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193'4/35 beschäftigt. In den verschiedenartigsten Verträgen, Lehrgängen, Ar­beitsgemeinschaften und Aufbauarbeiten _ von Uebungs- und Scheinfirmen sollen aua) oen Ange­stellten des hiesigen Bezirks das Rüstzeug zur Be­rufsweiterbildung gegeben werden. Denn es geht heute nicht mehr darum, neues zu lernen und neues Wissen in sich aufzunehmen, weil man sich damit die Möglichkeit einer Gehaltsaufbesserung verschaffen kann. Es ist vielmehr Pflicht jedes Deutschen, seine Leistungen qualitativ zu steigern, weil durch die Arbeit des einzenlen die ganze Na­tion in ihrer Leistungsfähigkeit gesteigert wird.

Hunde-Begutachtunq m Gießen.

Auf vorigen Sonntag vormittag hatte der Ver­ein Hundesport für Gießen und Umgegend seine Mitglieder sowie die Hundebsitzer von Gießen und Umgebung auf den Schliefplatz zu einer Begut­achtung ihrer Hunde eingeladen, die Fabrikant Grünewald (Alsfeld), ein bekannter Richter auf Ausstellungen, vornahm. Diese Begutachtung hat mit einer Hundeausstellung nichts gemein, denn es galt hier, den Hundebefitzer selbst über Vorteile und Fehler seines Hundes aufzuklären, damit er sich selbst mit den Rasseeigenschaften seines Hundes vertraut machen konnte. Reges Interesse wurde da­durch bekundet, daß 34 Hunde der verschiedensten Rassen von ihren Besitzern vorgeführt wurden.

Nachmittags wurde von Herrn Grünewald das Resultat bekanntgegeben und dabei Belehrung über Pflege und Fütterung der Hunde erteilt. Gleich­zeitig hatten die Anwesenden die seltene Gelegen­heit, eine in Deutschland noch wenig bekannte Hunderasse kennenzulernen: den in Schweden und Norwegen geführten Elchhund, der vor kurzem in Deutschland eingeführt wurde und von dem zur Zeit in unserem Lande nur drei Exemplare ge­halten werden. Der Hund wird im Norden zur Elchjagd benutzt und ähnelt in Rasse und Bauart einem deutschen Spitz: er ist vollkommen unemp­findlich gegen jegliche Witterungseinflüsse und hat eine vorzügliche Nase und größte Ausdauer auf der Jagd.

Bei der erwähnten Anzahl von Hunden und des beschränkten Raumes, der uns zur Verfügung steht, müssen wir uns bei der nachstehenden Aufzählung auf die Hunde beschränken, die das Prädikat gut bis vorzüglich verdienen. Dr. van Bentheim, deutscher Drahth.-Rüde und -Hündin v. Lotz, hier, Wachtelhündin gut. Zörb, hier, deutscher kurzh. Rüde gut. Wellhöfer, hier, drahth. Foxterrier sehr gut. Frau I. Karsten, hier, drahth. Fox­terrierrüde v. Manger, hier, langt). Teckelrüde v. Lembke, hier, langt). Teckelrüde gut. Rei­chert, hier, kurzh. Teckelhündin v. Baurat Pfaff, hier, kurzh. Teckelrüde gut. Stein, Lich, Schnau­zerrüde d.; ders. Schnauzerhündin d.; ders. Riesen- schnauzerhündin sehr gut. Götz, hier. Schnauzer- rüde sehr gut. Schmieder, Schnauzerrüde v. Frau M ü n k e r, Scotchterrierrüde, noch zu jung, verspricht aber sehr gut zu werden. Schmidt, Trohe, deutsche Dogge, desgl. S ch ö m b s, hier Whippet sehr gut bis d.; Dobermann sehr gut. Rinn, Heuchelheim, Jagdterrierhündin gut. Bier­verleger Michel, hier, deutscher Schäferhund gut bis sehr gut.

Der Verein wird alljährlich eine solche Begut­achtung veranstalten, um dadurch das Interesse wachzuhalten und zu fördern.

(tiiefcener Wochenmarktpreise.

* Gießen, 6. Sept. Auf dem heutigen Wochen­markt kosteten: Molkereibutter, das Pfund 1.45 bis 1,50 Mark, Landbutter 1,35 bis 1,40, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, Eier Klasse S 11, Klasse A 10V2, Klasse B 10, Klasse C 9% Klasse D 8V2,' Wirsing (grün), das Pfund 15, Weißkraut 10 bis 12, Rotkraut 15, Gelbe Rüben 10 bis 12, Rote Rüben 8 bis 10, Spinat 15 bis 20, Römischkohl 8 bis 10, Bohnen (grün) 15 bis 20, (gelb) 20 bis 25, Erbsen 30 bis 40, Feldsalat 1 bis 1,10 Mark, Tomaten 15 Pf., Zwiebeln 12, Meerrettich 50 bis 70, Rhabarber 8 bis 10, Kürbis 8 bis 10, Pilze 40 bis 60, Kartoffeln, das Pfund 5 Pf., der Zentner 4,50 bis 5 Mark, Frühäpfel, das Pfund 12 bis 15 Pf., Falläpfel 3 bis 4, Pfirsische 15 bis 30, Brombeeren 30, Preißelbeeren 35, Birnen 8 bis 12, Zwetfchen 8 bis 10, Mirabellen 15 bis 18, junge Hähne 75, Tauben, das Stück 50, Blumenkohl 10 bis 50, Salat 8 bis 10, Salatgurken 15 bis 25, Einmachgurken, 100 Stück 60 bis 80, Endivien, das Stück 10 bis 15, Oberkohlrabi 5, Lauch 5 bis 10, Rettich 5 bis 10, Sellerie 15 bis 25, Radieschen, Bündel 10 Pf.

Bvrnottzen

Tageskalender für Donnerstag. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Csardas-Fürstin". Aquarien- und Zierfischverein Gießen: Hotel Köhler Werbeschau.

** Ausfallende Sprech st unden der Regierung. Die Sprechstunden des Herrn Staatsministers sowie aller Ministerialabteilungen fallen am Samstag, 8. September, aus.

** Genehmigte Soldaten st iftung. Der hessische Staatsminister hat die Stiftung des Landes­verbandes Hessen-Darmstadt des Deutschen Rcichs- niegerDunoesKysthauser" (Kriegskameradschaft Hassia) in DarmstadtSoldatenstiftung Hassia" als rechtsfähige Stiftung genehmigt.

** Platzmufik unserer Militärkapelle. Am morgigen Freitag veranstaltet das Musikkorps unseres Bataillons unter Leitung von Obermusik- meifter Krauße von 18 bis 19 Uhr Platzmusik am Liebiadenkmal auf dem Hitlerwall. Vortrags­folge: 1. Hymne und Triumpfmarsch aus der Oper Aida", Verdi. 2. Ouvertüre zur OperetteDie schöne Galathe", Suppe. 3. Kaiser-Walzer, Strauß. 4. Zwei Elsässische Bauerntänze, Merkling. 5. Szenen aus der OperDer fliegende Holländer", Wagner. 6. Kürassier-MarschGroßer Kurfürst", W. v. Simon.

** Städtischer Nutzholzverkauf. Am kommenden Dienstag findet auf derLiebigshöhe" ein Nutzholzverkauf der Stadt Gießen statt. Näheres ist aus der heutigen Bekanntmachung der Bürger­meisterei ersichtlich.

** E i n Personenauto herrenlos auf­gefunden. Heute morgen wurde im Chaussee- graben der Landstraße HeuchelheimAtzbach, inner­halb der Gemarkung Heuchelheim, ein offenes Opel- Auto herrenlos aufgefunden. Der Wagen führt die Nummer IT 88 014. Die Ermittlungen über die Her­kunft und den Eigentümer des Wagens sind im Gange.

** Die Aliceschule kündigt in unserem heutigen Anzeigenteil Koch- und Back-Abendkurse

an. Interessenten seien besonders darauf hinge- roiefen. ,

Frachterleichterungen der Reichs- bahn zur Förderung des deutschen O b st a b s a tz e s. Die Deutsche Reichsbahngesellschaft gewährt auch in diesem Jahre zur Förderung des Absatzes der deutschen Obsternte und um die Ver­sorgung mit Winterobst zu erleichtern einen Fracht­nachlaß für den Stückgutversand von frischen Aepfeln, Birnen und Pflaumen in der Zeit vom 6. Sept, bis 31. Dezember d. I. Die Ermäßigung beträgt durchschnittlich 30 v. H.

** Kriegerverein Gießen. Das alljähr­lich übliche Sommerfest wurde am vorigen Sonn­tag wie man uns berichtet auf der Liebigs­höhe abgehalten. Trotzdem an diesem Tage das Winzerfest in der Volkshalle stattfand, war die Veranstaltung recht gut besucht. Der erste Vereins­führer, Kamerad Trümpert, gedachte in feiner Ansprache u. a. der um diese Zeit bei Gravelotte und Sedan im Jahre 1870 stattgefundenen Schlach­ten, ferner in ehrenden Worten des kürzlich verstor­benen Reichspräsidenten von Hindenburg und brachte ein dreifaches Sieg-Heil auf den Führer und Volkskanzler Adolf Hitler aus, in das die Ver­sammlung freudig einftimmte. Die Kinder wurden mit Fähnchen, Schokolade und Brezeln beschenkt, die älteren Kameraden unterhielten sich bei Tanz und Scheibenschießen. An die besten Schützen wur­den am Abend wertvolle Preise in Gestalt von Obst- und Lebensmittelkörben verteilt.

ll.Faustballturiiier des Tv. 1846 Gießen.

Das 11. Faustballturnier des Gießener Turnver­eins von 1846 brachte als Abschluß der diesjähri­gen Sommerspiele einen vollen Erfolg. Von 27 ge­meldeten Mannschaften waren 26 am Start erschie­nen. 48 Spiele waren nötig um die Sieger der ein­zelnen Klassen in Vor- und Endrunden zu ermitteln.

In der Meisterklasse gab es sehr schöne und spannende Kämpfe. In der Gruppe I, Postsportver­ein Frankfurt a. M., Licht-Luft-Osfenbach und Gie­ßen 1846, ging Gießen als Sieger hervor. Den Gruppensieg in Gruppe II, TV. 1860 Frankfurt a. M. Halgerhausen Friedberg Darmstadt sicherte sich die Tgde. Friedberg. Das Endspiel am Nachmittag zwischen Friedberg und Gießen 1846 endete mit 36:27 für Gießen. Leider mußte in der ersten Halbzeit ein Friedberger Spieler wegen Ver­letzung ausscheiden, so daß Friedberg den Kampf bis zum Schluß nur noch mit vier Mann bestreiten mußte.

Die Gießener Mannschaft hat auch diesmal wie­der ihre große Spielstarke erneut unter Beweis gestellt und kann sich wohl mit Recht zur Spitzengruppe der deutschen Faustballmann­schaften rechnen.

Ergebnisse:

Gruppe I: Gießen Post 40:33; Gießen Offenbach 38:32; Offenbach Post 44:16.

Gruppe II: 1860 Frankfurt Halgerhausen 40:33; Friedberg Darmstadt 31:30; Friedberg 1860 Frankfurt 31:27; Darmstadt Halger­hausen 44:25; Friedberg Halgerhausen 59:21; 1860 Frankfurt Darmstadt 36:24.

Endrunde: Friedberg Gießen 27:36; 1860 Frankfurt Offenbach 43:33; Post Frankfurt Darmstadt 29:43.

1. Sieger Gießen 1846, 2. Frankfurt 1860, 3. Offenbach.

In der A - K l a s f e holte sich TV. 1860 Frank­furt vor Halgerhausen den Sieg. Die 2. Mannschaft des TV. 1846 Gießen spielte weit unter Form und mußte bereits in der Vorrunde ausscheiden.

1. Sieger Frankfurt 1860 2. Mannschaft, 2. Hal- gerhausen, 3. Postsportverein Frankfurt a. M.

In der A l t e r s f l a f f e sicherte sich der deutsche Meister dieser Klasse, IG. Frankfurt, den Sieg. Auch der 2. Sieger 1860 Frankfurt zeigte großes Spiel. Nur mit 4 (32:28) Verlustbällen mußte er sich dem deutschen Meister beugen. Noch drei Minuten vor Schluß stand der Kampf unentschieden und die letzten zwei Minuten brachten erst die Entscheidung.

1. Sieger IG. Frankfurt, 2. 1860 Frankfurt, 3. Postfportverein Frankfurt a. M.

Ergebnisse: 1860 Frankfurt Offenbach 65:28; IG. Post Frankfurt 36:25; Post Frankfurt Nauborn 1. Spiel 29:29 (2. Spiel 44:23); Nau­born Offenbach 42:30, 1860 Frankfurt Nau­born 45:32, Post Offenbach 53:25; IG. Frankfurt Nauborn 46:19; 1860 Frankfurt Post Frank­furt 54:24; Offenbach IG. 19:55; IG. Frankfurt 1860 Frankfurt 32:28.

Spiele der Turnerinnen.

Bei den Turnerinnen holte sich IG. Frank­furt a. M. den Sieg. Die Turnerinnen des Män- nertunwereins, der Meister des Gaues 12, Nord­hessen, konnten sich gegen die Frankfurter Hoch­burg nicht durchsetzen und mußten bereits in der Vorrunde ausscheiden. Der Sieger IG. Frankfurt sowie die Mannschaften von Postfportverein und 1860 Frankfurt zeigten Spiele von großem Kön­nen. Von diesem Gesichtspunkt aus darf man sagen, haben sich die Turnerinnen des Mtv. tapfer geschlagen.

1. Sieger IG. Frankfurt a. M., 2. Postfport­verein Frankfurt a. M., 3. 1860 Frankfurt a. M.

Ergebnisse. Gruppe 1: IG. Frankfurt gegen MTV. 42:30; 1860 II MTV. 33:25; IG. 1860 II 39:24.

Gruppe 2: Post Offenbach 56:28; 1860 I gegen Offenbach 54:23; 1860 I Post 27:22.

Entscheidung: IG. 1860 I 31:17; Post gegen 1860 II 29:25; Post 1860 I 25:17.

Die Veranstaltung bewies, daß das Faustball­spiel im TV. 1846 mit großem Eifer und Ernst betrieben wird und es war für den Gießener Turnverein von 1846 ein ideeller und sportlicher Erfolg.

Die Emopa-Meisterschasten der reidjfaWen.

Die 350 Meldungen, die für die besten Leicht­athleten aus 22 Nationen (ohne Irland) des euro­päischen Kontinents für die ersten Europameister­schaften vom morgigen Freitag bis Sonntag in Turin abgegeben wurden, umschließen mit wenigen Ausnahmen die europäischen Spitzenklasse der Läu­fer, Springer und Werfer. Die am meisten be­dauerte Ausnahme ist die Englands, das über­haupt nicht vertreten ist; die Engländer haben eine Beteiligung wegen zu großer Inanspruchnahme vor allem durch die Empire-Spiele und aus finanziellen Gründen abgelehnt.

Warum Europameisterschaften?

Dr.Ritter von Halt, der Führer der deutschen Leichtathleten, hat selbst Sinn und Zweck dieser erstmalig veranstalteten Europameisterschaften da­hin gekennzeichnet, daß sie ein geeignetes Mittel zur Förderung der Leichtathletik auf dem Konti­nent, ein besonderer Ansporn für die führenden Athletiknationen und schließlich eine geeignete Prüfung für die 1936 in Berlin stattfindenden Olympischen Spiele feien. Damit ist die Bedeutung der Veranstaltung zum Ausdruck gebracht.

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Tluhholzverkauf -er Stadt Gießen am 11. September 1934.

Aus der Abteilung 65 des Stadtwaldes (zwischen der 1. und 2. Schneise rechts der Licher Straße) soll das im August d. I. zur Fällung' gekommene Nutz­holz, und zwar:

27 Stämme Kiefern-Langholz, N, 1b - 13,50 km

153 ,, N, 2a - 111,89

133 N, 2b -- 136,38

28 N, 3a = 35,60

4 N, 3b = 7,04

41 Kiefern-Langgrubenholz - 10,22

2 Fichten-Langholz, N, la = 0,23

33 N, 1b - 12,00

27 N, 2a ° 19,90

3 N, 2b - 4,01

3,3 rm Fichten-PaPierholz 1. Kl.

3,9 2. Kl.

1,6 3. Kl.

2,2 Eichen-Nutzknüppel (Gartenpfosten),

2,20 m lang (Abz. Nr. 338)

am Dienstag, dem 11. September 1934, 10^ Ahr. in der GastwirtschaftZur Liebigshöhe" in Gießen versteigert werden. 5159C

Das Nadelholz einschließlich des Papierholzes ist entrindet. Die Stämme tragen die Abz.-Nr. 1 bis 337 und 342 bis 455.

Die Abfuhr des Holzes muß innerhalb 8 Tagen nach dem Versteigerungstermin beendet sein; die Zuschlagserteilung erfolgt sofort in dem genannten Termin.

Jede Holzart und Klasse kommt besonders zum Ausgebot.

Für diese Versteigerung sind die allgemeinen Ver­kaufs- und Zahlungsbedingungen der Stadt Gießen maßgebend.

Gießen, den 5. September 1934.

Bürgermeisterei Gießen: Rittst

3m Zeichen des Oreikampfes Deutschland - Schweden - Finnland.

Für die starken Leichtathletik-Nationen Europas bildet Turin jetzt eine entscheidende Kraftprobe int Kampf um die Führung auf dem Kontinent, und zwar auf einer etwas anders gearteten Grundlage als die sonstigen Länderkämpfe. In 22 Wettbewer« bcn, zu denen jedes Land, von den Staffeln abge. sehen, je zwei Bewerber stellen kann, wird der Titel eines Europameisters vergeben: 100, 200, 400, 800, 1500, 5000, 10 000-Meter-Lauf, 110 und 400 Meter Hürden, Weitsprung, Hochsprung, Stab. Hochsprung, Dreisprung, Kugelstoßen, Diskuswerfen Speerwerfen, Hammerwerfen, Zehnkampf, 50-Kilo. meter-Gehen, Marathonlauf, 4X100-Meter-Staffel, 4X400-Meter-Staffel. Aus dem nationalen Gesamt* ergebnis aller dieser Wettbewerbe, in denen für den 1. bis 6. Platz 6 bis 1 Punkte gegeben wer* den, wird die beste europäische Nation der Turiner Kämpfe ermittelt. In Turin wird mit schärferem Maßstab gemessen, und den Nationensieg wird hier mehr als sonstwo die Spitzenleistung auf der Grundlage der hohen Mannschaftsleistung erringen.

Erste Anwärter auf den Nationensieg, für den der italienische Ministerpräsident einen Ehren* preis zur Verfügung gestellt hat, sind das lehrt ein Ueberblirf über den wahrscheinlichen Verlauf der Kämpfe Deutschland, Schweden und Finn­land. Erst in einem gewissen Abstand werden in einer zweiten Gruppe Italien und Ungarn vor Frankreich, Dänemark und Norwegen, Tschecho» slowakei, Polen und den baltischen Ländern, Hol* land, Schweiz usw. folgen. Im Mittelpunkt des europäischen Interesses steht also der Dreiländer* kampf Deutschland Schweden Finnland. Er bietet der deutschen Leichtathletik die große Ge* legenheit, den Kampf um die Führung im Heu* tigen Europa zu ihren Gunsten zu entscheiden, Leicht ist dieser Kampf nicht. Wenn unsere Mann* schäft mit etwas Glück kämpft, dann kann sie den Ehrenpreis Mussolinis Heimbringen.

Wann fallen die Entscheidungen.

Im Zeitplan der ersten Leichtathletik-Europa* Meisterschaften in Turin sind neben den Qualifika- tionskämpfen in den technischen Hebungen und Öen sonstigen Ausscheidungen die Entscheidungskämpfe auf die drei Tage vom Freitag bis Sonntag wie folgt verteilt:

Freitag, 7. September: 14.45 Uhr: Stab* Hochsprung. 15 Uhr: Hochsprung. 16 Uhr: Speerwerfen. 16.20 Uhr: 1500 Meter. 17.20 Uhr: 10 000 Meter.

Samstag, 8. September: 13.15 Uhr: 50-Kilometer-Gehen. 14.30 Uhr: Diskuswerfen. 110-Meter-Hürden. 14.50 Uhr: 100 Meter. - 15 Uhr: 400 Meter. 15.10 Uhr: Weitfpruna. 16.10 Uhr: Hammerwerfen. Zehnkampf' bewerbe.

Sonntag, 9. September: 14.20 Uta Start zum Marathonlauf. 14.30 Uhr: 400-M- ter-Hürden; Dreisprung. 14.45 Uhr: 200 Me­ter. 14.55 Uhr: 800 Meter. 15 Uhr: Kugel­stoßen. 15.55: 4X100-Meter-Staffel. 16.05 Uhr: 5000 Meter. 16.45 Uhr: 4X400-Meier. Zehnkampf-Entscheidung.

lieprcisentativ-Gpiele im Fußball: Gau Nordheffen.

Der Fußball-Gau Nordhefsen hat auch für die kommenden Monate einige recht interessante Spiel-Abschlüsse getätigt. So kämpft bereits am 16. September eine Nachwuchs-Mannschaft des Gaues gegen die Hannoversche Städte//, am 3. November soll dann der Rückkampf gegen Baden stattfinden und am 1. Januar des kom­menden Jahres steht ein Städtetreffen Frankfurt Kassel in Aussicht.

Erfolgreicher Gießener Rennfahrer.

Am (Sonntag beteiligte sich der bekannte Renn­fahrer Albert M e b u s vom Gießener Radfahrer- Verein 1885 an dem 140-Kilometer-Straßenrennen um denGroßen Keltenpreis" in Koblenz. Schon kurz nach dem Start schlugen die Fahrer ein hef­tiges Tempo an; bei der ersten größeren (Steigung 30g sich das Feld auseinander. Eine sechsköpsige Spitzengruppe, unter ihnen auch Mebus, eilte zu Tal. Auf schlechtem Pflaster kam Mebus zum Sturz und mußte die anderen ziehen lassen. Trotz Verletzung bestieg er wieder sein Rad und nahm allein die Verfolgung der Spitzengruppe auf. Schon bei dem nächsten großen Berg kann er die Aus­reißer wieder einholen. Die sechs Mann Spitzen­gruppe vergrößert immer mehr ihren Abstand 00m übrigen Felde und kurz vor dem Ziel fielen noch zwei Fahrer ab. Die Spitze mit vier Mann eilt nun dem Ziele zu und im Endspurt ging Mebus eine Radlänge hinter dem ersten als Dritter durch das Ziel.

Der ebenfalls gestartete Gießener Fahrer f)- Preis (RC. Germania) mußte leider infolge Lenkerbruches das Rennen aufgeben.

Auf die große

im Saale des Hauses der Deutschen Arbeitsfront» Schauzenstraße 18,

WZleitllg, um., mllWNW 2 nur, mm

wird nochmals hingewiesen.

£. Älltbosf

gerichtlich beeidigter Tarator f. d. Landgerichts- bezirk der Provinz Oberhessen. »wo

Amtliche Bekanntmachung des Kreisamts Gießen.

Betr.: Antrag des Ueberlandwerks Oberhessen Friedberg auf Genehmigung der Anlage einer elektrischen Hochspannungsfreileitung mit einer Betriebsspannung von 20 000 Doll zwischen Leihgestern und Lich.

Das Ueberlanbroert Oberhessen beabsichtigt, eine 20 000-Volt-Hochspannungsfreileitung zwischen Leih' gestern und Lich zu legen. Entsprechender Antrag bei dem Hessischen Staatsministerium ist gestellt. Die Pläne und Beschreibungen hierzu liegen in dec Zeit vom 10. bis 17. September 1934 auf der Re' giftratur des Kreisamts Gießen, Landgraf-Philipp' Platz 3, während der üblichen Dienststunden (Man- tag bis Freitag von 7 bis 15 und Samstag von « bis 12 Uhr) zur Einsicht offen. Etwaige Einwen« düngen gegen die geplante Anlage können währeno der Offenlegungsfrist und innerhalb einer Woche nach Ablauf derselben bei dem Kreisamt ließen schriftlich unter Angabe der Gründe vorgebracht werden. 61o»0