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Nur was dem deutschen Wesenskem entspricht

kann dem Aufbau dienen

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Kunst verpflichtet zur Wahrhaftigkeit

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schnittswurm nun

oraussetzung, um das

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Der Vorstand

Gießen, 6. Sept. 1934.

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Es vermittelt daher das gottbegnadete Genie in seinem Streben, den menschlichen Werken eine letzte Veredelung angedeihen zu lassen, unbewußt der Nachwelt Erkenntnisse, die diese nicht mit Unrecht als für immer fixiert empfindet und damit als zu befolgende Regel ansieht und niederlegt. Der Stil und die Stilgesetze sind die künstlerischen Krücken, auf denen der Durchschnitt der Menschheit den großen schöpferischen Geistern dann nachwandelt. Und dies recht so!: Denn eine bereits gefundene Lösung ist besser, als eine schlechte wieder nach rückwärts führende Eigenschöpfung. Entscheidend bleibt nur, daß ein Volk sich der Ausstrahlung seiner eigenen Erbmasse bedient und nicht der einer fremden. Es ist daher falsch, beim Aufbau einer neuen Kultur Elemente zu nehmen, die einst welt­anschaulich künstlich eingeführt aber nicht bluts­mäßig im eigenen Volke verankert erscheinen.

Es ist daher die erste Aufgabe einer neuen deut­schen Kunstentwicklung, die Stilverkrampfung auf­zulockern und insbesondere die Erkenntnis zu för­dern, daß es nicht richtig ist, einer rein konstruktiv wirkenden künstlerischen Manie zu verfallen, son­dern daß wir vielmehr die schöpferische Kraft der Nation von solchen Maniriertheiten zu befreien haben. Dies ist kein Rezept, nach dem jeder Durch- ,roßer Künstler werden kann,

sondern nur die D o raussetzung, um das wirklich geborene Genie nicht im Prokustesbett alter Stilgesetze verkümmern zu lassen.

Die nationalsozialistische Bewegung hat daher heute zwei Gefahren zu überstehen:

erfährt ihre Bestätigung durch die der fortschreiten­den Menschheit oft erst nach Jahrhunder- t e n gelungenen wissenschaftlichen Beweisführung. So kann es keinen Zweifel geben, daß die Unter­schiede in der naturwissenschaftlichen Betrach­tung, sowie die Erklärungen natürlicher Vorgänge zwischen den primitiven Neger st ämmen Afrikas und den hohen Völkern Euro­pas eindeutig zugunsten der letzteren ausschlagen. Die Fähigkeit dieser, solche Vorgänge in ihrer Wirklichkeit zu erkennen, ist größer als die Fähigkeit der anderen. Das Bild, das sie von den Naturvorgängen oder Naturzuständen zu machen verstehen, gibt eine bessere Erklärung ab, als es die Vorstellung der anderen vermag. Damit aber läßt sich auch ein Maßstab finden für das, was klar^ sein im übertragenen Sinne der Kunst be­deutet.

Während das Genie seinerzeit ost um Jahrtau­sende voraus in dem Ahnen der Naturgesetzlichkeit arbeitet und schafft, hängt der Stümper nicht sel­ten ebenso um Jahrtausende zurück. Ja, er bildet sich sogar noch ein, daß die in der Steinzeit tätigen Vorfahren seine Schmierereien aus einer ähnlichen geistigen Verkümmerung heraus vielleicht schon da­mals als gewollten Stil empfunden haben könnten. Er ahnt nicht, daß der Schnitzer von 4000 Jahren genau so wie der Bildschneider in einem heutigen Negerstamm sich in höchster Inbrunst bemühte, die Objekte wiederzugeben, wie er sie sah, das heißt wie er sie begriff.

Kunst verpflichtet zur Wahrhaftigkeit, und diese Wahrhaftigkeit kann keine andere sein als das Streben, jenen edlen Kompromiß zu finden, zwischen den nüchtern gesehen sachlichen und der im Innersten geahnten letzten Verbesserung und Vollendung. Es ist daher ebenso wichtig, daß der Künstler gelöst wird von den Fesseln einer beengenden Wante sprich Stil, um traumwandlerisch sicher der Stimme seiner tiefinnersten Erkenntnis zu folgen, die umge­kehrt aber auch dem Betrachter dieser inneren Offenbarung erst erschlossen werden müssen.

Die Aufgabe der Gestaltung des Schönen erstreckt sich auf alle Gebiete des Lebens. Allein was uns an einer Maschine vor 100 Jahren heute un­ästhetisch, ja vielleicht lächerlich erscheint, wurde da­mals nicht nur von den Konstrukteuren, sondern auch von den Beschauern als gegeben empfunden. Es waren nicht nur 30 Jahre notwen­dig, um die Konstrukteure der Automobile zur heu­tigen Formschönheit zu erziehen, sondern a u ch u m im Publikum hierfür das Verständ- nis zu erwecken. Das Fehlen einer Zweck­erkennung ober der Gesetzlichkeit eines natürlichen Vorganges führt zu einer Verbildung und damit zu einem falschen Schönheitsempfinden. Noch vor 20 Jahren war die k ü n ft l e r i s ch e D a r st e l - lung der Schnelligkeit eines Körpers ver­bunden mit der Konstruktion der Spitze nach vorne und der Verdickung nach rückwärts. In 20 Jahren, von heute ab gerechnet, wird das Schönheitsemp­finden gebieterisch die umgekehrte Tropfen­form identisch finden mit der Vorstellung der Schnelligkeit. Der Künstler geht daher in der in­neren Ahnung solcher Naturgesetzlichkeiten sowohl der Wissenschaft wie damit überhaupt der Mensch­heit stets weit voraus. Er hat die Pflicht, feine ihm von Gott gegebene Ahnung und Einsicht einer nach­strebenden Menschheit als Richtpunkt nach vorn aufzustellen und nicht diese wieder nach rückwärts zu führen!

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eigenen Eigenschaften gehören, dann haben wir im Künstler die Inkarnation solcher Fähigkeiten zu erblicken. In ihm melden sich die inneren Werte eines Volkes in höchster Verstärkung laut und sichtbar für alle an.

Tagesordnung: Jahresbericht, Rechnungvablage, Vorstandsergänzungswahl, Verschiedenes und Vor­trag des Herrn Direktor Nöbricht,Tarmstadt, Lan­desführer der I. M. in Nassau-Hessen, über:Tie Lage der Inneren Mission in der Reichskirche und der evangelischen Landeskirche". 04314

Es ist klar, daß eine Idee, die wie die national­sozialistische ihr Gedankengut bewußt von den Bedürfnissen und Erfordernissen der gegebenen inneren Bedingtheit eines Volkes be­stimmen läßt, zum Aufbau ihres kulturellen Lebens sich aus der Vergangenheit ebenfalls nur solcher Elemente bedienen soll, die weniger aus der Welt der künstlich hinein­getragenen Auffassungen, als vielmehr aus der des eigen st en inneren Wesensker­nes stammen. Ein großer Deutscher hat ein­mal versucht, den Kern dieses innersten Wesens unseres Volkes dahingehend zu kennzeichnen, daßdeutsch sein, klar sein" heißt, wenn man auch mangels einer über allem flehenden Instanz im Worteklar" selbst nur eine relativ zu wertende Erkenntnis oder An­sicht eines Volkes sehen wollte, dann kann doch nicht bestritten werden, daß die vorliegenden Resultate der menschlichen Tätigkeit, d. h. des menschlichen Denkens und der menschlichen Arbeit in der Verschiedenartigkeit ihrer Erfolge bis zu einem gewissen Grade sehr wohl einen INaßstab geben über das, was nun zweifellos klar ist und was absolut falsch ist.

Die Fähigkeit bestimmter Rassen, auf dem Wege einer rein intuitiven Einsicht tatsächliche Vorgänge ober Sachlagen, richtig zu sehen unb zu beurteilen,

Zu einer wission kann man deshalb auch nie erzogen werden, wenn man nicht dafür geboren ist. Wenn daher in einem Volke an sich die Fähigkeiten, die Formen und Vorgänge des Lebens klar zu sehen, zu den wesentlichen arl-

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stoß. 5« die Eisfelder der Arktis wie in Me Zonen der tropischen wüsten und Wälder, über alle weere hinweg, hinauf zu den Gipfeln ewiger Bergriesen wagt sich sein Forschungs- drang, seine Neugierde und seine Habsucht! Die Erde wurde klein und klei­ner. In den Dienst dieser verwegenen Jagd stellt eine plötzlich wie durch Zaubermacht ent­fesselte Genialität ErsindungenundEnt- deckungen in einer Zahl und Kühnheit, der Jahrtausende vorher nichts vergleichbares zur l Seite stellen können. Die Großmacht der Physik I und der Technik kommt und reicht im vorbei- 1 ziehen ihre Hand der nicht weniger großen

Lhemie.

Die sich dauernd weitende Weltkenntnis erlaubt, ' die Schätze des Erdballes zu mobilisieren für einen 1 Ausstieg der Menschheit, der in seinem Tempo fast beängstigend wirkt und wie hier im Großen eine 1 Welt kulturwissenschaftlicher und nicht wissenschaft­licher Ansichten, vermeintlicher Erkenntnisse und 1 Vorurteile zerbricht und einer neuen Einsicht weicht, 1 erleben Völker und Staaten in sich und zueinander > Veränderungen und Verschiebungen von wahrhaft revolutionärem Ausmaße.

Kaleidoskopartig vollzieht sich ein Wandel der i Auffassungen, dessen einzige Gesetzmäßigkeit nur in der Zwangsläufigkeit dieser bemerkenswerten Entwicklung liegt, denn so wie eine Lawine gelöst erscheint, wird ein Vorgang zur zwangsläufigen Voraussetzung des nächsten, eine Idee die Schritt­macherin ihrer Ablösung, ein politisches System der Wegbereiter des folgenden.

In diesem wüsten Chaos des Sterbens und Ge­bärens hat unser Volk die schwerste Not betroffen. Deutschland ist im Guten und Schlimmen seit bald 2000 Jahren als Volk und Raum gekettet an die Friedensarbeit einer menschlichen Entwicklung ge­nau so wie an ihre Katastrophen. Es hat an allem in irgendeiner Form und irgendeinem Umfange teilgenommen und teilnehmen müßen, unb es ftanb daher auch in ber Krise ber letzten anberthalb Jahr- hunberte fast stets in einem Brennpunkt bes Geschehens. Als im November 1918 ber marxistische Stoß auch unser Volk traf, war sein Fall' ober feine Stanbhaftigkeit entscheibenb für eine Weltentwicklung von unvorstellbarem Ausmaß.

Die nationalsozialistische Revolution hat, indem sie dem deutschen Leben arteigenste und damit tragende Grundlagen einerseits und eine sich daraus ableitende logische Formgestaltung an­dererseits gab, den Bestand und Ver­lauf unserer nationalen Existenz für die Zukunft gesichert und die be­drohlichen Erscheinungen der Vernichtung über­wältigt und ausrottet. Damit wird zunächst für unser Volk die Epoche der chaotischen Verwirrung abgeschlossen und ein neuer segensreicher Aufbau eingeleitet.

Dieser gigantische Vorgang, dessen geschichtliche Wirklichkeit uns selbst fast traumhaft erscheint, ist daher für das Leben unseres Volkes nicht nur ein negatives, sondern im höchsten Maße positives Er­eignis. Und vor allem, nicht einem blinden Zufall ist dies zu verdanken, sondern den aus richtigen Erkenntnissen gezogenen richtigen Folgerungen. Der Beweis für diese kühne Behauptung liegt in der Tatsache, daß das, was feit dem 30. Januar des vergangenen Jahres das deutsche Leben so gewaltig bewegt und neugestaltet, nicht als unvermuteter Zufall kam, sondern von uns und ich darf sagen, von mir seit fast eineinhalb Jahrzehnten unentwegt vorhergesagt und prophezeit wurde. Es ist das zwangsläufige Ergebnis des Ziehens der Konsequenzen aus natürlichen Grunderkennt­nissen. Hätte man in gewissenhafter Gründlichkeit feit 15 Jahren Gedanken und Wachstum unserer Bewegung verfolgt, dann würde man heute nicht erstaunt sein über die Erscheinung eines Wunders, dessen Voraussetzungen, weil unbekannt, daher allerdings auch unverständlich sind. Nein, was in diesen anderthalb Jahrzehnten in geduldigster Ar­beit aufgebaut wurde, war vom ersten Tage an richtig gesehen und proklamiert und demgemäß ausgeführt worden. Was aber eine außenstehende Welt auch heute noch nicht begreift, haben von der ersten Stunde der Geburt der Be­wegung an die ihr verschriebenen Kämpfer b e - griffen und erlebt. Oder glaubt man, daß der Ausbau einer solchen neuen Weltanschauungs­armee, revolutionärer Soldaten möglich war, wenn diese nicht in ihrem Innern all den fanatischen Glauben an die Möglichkeit, ja Sicherheit der Ver­wirklichung eines Ideals besessen hätten, das ihnen damit doch zumindesten gefühlsmäßig klar gewesen sein muß?

Es waren richtige Erkenntnisse, schärfste geistige Ueberlegung und eine unermeßliche, diesen dienst­bare Arbeit, die in den 15 Jahren die Voraus­setzungen schufen für das geschichtliche Abrollen einer Erhebung von wenigen Monaten.

Der Ausgangspunkt dieser Erkenntnisse aber lag in einer genauen Analyse der Zusammen­setzung unseres Volkskörpers, sowie der beson­deren Arten und Werte seiner einzelnen Rassen­kerne. In einer planmäßigen Durchsichtung und Würdigung dieser Werte gelang es, ihre ver­schiedene Bedeutung zu finden, durch eine rich-

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fig dngeroanbfe Aekhode 8er Auswahl fette Auslese zu treffen, die aus den bestimmten Lebensgebieten die höchsten Werte unseres Vol­kes zur Auswirkung bringen wird und bringen muß. Es ist der Gedanke einer Organisation angeborener Veranlagungen für die dafür be- ftimmten Gebiete. Der Beweis für die gründ- fähliche Richtigkeit dieses vorgehens liegt im

Erfolg.

Die nationalsozialistische Revolution wäre nie ge­lungen, wenn sie nicht aus weltanschaulichen Grund­lagen käme. Damit aber wird sie nicht nur das äußere Lebens- und Machtbild des deutschen Vol­kes verändern, sondern auch seiner kulturel­len Gestaltung einen neuen Ausdruck verleihen. Wenn durch eine solche Entwicklung unser Volk den Weg zu einer selbstsicheren Ausprägung seiner poli­tischen und sonstigen Werte gefunden hat, dann auch zur Offenbarung feiner ihm innewohnenden kul­turellen Kräfte.

Wenn der Nationalsozialismus auf gewissen Le­bensgebieten so schnell zu erfolgreichen Resultaten kommen konnte, dann deshalb, weil es verhältnis­mäßig leicht war, den verschiedenen Kraft- strömen im Körper unseres Volkes n a ch z u s p ü r e n, sie zu ordnen und wirksam wer­den zu lassen. Es ist aber unendlich schwer, eine

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1. Jh? droht es, daß sich plötzlich lene Kunst« oerberber in Begeisterung zur Verfügung stellen, die glauben, daß man eine neue Wahrheit nicht in bisher gebräuchlichen Wörtern ausdrücken darf. Das heißt jene ängstlichen Stammler, die als einziges Motto für ihr künstlerisches Wir­ken nur das Gebot kennen:Neues um leben Prei s". Der impotente aber eitle Angsthase zit­tert schon bei dem Gedanken, eine Säule an einem neuen Bau zu verwenden. Der souveräne Geist ie- doch wird tief hineingreifen in die Gesamtsumme einer artgemäßen, verwandten Kulturleistung der Jahrtausende und wird dennoch seinem fünften- schen Willen geschlossenen Ausdruck verleihen.

Richt nur die politische, sondern auch die kul­turelle Linie der Entwicklung des Dritten Reiches bestimmen die, die es geschaffen haben, die Scharlatane täuschen sich, wenn sie meinen, die Schöpfer des neuen Reiches wären vielleicht albern oder ängstlich genug, sich von ihrem Geschwätz benebeln oder gar einschüchtern zu lassen. Sie werden sehen, daß die vielleicht größte kulturelle und künstlerische Austrags- erteilung aller Zeiten über sie so zur Tages­ordnung hinweggehen wird, als ob sie nie existiert hätten.

Zum Zweiten aber muß der nationalsozialistische Staat sich verwahren gegen das plötzliche Auf. tauchen jener Rückwärtse, die meinen, einetheutsche Kun st" aus der krausen Welt ihrer eigenen romantischen Vorstellung der natio­nalsozialistischen Revolution als verpflichtenden Erbteil für die Zukunft mitgeben zu können. Sw haben es nie der Mühe für wert gefunden, stch mit dem nationalsozialistischen Gedankengut ver­traut zu machen. Im Gegenteil, sie pflegten von der Höhe der Sprossen ihres bürgerlichen Parteistalles nur mitleidsvoll herabzublicken auf das unange­nehme tumultuöse Leben und Treiben der national» sozialistischen Unruhestifter.

Rein, meine verehrten Herrschaften. Eure ver­meintliche gotische Verinnerlichung paßt schlecht in das Zeitalter von Stahl und Eisen, Glas und Beton, von Frauenschönheit und INännerkraft, von hocherhobenem Haupt und trotzigem Sinn. Was Lausend Jahre lang gefesselt wurde, wird zum heile und zur Gesundheit unseres Volkes und der anderen frei. Der Adel des mensch­lichen Körpers ist seiner Vergewaltigung und Verkümmerung ledig geworden. Line neue Welt der Schönheit kündigt sich an. Die Menschen aber sollen einem Golt nicht weniger dankbar sein für all das, was er geschaffen, weil sie die Herrlichkeit und ewige Weisheit seiner Werke nun wieder offen vor Augen sehen.

Diese Genies aber und sie allein sind die von der Vorsehung der Menschheit geschickten Verkünder der Schönheit und Würde brauchen keine Bevormundung und keine Rezepte.' Sie werden wachsen mit ihren Zwecken. Und un­sere Pflicht im neuen nationalsozialistischen Reich ist es, dann, wenn Gottes Gnade in einem solchen Menschen sichtbar wird, sich nicht mit der Erkennt­nis dieser Tatsache zu begnügen und weiter zu suchen, sondern dem auch die Aufträge der Nation zu geben. Sie werden dann ihren Dank abstatten durch Werke, die unseres Wesens unb Geistes würdig sind.

Durch sie wirb die Kunst wieder in die leben­digste Beziehung gebracht werden zum Volk, seinem Lachen, seinen Sorgen und feiner Sehnsucht. Sie werden aus dem Theater schaffen die Bühne der großen tragischen und heiteren Lharakterisierung des Lebens. Sie werden uns in den Statuen die geahnte Vollendung zeigen dessen, was als Schönstes zwischen uns lebt und erstrebenswertestes Vor­bild ist. Sie werden unsere Städte erlösen aus der Verworrenheit der tausendfältigen Riederschläge fremden Geistes aus Vergangen­heit und Gegenwart und ihnen den gewaltigen Stempel unseres Willens und unserer Kraft aufprägen. Sie werden die Tempel G 0 t - tes und die Bauten der Gemein­schaft symbolisch erheben über den Durch­schnitt der Behausungen des Individuums. Sie werden in Tönen wiederklingen lassen

die Seele und in den Steinen verewigen unse- 1 ren Geist. Sie werden dann wieder singen und

sagen von einer Zeit, die groß war, weil sie Größtes zu ge st alten sich unterfing und gerade, was den kleinen Geislern von heule als Aufgabe und Wollen phanlastisch er­scheint, wird einst mit der Liebe der Götter be­lohnt werden, die sich jene erringen, die tapfe­ren Herzens das scheinbar Unmögliche fordern.

Ls lebe unser deutsche Volk und unsere deutsche Kunst!

fäßje methodische Untersuchung auf dem Gebiete burchzuführen, auf bem ber ©efamtausbrucr des kulturellen Lebens nicht einem einzel­nen bestimmten Rassenkern zugeschrieben werben kann. Wenn wir bie Reihenfolge ber Künste ihrem tiefsten Ursprünge nach mit Tanz, Musik, Baukunst, Plastik unb Malerei annehmen wollen, bann er­scheint es uns fast unmöglich, aus einer Räs­se n w u r z e l Gesetze für alle abzuleiten.

Unb bennoch wirb parallel ber Verschmelzung biefer Rassenkerne zu einem Volk auch auf diesen Gebieten eine Verbinbung unb damit Ueberein» ft i m m u n g sichtbar werden. Wenn wir von einer ernsten Aufgabe unserer Kulturförderung sprechen wollen, bann kann es zunächst bie sein, bas zu pflegen was schon bisher ihr bester Ausbruck unseres Wesens ober zuminbest von geschichtlich aus unserem Volk nicht wegzubenkenber Bedeutung ist. Dieser Respekt vor ber Vergangenheit bebeutet nicht in allen Einzelheiten eine Jbentifizierung mit ihr, so wenig als bie Achtung vor den geschichtlichen Lei­stungen der Vorfahren in jedem Falle ihrer Billi­gung gleichzusetzen ist. Es ist daher schärfstens zu unterscheiden zwischen ber Unterhaltung unb Pflege bes altehrwürbigen künstlerischen Hausrates einer Nation und der Verwendung einzelner Teile ober Element für ben Weiterbau des kulturellen Lebens I in der Zukunft.

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