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184. Jahrgang

Gießener Anzeiger

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Volk und Negierung rufen der Welt zu: Wir wollen nicht länger schutzlos bleiben

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solcher wirklicher Ersatzstoffe hat oft große wirt­schaftliche Umwälzungen mit sich gebracht und ist dann zum großen Segen für die Mensch-

Mit dem Platt Amendement hatte Kuba aufge­hört, ein unabhängiger Staat zu sein: aber nur nach wechseloollen Kämpfen, die viermal die Lan­dung von amerikanischen Truppen erforderten, ge­lang es, die Kubaner dauernd zu unterwerfen und damit die völlige Durchdringung der reichen Insel

Das deutsche Volk hat keine Waffen, aber einen aus iMriger Aotzeit herausgeschmolzenen Lebenswillen

der Insel, zur Erhaltung der Regierung, zum angemessenen Schutz des Lebens, Eigentums und der individuellen Freiheit wie zur Erfül­lung der Verbindlichkeiten Kuba gegenüber zu intervenieren;

Kuba verpflichtet sich, den Vereinigten Staaten zu seiner eigenen Verteidigung Land st recken zu verkaufen oder zu verpachten, die an besonders bezeichneten Orten als Kohle - oder als Marine st atio- nen erforderlich werden;

Kuba verpflichtet sich, diesen Vertrag als ewig dauernd anzuerkennen.

die kubanische Re-gierung darf keine öf­fentliche Schuld übernehmen, für deren Zinsendienst und angemessenen Tilgungsraten die gewöhnlichen Einkünfte der Insel nach Abzug der laufenden Verwaltungs­ausgaben nicht ausreichend wären;

irrt und sicher auf seinen eigenen Kraftgefühlen steht, ein Volk, das heute die besten Arbeiter, die besten Ingenieure und auch die beste Regierung sein eigen nennt.

Dieses Volk hat keine Waffen, keine Kanonen, keine Flugzeuge und keine Armee, die den Ar- meen der Westmächte ernsthaft gegenübertre­ten könnten. Aber dieses Volk hat etwas, was die anderen nicht besitzen. Einen aus 14jähriger Rot herausgeschmolzenen Lebenswillen.

60 Millionen stehen wie ein Mann hinter dem Führer. Es ist wirklich ein Volk der Einigkeit geworden, das sich zum ersten­mal in seiner zweitausendjährigen Geschichte zu einer Ration zusammengeschlossen hat.

Wenn beispielsweise heute der deutsche Ar­beiter den Weg zurückgefunden hat in diese Volksgemeinschaft und wenn er heute neben dem Bauern als sicherster Schildwächter vor dem Regime des Nationalsozialismus steht, so nicht, weil wir die Reaktion verfechten, sondern weil der Arbeiter weiß, es ist wirklich eine sozialistische Ar» beiterbewegung am Ruder, und die Män­ner, die regieren, sind wirklich Männer des Volks.

Wenn eine Regierung, die 60 Millionen hinter sich weiß, der Welt gegenüber erklärt: wir wollen nicht länger schutzlos blei­ben, so klingt in den Worten dieser Regie­rung die Stimme eines ganzen Vol­kes mit, und diese Stimme wird nicht ungehörk in der Welt verhallen.

Wir berufen uns nicht auf den starken Arm unserer Bewegung, sondern wollen uns immer auf das Volk berufen können. Deshalb stehen wir jetzt wieder im Volk und stehen dem Volk Rede und Antwort. Die Bewegung ist der unermüdliche Mitt­ler zwischen Führer und Volk. Sie trägt auf Ihren Schultern Deutschlands Schicksal und so, wie wir die Partei immerdar aufs neue mit Kraft erfüllen, so schöpfen wir immerdar aus dieser Partei aufs neue Kraft. Sie kämpft den edlen, Kampf um das Leben und um die Neugestaltung der deutschen Nation.

und ist dann zum großen Segen für die . , heit geworden. Es sei nur daran erinnert, daß die Anwendung mancher künstlichen Dünge­mittel, namentlich aber die des synthetischen S t i ck st o f f s, der deutschen Landwirtschaft zunächst durch die Absperrung der Zufuhr des Chilesalpeters ausgezwungen wurde, sich dann aber so ausgezeich­net bewährt hat, daß sich nicht nur Deutschland, sondern auch andere Länder dauernd von der Ver­sorgung mit Chilesalpeter unabhängig machten.

DieZmkerdose der Welt" wird unabhängig

Die Vereinigten Staaten geben das Protektorat über Kuba auf.

3. Kuba erkennt den Vereinigten Staa­ten das Recht zu, für die Unabhängigkeit

deutsche Volk, sich mehr als früher auf sich selbst zu stellen. Das bedeutet keinen Uebergang zu einer selbstgewählten Autarkie, die für ein so eng mit der Weltwirtschaft verflochtenes Land wie Deutsch­land keinen Reiz haben kann. Aber wir müssen aus den weltwirtschaftlichen Tendenzen, die ohne unser Zutun die Oberhand genommen haben, die Konsequenz ziehen, daß wir nicht von außen, son­dern nur von unserer eigenen Leistung Hilfe zu erwarten haben. Das deutsche Rohstosf- problem kann nur auf dem Wege der.Selbsthilfe gelöst werden, nämlich dadurch, daß die deutsche Forschung der deutschen Wirtschaft die Ersatzstoffe liefert, die sie von der ausländischen Rohstosfzufuhr soweit unabhängig stellen, wie die vom Ausland uns ausgezwungene Devisennot es notwendig macht.

Oie deutsche Afrikaschiffahrt.

Die deutschen Schiffahrtsgesellschaften, die den Verkehr nach Afrika vermitteln, haben auch nach dem Verlust der deutschen Kolonien ihre bedeutende- Stellung in der Afrikaschiffahrt behauptet. Natür­lich hat die Währungsabwertung, insbesondere das Absinken des Pfundkurses, die Wettbewerbslage der deutschen Gesellschaften es handelt sich um die Woermann-Linie und die Deutsche Ostasnka-Lime

noch erheblich erschwert. Die beiden genannten deutschen Schiffahrtsgesellschaften, die in Hamburg ihren Sitz haben, mußten daher das Geschäftsjahr 1933 mit Verlust abschließen. Das ist nicht ver­wunderlich, denn die Schiffahrtsraten im Afrika- oerkehr müssen infolge des überwiegenden engli­schen Einflusses in Pfunden berechnet werden. Die deutschen Gesellschaften nehmen also entwertete Pfunde ein, während ihre Ausgaben vorwiegend in vollwertiger Mark-Währung erfolgen müssen. Die Verluste, die sie hierdurch im letzten Jahre er­litten haben, werden auf 6 Millionen Mark be­ziffert. Ein Teil dieser Verluste ist dadurch aus­geglichen worden, daß die Reichsregierung nach der politischen Erneuerung der deutschen Seeschiffahrt Mittel zur Verfügung gestellt hat, um sie für die Dalutaverluste zu entschädigen. Trotzdem schließt, wie schon erwähnt, sowohl die Woermonn- wie die Ostafrika-Linie das Geschäftsjahr 1933 mit Verlust ab. Eine verschärfte Konkurrenz wurde den deut­schen Afrika-Reedereien durch die Subventionierung der italienischen Konkurrenzlinien geschaffen. Um den Wettbewerb bestehen zu können, werden die deutschen Linien neue und schnellere Schiffe in den Dienst stellen müssen. Hierdurch werden hoffentlich den deutschen Wersten erhöhte Neubauauftrüge zu- sließen.

Forschung und Wirtschaft.

Diele Leute haben noch immer eine schwer zu überwindende Abneigung gegen alle Ersatz- st o s f e. Sie denken dabei an manche minderwerti­gen Surrogate, deren Gebrauch in der Kriegszeit durch die Not den Konsumenten aufgezwungen wurde. Es ist selbstverständlich, daß nicht alle diese in kürzester Zeit improvisierten Noterzeugnisse wirk­lich brauchbare oder gar den fehlenden Materialien gleichwertige Ersatzstoffe waren. Aber man darf nicht daran vergessen, daß gerade auch in der Kriegszeit manche außerordentlich wertvollen Ersatzstoffe aus der Not heraus gefunden worden sind. Der beste Beweis für die hohe technische und volkswirtschaftliche Bedeutuna dieser Ersatzstoffe wurde dadurch erbracht, daß sie auch nach der Be­hebung der Notlage, der sie ihr Entstehen ver­dankten, beibehalten wurden. Die Erfindung

Deutschlands Forschung wird das Rohstoffproblem, das heute im Brennpunkt aller wirtschafts- und finanzpolitischen Erörterungen steht, früher oder sväter endgültig lösen. Je schwieriger es das Aus­land der deutschen Wirtschaft macht, ihren Bedarf an Rohstoffen, Fett und anderen heute noch unent­behrlichen Erzeugnissen überseeischer Lander zu decken, desto schneller wird die deutsche Wissenschaft dazu gelangen, dem deutschen Volke die Unab­hängigkeit von diesen Zufuhren, die es nur mit den Erzeugnissen seiner eigenen Qualitätsarbeit zu bezahlen vermag, endgültig und für immer zu erringen. Wenn das Ausland sich weiter weigert, die deutschen Fertigwaren aufzunehmen, die Deutschland allein als Gegenwert für seine Rohstoffbezüge bieten kann, so macht es Deutschland die Versorgung mit diesen Rohstoffen unmöglich. Man nötigt das deutsche Volk da­durch geradezu, seiner Wissenschaft die lebens­wichtige Aufgabe zu übertragen, es von den bisher verwendeten Rohstoffen unabhängig zu machen und ibm neue auf deutschem Boden gewinnbare zu ver­schaffen. Kein Zweifel, daß die auf allen Gebieten bewährte deutsche Wissenschaft diese Aufgabe zu bewältigen vermag.

In diesen Tagen ist in Düsseldorf der Grund­stein zu einem neuen deutschen Eisenfor- ch u n g s - I n st i t u t gelegt worden. Die Groß­industriellen, die diese neue Forschungsstatte schu­fen haben sich damit au dem Grundsatz bekannt, daß die Wissenschaft der wirtschaftlichen Praxis neue Wege bahnt. Die enge Verbindung zwischen Forschung und Wirtschaft ist das Fundament deut- scher Leistung und deutschen Ausstiegs. Das neue Eisenforfchungsinstitut wird zunächst einmal das Wefen des industriellen Grundmetalls, des Eilens näher ergründen, als es bisher gelun­gen ist. Wenn wir unter Opfern von Gold und De­ssen jede Tonne Eisenerz aus Frankreich Schwe­den Afrika usw. heremholen müssen, ist jede Methode, bei der Eisenerz gespart wird, ein un- mittelbarer wirtschaftlicher T°wmn .^de rn der Metallindustrie hat sich herausgestellt dah durch die Beimischung anderer S t o f f e das Eisen nicht entwertet, sondern im Gegenteil t m Wert geseigert wird. UeberaU dort, wo be- sonders hohe Ansprüche an das Eisen gestellt wer­den, finden nicht mehr Eisen und Stahl " mwer- mischtem Zustand, sondern Gemische Verwen­dung, die dem Eisen je nach Bedarf größere Harte größere Zähigkeit, höheres oder leichteres Gewicht verleihen.

Die Abschließung der einzelnen Länder gegen­einander, die ein Kennzeichen des fortfajreuenöcn Verfalls der Weltwirtschaft ist, zwingt heute das

Ein billiger Verzicht.

Am 1.Januar 1899 räumten nach dem un­glücklich verlaufenen Kriege mit den Vereinigten Staaten von Amerika die spanischen Trup- p c n d i e Insel Kuba. Die Regierung wurde dem Befehlshaber der amerikanischen Truppen übertragen, der im November 1900 eine gesetz­gebende Versammlung nach Havanna einberief, die eine Verfassung für die scheinbar unabhän­gige Republik Kuba und einen Vertrag mit den Vereinigten Staaten entwerfen sollte. Unter dem Druck der amerikanischen Besatzung und nach längeren Rücksprachen mit dem Staatsdeparte­ment in Washington kam schließlich der Vertrag zu­stande, der als sogenanntes Platt- Amendement bekannt geworden ist. Der Name stammt von einem Senator Platt aus Connecticut, der die Artikel des Vertrages zwischen den USA. und Kuba als Zu­satz zum Gesetz über die Geldbewilligungen für das Heer vom 2. März 1901 vorschlug. Der Vertrag ent­hielt folgende Bedingungen:

1. Kuba darf niemals irgendeinen Ver­trag mit irgendeiner fremden Macht schließen, wodurch seine Unabhän­gigkeit beeinträchtigt werden könnte;

Aeichsminister Goebbels spricht zu 50000 Oberschlesiern.

Gegen Miesmacher und Kritikaster.

G l e i w i tz, 6. Juni. (DNB.) Gegen das Mies- rnachertum und das Nörglerturn sprach in Glei - w i tz Reichsminister Dr. Goebbels vor etwa 50 000 Volksgenossen aus dem gesamten Grenz­land Oberschlesien. Bereits am frühen Nachmittag zogen die Zehntausende, die zum Teil in Son­derzügen nach Gleiwitz gekommen waren, -zum Preußenplatz und füllten nach und nach im Verein mit den Kolonnen der SA., SS., HI., des Arbeits­dienstes und anderer nationalsozialistischer Organisa­tionen den weiten Platz. Eine riesige Tribüne für den Redner und die zahlreichen Vertreter der staat­lichen und städtischen Behörden Oberschlesiens sowie der nationalsozialischen Bewegung bildeten die eine Seite des großen Vierecks. Als Dr. Goebbels bei seinem Eintreffen durch die zwischen den Tausen­den hindurchführende Gasse im Kraftwagen sich zur Tribüne begab, empfingen ihn nicht endenwollende Heilrufe.

Or. Goebbels

führte u. a. etwa aus: Wir hatten nicht die Mög­lichkeit, uns am 30. Januar 1933, als wir die Macht antraten, eine Erbschaft auszusuchen. Was wir übernahmen, war das zwangsläufige Ergebnis einer 14jährigen Bankrottpolitik. Wenn wir trotz­dem diese Last auf unsere Schultern nahmen, so. gewiß nur dem deutschen Volk zuliebe, denn wir persönlich hatten ja keinen Vorteil davon. Wir haben deshalb auch wie keine Regierung vor uns das Recht, im Namen dieses Volkes zu sprechen. Denn unser System stetzt nicht auf Bajonettspitzen oder Kanonenläufen, sondern unser System ruht in der Liebe unseres Volkes, und niemand von uns wollte nur eine Stunde länger an der Spitze des Staates stehen, wenn er nicht mehr der Liebe und des Vertrauens des deutschen Volkes versichert fein könnte. Von diesem Bewußtsein erfüllt, haben wir nicht nur das Recht, sondern die Pflicht, gegen alle die Cliquen und Sekten aufzutreten, die heute wiederum versuchen möchten, das Volk in seine alte Zerrissen­heit zurückzuwerfen.

Während wir wie in den Zelten unserer Oppo­sition Rächte hindurch arbeiten und schuften, wie wir diesem Volke helfen können, sitzen diese feigen Kritikaster an den Biertischen und sabo­tieren die Arbeit, die wir geleistet haben. Sie sind bar jeder Verantwortung. Das sind die Helden, die während des Krieges am Biertisch Paris eroberten, aber wenn sie den Gestel­lungsbefehl bekamen, plötzlich Rheumatismus verspürten. Das sind dieselben, die sich heule zu gut dünken, mit einem SA.-Sturm mitzu­marschieren, die aber an den Straßenrändern stehen und kleine Vergehen und Exzesse regi­strieren. Das sind dieselben, die, als die deut­sche Revolution ausbrach, sich feige in ihre Mauselöcher zurückzogen und die jetzt, fußend auf unserer Gutmütigkeit, ihre Stunde wieder für gekommen erachten. Aber sie könnten sich getäuscht haben, denn unsere Gutmütigkeit ist nicht Schwäche.

Wenn beispielsweise die Vertreter der Kirche uns vorwersen, daß wir einem neuen Heidentum zunei- gen, so können wir dazu nur antworten: Das sind fromme Phantasien von Menschen, die nur Aerger empfinden, daß sie so klang- und sanglos von der Bühne der Oeffentlichkeit verschwinden mußten. Wir haben den Grundsatz aufgestellt: Für die Poli­tik der Politiker und für d i e Kirche der Herr Pastor. Ebenso wie wir nie auf den Gedanken kämen, von der Kanzel herab zu predi­

gen, ebenso verbitten wir es uns, wenn die from­men Gottesmänner politische Führung beanspruchen.

Als wir zum ersten Male als Regierung vor die Oeffentlichkeit traten, da erklärte der Führer: Ich habe vier Jahre Zeit nötig und nach vier Jahren bin ich bereit, vor dem Volke und der Welt Rechenschaft abzulegen. Wir wissen besser als jeder andere, wie vieles noch ungetan geblieben ist. Und niemand braucht uns zu sagen, daß wir einmal mit unseren Maßnahmen daneben geschlagen haben. Wir haben sogar den Mut das einzu- g e st e h e n. Die Kritikaster irren sich, wenn sie glauben, wir wären feige genug, gegen sie etwa die Polizei oder tye Armee aufzurufen. Nein, w i r appellieren an das Volk und wir find der Ueberzeugung, das Volk wird diesem Spuk im Handumdrehen ein Ende machen.

Wenn z. B. heute von den Uebertlugen uns ent­gegengehalten wird, daß der deutsche De­visenvorrat zusammengeschrumpft fei, so geben wir das offen zu. Das kann sich jeder an fünf Fingern abzählen, daß wenn man vier Millionen Menschen wieder in den Arbeitsprozeß hineinführt, Rohmaterialien zum großen Teil eingeführt werden müssen und daß man diese eingeführten Rohmaterialien be­zahlen muß. Wenn nun andererseits das in­ternationale Judentum glaubt, durch eine interna­tionale Boykotthetze uns allmählich den Weltmarkt abspenstig machen zu können, so sollen diese Ver­treter des Weltkapitalismus nicht glauben, daß Geld auf die Dauer stärker wäre als Raffe und Willen und Entschlossenheit.

Wir find der Ueberzeugung, jedes Unglück, das nicht als Schickfalsfchlag des Himmels über ein Volk hereinbricht, sondern von Menschen er­dacht und ersonnen wurde, das kann auch immer von Menschen überwunden und b e se i t i g t werden. Und wenn diese Menschen, die entschlossen sind, ein Unglück zu überwinden, niemals müde werden, im Mut und im Durchstehvermögen und in der Kraft und in der Ausdauer, dann werden sie am

Ende auch zum Ziele kommen.

Das deutsche Volk ist ein Volk geworden, das unbe-

Nie NS.-Schwesternschaft.

München, 6. Juni. (DNB.) Wie der Reichs, ärzteführer Dr. Wagner imVölkischen Beobachter" bekanntgibt, sind Anfragen betreffend Aufnahme i n b i e N S. - S ch w e st e r n s cha f t an das Mut­terhaus der Braunen SchwesternRudolf. Heß-Krankenhaus" in Dresden zu rich­ten Ausgenommen können in die NS.-Schwestern- schäft nur werden staa11ich geprüfte Schwe- jtern, die entweder selbst Parteigenossin- n e n sind oder die durch eine Bestätigung ihrer zuständigen Ortsgruppenleitung nachweisen, dcß ihre Familie vordem 3 0. Januar 19 3 3 nationalsozialistisch war (z. B. der Vater oder der Bruder in der SA.). Auch Anmeldungen als Schülerinnen bzw. Anwärterinnen für die NS.-Schwesternschaft werden nach wie vor verantwortlich vom Amt für Dolkswohl- fahrt bei der Obersten Leitung der PO. in Berlin mabrgenommen. Anträge auf Stellenbesetzung durch NS.-Schwestern, auf die Besetzung von Kranken­häusern usw. und deren Vertragsabschlüsse sind ebenso wie die Vertragsabschlüsse selbst nach wie vor Angelegenheit der NS.-Volkswohlfahrt. Die Tracht der NS.-Schwestern bleibt die bisherige, auch die Sch Western drösche bleibt unver­ändert.

Ur. 130 Erstes Blatt 184. Jahrgang Donnerstag, r.Juni 1934

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Nicht jeder Kunststoff ist also minderwertig, und mit dem BegriffErsatz" wird ganz zu Unrecht eine gewisse Geringschätzung verbunden. Man denke nur daran, daß außer dem Kunststickstoff auch die syn­thetischen Farben, das Aluminium, die K u n st s e i d e, das B e n z o l u. a. ursprünglich Er­satzstoffe waren. Da sie sich aber den Stoffen, die sie ersetzen sollten, gleichwertig, ja manchmal sogar überlegen gezeigt haben, erlangten sie eine voll­kommen selbständige Bedeutung und erwiesen da­mit ihren hohen Eigenwert. Manchmal haben sie bann sogar bie Stoffe, als deren Ersatz sie betrachtet wurden, ganz ober zum größten Teil verdrängt. Die deutsche Industrie hat auf dem Gebiete der Er­findung von brauchbaren Ersatzstoffen Bedeutendes geleistet. Die Menschheit verdankt ihr Errungen­schaften van bleibendem Wert. Das ist vielleicht darauf zurückzuführen, daß Deutschland ein roh­stoffarmes Land ist. Denn die Not ist sehr häufig die Mutter des technischen Fortschrittes. Nicht, mit Unrecht hat daher der Reichswirtschaftsminister Dr. Schmitt kürzlich in seiner ausgezeichneten Rede in Frankfurt angekündigt, die deutsche Tech­nik werde durch die gegenwärtige Rohstoffknappheit nur zur Schaffung neuer Ersatzstoffe angeregt wer­den. Das deutsche Volk, so führte er aus, werde aus der Not eine Tugend machen, und diese neuen Erfindungen würden ihm dann für die Dauer eine größere Unabhängigkeit von den überseeischen Roh­stoffquellen verschaffen. Derartige, aus der ^Not­lage einer Nation geborenen Ersatzstofferfindungen pflegen tiefgehende und nachhaltig wirkende welt­wirtschaftliche Umstellungen hevvorzurufen.