bi'
berg, der sich hinter Klein-Kuhren erhebt und den höchsten Punkt der Samländischen Küste bildet. Von seiner Spitze aus hat man neue Fernblicke: gen Osten geht das Auge bis zur Wanger Spitze, und was geradeaus in fahlem Gelb in blauer Ferne verschwimmt, sind die Wanderdünen der Kurischen Nehrung, der dunkle Streifen ist der Nehrungswald. Nach Westen hin geht der Blick: da strebt über ein Wäldchen hinweg gegen das Himmelsblau der Leuchtturm von ^rüfterort.
Westlich von Brüsterort. Wohl fehlt es nicht an Erhebungen, aber nach den großartigen Eindrücken, die wir in Klein-Kuhren empfingen, wirken sie nicht. Der Blick wird abgelenkt vom Landschaftlichen, und das Auge forscht nach Spuren, die auf Geschehnisse früherer Zeiten schließen lassen, und an solchen Zeugen fehlt es nicht. Wir sind im Lande des B e r n st e i n s. Das Gold der Ostsee hat in erster Linie dazu beigetragen, das Samland bekannt zu machen, lange, bevor man in der Welt von anderen altpreußischen Gebietsteilen wußte. Hierhin kamen noch vor den ersten Glaubensboten Kaufleute aus fernen Ländern, um das begehrte Produkt zu handeln. Und eine Erinnerung an die Blüte des Bernsteinhandels ist auch der Galgenberg am Eingang der Dirschkeimer Schlucht. Eine Erinnerung an die vielen Richtstätten, die sich längs der Küste fanden, ist dieser Berg; hier büßte mancher, der sich den Gesetzen des Landes nicht unterordnen wollte, seine Unbotmäßigkeit mit dem Tode. Denn der Diebstahl des begehrten Bernsteins, der dem Deutschen Ritterorden als Willkommene Einnahmequelle diente, wurde mit dem Galgen bestraft.
Auf kahlem Strandberg erhebt sich südwestlich von Tenkitten ein gewaltiges eisernes Kreuz, das dem Andenken an den Märtyrertod des heiligen Adalbert dient. Hier soll der Heidenapostel, der erste Glaubensbote in Alt-Preußen, im Jahre 997 seine letzte Predigt gehalten haben. Infolge dieser Predigt wurde er ausgewiesen und bald darauf, da er die ihm gesetzte Frist überschritt, von den ihn verfolgenden Preußen in der Nähe von Pillau getötet.
Reisewinke.
20 Sonderzüge
nach Oberammergau bereits ausverkauft.
Dies beweist das außerordentliche Interesse für diese besonders billigen Sonderzüge nach Ober
bayern. Der Fahrpreis ist bei diesen Sonderzügen um 60 v. H. ermäßigt. Man kann die Rückfahrt allein ohne Aufschlag innerhalb von 30 Tagen durchführen. Gegen geringe Zuschläge kann man auch Umwege zurück befahren, so z. B. über. Lindau—Stuttgart oder Konstanz—Freiburg usw. Die Fahrkarten für die Sonderzüge werden aber nur zusammen mit einer Zusatzkarte abgegeben, die einen dreitägigen Aufenthalt in Oberammergau nebst dem Eintritt zu den Passionsspielen umfaßt, so daß jeder Sonderzugsteilnehmer also die Gewähr hat, daß er auch in Oberammergau Platz findet. Ab Gießen kann man sich noch durch Anmeldung beim Verkehrsbüro an den Sonderzügen (ab Frankfurt) 20. und 30. Juli, 6. August, 10. und 14. September beteiligen.
Miseliieraiur.
— Fahrten durch O st - und West Preußen. Reisevorschläge, herausgegeben vom Landes- verkehrsamr Ost- und Westpreußen, Königsberg Pr., Sommer 1934. XII und 116 Seiten. Im Ost-Europa- Verlag, Königsberg Pr. und Berlin W 35. — Das schon in dritter Auflage erschienene Büchlein faßt alles zusammen, was man für die Hinfahrt aus dem Reich und für die Reife und Wanderung in Ostpreußen selbst wissen sollte. Alle lohnenden Ausflugsorte der Küste und Niederung Ostpreußens, der herrlichen Wälder und Seen Masurens und des Oberlandes und aller anderen Gebiete einschließlich Danzigs sind in leicht ausführbaren Rundfahrten von kürzerer und längerer Dauer zusammengestellt, auch die Fahrkosten und geeignetsten Abfahrt- und Ankunftszeiten für Bahn, Schiff und Kraftomnibus zuverlässig verzeichnet. Jedes umständliche Nachschlagen im Kursbuch fällt also fort. Alle Angaben beruhen auf dem neuesten Stand, viele sind erweitert worden. Von den verschiedensten Orten der Provinz aus sind einhalb- bis zweitägige Ausflüge angeführt, ebenfalls mit genauer Angabe der Fahrzeiten, Entfernungen, Fahrkosten und Sehenswürdigkeiten. Ein Verzeichnis der besuchenswerten Orte mit kurzen historischen Angaben, einem Hinweis auf Gedenkstätten, Unterkünfte und Auskunftsmöglichkeiten schließt sich an. Auch eine farbige Übersichtskarte des Reisegebiets ist beb gegeben.
Wirtschaft.
Oie Einlagerungspflicht der Mühlen.
Auf Grund einer Ermächtigung des Reichsernährungsministers wird für die Einlagerungspflicht der Mühlen folgendes angeordnet: Es ist statthaft, daß Mitglieder der Wirtschaftlichen Vereinigung an Stelle der Pflichteinlagerungsmenge für Roggen, die sie gemäß der Verordnung vom 5. November 1933 nach Maßgabe ihres Grundkontingents noch einlagern müßten, die gleiche Menge Jnlandsweizen einlagern oder an Stelle einer Einlagerung an die WV. den Betrag von 3 Mark je Tonne und Monat (10 Pf. je Tonne und Tag) zahlen. Diese Erleichterung wird nur solchen Mühlen gestattet, die der WV. den Nachweis erbringen, daß die Anschaffung der für sie erforderlichen Roggenmenge eine unbillige Härte bedeutet. Die Erleichterung muß in jedem Fall von der WV. ausdrücklich genehmigt werden. Die Genehmigung wird nur widerruflich erteilt. Im Falle des Widerrufs tritt die ursprüngliche Einlagerungspflicht von Roggen wieder in Kraft. Diese Regelung gilt nur für das Getreidewirtschaftsjahr 1933/34, nach dessen Ablauf eine Neuregelung, insbesondere durch eine neue Festsetzung des Geldbetrages, getroffen wird. Sobald die Genehmigung zur Ersatzeinlagerung oder zur Zahlung des Ablösungsbetrages erteilt ist, muß das Mitglied die entsprechende Menge Jnlandsweizen einlagern oder den Geldbetrag an die WV. abführen. Wird gegen diese Verpflichtung verstoßen, so gilt die Einlagerungspflicht gemäß der Verordnung als verletzt, eine Ordnungsstrafe kann verhängt werden,
Landeskommnnalbank-Sirozentrale für Hessen.
In ihrem Bericht über das letzte Geschäftsjahr konnte die Bank feststellen, daß sich in diesem Jahr vermöge der großzügig fortgesetzten und erweiterten Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen der Reichsregierung mehr und mehr auch die finanzielle Lage der Gemeinden besserte. Es gelang, die Zahl der Wohlfahrtserwerbslosen erheblich zu senken. Im Geschäftsbezirk der Bank ist diese günstige Entwicklung vornehmlich zurückzuführen auf den Bau der Autostraße Frankfurt a. M.—Mannheim und die Durchführung der Riedentwäsferung sowie die Belebung wichtiger Industriezweige (Autoindustrie u. dgl.).
Der Bestand an langfristigen Kommunal-Dar- lehen betrug bei der Bank Ende vorigen Jahres rund 98 400 000 RM. Zur Förderung der Entschul
dung bevorzugte das Institut stets die Gewährung von Darlehen mit planmäßiger Tilgung. Von den vorgenannten 98 400 000 RM. entfallen 84 700 000 RM. auf Tilgungsdarlehen. Hinsichtlich der kurzfristigen Gemeindedarlehen hat die Bank Umschuldungsanträge hessischer Städte und Gemeinden, die bei ihr auf Grund des im Berichtsjahr ergangenen Gemeindeumschuldungsgesetzes gestellt waren, in weitgehendstem Umfange angenommen und damit diesen Darlehensnehmern zu einer Umwandlung kurzfristiger Fälligkeiten in langfristige Tilgungsdarlehen mit günstiger Verzinsung verhalfen. Der Umlauf an Jnlands-Goldschuldverschreibunaen des Instituts, die im ganzen Reichsgebiet mündelsicher sind, beziffert sich auf nahezu 50 000 000 RM. Die Bilanzsumme beträgt rund 194,4 Millionen RM. Bei der an die Bank angegliederten Bausparkasse liefen am Ende des Berichtsjahres 1467 Bausparverträge über 6 348 300 RM.
*
* Weitere Abnahme der in Hamburg aufliegenden Tonnage. Nach amtlicher Statistik lagen am 1. Juli nur noch 20 Seeschiffe mit 126 964 brt. im Hamburger Hafen auf, gegenüber 27 Seeschiffen mit 149 249 brt. am 1. Juni 1934.
Frankfurter Börse.
INittagsbörse: freundlich.
Frankfurt a. M., 6. Juli. Die Börse war wohl weiterhin fest gestimmt, das Geschäft läßt aber immer noch zu wünschen übrig. Sowohl am Aktien- wie am Rentenmarkt lag nur kleine Publikumsnachfrage vor, während die Kulisse angesichts des Wochenschlusses keine größeren Neuengagements einging, zumal besondere Anregungen auch heute fehlten. Mit Befriedigung wurde aber auch die mit der Schweiz 'erfolgte Einigung in der Transferfrage zur Kenntnis genommen.
Die Kursbildung war nicht ganz einheitlich, aber doch überwiegend nach oben gerichtet. Mehr in den Vordergrund rückte heute der Elektromarkt, an dem beachtliche Kursbesserungen eintraten. Besonders Tarifwerte waren gefragt. So gewannen Bekula 1 v. H., Licht und Kraft 2 v. H., Rhein. Elektro 1,90 v. H., ferner Siemens 1,50 v. H., AEG. 0,75 v. H., und Gesfürel 0,40 v. H., auch Elektr. Lieferungen waren nach ihrem kürzlichen Rückschlag um 2 v. H. erholt, nur Schuckert eröffneten um 0,75 v. H. leichter. Am Montanmarkt waren die Kurse größtenteils unverändert, etwas fester Buderus
(plus 1 v. H ), Stahlverein (plus 0,40 v. H ), ferner zogen Kali Aschersleben um 2 v. H. an. Harpener gingen dagegen um 1,50 v. H. zurück. Chemieaktien lagen still, Farbenindustrie 0,50 v. H. niedriger, Metallgesellschaft leicht erhöht, Deutsche Erdöl ausschließlich Dividende behauptet. Zellstoffwerte lagen ruhiger und bis 0,75 v. H. leichter. Schiffahrts- und Transportwerte lagen behauptet. Sonst eröffneten u. a. Reichsbank 0,50 v. H., AKU. 0,40 v. H. und Daimler Motoren 0,65 v. H. höher. Am Rentenmarkt war die Stimmung überwiegend freundlich, die Umsätze blieben aber ebenfalls klein. Altbesitz, anleihe eröffneten 0,13 v. H. niedriger, während im übrigen meist leicht Besserungen von etwa 0,13 bis 0,25 v. H. zu verzeichnen waren.
Im Verlaufe stagnierte das Geschäft am Aktienmarkt fast vollkommen, doch erwiesen sich die Kurse gegenüber der kaum noch zu überbietenden Ge- schäftsstille als sehr widerstandsfähig. Sehr fest kamen Allgemeine Lokal und Kraft mit plus 3.50 v. H., ferner Scheideanstalt um 1,50 v. H. höher zur Notiz.
Auch-am Rentenmarkt blieb die Lage ruhig bei gut behaupteten Kursen. Am Pfandbriefmarkt be- stand weiterhin kleine Nachfrage, so daß die Kurse in den meisten Fällen um 0,13 bis 0,25 v. H. an- zogen. Auch Stadtanleihen waren weiter beachtet und etwas freundlicher, ferner konnten sich von Staatsanleihen Hess. Volksstaat mäßig erhöhen. Der Auslandsrentenmarkt lag vollkommen geschäftslos. Tagesgeld blieb zu 3 v. H. unverändert und sehr leicht.
Abendbörse geschäftslos.
Die letzte Abendbörse dieser Woche hatte zwar eine freundliche Grundstimmung, war aber auf allen Marktgebieten infolge des außerordentlichen Ordermangels nahezu geschäftslos. Die Kulisse übte stärkste Zurückhaltung. Indessen blieb das Kursniveau auf dem befestigten Stand der Berliner Mittagschlußbörse gut behauptet. Rheinstabl aller- dings waren angeboten und gaben 1 v. H. nach, auch Farbenindustrie bröckelten nach unverändertem Beginn im Verlaufe infolge der herrschenden Geschäftsstille etwas ab, während Schuckert ihren 0,40prozentigen Anfangsrückgang wieder ausglicken.
Der Rentenmarkt stagnierte fast vollkommen, Altbesitzanleihe gaben um 0,13 v. H. nach, sonst ergaben sich keine Aenderungen. U. a. notierten: Altbesitzanleihe 94,90, 6 v. H. Stahlverein 78,25, 5,50 v. H. Frankfurter Hyp. Bank Liquid. 88,75, Commerzbank 57,75, DD.-Bank 62,50, Dresdner Bank 65, Gelsenkirchen 59,50, Harpener 103,75, Kali Aschersleben 130, Mannesmann 64, Phönix 46, Rheinstahl 90,50, Stahlverein 40,25, AEG. 23,50, Bemberg 68,25, Chade 188,50, Gement Heidelberg 108,50, Conti Gummi 132,50, Daimler 48, Scheideanstalt 207,50, Licht und Kraft 109,50, Elektr. Lieferungen 84, IG. Farben 149,25 bis 149, Holzmann 61,25, Metallgesellschaft 86, Rheag 101,75, Schuckert 90,13 bis 90^50, Reichsbahn-Vorzugsaktien 111,13, Hapag 26, Nordd. Lloyd 30,75.
Frankfurter Obst- und Gemüsemarkt.
Frankfurt a. M., 6. Juli. Die Zufuhren am Gemusemartt waren allgemein gut. Ausländische Tomaten sind stark angeboten. Für Erbsen, Gurken und Kopfsalat haben die Preise etwas angezogen, sonst blieben sie bei zufriedenstellendem Geschäft unverändert. Es erzielten: Blumenkohl 10 bis 40, Bohnen 14 bis 18, Erbsen 14 bis 16, Salatgurken 10 bis 35, holl. 18 bis 25, Einmachgurken 6,
Karotten, Bündel 3 bis 5, Kartoffeln, Erstlinge 8, Kartoffeln, Böhms allerfrüheste gelbe 7,75, Kohl- rabi 3 bis 5, Kopfsalat 5 bis 8, Rettich 5 bis 6, Rö- mischkohl 6 bis 8, Rote Rüben, Bündel 8 bis 10, Rotkraut (Früh) 10 bis 12, Svinat 12 bis 14, Schnittlauch 20, Tomaten (Treibhaus) 18 bis 22, Tomaten, holl. 18 bis 19, dieselben, ital. 9,5 bis 12, Weißkraut (Früh) 5 bis 6, Wirsing 6 bis 7, Zwiebeln mit Schloten, Bündel 4 bis 5, dieselben Pfälzer 7,75 bis 8, dieselben, ital. 7,50 bis 8.
Am O b ft m a r f t blieben die Anlieferungen in Kirschen und Heidelbeeren weiter stark, ferner waren ausländische Pfirsiche reichlich angeboten, in den übrigen Obstarten verzeichnete man gute Zufuhren. Für Himbeeren haben sich die Preise leicht erhöht, sonst traten keine Veränderungen ein. In Heidelbeeren war der Absatz gut, in den übrigen Obstsorten befriedigend. Es erzielten: Aepfel, Kiste etwa 35 Pfund, 8,50 bis 9, auftraL, Sommeräpfel 14 bis 16, Aprikosen 14 bis 22, dieselben, ital. 16 bis 22, Birnen 10 bis 16, Heidelbeeren 17 bis 18, Himbeeren (Garten) 30 bis 35, Himbeeren (Preß) 20, Johannisbeeren 10 dis 12, Kirschen la 18 bis 20, I 12 bis 15, II 7 bis 10, Sauerkirschen 10 bis 14, Pfirsiche 14 bis 22, dieselben, ital. 17 bis 25, 'dieselben, span. 20, Stachelbeeren 8 bis 13, Zitronen, Kiste, 150 Stück, 4,50 bis 4,75 ital.
Frankfurter Buttermarkt.
Fran kf urt a. M., 6. Juli. Die Stimmung des Buttermarktes ist zwar freundlich, das Geschäft aber sehr ruhig. Es macht sich wohl kleine Kauflust bemerkbar, die aber nur auf bestimmte Sorten beschränkt ist. So ist besonders feine deutsche Molkereibutter gefragt, auch mittlere und billige Sorten finden einige Beachtung, während Markenbutter trotz der abnehmenden Zufuhren noch reichlich an- geboten wird, dem nicht die entsprechenden Anforderungen gegenüberstehen. Bei Anhalten der warmen Witterung glaubt man aber auch hier, mit einer Besserung rechnen zu können, zumal, wenn der Frischmilchverbrauch an Ausdehnung gewinnt. Die Großhandels-Einstandspreise blieben unverändert. Es notierten in Mark pro 50 Kilogramm ab Versandstation: Deutsche Markenbutter 127, feine deutsche Molkereibutter 123 bis 125.
Frankfurter Eiernrarkt.
Frankfurt a. M., 6. Juli. Die ruhige Ge- schäftslage hielt an, und trotz des Monatswechsels blieb der Absatz an den Konsum sehr klein. Die Obstzeit mit ihren sehr billigen Erzeugnissen beeinträchtigt das Eiergeschäst nicht unerheblich. Obgleich die Zufuhren nicht besonders groß sind, können sie auf Grund dieser Tatsache nicht ganz untergebracht werden. Für deutsche Eier blieben die letzten Preise in Geltung, wogegen Holländer und Dänen um je 0,25 Pfennig pro Stück zurückgingen. Es notierten in Pfennig pro Stück frei Frankfurt a. M.: Deutsche Frischeier Klasse S 10, Kl. A 9,5, Kl. B 8,75, Kl. C 8,25, Kl. D 7,5. Holländer Kl. S 9,5, Kl. B 8,5, Dänen Kl. S 9,25, Kl. A 8,75, Kl. B 8,25.
Fra , rter PscrDrmarkt.
* Frankfurter Pferdemarkt. Zu dem am kommenden Montag stattfindenden Pferdemarkt sind wieder einiae Transporte ungarischer Arbeitspferde eingetroffen. Leichtere Laufpferde, vielleicht auch Ermeländer und Danziger Pferde, die meist mittelschwere Tiere sind, dürsten zu nicht allzu hohen Preisen zum Verkauf stehen. (Siehe heutige Anzeige.)
Oie Ernieausslchien bei Getreide.
Erste Dorschätzung nach dem Stand von Anfang Juli.
Auf Grund der von den amtlichen Saatenstandsberichterstattern zu Anfang Juli angegebenen Schätzungen über d i e Getreideernte errechnen sich bei den Hauptgetreidearten folgende Durchschnittserträge je Hektar: Winterroggen 16,3 Doppelzentner (gegen 16,5 Doppelzentner im Mittel 1924 bis 1933), Sommerroggen 12,2 (12,1), Winterweizen 18,2 (20,5), Sommerweizen 16,8 (20,3), Spelz 12,1 (12,0), Wintergerste 21,1 (23,6), Sommer- gerfte 17,1 (18,6), Hafer 15,7 (18,6) Doppelzentner. Unter Zugrundelegung der Ende Mai festgestellten Anbauflächen wäre nach den zu Anfang Juli abgegebenen Schätzungen der amtlichen Berichterstatter eine Gesamternte an Roggen von etwa 7,27 Millionen Tonnen (gegen 7,52 Millionen Tonnen im Mittel 1924/33), Weizen und Spelz von 4,10 (3,88) Millionen Tonnen, Wintergerste von 641000 (442 000) Tonnen, Sommergerste von 2,27 (2,49), Hafer von rund 5,0 (6,38) Millionen Tonnen zu erwarten. Zwar bleibt die Getreideernte des Jahres 1934 gegenüber der ungewöhnlichen Rekordernte des Vorjahres nicht unerheblich zurück. Im Vergleich zum langjährigen Mittel (1924/33) ergibt sich für Brotgetreide (d. h. für Roggen, Weizen, Spelz) eine Mittelernte, nämlich insgesamt 11,37 Millionen Tonnen, gegen 11,40
Millionen Tonnen im Mittel der letzten 10 Jahre. Auch bei Gerste kann im ganzen mit einer Mittelernte gerechnet werden (2,91 Millionen Tonnen gegen 2,93 Millionen Tonnen). Derhältnismähig ungünstig sind die Aussichten für die Haferernte; der nach dem derzeitigen Stand zu erwartende Ertrag bleibt gegenüber dem langjährigen Mittel um rund 22 v. H. zurück. Für die Beurteilung dieser Ergebnisse ist zu berücksichtigen, daß es sich hierbei um eine e r ft e Vorschätzung handelt, bei der das Getreide (zu Anfang Juli) fast durchweg noch auf dem Halme stand. Im übrigen kann ein normaler Witterungsverlauf der nächsten Wochen (vermehrte Niederschlagsmenge) noch gewisse Besserungen bringen, insbesondere für Hafer, dessen Ent- wickelungsperiode am spätesten abgeschlossen ist.
Mainzer Getreidegrotzmarkt.
Mainz, 6. Juli. Es notierten pro 100 Kilogramm: Weizen 20,70, Roggen 18,25, Hafer 20,50, Malzkeime 15,50 bis 15,75:, Weizenkleie fein 11,65 bis 11,80, do. grob 12,30, Roggenkleie 12,25 bis 12,75, Weizenfuttermehl 12,80 bis 12,90, Biertreber 16,75, Soyaschrot 16 Mark.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt besch losfenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H.
Franlfur! a. 31.
Berlin
Schlußkurs
Schluß!. Abendbörse
Schlußes
Schlußk. Mittag- börse
Datum
5.7.
6.7.
5.7.
1 6.7.
•% Deutsche Reichsanleihe o. 1927
93
92,9
92,9
93
•% ebem.7% Dt. ReichSanl. v. 1929
—
■—
—
b¥i% Doung-Anieihe von 1930 ..
91,25
91,3
92,5
91
Deutsche Anl..Mlöi.-Schuld mst
Auslos.-Rechten ............
95
95
95
95
DeSgl. ohne AÜSloi.-Rechte......
6% ebem.8% Hess. Bolksstaat 1929
92
92
92
91,5
trückzahlb. 102%)............
6% Hess. Landesbank Darmstadt
89,25
89,25
Gold 12 ................
89,25
•w
6y*% Hess. LandeS^Hypotheken» bank Darmstadt Liaui........
88
88
—
Oberhessen Provinz-Anlethe mit
Auslos.-Rechten .............
Deutsche Komm. Sammelabl. An-
95
95,5
—
—
leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten
•% ehem. 8% Franks. Hyp.-Bank
65,4
95,5
95 4
95,4
Goldpfe. 16 unkündbar bis 1935 1% ebem. 7% Franks. Hyp.-Bank
Goldpfe. 16 unkündbar bis 1936
88,5
88,5
89
88,65
88,5
88,5
«•—
—
Wo ehem. Wo Frank,. Hyp^
Bank-Ltqiu-Bscmdortese.......
88,5
88,75
Wo ehem. Wo Rheinische Hyp.-Bank-Ltqu.^Soldpse. ...
89,75
89,75
**
—
6% ehem. 8% Pr. Landespfand- briefanstalt, Pfandbriefe R. 19
91,5
91,5
91,5
91,5
6% ehem. 7% Pr. Landespfand-
brtefanstall, Pfandbriefe 8L 10
91,5
92,5
—
92,5
Steuergutich. Verrechnungskurs..
101,2
101,2
101,2
101,25
4% Oesterretchische Soldrente...
—
_
25
_
4,20% Oesterretchische Stlberrente
—
1,1
1,1
1,05
4% Ungarische Soldrente.....
7,35
7,4
7,4
7,5
4% Ungarische Staatsrente v. 1910
7
7,13
7,13
7,13
Wo desgi. von 1913 ........
7
7,13
8,25
7,2
8,7
7,2
8.5
6% abgefL Goldmexikaner von 99
8,5
4% Türkische Zollunleihe von 1911
4% Türkische Ba^aodahwAnleihe
7,5
7,6
7,5
7,6
7,5
7,75
—
Serie 1.....................
Frankfurt a. M.
Serlin
Schluß- kurs
Schluß!. Abendbörse
Schluß- kurs
Schlußk.
Mittag, börse
Datum
5.7.
6.7.
5-7.
6.7.
4% oesgl. Serie II ..........
7,7
7,7
—
—
6% Rumän. vereinh. Rente v. 1903
4,3
4,3
—
•—
4^%Rumän.vereinli Rentev.1913
6,75
6,75
_
—
4% Rumänische vereinh. Rente
3,65
—
3,85
3,85
2)4% Anatolier .....
33,5
34
34
34,25
vamvurg-Amertka-Paket .....
0
26
26
25,9
25,9
Hamburg-Sübam. Dampfschiff.
0
24
Hanja-Dampfschtff...........
0
—
—
—
Norddeutscher Lloyd .........
0
30,65
30,75
30,5
30,75
A G. für Verkehrswesen Akt. ..
0
63,25
63,5
62,9
62,9
Berliner Handelsgesellschaft ...
4
89,6
89,5
90
90
Cammer-- und Privat-Bank ..
0
57,25
57,75
57,25
57,75
Deutsche Bank und Disconw-
Gesellschaft................
0
62
62,5
■ 62
62,5
Dresdner Bank..............
0
65
65
65
65
ReichSbanI ................
12
154,5
155
154,8
155,4
A.G.G.....................
0
23
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23
23,25
Bekula.....................
0
142
143
142,25
142,4
Tlektr. LieferungSgelelllchast...
6
77,75
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79
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Licht und Kraft _____
6
108
109,5
108
109,5
Felten & Guilleaume.......
0
65,5
65,65
65,25
66
Gesellsch.f.EIektr.Unternehmung. 6
108
107,5
107,9
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Rheinische Elektrizität ........
5
100
101,75
100
102
Schuckert L Co............
5
91
90,5
91
90,5
Siemens L Halske............
7
148
149,5
148
150
Labmeyer LEo.............
10
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118,5
119,25
Buderu» ...................
0
74
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Deutsche Srdvl ..............
4
117,25
114,25
117
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Gelsenkirchen ei..............
0
59,75
59,5
59,75
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105
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103,5
Hoesch Eisen—Köln-Neuessea ..
0
—
—
73,9
73
Alse Bergbau .............
6
169,75
169,75
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0
70,25
70,25
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0
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64
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Frankfun a. 31.
Serlin
Schlußkurs
Schluß!. Abendbörse
Schluß- kurs
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Datum
5.7.
6.7.
5.7-
6.7.
Mansfeld« Bergbau .........0
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Phönix Bergbau......... 0
Rheinische Braunkohlen .....10
Rheinstahl .................0
Bereinigte Stahlwerke........0
Otavt Minen .............0
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Kaliwerke Westeregeln........6
Kaliwerke Salzdetfurth.....7%
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ScheideanstaU.......... 9
Goldschmidt ............. 0
RütgerSwerke....... 0
Metallgesellschaft.............0
Phlltpp Hol-mann...... 0
Zementwerk Heidelberg ......0
Zementwerk Karlstadt.........0
Schultheis Payenhoser .......0
Aku (Allgemeine Kunstseide) .. 0
Bemberg ................0
Zellstoff Waldhos ............o
Zellstoff Aschaffenburg .......0
Dessauer GaS ...............7
Daimler Motoren ............ 0
Deutsche Linoleum ...........o
Oren stein L Koppel ..........o
Leonhard Lieh .............o
khade......................10
76,75
46,75 233,75
91,25
40 13,75 126,75 128 171
149,25
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67 38,25
86
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60,5 67,75 46,75
56
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20
177 131,75
77,5
46
234,5
90,5
40,25
13,5
130
129,65
171
149
207,5 67,25
38,75
86
61,25
108
125,5
60,9
68,25 46
55,75
48
58,13
19,75
188,5
132,5
77,4
92,65
46
233,75
91
40
13,75
127 128,25 171,75
149
67,9
38,25
86
=
114
60,75
67,75
46
55,75
133
47
57,5
64
19,65
185,5
176
131,25
77,5
92,9
46,13
234,75
91,4
40,13
13,9
130
130,25
171,5
149,25
67,5
38,9
86,5
61,5
114,5
61
68
46,25
56,25
132
47,9
58
66,25
20,13
189
175,75
132,75
Aerumulatoren-FabrS........ o
Lonti-Gummt...............o
©rtenei ............01 22 | 22 I 22,25 I 21,5
Diainlrnftroerte Höchst a.BU.. 41 70 l 70,25 1 — —
Süddeutsch« Zuck« . »I 181 i 180 | 182,75 183
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt aBl.
5-Iult
6.3uli
Amtliche Notierung
Geld I Sriel
Amtliche Geld
Notierung I Srie
Buenos Aires
0,598
0,602
0,598
0,602
Brüssel.....
58,58
58,70
58.65
58,77
Rio de Jan. .
0,184
0,186
0,184
0,186
Sofia......
3,047
3,053
3,047
3,053
Kopenhagen.
56,59
56,71
56,54
56,66
Danzig.....
81,72
81,88
81,72
81,88
London .....
12,67
12,70
12,655
12,685
Heliingfors..
5,599
5,611
5,594
5,606
Paris ......
16,50
16,54
16,50
16,54
Holland ....
169,73
170,07
169,73
170,07
Italien.....
21,55
21,59
21,60
21,64
Japan ......
0,749
0,751
0,749
0,751
Jugoslawien.
5,664
5,676
5,664
5,676
Oslo.....:
63,66
63,78
63,59
63,71
Wien.......
48,45
48,55
48,45
48,55
Lissabon....
11,53
11,55
11,52
11,54
Stockholm...
65,28
65, n
65,21
65,35
Schweiz ....
81,52
81,68
81,52
81,68
Spanten....
34,30
34,36
34,32
34,38
Prag.......
10,44
10,46
10,44
10,46
Budapest ...
——
—
Neuyork....
2,509
2,515
2,512
2,518
Banknoten.
»erlln, 6. Juli
65,05 81.34 34,18
Selb
2,465 58,49 56,49 12,61
16,46
169,31
21,48
63,42
Amerikanische Notes
Belgische Noten.....
Dänische Noten ....
Englische Noten ....
Französische Noten ..
Holländische Noten ..
Italienische Noten. ......
Norwegische Noten Deutsch Oesterreich, i 100 Schilling -rumänisch» Noten...............
Schwedische Note» ............
Schweizer Noten..........
Spanische Note» ................
Ungarische Note» .........««»»»«
'Äriei
2,485
58,73
56,71
12,67
16,52
169,99
21,56
63,68
65,31
81.66
34,32


