Einzelbild herunterladen

ver-

Während zuerst nur ein und von 1899 ab zwei

bat, diesem Treiben von Schießern ein Ende zu fängnis verurteilt. Der Angeklagre verg'Mg ]tq) ten 1931 Je machen/Die Verordnung vom 19. Juni 1934 bett, i in unsittlicher Weise an Kindern unter 14 Jahren. Scheinblüte

Oberheffen

100 Jahre Vezirkssparkaffe Grünberg

Oberbürgermeister a. O. Jiahn,

saasen.

Derzeitiger Vorstand:

Preußen

ruhten.

Kreis Marburg.

Na,

als selbständige Anstalt festlich begangen werden. 1898/99 wurde das jetzige Sparkassengebäude er-

1880: 1008 352 Mark, 1900: 1471853 Mark, 1913: 2 958 028 Mark.

seiner großen Krise für das gesamte deutsche Geld­wesen.

Rudolf Diehl, Direktor, Dr. med. Wilhelm Schna­bel, Johannes Conrad, Rechner.

Ausübung der Jagd auf Schalenwild" trägt dem Rechnung. Sie veranlaßte die Einreichung von Ab­schußplänen an die zuständigen Forstämter, die ihrerseits durch ihre Forstbetriebsbeamten in der Lage waren, die Angaben der Jagdberechtigten in

78 000 RB1. und 111 Sparbüchern zu zeichnen.

düng seiner vierzigjährigen Dienstzeit von der Hess. Staatsregierung Die besten Glückwünsche aus­gesprochen. Sie verband damit den Dank und die Anerkennung der Hessischen Regierung für die geleisteten treuen Dienste. Auch von feiten der Landesuniversität wurde der Jubilar unter Aus­druck des Dankes und der Anerkennung für die

Ziehung en in Untersuchungshaft genommen worden. Es sind Vermögenswerte von über 500 000 Mark fichergeftellt bzw. beschlagnahmt worden. Grünewald hatte einen Vermögensbesitz von etwa 160000 bis 170000 Mark im Ausland gehabt, den er pflichtgemäß der Steuerbehörde hätte angeben müssen und den er verschwiegen h-at. Es handelte sich in der Hauptsache um Vermögensteile, die in der Schweiz

+ Grünberg, 5. Juli. Wilde Kriegsstürme, die vor und nach 1800 über unser Vaterland hin- < wegrasten, hatten eine weitgehende Verarmung un­seres Volkes im Gefolge. Das Bestreben, diese Not­lage zu meistern, führte zu der Gründung von i Sparkassen. Wohltätige Vereine, die in der sozialen s Hebung minderbemittelter Schichten ihre Aufgabe < sahen, und tatkräftige Männer trieben den Gedan- ten überall voran. Diesen Bestrebungen verdankt auch die Bezirkssvarkasse Grünberg ihr Entstehen, 1 und sie kann in diesem Jahre auf eine 100jährige Geschichte zurückblicken.

Anstelle einer größeren Feier stellte der Verwal­tungsrat den Betrag von 200 KKL der 715.- Volkswohlfahrt für das HilfswerkBlutter und Kind" zur Verfügung.

Die diesjährige Mitgliederverfammlung, die vor einigen Tagen abgehalten wurde, stand ganz im Zeichen des Jubeltages. Der Vorsitzende des Der- waltungsrates,

Lehrer Bocher, Grünberg,

begrüßte nach Eröffnung die Teilnehmer aus den 40 Garantiegemeinden und die Vertreter der Auf­sichtsbehörde und des Hessischen Sparkassen- und Giroverbandes. Er führte u. a. aus, daß von allen menschlichen Einrichtungen nur die lebensfähig sind, die von einer sicheren, gesunden Grundlage und einer ruchtbaren Idee getragen werden. Die Zeit son- )ere den Weizen von der Spreu. Was lebensfähig ei, bleibe bestehen und überdauere auch schwere Zeiten, ohne in seinem Bestände gefährdet zu sein.

Fruchtbar auf die Dauer fei nur das, was der wahren Wesensart des Volkes entspricht. Diese Voraussetzung treffe auf die deutschen Spar­kassen im allgemeinen und auf die Bezirksspar­kasse Grünberg im besonderen zu.

Nur deshalb habe sie eine so lange erfolgreiche Ent­wicklung und nur deshalb konnte die Sparkasse alle Ereignisse im Verlauf der 100 Jahre überdauern. Weil die Idee richtig war, blieb die Sparkasse be- stehen und ist nun nach Adolf Hitlers Großtat, die das deutsche Volk zu sich selbst zurückführte, berufen zur Mitarbeit am Wiederaufbau.

Oberregierungsrat Dr. Schönhals/ Gießen,

überbrachte die Glückwünsche der Aufsichtsbehörde. Er wies in feiner Ansprache auf die volkswirtschaft­liche Bedeutung des Sparens hin. Sparen fei Sache der Nation. Dom Sparen des einzelnen hänge der Wohlstand der Nation ab. Durch das Vertrauen, das unser Volk zur Regierung Adolf Hitlers und damit zu unserer Währung habe, hätte die Sparein­lageentwicklung gute Fortschritte gemacht. Dies sei als Symptom der Wiedergesundung unserer Wirt­schaft anzusehen. In der kurzen Zeit seiner Tätigkeit im Kreisamt Gießen habe er Gelegenheit genommen, die Bezirkssparkasse Grünberg in ihrer Geschäfts­führung kennen zu lernen. Er bezeichnete die Kaffe als eine durchaus gesunde, aut fundierte Anstalt un­ter einer weitblickenden sozial eingestellten Leitung. Die Kasse sei berufen, als Glied mitzuhelfen am Wiederaufbau unseres Vaterlandes. Dem Direktor und dem Personal sprach.Oberregierungsrat Dr. S ch ö n h a l s den Dank und die Anerkennung der Aufsichtsbehörde für die Geschäftsführung aus.

geleisteten langjährigen treuen Dienste beglück­wünscht.

** DerHubertus" Verein weidge­rechter Jäger, Sitz Gießen E. V. (RDH.) hielt, wie man uns berichtet, am Mittwoch seine Monatsversammlung im Sck)ützenhaus ab. Ihr ging ein Uebungsschießen auf Kugel- und Schrot­ziele voraus. Dann wurde auf dem Schießgelände die Anlage von Schleppen und die Arbeit verschie­dener Hunde darauf gezeigt. In der nachfolgenden Versammlung sprach nach der Erledigung tecknischer Fragen für das bevorstehende Hauptjagdschießen Studienrat H ö l z e l überDie Regelung des Ab­schusses von Schalenwild in Hessen". Der Redner konnte dabei zunächst die erfreuliche Tatsache sest- stellen, daß am Vortage das längst erwartete Reichsjagdgesetz verabschiedet worden sei und daß nun wohl Die Aussicht bestünde, daß wir seine Aus­wirkungen auch in Hessen bald empfinden würden. Die Verzögerung in seiner Verkündigung bedingte, daß in einer Anzahl von Revieren in der schlimm­sten Weise der Bockabschuß betrieben wurde, so daß schon im Juni der Verein die hessische Regierung

das meiste Geld, während größere Kredite nur ganz vereinzelt gegeben wurden. Der Jahresumsatz be­trug 13,7 Millionen, etwa 1,8 Millionen RM. mehr als imVorjahr. Der Reingewinn wurde mit 32 000 RM. der Sicherheitsrücklage zu­geschrieben.

Mit Beginn des Jahres 1934 verfügte die Be- zirksfparkafse Grünbertz vollständig über die fatzungsgemäh vorgefchnebene Liquidität.

So konnte sie in den abgelaufenen Monaten wieder beträchtliche Beträge für Kleinkredite, hauptsächlich für Zwecke der Arbeitsbeschaffung, der Vezirksbevölkerung zur Verfügung stellen.

Dieser Aufgabe wird sie auch in der Zukunft gerecht werden, wenn der Sparsinn der Bevölkerung wei­terhin zunimmt. Diesem Ziele sollen, abgesehen von anderen Werbemaßnahmen, die seit dem 1. Ja­nuar 1934 neu eingeführten Geschenkurkunden für Neugeborene dienen, die den betreffenden Eltern zugehen. Sie stellen den Wert von drei Mark dar, wenn für das Neugeborene ein Sparbuch mit einer Einzahlung von zwei Mark angelegt wird. Hof­fentlich wird von dieser Einrichtung recht zahlreich Gebrauch gemacht.

Nach Erledigung der Tagesordnung konnte der Vorsitzende die einfache, aber schön und würdig verlaufene Versammlung, die der Geist des wahren Deutschtums und Adolf Hitlers durchwehte, mit einemSieg-Heil!" auf Volk und Führer schließen.

Oie Verwaltung der Kaste.

Nachfolgend lassen wir noch die Namen der Di­rektoren, Rechner und Kontrolleure der Kasse seit der Selbständigmachung im Jahre 1846 folgen.

Direktoren: 1846 bis 1848 Kreisrat Ouvrier, 1848 bis 1854 Karl Ludwig Semmler, 1854 bis 1859 Kreisrat von Zangen, 1859 bis 1870 Dekan Habicht, 1870 bis 1899 Dekan Pullmann, 1899 bis 1914 Oberamtsrichter Mickel, 1914 bis 1919 Heinrich Sehrt, 1919 bis 1933 Dekan Schmidt, von 1933 ab Rudolf Diehl.

Rechner: 1846 bis 1850 Steuereinnehmer Muth, 1850 bis 1877 Dekanatsrechner Jung, 1877 bis 1923 Julius Karl, 1923 bis 1933 Rudolf Diehl, von 1933 ab Johannes Conrad.

Kontrolleure: 1846 bis 1856 Gemeinde­einnehmer Schäfer, 1856 bis 1860 Schühler, 1860 bis 1866 Stadtrechner Schäfer, 1866 bis 1871 Steuerkommifsariatsgehilfe Gravelius, 1871 bis 1902 Kreisamtsgehilfe, dann Gemeinderechner Jöckel, 1902 bis 1923 Rudolf Diehl, 1923 bis 1933 Johan­nes Conrad, von 1933 ab vertretungsweise die Ge­hilfen Otto Krumm und Karl Dierheller.

Aufsichtsrats- (Verwaltungsrats-) Vorsitzende feit 1904:

1904 bis 1906 Forstmeister Schneider, 1906 bis 1912 Dekan Wagner, 1912 bis 1919 Finanzrat Wenzel, 1919 bis 1925 Rechnungsrat Schmidt, 1925 bis 1929 Oberstudiendirektor Angelberger, 1929 bis 1933 Kaufmann Chr. Schweißguth, 2.6. bis 28.8. 1933 Rechtsanwalt Stammler, vom 3.10. 1933 ab Lehrer Wilhelm Böcher.

Derzeitiger Verwaltungsrat:

Lehrer Wilhelm Böcher, Grünberg, Vorsitzender, ; Bäckermeister Erich Becker, Grünberg, Stellver- . treter, Bürgermeister Dr. Kurt Mildner, Grünberg, Gastwirt Karl Wetzig, Grünberg, Bürgermeister : Stein, Climbach, Bürgermeister Erb, Flensungen, t Bürgermeister Schultheiß, Lumda, Bürgermeister , Nachtigall, Odenhausen, Bürgermeister Hock, Wett-

übermittelte die Glückwünsche des Verbandes und schloß sich dem Dank des Oberregierungsrates Dr. S ch ö n h a l s an das Personal und besonders an den Direktor an. Er betonte, es sei keine leere Re­densart, wenn er sage, daß die Bezirkssparkasse Grünberg zu den bestgeleiteten Kassen Hessens ge­höre. In seinen weiteren Ausführungen kam er auf die Entstehung der Kaffe und die Notwendigkeit der Kapitalbildung zu sprechen. Getreu ihrem Grundsatz, Gemeinnutz geht vor Eigennutz, paßten die Sparkassen so gut wie wenig andere Geldinsti- tute in das Dritte Reich. Sparkassendienst fei Dienst

RM.: Auswertungseinlaaen: 108 888 RM. Gesamt­einlagenbestand rund 2,4 Millionen.

Bei den Spareinlagen war ein Zuwachs von

am Volke.

Bürgermeister Or.Mildner, Grünberg, sprach namens der Stadt der Kasse seine Glück- wünsche aus und gab der Hoffnung für wettere gute Zusammenarbeit von Sparkasse und Stadt Ausdruck.

Oie Geschichte der Sparkaste.

Der Vorsitzende der Versammlung gab darauf einen Rückblick auf das 100jährige Bestehen der Kasse. Er. führte u. a. aus: Heute werden Ideen Allgemeingut des deutschen Volkes, die stets m der deutschen Seele mitschwangen, deren Aufkommen aber bestimmte Elemente bei uns aus etaenem Interesse zu verhindern suchten; denn nur auf diese Weise konnte Deutschland den dunklen Planen einer internationalen Börsenclique gefügig gemacht wer­den. Durch Hitlers Tat wurden wir von Der Gefahr gerettet, zum Zinsträger der ganzen Welt zu wer­den. Auch die Bezirksfparka fe Grunberg hat alle Veranlassung dazu, der Vorsehung bei ihrem 100- jährigen Bestehen dankbar zu sein; denn ohne den Führer und sein Werk war auch ihre Zukunft dun­kel und ungewiß.

Am 6. Wär; 1834 wurde für die kreise Gießen und Grünberg auf Anregung der beiden kreis- räte Knorr (Gießen) und O u v r l e r (Grün­berg) eine gemeinsame Sparkasse gegründet.

Sie verfolgte den Zweck, kleineren Leuten Gelegen- beit zur sicheren Anlage ihrer Ersparnisse und zu­gleich die Möglichkeit zur Geldaufnahme zu geben, ohne daß sie dabei Wucherern in die HandcMiefen. I Mitglieder der Kasse waren zunächst nicht die Ge­meinden, sondern Privatpersonen und viele Bürger­meister, in den späteren Jahren die Vertreter der Gemeinden, die die Garantie für die an ihre Orts­einwohner geleisteten Darlehen übernahmen. Diese Männer hatten zum Teil die Ursache der Notlage erkannt; so führte Bürgermeister Wilhelm aus Göbelnrod die Armut der Kreisbevolkerung auf die Borghändel bei den Juden zurück.

Da die gemeinsame Kasse für die beiden Kreise sich als umständlich erwies, wurde die (Brün­berger Anstalt mit dem Jahre 1846 als Spar- und ceihkasse für den Kreis Grünberg völlig selbständig.

1854 wurde sie unter die Oberaufsicht der Großher» zoglich Hessischen Regierung gestellt, und von 1860 ab wurden die Jahresrechnungen von der Ober- rechnunqskammer in Darmstadt geprüft. Nach Auf­lösung des Kreises Grünberg im Jahre 1874 wurde bas Institut als Spar- und Leihkasse zu Grunberg weitergeführt. 1895 konnte das 50jährige Bestehen

richtet. 1901 erhielt die Kaffe die öffentliche Rechts­fähigkeit, die privaten Mitglieder schieden dann aus, und die Bezirksgemeinden (zuletzt 40) übernahmen die Garantie. Nach Einführung des neuen Hessischen Sparkasfengesetzes hieß sie von 1904 an Bezirksspar­kasse Grünberg i. H.

Von der guten, stetigen Entwicklung der Kasse gibt das Anwachsen der Spareinlagen ein getreues Bild. 1846: 96 670 Mark, 1870: 542 055 Mark,

großen Zügen zu überprüfen, und bann den Ab­schuß festsetzen. Die Abschußpläne selbst haben ge­zeigt, Daß es noch recht viele Jäger gibt, die von den Absichten der modernen Gesetzgebung noch nicht berührt sind und die bezüglich ihrer Wildstände eine blühende Phantasie besitzen. Dem künftigen Kreisjägermeister, dem ein weites Erziehungsge­biet offenfteht, ist durch die Arbeit der Forstämter außerordentlich wertvolle Vorarbeit geleistet wor- den. Manche Fragen, die die Verordnung noch offen Zahltage wöchentlich waren, stehen seit 1917 die läßt, werden wohl in aller Kürze durch das neue Schalter täglich für die Bevölkerung offen. Während Gesetz geklärt fein. Der Berichterstatter konnte des Weltkrieges wurden der Scheck- und Ueberwei- jedenfalls, gleich den Teilnehmern einer lebhaften fungsverkehr und die Verwahrung und Verwal- Ausfprache, feststellen, daß alle weidgerechten- tung von Wertpapieren eingeführt. Die Kriegsan­ger dem Gesetzgeber nur Dank wissen werden, wenn leihezeichnungen erreichten eine Höhe von 6 Mil- die wertvollen Gedanken des preußischen Jagdge- lionen Mark.

setzes nun auch auf das ganze Reich übertragen Das Ende des Krieges und die Geldentwertung werden. Die dabei unweigerlich kommende Be° vernichteten alles, was unserem Volk noch geblie- freiunq der Jägerei von Schlacken ist nur eine will- ben war. Anfang 1924 verfügte die Bezirkssparkasfe kommene Begleiterscheinung. Grünberg nur über insgesamt 3312 Goldmark, wo-

M M. von nur 58 Billionen Mark Einlagen waren. Trotz-

Strafkammer vneyen. I dem ging es mit neuem Mut an den Wiederauf­bau, der sich zuerst günstiger zu gestalten schien, als Unter Ausschluß der Öffentlichkeit wurde ein man geahnt hatte; erreichten doch die Spareinlagen Mann aus Michelau zu sechs Monaten G e - Ende 1928 bereits die erste Million und überschrit- fängnis verurteilt. Der Angeklagte verging sich ton 1931 schon die zweite. Aber daß es nur eine ' ....... cy*1 war, zeigte der 13. Juli 1931 mit

11 _ . . Bei der Verlesung der Jahresrecknung und des

Der Vorsitzende des Hessischen Sparkassen- und Geschäftsberichts teilte der Vorsitzende mit, daß die Giroverbandes, |im vorigen Jabr satzungsgemäß abgehaltene Ver­

bandsrevision zu einem erfreulichen Ergeb­nis für die Bezirkssparkasfe führte. Der vorsichtigen Geschäftsführung seit 1924 brauchte kein Pfennig Verlust gebucht zu werden wurde besondere Anerkennung zuteil. Die letzte Bilanz ergab: Spareinlagen: 2190 095 RM. auf 3289 Spar- büchern; Scheck- und Kontokorrentverkehr: 108 323

G i,,_____o -- -_____

Personenautos. Das von Marburg kom- mende und auf der Fahrt nach Gießen befindliche Auto konnte infolge großer Geschwindigkeit die Kurve nicht vorschriftsmäßig nehmen und rannte dabei ein von Gießen nach Marburg fahrendes Auto an. Die Insassen beider Kraftwagen, ins- gesamt 6 Personen, wurden verletzt; es soll sich um Gehirnerschütterungen, Rippenbrüche und Kopfverletzungen handeln. Die Verletzten wurden nach der Chirurgischen Klinik in Marburg gebracht. Die polizeiliche Untersuchung ist im Gange.

Landkreis Gießen.

Bellersheim, 5. Juli. Der langjährige Schweinehirt unseres Ortes Johann Georg K o p f hat infolge feines hohen Alters diesen Gemeinde­dienst aufgegeben und ist in den wohlverdienten Ruhestand getreten, lieber 37 Jahre lang bat er feinen Dienst in gewissenhafter Weise versehen. Der Gemeinderat hat zu feinem Nachfolger Heinrich Jakobi III. ernannt. ... ri

* Weitershain, 5. Juli. In der jüngsten Zeit machen sich in unserer Gemarkung W i ld- schweine unangenehm bemerkbar. Aus Kartoft felärfern und auch im Getreide haben sie durch Wühlen und Zertrampeln der Feldfrucht bereits ansehnlichen Schaden angerichtet.

Kreis Friedberg.

-- Bad-Nauheim, 5. Juli. In der jüngsten Sitzung des S t a d t r a t s wurde der Ortsgruppen­leiter der NSDAP., Hrch. Götz, einstimmig auf die Dauer von sechs Jahren zum Beigeordne- t e n gewählt. Bürgermeister Dr. Ahl erkannte dabei die wertvolle Arbeit an, die Ortsgruppenleiter Götz als kommissarischer Beigeordneter..im letzten Jahre bereits im aufopfernden Dienst für die All­gemeinheit geleistet hat.

Kreis Schotten.

* Schotten, 5. Juli. ZuBürgermeistern im Kreise Schotten wurden ernannt: Karl Döring in Köddingen, Albert Stöhr in Glas­hütten und Heinrich P e p p e l II. in Oder-Seemen,

Marburg, 5. Juli. (LZW.) In der letzten :cht gegen 24 Uhr ereignete sich im nahegelegenen sselb erg ein Zusammenstoß zweier

ßin Jahr Kontrollamt für Arbeits­beschaffung im Gau Heffen-Tiaffau.

Frankfurt ci. SD!., 5. Juli. <LPD.) Das Kon. trollarnt fürArbeitsbeschafsung konnte in diesen Tagen auf eine einjährige, umfangreiche Tätigkeit zurückblicken. Im Juni 1933 ernannte der Gauleiter den jetzigen Amtsleiter der Gauleitung Hessen-Nassau Pg. Paul Kugel zu seinem persön­lichen Beauftragten zur Kontrolle für die Arbeits­beschaffung und errichtete als Zentrale im Gau­gebiet das Kontrollamt für Arbeitsbeschaffung, um einen genauen Ueberblick über alle Maßnahmen und Projekte auf dem Gebiete der Arbeitsbefchaf- fung in Hessen-Nassau zu haben und die Durch­führung aller Arbeitsoorhaben zu überwachen. Be­sonders wichtig war der Gauleitung, die Kontrolle über alle Maßnahmen und Entschlüsse arbeitsmarkt-, wirtschafts-, finanz- und parteipolitischer Natur zu sichern. Don großer Bedeutung waren organisato­rische Maßnahmen von der politischen Leitung zur gesamten Parteigliederung, um die Verbindung zwischen Behörden, Reichs- und Staatsstellen her­beizuführen. Ohne in den Behördengang und in den Arbeitsprozeß einzugreifen, war die umfangreiche Arbeit dieser Dienststelle mit dem besten Erfolg gekrönt. Geplante Maßnahmen wurden beschleunigt und vorgetrieben, bereits in Ausführung begriffene kontrolliert und immer wieder hervortretenden libe- Iralistischen Einflüsfen entgegengetreten. Gegen alle Sabotageoersuche wurde ohne Beunruhigung der Wirtschaft durch klare und eindeutige Anordnungen in der Presse und an die gesamten Parteiorganisa­tionen vorgegangen. Das Doppelverdienerunwesen und die Schwarzarbeit wurden beseitigt, die ver­dienten alten Kämpfer zum großen Teil wieder in Arbeit und Brot gebracht, sowie alle Arbeitsbe­schaffungsvorschläge gefördert. Zur Zeit läuft die große Umschichtungsaktion, die kaum begonnen, schon sehr schöne Erfolge erzielt hat. Das Kontroll­amt für Arbeitsbeschaffung ist die Treuhänderstelle des Gauleiters, die überall da einwirkt, wo die Dinge nicht im Sinne des Führers und der Partei­leitung geführt werden. Die aus der Praxis ge­sammelten Erfahrungen werden für die günstige Weiterentwicklung der Beseitigung der Arbeitsnot In die Tat umgesetzt.

Wegen Oevisenvergehens und Steuer­hinterziehung verhaftet.

LPD. F r a n k f u r t a. M., 5. Juli. Auf Veran­lassung der hiesigen Steuerfahndungsstelle ist der Architekt Wilh. Grünewald in Frankfurt a. M.- Seckbach unter dem Verdacht des D e v i s e n v er­gehens, Verbrechens gegen das Dolksverrats- Igejetz und umfangreicher Steuerhinter-

Bei den Ausleihungen handelt es sich zur Hälfte um kleinere Darlehen bis zu dem Betrage von 1000 RM., in den mittleren bis 5000 RM. steckt

Dittkrcis.

LPD. Herborn, 5. Juli. In der Nähe der Station Weidenhausen der Bahnstrecke Her­bornNiederwalgern wurde am Mittwochabend die 28jährige Maria Schmidt aus Endbach beim Ueberschreiten der Gleise von einem Perso- n e n 3 u g überfahren und auf der Stelle g e -> tötet. Das Mädchen hatte eine schwere Kopfgrippe überstanden, die sich nachteilig auf das Gehör aus­wirkte. Als sie einen unbewachten Bahnübergang passierte, hörte sie das Läutewerk der Lokomotive nicht.

Briefkasten der Xefraffion.

(Rechtsgutachten find ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)

S. D. in £. Betr.: Eisenbahngefetz: 1. Nach dem Tatbestand scheint das Zuschlägen der Tür auf einen unabwendbaren äußeren Zufall (Windstoß ober der­gleichen), dagegen nicht auf die Betriebsgefahr als solche zurückzuführen sein. Die Bahn haftet bann für bas Einklemmen unb Zerreißen bes Mantels nicht. Die Haftung wegen der Oelflecken wirb nur in Frage kommen, wenn Oel an solchen Stellen bes Abteils war, bei benen irgenbeine Möglichkeit besteht, daß die Reisenden bei ordnungsgemäßer Benutzung des Beförderungsmittels mit in Berührung kommen. Bei den Türscharnieren dürfte dies nicht der tfatt sein. 2. Die Reichsbahn haftet selbst, nicht eine Berufsgenofsenschaft ober dergleichen für sie.

Daß Grundlage und Aufbau der Vezlrksfpar- kaffe Grünberg gesund waren, bewies der Um- zum SJeigeorbneten ernannt wurde Karl «af-I st--nd. das, sie ahne Inanspruchnahme fremder mann in Busenborn. I TUlffet über die krisenzeil hinwegkam.

§ Dorn Vogelsberg, 5. Juli. Das neu ein- Noch IVz Jahre gärte es in unserem Volke, bis setzende trockene Wetter nach vorübergehenden ge- ihm endlich nach der Machtübernahme durch den ringen gewittrigen Schauerregen läßt die Hoffnung Nationalsozialismus der neue Höhenweg gezeigt auf eine gute Grummeternte als Ersatz für den wurde. Auch auf dem Gebiet der Wirtschaft und Heuausfall in weite Ferne rücken. Die Vieh- des Geldwesens trat nun eine Entspannung ein. besitzer sind gezwungen, mangels anderer Fütte- Alles Leben und Arbeiten bekam wieder einen Sinn rungsmöglichkeiten ihren Tieren die besten Tal- und wurde auf das ZielUeberroinbung der Not" wiesen zum Weiden zu geben, da auf den Berg- ausgerichtet, indem die Begriffe Nationalismus wiesen nicht das geringste Gras fprof- und Sozialismus von Adolf Hitler auf ihre wahre fen will. Auf den Talwiesen wächst zwar auch gemeinsame Grundlage zurückgeführt wurden, nicht viel, immerhin finden die Tiere wenigstens <gn öiejer Richtung wirkte schon die Bezirksspar-

etwas zum Fressen. Wenn das gegenwärtige trockene Grünberg, soweit das damals möglich war,

Sommerwetter weiter anhält, ist mit dem S ch n i t t I ^rer @rünbung; brachte sie doch, abgesehen d e s R 0 g g e n s auf den Bergäckern in etwa einer DOn ben Jnflationsjahren, annähernd 200 000 Mark

-Woche zu rechnen. Auch die Sommergerste beginnt |0^a(c und auch nationale Zwecke auf. Er-

sich von Tag zu Tag schneller zu färben, wähnt seien nur die Ausbildung von Handarbeits-

Kvcis Alsveld. lehrerinnen, die Einrichtung der damaligen Jndu-

^Ober-Ohmen,5. Juli. Das hiesige Rat- strieschulen, der Fortbildungsschulen, die Unter­haus fungierte heute als G erichts geb äud e. stützUng der Krieger von 1870 und der Angehörigen Es fand hier Termin in einer Beleidiaungssache der Weltkriegsteilnehmer, die Errichtung des Kne- ftatt, wozu über ein Dutzend Zeugen aufmarfchier- aerdenkmals 1870/71, die Gesundhettspflege usw. ten. Die Verhandlungen zogen sich bis weit in den Im übrigen fei auf die Festfchrl t verwiesen, die Nachmittag hinein. Dieser Tage wurden hier Sparkassendirektor Diehl verfaßt hat.

die Kirschen von den G e m e i n d e k i r f ch b ä u - Auch im letzten Jahre stellte sich die Kasse freu- men meistbietend oer ft e i 9 e r t. Pro Baum big ben Dienst sämtlicher nationalen Spen­ges handelt sich um Wildkirschen) wurden 40 Pf. ben, und sie wird auch weiterhin in diesem bis 3 RM. bezahlt. Der Zufchlag wurde nur gegen Sinne wirken.

Barzahlung erteilt. Anstelle eines seitherigen .

beso/d-ten Selb(d)üfeen wurden zwei Ehren- S° kann sie nnt Befriedigung auf das erste Jahr- l stillt! en ernannt hundert ihres Bestehens zuruckblicken und mit Mut

, 0) u B e n ernannt. | unb ncuer Öffnung in das zweite Jahrhundert ein-

treten. Reicher Beifall belohnte die Ausführungen des Redners.

Oer neueste Geschäftsbericht.