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Die Varmats suchten mit Stavisky ins Geschäst zu kommen.

Paris, 7. März. (DNB. Funkspruch.)Journal" unbPetit Journal" beschäftigen sich heute früh mit den Verzweigungen, die vom Fall Staoifky zu den Varmat-Schwindeleien hinüberzuführen schei­nen.Journal" bringt die vor drei Tagen erfolgte Ausweisung der Brüder Barmat aus Holland mit der Entwicklung der Untersuchung des Staviskyfalles in Zusammenhang. Die Ausge­wiesenen wollen sich angeblich nach Belgien oder der Tschechoslowakei begeben. Das Blatt erinnert daran, daß der jüngste der drei Brü­der Barmat, Heinrich, zweimal vergeblich versucht habe, zusammen mit Stavisky ein Geschäft zu gründen. Einmal soll es sich um eine Pariser Barmatbank gehandelt haben, die Schuldverschreibungen in der Staviskygründung unterbringen sollte. Dieser Plan sei jedoch nicht ver­wirklicht worden. Dann sollen sich die Brüder Bar­mat für Elektrifizierungsarbeiten in Französisch-Ma­rokko interessiert, aber nicht die nötigen Konzessionen erhalten haben Deshalb sei auch dieser Plan nicht ausgeführi worden.

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Die vier Brüder Barmat waren, wie man sich erinnern wird, während der Inflation aus dem Osten nach Deutschland eingewandert, wo sie sich wie Aasgeier auf den aus tausend Wunden bluten­den deutschen Wirtschaftskörper stürzten. Unter skru­pelloser Ausnutzung der Vorteile der Markstabili­sierung und mit Hilfe ihrer guten Beziehungen zu den damaligen politischen Machthabern wie z. B. zu dem sozialdemokratischen Reichskanzler Bauer brachten sie einen umfangreichen Konzern zustande, der besonders Maschinenfabriken, Montanwerte und Banken umfaßte. Wegen Beamtenbestechung erhiel­ten sie 1928 eine Gefängnisstrafe und verlegten dann das Feld ihrer Tätigkeit nach Holland.

Leipzig, 6. März. (DNB.) Auf der Leipziger Frühjahrsmesse sind in vielen Geschäftszweigen wieder beträchtliche Umsätze erzielt worden, an denen auch das Ausland maßgeblich beteiligt war. Selbstverständlich sind die Vertreter von solchen ausländischen Firmen bei der Aufnahme deutscher Waren am großzügigsten, die nicht durch zoll- oder währungspolitische Maßnahmen ihrer Regierungen beengt sind. Zufriedenstellende Um­sätze hat die L e d e r w a r e n i n d u st r i e erzielt, bei der vor allen Dingen Damentaschen gefragt waren: bereits jetzt dürfte den Unter­nehmungen dieser Branche Arbeitsgelegenheit für längere Zeit vermittelt worden sein. Hervorzuheben ist, daß an diesem Markt sehr rege nach der Schweiz und Holland verkauft wurde. Dänische Einkäufer legen sich eine gewisse Zurück­haltung aus, da sie Kontingentierungsmaßnahmen fürchten. Auf der Messe für Kristall und Por­zellan sind gute Umsätze in Gebrauchskristall und Porzellan in geschmackvollen Mustern gemacht worden. Steingut hat mit zufriedenstellenden

Beuthen, 6. März. (DNB.) Auf der Kartten- Ientrum-Grube ereignete sich am Dienstagabend kurz nach 18 Uhr ein schweres Unglück, wor­über die Verwaltung der Grube folgenden Bericht herausgibt: Als Folge einer um 18.05 Uhr er­folgten Erschütterung, die sich auf das ganze ober­schlesische Revier auswirkte, wurden auf der Er­sten - Zentriim - Grube zwei Zugangsstrecken zu einem Stollen im Flöz 14 durch Hochpressen der Sohle verschüttet, wodurch ein Steiger-Stell­vertreter und zehn Bergleute abgeschnitten wurden Die Rettungsarbeiten setzten sofort em. Zur Zeit ist mit einem Teil der abgeschnittenen Bergleute Verbindung ausgenommen worden. Die Bergbehörde befindet sich an der Unfallstelle und leitet das Rettungwerk. v

Am Mittwochfrüh gegen 2 Uhr hatten die Ber­gungsarbeiten, wie ein DRB.-Funkspruch aus Beuthen ergänzend meldet, den ersten Erfolg. Die Rettungsmannschaften stießen nach fieberhafter Arbeit auf einen Hauer aus Miechowitz, der nur leichte Verletzungen erlitten hatte, sowie auf einen Fördermann ebenfalls aus Miechowitz, der jedoch nur als Leiche geborgen werden konnte. Mit einem Teil der Verschütteten stehen die Ret-

Gefälschte Gcheckabschniite.

Bertuschungsmanöver.

Der frühere Privatsekretär Staviskys R o m a g - n i n o ist dem parlamentarischen Untersuchungs­ausschuß oorgeführt worden. Er verweigerte die Beantwortung der an ihn gerichteten Fragen mit der Erklärung, daß er nur dem Unter- sucbungsrichter im Beisein eines Rechtsanwalts Rede und Antwort stehen werde. Bei dem Verhör eines Verwaltungsbeamten eines Stavisky-Unter- nehmens kam auch zur Sprache, daß ein Scheck - a b s ch n i t t den Namen des jetzigen Landwirt­schaftsministers Q u e u i l l e trägt. Der Zeuge er­klärte, diesen Scheck persönlich eingelöst zu haben, aber sich nicht mehr darauf zu erinnern, auf wen er ausgestellt gewesen sei. Es scheint sich herausgestellt zu haben, daß in mehreren Fällen die Namen, auf die die Schecks ausgestellt waren, ausgekratzt und durch andere Namen ersetzt worden sind. Daher werden die neuen Namen mit einigem Vorbehalt genannt. Der Ab­geordnete Louis P r o u st, dessen Name in diesem Zusammenhang aufgetaucht ist, behauptet, daß es sich um eine Fälschung handele.

Auf den Spuren der Mörder des Richters prince

Paris, 7. März. (DNB. Funkspruch.) Nach dem Matin" sollen die Nachforschungen nach der Per­son, die das Ferngespräch, das den Gerichts­rat Prince zu seiner angeblich schwer kranken Muster nach Dijon rief, geführt yat, vor einem erfolgreichen Abschluß stehen. Man erwarte in aller­nächster Zeit eine aufsehenerregende Enthüllung. Die Leiche des Gerichtsrats Prince wird, nach­dem der Sachverständige festgestellt hat, Prince sei offenbar betäubt worden, bevor man ihn auf die Schienen warf, zur nochmaligen gerichtsärztlichen Untersuchung ausgegraben werden. Mit der Untersuchung sind sieben Aerzte beauftragt worden.

Abschlüssen gearbeitet. Bei Textilwaren hielt die Nachfrage weiter an. Nach wie vor stehen hier Dinge, die für den häuslichen Gebrauch nötig sind, im Mittelpunkt des Interesses. Auch das 'S t r u m p f g e s ch ä f t hat sich im Ganzen gut gehalten. Interessant ist die Aeußerung eines sächsischen Fabrikanten auf der Textilmesse, der er­klärte, er habe soviel Aufträge, daß er sie bis Ostern nicht alle erledigen könne, obgleich er jetzt bereits Doppelschichten eingelegt habe. Bestimmend für den Auftrieb des gesamten Markts sind die verschiedenen Maßnahmen der Reichsregierung. Die Verpackungs - und Reklamemessen haben gute Geschäfte gemacht. Außerordentlich stark ist das Interesse für die Bugra-Mesfe, da es eine Reihe von Buchdruckereien im Reich und im Ausland gibt, die durch Auffrischung ihres Maschi­nenparks'ihre Leistungsfähigkeit steigern möchten. Man glaubt, daß die angebahnten Beziehungen zum Ausland trotz der bekannten Exportschwierig­keiten zu Abschlüssen führen werden.

tungsmannschaften in guter Verbindung. Gegen 2 Uhr am Mittwochfrüh sind zwei leitende Be­amte der Bergbehörde in Breslau in die Grube eingefahren, um die Rettungsarbeiten zu über­wachen. Im Laufe der Morgenstunden wurden die Bergungsarbeiten nach den neun noch einge­schlossenen Bergleuten unter Einsatz aller Kräfte fortgeführt. Es gelang, zwei weitere Verunglückte, leider jedoch nur als Tote, aus den Kohlern trümmern freizulegen. Bei den Toten handelt es sich um einen Techniker, um einen weiteren Forder- mann aus Miechowitz und den Steigerstellvertreter Spallek aus Beuthen. Damit sind bisher drei Tote und ein Verletzter geborgen worden.

Kattowitz, 6. März (DNB.) Auf der Lithan- dra-Grube bei Friedenshütte ereignete sich ein schweres Unglück. Aus bisher noch ungeklärter Ursache gingen große Kohlenmassen zu Bruch und begruben oier Bergleute. Einer von ihnen konnte nur noch als Leiche geborgen werden, die drei anderen wurden mit schweren Verletzun­gen ins Krankenhaus gebracht, wo sie hoff­nungslos darniederliegen.

seine 40 Untertanen der britischen Gerichtbarkeit unterstehe. Der Oberste Gerichtshof aber untersuchte alte Chroniken und Archive und legte die Akten anerkannten Völkerrechtsgelehrten zur Begutachtung vor. Diese erklärten, daß die Insel nach dem Gesetz von 1878 zu Groß-Britannien gehöre. Es blieb also bei der obigen Geldstrafe. Der Königs­traum war aus. Die englische Regierung verbot dem Bankier irgendwelche Hoheitsrechte auf der Insel auszuüben. Die Insel hat dem Bankier Unglück ge- iracht, von diesem Tage an gingen auch die Ge­schäfte des Bankiers schlechter, so daß er jetzt wegen Veruntreuung ihm anvertrauter Aktienpakete ver­urteilt wurde.

Aenderung des Börfengesehes

Berlin, 6. März. (DNB.) Die Reichsregierung hat ein Gesetz zur Aenderung des Börsengesetzes beschlossen, das im Reichsgesetzblatt veröffentlicht wird. Danach erfolgt an Wertpapierbörsen, an denen eine Maklerkammer besteht, die amt­liche Feststellung der Börsenpreise durch die Kursmakler unter Aufsicht der Mak­lerkammer. Die Kursmakler werden von der Landesregierung bestellt und entlassen und leisten vor Antritt ihrer Stellung den Eid, daß sie die ihnen obliegenden Pflichten getreu erfüllen werden. Sie müssen, solange sie ihre Tätigkeit als Kurs­makler ausüben, die Vermittlung von Börsen­geschäften in den Waren oder Wertpapieren be­treiben, für die sie bei der amtlichen Feststellung der Börsenpreise mitwirken, oder für die ihnen diese Feststellung selbst übertragen ist. Sie dürfen in olchen Geschäftszweigen nur insoweit Han - )elsge schäfte für eigene Rechnung oder in eigenem Namen schließen, oder eine Bürgschaft für d i e von ihnen vermit­telten Geschäfte übernehmen, als dies zur Ausführung der ihnen erteilten Auf­träge nötig ist. Bei Wertpapierbörsen, bei

Eisenbahnunglück bei Moskau. IS Tote, 44 Schwerverletzte.

In der Nähe von Moskau ereignete sich dieser Tage, wie erst jetzt bekannt wird, ein schweres Eisenbahnunglück. Zwei Vorortzüge, die stark beseht waren» fuhren aufeinander. Dabei wur­den 19 Personen getötet und 44 schwer ver­letzt. Als Ursache des Unglücks istverbrecherisch fahrlässige Verletzung der Betriebsvorschriften" fest­gestellt worden. Angesichts der sich häufenden Un- gtücksfälle auf den verschiedenen Eisenbahnlinien der Sowjetunion in der letzten Zeit, die, wie es ift einer amtlichen Veröffentlichung heißt, durchweg auf verbrecherische Schlamperei und grobe Verletzung der Betriebsbestimmungen zurückzufüh­ren sind, hat die Generalstaatsanwaltschaft umfang­reiche Untersuchungen veranlaßt. Die einzel­nen Fälle sollen in sogenannten Schauprozessen abgeurteilt werden.

Große Ueberschwemmungen in den IDeftftaaten Nordamerikas.

Die großen S ch n e e st ü r m e der letzten Zeit haben bei dem jetzt eingetretenen Tau wett er in den Weststaaten von Nordamerika ausgedehnte Ueberschwemmungen verursacht. Diele Aecker, Eisenbahnlinien, Städte uni) Landstraßen sind überflutet. Im Staat Connecticut find bereits drei Kinder ertrunken. Das Eis wird mit Dyna- mir gesprengt, um Stauungen zu verhindern. Im Staate Neuyork sind zahlreiche Dörfer von Hoch­wasser bedroht. Der Hudson steigt. In der Stadt Troy mußten die Waren aus den tief gelegenen Stadtteilen in die höheren geschafft werden. In der einige Kilometer nördlich gelegenen Stadt Water­ford haben viele Familien ihre Wohnungen bereits geräumt. Bei Binghamton fürchtet man das Bre­chen der Eisbarriere. In Charlestown (Westvirginia) find die Keller des Geschäftsoiertels überschwemmt.

Schreckliche Schissskatastrophe bei Kanton. 500 Ertrunkene?

Wie Reuter aus Kanton meldet ist bei der Ein­fahrt in den Hafen ein Dampfer gesunken. Man befürchtet, daß 5 00 Passagiere ertrun - k e n sind. 350 Leichen sind bereits auf dem Hafen­platz aufgebahrt-, zahlreiche Frauen und Kinder irren durch die Reihen der Aufgebahrten, um ihre vermißten Angehörigen zu finden.

Fischer im kurischen Haff vom Eise eingeschlossen.

Auf dem Kurischen Haff treibt feit einigen Tagen ein Fischerboot, das durch Eisgang schwere Havarie erlitten hat. Da es nicht gelang, mit Booten bis zu den Verunglückten vorzudringen, wurden zwei Sportflugzeuge aus Königsberg ein­gesetzt, um den Fischern Hilfe zu bringen. Nach längerem Suchen entdeckten die Flieger das Boot mit den beiden Fischern, denen Lebensrnittel zu- geroorfen wurden. Auch Gauleiter Erich Koch startete zusammen mit dem Fliegerkommandanten Jppermann und warf über dem Boot einen Zettel ab mit dem Inhalt, auszuharren, bis der angeforderte Eisbrecher eintrifft. Inzwischen ift ein zweiter Eisbrecher aus Labiau angefordert worden. Man hofft, beide Fischer bald befreien zu können.

Todessturz eines Skiläufers in den Alpen.

Der Münchener Josef Ertl ist bei einer Skitour auf dem Hohen Göll durch Abrutschen von einer steilen Wandstufe tödlich verunglückt. Die Leiche wurde durch eine Expedition der Rettungs­stelle Berchtesgaden des Deutschen und Oesterreichi- schen Alpenvereins geborgen.

Der Mörder Weihe stellt sich der Polizei.

Der Aufseher Otto Weihe, der, wie gemeldet, seine Frau und seine beiden Töchter in seiner Wohnung in der Putlitzstraße bestialisch ermor­det hat, hat sich auf einem Polizeirevier in Köpe- nick gestellt und ein umfassendes Geständnis abgelegt. Weihe hat übrigens an feine Schwieger­eltern einen Abschiedsbrief geschrieben in dem er zugibt, die entsetzliche Tat begangen zu haben, als seine Frau und seine beiden Töchter fest schliefen. Heber den Grund der Tat schweigt sich der Mörder indessen völlig aus. Er kündigt in dem Brief ledig­lich noch an, daß er nunmehr Selbstmord begehen wolle.

Zwei Betrunkene in der Notwehr erschossen.

Vor einem Gasthaus in Schwientochlowitz (OS.) erschoß der 33jährige Franz N a w r a t in einem Streit die Arbeiter Wilhelm M a l a i k a und Joseph Burda. Nach den bisherigen Feststellun­gen hatten diese beiden, die betrunken waren, in der Gastwirtschaft einen Streit heraufbeschworen, der auf der Straße fortgesetzt wurde. Hier suchten

denen eine Maklerkammer besteht, tritt an die Stelle des Börsenvorstands die Maklerkammer.

Weintrinken ist kein Luxus.

Ein Aufruf des rheinischen Treuhänders der Arbeit.

Der Landesobmann der NSBO. und Treuhänder der Arbeit für den Bezirk Rheinland, Staatsrat Willi Börger, veröffentlicht einen Aufruf an die gesamte deutsche schaffende Bevölkerung, der das Ziel verfolgt, mit den weit verbreiteten Vor­urteilen über das Weintrinken aufzuräumen. Mar­xistische Gleichmacherei habe das Weintrinken als kapitalistische Genußsucht hingestellt. Die sich aus dieser Einstellung ergebende Abneigung weiter Kreise gegen das Weintrinken führte zur Absatz st ockung und zu dem großen Sinken der Weinpreise. Dem Winzerbetrieb wurde die wirtschaftliche Grundlage genommen. Schuld an den unwürdigen Löhnen der Winzerarbeiter sei nicht schlechter Wille der Winzer, sondern ein­zig und allein die Tatsache, daß Millionen Men­schen der Ansicht sind, Weintrinken sei Luxus. Es solle nun nicht etwa der Völlerei und Trinkerei das Wort geredet werden, sondern man wende sich nur gegen eine verderbliche, wahnsinnige Auffas­sung über vernünftige Dinge des Lebens. In Deutschland sei b e r A l k o h o l v e r b r a u ch am niedrig st en von allen europäischen Ländern. Besonders kraß sei der Unterschied beim Weinverbrauch. Schweden und Nor­wegen, zwei Staaten ohne jeglichen Weinbau, hätten mehr Weinverbrauch pro Kopf der Bevöl­kerung, als das Weinbau treibende Deutschland. Der deutsche Weinbergsarbeiter, so heißt es am Schluß des Aufrufs, der deutsche Winzer, dem es weiß Gott nicht besser geht, als feinen Arbeits­kameraden, er streckt die Hand aus nach dem deutschen Arbeiter, wo er auch wohnt und wirkt, und bittet ihn um Verständnis für den deutschen Weinbau.

sie dann auch mit Nawrat Streit. Als Nawrat, um Unannehmlichkeiten aus dem Wege zu gehen, seine Schritte beschleunigte, wurde er von Malaika und Burda verfolgt, die mit Messern auf ihn eindran­gen. Um sich der Angriffe zu erwehren, zog Nawrat ein Pistole und gab zunächst mehrere Schreckschüsse ab. Als diese nicht halfen, feuerte er noch zweimal und streckte feine Gegner nieder. Sie waren auf der Stelle t o t. Nawrat stellte sich der Polizei.

Bluttat in einem Pariser Bankhaus.

In einem Pariser Bankhaus ereignete sich eine schwere Bluttat. Ein Bankkunde wollte sein Restguthaben abheben, gegen dessen Auszahlung seine Ehefrau Einspruch erhoben hatte. Als sich hier­durch die Auszahlung verzögerte, geriet der Mann in eine heftige Auseinandersetzung mit dem Bankier, in deren Verlauf der Kunde den Bankier erschoß. Der Täter konnte in der allgemeinen Verwirrung entkommen. Sein Name ist aber bekannt.

Sportflugzeug an der Lübecker Bucht verunglückt.

Das Sportslugzeug D 2486 des Reichsverbandes der Deutschen Luftfahrtindustrie ist bei einem Erprv- bungsflug in der Nähe von Dahme (Lübecker Bucht) verunglückt. Die Ursache des Unfalles ist auf einen Propellerschaben in der Luft zurückzuführen. Der Führer des Flugzeuges Johannsen wurde leicht verletzt, sein Begleiter Jngenieur'H e r m a n n kam bei dem Unfall durch Ertrinken ums Leben.

Eine Greisin durch Fahrlässigkeit erschossen.

Durch die Fahrlässigkeit ihres Mieters, eines 75 Jahre alten Mannes, wurde die 79jährige Fabri­kantenwitwe Margarethe Fraas in ihrer Woh­nung in München erschossen. Die tödlich getrof­fene Frau, die einen Schuß in den Unterleib erhielt und nach ihrer Verbringung in die chirurgische Kli­nik der schweren Verletzung erlag, hatte vor einigen Wochen von einem Justizrat u. a. auch einen Trommelrevolver und einen Browning geerbt. Der Untermieter sah nach, ob die Waffen, die die Frau verkaufen wollte, geladen seien. Dabei hantierte der alte Mann so unvorsichtig, daß sich die einzige Patrone, die in der Waffe steckte, löste und die Vermieterin, die in diesem Augenblick wieder ins Zimmer zurückkam, tödlich traf.

Vorsicht beim Reinigen der Kleider mit Benzin!

Immer wieder muß zur größten Vorsicht beim Reinigen der Kleider mit Benzin ge­mahnt werden, wie durch folgenden Vorfall in Bad Kreuznach wieder einmal bekräftigt wird. Ein 15- jähriger Junge hatte seine Kleider mit Benzin ge­reinigt. Als er kurz darauf in einem dunklen Raum etwas suchen wollte und zu diesem Zweck, ein Streichholz anzündete, fingen sofort die noch mit Benzin getränkten Kleider Feuer. Einem Nach­bar gelang es zwar bald, die Flammen zu er­sticken, doch hatte der Junge bereits furchtbare Brandwunden am ganzen Körper davonge­tragen. In bedenklichem Zustand fand er Aufnahme im Krankenhaus.

Wettervoraussage.

Mit dem Weiterzug der Störung nach Skandina­vien zu kommen wir mehr unter den Einfluß ihrer Rückseite. Kältere Luft fließt bereits über die briti» schen Inseln südwärts und wird bei ihrem Vor­dringen auf das Festland den Witterungscharakter recht unbeständig gestalten. Bei wechselhafter Be- wölkung, die zeitweise durch kurze Aufheiterung unterbrochen wird, treten vereinzelt schauerartige Niederschläge auf.

Aussichten für Donnerstag: Unbestän­dig, wechselnd wolkig mit kurzer Aufheiterung, wie­der etwas kälter, einzelne Schauer, um West dre­hende Winde.

Aussichten für Freitag: Immer noch wechselhaftes Wetter.

Lufttemperaturen am 6. März: mittags 6,1 Grad Celsius, abends 5,4 Grad: am 7. März: morgens 4,7 Grad. Maximum 8,4 Grad, Minimum 0,9 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 6. März: abends 3 Grad; am 7. März: morgens 3,6 Grad Celsius. Niederschläge 4 mm. *

Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich Wilhelm Lange, für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot, für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der An­zeigen: Theodor Kümmel. DA. II. 34: 11 600. Druck und Verlag: Brühl'fche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K. G., sämtlich in Gießen.

Ein gekauftes Königreich

Dor einigen Tagen ging eine Meldung burdjbte Presse, daß ein reicher Kaufmann w Spa­nien, vielfacher Millionär, der kleinen Republi Andorra ein eigenartiges Angebot gemacht y Er wollte König von Andorra werde, und für die Königskrone an bte Republik 80 000 Peseten zahlen. §0 000 Peseten stnb für bas fleine Länbchen ein Vermögen, .aber ber Rat von An- borra kam boch zu bem Beschluß an der p nischen Staatsform festzuhalten, unb bas Angebot bes Spaniers abzulehnen. - An-

Kann man benn Königsthrone kaufen gebot steht gar nicht einzig ba. glaub st de^ Bankier H a rm a n eben fetzt^e gesch ' Untreue zu 18 Monaten ®fangms Derurteiit »

Si!b oon^fnapp 40 Personen bewohrtt unb^ Schafen, Schweinen unb Rtnbern.Jm $

Geschichte. Sie war ein Unterschlupf für Seeräuber unb Sklavenhänbler, bie sich hier absolut sicher glaubten. Wem bie Insel eigent­lich gehörte, zu welchem Staat sie fiel, war lange Zeit ungeklärt. Sie ging von Hanb zu Hanb burch Schenkung, Belehnung unb Erbgang.

In Englanb suchte nun ber Bankier S)arm an, ber sich vom kleinen Beamten zum Gelbsürsten em- porqearbeitet hatte, ein Königreich. Er erwarb bte Insel unb bezahlte ben Kaufpreis an den Sohn von William H a e d e n, ber bis 1916 auf ber Insel re­gierte. Als ber Kaufvertrag perfekt war, ließ der neugebackene König von einer engltchen Münze 50 000 Gelbmünzen anfertigen. Die Gelbstücke wa­ren aus Bronze unb in ber Größe eines Pennys. Als Scheibemünze ließ er weitere 50 000 Münzen prägen von halber Größe Diese Münzen wurden als gesetzliche Lanbeswährung an bte 40 Bewohner der Insel ausgegeben. , r.

Aber das englische Gericht nahm die Sache ernst unb verurteilte ben König zu 25 englischen Pfunb 0 e l b ft r a f e. Seine Majestät roar baruber aufs Tiefste beleibigt unb unternahm eine Demarche beim Obersten Gerichtshof in Lonbon. Er richtete an die Richter eine biplomakische Note, in der erklärte, baß die Insel Lunby nicht zu Gr o ß - B r r.a n n t e n gehörte unb barum weder er als König, noch

Weiterhin befriedigender Verlaus der Leipziger Messe.

Zwei schwere GrnbennnsMe in Oberschlesien.

Bisher vier Tote und vier Verletzte geborgen.

Aus aller Welt