung soll dem für Donnerstag einberufenen ÜRinift errat vorgelegt werden. Es dürfte sich um ein taktisches Manöver handeln, durch das die Beteiligten die letzten Möglichkeiten für eine Verständigung ausnutzen und die Verantwortung für eine Krise vor der öffentlichen Meinung von sich weisen wollen. Falls der Ministerpräsident den Radikalsozialisten keine Zugeständnise macht, soll er für den Aus- bruch der Krise verantwortlich erscheinen.
Erregte Stimmung.
Die Atempause bis Donnerstag.
Paris, 7. Nov. (DNB. Funkspruch.) In der französischen Presse wird berichtet, daß die radikal- sozialistischen Minister am Dienstag Doumergue ihren Rücktritt angeboten hatten und nur auf dringendes Ersuchen des Präsidenten der
Zwischenfall, so z. B. bei den Verdächtigungen gegen die „Loyalität" des Bundeskanzlers Dr. Schuschnigg anläßlich seines kürzlich stattgehabten Gesprächs mit Vertretern nationaler österreichischer Kreise. Dafür läßt man sich vom Genossen Radek Frankreichs guten Willen und den Wert der russisch- französischen „Friedensfestung" bescheinigen.
Wir sind die Letzten, etwa auf innere Wir - ren in Frankreich zu spekulieren. Denn wenn schon die latente französische Anarchie heute eine so unheilvolle Starre nach außen bedingt, so wäre in Augenblicken der Panik das S ch l i m m st e zu befürchten. Die gewaltige französische Pulvermine darf nicht von selber losgehen, sonst wird Europa aus den Angeln gerissen. Allerdings wissen wir Deutsche viel zu gut, daß eine große Nation ihr verlorenes Selbstbewußtsein nur durch intensive Arbeit an sich selber wiedergewinnen kann Autoritäre Reform ohne wirkliche nationale Revolution ist Flickwerk und das Gegenteil einer Erneuerung. Wir sehen den dramatischen Vorgängen drüben im Westen ohne jede billige Schadenfreude zu und können den Franzosen nur wünschen, daß ihnen die Neuordnung in der Krise wirklich gelingt, und zwar auf der ganzen Linie. Denn so gewiß auch die starrste Außenpolitik das morsche Gebäude auf die Dauer nicht zu halten vermag, so sicher erfordert eine neue Innenpolitik den M u t zur freien Verständigung nach außen. Der innerlich Starke hat es nicht nötig, den Frieden des Nachbarn ständig mit seiner Angst zu bedrohen.
die zweite Schwäche des heutigen französi- schen Zustandes, die nicht minder gefährlich ist als die innere Zwietracht, nämlich die fatalistische Deutschfeindlichkeit in der Außenpolitik. Ueberzeugung und Berechnung vermischen sich in diesem Punkt bei den meisten französischen Politikern in der verhängnisvollsten Weise. Denn selbst wenn sie glauben, daß tatsächlich alles Menschenmögliche zur Niederhallung des Reiches getan wird, so brauchen sie die „deutsche Drohung" immer noch als Ruf zur nationalen Sammlung, ja nur zu oft als durchsichtige Entschuldigung für ihr unentschlossenes Weiterwurfteln. Es ist trostlos, aber es ist so daß sich die Pariser Politiker heute nur in einer einzigen Frage einig sind, in ihrer krampfhaften Abwehr gegen Deutschland.
Ja in einer Zeit, wo Generalstab und Auswärtiges Amt angesichts der inneren Ungewißheit sich weitgehende Handlungsvollmacht selber nehmen, tritt hinter dem verbissenen Willen, die Kampfstellung um jeden Preis zu halten, die Frage nach Wie und Warum völlig in den Hintergrund. Wenn der Pole nicht will, muß der Russe her. Und wenn es mit Italien nicht ganz glatt geht mutz eben das nach Alexanders Tod naturgemäß erschütterte S ü d s 1 a w i e n von der Klemen Entente und der Balkanentente fest in die Mitte genommen werden. Der stillschweigenden englischen B i (I i q u n a glaubt man bis auf weiteres sicher 3U sein und mehr als Stillschweigen braucht man von dieser Seite gar nicht. Wie nervös jedoch die ! ganze gigantische Präventivpolitik den Franzosen
, mgenen Entmachtung rühren. flärung zur ftennfnis, um seinerseits daran zu er-
Bis gestern redete der zum eifernden Reforma- innern, daß die Absichten der französischen Re- t t>r, gewordene ehrwürdige Greis seinen Kollegen gierung hinsichtlich der völligen Achtung r it* Engelszungen zu, heute noch betont er wie zur dieser Abstimmungsfreiheit stets ebenso (ntschuldigung: „Diktatoren pflegten ganz anders aßroeren seien nrzugehen, sie verlangten vom Parlament keine nac geroe,en ’cien‘ ! ollmachten mehr, sondern setzten die Abgeordneten fÄrrtfip
t nfad) vor die Tür." Ist das eine Drohung für SZ/IVpv VyUUFIMIlM
borgen oder der Anfang zum Verzicht? Was wird *h hpt*
<§fchehen, wenn Kammer und Senat, in ihrem f Ul ”£l pundsätzlichen Widerstand durch die Minister-Se- j-ifion der Herriot und Genossen gestärkt, die Ge-
Kgschast nach Versailles und damit das autoritäre - Regime überhaupt verweigern? Hat Frank- hochbedeutsames Er ei i”id) dann am nächsten Tag einen Diktator,^- ■ *• *-• r------Sß
Paris, 7. Nov. (DNB.-Funkspruch.) Die Unterredung des deutschen Botschafters mit dem französischen Außenminister wird von der Presse als ein hochbedeutsames Ereignis bezeichnet, das , ------ v~ , .die deutsche und die französische Haltung in der
«Der wird wieder wie am Abend des b. Februar Saarfrage kläre und das dazu beitragen könne, l i e Anarchie ihr furchtbares Haupt über Pans einen ruhigen Verlauf der Abstimmung lieben? Die Welt hat ein Anrecht darauf, Dou- gewährleisten. Die Agentur Havas betont, nnergues wahres Gesicht, das nun nicht länger die im Bericht enthaltenen Worte „sehr höflich" unter der lächelnden Maske des Burgfriedens. ver-1 werden verdienten. Die
borgen bleiben kann, zu kennen und gleichzeitig zu beiderseitigen Erklärungen könnten gar nicht pla- .-rfahren, wer im entscheidenden Augenblick neben K.,. 's hervorgehoben werden. Das „Petit >on treten wird. Ist es der ehrgeizige starke Mann ^o^nal" spricht von einem entscheidenden ardieu oder der verbindliche Gemäßigte Flan-^^^.j^ , ur Beruhigung. Weder Deutsch- in, der hitzköpfige Oberst de la Rocque und I Ian£ nod) Frankreich hätten das geringste. Jnter- ! ünesgleichen von den nationalen Verbanden, oder 'öaran öic Abstimmung zu stören. Der gestrige sind es etwa die kühl überlegenen Generale Pe- Meinungsaustausch bekräftige die Berlin in und Weygand? Die vier Vorschläge 3Ut L, f n * f u n q die Abstimmungsbedin-
Aerfassungsreform wollen den starken Staat K' ' die nicht mehr geändert würden, zu cks Rettung aus einer moralischen und materiellen » 'Sas sei nicht überflüssig gewesen." Dauerkrise; wer wird ihn wirklich schaffen? <£er „Petit Parisien" unterstreicht, daß dies seit
Raymond Poincare hat wenige Tage bor L a n g e"m b e r e r ft e unmittelbare b e u t f d)= Einern Tod noch einen Artikel zur inneren Lage französische Meinungsaustausch über iserösfentlicht, worin er den Kern des Hebels un- die heikle Saarfrage gewesen sei. Daran könne man imwunden zugibt: „Nicht zwei Abgeordnete sind die Bedeutung der Unterredung ermessen. Das Blatt sich über die Reform einig", und man kann ruhig bemüht sich dann aber doch, die versöhnliche Note Änzusügen: nicht zwei Minister und nicht zwei der amtlichen Mitteilung in die alte französische Journalisten, ja, im Grunde genommen keine Zwei Tendenz umzudeuten. Aus der amtlichen Mitteilung s-ranzosen! Den unhaltbaren Zustand einer korrupt ergebe sich, daß Frankreichs Haltung in cLwordenen Routine spürt jeder, aber jeder steckt d e r Abstimmungsfrage unverändert -inerfeits bis über die Ohren in der Routine, bleibe: Strikte Anpassung an die Bestimmungen Poincare selber wollte das Parlament nicht an- des Versailler Vertrages und die vom Völkerbund Insten, sondern nur die parlamentarischen Kommis- festgesetzt Regeln. Die Stetigkeit der französischen fionen zurückdrängen; auf ein ähnliches kaltes Ver- Haltung werde sogar durch zwei aufeinander,ol- mhren scheint sein früherer Todfeind C a i 11 a u x gende Zeitwörter (der Minister habe ausgefuhrt, Äzuzielen. indem er die verkalkte Verwaltuna —
te den Sündenbock hinstellt. D ° u m e r■ g u -selber ------------------------------ — “
sicht nicht etwa offen für eine autoritäre Demo- den Sparstrumpf das „Schwundgeld" gepriesen und i~atie gegen den Parlamentarismus, sondern „gegen übrigen angebeutet, bie Arbeiter stäuben zum ius gegenwärtige Parlament unb bie Parteien . Aeußersten entschlossen hinter ber Demokratie. Das' l a n b i n benft an eine Regierung des sozialen nact) f^nb Staatsminister Herriot auf, verlangte imb politischen Ausgleichs, wie unter Walbeck- Entwaffnung aller faschistischen unb antifaschistischen Aousseau nach ber Dreyfuß-Krise. Selbst der kühne Derbänbe und beruhigte sein „republikanisches Gepard ieu geht in seinerp Buch „Die Stunde der wissen" mit dem üblichen Hinweis auf die Not- dntfcbeiöuna" nicht über ein Programm zur Ver- wendigkeit nationaler Disziplin gegen die deutsche s.ärkunq der Exekutive nach englischem Muster hm- Gefahr: „Vergeßt nicht den 13. Januar 1935!" Die j.us, etwa in der Art, wie früher bei uns die Neusozialisten haben ihren großen Mann, den Ar- Deutsche Volkspartei den Reichskanzler gegen die beitsminister Marquet, verloren, ein Programm Parteien stärken wollte. dagegen noch immer nicht gefunden, während Herr
Rechts davon aibt es in Verbänden, Presse, Leon Blum beweist, daß „alle persönliche Macht tudentischer Jugend und im Lager der Reserve- monarchisch" und der greisenhafte Staat em heillges s-izier- gewiffe Ruse nach Staatsstreich und Lik- Gut aller Marxisten ist! Die proletarisch- mtur. Allein, erstens s e h le n d i e h a n d e l n d - n E , n h -1 t s s r ° n t mit den R o m mu rit ften Männer, weil die Führer der demokratischen bedeutet zwar eine anarchische Gefahr mehr, polllifcy Armee sich aus guten Gründen äußerste Zurück- aber wird sie nicht gerade ernster, wenn Noman- idaltung auferlegen und die sogenannten Wirtschafts- schriftsteller wie Andre Gide sich auf ihre alten Wer auch in Frankreich für den Ernstfall nicht Tage zum „fröhlichen und „Humanitären Sowfer- n Frage kommen. Zweitens ist der autoritäre glauben befennen! ,
Lunschtraum der Rechten entweder f a s ch i st i - Wie sprach Herr Herriot, fünf Minuten be= heb er Nachahmung ober monarchistische vor er Herrn Doumergue schließlich doch itn toticb ieftauration, jedenfalls viel zu reaktionär ließ? „Vergeßt nicht ben 13.Januar 1935! Jhe iur einen burchschlagenben Erfolg. Sa ar frage als entscheibenbes 'nnerpolttisches
Um so kläglicher allerbings verteibigt bie rabikal- Argument? Gewiß, unb je schwankender Frank- iLmokratische und sozialistische Linke sämtliche reichs innere Haltung wird, desto schroffer und her- M^ßbräuche und Utopien mit dem achselzuckenden ausfordernder tritt es nach außen auf Di^ jungf en nweis darauf, daß Frankreich, wie Paul-Bon- militärischen Maßnahmen für einen Emmarsch ms ;nur fich ausbrutft; „die Republik nun Saargebiet und die Lobeshymnen auf den russischen al im Blute habe". Auf dem Radikalen roten Alliierten wirken, besonders nach Barthous, tes, 's. KL ü SÄ Ä SI S6tt5SKÄ «SSS»«s » w» “ **•
XX1?« ..»«„« ©er deutsche Botschafter «öfter »ou Laval empfangen. - ©er Außenminifler dementiert ° a"nch M-r" Wachen! Oie Truppenkonzentrationen an der Gaargrenze.
,nde bedenklich zugespitzt. Wenn die über=
t*itt, um die hochnotpeinliche Frage der ÄJ Der amtliche französische Bericht. I Wlles"b zur Natw'nalversammlung^zu stellen^so ^eht Pa r iS, !>. Aon. !^.? h'-'v/s meldet: Ler ier trennende Riß mitten durch die Ministerbänke französische Außenminister Laval hat Dienstag hindurch. In wessen Auftrag und Namen spricht nachmittag den deutschen Botschafter iigentlich der energische alte Herr? Was soll es hei- Roland Köster empfangen, mit dem er en, baß Doumergue sich im Rundfunk empört an ausführlich über die verschiedenen Probleme lle wendet, während er allem Anschein nach weder unterhalten hat, die beide Länder interessieren, ins-
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s «5 LVE« L »Ä"SSt Ä &S persönlichen Gewalt" tatsächlich a 11 e M a ch t d e m a u f k e»n e d e r P f l i ch t e n , die ihm »n A u s - Parlament übergeben und sich jeden Rück- führung seiner internationalen Ver- !>eg zur direkten Demokratie abgeschnitten p f l j ch t u n g e n dem Völkerbund gegenüber ob- pben. Herr Doumergue, der „in der Berfas- verzichten wolle noch könne. Außen-
ring nicht vorkommende Ministerpräsident", ist sinister Laval legte andererseits Wert darauf, die I°lbst Parlamentarier roie alle feine KoU mif(ei(ungra ber ausländifchcn presst über an- Ilgen; der Staatspräsident Lebrun, auf den flch I m i f i # ä r H rfi o TTlnfinahmen ,u
Il e neue autoritäre Reform stützen soll, wurde a u ch 9 e b l i ch e militari s ch e Wahn a m : n zu |i ur von der aus Kammer und Senat bestehen- dementieren, um damit ;edem Mißverstand l|»n Nationalversammlung und nicht ms die Spitze abzubrechen.
ittwa vom Volk gewählt. Wenn nun die harte Der Botschafter hat, indem er der Auffassung l.otwendigkeit den Regierungschef dazu zwingt, sich öet Reichsregierung Ausdruck verlieh, bestätigt, daß ' ausdrücklich seine Befugnisse als „Premierminister Deutschland in keiner Weise die därch ILSSLSLS.'LL: SÄSLl- r«---»
t n der Republik persönlich in die Hand zu drücken, zur Gewährleistung der AbsilMMiiNgsfreiheit der d. mag das ganze Land ihn begreifen, das Par- Saarländer verkennen wolle. Der französische lei m e n t aber wird fein en Finger zur Außenminister nahm mit Genugtuung diese Er-


