184. Jahrgang
Z85 Erstes Blatt
Donnerstag, b. Dezember 1934
M beantragt internationale polizeitruppen für das Saargebiet
Angewiesen, daß das Komitee den größ
ten Wert auf die Mitarbeit Deutsch
lege. Die deutsche eien dem Wunsche
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und Frankreichs
internationalen Polizei Der
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Größte Befriedigung in London
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t r e en z u lassen mit dem selbstverständlich^ i Hinweis darauf, daß Deutschland
il auch nicht vertreten sein könne.
er Vertreter Englands, Eden
ui formulierte Erklärung der britischen Re-
Paris über Englands Vereitschast sehr überrascht
FranzösischeBtätterbefürchtenschoneinenOruckEnglandsinderAbrüstungsfrage
redner, die die Schwierigkeiten zwischen Deutschland und Frankreich verschwinden ließen und es dem Völkerbundsrat ermöglichten, ein Werk des Friedens zu erfüllen.
Oer Präsident der Regierungs- kommission des Saargebietes Knox bezog sich auf die periodischen Berichte der Regierungskommission. Im Saargebiet seien Elemente der Unruhe vorhanden, die Leidenschaften seien überhitzt. Die Regierungskommission habe bereits im März eine internationale Polizeitruppe verlangt. Das sei damals abgelehnt worden. Die Regierungskommission könne bei dem gegenwärtigen Stand der Dinge nicht unter allen Umständen dafür eintreten, daß die Ordnung aufrechterhalten werden könnte. Bei der Entsendung einer internationalen Truppe sei aber der ruhige Verlauf der Volksabstimmung gewährleistet.
und )i französische Regierung seien , ,
des Llm-chusses in einem Geiste entgegengekommen,
i fir den Fall, daß es eingeladen werden । er dieser internationalen Truppe teil«
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Paris, 6. Dez. (DNB. Funkspruch.) Der Vorschlag des französischen Außenministers, daß Frankreich auf die Entsendung von Polizeistreitkräften ins Saargebiet verzichtet, wenn andere Mächte die Ruhe und Ordnung während der Abstimmung verbürgen, wird allgemein gebilligt. Man begrüßt es, daß er Frankreich eine schwere Last genommen und dem Frieden in Europa gleichzeitig einen großen Dienst erwiesen habe. Die Zustimmung Englands hat überrascht. Man fragt sich, welche Hintergründe die englische Regierung gehabt habe, da sie sich b i s - h e r st e t s geweigert habe, sich zu stark in festländische Angelegenheiten einzumischen. Die Z u - stimmung Deutschlands, von der die praktische Anwendung des in Genf erzielten Abkommens abhängt, wird hier mitSicherheit erwartet.
Pertinax sieht die Ueberraschung in der zustimmenden Haltung Englands. Die Teilnehmer an der Sitzung hätten i h r e n O h r e n nicht trauen wollen. Es handele sich um eine A n - Wendung des Locarnopaktes, an den man französischerseits nicht mehr geglaubt habe.
Alan glaube, daß England Frankreich dazu bewegen wolle, von seiner Jlote vom 17. April über die Abrüstung ab- zurücken. Durch die Anwesenheit der englischen Truppen im Saargebiet wolle die englische Regierung den Beweis erbringen, daß Deutschland angesichts dieser Truppen nichts zu unternehmen wage. Sich auf ein solches Argument stützend, werde die englische Regierung dann aus ihre Denkschrift vom 4. Januar
Kurswechsel der englischen Politik
EngMd will sich an einer internationalen Polizeitruppe beteiligen.
G in1, 5. Dez. (DNB.) Unter dem Vorsitz des tscheciosawakischen Außenministers Dr. B e n e s ch hat ich der Völkerbundsrat mit dem Bericht des
fetzen.
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Ein deutscher Soldat.
Zum 85. Geburtstag
des Feldmarschalls von Mackensen.
August von Mackensen, Generalfeldmarschall: der letzte lebende der großen, heute schon zum Mythos gewordenen deutschen Heerführer des Weltkriegs! Eine Welle der Liebe und des Dankes eines ganzen Volkes schlägt ihm entgegen an seinem fünfundachtzigsten Geburtstag. Nie war selbst in bchester Zeit sein Bild verwirrt durch der Parteien Gunst und Haß. Er war und blieb bis heute das Eine: Deut- s ch e r S o l d a t! Tatsächlich gibt uns die Laufbahn Mackensens in gedrängter Fülle das reine Bild eines Soldatenlebens, das eigene Kraft, eigene Begabung und eigenes Können sich zurechtgeschmiedet
Ian sollte, z u n eühir e n, das in angemessenem Maße tun werde,» vorausgesetzt, daß sich auch die ande-
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fahren. 1 2 Auto Bj| mge Sann. 15 und gt e bie uste baük krkehrrljtz Die jui^' h'en mit, r Ausl^i blieb V ! hinaus.
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zurückgreifen und versuchen, Frankreich zur englischen Auffassung zu bekehren.
Pertinax meint, der französische Außenminister müsse versuchen, sich den Folgen der englischen Haltung zu entziehen, denn es sei ein Irrtum, aus der Anwesenheit englischer Truppen im Saargebiet die Schlußfolgerung zu ziehen, daß sich diese Truppen auch jedesmal am Rhein befinden würden, wenn eine Gefahr drohe. Die französische Regierung werde darauf Hinweisen, daß das Mandat, das die französischen Truppen durch den Beschluß des Völkerbundes aus dem Jahre 1926 erhalten hätten, erst ablaufe, wenn die internationnalen Polizeistreitkräfte sich wirklich im Saargebet befänden und daß der Beschluß des Völkerbundes aus dem Jahre 1926 seine volle Rechtsgültigkeit behalte, falls eine Einigung nicht erzielt werde.
Der rechtsstehende „Jour" stimmt ebenfalls dem Vorgehen des französischen Außenministers zu und erklärt, Laval habe ein Meisterwerk vollbracht: Er habe Deutschland zu einer Entscheidung gezwungen. Man dürfe sich aber über die Haltung Englands, Italiens und der Tschechoslowakei keiner Täuschung hingeben. — Das „O euore" ist geradezu be- g e i st e r t über den Vorschlag Lavals. Der französische Außenminister habe Frankreich einen unendlichen Dienst erwiesen. In Völkerbundskeisen rechne man stark mit der M ö g l i ch k e i t e i n e s a l l g e - meinen Abrü st ungs ab kommens auf der Grundlage des durch die englischen und italienischen Vertreter vorgeschlagenen Abkommens. Es sei sicher, daß ihre Regierungen schon jetzt an der Ausarbeitung eines solchen Planes auf der Grundlage des Vorschlages Macdonalds und Mussolinis tätig sind.
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Gießener Anzeiger
General-Anzeiger für Oberhessen
Saamuschusses beschäftigt. Der Berichterstatter, Baron llloisi, erklärte, er habe schon im Juni darauf inoemiefen dri-i ß'nmitop den 0 röü -
m täglich, außer MU Annahme von Anzeigen
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Btiraden: Die Illustrierte Ä jA ▲ A Ak jA. A^ ABfe^ A AkA bis 8'/,Uhr des Vormittags
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Auf Vorschlag Beneschs beschloß sodann der Rat, den Dreie rausschuß aufzufordern, die Frage einer internationalen Polizeitruppe für das Saargebiet zu prüfen und dem Rat noch im Laufe dieser Tagung einen endgültigen Vorschlag zu unterbreiten.
Eine Anfrage Aloisis in Berlin.
Genf, 5. Dez. (DNB.) Der Vorsitzende des Saarausschusses des Völkerbundes Baron A l o i f i hat in einem Telegramm d i e Reichsregierung gebeten, ihm ihren Standpunkt hinsichtlich der Fragen mitzuteilen, die durch die Erklärungen der Mächte vor dem Völkerbundsrat aufgeworfen worden sind. Er erinnert daran, daß der Saarausschuß beauftragt worden sei, dem Völkerbi^ndsrat auch hinsichtlich der Frage der internationalen Truppenkontingente Vorschläge zu unterbreiten.
keine Schwierigkeiten haben, im guten Einvernehmen mit Abteilungen aus Belgien und Holland z u s a rn rn rn e n z u arbeiten. Ebenso findet „M o r n i n g P o st", der Plan sei gut und geeignet, die Sorgen vor der kommenden Saarabstimmung zu beschwichtigen. Der Gedanke eines Eingreifens britischer Truppen auf dem Festland sei glücklicherweise so lange Zeit nach dem Kriege ungewöhnlich. Aber eine derartige Friedensmission werde sicherlich die Zustimmung der öffentlichen Meinung finden. Die gesunde Vernunft, die sich endlich in der Saarfrage durchsetze, sei ein gutes Vorzeichen für die dringende notwendige Besserung der internationalen Atmosphäre in Europa. — „Daily Expre ß", der unermüdlich im englischen Publikum für eine Jsolierungspolitik Stimmung zu machen sucht, schreibt: Die Streitigkeiten von Franzosen und Deutschen gehen uns nichts an. England handelt so töricht wie ein Mensch, der sich in die Zwistigkeiten einer fremden Familie einmischt. — „Daily Mail" glaubt, daß die Polizeitruppe wahrscheinlich 2 0 0 0 Mann nicht überschrei- t e n werde. Voraussichtlich würde Großbritannien zwei Kompanien Infanterie (500 Offiziere und Mannschaften) schicken.
Unerwünschte Gäste.
Paris, 6. Dez. (DNB. Funkspruch.) Die Genfer Sonderberichterstatter der großen Jnformations- presse heben besonders hervor, daß Laval am Mittwoch eine Unterredung mit dem sowjetrussischen Volkskommissar Litwinow hatte, die wahrscheinlich zu einer noch enaeren Gestaltung der französisch - russischen Beziehungen geführt habe. Sowjetrußland sei zum ersten Mal seit der bolschewistischen Revolution dazu berufen, praktisch an der Aufrechterhaltung des europäischen Friedens mitzuarbeiten, indem es vielleicht ebenfalls ein Truppenkontingent in das Saargebiet entsende. Dagegen rechnet Pertinax nicht mit der Möglichkeit einer Entsendung von Sowjettruppen. Der sowjetrussische Vertreter sei nicht aufgefordert worden, sich zu beteiligen und werde wahrscheinlich auch Nicht dazu aufgLsordert werden.
London, 6. Dez. (DNB. Funkspruch.) Die Genfer Meldung, nach der sich Großbritannien bereit erklärt hat, unter g e w i s s e n V o r b e h a l - t e n sich mit einem Kontingent an einer internationalen Polizeimacht im Saargebiet zu beteiligen, hat in der englischen Hauptstadt größte Verblüffung hervorgerufen. Die Aeußerungen der maßgebenden Blätter zeigen aber, daß das Erstaunen von einem Gefühl der Befriedigung und Erleichterung abgelöst wird, das sich aus den oben erwähnten Vorbehalten erklärt. Die Tatsache, daß durch diese Entscheidung die Möglichkeit eines so ernsten Ereignisses wie des Einrückens französischer Truppen in das Saargebiet ausgeschaltet wird, muß natürlich die schweren Besorgnisse, die in London im Hinblick auf den 13. Januar herrschten, beseitigen.
„T i m e s" erklärt, der Beschluß Großbritanniens sei mutig und bedeutungsvoll. Oberflächlich betrachtet, scheine er die bisherige Haltung der Regierung umzukehren. Aber es handle sich mehr um eine Aenderung der Methoden als des Grundsatzes, und diese Aenderung entspreche einer neuen und willkommenen Aenderung in der Haltung Frankreichs. Frankreich sei zwar zum Polizeidienst an der Saar nur im Namen des Völkerbundes und nur im Falle von Unruhen bereit gewesen. Aber diese Bereitschaft habe sehr natürlichesMißtrauen in Deutschland erweckt. Der deutsche Einwand, daß Frankreich zu interessiert sei, um ein geeigneter Vertreter des unparteiischen Völkerbundsrates zu sein, sei unbe st reitbar sehr stichhaltig gewesen. In den letzten Tagen aber sei es deutlich geworden, daß der neue französische Außenminister Laval daran sei, bessere Beziehungen zu Deutschland herzustellen. Der Verdacht geheimer französischer Absichten in der Saarfrage sei von Laval in die Luft gesprengt worden, und dieses bessere Einvernehmen 'zwischen Deutschland und Frankreich sei in sich selbst eine vollständige Rechtfertigung der britischen Entscheidung.
Auch „Daily Telegraph" stimmt zu. Die Verhinderung einer Krankheit sei besser als ihre Heilung» .(Eine britisch« Truppenabteilung werde
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r en ul- Nachbarn interessierten Staaten in ähnlicher iLefse beteiligten. Er halte diese Maßnahme für eiwn Beitrag zur Befriedung Europas.
Derr 3-itreter Italiens, Aloifi, schloß sich in großem Kgen diesem Vorschlag unter der Vor- ausfe^n an, daß Deutschland und Frankreich damit ^verstanden seien. Auch Italien würde sich gegeben :alls in angemessener Weise an einer solcher^ iinternationalen Truppe beteiligen.
Derrln isische Volkskommissar Litwinow betonte, ifc iönne keine Erklärung ohne vorherig! Befragung seiner Regierung ab- geben.flljri übrigen schlage er vor, daß sich Präsident 5 t - x zunächst einmal vor dem Völkerbundsrat ü lib i d i e Notwendigkeit undDring- l i cf) f "e t der vorgeschlagenen Maßnahmen äußere. RußlaM sei, das könne er schon jetzt erklären, bereit, atlr Maßnahmen zuzustimmen, die geeignet seien, .Übungen zu beseitigen.
Der:: ttschoslowakische Außenminister Benesch ekklärtn»auch er müsse sich vor einer entscheidenden Stellumji:Ihme mit feiner Regierung in Verbindung
Frmkreich und Deutschland sollen nicht darin vertreten sein. — Eden und Aloisi stimmen dem Antrag zu. — Rückfrage in Berlin.
haben. Wenn einer, so ist er der Schmied seines Glückes gewesen, indem er die Gunst der Stunden mit raschem Entschlüsse wahrgenommen und den Sieg an seine Fersen geheftet hat, weil er ihn wollte, weil er ihn haben mußte.
Aus bescheidenen Anfängen ist dieses Feldherrn- genie heroorgegangen. Die Familie Mackensen stammt aus dem Dorfe Mackensen am Solling im Regierungsbezirk Hildesheim. Niedersächsisches Blut rollt in den Adern dieser alten deutschen Familie, die der Scholle gehörte und größtenteils Landwirte bervorgebracht hat. Am 6. Dezember 1849 wurde August Mackensen im Haus Leipniz bei Schmiedeberg als Sohn des Inspektors Ludwig Mackensen, der auf einem der von Altenschen Güter saß, und seiner Gattin Marie Rink geboren. Seine erste Jugend verlebt er auf dem Lande, in der Dorfschule in Dahlenberg, wo er beim Soldatenspiel seine künftigen großen Fähigkeiten zuerst zu entwickeln scheint. Im Mai 1859 kommt der zehnjährige begabte Knabe auf das Gymnasium in Torgau, das damals von soldatischem Leben erfüllt war und in jedem Jungen die Erinnerung an die große friederizianische Zeit erwecken mußte. Zu seinem Geburtstag erbittet er sich eine „Kanone, wo man mit Erbsen schießen muß", zum Weihnachtsfeste „eine Schachtel preußischer Artillerie". Michaelis 1865 wird August Macken- fen zusammen mit seinem jüngeren Bruder Victor Zögling der bekannten Franckeschen Stiftungen i n Halle. Er ist hier in die Untersekunda des Realgymnasiums eingetreten, zeigt sich als bevorzugter Schüler in der Erdkunde, Geschichte und Mathematik und liest in seinen Freistunden neben den Klassikern Archenholz' „Geschichte des Siebenjährigen Krieges" und Droysens „Porck", das Leben desselben Mannes, der später den Generalstabsoffizier noch ernsthafter beschäftigen sollte.
Als August Mackensen zu Ostern 1868 die Schule als Primaner verließ, war es ausgemacht, daß er Landwirt werden sollte. Er erhielt die erste praktische Einführung durch seinen Vater, der inzwischen nach Lindenau übergesiedelt war, und arbeitete noch ein halbes Jahr als Volontär bei einem Verwandten in Costa. Im Oktober des folgenden Jahres tritt er a l s Einjährig-Freiwilliger bei dem 2. Leibhusarenregiment Nr. 2 in Lissa ein. Dann kam 1870. Am 26. Juli saßen die Lissaer Schwadronen auf und verließen feldmarschmäßig ihre Garnison. Mackensens Regiment unter dem Kommando des Obersten von Schauroth war dem Prinzen Albrecht von Preußen zugeteilt dessen Division zu der III. (Kronprinzen-) Armee gehörte. Das Regiment ist hervorragend bei den Kämpfen um Weißenburg und Wörth beteiligt. Nach Wörth nehmen die Totenkopfhusaren, bei denen Mackensen inzwischen Unteroffizier geworden war, die Verfolgung des Feindes auf. Sie stoßen weiter vor in das Herz « von Frankreich, von der Maas zur Marne und dann auf Paris. Am 5. Oktober wird der Vizewachtmeister Mackensen bei Toury mit einem schwierigen Patrouillenritt beauftragt. In Begleitung von vier Gefreiten gelang es dieser Patrouille, unter der Führung Mackensens, in den Rücken des gegen Toury vorgehenden Feindes zu pürschen, um wichtige Erkundungen zu machen. Der gefährliche Rückweg wird durch kluge Husarenfinten bewältigt. Als Mackensen Meldung erstattet, ruft Prinz Albrecht der Patrouille zu: „Sie haben Ihren Kameraden ein Beispiel gegeben, auf das fte wie Sie selbst stolz sein können? Sie versprechen ein so ausgezeichneter Offizier zu werden, daß es unrecht wäre, Ihre Dienste dem Staate zu entziehen. Sie müssen auf alle Fälle
gierur.iiur, in der es heißt, im Saargebiet herrsche währens nmb nach der Abstimmung eine Kri- senzWl Die Polizeikräfte seien sehr schwach. 23orbefiigei sei besser als heilen. Er schlage deshalb vor, fdp n jetzt eine internationale Machil ins Saargebiet zu schicken unter der Vmussetzung, daß Deutschland und Fr ar-lr« i ch zustimmten, und daß an den Kont Tigerten weder Deutschland, noch
der iri? Arbeiten wesentlich erleichtert habe. Es feiern ^ime Reihe praktischer Lösungen e r 3 i.e'lt: worden, die den Vorzug hätten, auf V e rne inbarungen der beiden Regie- r uni; en zu beruhen. Hoffentlich würden die jetzigen Irteifen des Ausschusses die Entschließungen erleichken, die der Völkerbundsrat nach der Volks- abfthnni ng zu treffen haben werde.
O«M fran$öftfd>e Außenminister Laval schloß) sch der Anregung Aloisis an, daß erst m o r in die eigentliche Beratung des Berichts eingetrel n werden solle, bemerkte aber, er wolle schon njist erklären, daß die Regierung der franzö- sischerr Aspublik den Schlußfolgerungen des vorge- legtemDiirichts vollkommen zu stimme. Laval ersuchssei^en Völkerbundsrat, zur Aufrechterhaltung der Ruh und Ordnung im Saargebiet durch den Völkerbuid eine internationale Polizei- i r u pgpt einzusetzen, in der weder Deutschlands, loch Frankreich vertreten seien. Er wsslli in aller Klarheit feststellen, daß, was auch jesHehen sollte, Frankreich seine internationalen Verpflichtungen vor dem Völkerbund ein halt en werde. Frankreich sei selSHierständlich der Meinung, daß sich andere ß ä n Dler an einer eventuellen Polizeiaktion be- teiligcm lallten. Das Saarproblem sei kein deutsch- fran3ijfiK1.es Problem und dürfe das nicht sein. Es ji-in internationales Problem. Es HÜrrde sich um die A u f r e ch t e r h a l t u n g d e rHinl) e und Ordnung. Er wende sich mit der 9litt an den Völkerbundsrat, für diese Aufrechte tikolung der Ruhe und Ordnung während der Ahskmmung Sorge zu tragen. Frankreich habe keine igeisimen Wünsche und keine Hintergedanken.
Ls ■! tV4id)e den Völkerbundsrat, selbst die Austgase der Aufrechterhaltung der Ruhe und OrLmuig. die sonst Frankreich zuge- koimren wäre, auf sich zu nehmen. Wenn seim d ihingehendes Ersuchen gebilligt werde, so iiweiöe Frankreich gerne damit einverstanden: lein, sich nicht in der einzufehen-


