ZWe Studienkonserenz der Reichsbahn
Aus aller Welt
für ihre tatkräftigen vorbildlichen Maßnahmen die Erfahrungen des praktischen Lebens mit den theoretischen wissenschaftlichen Forschungen der Hochschule verschweiße. Professor Pohlhausen überbrachte dem Leiter der Konferenz, Geheimrat Dr. Bruno Schwarze, die Ehrenbürgerurkunde der Tech-
aus verlängert werden. Bei der Berechnung dec im Monat April 1934 äuszuzahlenden Dienft- bezüge usw. hat der Minister daher gebeten, davon auszugehen, daß die zur Zeit geltenden Gehaltskürzungen auch für den Monat April 1934 in Kraft bleiben. Die Dienst- und sonstigen Bezüge für die erste Hälfte des Monats April 1934 würden nach den allgemeinen Bestimmungen am Samstag, dem 31. März, auszuzahlen sein. Da aber an diesem Tage als dem Ostersamstag die Banken geschlossen sind, hat sich der Reichsfinanz» Minister damit einverstanden erklärt, daß die Bezüge für die erste Hälfte des Monats April b e- reits am Donnerstag, dem 2 9. Marz, gezahlt würden. Der am Freitag, dem 30. März, fällige Lohn der Arbeiter des Reiches darf gleichfalls bereits am Donnerstag, dem 29. März, aus*
I bezahlt werden.
Weitere Sefchästsbelebung durch Ehestandsdarlehen.
Berlin, 5. März. (DRB.) Um jeden Zweifel auszuschließen, teilt der Staatssekretär im Reichs- finanzmimsterium Reinhardt mit, daß tne gegenwärtige Unterbrechung in der Ausgabe von Bewilligungsbescheiden der Ehestandsdarlehen nur bis zum 31. März 1 934 dauern wird und daß sofort nach Ostern mit der Ausgabe von Bewilligungsbescheiden der Ehestandsdarlehen w i e- der begonnen werden wird. Es werden i m neuen Haushaltsjahr, das ist in der Zeit vom 1. April 1934 bis 31. März 1935, etwa 250 000 Ehestandsdarlehen g ew ah r t werden. Es besteht infolgedessen für die Tischler-, Möbelhändler und Verkaufsstellen von Hausgeraten begründeter Anlaß, sich auf eine Fortdauer der Geschäftsbelebung einzustellen.
Unzutreffende Darstellungen.
Zwei Berliner U-Vahn-Angestellte überfahren und getötet.
In Berlin ereignete sich im Tunnel am Untergrundbahnhof Uhlandstrahe ein schwerer Betriebsunfall, der zwei Todesopfer forderte. Zwei U-Bahnangestellte waren in unmittelbarer Nähe des Stellwerks mit der Kontrolle der Weichen beschäftigt. Sie bemerkten dabei nicht das Herankommen eines Zuaes, der sie erfaßte und überfuhr. Der eine Angestellte konnte von der Feuerwehr nur noch als Leiche geborgen werden, der andere starb auf dem Transport ms Krankenhaus.
Schweres Autounglück bei koburg. — Eine Tote, drei Schwerverletzte.
Ein folgenschweres Autounglück ereignete sich auf der Straße Koburg—Sonneberg m der Nahe des Ortes Cortendorf. Ein Personenauto aus Kronach fuhr mit großer Geschwindigkeit gegen einen Baum und wurde vollständig zertrümmert. Don den vier Insassen wurden die etwa 39 Jahre alte Schauspielerin Schaeferlein, eine geborene Koburgerin, getötet und drei Herren namens Beier, Weiß und W i n d i s ch aus Kronach schwer verletzt. Die Verletzten wurden dem Landkrankenhaus zugeführt.
Absturz eines Flugschülers.
Angaben machen. Danach wollte er mit seinem Kameraden das Boot über Nacht am Ufer festmachen, als eine Gruppe von Arabern erschien, von denen einer um Feuer bat. Gleich darauf hätten die 2lraber mehrere Schüsse auf Fischer und ihn abgegeben.
Der Fall Dillinger. —
Ein amerikanischer Skandal erster Ordnung.
Die Newyorker Presse berichtet über die Flucht des Bankräubers Dillinger neue Einzelheiten. Die Blätter behandeln diesen Gefängnis- s k a n d a l, der einer der größten Amerikas ift, in mehreren Spalten. Am Montagfrüh waren ein halbes Armeekorps, ferner Polizei und Miliztruppen auf den Beinen, um den Ausbrecher wieder einzufangen. Es ist nun bekannt geworden, daß Dillinger seinen „Revolver" aus einem Rasierapparat, zwei Rasierklingen und einem selbstgeschnitzten Holzstück hergestellt hatte. Dillinger hatte es vor seiner Flucht auch fertiggebracht, alle Ge- fänaniskraftwagen, die für seine Verfolgung tn Frage kamen, unbrauchbar zu machen. Die Polizei vermutet, daß Dillinger Helfershelfer unter längst Freigelassenen hatte. Sie hat deshalb m den Wohnnungen von 260 dieser Freigelassenen Haussuchungen vorgenommen.
Das erste Todesurteil wegen Menschenraubes in USA.
Berlin, 5.März. (DNB.) Im Festsaal des Hauptoerwaltungsgebäudes der Reichsbahn trat die 5. Studienkonferenz mit Professoren der deutschen Universitäten und Hochschulen zusammen. Am Ucitb woch begeben sich die Mitglieder der Konferenz nach Brandenburg zum Reichsbahnausbesserungs- werk. Am Donnerstag wird die Konferenz in Marienburg fortgesetzt. Von dort geht die Fahrt nach Königsberg weiter, wo die Konferenz am Samstag geschloffen wird. Zu der Eröffnung der Konferenz waren Reichsverkehrsminister v. E ltz - Rübenach, Vertreter verschiedener Ministerien, sowie eine große Anzahl von Rektoren und Professoren der Universitäten der Technischen Hochschulen und der Handelshochschulen
3um ersten Male ist in Kalifornien, wie aus Los Angeles gemeldet wird, nach dem neuen Staatsgesetz gegen Menschenraub ein Todesurteil gefallt worden. Der Verbrecher, ein gewisser William Tanner, wurde schuldig befunden, den Rechtsanwalt Henry B o d k i n entfuhrt, beraubt und durch Zufügen von Brandwunden gemartert zu haben. Obwohl das Verbrechen im Haufe des Rechtsanwalts begangen wurde, entschied doch der Richter, das Menschenraub vorliege, da der Verbrecher fein Opfer gezwungen hatte, aus einem Zimmer in ein anderes zu geben. Der Richter begründete sein Urteil damit, daß es schon Menschenraub sei wenn eine Person eine andere auch nur einen Fuß breit wegschleppe, um sie in seine Gewalt zu bringen. Tanner wird am 11. Mai gehängt werden.
Die Reitungsaktion für die im Kaspischen Meer treibenden Fischer.
Don den Fischern, die, wie gemeldet, auf Eisschollen ins Kaspische Meer abgetrieben worden waren, ist eine größere Anzahl gerettet worden. U. a. brachte der Flieger Bra- gin drei Mann ans Land, die etwa einen Monat auf einer treibenden Eisscholle zugebracht hatten. Es befinden sich jetzt noch 84 Fischer auf dem Else, die man durch Zusammenarbeit von Dampfern und Flugzeugen in den nächsten Tagen hofft retten zu können.
Italienischer Petroleumdampfer gestrandet. — Die gesamte Besatzung verloren?
In der Nähe von Constanza am Schwarzen Meer strandete der von Istanbul kommende italienische Petroleumdampfer „Santoni , dessen Maschinenanlage zerstört worden war. Als Rettungs- boote in ter Rahe des gestrandeten Schiffes ein- traten, brach der Schiffskörper unter dem starken Anprall der Wogen mitten auseinander Die eine Hälfte sank sofort. 17 Mann der Besatzung darunter einige Offiziere. konnten sich IN ein Rettungsboot fluchten, das fedach kurz darauf umgewor- f e n wurde. 14 Monn gelang es, nach Übermensch-
straßen gelegt und der Kraftwagen als Zubringer für die Eisenbahn benutzt werden.
Universitätsprofessor Dr. V l e u g e l s (Königsberg) eröffnete als Obmann der Konferenz Die Reihe der O st vorträge, die in Marienburg und Königsberg fortgesetzt werden, mit staats- und wirtschaftspolitischen Ausführungen Über die Wirt- schaftsoerhältnisse des Ostens und insbesondere Ostpreußens in der Nachkriegszeit. Die Sitzung wurde abgeschlossen mit einem Vortrag des Vorstandsmitgliedes der Deutschen Reichsbahngesellschaft Direktor Dr. ing. Leibbrand über „Organisation und Durchführung des Betriebsdienstes". Der Redner gab ein umfassendes Bild vom Wesen und von den vielseitigen Aufgaben des Personen- und des Güterzugdienstes, des Betriebsmaschinendienstes, der Betriebssicherheit, des Bahnschutzes und der Betriebsüberwachung, die als Glieder eines komplizierten und bis ins kleinste durchdachten Systems Bausteine seien für den Neuaufbau des deutschen Volkes. Nachmittags sprach Dr. Feder über das Wirtschaftssystem und das Wirtschaftsprogramm der NSDAP. Der Rektor der Technischen Hochschule Danzig, Professor Pohlhausen, dankte dafür, daß die Reichsbahngesellschaft
In der Putlitzstraße in Berlin wurden die Eherau Weihe, geb. Otto, ihre 16 Jahre alte Tochter Ruth und eine dreijährige Tochter in den Betten liegend ermordet aufgefunden. Der Tod ist
Das Sportflugzeug D 2298 stürzte in der Nahe des Flugplatzes Berlin-Johannisthal ab. Der Führer des Flugzeuges war der Flugschüler S t.11l e r , der seinen 50. Alleinflug ausführte. Mit einem Schädelbruch wurde er s chw er verletz t ins Krankenhaus eingeliefert. Die Ursache des Unfalls ist ein Bedienungsfehler des Flugzeugführers.
Der französische Flieger Eostes in Kopenhagen.
Der französisch» Flieger Eostes ist am Montag, 15.15 Uhr, auf dem Kopenhagener Flughafen Kastrup eingetroffen. Eostes war Zunächst aus h - dem Wege nach Dänemark durch starken Nebel zur Umkehr und zu einer Zwischenlandung m Münster genötigt; er war bereits als vermißt gemeldet worden.
Geheimnisvolle Explosion auf einem amerikanischen Flugplatz.
Aus dem Flugplatz °°n Fort SwsSlfe ssäN NfcS nung ^uruckgefuhrt, daß eme ' Militär- die Beschuldigungen der S a b ° t a g e von flugzeugen vorgenommen werden sollt Ein deutscher und ein amerikanischer Fa von Arabern erschossen.
Nach einer Reutermeldung aus ^b ^r
der amerikanische Faltbootfahrer F sch Düssel- deutsche Berichterstatter Rudolf May ifans dorßdie sich
in Richtung nach Indien branden von 100 Meilen südlich von Bagdad er s ch o 11 n Amerikaner erhielt einen Kopfschutz und fturj» aus bem Boot. Der Deutsche konnte schwer oeneg y boraen und in ein benachbartes Dorf gebracht. w - dem Kurz «r f-mem Tode könnt- «r noch ->mg-
aufrechterhalten. Wir wollen den einzelnen Gebieten nicht ihre Rechte nehmen. Der Aufbau unseres Staats in christlichem und katholischem Sinne hat mit dem Schlagwort „Klerikalismus" nichts zu tun. Unsere Bischöfe haben die Priester aus dem öffentlichen Leben zurückgezogen, und damit hat die Kirche bewiesen, daß es sich nicht um eine brutale politisch weltliche Vorherrschaft handelt, sondern darum, die Lehre Christi im Volk zu vertreten und damit das Volk aufwärts zu führen.
Weitergeltung
der Gehaltskürzungsverordnungen.
Im Rahmen eines Gesetzes, das sich mit Angelegenheiten des Haushaltes und der Wirtschaft befaßt, wird, wie der Reichsfinanzminister mitteilt, auch die Geltungsdauer der drei Gehaltskürzungsverordnungen überden 3L März 1934 hin-
Hilfe für die „MeljusM" Expedition
Sämtliche Krauen und Kinder mit einem Flugzeug geborgen.
Dem Flieger Ljapidewski und seinem Begleiter Petro ff, die mit dem Großflugzeug „Ant IV“ von Kap Wellen zur Rettung der „Tscheljuskin "-Expedition aufgestiegen waren, ist es gelungen, auf einem vorbereiteten Platz vor dem „Tscheljuskin"-Lager zu landen und sämtliche im Lager befindlichen zehn Frauen und zwei Kinder wohlbehalten nach Kap Wellen zu bringen. Die Landung und der Aufstiea des Flugzeuges beim Tscheljuskin-Lager wickelte sich bei einem Anlauf von nur 200 Meter erstaunlich glatt ab. Der Erfolg der Rettungsexpedition ist um so bemerkenswerter, als sich infolge der Kälte von fast 40 Grad zwischen dem Landeplatz des Flugzeuges und dem „Tscheljuskin"-Lager ein breiter Eisriß gebildet hatte, so daß man zur lieber« fahrt eine Schaluppe aus dem Lager drei Kilometer über das Eis schleppen mußte.
Zu den Hilfsmaßnahmen für die noch auf dem Eis festsitzende „Dschelkuskin"-Besakung ist ergänzend zu melden, daß der Flieger Ljapidewski bei seiner Landung Akkumulatoren für das Lager zurückgelassen hat, wodurch die Tätigkeit des Senders im Schmidt-Lager sichergestellt wurde. In den letzten drei Tagen hatte der Sender, um
erschienen. • . .
Generaldirektor D o r p m u l l e r sprach in seinen Bearüßungsworten von der verstärkten Motorisierung der Reichsbahn im letzten Jahr. Die Tendenz gehe dahin, die Geschwindigkeit weiter zu steigern. Wir müßten dahin gelangen, daß von Berlin aus in einem Tag alle großen Städte des Reiches angefahren werden könnten, so daß man am gleichen Tag nachmittags oder abends nach Berlin zurückkehren und inzwischen seine Geschäfte erledigen könne. Die Reichsbahn habe Auftrag gegeben, fünf verschiedene Arten von Triebwagen durchzukonstruieren. Der Kampf zwischen Reichsbahn und Kraftwagen solle begraben und der Wille des Führers nach Zusammenarbeit beider Verkehrswesen verwirklicht werden. Anstatt auf dieicywarze, Die Eyrenourgerurrunoe Gleise werde ein Teil des Verkehrs auf die Auto-1 Nischen Hochschule und die goldene Kette.
lichen Anstrengungen das Ufer zu erreichen. Neun. von ihnen st a r b e n, bevor sie in ein Krankenhaus über geführt werden konnten. Die übrigen fünf liegen im hoffnungslosen Zustand darnieder. Weitere drei Matrosen wurden als Leichen an das Ufer geschwemmt. Auf der zweiten Hälfte des Schiffsrumpfes,die augenblicklich noch in den Felsen hängt, befinden sich der Kapitän und die restlichen elf Mann der Besatzung. Alle Rettungsversuche sind bis jetzt infolge des stürmischen Wetters und der unglücklichen Lage des Wracks fehlgeschlagen. Alle Versuche, sich bem Wrack zu nähern, scheiterten an dem hohen Wellengang. Man befürchtet, daß auch die letzten zwölf Mann der Besatzung dem Tode gewecht sind.
Massenvergiftung nach dem Genuß von Pferdefleisch.
In den französischen Ortschaften Arrou und St. Pellerin bei Chateaudun sind über 20 Personen nach dem Genuß von Pferdefleisch unter schweren Vergiftungserscheinungen erkrankt. Einer der erkrankten ist bereits im Kran-; kenhaus g e ft o r b e n. Das Fleisch ist von einem fahrenden Händler verkauftw orden.
180 Häuser in einem Kaukasusdorf eingeäscherl.
Wie aus Moskau gemeldet wird, ist in einem Dorfe bei Kutais (Kaukasus) ein Brand entstanden, der 18 0 Häuser einäscherte. Ob Verluste an Menschenleben zu beklagen sind, ist noch nicht bekannt.
lieber 2800 Todesopfer der Pest in Indien.
' Wie Reuter aus Lucknau (Indien) meldet, wurden nach einer amtlichen Statistik in den Vereinigten Provinzen innerhalb von drei Wochen 2866 Todesopfer der Pest gezählt.
Fruchtbares Famaliendrama in Berlin. — Die Ehefrau und beide Töchter erschlagen.
Wettervoraussage.
Die nördliche Störung wandert langsam östlich weiter und führt an ihrer Südseite warme Luft und verbreitete Niederschlaasfelder mit sich. Diese werden auch über unseren Bezirk hinwegziehen, so daß sich das Wetter im ganzen noch milder und regnerisch gestalten wird. Mit dem Abfließen kühlerer Luft an der Rückseite wird die Bewölkung mehr wechselhaft, und die Niederschläge gehen in Schauern über.
Aussichten für Mittwo ch: Meist bewölkt und noch milder, zeitweise Regenfälle.
Aussichten für Donnerstag: Wechselnd bewölkt mit Aufheiterung, noch schauerartige Niederschläge.
Lufttemperaturen am 5. März: mittags 7,6 Grad Celsius, abends 3,2 Grad; am 6. März: morgens 1 Grad. Maximum 8,7 Grad, Minimum — 2,3 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 5. März: abends 1,9 Grad; am 6. März: morgens 1 Grad Celsius. — Sonnenscheindauer 3% Stunden.
Amtliche Wintersportnachrichten.
Vogelsberg Hoherodskopf: Wolkig, minus 3 Grad, 35 Zentimeter Pulverschnee, Sportmöglichkeit im Walde gut, freie Hänge nicht zu befahren.
Hauptfchriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich Wilhelm Lange, für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot, für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. II. 34: 11 600. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K. ©., sämtlich in Gießen»
Energie zu sparen, nur noch ganz kurze Sager- und Wetterberichte gegeben. Außerdem hat Ljapidewski auch Oel für das im Lager befindliche Flugzeug gelandet.
Inzwischen geht der Aufbau der Basis für die Flieger, die zur Bergung der „Tscheljuskin"-Be- satzung eingesetzt werden sollen, weiter. Große Mengen von Betriebsstoffen sind unterwegs. Auf Hundeschlitten werden ferner Ersatzteile herangeschafft. Die Wetterlage ist unsicher. Bei einer Verstärkung der Tiefdruckgebiete über Kamtschatka und dem Franz-Josefs-Land muß mit einer Wetterverschlechterung gerechnet werden. Der Dampfer „Stalingrad", der Flugzeuge und Betriebsstoffe an Bord hat, stieß auf der Fahrt auf sehr dickes Eis, so daß er seinen Kurs ändern mußte. Auch der bekannte Flieger Bolotow wird sich an den Rettungsmaßnahmen für die „Tschcljuskin"-Besatzung beteiligen. Unter den durch den Flieger Ljapidewski in Sicherheit gebrachten Frauen und Kindern aus dem Eislager befand sich das dreijährige Töchterchen des Leiters der Polarstation auf der Wrangel-Jnfel sowie das sechs Monate alte Kind eines Vermessungsbeamten-
Berlin , 5. März. (DNB.) In der Oeffentlichkeit ist verschiedentlich behauptet worden, daß für die .......— .....- - - - - —jö-i; ^Durchführung des Hilfswerkes „Mut- zweifellos durch Schlage mit einem schweren ©e- L r unb t n b„ eine Lotterie eingerichtet genstand auf den Kopf herbeigeführt worden. Als mcrbcn müröc Das ist n i ch t d e r F a l l, genau so Täter kommt aller Wahrscheinlichkeit nach der Ehe- roeniq roie bje Darstellung richtig ist, der E i n- mann, der Aufseher Otto Weihe, in Frage. Der Ups-Sonntag würde nach Beendigung des Mord ist vermutlich in der Nacht ausgefuhrt wor- Wmterhilfswerks weitergeführt.
den. Weihe, der flüchtig ist, hatte noch bet feinen
Schwiegereltern angerufen und ihnen erklärt, daß £)berfird)tnraf TuegSl ZUM HaMvUsger sie nicht zu Besuch kommen sollten da er mit seiner I L<Nldesbischof berufen.
Hamburg. 5. Mörz (DNB.) Die Lantessy-
L Heidelberger S Sä übe« «Fr " ÄS
Die Stadt Bad Dürkheim erhalt ein liefen- ne2en Landesbischofs zusammen, nachdem faß, das das in aller Welt berühmte Heidelberger bcr b,5herige Landesbischof Dr. Dr. Schoefsel kürz- Faß nahezu zehnmal in sich aufnehmen kann. Das iurü(fg€treten war. Der Präsident der Synode Riesenfaß kommt unweit des Fußes des Berg- mro; Dr. Fabian berief den Oberkirchenrat Pamassivs des Brunhildisstuhls zu stehen, wo bereits rtor ’$r.an3 Tuegel zum Landesbischof, nachdem alle Vorarbeiten im Gange find. Der Erbauer dieses er m ejner längeren Ansprache als treuen und Fasses ist der Dürkheimer Küfermeister Fritz tapferen Vorkämpfer der nationalsozialistischen Be- l e r. Das Faß erhält ein 15 Meter breites Eisen- mequnq jn Pott und Kirche gekennzeichnet hatte, betonlager. 1700 Fuder oder 1700 000 Liter Wein $ßr n,eue Landesbischof nahm die Wahl an und beträgt fein Fassungsvermögen. Insgesamt werden ^tete anschließend ein Grußwort an die Synode etwa 150 cbm Holz benötigt. Mit 15 Meter Länge unb an hamburgische Kirchenvolk.
und einem runden Durchmesser von 13,50 Meter «m ßrtlnor Artnhttwrfds
hat das Faß gewaltige Ausmaße. Die Eröffnung Düs UrtCU llN WOinCF ^OtWlvene des Wirtschaftsbetriebes soll zum bekannten Dürk- kaMMer-prozeß.
Heimer „Worschtmorkt" im September erfolgen. 3n bcm Kölner Hond-
Neue Schlesergruben fchafsen lohnende Arbeit ^„kskammer-Prozetz wurden verurteilt: Der An- im Hunsrück. geklagte Dr. Engels wegen fortgesetzter genossen-
Jn den Gemeinden Bruchweiler und Asbach im schastlicher Untreue in Tateinheit mit Untreue, Jdarwald bei Kempfeld waren in den letzten Iah- wegen Unterschlagung und Amtsunterschlagung, ~ r ' - wegen Vergehens gegen § 274 StGB, und wegen
Vergehens gegen § 147 des Genossenschaftsgesetzes, sowie wegen Bilanzverschleierung zu fünf Jahren Gefängnis, 500 Mark Geldstrafe und zur Aberkennung der Fähigkeit zur Bekleidung öffentlicher Aemter; der Angeklagte Welter wegen fortgesetzter genossenschaftlicher Untreue und Untreue, wegen Vergehens gegen § 147 des Genosfen- schaftsaesetzes, sowie wegen Bilanzverschleierung zu zwei Jahren Gefängnis und 200 Mark Geldstrafe; der Angeklagte Pesch wegen genossenschaftlicher Untreue und Untreue, wegen Vergehens gegen § 147 des Genossenschaftsgesetzes, sowie
ren mehrere Schiefergruben außer Betrieb gesetzt worden, weil die Einfuhr von Schiefer aus Frankreich (Lothringen) und Luxemburg den deutschen Schiefer nicht mehr konkurrenzfähig gemacht hatte. Erst die nationalsozialistische Regierung hat die ausländische Einfuhr abgedämmt und ließ den deutschen Hochwaldschiefer wieder zu Ehren kommen. Es handelt sich um Dach- und Weinbergs- Schiefer, dessen Abbau in den Hochwalddörfern wieder lohnend geworden ist. In den Distrikten Schult- heisenberg und Asbacher Hütte wurden zwei Gruben wieder in Betrieb genommen und Dutzende von Schieferstollen wieder neu eröffnet. Fast fjun^ 0 — ------------------- ~ ■
dert Arbeiter aus dem Hochwaldgebiet haben da- wegen Bilanzverschleierung zu einem Jahr durch wieder lohnende Beschäftigung gefunden. einem Monat Gefängnis und 200 Mark
Riesenbrand in einem japanischen Badeorte. Geldstrafe; der Angeklagte Thomas Esser (der
In dem japanischen Badeorte Atami ist ein ehern. Vorsitzende der Zentrumsfraktlon und lang- Brand ausaebrochen, der mit riesiger Schnelligkeit jähriger Vizepräsident des Reichstags) wegen ge- um HAariffunb mehrere arofte 5) o t elgebäubel no^en^^^a^^Ii^^er Untreue und Untreue, wegen Sei- 3 e r ft ö r t hat. Nach großen Anstrengungen ist es Hilfe aur Untreue unb
der Feuerwehr endlich gelungen, den Brand auf zu sieben Monaten Gefängnis und 200 Mark Geld- ^en He^d zu beschränken 9 ' ' strafender Angeklagte Stelzmann wurde frei-
----------- gesprochen.
< In der Begründung des Urteils stellte Landge-
Ser Verfaffungsumvau richtsdirektor Fehr fest: Es handele sich um einen , ’ " 3 _ Korruptionsfall traurigster und beschämendster Art,
in Oesterreich zumal es Verfehlungen von in Ehren-
_ . ämtern befindlichen Mannern feien, die
Wien, 4. März. Bundeskanzler Dollfuß ve-1 ba5 Vertrauen der Kreise, die sie zu diesen Aem- handelte auf einer vaterländischen Kundgebung in tßrn beriefen, ,n geradezu unverständlicher Weise Villach die Grundlage der kommenden Versassung. getäuscht hätten. Esser seit mit hineingeraten in In diesen Tagen wird eine Verordnung hinaus- Verblendung, helfen zu müssen, er sei jedoch
gehen, durch die der G e w e r k s ch a f t s b u n d d e r I Mann, der seine ganze Arbeitskraft vorwiegend
österreichischen Arbeiter und Ange- jür bq5 Allgemeinwohl eingesetzt habe und un- stellten geschaffen wird. Es wird dies die ein- wibersprochen auf feine großen nationalen 93er- zige Interessenvertretung neben d e n b^ - bqbe Hinweisen können. Arbeiterkammern sem. Daneben wirb es I andere Gewerkschaften nicht mehr geben. Wir werden Wege finden, um auch aus der Interessenvertretung der Arbeiterschaft die Politik auszumerzen. Innerhalb der Landwirtschaft werden die bereits bestehenden Bauernbünde und die L a n d - Wirtschaftskammern die berufsständische Vertretung bilden. Oesterreich wird ein a u f Berufsständen ausgebauter Staat sein unter autoritärer Führung. Für den Aufbau der Berufsstände werden wir noch einige Zeit brauchen. Bis dahin wird eine U eb e rga n g s v e r fa s- f u n g notwendig sein, wofür durch Umgruppierung in den einzelnen Landesregierungen bereits Vorsorge getroffen ist, in deren zukünftiger Zusammensetzung es keinen Politiker mehr geben wird. Die künftigen Landtage werden auch von den Berufsständen gebildet werden. Wir werden die
: Autonomie der Landesverwaltung


