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die Studentenschaft schon nationalsozialistisch ge­wesen und habe Richtschnur für andere Organisa­tionen geben können. *

Gerade im nationalsozialistischen Staate werde von den jungen Studenten verlangt, daß sie sich niemals von der Verantwortung trennen, ferner, daß sie nicht stehen bleiben, sondern mit an der Spitze marschieren. Wie schon der Rektor betont habe, biete gerade die Gießener Universität die Möglichkeit, neue Schritte in ein unbekanntes Land zu wagen. Man dürfe nur nicht die Bindung zur Bevölkerung und Landschaft verlieren und müsse in enger Verbundenheit zwischen Lehrer und Schüler bleiben. Jeder solle bei der Gemeinschaft mit Hand anlegen und seine ganze Kraft zur Verfügung stellen, dann sei das abschließende Examen nicht nur ein Erfolg, sondern es bringe ihnen die innere Befriedigung, wenn sie nach Abschluß ihres Exa­mens sagen könnten: Ich bin einer gewesen, der in

der Gemeinschaft mitgearbeitet und mitgestaltet hat, einer, der in der Patrouille mitmarschiert ist. Jeden einzelnen wolle die Studentenschaft zur Gemein­schaftsarbeit gewinnen, aber das Prinzip der Frei­willigkeit müsse gewahrt bleiben. Wir seien heute dahin gekommen, in der Freiwilligkeit das Auslese­prinzip zu sehen. Wer mit festem Willen zur Ge­meinschaft komme, den werde auch die Gemeinschaft immer mit Rat und Tat unterstützen. Wenn die Gemeinschaft Helferin sei, so verpflichte sie auch den einzelnen in der Gemeinschaft. Wir alle wollten mitkämpfen für das gemeinsame und neue Ziel, dem neuen Deutschland eine neue deutsche Univer­sität zu formen. In diesem Sinne hieß der Führer der Studentenschaft die jungen Studenten in der Gießener Studentenschaft willkommen.

Rach diesen beiden Reden sand die feierliche Verpflichtung statt.

S.jf.-ifporf

halle wieder Zeugnis ab von dem turnerischen Sinn unserer Bevölkerung, die lebhaften Anteil an allen Vorführungen eines reichen turnerischen Pro­gramms nahm.

Schon der Auftakt geschah in frisch-froher Weise durch einen Marsch des in ansehnlicher Stärke auf­marschierten Trommler- und Pfeiferkorps, dessen Darbietungen im Verein mit der Krofdorfer Musik­kapelle vorzüglich klappten. Ein von der Turnerin Klara S ch u h b e ck e r gesprochener Prolog ver­herrlichte die deutsche Turnerei. Vor den auf der Bühne Aufstellung genommenen Turnern und Tur­nerinnen hielt der Vereinführer, Lehrer Jaeger, eine Ansprache, zu deren Beginn er neben den ein­heimischen Bewohnern besonders die Turngäste aus dem benachbarten Rödheim begrüßte. Des weiteren ging der Redner auf Adolf Hitlers Rede auf dem Stuttgarter Turnfest ein, die die Aufgaben der deut­schen Turnerschaft im Dritten Reich in eindeutiger Weise darlege. Die Deutsche Turnerschaft sei berufen, in hervorragendem Maße am Aufbau des neuen Staates mitzuwirken, umein Volk, in dessen Kör­per ein strahlender Geist wohnt", zu bilden und zu erziehen.Sieg-Heil!" auf den Führer, Deutschland­lied und Horst-Wessel-Lied bekräftigten das Gesagte.

1900 verliert in Kassel die ersten punkte.

6:3 endet das Spiel für Tuspo 86/09 Kassel.

Daß das Spiel in Kassel für die 1900er ein schwerer Gang sein würde, war vorauszusehen. Man war daher im Gießener Lager auf den Ausgang dieses Treffen sehr gespannt. Der Platz war durch anhaltenden Regen vollkommen aufgeweicht und kaum spielfähig. Die 1900er, die sich durchweg aus großen und körperlichschweren Spielern zusammen­setzen, waren deshalb von Anfang an im Nachteil. Trotzdem waren die Spielvereinigungsleute in der ersten und zweiten Spielhälfte fast dauernd im An­griff. Aber dieser Ueberlegenheit stand ein ausge­sprochenes Schußpech der 1900er Stürmer gegen­über.

1900 stellte folgende Mannschaft ins Feld: En­ders, Birkenstock, Funke, Reist, Brauers, Hofmann, Schüler, Krüger, Hamann, Betz und Gurt.

Der Spielverlauf.

Bereits auf den Anpfiff kommt Tuspo vor das Gießener Tor und erzielt einen Strafwurf, der von dem Mittelstürmer sofort zum Führungstor ver­wandelt wurde. Die Kasselaner blieben zunächst im Angriff und Enders hat wiederholt Gelegenheit, sein Können zu beweisen. In der vierten Minute steht der Tuspo-Mittelstürmer vollkommen frei am Kreis, aber mit einer prachtvollen Parade holt Enders den festen Wurf aus dem Dreieck. Im Gegenangriff erzielen die 1900er einen Strafwurf, der von Krü­ger geworfen und vom gegnerischen Torwart ge­rade noch zur Ecke abgelenkt werden kann. Allmäh­lich kann sich 1900 frei machen und bestürmt das gegnerische Tor. Kassel verteildigt mit allen Mitteln. Der Kasseler Torwart zeigt sich außerdem in gro­ßer Form. Bei schnellen Gegenangriffen hat die Gießener Hintermannschaft schwere Arbeit zu ver­richten. Die 1900er Läufer können nicht schnell ge­nug zurück, so daß Kassel immer wieder durch­kommt. Daß sie aber vorerst zu keinem weiteren Erfolg kommen, ist das Verdienst von Enders im Tor. Erst vier Minuten vor Schluß der ersten Halb­zeit muß er einen Wurf des Mittelstürmers passie­ren lassen. Zwei Minuten später fällt das dritte Tor für Kassel und die Seiten werden gewechselt.

Gleich nach Wiederbeginn fällt das vierte Tor für Kassel. 1900 gibt sich aber nicht geschlagen. Immer wieder ist es Krüger, der den Ball vortreibt und wenige Minuten später eine Kombination mit Ha­mann und Gust zum ersten Gegentor verwandelt. Der Bann scheint gebrochen. 1900 drängt. Selbst die Läufer Cremers und Hofmann werfen aufs Tor, aber es will nicht gelingen. Da fällt unerwartet das fünfte Tor für Kassel. Aber 1900 gibt sich auch jetzt noch nicht geschlagen, hat aber kein Glück. End­lich acht Minuten vor Schluß findet ein Strafwurf von Krüger den Weg ins Tor und bereits eine Mi­nute später gelingt dem gleichen Spieler das dritte Tor. Der Sturm arbeitet mit Hochdruck. Krüger spielt sich durch, aber seine Bombe geht an die Latte und besiegelt damit die Niederlage, denn im Gegenangriff kommt Kassel zu einem billigen Tor.

Trotz der Glätte des Bodens befleißigten sich beide Mannschaften einer fairen Spielweise. Mit den Entscheidungen des Schiedsrichters konnte man zufrieden sein. 1900 hat in Kassel einen guten Ein­druck hinterlassen.

Fußball-Ergebnisse der Kreisklassen

Heuchelheim Großen-Buseck 3:1; Lich Wieseck 1:8; 1900 II Lollar 3:3; VfB. II Leihgestern 5:1; VfB. HI Treis 17:1; 1900 III Londorf 1:1; Alten-Bnseck Wißmar 5:2; Steinberg II Garbenteich 6:3; Lollar II Wieseck II 1:2; Burg­solms Tode. Wetzlar 3:2; Spfr. Wetzlar Aßlar 1:1; Büblingshausen Naunheim II 6:1; Leun Ulm 1:1; Krofdorf II Heuchelheim II 2:5; Launsbach Frankenbach 2:0; Burgsolms II Waldgirmes 2:2; Ehringshausen Spfr. Wetz­lar II 7:1; Berghausen Werdorf II 2:1; Aßlar II Wetzlar III 3:1.

Spielvereinigung 1900 Gießen.

Können unter Beweis stellen mußte. Die Zu­schauer kamen aus ihre Kosten. Schon von Anfang an Zeigte sich die taktische Ueberlegenheit der Heu­chelheimer. In der vierten Minute bereits fiel das erste Tor für die Einheimischen. Angriff auf An­griff erfolgte nunmehr auf das gegnerische Tor. Vor der Pause waren die Hiesigen noch zweimal er­folgreich, während die Gäste kaum über die Mittel­linie hinaus kamen. Kurz nach der Halbzeit hatten die Heuchelheimer insofern Pech, als der gute Mit­telläufer ausscheiden mußte, wodurch die Mann­schaft nicht mehr die notwendige Stoßkraft hatte. Großen-Buseck erzielte 17 Minuten vor Schluß das verdiente Ehrentor. Schiedsrichter Keller (Naun­heim) amtierte sehr gut.

Die zweite Mannschaft konnte in Krofdorf gegen die dortige verstärkte zweite Elf einen Sieg von 5:2 landen, wodurch der Anschluß an die Spitzen­gruppe wieder hergestellt ist.

Die 1. Jugendmannschaft war spielfrei, da der Gegner nicht antrat.

Die 2. Jugendmannschaft verlor gegen die Schüler von 1900 Gießen 4:5.

Rodheim a. d. V. Hohensolms 3:0.

Einen sicheren Sieg, welcher nie gefährdet war, konnten Rodheim am Sonntag erzielen. Vom An­stoß weg waren die Einheimischen weit überlegen und Hohensolms kann es nur dem untauglichen Sturm der Rodheimer verdanken, daß die Nieder­lage nicht höher ausfiel.

Turnfchau des Turnvereins Krofdorf.

Das alljährlich im Herbst statfindende Schau­turnen des hiesigen Turnvereins zählt seit über einem halben Jahrhundert zu den bestbesuchtesten Veranstaltungen des Dorfes. Auch am letzten Sonn­tag legte die bis auf den letzten Platz gefüllte Turn-

Jn schier unerschöpflicher Fülle folgten dann die turnerischen Darbietungen der ungefähr 160 aktiv Turnenden. Sämtliche Abteilungen, von den älte­sten bis zu den jüngsten zeigten gutes Können, so­wohl an den Geräten als auch in den Freiübungen. Es ist erstaunlich, wieviel neue Abwechslung immer wieder in die Hebungen, besonders in die der Tur­nerinnen gelegt werden kann. Das zeigten beson­ders die Stabübungen, das Ballspiel in Verbindung mit Freiübungen, die Volkstänze und ein Keulen­spiel.

Für 25 jährige treue Mitgliedschaft im Verein wurden Karl Schmidt Hsnr. 314, Ludwig Wag - ner 207, Karl Wagner 274, Adolf Sommer und Karl Leib 82 geehrt.

Das volle Gelingen der Veranstaltung ist ein Hauptverdienst des Turnwartes A m e n d, der, un­terstützt von einer Anzahl freiwilliger Helfer, das von seinem Vorgänger Turnwart Wilhelm Leib auf die Höhe gebrachte Versinsturnwesen in wür­diger Weise weiter fördert.

Vor einigen Wochen hielt der Verein in allen seinen Abteilungen ein Wetturnen ab, an dem sich 130 Turner und Turnerinnen beteiligten. Turn­wart A m e n d wies in einer kurzen Ansprache auf den Zweck des Nachmittags hin.

Mit dem Lied:Turner auf zum Streite" mar­schierte man an die Geräte, um in edlem Wettstreit um den Sieg zu ringen. Ein Faustballspiel ergänzte die Einzelwettkämpfe. Daran anschließend zeigten die Turner und Schüler ihre allgemeinen Freiübun­gen und die Turnerinnen Keulen- und Freiübungen und Volkstänze. Gegen Abend fand unter Wür­digung der gezeigten Leistungen und errungenen Erfolge mit dem Dank an die gute und schnelle Ar­beit der Kampfrichter, Riegenführer und Mitglieder des Berechnungausschusses die Siegerehrung statt.

tim die Gruppenmeisterschasl der Fußballjugend im Kreis Gießen.

Die Gruppe A.

Die Pflichtspiele des Spieljahres 1934/35 wurden in dieser Saison gruppiert, und zwar spielen die Jugendmannschaften der Gruppe Gießen in drei Gruppen. In der Gruppe A wird der 1. Jugend­elf der Spielvereinigung 19 0 0 Gießen wohl kaum die Gruppenmeisterschaft zu nehmen sein, allerdings ist man vor Ueberraschungen nicht sicher. Watzenborn-Steinberg und Wieseck werden noch als ernstliche Konkurrenten mitreden. VsR. Lich ist vom Pech verfolgt, die Mannschaft ist stets pünktlich, die Vereinsführung bemüht sich sehr um das Wohl der Jugend, vielleicht werden die noch auszutragenden Spiele erfolgreich durchgeführt. VfB.-Reichsbahn fehlte seither ein Jugendleiter, nun findet sich auch diese Mannschaft und ist sichtlich verstärkt. Die Tabelle der Gruppe A hat folgendes Aussehen:

Verein Gew. Verl. Unentsch. Tore Pkte.

Die Tabelle der Gruppe B.

1900 Gießen I

4

0

0

33:3

8

Watzenb.-Steinberg

2

0

0

7:0

4

Wieseck

1

0

0

4:1

2

Lich

0

3

0

2:11

0

VfB. Gießen

0

4

0

2:33

0

Die Gruppe B wird angeführt von der Jugend­elf des Turnvereins Treis (Lumda), bis zum 28. Ok­tober 1934 zeigt sie folgenden Stand:

Verein Gew. Verl. Unentsch. Tore Pkte.

Tv. Treis (Lda.)

3

1

1

8:2

7

Großen-Buseck

2

1

2

19:2

6

Leihgestern

2

1

2

13:5

6

Daubringen

1

0

2

4:0

4

1900 Gießen II

1

3

1

2:8

3

Steinbach

0

3

0

0:25

0

Treis (Lumda) greift in diesem Spieliahr zum erstenmal in die Jugendspiele ein; die Mannschaft ist eifrig, körperlich gut entwickelt, die Jugend liegt in guter Führung. Eine junge, aber tatkräftige Ju­gend besitzt Großen-Buseck; diese Mannschaft hätte die Gruppenführung, wenn Treis (Lumda) nicht zwei Punkte kampflos gewonnen hätte. Leih­gestern ist mit Großen-Buseck punktgleich, so daß die Endspiele sehr interessant zu werden versprechen. Die übrigen der Gruppe sind etwas schwach, was besonders bei Steinbach der Fall ist.

Der Skcmd der Spiele in der Gruppe C.

Verein

Gew. Verl. Unentsch. Tore Pkte.

Heuchelheim 4

Krofdorf-Gleiberg 4

Wißmar 1

Kinzenbach 0

1 1 25:10 9

1 1 18:6 9

3 0 5:12 2

4 0 7:24 0

Heuchelheim und Krofdorf-Gleiberg sind punkt­gleich, die erstgenannte Jugendmannschaft hat ein besseres Torverhältnis. Wißmar und Kinzenbach be­mühen sich ernstlich um den Anschluß, zur Meister­schaft bzw. zur Gruppenführung sind keine Chancen vorhanden.

Der Kampf um die Jugendmeisterschaft des Kreises Gießen soll so entschieden werden, daß der Sieger der Gruppe Gießen mit dem Sieger der Gruppe Wetzlar um die Kreismeisterschaft kämpft. Diese Gestaltung hebt vor allen Dingen das Interesse, und nicht zuletzt fördert sie den Jugendsport. Ins Auge gefaßt sind auch noch die Spiele um die Bezirks­meisterschaft und evtl, die Ermittlung des Jugendgaumeisters.

Die Aufbauarbeit nimmt demgemäß bessere For­men an, als das in ftüherer Zeit der Fall war. -

1900 II Lollar I 3:3 (0:1).

Schon dieses, vor dem Ligaspiel zum Austrag kommende Spiel, war recht gut besucht und auch überaus spannend. Die Hiesigen hatten nur eine Verlegenheitself zur Stelle. Zudem war die beste Kraft (der rechte Verteidiger K. Schneider) durch Krankheit verhindert. Die anderen glichen dies aber erstmals durch einen enormen Eifer aus und dieser Siegeswille ergab auch das verdiente Unentschieden. Beim Seitenwechsel führte Lollar nach verteiltem Spiel 1:0. Bald nach Wiederbeginn erzielte Schack den Ausgleich. Dann aber hatten die Gäste etwas mehr vom Spiel und konnten dies auch durch zwei weitere Treffer zum Ausdruck bringen (1:3 für Lollar). Mit. zäher Energie schafften Schmitz und Garth aber dennoch den Ausgleich. Die letzten Tref­fer auf beiden Seiten mußten unbedingt verhindert werden. Schiedsrichter Deibel (Gießen) war dem fairen Spiel ein gerechter Leiter.

1900 III Londorf I 1:1 (0:0).

Dieses Spiel wurde schon am Vormittag bei mißlichen Platzverhältnissen und im ständigen Regen ausgetragen. Ueberragenöe Leistungen bekam man deshalb beiderseits nicht zu sehen. Ein schneller Durchbruch der Gäste ergab deren Treffer. Die Gie­ßener waren sichtlich vom Pech verfolgt und hatten ihre Not, durch Weiß zum Ausgleich zu kommen. Die Gäste hatten einen ganz überragenden Tor­hüter. Schiedsrichter Post (Wieseck) leitete gut.

Die Schüler kehrten von Heuchelheim mit einem knappen 5:4-Sieg zurück.

Sportverein 1920 Heuchelheim.

SpU. 1920 I Großen-Buseck I 3:1 (3:0).

Die zwei Spitzenreiter der ersten Kreisklasse lie­ferten einen Kamps, bei dem jeder Spieler sein

Gaardeutscher A-en- in Lich.

? Lich, 4. Nov. Zu Ehren der in unserer Stadt weilenden Gäste aus dem Saargebiet veranstaltete die Ortsgruppe Lich der NS.-Volks­wohl f a h r t gestern in der Turnhalle einen saardeutschen Abend. Schon lange vor Be­ginn der Veranstaltung war die große, über 1000 Personen fassende festlich geschmückte Turnhalle bis auf den letzten Platz besetzt. Jeder Licher Volks­genosse stellte auch hier wiederum durch seine An­wesenheit seine enge Verbundenheit mit dem Ge­schick der Volksgenossen an der Saar unter Beweis, die aus dieser, wie aus mancher anderen Tatsache die Kraft und das Vertrauen schöpfen konnten, ihren Endkampf um die Wiedervereinigung mit der Mutter Germania zum Siege zu führen. Die Ver­anstaltung und der schöne Verlauf des Abends stan­den ganz im Zeichen echter und natürlicher Volks­gemeinschaft und Lebensbejahung, sowie in der be­geisterten Hingabe an den nationalsozialistischen Staat.

Nach einleitendem Eröffnungsmarsch der Kapelle der Freiwilligen Feuerwehr unter der bewährten Leitung von Postsekretär Freitag und dem Ein­zug der Fahnen unter den Klängen des Baden­weiler Marsches begrüßte der stellvertretende Orts­gruppenleiter der NSDAP.

SA. Gtnrinführer pg. Dr. Erb

die Erschienenen, insbesondere die Gäste von der Saar. Pg. Dr. E r b gab in seiner kurzen Ansprache dem Wunsche und der Hoffnung Ausdruck, daß den Saargästen die hier verlebten Tage Gelegenheit

gegeben haben werden, sich ein richtiges Urteil über die Lage, die ihnen das neue Deutschland auf­zeige, zu bilden und daß ihnen der heutige Abend, den ganz Lich in engster Gemeinschaft mit ihnen verlebe, der ja auch zugleich Abschiedsfeier der Gäste und gewissermaßen als Höhepunkt ihres hiesigen Aufenthalts zu betrachten sei, als Beweis dienen möge, daß ganz Lich und mit diesem ganz Deutsch­land schon heute im Zeichen der kommenden Ab­stimmung im Saargebiet stehe, und daß den Gästen dieser Abend, wie überhaupt der hier verlebte Ur­laub die Quelle sein möge, aus der sie. neues Ver­trauen und Kraft für die kommenden Tage, die sie noch unter der Fremdherrschaft stehen, schöpfen. Im Anschluß an seine Begrüßung erteilte Pg. Erb dem Gaubeauftragten der NS.-Volkswohlfahrt, pg. Bürgermeister Haug (Darmstadt), das Wort. Pg. Bürgermeister Haug sprach zu­nächst über das Wollen und die Aufgaben der NS.- Volkswohlfahrt, schilderte insbesondere die außer­ordentlich gewaltigen Erfolge des Winterhilfswer­kes 1933/34 und des HilfswerkesMutter und Kind" und ging dann auf die großen Aufgaben des derzeitigen Winterhilfswerkes ein, die wieder nach der Parole des Führers darin bestehen, Not zu lindern, nicht nur materielle Not, sondern auch die Not geistiger, kultureller Art. Und in dieser Be­ziehung haben es die Volksgenossen von der Saar doppelt schwer. Aber wie durch den steten, uner­bittlichen Kampf der Nationalsozialismus gestählt und groß geworden sei, so wird auch den Volks­

genossen an der Saar in ihrem Kampf um die Vereinigung mit dem großen, freien Reiche Adolf Hitlers der Sieg gewiß sein, wenn sie diesen Kampf mit unerbittlicher Disziplin und Strenge gegen sich elbst, aber auch mit dem starken Glauben an Deutschland und mit der innigen Liebe zu ihrem großen Mutterland führen. Dann wird sich auch das Wort:Deutsch ist die Saar immerdar" ver­wirklichen. Nachdem der Redner in seinen weiteren Ausführungen noch betonte, daß auch wir im deut- chen Vaterlande erst am Anfang des Baues am leuen Deutschen Reich seien, und daraus Der« chiedene Märchen der ausländischen Presse und Sender, sowie das Treiben der Emigranten an der Saar ins rechte Licht gestellt hatte, schloß er seine begeisternden Worte mit einem warmherzigen Appell an die Gäste und alle anderen Volks­genossen, in Treue und Zuversicht, komme, was i ommen möge, zum Führer Adolf Hitler zu stehen. Sein auf den Führer ausgebracytes Sieg-Heil, in das alle begeistert einstimmten, war ein stürmisches Bekenntnis aller zum Führer und Volkskanzler, wie auch das gemeinsam mit Begeisterung ge« ungene Horst-Wessel-Lied.

Lebhaften Beifall und ungeteilte Freude losten die Gesangsvorträge der Sängervereinigung- cilia" aus, die unter der Stabführung ihres Leiters, Chormeister Ernst I l g e, mehrere volkstümliche Chorwerke meisterhaft zu Gehör brachte.

Nach Darbietungen der Feuerwehrkapelle brachte alsdann im Namen der saardeutschen Gäste der Saarländer

Becker (Saarbrücken),

Mitglied der Deutschen Front im Saargebiet, den Dank für den herzlichen Empfang und die liebe­volle Verpflegung während ihres Hierseins zum Ausdruck. Sem besonderer Dank galt den Gast­gebern, der NSV., verschiedenen Firmen der Stadt, die in entgegenkommender Weise Besichtigungen ihrer Betriebe den Gästen gestatteten, insbesondere aber Lehrer i. R. Jakob, der in außerordentlich rühriger Weise die Gäste während ihres hiesigen Aufenthalts aufs vorzüglichste betreute. Im An­schluß hieran sprach der Redner in längeren Aus­führungen über den Kampf an der Saar. Trotzdem der unsinnige Vertrag von Versailles das urdeutsche Saarland vom deutschen Mutterlande abgetrennt und es als fremdes Land durch die Grenz- und Zollschranken, Währungsänderung und dergleichen gekennzeichnet habe, sei die Treue der Saardeutschen zum Mutterlande trotz rücksichtsloser Verfolgung und schärfster Verordnungen nie ins Wanken ge­kommen. Je stärker die Verfolgung gewesen sei, desto fester hätten die Saarländer die Treue zum deutschen Vaterlande gehalten. In der kurzen Zeit ihres hiesigen Aufenthaltes hätten sie das neue Deutschland, in dem eine wahre Volksgemeinschaft gepflegt werde, richtig beurteilen gelernt, und diese Erkenntnis läse um so inniger den Wunsch in ihnen aus, zurück zur deutschen Mutter, und ihr Gelöb­nis sei: Deutsch unser Vaterland! Dieses Gelöbnis klang in dem gemeinsam gelungenen Saarlied würdig aus.

Nach musikalischen Vorträgen der Kapelle, Ge­sangsvorträgen des Kirchenchors unter Leitung von Lehrer i. R. Stein und des Frauenchors (Leitung Fräulein M. Jäger), sowie einem von köstlichem Humor zeugenden Vortrag in hessischer Mundart von Lehrer Sarnes (Lich) wurde von der Alten- Busecker Bauernspielschar das von dem Saarländer R. Sarg (Alten-Buseck) verfaßte Festspiel:Glück auf! Der Bergmann kommt'/' zur Ausführung ge­bracht, ein Stück echtester, ungekünstelter und unge­schminkter Volkskunst, von Anfang bis Ende von echt oberhessischem Humor durchpulst, hinter dem sich jedoch ein ernster Inhalt verbarg. Das unge­zwungene, lebenswahre Spiel der Darsteller, das zeigte, wie wahre, echte Volksgemeinschaft beschaffen sein soll, hatte sich bald die Herzen aller Zuschauer erobert, die ihrem Dank mit stürmischem Beifall Ausdruck gaben.

Nach der Aufführung richtete

pg. Bürgermeister Seil

noch eine kurze Ansprache an die Gäste und über­reichte jedem von ihnen im Namen der Stadt Lich ein von dem Saarländer Sarg gefertigtes Kunst­blatt mit Ansicht der Stadt Lich und Widmung derselben.

Das Schlußwort sprach der Leiter der Ortsgruppe Lich der NSV.,

Pa. Lehrer Nickel,

in dem er die Gäste noch einmal bat, in ihrer Heimat in ihrer Weise für die richtige Aufklärung über die Verhältnisse im neuen Deutschland zu wirken, und in dem er dem Wunsche Ausdruck gab, daß der 13. Ja- nuar die Wiedervereinigung des Saarlandes mit dem Mutterlande bringen möge. Der Gruß an den Führer und der gemeinsame Gesang des Deutsch­landliedes beendeten den offiziellen Teil der Ver­anstaltung.

Den Abschluß bildeten Konzert und Tanz, die die Gäste und Veranstalter noch bis in die Morgen­stunden in schönster Kameradschaft beisammen­hielten.

Der Abschied.

Am heutigen Vormittag legten die Gäste zu Ehren der auch für ihre Heimat im Kriege gefalle­nen Sohne der Stadt Lich am Kriegerdenkmal vor der Marienstiftskirche einen Kranz mit den Schleifen des Dritten Reiches nieder, und brachten damit auch den Dank und die Anerkennung für die liebevolle Aufnahme in unserer Stadt in würdig­ster Weise zum Ausdruck. Heute mittag verließen uns die Gäste wieder. Sämtliche Gastgeber, die Leiter und Amtswalter der NSV., sowie eine große Anzahl Weiterer Volksgenossen begleiteten sie zum Bahnhof. Dann ein letztesHeil Hitler" undAuf Wiedersehn im vereinten Vaterland" und mit neuem Mut und neuer Kraft und dem starken Glauben an Deutschland im Herzen gings der saarländischen Heimat zu.

Rircbftdw Jlotbritbfen

Evangelische Gemeinden.

Dienstag, den 6. November.

Langsdorf. 20 Uhr: Andacht zum Beginn der Winterarbeit der Frauenhilfe.

Mittwoch, den 7. November.

Langsdorf. 20 Uhr: Gemeindeversammlung; Vor­trag von Pfr. Kleinod (Triest):Aufbruch und Kampf der evangelischen Bewegung in Oesterreich".

NIVEA

mild, leicht schäumend, ganz wundervoll im Geschmack.