einen
Wirtschaft
Die Deutsche Neichsbahn im Mai.
oder 1,67 v.
Der Reichsbeauftragte für die Regelung des Absatzes von Frühkartoffeln hat unter dem 4. 7. eine neue Anordnung erlassen, die am 5. 7. in Kraft tritt. Danach wird eine zweite Größenklasse mit einem Querschnitt von 2,8 bis 3,4 Zentimeter allgemein zugelassen. Es hat sich dies als notwendig erwiesen, da die diesjährige Ernte der Frühkartoffeln einen höheren Anteil an kleinen Kartoffeln als in früheren Jahren ergibt, und da auch diese
9,95 v. H. mehr. Der Expreß- und Eilgutverkehr nahm zu, dagegen ließ der Frachtstückgutverkehr nach. Der Wagenladungsverkehr ging in Versand von Kartoffeln, Saatgut und künstlichen Düngemitteln zurück, dagegen setzte er mit dem Versand von Kohlen, Baustoffen usw. stärker ein. Für künstliche Düngemittel wurden 25 448 Wagen gegen 45 853 im April dieses Jahres gestellt. Für Zement betrug die Wagenstellung 35 978 gegen 36 618. Die Betriebsleistungen in Güterzugdienst haben gegenüber dem Mai des Vorjahres um 1,42 v. H. zuge
versagten am nächsten Morgen bei dem ersten Versuch völlig und kamen erst im weiteren Verlauf des Tages wieder allmählich in Form. B.
Frankfurter Börse.
NNttagsbörse fester.
Frankfurt a.M., 5.Juli. An der Börse trat eine leichte Umsatzbelebung, wenn auch nicht in allzu großem Maße, hervor. Rach der politischen Beruhigung, die vor allem auch im Auslande über die deutschen Vorgänge festzustellen ist, und unter der guten Aufnahme des Transfer-Abkommens zwischen Deutschland und England macht sich nun das Anlagebedürfnis nach dem Kupontermin stärker bemerkbar. In erster Linie profitierte davon der Rentenmarkt, doch waren auch Aktien, besonders gute Papiere, beachtet.
leitete er ein. „Es ist mir leider unmöglich, mich daran zu erinnern," lautete die Antwort. „Wie? Ist denn dies Kinderbildchen dort an der Wand, das Ihnen so außerordentlich ähnelt, nicht ein Bild Ihres Bruders?" — „Ach ja, jetzt geht mir ein Licht auf, es ist in der Tat William,^ der arme Bill, wie wir ihn zu nennen pflegten." — „Ihn zu nennen pflegten? Ist er denn tot?" — „Gewiß, oder vielmehr, ich nehme dies an. Ja, das ist alles sehr geheimnisvoll, mein Herr. Wir waren Zwillinge, der Verstorbene und ich. Eines Tages, wir waren kaum zwei Wochen alt, vertauschte man uns im Bade. Einer von uns beiden ist ertrunken. Wir wissen aber nicht, wer es war; die einen glauben Bill, die anderen, ich sei es gewesen. Und jetzt will ich Ihnen ein Geheimnis sagen, das ich bis heute noch niemanden anvertraut habe: einer von uns beiden hatte ein sehr sichtbares Muttermal auf dem linken Handrücken und zwar ich. Und dieses Kind ist ertrunken..." Dor Schreck zitternd blickte der Reporter auf Mark Twains linke Hand, und als er darauf ein Muttermal sah, tastete er nach seinem Hut und schlich sich rückwärts hinaus. Der „ertrunkene" Mark Twain aber lachte sich ins Fäustchen.
Eingesandt.
(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)
Kampf gegen die Staubplage.
Im Anschluß an das Eingesandt in Rr. 133 des Gießener Anzeigers müssen auch die Bewohner der chaussierten Ederstraße bis über die Straßenkreuzung der Steinstraße hinaus ihren schon vor Jahren vorgebrachten Wunsch nach Abhilfe der' enormen Staubplage in Erinnerung bringen.
Die Ederstraße ist im letzten Jahrzehnt eine mit Autos, Lastautos und Fuhrwerken aller Art überaus befahrene Straße geworden. In der trockenen Jahreszeit kann, trotz wiederholter Besprengung dieser Straße durch die städtischen Sprengwagen, die Staubplage nicht beseitigt werden. Die Anwohner können kein Fenster öffnen, ohne durch den von den Fuhrwerken aller Art fortwährend erzeugten Staub stark belästigt zu werden. Die Mieter der Hausbesitzer sehen daher ihre gemieteten Wohnungen als minderwertig an. Auch hier wäre es angebracht, baldigst wenigstens durch billige Pflasterung oder Teerung dieser Straße Abhilfe zu schaffen. Diele Anwohner der Ederstraße.
Hundfunkprogramm.
Samstag, 7. Juli.
5.50 Uhr: Gymnastik I. 6.15: Gymnastik II. 6.40: Frühmeldungen. 6.55: Frühkonzert. 8.20 bis 8.40: Gymnastik. 10: Nachrichten. 10.10: Schulfunk. 11.50: Sozialdienst. 12: Mittagskonzert I. 13: Nachrichten, Saardienst. 13.10: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 13.20: Mittagskonzert II. 13.50: Nachrichten. 14: Mittagskonzert III. 14.30: Fröhliches Wochenend! „Schnatter in der Sommerfrische". Hörspiel. 15.10: „Lernt morsen!" 15.40: Quer durch die Wirtschaft. 16: Nachmittagskonzert. 18: Stimme der Grenze. 18.20: Der Polizeipräsident spricht. 18.30: Stegreifsendung. 19: Unterhaltungskonzert. 20: Nachrichten. 20.05: Saarländische Umschau. 20.15: Lustiger Abend des Reichssenders Frankfurt a. M. 22.20: Nachrichten. 22.35: Nachrichten aus dem Senderbezirk. 22.45: Tanzmusik. 0.15 bis 2: Nachtmusik. ______________________________
Sprechstunden der Redaktion.
11.30 bis 12.30 Uhr. 16 bis 17 Uhr. Samstag nachmittag geschloffen.
noch elektrisch reagierte. Der Gelehrte ist zu der Auffassung gekommen, daß die späteren Generationen des Rattengeschlechts schneller lernen. Z. B. machte die beste Ratte seiner 13. Generation noch 30 Fehler, bevor sie ihre „Aufgabe" begriffen hatte, während die besten Tiere der 34. Generation nur noch zwei Fehler begingen. Prof. Crew kam in seinen Versuchen zu anderen Ergebnissen: er fand, daß die Ratten, hierin immerhin dem Menschen ähnlich, einen ausgesprochenen Widerwillen gegen Gehirntätigkeit am frühen Tag haben. Tiere, die am vorangegangenen Tage im allgemeinen aus dem Wasserbehälter herausgekommen waren ohne elektrischen Schlag in Kauf nehmen zu müssen, len am nächsten Morgen bei dem ersten Ver-
Buntes Allerlei.
Findlingsblöcke unter besonderem Schuh!
Durch einen Erlaß des Preußischen Kultusmini- sters ist verfügt worden, daß die Findlingsblöcke an ihren ursprünglichen Fundorten belassen und nicht J zu Zwecken der Denkmals- und Gedächtnissteinaufstellung verwendet werden sollen. Die Findlinge sind hervorragende und besonders ehrwürdige Naturdenkmale unseres Landes. Jahrtausende haben sie überdauert, stumme Mahner aus der Zeit unserer germanischen Vorfahren. In der letzten Zeit hat es sich immer mehr eingebürgert, diese Findlingsblöcke 3ur Ausschmückung von Denkmälern oder als Ge- . oenkfteine zu gebrauchen. Meistens wurden die Steine dann an irgendeinen beliebigen Ort geschleppt, oftmals auch ihrer ursprünglichen Gestalt durch Behauen oder Ausschmücken beraubt. So schön die Sitte, alte Naturmale als Gedächtnissteine zu benutzen, auch ist, so darf diese Sitte doch nicht so weit gehen, daß die wenigen noch vorhandenen Finlingsblöcke in ein Gefüge gepreßt werden, die nicht mehr echt und ursprünglich ist. Soweit es eben geht, sollte man die Findlinge an der ursprünglichen Fundstelle bestehen lassen. Wo trotzdem ein unabwendbarer Zwang zur Wegschaffung besteht, sollte man genauestens festhalten, welche Lage und welche Form der Stein gehabt hat. Vielleicht wäre es sogar am besten, die Stelle von einem Forscher der germanischen Vorgeschichte untersuchen zu lassen. Durch Unbedachtsamkeit und Unkenntnis find schon viele wertvolle Mahnmale aus alter Zeit vernichtet worden, die uns heute manch wertvollen Hinweis auf das Leben und die Art unserer Vorfahren geben könnten. Der deutsche Bauer sollte ganz besonders darauf achten, daß er allem seinen Schutz angedeihen läßt, was in irgendeiner Beziehung zu unseren germanischen Vorfahren stehen könnte. Bei Funden im Acker oder auf dem Felde sollte er darauf achthaben ünd nicht ohne weiteres alles vernichten und beseitigen. Die kleinste Besonderheit an einem Stein, der kleinste kaum wahrnehmbare Fund irgendeines Gegenstandes kann für die deutsche Dorgeschichtsforschung überragende Bedeutung bekommen. Jeder deutsche Bauer sollte es sich zur Ehre machen, darauf zu achten und von irgendwelchen Funden sofort die zuständige Abteilung oder den zuständigen Fachbearbeiter seiner Bauernschaft oder sonst eine Stelle, die es angehen könnte, zu benachrichtigen.
Batten werden erzogen.
Im Kreise von medizinischen Sachverständigen, besonders auf dem Gebiete der Eugenik, berichteten soeben in London zwei Gelehrte über den Verlauf ihrer Forschungen an Ratten, die insgesamt 19Jahre gedauert haben und die ein Musterbeispiel für die unendlichen Mühen sind, die häufig aufgewendet werden müssen, um zu bescheidenen Ergebnissen zu gelangen, die manchmal erst in der späteren Auswertung von großer Bedeutung werden. Es handelt sich um die Arbeiten von Prof. F. A. E. Crew, dem Direktor des Instituts für die Entwicklungsgeschichte der Tiere an der Universität Edinburgh und Prof. William McDougall, der früher in Oxford tätig war und jetzt an der Duke-Universität in Nord- Karolina wirkt. Prof. McDougall hat es auf die Erziehung von 37 Generationen von Ratten gebracht. Er tat die Tiere jeder Generation sechsmal am Tag in einen Wasserbehälter, aus dem es nur zwei Auswege gab, einen auf eine Plattform, die beleuchtet war und die bei ihrer Berührung einen leichten elektrischen Schlag austeilte, und einen anderen auf eine Plattform, die weder beleuchtet war
Ich bin der Tote!
Eines Tages wurde Mark Twain von einem Reporter aufgesucht, dessen Fragen gar kein Ende nehmen wollten. Schließlich versuchte er, aus dem Dichter auch noch die Einzelheiten seines Familienlebens herauszuholen. „Sind Sie das einzige Kind Ihrer Eltern? Haben Sie Brüder und Schwestern?"
leum offenbar auf eine Zufallsorder 2 v. 3). und Conti Gummi 0,65 v. H. schwächer.
Am Rentenmarkt bestand etwas mehr Nachfrage. Von Roichswerten waren Altbesitzanleihe um 0,25 v. H., späte Reichsschuldbuchforderungen um 0,65 v. H. freundlicher, auch Reichsmark-Obligationen aus Dollar-Bonds konnten sich um etwa 0,25 bis 0,50 v. H. befestigen. Stahlverein-Bonds setzten dagegen nur knapp behauptet ein. Von fremden Werten blieben Gulden-Russen beachtet. Am Pfandbriefmarkt bestand allgemein etwas Nachfrage, wenn auch nennenswerte Kursveränderungen nicht eintraten. Einzelne Goldpfandbriefe zogen bis 0,25 v. H. an. Stadtanleihen waren fast durchweg etwas gesucht und von 0,25 bis 0,50 v. H. fester, während Staatsanleihen kaum verändert waren. Baden Freistaat lagen etwas fester. Am Auslandrentenmarkt waren Schweizer Bundesbahnen erneut höher gefucht.
Am Aktienmarkt blieb auch in der zweiten Börsenstunde die Umsatztätigkeit klein, doch lagen die Kurse auf dem befestigten Anfangsniveau gut behauptet. Soweit Kurse später notiert wurden, lagen sie von 0,25 bis 0,50 v. H., teilweise auch bis 1 v. H. fester. Schiffahrtswerte waren wieder erhöht, während Zellstoff Waldhof nochmals 0,75 v. H. verloren. Don Kaliaktien zogen Salzdetfurth um 3 v. H. an. Am Kassamarkt ergaben sich keine größeren Veränderungen. Mannheimer Versicherungsaktien waren höher gefragt.
Der Geldmarkt blieb außerordentlich leicht. Der Satz für Tagesgeld notierte unverändert 3 v. H.
Abendbörse freundlich.
An der Abendbörse war die Stimmung freundlich, die Umsätze hielten sich aber infolge des nur kleinen Ordereinaanges in engen Grenzen, zumal auch sonstige Anregungen fehlten. Die Kulisse betätigte sich ebenfalls nur in geringem Umfange. Indessen blieben die festeren Mittagskurse in den meisten Fällen gut behauptet, vielfach wurden sie auch um 0,25 bis 0,50 v. H. überschritten. Darüber hinaus konnten sich Harpener Bergbau um 1.25 v. H. befestigen, auch Deutsche Linoleum waren nach dem weiteren Rückgang von heute Mittag wieder erholt (etwa 58,25). Im Verlaufe zogen Farbenindustrie um 0.65 v. H. an, sonst traten bei sehr kleinem Geschäft keine Veränderungen ein.
Der Rentenmarkt lag ebenfalls still, doch schien weitere Nachfrage zu bestehen. Kommunal-Umsckul- dung wurde um 0,13 v. H. höher bewertet. Altbesitzanleihe und späte Reichsschuldbuchforderungen sowie Pfandbriefe lagen gut behauptet. U. a. notierten: Altbesitzanleihe 95, 6proz. Stahlverein 78,50, 6proz. Franks. Hyp. Bank Gold R 8 bis 15 88,50, Reichsbank 154,50, Gelsenkirchen 59,75, Harpener 105, Klöckner 70,25, Rheinstahl 91,25, AKU 60,50, AEG. 23, Bekula 142, Daimler 47,25, Scheideanstalt 206, JG.-Farben 148,90 bis 149,50, Gesfürel 108, Holzmann 61,25, Schuckert 91, Westdeutsche Kaufhof 20, Reichsbahnvorzugsaktien 111,13, AG. für Verkehr 63,25, Hapag 26.
Oer Absatz von Frühkartoffeln.
Bei der Deutschen Reichsbahn zeigte sich im Mm eine langsame Steigerung des Güterverkehrs. Es wurden arbeitstäglich durchschnittlich 116 703 Wagen gestellt gegen 114 787 im Vormonat >. H. mehr, gegenüber Mai 1933 sogar mehr. Der Expreß- und Eilgutverkehr
nommen.
Die Betriebsleistungen im Personenzugdienst nahmen zu. Insgesamt wurden 9871 überplanmäßige Züge gefahren (im Mai 1933 2750). Im ganzen betrugen die geleisteten Zugkilometer 55,54 gegen 51,70 Millionen im Vormonat, die Wagenachsenkilometer 2047,45 gegen 1902,40 Millionen.
Die Betriebseinnahmen stellten sich im Berichtsmonat auf 266,12 gegen 249,38 Millionen Mark im April. Der Einnahmezugang von 15,7 Millionen Mark im Personen- und Gepäckverkehr gegenüber Mai 1933 ergibt sich hauptsächlich dadurch, daß die Einnahmen aus dem Pfingstreisever- kehr in diesem Jahr dem Mai zugute kamen. Der Güterverkehr weist im Vergleich zu 1933 eine Mehreinnahme von 15,2 Millionen Mark auf. Auf der Ausgaben seite fielen 287,78 (276,74) Millionen Mark an, so daß die Monatsrechnung mit einer Mehrausgabe von 21,7 (April 27,4) Millionen Mark abschließt. Der Personalbestand ist auf 631463 Köpfe gegen 623 709 Ende April erhöht worden.
Farbenindustrie lagen 0,40 v. H., Rütgerswerke 0,65 v. H. höher. Am Elektromarkt zogen Schubert 0,50, Licht & Kraft 0,50, Bekula 0,75, AEG. 0,25 und Lahmeyer bis 1,5 v. H. an. Der Montanmarkt war auf Rückdeckungen allgemein leicht befestigt, so Phönix und Harpener um je 0,5 v. H., Mansfeld um 0,65 d. H. Auch Transportanstalten lagen zumeist fester, so Reichsbahnvorzugsaktien (plus 0,25 v. H.), Allg. Lokal & Kraft (plus 0,25 v. H.), AG. für Verkehrswesen (plus 0,50 v. H.). Schiff- fahrtsaktten tendierten aber leichter, und zwar gingen Hapag und Norddeutscher Lloyd bis zu 0,40 v. H. zurück. Kunstseideaktien lagen freundlicher, Aku plus 0,90 v. H. Gut erholt waren Daimler Motoren, die zunächst 1 v. H. und dann weitere 0,25 v. H. gewannen. Zellstoffpapiere lagen uneinheitlich, während Aschaffenburger erneut leicht erhöht waren, -v,
gaben Waldhof auf die Sanierungserwägungen hin für die Versorgung der Markte nutzbar gemacht um 0,50 v. H. nach. Sonst eröffneten u. a. Reichs- werden sollen. Hinsichtlich der Quatttat gelten für banfankile 1 v. H. fester, dagegen Deutsche Lino- die zweite Größenklasse bie gleichen Qualttatsvor-
schriften, wie für die erste Größenklasse. Die Preise werden jeweils auch für die zweite Größenklasse festgesetzt. Zum Schutze der Verbraucher darf die zweite Größenklasse nur aus den vorschriftsmäßigen, gekennzeichneten Säcken verkauft werden. Eine Vermischung der ersten und zweiten Größenklasse ist unzulässig. Zuwiderhandlungen sind als vorschriftswidriger Verkauf strafbar.
Kartoffelpreis-Aotierungen.
Ab 5. Juli 1934 gelten folgende Preise: Für geschlossenes Anbaugebiet für Marktgröße I 6,30 Mk., dasselbe, Marktgroße II 3,25 Mark. Für nicht geschlossenes Anbaugebiet für Marktgröße I 5,90 Mk., dasselbe Marktgröße II 2,89 Mark. Für Berlin, inneres Gebiet: für geschlossenes Anbaugebiet Marktgröße I 6,50 Mark, Marktgröße II 3,50 Mark. Für nicht geschlossenes Anbaugebiet Gröhe I 6,14 Mark, Größe II 3,14 Mark.
Frankfurter Schlachtvielimarkt.
Frankfurt a. M., 5. Juli. Auftrieb: 159 Rinder (gegen 150 am letzten Donnerstagmarkt), darunter befanden sich 50 Ochsen, 11 Bullen, 33 Kühe und 65 Färsen. Kälber 926 (772), Hümmel 37 (35), Schafe 46 (5), Schweine 287 (745). Notiert wurde pro 1 Zentner Lebendgewicht in Mark: Kälber a) 43 bis 45, b) 39 bis 42, c) 32 bis 38, d) 24 bis 31; Lämmer und Hümmel bl)' 32 bis 34, c) 29 bis 30; Schafe e) 32 bis 34, f) 28 bis 30, g) 18 bis 22; Schweine b) 42 bis 44, c) 40 bis 43, d) 38 bis 43. Im Preisvergleich zum letzten Donnerstagmarkt zogen mittlere Kälber 1 bis 2, geringe bis 4 Mark an, Schweine stellten sich um 4 bis 5 Mark höher. Hämmel und Schafe blieben unverändert. Marktverlauf: Kälber, Hämmel und Schafe mittelmäßig, ausverkauft. Schweine rege, ausverkauft.
Fleischgroßmarkt. Beschickung: 992 Viertel Rindfleisch, 172 ganze Kälber, 9 ganze Hämmel, 384 Schweinehälften. Preis für 1 Zentner frisches Fleisch in Mark: Ochsen- und Rindfleisch I 48 bis 52, II 45 bis 48; Bullenfleisch 45 bis 50; Kuhfleisch II 35 bis 38, III 25 bis 30; Kalbfleisch II 65 bis 70, III 55 bis 60; Hammelfleisch 65 bis 75; Schaffleisch nicht notiert; Schweinefleisch I 55 bis 60. Geschäftsgang des Fleischgroßmarktes ruhig.
Schweinemarkt in Butzbach.
pb. Butzbach, 5. Juli. Der Auftrieb zum heutigen Schweinemarkt betrug 292 Stück. Es wurden gezahlt für Ferkel bis sechs Wochen 12 Mk., von sechs bis acht Wochen 12 bis 15 Mk., von acht bis zehn Wochen 15 bis 19 Mark. Der Handel war lebhaft, jedoch blieb ein geringer Ueberftanb.
Sie war leer. Zwei Stunden vorher war er mit feiner Kolonne entflohen.
Hunger und Durst und Fieber hetzten bie 17 durch die sumpfigen Wälder, bis sie an der Küste von den Eingeborenen zwei Boote erstehen konnten. Sie gerieten in einen schweren Sturm, eines der Boote wurde zerschlagen. Es gelang, alle 17 in das andere Boot zu nehmen. Die Küste von Venezuela kam in Sicht. Man war gerettet. Da fiel einer von ihnen über Bord. Albert Martin sprang ihm nach.
,6oie!"
schrie man hinter ihm her. Er tauchte nach dem über Bord gegangenen Kameraden und Fluchtgenossen. Während sie diesen auf der anderen Seite des Bootes wieder an Bord nahmen, faßten die Haie den unglücklichen Albert Martin auf dieser Seite. — Man hat nichts mehr von ihm rote» dergesehen.
Hat das Schicksal nicht schrecklich mit Martin gespielt? Ein Mörder, der keiner war, ein Flüchtling, der immer wieder eingefangen wurde, ein Sträfling, dessen Wiederaufnahme-Anträge man als Queru- lantentum abtut, ein Mensch, dessen Unschuld sich ergibt, als feine Flucht endlich glückt, bie freilich angesichts ber Freiheit in ben reißenden Zähnen wilder Haie mit seinem Tode endet.
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. 711.
Berlin
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Berlin
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148,13
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57
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234
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14
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18,5
183
177,75
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A.E.S. .
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169,75
129 69,25 63,13
Buder« .....
Deutsche «rdbk Gelsenkirchener
Hansa-Dampfschtff
Norddeutscher Lloyd A.B. für Verkehrswesen Mt. .. Berliner Handelsgesellschaft ... Commerz und Privat-Bank ... Deutsche Bank und Disconto-
Gesellschaft................
Dresdner Bau! .........
RetchSbank ................ :
Licht und Kraft
Felten & Guilleaume
74 117,25 59,75 105
61
65
154,25
62
65
154,25
23 142,25
79
108
65,25
107,9
100
91
148 118,5
74,25
117 59,75 103,75
73,9 169,75 129,25 70,25
63,75
welch Eisen—Köln-Neuessen slse Bergbau flfe Bergbau Genüsse .... klöcknerwerke .............
65,38
81,66
34,30
30,5
62,9
90
57,25
92,5
101,2
25,5
24
7
7
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7,35 7 7
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7,5
&*6- LÄ S»"»
22,75
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107
99,75
90,5
146,75
116,75
30,5
62
89,5
57
Gesellsch.s.EIektr.Unternehmmig. 5
Rheinische Elektrizität ........ 6
Schuckert S Co..............6
Siemens L Halske............ 7
Labmever L Lo.............10
Schluß. Minag- bSrse
I. G. Farven-Industrie Scheideanstalt........
Goldschmidt ...
Rütgerswerke .......
Metallgeiellichaft......
74,4
117,4
59,4
104
72,5 169,75 129,75
69,5
63,25
Gritzuer - 01 22,25
Moinkraftwerke Höchst a.M—. 4 69,5
Qnffify eeeeeeeee 81 —
6% Deutsche Retchsanlethe v. 1927 «% ehem.7% Dt. Reichsanl. v. 1929 5%% Doung-Anleihe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablüs.-Schuld mü AuSlos.-Rechten .........
Lesgl. ohne Auslos.-Rechte......
6% ehem.8% Hess. Solksstaat 1929 (rüclzahlb. 102%) ............
6% Hess. Landesbank Darmstadt Gold R. 12...............
5Vi% Hess. Lan-eS-Hypotheken- bank Darmstadt Ltqui........
Oberhessen Provinz-Anleihe mit Auslos.-Rechten
Deutsche Komm. Sammelabl. An- leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten
6% ebem. 8% Franks. Hyp..Bank Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935
•% ehem. 7% Franks. Hyp.-Bank Goldpfe. 16 unkündbar bis 1936 6¥i% ehem. <y,% Franks. Hyp^ Bank-Liqu^Pfandbrtese.......
6y,% ehem. 4%% Rheinische Hyp.-Bank-Liqu.^Soldpfe. ...
6% ehem. 8% Pr. LandeSpfand- briefanstalt, Pfaudbrtese St 19 6% eycm. 7% Pr. Landespsand- brtefanstalt, Pfandbriefe R. 10 Steuergutsch. VerrechnunaskurS
Schultheis Patzenhoser Aku «Allgemeine Kunstseide) Bemberg.................
Zellstoff Waldhos ........
Zellstoff Aschaffenburg Dessauer Gas ........
Daimler Motoren ......... Deutsche Linoleum ......... Orenstetn & Koppel .......
Leonhard Dietz ...........
Thade...............
Lttumulatoreu-FabrS......
Lonti-Gnmmt.............
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H.
Datum
ManSfelder Bergbau 0
Kokswerte 0
Phönix Bergbau 0
Rheinische Braunkohlen 10
Rhetnstahl 0
Bereinigte Stahlwerke ....... 0
Otavi Minen .......... 0
Kaliwerke Aschersleben........ 6
Kaliwerke Westeregeln ....... 5
Kaliwerke Satzdetfurth.....7%
4% Oesterretchhche Goldrente. .
4,20% Lesterreichische Silberrente 4% Ungarische Goldrente 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4N% desgl.von 1913
5% abgest. Goldeiextkaner von 99 4% Türkische Zollanleihe von 1911
4% Türkische Bagdaüüahn-Anlethe
Amerikanische Noten..............
Belgische Noten.......
Dänische Noten ...........
Englische Noten .............
Französische Noten
Holländische Noten
Italienische Noten .........
Norwegische Noten ........
Deutsch Oesterreich, 4 100 Schilling Rumänische Noten...............
Schwedische Note» Schweizer Noten
Epanische 91ote» ..•••••••••••••••
thtllpp Holzmann..... O| 59 I
^mentwerk Heidelberg ..... 0 108,5
emattoed Karlstadt.........O| 126 I
4-Iuli
Amtliche Notierung
Frankfurt a.'SX.
Berlin
Schlußkurs
Schlußk. Abend- börfe
Schluß- kurs
Schlußk. anittoy börfe
Datum
4.7.
5-7.
4-7.
5-7.
7,7
7,7
7,8
—
5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903
4,25
4,3
—
4^%Rumän.veretnh.Renlev.l913
6,75
6,75
6,8
—
4% Rumänische vereinh. Rente ..
3,65
3,65
3,7
3,85
2%% Anatolier ...............
33,5
33,5
33,5
34
Buenos Aires
0,598
0,602
0,598
0,602
Brüssel.....
58,56
58,68
58,58
58,70
Rio de Jan. .
0,184
0,186
0,184
0,186
Sofia......
3,047
3,053
3,047
3,053
Kopenhagen.
56,64
56,76
56,59
56,71
Danzig.....
81,67
81,83
81,72
81,88
London .....
12,685
12,715
12,67
12,70
Heljingfors..
5,604
5,616
5,599
5,611
Paris ......
16,50
16,54
16,50
16.54
Holland ....
169,73
170,06
169,73
170,07
Italien.....
21,55
21,59
21,55
21,59
Japan ......
0,751
0,753
0,749
0,751
Jugoslawien.
Oslo.....:
5,664
5,676
5,664
5,676
63,74
63,86
63,66
63,78
Wien.......
48,45
48,55
48,45
48,55
Lissabon....
11,55
11,57
11,53
11,55
Stockholm...
65,38
65,52
65,28
65,42
Schweiz ....
81,52
81,68
81,52
81,68
Spanien....
34,30
34,36
34,30
34,36
Prag.......
10,44
10,46
10,44
10,46
Budapest ...
—
—
—
Neuyork...
2,509
2,515
2,509
2,515
76,75
76,75
77,4
92,25
92,65
46,75
45,5
46
233,75
239
233,75
91,25
90,63
91
40
40
40
13,75
13,75
13,75
126,75
128
127
128
129
128,25
171
168,5
171,75
149,25
148
149
206
—■
—-
67
66,5
67,9
38,25
38,5
38,25
86
84,5
86
61,25
59
62
108,5
—
125,5
—
—
114,13
114
60,5
60,5
60,75
67,75
66,5
67,75
46,75
46,5
46
56
56
55,75
—
132,4
133
47,25
45,75
47
—>
61,75
57,5
——
63,25
64
20
18,65
19,65
——
182,25
185,5
177
177,25
176
131,75
132,75
131,25
22
| 22,25
70
-
M
1182,25
1 182,25
Berlin, Z.Zuli
Geld
Bries _
91,5
91,5
92,5
—
101,2
101,2
24,5
25
1,15
1,1
7,6
7,4
7,1
7,13
7,15
7,2
8,75
8,7
7,6
7,5
M
M6


