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Mittwoch. 7. Zebruar 1934

Girtzener Anzeiger (General-Anzeiger für Oderheffen)

Nr. 32 Drittes Blatt

schlossen.

Kreis Alsseld.

Oberheffen

Aus aller Wett

Lanokrers Gietzen.

Haü^ischulungSkurS der AGDAP

einen Geschäftsbericht über das abgelaufene Ver-

liUllilHU

Für die heimataeschichtssche Arbeit!

Eine Ditte an alle Laubacher Bürger.

i Ausrüstung, Fahrt und schwierige Landung in Grönland, da dort alle Einrichtungen fehlen, wie man solche in Kulturländern antrifft. Sodann sprach er über die Eisdicke des Landes bis zu 3000 Meter,

weise, das kulturelle Leben, das durch Schulpflicht vorn 6. bis 14. Lebensjahre und die Kirche auf einer verhältnismäßig hohen Stufe stehe, daneben herrsche aber trotzdem der Aberglaube, über die Sorge für Gesundheit, die Errichtung von einigen Krankenhäusern, die Beschäftigung und Ernährung der Einwohner durch Fischfang, Art und Weise desselben. Dörfer oder gar Städte wie bei uns gibt es natürlich nicht, das Holz für Häuser liefert ........ V!- rr----c7 errichten

Verdichtung alles Erreichbare verwendet wird. Der durch fein Wirken auf der Ronneburg und dem Herrnhaag bei Büdingen bekannte Graf v. Zinsen­dorf errichtete schon um 1700 dort eine Nieder­lassung, um die Bevölkerung durch seine Send­boten auf eine höhere Stufe der Menschlichkeit em­porzuheben. Am Schlüsse des zweistündigen Vor­trages dankte die Zuhörerschaft dem Redner mit starkem Beifall, dem sich der Dank von Dr. Cul- mann anschloß mit dem Wunsche für glückliche Wei­terforschung, die der Redner erneut im April d. I. zu unternehmen beabsichtigt.

für ihn einen schönen Erfolg. Der Vereinswalter dankte dem unermüdlichen, tüchtigen Leiter, Berufs­schullehrer Eberle (Lollar), der den Verein auf seine jetzige Höhe gebracht. Er ging dann auf die Ereignisse des letzten Jahres etwas näher ein und berichtete besonders über die Gleichschaltung, sowie die Schwierigkeiten, die dem Verein von gewisser Seite nach Auslösung des marxistischen Vereins Sängerlust" gemacht' wurden und aus denen der ,Gesangverein Daubringen" als Sieger hervorging.

I Saubringen, 6. Februar Der Gesang­verein Daubringen hielt im Dereinslokal (Gastwirtschaft von Weimar) seine Hauptver-

Großfeuer in Bad Oeynhausen.

Im Betrieb der Eichenmöbel AG. Thomas Chri­stian Volkmann in Bad Oeynhausen brach ein Brand aus, der sich innerhalb kürzester Zeit zum Großfeuer entwickelte. Die Flammen waren kilometerweit sichtbar. Es besteht wenig Hoffnung, den Bau zu retten.

holländisches Tankschiff in die Luft geflogen. Besatzung verloren.

Das holländische TankmotorschiffSturmvogel", das sich auf der Fahrt von Amsteroam nach Stettin befand, und Benzin an Bord hatte, ist sieben bis acht Meilen westlich von Norderney in die Luft geflogen. Die Besatzung ist ums Leben ge­kommen. Die holländischen SeglerGracia" und Luxor", die sich in der Nähe befanden, eilten so­fort an die Unglücksstelle, konnten aber weder von dem Schiff, noch von der Mannschaft etwas seft- stellen.

Die Lawinenwelle in Italien. Abermals acht Todesopfer.

Zwei Rettungsmannschaften aus Camerino find in dem durch eine Lawine fo schwer betroffenen Bologna!« eingetroffen. Die Rettungsmannschaften haben sich tagelang durch den drei Meter ho­hen Schnee durchkämpfen müssen. Sie wurden vielfach durch Lawinen bedroht, von denen eine un­mittelbar hinter der Mannschaft die elektrische Lei­tung auf drei Kilometer Länge zerstörte. Die be­reits durch Skiläufer überbrachten Meldungen bestä­tigen sich leider: 19 Tote, fast durchweg Frauen und Kinder, sind bereits geborgen. Ferner konnten vier Verletzte in Sicherheit gebracht werden. Die Hälfte der Bevölkerung des weit auseinander­gezogenen Ortes hat, durch fortgesetzte weitere La­winenstürze beunruhigt, ihre Häuser verlassen und nach mühseligem Marsch durch den Schnee sich nach Fiastra geflüchtet. Der Schneefall hält an.

Eine neue Lawine hat, wie aus Ascoli gemel­det wird, einen Teil der Ortschaft Canäle di Monte- gallo verschüttet. Acht Personen sind u m s L e ° den gekommen.

Auch in anderen Teilen der Apenninen liegt der Schnee außerordentlich hoch. In Umbrien sind die Drahtleitungen vielfach unterbrochen. An der Ost­küste verschüttete eine große Lawine die Eisenbahn­linie nach Campo di Giove. Schneehöhen von drei Metern und darüber werden auch aus den Bergen östlich von Florenz gemeldet.

Weiter im Süden herrscht SturmundDauer- regen. In der Nähe von Potenza stürzten zwei Häuser ein. Zwei Personen wurden

# Hausen, 6. Febr. Die in der Gastwirtschaft Zur Jahneiche" abgehaltene Hauptversammlung des Turnvereins Haufen von 1864 stand

verletzt. Eine eigenartige Naturerscheinung machte sich im Golf von Catanzaro bemerkbar. Bei hefti­gem Südwind färbte sich der Himmel plötzlich grell­gelb. Der darauf folgende Regen war mit einer gel­ben Masse durchsetzt. Man glaubt, daß es sich um Sand aus der Libyschen Wüste handelt, der vom Sturm über das Meer getragen wurde.

Ein heißer Ringkampf im Regen.

Bei einem Ringkampf in Johannesburg (Süd­afrika) zwischen dem Kanadier Ben Sherman und dem Nordamerikaner Henry I r s l i n g e r ging es recht lebhaft zu. Obwohl es bei dem Kampf, der im Freien vor sich ging, unaufhörlich regnete, ge­rieten die beiden Gegner derartig in Hitze, daß in der vierten Runde Sherman seinen Kopf in die Taue verwickelte. Jrslinger ergriff den Kopf seines Gegners und klemmte ihn derartig in die Taue hinein, daß der Kanadier in Gefahr war, erwürgt zu werden. Einer seiner Sekundanten wollte ihm zu Hilfe kommen, wurde aber durch einen Faustschlag Jrslingers außer Gefecht gefetzt. Hierauf griff der Schiedsrichter, ebenfalls ein Rin­ger, ein, warf den Amerikaner zu Boden und fetzte sich auf ihn. Jrslinger verlor nun jedes Interesse an Sherman und ging zum Angriff auf den Schiedsrichter über, der aber Unterstützung aus den vordersten Reihen der Zuschauer erhielt und Jrs- linger niederkämpfte. Dann wurde Jrslinger dis­qualifiziert und Sherman zux^ Sieger aus­gerufen.

verheerender Varackenbrand in einem chinesischen Dorf. 30 Tote, 40 Verletzte.

Nach einer Meldung aus Hankau ist in dem Dorfe Lipinligin in einer Baracke, die von hundert Arbeitern bewohnt wurde, aus unbekannter Ursache ein Brand ausgebrochen, der bis jetzt dreißig Todesopfer gefordert hat, während 41 Perso­nen schwerere und leichtere Verletzungen er» litten.

4000 Chinesen niedergemehell. 700 Todesopfer einer Grubenexplosion.

Aus chinesischer Quelle verlautet, daß 4000 chine­sische Soldaten durch die aufrührerischen Truppen des Generals Suntienying ni e d e r g e m e tz e l t sein sollen. Man befürchtet, daß die Aufständischen nunmehr die Stadt Pinglo in der Provinz Ninghsia (innere Mongolei) besetzen werden. Bei Pinglo sind, der gleichen Quelle zufolge, 700 Bergarbeiter bei einer Explosion in einer Kohlengrube ums Leben gekommen.

Hochherzige Förderung der Hitlerjugend

Nie Führerschule

der oberhessischen Hiltler- Zugend in Münzenberg.

Stadt und Land bemüht sind, den notleidenden Volksgenossen zu helfen, um den Kampf der Nation gegen Hunger und Kälte siegreich zu bestehen.

cxd Bettenhausen, 6. Febr. Im Rahmen des Bundes für Volkstum und Heimat fand am Samstagabend bei uns ein Gemeinde- abend statt, zu dem sich trotz der Kälte eine an­sehnliche Teilnehmerzahl eingefunden hatte. Der GesangvereinEintracht" brachte eine größere An­zahl Lieder klangvoll und wohltuend zu Gehör. Im Mittelpunkt des Abends stand ein Vortrag eines in der Geschichte forschenden Freundes unseres Dor­fes:Bilder aus Bettenhausens Vergangenheit". An zahlreichen, zusammenhanglos aneinander gereihten Einzelbildern wurde gezeigt, daß in den der natio­nalsozialistischen FormelBlut und Boden" zu­grunde liegenden Kräften die unveräußerlichen Grundlagen dörflichen Volkstums zu erblicken find. Die erschütternden Schicksale der Gemeinde im 30- jährigen Krieg und Erlebnisse mehrerer unserer ältesten Familien bewegten die Herzen der Zu­hörer. Unser Lehrer Arck beendete mit einem Schluß- und Dankeswort den inhaltreichen Abend.

ch. Saasen, 6. Febr. Der Gesangverein Eintracht" hielt dieser Tage seine General­versammlung ab. Die Mitglieder des aufgelösten Arbeiter-Gesangvereins traten dem Verein geschlos­sen bei. Der Kassenbestand für das Jahr 1933 be­trug 44 Mark. Der Vereinsvorstand blieb in feiner bisherigen Form bestehen. Eine im Laufe der Ver­sammlung durchgeführte Sammlung für das Win­terhilfswerk erbrachte den Betrag von 5,20 Mark. Nachdem das Horft-Weffel-Lied und das Deutsch­land-Lied gesungen waren, wurde der Abend durch den Vereinsführer Polizeidiener Wagner ge­

il. Flensungen, 5. Febr. Am Sonntag hielt die Hitlerjugend, Kameradschaft Flen­sungen, im Saale von Gastwirt Reitz einen Ober hessischen Heimatabend ab. Der neugegründete Spielmannszug der HI. eröffnete die Veranstaltung mit einem Marsch. Darauf fan­gen Hitlerjugend und BdM.Vorwärts, vorwärts schmettern die Fanfaren". Unterbannschulungsleiter Karl Erb hielt die Ansprache. Dann folgten in bunter Reihe Gedichte in Vogelsberger Mundart. Der BdM. führte einige Reigen vor. Der Gesang­verein brachte zur Verschönerung des Abends meh­rere Lieder zum Vortrag. Zwei Theaterstücke und ein Schwank, von HI. und BdM. bargestellt, ernte­ten starken Beifall. Der Ortsgruppenleiter Pg. Erb sprach warme Worte der Anerkennung. Den Schluß bildete Tanzbelustigung.

Mit großem Dank hat die Hitler­jugend Oberhessens aus den Händen ihres Gauleiters, des Herrn Reichs­statthalters Sprenger, die ihm vom Grafen Solms-Lau b a ch großherzig überlassenen Gebäude empfangen und wird hier ihre Füh­rerschule des Oberbannes Oberhessen errichten. Die Bau­arbeiten sind in vollem Gange, sie sol­len noch im Laufe dieser Woche zu Ende geführt werden. Am Samstag­mittag wird in Anwesenheit desHerrn Reichsstatthalters Sprenger und des G e b i e t s f ü h r e r s des Ge­bietes Hessen-Nassau der Hitlerjugend, zu welchem auch Oberhessen gehört, die Eröffnung und feier­liche Einweihung stattfinden

Das Haus enthält im Erdgeschoß die Küchen und die Vorratskammern, die Wasch- und Baderäume, das Derwaltungszimmer und das Em­pfangszimmer für Gäste. Im ersten Stockwerk liegen die Räume der Teil­nehmer, wie Schlafräume zu je sechs Betten, Tageshalle, Speisezim­mer, Vortragsraum, Lesezimmer und Musikzimmer. Auch Krankenzimmer sind hier vorgesehen, wenn auch hof­fentlich Krankheiten ernsterer Art die Führerschule verschonen möchten. Das zweite Stockwerk enthält Zimmer für Gäste und Räume für Heimabende und dergleichen. Zu dem Hause ge­hört ein großer Sportplatz.

Möge die Jugend hier ihr Heim finden, sich selbst zu schulen zum Ein­satz und zum Dienste für unsrer Volk.

geleistet. ,

f. Grüningen, 6. Febr. Der Gesangver­einEintracht" veranstaltete bei sehr gutem Besuch im Benderschen Saale sein S t i f t u n g s - f e st. Der Vereinsführer, Wagnermeister Buß, hielt eine kurze Ansprache, die er mit einem Treu­bekenntnis zu Führer und Vaterland beschloß. Im Verlaufe des Abends gelangte sodann ein humor­volles Stück aus der Militärzeit zur Aufführung. Der Chor des Vereins brachte verschiedene Volks­lieder zu Gehör, die lebhaften Beifall fanden. Der Abend erbrachte den Beweis, daß der Chor unter feinem neuen Dirigenten eine beachtliche Höhe feines gesanglichen Könnens zu verzeichnen hat.

< H u n g e n, 6. Febr. In der Zeit vom 1. Okto­ber 1933 bis 5. Februar 1934 wurden für das Winterhilfswerk von der Ortsgruppe Hungen an Spenden insgesamt gesammelt: durch Eintopfgericht 1759,92 Mk., durch Sammellisten 558,67 Mk., durch Büchsensammlung 892,90 Mk., durch sonstige Geldspenden 332,38 Mk.; an Kar­toffeln 1548,40 Ztr., an Weizen 220,29 Ztr., an Korn 260,26 Ztr., an Gerste 72,26 Ztr. und an Wurst und Speck 5 Ztr. Verteilt wurden innerhalb der Ortsgruppe an bedürftige Volksgenossen 720 Ztr. Brikett, 71 Ztr. Kohlen und 392 Lebensrnittel-

Dienstantritt des kommissarischen Oberbürgermeisters von Darmstadt. LPD. Darmstadt, 6. Febr. Der kommissarische

Oberbürgermeister Darmstadts, Pg. W a r m b o l d, hat heute seinen Dienst aufgenommen. Er empfing die Leiter der stödt. Dienststellen und ließ sich die Herren durch Bürgermeister Pg. Haug vorstellen. In seiner Begrüßungsansprache führte der kommis­sarische Oberbürgermeister aus, 1> sein Wunsch und seine Hoffnung auf ein vetrauensvolles Zusammen­arbeiten gehe. Besonderes und ausschlaggebendes Gewicht lege er darauf, daß die Beamtenschaft im nationalsozialistischen Geist mit der Bevölkerung verkehre und die Verbundenheit zwischen ber Ein­wohnerschaft und der Stadtverwaltung stets die Richtlinien des dienstlichen Handelns bestimme. Die Verwaltung der Stadt und die Einwohnerschaft müßten zusammenstehen und sich gegenseitig in ihrer Arbeit zum Wohl unserer Stadt unterstützen. Mit einem dreisachen Sieg-Heil auf den Führer schloß Pg. Warmbold die kurze Besprechung.

auch offene Hände finden.

Seit etwa einem Jahr ist die Neuordnung der Archivalien der Stadt Laubach be­endet. Der Gedanke, diesem wertvollen und grund­legenden Urkundenbestand eine Sammlung aller auf die Laubacher Heimat bezüglichen D r u ck- schriften anzugliedern, lag nahe. Trotz eifriger ------, -

mündlicher Werbung wurde im vergangenen Jahre die dänische Regierung die Einwohner nichts Nennenswertes erreicht. Da irgendwelche Mit-' größtenteils kleine und meoere Hutten zu deren tel zu Ankäufen nicht zur Verfügung stehen, sind ntrmonhpf mirh. Der

wir auf Gaben angewiesen. Es ergeht hierynt die Bitte an alle Laubacher Bürger, Urkun­den, Bilder und Druckwerke, die irgendwelchen Aus­schluß geben über Landes-, Orts- und Familienge­schichte,' Körperschafts- und Vereinsleben, Statistik, Volkskunde, Geologie, Flora, Fauna u. ü. a. m. der Bürgermeisterei ober dem Verwalter b e 5 Archivs zu weiterer Sichtung unb sorgsam­ster Betreuung auszuhänbigen.

Denkt bei Umzügen, Räumungsarbeiten, Sichtung von Nachlässen an ben Ausbau unserer für die Nach­kommen fo unersetzlichen Sammlung! Pas Unschein­barste ist oft wertvoll. C. B.

* ßaubad), 6. Febr. Helft unsere Hei-,..----------------- - - .. ,

matkultur bewahren! Dieser Ruf schalt seit Temperaturen bis zu 50 Grab, die äußerst ge- Jahren allenthalben burch die Lande. Möge er auch ringe Bevölkerung ihre sehr genügsame Lebens- in unserem lieben ßaubad) eindringlicher wider-QtR(>n hnci h,,rrh ^ulvilickt hallen und bei feinen Bewohnern offene Ohren unb

gab sodann Rechenschaft über die künstlerische Ar­beit des letzten Jahres und umriß die Aufgaben, die den Gesangvereinen im Dritten Reich obliMn. Er berichtete weiter über den Sängertag in Bin­gen Auch mahnte er zu ernster Arbeit in Treue zu Reich und Führer. Rechner ßatsch erstattete den Kassenbericht. Der Vereinswalter sprach ihm ben Dank des Vereins für seine mustergültige Kassen- führung aus und bestätigte bann alle Vorktanbs- mitglieber in ihren Aemtern. Sechzehn Sänger konnten biesmal für eifrigen Sinastunbenbesuch mit ber silbernen bzw. ber goldenen Ehrennadel bedacht werden. Dem Verein ist seit Herbst vorigen Jah­res ein Frauenchor angegliedert, dem schon 42 Frauen angeboren, und der fleißig übt, fo daß er bei dem Konrert. das der Verein Ende Februar ober anfangs März ab Inhalten beschloß, zum erften- mal vor bie Oefsentlichkeit treten kann. Nach Er­ledigung einiger weiterer Vereinsangelegenheiten schloß die Versammlung mitSieg-Heil! auf Füh­rer unb Vaterlanb unb mit bem Gesang des Deutschland- und des Horst-Wessel-ßiedes.

(Schotten (Gastwirtschaft von Weimar) seine Hauptver-

m ... s Sammlung ab. Der Vereinswalter Wilhelm

Schotten, 4. Febr. Unter bem Vorsitz bes, Q f, ^grüßte ^ie Erschienenen, besonders die

Kreisschulungsleiters Pg. Hofmann, üreienfeen, gjtftglieber, bie zum erstenmal einer Ver­sand in der hiesigen Turnhalle ein Haupt chu-I, , Vereins beiwohnten. Dann gab er

lungs kur jus der N S D A P. statt, auf dem ^nen Geschäftsbericht über das abgelaufene Ver- zunächst die Pgg. ßehrer W u r z (Eichelsdorf) über , ^^jahr, das ein außerordentlich ereignisreiches die Innenpolitik und ßehrer Steegmann (Feld- , für ben Verein war Dem Bericht war zu ent- krücken), über die Außenpolitik kurz referierten. Pg. neumcn daß der Verein mit Befriediaung auf das Kreisleiter Kromm sprach alsdann über das $ . ' Rückblicken kann. Das Wertungsfingen des

Winterhilfswerk und betonte, daß bie ärmsten Be-1 @aues (Ziehen-Stadt und -ßand in Gießen, an bem völkerungsschichten die größte Gebefreudigkeit ge-' . Verein zum erstenmal teilgenommen, brachte Zeigt hätten (Beifall). Pg. Kr o mm wies auf ben 0 - - - - ' -----

nächsten großen Kreisschulungskurs hm unb forderte zu recht zahlreichem Besuch auf, da der Gau­schulungsleiter sein Erscheinen zugesagt habe. Pg. Dr Schmidt (Darmstadt) sprach eingehend über die großen innerpolitischen Probleme des Deutschen Reiches, besonders über das Gesetz zur Reichs­reform, das einem jahrzehntelangen Kampfe um die endgültige Gestaltung bes Reiches ein Enbe gemacht habe. Außenpolitisch erklärte ber Redner bie hohe we)QngDerein ^aiwriI1J|eil Ul3 Bebeutung des deutsch-polnischen Vertrages Dieser M einem Treuegelöbnis an unsere Führer schloß Vertrag zeige, daß langsam das l-is um Deutschland Vorsitzende seine Ausführungen. Der Chorleiter zu schmelzen beginne. Die Versammlung dankte dem - - 19 -........ or-

Redner durch starken Beifall.

Kreis-Lehrerkonferenz in Bübingen.

X Blldinqen, 4. Febr. Gestern sand hier eine Kreis-Lehrerkonseren, statt, m der nach narangegangenen geschäftlichen Mitteilungen durch den Varststenden, Dr. Cuimann in Nidda. Dr. »urlerl einen fesselnden Vortrag hielt Uber leine Erlebnisse in Grönland, das fünfmal so grast ^ Deutschland sei. Einleitend erklärte er, warum man diese unwirtlichen Gebiete ^rZorsche^ Es ,ei eine Arbeitsleistung, die in irgendeiner Wetze den Völkern zugute komme. So z. B. habe, der vor eini^ gen Jahren leider in der Schnee- unlv ®lswlgte Grönlands ums ßeben gekommene Professor Dr. Wegner auf seiner Forschungsreise infolge roet- terkundlicher Beobachtungen das Festland durch wichtige Meldungen über eine 3.U Erntebeginn em. tretende Regenperiode verständigt. Durch Hmaus^ fchiebung der Ernte seien rund fünf Millionen Mark gerettet worden, während die ^SP^ion eine Million Mark beansprucht habe 42 Kulkur- ftaaten haben sich zwecks Wetterforschung vereint, was für ben Kontinent von unschätzbarem Werte tzl. In anschaulicher Weise sprach ber Rebner dann über

ganz im Zeichen ber neuen Zeit und nahm einen gutscheme, einschließlich Fett- unb Grleßscheinen. guten Verlauf. Der seitherige 1. Führer des Ver- Weiterhin kamen 51 Paar Schuhe an schulpflichtige eins, Assessor Werner Zöller, sand im ßaufe des Knaben unb Mabchen zur Ausgabe. Hieraus ist Jahres zu Offenbach a. M. dienstliche Verwendung deutlich zu ersehen, wie m einmütiger Geschlossenheit und trat aus diesem Grunde von seinem Amte nnHo.hPnhen

zurück. Die Versammlung wurde geleitet von dem Geschäftsführer des Vereins, Bürgermeister Göbel. Aus dem Jahresbericht ging hervor, daß ber Ver­ein in turnerischer Beziehung eine schwere Zeit burchlebte. Es ist aber kein Grunb vorhanben, bes- halb mit Zagen in bas neue Turnjahr zu gehen. So­wohl aus den Ausführungen des Schristwarts, Bür­germeister Göbel, als auch aus ben Worten bes Ehrenmitgliedes ßehrer Zöller klang hervor, daß man mit'wohlbegründeter Hoffnung für bie Turn­sache ber fommenben Zeit entgegensehen könne. Zwischen ber Vereinsführung unb bem hiesigen SA.- Sturm, besten Grunbstock bie Turner unseres Ver­eins sind, wurden Verhandlungen geführt, bei denen Sturmführer Graff (Gießen) bei sorgfältiger Wah­rung der Belange der SA. viel Verständnis für bie aufbauenbe Arbeit ber Turnerschaft zeigte. Die ge­meinsame Arbeit zwischen SA. unb Turnverein er­scheint gesichert und verspricht Erfolg. Beide führen den gesamten Turnbetrieb gemeinsam unb regel­mäßig durch. Die ßeitung liegt in ben Hänben bes SA.-Sportsührers Otto Scharbt, ber auch Mit­glied des Turnvereins von 1864 ist. Es märe* im Sinne echter Volksgemeinschaft und würde sich ge­wiß bestens bewähren, wenn auch an recht vielen anderen, besonders an kleineren Orten ähnlich der hier geplanten Zusammenarbeit ber Turnbetrieb durchgeführt würbe. Es ist bazu in ben meisten Fäl­len nur beiberseitig guter Wille und die Erkenntnis nötig, daß sowohl SA. als auch bie Turnerschaft für unser Vaterlanb arbeiten. Für ben seitheri­gen 1. Führer war Ersatz nötig. Der gesamte Ver­einsvorstand trat zurück. Als Vereinsführer wurde darauf Karl Freitag gewählt, als dessen Stell­vertreter Bürgermeister Göbel erannnt. Der Füh­rerring bes Turnvereins Hausen von 1864 wirb für 1934 burch folgende Mitglieder gebildet: 1. Füh- ! rer: Karl Freitag; Stellvertreter des Führers:

Bürgermeister Göbel; Schrift- unb Prestewart: Karl Maid; Kassenwart: Heinrich Schäfer IV.; Zeugwart: ßubroig Müller; Turn- unb Sport­führer für SA. unb Turnverein: Otto Scharbt; 1. Turnwart: Heinrich Brücke!; 2. Turn- unb Schülerwart: Wilhelm Münch; Spielwart: Hein­rich Müller III. Ehrenvorstanbsmitglieder sind Lehrer Zöller unb Karl Jost I. Der Turnverein Hausen von 1864 gehört zu ben ältesten Turveremen unserer Gegenb. Er würbe am 3. Juli 1864 gegrün­det unb blickt somit im kommenden Sommer auf fein 70jähriges Bestehen zurück. Der Verein war in fast dieser gesamten Zeit ber Hauptverein unseres Ortes und hat hier wertvolle^ Jugendpflegearbeit