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Oberhessen
zirk.
Landkreis Giesten.
Oberhessischer Feuerwehrtag in Bad-Nauheim.
Bornonzen.
— Tageskalender für Samstag: Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Die weihe Majestät". — Deutsches Rotes Kreuz, Frauenverein für Deutsche über See, Frauenbund der Deutschen Kolonialgesellschaft, „Liebigshöhe", 20 Uhr pünktlich, Kolo- nial-Abend. — Baugenossenschaft 1894, 20.15 Uhr, Haus der Deutschen Arbeitsfront, Jubiläums-Hauptversammlung. — Artillerie-Verein, 20.30 Uhr, Hessischer Hof, Pflichtversammlung. — Gießener Ruder-Gesellschaft 1877, Ruder-Regatta; 20.30: Be-
- Bad --Nauheim, 6. Juli. Zum 28. Oberhessischen Feuerwehrtag, der in den Tagen vom 4. bis 6. 21 u g u ft dieses Jahres in Verbindung mit einem großen Feuerwehrfest in unserer hessischen Badestadt stattfindet, sind an die sämtlichen hessischen Wehren und die benachbarten preußischen Wehren rund 600 Einladungen hinausgegangen. Nach den bis jetzt bereits eingelaufenen Anmeldungen darf mit einer Beteiligung von 4000 Feuerwehrmänner gerechnet werden, einer Zahl, wie sie bisher wohl kaum ein Provinzialfeuerwehrtag zu verzeichnen hatte. Der herrlich am Taunusrand gelegene neue Bad-Nauheimer Waldfestplatz, der die große Veranstaltung aufnehmen wird, ist soweit fertiggestellt. Es gibt weit und breit wohl kaum eine schönere Stätte für die Abhaltung eiyes großen Volksfestes. Auch in den rührig arbeitenden Fest- . q. -, ausschüssen ist man ein gut Stück vorangekommen, *. ~ so daß sich in der letzten Sitzung des Hauptfestaus-
schäft. Wie die Ortsgruppe Gießen des Deutschen Luftsportverbandes uns mitteilt, muh bei der heuti- tigen Saarkundgebung der Gießener Rudergesellschaft von der geplanten Taufe eines Segelflugzeuges Abstand genommen werden, da die Ausmaße des Segelflugzeuges für den verhältnismäßig engen Raum vor dem Bootshaus zu groß find und unter
schließt. Im Voranschlag für 1934 sind rund 867 Mark in Einnahme und Ausgabe vorgesehen. Obstbauinspektor Metternich erstattete sodann den Bericht über die Vereinstätigkeit im verflossenen Geschäftsjahr. Landeskammerrat Pfeiffer sprach über die Organisation der Landesbauernschaft und über Fragen der Obstkultur, Zum Rechner des Vereins wurde Kreiskassenrechner Eckel bestimmt. Der Vereinsvorsitzende gab die Anregung, von dem fest angelegten Vereinsvermögen einen Teil für die Durchführung von Blumenschmuck-Wettbewerben oder zur Beschaffung von Spritzen für die Schädlingsbekämpfung in eifrig arbeitenden Ortsgruppen zu verwenden. Förster Schott berichtete über Fragen und Aufgaben des Vogelschutzes. Eine Kreis- Obstausstellung wird für die nächste Zeit in Aussicht genommen. Die arbeitsreiche Versammlung wurde von dem Vorsitzenden mit dreimaligem Sieg- Heil auf den Führer geschlossen.
Kreis Alsfeld.
* Alsfeld, 6. Juli. Mit dem Austausch junger Leute für den Arbeitsdienst gegen die Einstellung älterer Volksgenossen in den Betrieb ist in der hiesigen Mechanischen Kleiderfabrik von Georg Dietrich Bücking begonnen worden. Für die erste Austauschmaßnahme kommen etwa 10 junge Volksgenossen in Betracht.
(Deutscher Ostbund.)
Die rege Beteiligung an der ersten Mitgliederversammlung bewies das stark ausgeprägte Heimatgefühl der Ostdeutschen auch hier in Gießen. Aus den hier bestehenden Vereinen, dem Deutschen Ostbund und der Vereinigung heimattreuer Oberschle- fier, ist nach mehrfacher Umorganisation der Bund heimattreuer Schlesier durch den Ostreferenten der Gauleitung Hessen-Nassau, der NSDAP., Pg. Wendt, bestimmt worden. Da dieser Bund alle Ostdeutschen (aus Memel, Danzig, West- und Ostpreußen, Posen Schlesien, einschließlich Oberschlesien und Hultschim) zusammenzuführen hat, trägt er den Untertitel „Deutscher Ostbund".
Der mit der Neubildung beauftragte Schriftleiter Pg. Herbert K o st o r z gab einen Ueberblick auf die Vorarbeiten und berichtete über die Sitzung mit dem Beauftragten des Stellvertreters des Führers für die ostdeutschen Heimatoerbände, Standartenführer Dr. T r i e b e l (Berlin) in Frankfurt a. M. Das Hauptziel dieses zu den grenzpolitlschen Verbänden zählenden neuen Bundes ist, die Mitglieder in der nationalsozialistischen Weltanschauung zu erziehen, die Blickrichtung der deutschen Oeffentlich- keit nach den Grenzlanden zu weisen und für sie Propaganda durch Werbung für ihre Erzeugnisse im Sinne der volkspolitischen Aufgaben des Bundes zu treiben. Ein wichtiges Aufgabengebiet ist das planmäßige Eintreten für den Fremdenverkehr nach dem Osten und die Pflege des Heimatgedankens. Der Ortsgruppenleiter dankte den bisherigen Vorsitzenden, Postinspektor Beyer vom Ostbund und Tapezierer Ernst Motz von der V. h. Oberschlesier, ferner dem Kassenwart Sparkassenbeamten Hau en- st e i n , Apotheker Wronka (Großen-Linden), Ernst Motz und Kaufmann P o s ch m a n n , die sich in schicksalsschwerer Zeit für den bedrohten deutschen Osten eingesetzt hatten. Der Ortsgruppenleiter berief zu seinem Stellvertreter Landsmann Studentenpfarrer Surfer, zum Kassenwart Landsmann Hauen st ein, ferner in den Beirat die Ehrenmitglieder Ernst Motz und W r o n f a (Großen-Linden), sowie Frau K ö t t g e n.
Es wurde auf den Besuch der vom VDA. betreuten Studiengruppe aus Ostoberschlesien am 9. Juli hingewiesen. Arn 14. und 15. Juli findet in Gelsenkirchen ein Reichstreffen der ostdeutschen Heimatverbände, vom 4. bis 6. August der Schlesier-Bundestag in Görlitz statt. Anschließend wurden die Vorbereitungen für die Verleihung des Ab- stimmungserinnerungs-Kreuzes besprochen.
Landsmann Pfarrer Surfer sprach eindringliche Worte über die Heimatliebe und erinnerte treff-
-Annerod, 6. Juli. Die milchwirtschaft- l i ch e Neuregelung hat sich in unserem Orte recht glücklich ausgewirkt. Die Zahlung der Milch erfolgt regelmäßig monatlich und vollzieht sich in bester Ordnung. Die Gemeinde hat es deshalb unternommen, die Milchbewirtschaftung dadurch zu fördern, daß sie an jeder Sammelstelle einfache Kühlanlagen in Form von Betonbecken errichten ließ, die von Springbrunnen bzw. von Pumpen mit fließendem Wasser gefüllt werden, in das die Milchkannen hineingestellt werden, bis sie zur Abholung gelangen. Durch diese Einrichtung ist keine Kanne sauerer Milch mehr geliefert worden. Der Milcherzeuger bleibt durch diese einfachen Kühlanlagen vor jedem Schaden geschützt. An den Sammelstellen sind auch Briefkästen angebracht worden, in die die Bestellzettel für Molkereierzeugnisse eingeworfen werden können.
♦ Klein-Linden, 7. Juli. Aus Anlaß des 80jährigen Bestehens des hiesigen Posaunenchors findet am morgigen Sonntag in unserem Orte ein P o s a u n e nf e st statt. Vormittags wird Feldgottesdienst abgehalten, bei dem i Pfarrer Timm (Herdorf) die Predigt halten wird. Nachmittags findet ebenfalls ein Gottesdienst statt; Missionar B l u m m e r von der Leipziger Mission, der Propst von Oberhessen, Knodt (Gießen), und Pfarrer Lenz werden sprechen. (Siehe heutige Anzeige.)
)( Großen-Linden, 7. Juli. In unserem Orte leben noch viele alte Leute. Nicht weniger denn 24 Männer und Frauen haben das 80. Lebensjahr überschritten. Es sind dies: Katharina Wagner mit 90, Ph. Peppler IV. 89, Konrad Seth 88, Ludwig Menger 86, Witwe Horn 85, S. M e i e r 84, Gg. M ü l l e r 84, Klara Marx 84, Elisabeth Schmidt geb. Weigand 83, Elisabeth Schmidt geb. Menges 83, Sophia Menges 82, Elisabeth Dietz 82, Christina Pirr 82, Christina P e p p l e r geb. Stamm. 83, Balthasar S ch ä f e r 82, Gg. I u n g 82, Maria Velten 81, Konrad Mehl 81, Christina Stamm 80, Christina Peppler geb. Lang 80, Heinrich Wei- nanbt 80, Luise Weinandt 82, Adolf Wei- n a n d t 81 und Heinrich Degen I. mit 80 Jahren.
> Holzheim, 6. Juli. Am Mittwoch fand hier das bekannte M i s s i o n s f e st der Pfarrei Holzheim - Dorf-Gill statt. Bei gutem Wetter hatten sich schätzungsweise 2500 bis 3000 Personen von nah und fern sowie die ganze Gemeinde auf dem Festplatz hinter der Kirche eingefunden. Als Festredner waren erschienen Propst Knodt (Gießen), die Pfarrer C h r i st i a n (Gambach), Köhler (Darmstadt), Rohrbach (Frankfurt) und Missionar Theiß (Lüdenscheid). Pfarrer Christian von Gambach leitete die Festoersammlung. Der Posaunenchor und der Gemischte Chor von Holzheim unter der Leitung ihres Dirigenten Wilhelm Engel erfreuten die Festteilnehmer durch Vorträge. Die Kollekte ergab den Betrag von rund 450 Mark.
? Reiskirchen, 7. Juli. Die A u s b e s s e - rungsarbeiten an unserer Kirche, die seit einiger Zeit einer Anzahl Volksgenossen Arbeit geben, gehen ihrem Ende zu. Die Kirche, die zum Teil noch aus dem 16. und 17. Jahrhundert stammt, bedurfte dringender Reparaturarbeiten, dis jetzt
grüßungsabend.
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platz, 11 bis 13 Uhr, Ausstellung „Das Iier im roet)rtag ^urd Samstags in der Turnhalle der Dlld . — Manner- brauenvereimguna der Turngemeinde durch Branddirektor Braubach Matthausgememde, 15 Uhr, „Liebigshöhe , üarnis ((gie$eri) eröffnet. Der Sonntag bringt am Vor- lientag. Waldeslust, Sommernachtsball. mittag eine gemeinsam mit der Ortsgruppe des
♦♦ hör 9Q wi.hor. Reichsluftschutzbundes vorbereitete große Luft-
S t r a ß en s p e rr e. Anläßlich der 29. Ruder kch^tzübung mit Brandangriff und am Regatta am 7. und 8. Juli wird bie ®ootS5hQ^miffQg den großen Festzug der Feuerwehren h a u s st r a ß e zwischen Bootshaus und der Unter-1.^ ^ren zahlreichen Fahnen, Spielmannszügen uhrung an der Ederstraße an denbeiden genann-Kapellen Daß dieser einheitliche Aufmarsch ^^.^6en von 14 bis 19 Uhr für den Durchgangs- unserer Wehren in einer historischen Abteilung auch De“e^Lr ctr AfeoHfnorro 7>io den Werdegang unseres Feuerwehrwesens darstellen , 21 ufgehobene Straßens p ? * * e- Die ^em Festzug eine besondere Note. Die
«uf. ?/r r P^oindtalftrabenftrede Homberg Feststadt rüstet heute schon für den großen Provin- Bußfeld verfugte Sperre ist wieder aufgehoben zjal-Feuerwehrtag. Parteiamtliche und Behörden- ^orden. . stellen, Städtisches Verkehrsamt und Freiwillige
Keine Segelfluazeugtaufe bei der F^rwehr bemühen sich in edlem Wetteifer um a? k u^l b g e b_u n g b e r~ Ruber gesell-j ejne einbrucksvolle Gestaltung bes ihnen übertragenen Festes unb um einen gastlichen Empfang ber vielen Gäste aus bem großen rhein-mainischen Be-
biesen Umftänben bie Aufstellung bes Segelflug-1 zeugs technisch nicht durchführbar ist.
♦* Eine öffentliche Mahnung zur Zah- hing von Kanal-, Straßenreinigunas- unb Müllabfuhrgebühren erläßt bie Stadtkasse in unserem heutigen Anzeigenteil. Es sei hiermit besonders auf die Bekanntmachung hingewiesen.
— D i e Abgabe von Laub aus städtischen Waldungen betrifft eine Bekanntmachung der Bürgermeisterei in unserem heutigen Anzeigenteil. Interessenten seien besonders darauf hingewiesen.
— Viehmärkte In Gießen. Am Dienstag nächster Woche findet hier Rindvieh- (Nutzvieh-) Markt statt. Der nächste Schweinemarkt wird am Mittwoch, 25. Juli, abgehalten.
*■* Das Museum im Alten und im Neuen Schloß ist am Sonntag zwischen 11 und 13 Uhr geöffnet.
— Richtigstellung. In unserer gestrigen Notiz der Finanzamtspersonalie muß es nicht Regierungsrat, sondern richtig Regierungs- assessor Dr. Dexheimer heißen.
— Promenadenkonzert des Stadt- theater- Orchesters. Man schreibt uns: Am heutigen Samstag findet von 18 bis 19 Uhr in den Anlagen am Stadttheater wieder ein Promenadenkonzert des Stadttheater-Orchesters unter Leitung von Konzertmeister K e r z i s n i k statt. Die von jetzt ab regelmäßig stattfindenden Konzerte scheinen sich großen Interesses und allgemeiner Beliebtheit zu erfreuen. Um auch den Musikfreunden, denen zu der bisherigen Zeit von 18 bis 19 Uhr der Besuch durch berufliche Inanspruchnahme unmöglich war, Gelegenheit zum Besuche zu bieten, werden die Konzerte von Mittwoch, 11. Juli, ab von 20 bis 21 Uhr stattfinden. Programm für Samstag, 7 Juli: „Sturmführer", Marsch-Ouvertüre zur Oper
Oberon" von C. M. von Weber. „Schönbrunner Walzer" von I. Lanner. Fantasie über die Oper „Traviata" von Verdi-Tavan. Prolog zu „Bajazzo von Leoncavallo. Potpourri aus der Operette „Der Zigeunerbaron" von Joh. Strauß. Finnländischer Reitermarsch. , • ,,
** Gastspiel unseres Stadttheaters für „Kraft durch Freude" in Friedberg. Von der Organisation „Kraft durch Freude Ortsgruppe Friedberg wurde das Ensemble bes Stadttheaters Gießen nach Bud-Nauheim eingelaben, um dort mit der bekannten Gießener Besetzung das rheinische Lustspiel „Schneider Wibbel" von Müller-Schlösser unter Anton Neuhaus Spielleitung zur Aufführung zu bringen. Der Abend fand im großen Bühnensaal des Kurtheaters vor völlig aus- verkauftem Hause statt. Der spontane Beifall wahrend der Aufführung und der herzliche Dank bei i Schluß der Vorstellung war deutlicher Beweis für die Volkstümlichkeit des Stückes und die ausgezeich- i nete Leistung des gesamten Personals.
— Umfangreiche Fahrraddieb stähle i sind in der letzten Zeit in Frankfurt a.M. verübt , morden Die Spitzbuben verkauften bie gestohlenen Räder an einen Mann aus Oberhessen, der sie bann - in unserer engeren Heimat, barunter auch im Kreise . Gießen abfetzte. Ob unb inwieweit dieser Maim
fo bicht am Borbstein, baß er einen vom Dienst heimgehenben Beamten erfaßte, biefer zu Bob en geschleudert unb erheblich verletzt würbe. Aus bie Berufung bes Angeklagten würbe bas vorinstanzliche Urteil aufgehoben unb bie Gelbstrafe auf 100 Mark erhöht. Der Angeklagte hat außer- bem bie Kosten bes Verfahrens zu tragen.
Wegen Beleibigung bes Bürgermeisters würbe ein Mann aus Beienheim vom Amtsgericht Fried» berg zu 60 Mark Gelb strafe verurteilt. Die gegen biefes Urteil von bem Angeklagten eingelegte Berufung würbe kostenpflichtig verworfen.
Ein Mann aus Engelrob würbe wegen grober Beleibigung einer bärtigen Familie vom Amtsgericht Herbstein zu 3 Monaten Gefängnis verurteilt. Die Berufung bes Angeklagten würbe kostenpflichtig verworfen.
Amtsgericht Gießen.
Wegen Einbruchsbiebstahls würbe ein Mann vvn hier zu 3 Monaten Gefängnis verurteilt. Der Angeklagte brach in ein Haus bes hiesigen Bergwerks ein, bas als Büro biente. Beim Packen | feines Tornisters würbe er überrascht. Der Staatsanwalt hatte wegen versuchten Einbruchs 2 Monate
1 Gefängnis beantragt.
unb 11 in Kraft getreten. Nach § 2 Nr. 8 ist es verboten, einem Pferde die Schweifrübe zu kürzen (kupieren). Ausnahmen sind nur unter besonderen Bedingungen zugelassen, ier Zeitpunkt des Inkrafttretens dieses Verbotes wird gemäß § 15 bes Gesetzes vom Reichsminister des Innern im Einvernehmen mit dem Reichsmini- fier für Ernährung und Landwirtschaft festgesetzt werden. Die interessierten Kreise sollen dadurch Zeit gewinnen, sich auf das Verbot einzustellen.
Trotz dieser aufschiebenden Bestimmung dürfen aber tierquälerische Mißbräuche, bie sich gelegentlich beim Kupieren der Pferde herausgebildet haben, schon jetzt nicht mehr geduldet werden. Der beim Kupieren ein Pferd unnötia quält oder wh mißhandelt, hat Bestrafung nach § 9 des Gesetzes zu gewärtigen (Gefängnis bis zu zwei Jahren unb Gelbstrafe bis zu 10 000 Mark ober eine biefer Strafen). Im übrigen ist für das Kupieren ber Pferde § 2 Nr. 9 des Gesetzes besonders zu beachten, wonach es verboten ist, an einem Tier in unsachgemäßer Weise oder ohne Betäubung einen schmerzhaften Eingriff vorzunehmen.
Die Schweifrübe des Pferdes bildet in ihren Kno- )en die Fortsetzung und den Abschluß ber Wirbelsäule unb enthält neben Sehnen, Muskeln unb Blutgefäßen auch eine Anzahl empfindlicher Nerven. )as Kürzen ber Schweifrübe verursacht deshalb den sierden durch die Durchtrennung ber Gewebe und urch bas Abbrennen ber Wunbfläche zum Zwecke ier Blutstillung erhebliche Schmerzen. Es kommt ei unsachgemäßer Vornahme ber Operation häufig or, daß bie Durchtrennung nicht zwischen den oeichen Knorpeln ber Gelenke erfolgt, fonbern die Zchwanzwirbel mit Gewalt durchtrennt werden. Sei solchen Komplikationen werben Schwanzwirbeleile ober ganze Schwanzwirbel branbig ab gestoßen, leoor es zur Heilung kommt. Die Wundheilung ist m übrigen langwierig unb ebenfalls schmerzhaft, tuet) wenn sie normal verläuft. Weiterhin können Wundinfektionen aller Art eintreten, bie gesundheitliche Schädigungen unb bisweilen den Tob ber Liere im Gefolge haben können. Nicht selten wirb Starrkampf im Anschluß an das Kupieren beobachtet, ber immer sehr schmerzhaft ist unb in der Regel tödlich verläuft.
Piele Pferde werden durch die schmerzhafte Operation unb durch die oft erforderliche Nachbehand- ung dauernd in ihrem Charakter geschädigt. Sie -»erben ängstlich ober bösartig unb damit nur be= chränkt verwendungsfähig.
Durch das Kürzen des Sch,vanzes wird bas Pferd einer wichtigen Abwehrwaffe gegen I n - fetten beraubt unb dadurch einer lebens- jlänglichen Quälerei preisgegeben. Das Pferb sucht sich ber quälenden Insekten dann fort» aiährenb durch Zuckungen der Haut, durch Schütteln des Körpers, durch Anstreifen an feste und bewegliche Gegenstände, durch Schleudern des Kopfes unb Schlagen mit den Beinen zu erwehren. .Dadurch wirb Muskelkraft unnötig verbraucht, die Arbeitsleistung bes Tieres beeinträchtigt, sowie ein vorzeitiger Verbrauch bes Körpers begünstigt, da be- fonbers bie Knochen, Gelenke, Sehnen unb Bänder der Gliebmaßen, sowie die Hufe burch das ständige Schlagen unverhältnismäßig stark beansprucht und beschädigt werden. Auch die Futteraufnahme leidet unter der ständigen Beunruhigung. Schließlich werden kupierte Tiere infolge der fortdauernden Belästigung durch die Insekten vielfach nervös, so daß auch die öffentliche Sicherheit durch solche Pferde gefährdet werden kann. r. v
In verschiedenen deutschen Landern sind schon heute kupierte Pferde von staatlichen Prämiierungen ausgeschlossen, ebenso wird die Heeresverwaltung vom Jahre 1935 ab kupierte Pferde nicht mehr ankaufen. Dies wird dazu beitragen, daß die Nachfrage nach tarierten Pferden aufhören wird.
Bund heimattreuer Schlesier.
eignete sich in der Bahnhofstraße, Ecke Wolkengaffe
____o—- ,.„u ein Zusammenstoß zwischen einem Autofahrer und pflichtmäßigen Zusammenschluß einem Motorradler. Dabei brach sich der Motorrad- durch den Unterbevollmächtigten fahrer einen Finger, ferner wurde feine Maschine ~ ~ ~~ 'so erheblich beschädigt, daß sie abgeschleppt werden
aller Ostdeutschen durch den Unterbevollmächtigten fahrer einen Finger, ferner wurde feine Maschine des Führers bei der Gauleitung, Pg. W e n d t, so erheblich beschädigt, daß sie abgeschleppt werden hin und forderte zur Mitarbeit im Sinne Adolf muhte. Der Autofahrer setzte nach dem Zufammen- Hitlers auf. stoß seine Fahrt fort.
Der gesellige Teil brachte einen lebhaften Aus- ** Schweine - Zwischenzählung am tausch von Heimaterinnerungen. 4. September. Der Reichsminister für Ernäh-
Daten für Sonntag, 8. Juli. rung und Landwirtschaft hat für den 4. September
1838: Ferdinand Graf von Zeppelin in Konstanz 1?34 eine erneute Zählung der Schweine und in geboren (aeft 1917)- — 1855: der Polarforscher Verbindung damit eine Ermittlung 1. öer nufjt be» Sir William Edward Parry in Ems gestorben fchaupflichUgen Hausschlachtungen von Schweinen (qeb. 1790)- — 1865: der Geschichtsschreiber Hans / Monaten vom 1. Ium 1934 bis 31. Au^st Ferdinand tzclmolt in Bresben geboren (geft. 1929). E-J^berm der^bre, ^rhergehenben M .
^iqjener Wochenmarttprenc geordnet.
* Gießen, 7. Juli. Auf dem heutigen Wochen- M
markt kosteten: Süßrahmbutter, das Pfund 1,40 bis fftlClftC vDiFdlldttlltlCr (StCpCtt. 2bV Meß°b“i 43b°is W UrMändttche) ®« Monn aus Gießen würbe vom hiesigen Klafft lk Skiffe A 1° Klasse ßj, Siaf'ft \
«y L | Ä vorn Giiterbchnhös kommend,
Bund 10, Rote Rüben, das Pfund 10, Spinat 15 bis 20, Römischkohl 8 bis 10, Bohnen (grün) 25 bis 30, (gelb) 25 bis 30, Erbsen 15 bis 20, Tomaten 30 bis 35, Zwiebeln 12, Rhabarber 8, Kartoffeln (alte) 5% Pf., der Zentner 4,80 bis 5, (neue), das Pfund 9 bis 12, Himbeeren 20 bis 30, Kirschen 15 bis 25, Heidelbeeren 25 bis 30, Stachelbeeren 15, Johannisbeeren 15 bis 20, Erdbeeren 40 bis 50, junge Hähne 70 Pf. bis 1 Mark, Suppenhühner 60 bis 80 Pf., Tauben, das Stück 50 bis 70, Blumenkohl 10 bis 40, Salat 5 bis 10, Salatgurken 20 bis 30, Oberkohlrabi 8 bis 10, Lauch (Suppengrünes) 5, Rettich 10, Radieschen, das Bund 10 Pf.
unter Leitung des Kulturbauamts Gießen durchgeführt wurden. Der Turm wurde vollständig umgedeckt, die Kirche außen überworfen und im Inneren vollständig neu hergerichtet. Am Sonntag, 15.Juli, findet nunmehr die Einweihung der Kirche statt. Ein gewaltiges Arbeitsbeschaftungs- programm wurde jetzt von der Provinz in die Wege geleitet. Die Straße nach Fulda, die bis vor Reiskirchen teils gepflastert und teils mit Asphalt bedeckt ist, wird nun durch den Ort selbst gepflastert und von Reiskirchen nach Grünberg vollständig neu hergerichtet und geteert. Eine große Anzahl Fuhrwerke ist täglich damit beschäftigt, aus den nahen Reiskirchner Steinbrüchen Klopf- und Pflastersteine an die Baustellen zu fahren. Dabei sind viele Arbeiter beschäftigt, so daß es in den anliegenden Ortschaften kaum noch Arbeitslose gibt. — Drei höchbetagte Einwohner von Reiskirchen begehen heute, morgen und übermorgen ihren Geburtstag. So wird heute die Frau Margarethe Schneider Wwe. 80 Jahre alt. Schon seit Jahrzehnten hat sie das „Backen spielen" über sich und wacht sorgfältig darüber, daß niemand „aus der Reihe fein Brot und feine Kuchen backt". Herr Lorenz Schäfer wird 70 Jahre alt unb am Montag wird Herr Philipp Walter auch 80 Jahre alt. Herr Walter war jahrelang am hiesigen Bahnhof als Bahnsteigschaffner beschäftigt und nur sein hohes Alter ließ ihn den geliebten Beruf aufgeben.
Kreis Schotten.
♦ Schotten, 6. Juli. Der Kreis-Obst» und Gartenbauverein hielt unter dem Vorsitz von Kreisdirektor Z ü r tz seine Hauptversammlung im ..Hessischen Haus" ab. Die Versammlung genehmigte zunächst die Vereinsrechnung für 1933, die mit einem Ueberschuß von rund 167 Mark ab«
gwßenklasse ihr angeboten wivd. Diese neue Be- s nunung kommt gleichmäßig dem Erzeuger von {mhkartofteln wie dem Verbraucher zugute. Der (rzeuger kann nunmehr auch die klein anfallenden $ artoffeln, wenn sie sonst in der Güte den An- s rächen genügen, an den Markt bringen, während der Hausfrau die Gelegenheit gegeben ist, auch kleinere, dafür aber billigere Frühkartoffeln auf den Tisch zu bringen.
Das Kupieren von Pferden.
Am 1. Februar 1934 ist das Tierschutzgesetz vom 24. November 1933 mit Ausnahme des § 2 Nr. 8
Rundfunkprogramm.
Sonntag, 8. Juli.
6.15 Uhr: Hafenkonzert. 8.15: Nachrichten. 8.25: Morgengymnastik. 8.45: Choralblasen. 9: Evangelische Morgenfeier. 9.45: Feierstunde der Schaffenden. 10.15: Funkstille. 10.30: Stunde des Chorgesangs. 11.15: Bekenntnis zur Zeit. 11.30: Von Danzig: Abschlußkundgebung des Oflland-Turnfeftes in Danzig 1934. 12.10: Mittagskonzert I. 13: Mittagskonzert II. 14: „Kasperl als Sanitäter!" 15: Zehnminutendienst für die Landwirtschaft. 15.10: Stunde des Landes. Dieses Jahr darf kein Pfund von dem deutschen Obst verkommen! Ein Gespräch. 15.40: Humor auf Schallplatten. 16: Nachmittagskonzert. 18: Die Kunst, sich zu unterhalten. Eine Funkszene. 18.20: Fröhliches Zwischenspiel. 19.15: Sportbericht. 19.30: Aus dem Opernhaus zu Frankfurt: Der Zigeunerbaron. Operette in drei Akten von Johann Strauß. 22.20: Nachrichten. 22.35: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 22.45: Fünf fröhliche Viertelstunden. 24 bis 2: Nachtmusik.
Montag, 9.3uli.
5.50 Uhr: Gymnastik I. 6.15: Gymnastik II. 6.40: Frühmeldungen. 6.55: Frühkonzert. 8.20 bis 8.40: Gymnastik. 10: Nachrichten. 11.50: Sozialdienst. 12: Mittagskonzert I. 13: Nachrichten, Saardienst. 13.10: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 13.20: Mittagskonzert II. 13.50: Nachrichten. 14: Mittagskonzert III. 14.30: Nachrichten. 14.40: Stunde des Liedes: „Lieder unserer Zeit". 15.35: Wirtschaftsbericht. 16: Nachmittagskonzert des Kurorchesters. 17.30: Uebertragung nach Stuttgart: Dom Werden der Saarlandschaft. Plauderei von Max Benfe. 17.45: Stunde der Jugend. 18.15: Das Leben spricht! 18.25: „Bunte Kulissen". Eine heitere Stunde. 19.30: Saar-Umschau. 19.40: Alfred Cortot spielt Balladen von Chopin. 20: Nachrichten. 20.15: Stunde der Nation: Der Künstler spricht. Richard Wagner in eigenem Wort und Ton. 21.15: Opernkonzert. 22.20: Nachrichten. 22.35: Nachrichten aus dem Sende- bezirk. 22.45: Kleine Unterhaltung. 23: Funkbericht vom Boxkampf Neusel gegen Peterson, London. 23.15: Operetten-Konzert. 24 bis 1: Nachtmusik.
lich daran, was der deutsche Osten dem deutschen j i--------,-------,---- . -
Volke an Dichtern, Denkern und Künstlern, aber erst durch die Untersuchung noch klargestellt werden, auch an Soldaten gebracht hat, und ermunterte zus ** V er k e h r s un f a l l.^Gestern^nachmittag er= weiterem Kampf im Sinne der Heimat.
Landsmann K o st o r z wies zum^Schluß auf die
Anordnung zum ] "


