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Hr.56 Drittes Blatt Sirhener Anzeige' (Seaeral-Aazriger füt wd«rhchen> Mittwoch, 1.MärzB>54

Die Polizei im Dritten Mich.

Eindrucksvolle Feierstunde der Gießener Polizei und der Gendarmerie des Kreiies Gießen.

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Die Fahnenqruppe der Polizeikameradschaft Gießen vor der $ront der Polizeisormation aus dem Landgraf-Philipp-Platz. (Aufnahme: Photo-Pfaff, Gießen.)

Anläßlich des gestrigen erstenJahrestages der Uevernahme der Staats m acht durch den Führer und Volks k an zier A d o l f H i t l e r vereinigten sich die Polizeibeamten aller Dienststellen der Polizeidirektion Gießen und die Gendarmeriebeamten des Kreises Gießen gestern nachmittag zu einer Feier, die in der Geschichte unserer Polizei und Gendarmerie an hervorragender Stelle vermerkt bleiben wird.

Die Feier begann mit der Aufstellung der Polizei­beamtenschaft und der Gendarmerie des Kreises Gießen unter dem Befehl des Polizeioberinspektors Hoffmann vor dem Gebäude der Polizeidirek­tion auf dem Landgraf-Philipp-Platz. Nachdem hie Fahne der Polizeikameradschaft in feierlicher Weise aus dem Gebäude der Polizeidirektion abgeholt und von der Fahnengruppe an die Spitze des Aufmar­sches verbracht worden war, marschierte der Zug über den Landgraf-Philipp-Plntz durch die Land­grafenstraße, Hitlerwall, Walltorstraße, Kirchen­platz zu einem

Festakt

lm Saale desFrankfurter Hof". Hier war an der Stirnseite des Saales in schöner Ausgestaltung in­mitten von Blattpflanzen und Hakenkreuzbannern ein würdiger Platz für das Bild des Führers und für die in dieser Feierstunde zu weihende Fahne der Polizeikameradschast geschaffen wor­den. Mehrere Mitglieder der SA.-Reserve-Kapelle bereicherten die Feier und auch den anschließenden Kameradschaftsabend mit guter Musik.

Nachdem die Polizei- und die Gendarmeriebe­amtenschaft in den Saal eingerückt war, wurde der Vertreter der Gauleitung, Kreisleiter z. b. V. Pg. B u l l m a n n von der Versammlung herzlich mit dem deutschen Gruß empfangen. Darauf wurde un­ter den Klängen des Badenweiler Marsches die | Fuhne von der Fahnengruppe in den Saal ein­gebracht. Anschließend folgte die nachstehende An- | spräche von

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'Links im Vordergrund: Der Vertreter der Gauleitung Kreisleiter z. b. V. Pg- ®ul! nia; n bei seiner Ansprache. Ganz rechts: Der Führer des G'eßener ^omi-radichaftsbundes de^ Polizeibeamten Kriminalpolizeimeister Hofmann. (Aufnahme: Photo-Pfaff, Gießen.)

Deutschlandlied und vom Horst-Wessel-Lied je der erste Vers gesungen.

Die Gründung der Kameradschaft.

Kreisleiter z. b. V. Bullmann sagte dann in seiner eindrucksvollen Rede weiter: Nunmehr er­kläre ich die Fachschaft der Polizei in Gießen für aufgehoben und -erkläre gleich­zeitig den Beginn eines neuen Lebens, zu dem Sie als Kameraden gehören. Sie find nun offiziell eingegliedert in die

Kameradschaft der Polizei in Gießen.

Seien Sie sich bewußt, daß diese Kameradschaft nur von Nationalsozialisten geführt werden kann. Es muß nicht sein, daß etwa ein Polizeioberst von Berlin hierhergeholt wird, der Ihr Führer ist Es ist aber notwendig, daß der Kameradschaftsfuhrer ein Nationalsozialist ist, der dafür sorgt, daß

echter Kameradschaftsgeist unter gegenseitiger Hochachtung gleichviel welchen Ranges immer lebendig ist, damit die Kameradschaft der Po­

lizei in Gießen und darüber hinaus in Deutsch­land beitragen möge zur Vollendung der deut­schen Volksgemeinschaft. Volksgemeinschaft ist die Voraussetzung zum Werden des national­sozialistischen Staates, in dem jeder deutsche Volksgenosse glücklich werden kann, wie es das

Ziel unseres Führers Adolf Hitler ist.

Der Führer hat gesagt: Ich will das deutsche Volk in allen seinen Schichten, Berufen und Stan­den glücklich machen, damit jeder deutsche Volks­genosse freudig seine Pflicht tut und sie als voll­wertiges Glied der deutschen Nation tun kann, In diesem Sinne wollen auch wir hier d i e V c>l k!s - gemeinschaft bekräftigen. Die Dolks- gemeinschaft und der oberste Führer unseres Volkes Sieg-Heil!

Auch hier wieder fand das dreimalige Sieg-Heil einen außerordentlich begeisterten Widerhall bet ber Versammlung. Damit fand der Festakt seinen Ab­schluß. Pg. B u l l m a n n mußte leider sofort den Kameradschaftskreis verlassen, da andere dringende Pflichten ihn nach auswärts riefen.

Der Kameradschasisabend

Kreisleiter z. b. V. Gamedner SuNann:

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Heute vor einem Fahre hat Reichsstatthalter i Sprenger mit seinen getreuen Kämpfern des t Gaues Hessen-Nassau in Darmstadt mit dem roten ( Spuk für alle Zeiten ein Ende gemacht

heute vor einem Jahre sind Sie, Kameraden ' von der Polizei, in den Dienst Deutschlands 1 getreten.

Sie wurden abgelöst von einem Dienstverhältnis, dessen Macht Sie gar nicht kannten. Sie glaubten einer Revublik zu dienen, in Wirklichkeit dienten sie einer Clique Handlanger der Juden und einer Clique von Hochverrätern.

Das soll begraben sein. Wenn Sie hier sitzen in der Uniform der Polizei, wenn Sie die Hand gehoben haben vor der Hakenkreuzfahne, dann sitzen Sie hier als Soldaten Adolf Hitlers. Und wenn in wenigen Minuten Diele Fahne geweiht wird, muß jedem von Ihnen klar fein, daß es an der Zeit ist, diesen Eid abzulegen.

Wer glaubt, Adolf Hitler nicht dienen zu kön­nen, hat damit das Recht verwirkt, von dem ine Beamten 14 Jahre lang sprachen: die wohl- erworbenen Rechte der Beamtenschaft.

Der deutsche Mensch, der deutsche Arbeiter, gleich ob Beamter oder nicht, kann sich nur ein wohl­erworbenes Recht erkämpfen, wenn er t r e u u n ö fanatisch seinem Führer Adolf Hitler dient. ,,

Vor einigen Tagen sind wir als Amtswalter von dem Stellvertreter des Führers vereidigt wor­den auf den Führer, Volk, Deutschland, auf die deutsche Rasse, auf das deutsche Volk.

Partei und Staat ist dasselbe. Der Begriff Republik ist nichts. Republik ist etwas, was es für uns nicht gibt. Unser Staat heißt Deutschland! Unser Führer heißt Adolf Hitler; Und das, was wir anbeten, ist Deutschland!

Sie sind nach der Vereidigung auf die Hakenkreuz­fahne einaereiht in die Reihen Adolf Hitlers und

marschieren neben SS., SA. und neben ber Reichs­wehr. W i r sind alle eins: PO., Reichswehr, Schupo, SS., SA., Arbeiter, Beamte, Akademiker. Jeder schaffende deutsche Mensch ist ein Soldat Adolf Hitlers! Einen Unter­schied gibt es nicht' ebenso gibt es keinen Vorzug.

Nun nehmen Sie in sich auf das Wort, das ich Ihnen als Beauftragter der Gauleitung schon seit August v.J. gesagt habe: Wir sind im Zei­chen der Revolution! Unsere Arbeit heißt Revolution! Formen Sie sich um. Bemühen Sie sich, baß Sie sich die Gesetze bauen, die Ihrem Empfinden entsprechen, nicht als ehe­malige Beamte Leuschners ober Kaiser Wilhelms.

Sie sind heute Diener des deutschen Volkes. Deutschland ist die RSDAP. Adolf Hitler ist Deutschland. Deutschland ist Adolf Hitler. Ohne Adolf Hitler kein Deutschland. Ohne Deutsch- land keinen Adolf Hitler! Adolf Hitler hat Deutschland erobert! Adolf Hitler hat die Feinde Deutschlands besiegt. Adolf Hitler ist zur Zeit dabei, die ganze Welt zu besiegen insofern, als er dieser Wett eine bessere Weltanschauung ent­gegenträgt.

So weihe ich nun diese Fahne, die Fahne nicht nur einer Fachschaft, einer gemütlichen Gruppe nicht die Fahne einer Klassenvereimgung. Das ist die K a m e r a d s ch a f t s f a h n e der deut s ch e n Dolj,ei das ist die Kamerabschafts- fahne einer Abteilung Gefolgsleute Hitlers Diese Fahne in treuen Hanben zu halten ist für Sie heiligste Verpflichtung, benn Sie tragen bie Fahne einer neuen Weltanschauung unb eines Führers, ber bie Welt besiegt hat burch

Die "'deutsche Revolution, bas beutsche Volk, ber Reichspräsibent von Hinbenb u r g unb unser Führer A b o l f Hitler Sieg-Hell! Begeistert ; wurde der dreimalige Ruf von der Festversamm- t [ung ausgenommen. Anschließend wurden vom

der Befehlshaber des

Nach einer angemessenen Pause folgte dem Fest­akt ber erste Kamerabschaftsabenb ber Gießener Polizei unb ©enbarmerie. Der Führer ber Ortsgruppe Gießen bes Kamerab- schaftsbunbes Deutscher Polizeibeamten,

KriminalpoUzeimeijter Hofmann richtete zunächst herzliche Worte ber Begrüßung an die Gäste unb bie Kameraben. Sobann wies er auf bie Bebeutung bes ersten Jahrestages ber beute schon Erhebung, ber beutschen Einigkeit unb Sammlung hin/ ber für bie Gießener Ortsgruppe durch ben'feierlichen Akt ber Weihe ber Kamerad- schaftssahne noch zu einer befonberen Denkwürbig- keit geworben fei.

Die Fahne werde der Kameradschaft stets als Symbol der Einigkeit und der Treue zu Führer, Volk und Vaterland vorangetragen werden, und jeder solle stets mit Ehrerbietung an diesem Symbol der wiedergeborenen deutschen Krast und Einigkeit emporblicken.

Hierauf berichtete der Redner über die Neugestal­tung der Organisation der Polizeibeamten, teilte mit daß er von dem Führer der Gaufachschaft zum Führer der Ortsgruppe Gießen bestimmt worden fei, und betonte, daß er sich der Größe feiner Auf­gabe jederzeit bewußt fein und immer bemüht bleiben werde, das in ihn gefetzte Vertrauen in vollem Umfange zu rechtfertigen. Ueber die Stärke der Ortsgruppe Gießen, bie nicht allein auf unsere Stabt beschränkt bleibt, fonbern weit barüber hin­aus greift, teilte er mit; baß z u b e m Orts­gruppenbereich etwa 450 bis 500 P o - lizei - unb Senbarmeriebeamten 3 äh - l e n werben. Jrn Anschluß an einen kurzen Hin­

weis auf bie hohe Bebeutung ber echten Karne- rabfchaft betonte ber Rebner, bie Ortsgruppe Gießen werbe immer bestrebt fein, ein tebenbiges Glied ber großen beutfchen Volksgemeinschaft inner» halb bes Kamerabschaftsbunbes zu fein.

Jeder einzelne Polizei- und Gendarmeriebeamte müsse sich stets vor Augen halten, daß er als deutscher Volksgenosse in den anderen Volks­genossen vor allem immer nur den deutschen

Menschen und Freund sehen müsse.

Es gebe heute nur eine einzige große deutsche Volksgemeinschaft, innerhalb deren alle Mitglieder der Ortsgruppe voll und ganz ihre aufdauende Kraft zum Wohle der V o l k s g e s a m t h e i t zur Verfügung zu stellen hätten. Dabei müsse das besondere Bestreben dahin gehen, besonders auch den deutschenArbeiter als Volksgenossen in ber rechten Weise zu schätzen.

Der neugestaltete Kameradschaftsbund sei kein Instrument für irgendwelche Interessenpolitik, vielmehr lege die Polizei- und Gendarmerie- beamlenschafl ihre persönlichen Anliegen und Wünsche vertrauensvoll in die Hand der Staats­regierung.

Die Polizei unb ©enbarmerie erstrebe bas hohe Ziel, im Rahmen ber beutschen Volksgemeinschaft vor allen deutschen Volksgenossen st e t s b e st e h e n zu können. Lebhafter Beifall ber Versammlung un­terstrich die Worte des Kameradschaftsführers.

Der weitere Verlauf des Kameradschaftsabends war der Erledigung interner geschäftlicher Ange­legenheiten unb ber Pflege guter kameradschaftlicher Geselligkeit gewidmet.

(5ruppenfüf)rer3etferle$um nationalen Reitturnier.

Das Turnier des Frankfurter Reit- und Fahr­klubs hat eine ganz besondere Bedeutung.

Es stellt eine Verbindung bar von Trabitionellem mit Revolutionärem, von technischem Können und mitreißendem Geist. Es führt den erfahrenen Reit- iachmann, ber in stiller, beständiger Arbeit Jahre hindurch seine Pflicht getan hat, mit feinen großen Erfahrungen zusammen mit dem begeisterten SA.- Mann, ber als Vertreter bes jungen Deutschlands in revolutionärem Schwung neue Formen sucht. Wertvolles unb Großes wirb aus einem überalter­ten Rahmen frei gemacht unb ber Entwicklung ber neuen Zeit angepaßt. Hanb in Hand, Bügel an Bügel reiten Turnierfachmann, SA.-Reiter und Po- lize'ireiter in die Bahn der Festhalle, um für ben durch sie vertretenen Sportgebanfen zu werben. Die breite Öffentlichkeit will für ihre Sache be­geistert werden, bie heute nicht mehr von einzel­nen Kreisen, fonbern von dem ganzen Volk getra­gen werden muß. Deshalb stehen SA. und SS. mit im Vordergrund. Es handelt sich um einen ersten Versuch, um die erste Veranstaltung in Deutschland in diesem Umfang. Wahrscheinlich fallen manche Leistungen ber jungen SA.- unb SS.-Reiter gegen­über denen ber erfahrenen Turnierreiter ab. Darauf kommt es aber keineswegs an, sondern auf ben Geist unb bas Wollen unb bie Frische, bie befruch­tend mit herangetragen werden.

Die SA. hat sich mit zum Träger des Turniers in der Festhalle gemacht und wird freudig und be­geistert daran teilnehmen."

gez. A. H. B e ck e r l e, Gruppenführer.

Der z/P/z=lBagcn fährt drei neue Weltrekorde

Der neue Rennwagen derAuto-Union", die Neukonstruktion des Ingenieurs Porsche, hat seine erste große Prüfung glänzend bestanden. Seit einigen Tagen schon versuchten Hans Stuck unb Willi Walb auf der Avus, den im Besitz des Engländers T. E y ft o n befindlichen Stundenwelt­rekord zu brechen. Widriges Wetter, Feuchtigkeit der Strecke verhinderten diese Absicht zunächst, aber