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1835: der Dichter Graf August von Platen in Sy­rakus gestorben (geboren 1796).

Voruotizen.

Tageskalender für Mittwoch: NSLB., Kreis Gießen, 15.30 Uhr, ,Liebigshöhs", Kreisoer­sammlung. Cafe Leib, 20.30 Uhr, Appell der Sammler am Tag der nationalen Solidarität. Stadttheater, 20 bis gegen 22 Uhr, 2. Symphonie- konzert des Gießener Konzertvereins. Lichtsviel­haus, Bahnhofstraße,Marie Luise". Turmhaus am Brand, 16 bis 18 Uhr, Weihnachtsausstellung der Reichskammer der bildenden Künste, Gruppe Gießen. Industrie- und Handelskammer Gießen, 20 Uhr, Cafö Ebel, Kundgebung des Fachhandels für Gas-, Elektro- und Baumaterialien. Reichalle am Brandplatz, 21 bis 22 Uhr, Beginn eines Son- dertrockenfkikurfes.

Stadttheater Gießen. Im Stadtcheater findet heute, 20 Uhr, als 9. Vorstellung im Mitt­woch-Abonnement das 2. Symphonie-Konzert des Konzertoeroins statt. Ausführende: das Orchester

Sine geschloffene Front

erfordert das Mnkerhilfswerk nicht nur beim Opfern, sondern auch beim Dienst für die hilfsbedürftigen Volksgenossen, hier gelten weder Rang noch soziale Stellung, bei diesem Dienst kommt es zu jeder Zeit nur auf die

echte Volksverbundenheit

aller deutschen Menschen an. Dieser Gesin­nung, daß keiner im Leben zu hoch steht für diesen Hilfsdienst, keiner zu vornehm ist, neben dem einfachsten Manne aus der Volks­gemeinschaft zu sammeln für die edlen Zwecke des winterhilfswerkes, soll Ausdruck gegeben werden am Samstag, 8. Dezember, dem Tag der Rationalen Solidarität!

des Stadttheaters und die Reichswehrkapell«; als Solist Erich Flinsch, Frankfurt (Klavier); Lei­tung hat Obermusikmoister Ernst K r a u ß e. An Stelle des WerkesDie Moldau" von Smetana kommt Richard Wagners Vorspiel zuDie Meister­singer von Nürnberg" zum Spiel. Dauer von 20 bis gegen 22 Uhr.

Oberhessischer Geschichtsverein. Man schreibt uns: Den ersten Vortragsabend dieses Winters hat Museumsdirektor Dr. Kunkel aus, Stettin übernommen. Der Vortragende ist bekannt­lich Gießener und war bis 1922 Geschäftsführer des Oberhessischen Geschichtsvereins. Sein Lichtbilder- vortrag am nächsten Donnerstag, 6. Dezember, im Hörsaal des Kunstwissenschaftlichen Instituts, wird unter besonderer Berücksichtigung Pommerns mit einigen Haupttatsachen der urgeschichtlichen Besied­lung des Ostseegebietes, also mit einem wichtigen Ausschnitt der altgermanischen Vorzeit beginnen. Vorzugsweise soll er dann das frühe Mittelalter behandeln, wo Nordostdeutschland noch von Slawen bewohnt war, kulturlich und politisch aber auch mit denWikingern" manche Beziehungen hatte. Im Bereich der Odermündungen spielen bte chronistischen und sagenhaften Ueberlieferungen um Iumne Vineta" Jomsburg, Namen, die von der Ge- schachtsforschung heute zumeist auf das alte Julin, das heutige Wollin am Dieoenowstrom, bezogen wor­den. Hier haben in den Sommermonaten große Ausgrabungen stattgefunden. Ihre Beschreibung wird im Mittelpunkt des Vortrages stehen, um mit einem kurzen Blick auf die Deutschwerdung des Ostens abzuschließen. Es wird auf die Anzeige am Samstag, 1. Dezember, verwiesen.

Die Oberhessische Gesellschaft für Natur- und Heilkunde, Naturwissenschaft­liche Abteilung, hält am morgigen Donnerstag eine Sitzung ab, in der Unioersitätsprofessor Dr. Küster über das ThemaDas Problem der Pflanzengallen" sprechen wird. (Siehe heutige Anzeige.)

DerSA.-Sturmbann Vl/116 versammelt sich am morgigen Donnerstag, 20 Uhr, im Saale des Kameradschaftshauses der Studentenschaft (Studen­tenheim) zu einem Kameradschaftsabend.

*

** Das Oberhessische Schwurgericht wird, wie wir vor einigen Tagen bereits meldeten, am Dienstag und Mittwoch nächster Woche zu einer Sitzung zusammentreten. Am Dienstag wird gegen Richard Jung aus Efpa wegen Totschlags ver­handelt, am Mittwoch folgt der Prozeß gegen Karo- line O r t w e i n aus Kaulstoß wegen Mordes.

** Bettlerrazzien im Kreise Gießen. Im Verlaufe der vergangenen vier Wochen wur­den in den Landgemeinden des Kreises Gießen durch die Gendarmerie Bettlerrazzien durchgeführt. Es wurden insgesamt 41 Personen verhaftet und mehrere soweit sie feste Wohnsitze hatten wegen Bettelns angezeigt.

** D i e Gemeindehunde st euer betrifft eine Bekanntmachung der Bürgermeisterei in unferm heutigen Anzeigenteil, auf die besonders hinge­wiesen sei.

** Preußisch-Süddeutsche Klassen, lotterte. Die Erneuerung der Lose muß bis heute, 18 Uhr, erfolgt sein. (Siehe gestrige Anzeige.)

** E i n Münzfernsprecher - und Wert- Zeichen-Automat wird gegenwärtig an der Straßeninsel auf dem Lindenplah errichtet. Diese neue Einrichtung der Post im Dienste des öffent- lichen Verkehrs verdient alle Anerkennung.

** Richtigstellung. In unserem gestrigen Bericht über den Schulungsvortrag in der Orts­gruppe Gießen-Süd muß es bei der Erwähnung des Ausfuhrüberschusses vom Oktober nicht 60 Millionen, sondern 16 Millionen hoißen. Der von dem Vor­tragenden erwähnte neue Textilrohstoff Heißt auch nicht Wikrabant, sondern Distragarn.

** Feuer in der Sandgrube. Die Feuerwache wurde in der vergangenen Nacht, um die Mitter- nachtsstunde, über den Bahnhof durch den Bahn- Blockwart an der Strecke GießenFulda (Rädgener Straße) alarmiert und nach der Sandkaute an der Rädgener Straße (kurz vor dem Flughafen) gerufen. Dort brannte die Bretterbude. Die Löschmannschaft ging dem Feuer mit dem in der Motorspritze stets mitgeführten Reservewasser zu Leide und konnte der Flammen bald Herr werden. Ein Hausen Briketts, dicht an der Bude, der ebenfalls Feuer gefangen hatte, wurde sofort mit abgelöscht. Die Feuerwehr wurde heute gegen 6 Uhr ein zweitesmal zu der Brandstelle gerufen, da die Briketts erneut auf- flammten. Nach geraumer Zeit konnte die Wehr wieder einrücken.

* Der Obst- und Gartenbauoerein Gießen hielt am vorigen Sonntag im Kaufmän­nischen Vereinshaus seine erste Mitglieder-Ver- sammlung im Winterhalbjahr 1934/35 ab. Im Ver­laufe der Tagung hielt der Vorsitzende einen interessanten Vortrag über die verschiedenen Humus- dünger, die als Ersatz für den immer schwerer zu beschaffenden Stallmist gelten könnten, lieber ben Dortrag wird in der landwirtschaftlichen Beilage des Gießener AnzeigersDie Scholle" näher berich- tet werben. Weiter wurde über Neuerscheinungen auf dem Gebiete des Gemüsebaues, der Blumen­zucht und des Liebhaber-Obstbaues Mitteilung ge­macht und eine Zusammenstellung neuerer und wenig bekannter älterer Obstsorten erwähnt, die etwa 30 haltbare Wintersorten umfaßt. Als Früchte von besonderer Schönheit seien erwähnt: Apfel Freiherr von Berlepsch, Cascognes scharlachrote

Parmäne, Geheimrat von Oldenburg, Martens Gravensteiner, Peasgoods Unvergleichlicher, Riesen- boikenapfel, Schöner aus Herrnhut und Signe Til- lisch. Letztere Sorte erschien in diesem Herbst öfter auf dem hiesigen Wochenmarkt. Die Vorträge wur­den mit großem Interesse ausgenommen.

* * Der Schwan bei Ruttershausen. Zu unserem Bericht aus Ruttershausen über ben bort auf ber Lahn gefangenen Schwan (Gießener An­zeiger Nr. 278 und 280) wird uns von einem Leser in Laubach mitgeteilt, daß am 25. November, gegen 11 Uhr, bei Freienseen ein großer weißer Vogel gesichtet wurde, der bei der Entfernung des Vogels nicht mit voller Sicherheit angesprochen wer- den konnte, aber für einen Storch oder Schwan ge­halten wurde. Der Vogel flog in ber Richtung FreienseenWeickartshainGrünberg.

Gießener Hugend nimmt Abschied von den Gaarkindern.

Ein Bunter Abend im Eafs Leib.

Der Saal im Caf6 Leib war gestern abend wie­der einmal erfüllt vom Leben und Treiben einer quicklebendigen Jugend. Es galt diesmal Abschied zu feiern von den Saarkindern, die am heutigen Mittwochoormittag nach fünfwöchigem Ferienaufent­halt unsere Stadt verlassen. Der Abschiedsabend nah einen sehr anregenden Verlauf. Viele Kräfte bemühten sich um feine Ausgestaltung.

Da war es zunächst die Kapelle der Hitlerjugend, die in starker Blechmusikbesetzung mit schneidigen Märschen den Abend einleitete und auch in dessen Verlauf immer wieder gute Musik machte. Die Einbringung der Fahnen der HI., der Wimpel des Jungvolks und des BdM. gestaltete sich zu einem kurzen feierlichen Akt. Die Hitlerjugend trug dann drei ihrer frischen Lieder vor, deren Rhythmus immer wieder neu erfreut. Außerdem befindet sich der Chor fest in der Hand des jungen Dirigenten, so daß die Lieder sehr geschlossen wiedergegeben wurden. Christel B r o s ch a t, eines der gegenwär­tig hier weilenden Mädchen von der Saar, trug das Gedicht von Fritz BarthelsDas Herz von der Saar^ vor und erntete dafür starken Beifall.

Der Kreisamtsleiter

der NSV. Gießen, pg. Klös

hielt bann eine kurze Ansprache. Den Kindern von der Saar solle hier noch einmal gezeigt werden, wie die freie Jugend im neuen Deutschland lebt, wie sie arbeitet, spielt, singt, wie sie für Adolf Hitler steht. Bald werde auch für die Kinder an der Saar die Zeit gekommen fein, auch fo auftreten zu dürfen, wie es jetzt die Jugend im Reiche tue.

Jungvolkjungens, die sich lagermäßig in einem Halbkreis auf der Bühne niederließen, zeigten bann wieder ihren Heimabend, sangen ihre schnurrigen Lieder und Moritaten, erzählten kleine Geschichten, die stark mimisch unterstützt wurden. Sie brachten sofort die Lacher auf ihre Seite. Der

Kreisschulungsleiter pq. Michel wandte sich dann in unmittelbarer Ansprache an bte Saartinoer: ,Zhr feiert heute Abschied , so sagte er.

kehrt zurück in eure Heimat, aber die Tage, die ihr hier verlebt habt, sollt ihr im Herzen behalten. Wir alle helfen, daß auch die deutsche Jugend an der Saar befreit wird. Ihr Saarkinder habt nun -fünf Wochen mit deutscher Jugend zusammengelebt, habt das Deutschland Adolf Hitlers gesehen, und fehrt nun zurück in das Land, in dem noch die Franzosen und fremde Mächte regieren. Ihr sollt aber froh an die Saar zurückkehren,

ihr wart im freien Vaterland und werdet bald in freier Heimat fein. Bald wird auch bei euch eine Jugend fein, die sich freuen darf, fpielen darf, froh fein kann, die nicht mehr zu hungern und nicht mehr zu frieren braucht, bald auch nicht mehr bei den Eltern trübe Augen sehen muß. Kehrt nach hause, fröhlich, wie ihr es hier sein konntet! Auch euch wir bald der Tag der Frei­heit beschert sein!"

Die Kinder antworteten der Ansprache mit lebhaftem Beifall. Gemeinsam wurde das Saarlisd gesungen.

In der Folge wartete die Jugend im Jungvolk und im BDM. mit lustiger Unterhaltung auf. Mädchen führten einige rasch improvisierth humorvolle und drastische Szenen auf. Sehr gut gefielen dann einige Volkstänze, von den Mädchen in schönen bunten Kleidern getaugt. Die Saarkinder trugen ebenfalls zur Unterhaltung bei, zeigten ein Reigenspiel, brach­ten Gedichte zum Vortrag und hatten sogar einen kleinen Sprechchor eingeübt, der erkennen ließ, daß sie es dem Jungvolk und dem BDM. gerne gleich­tun möchten. Der erste Versuch ist denn auch recht flut gelungen. Im Sprechchor luden sie auch die Gie­ßener Jugend in das Saarland ein. Nachdem noch bas Jungvolk bas LiebBerg op Zorn" gesungen und 'bann gemeinsam mit Jungmädels einen sinn­vollen Sprechchor zum Vortrag gebracht hatte, fand ber Abenb mit einer kurzen Ansprache eines Saar­länders, der heute die Kinder wieder zurückbegleiten hilft, seinen Abschluß. Der gemeinsam gesungene erste Vers des Deutschlandliedes beschloß den Abend, an den die Kinder von der Saar lange zurückdenken werden.

Oberheffen.

Schweres Motorradunglück. Ein Toter.

* Alsfeld, 4. Dez. In der Nähe des Dorfes Leusel (Kreis Alsfeld) sauste ein mit zwei jun­gen Leuten besetztes Motorrad in voller Fahrt gegen einen Baum. Beide stürzten mit der Maschine, wobei der eine Fahrer, ein junger Mann aus Leusel, zum Glück mit leichteren Verletzungen davonkam. Dagegen trug der andere, ein junger Mann namens K ü ft e r aus Alsfeld, einen Schädelbruch und sonstige Verletzungen da­von, an denen er in der Marburger Klinik g e - ft o r b e n ist.

Kundgebung der NSDAP, in Lich.

? Lich, 2. Dez. Eine öffentliche Kund­gebung der Ortsgruppe Lich der NS DAP., die einen außerordentlich guten Besuch auf­wies, fand in Steins Saal statt. Neben den Gliede- rungen der Partei und den Verbänden waren ins­besondere die Frauen in stattlicher Anzahl erschie­nen, so daß der geräumige Saal bis auf den letzten Platz besetzt war. Nach einigen von der SA. ge­sungenen Kampfliedern eröffnete der Ortsgruppen­leiter, Pg. Karl Kuhn, die Kundgebung und er­teilte nach der Begrüßung dem Redner des Abends, Kreisschulrat Pg. Nebeling (Gießen) das Wort. Pg. Nebeling sprach in etwa eineinhalbstündigen Ausführungen über denSozialismus der Tat". An den Beginn seiner Darlegungen stellte ber Reb- ner ben burch ben Weltkrieg hervorgerufenen ge­waltigen Umbruch auf allen Gebieten und in aller Welt, schilberte als Folge biefes Umbruchs ben Zusammenbruch ber Weltanschauungen bes Kapi­talismus, bes Liberalismus, Marxismus und bgl. unb zeigte im Anschluß hieran ben unaufhaltsamen Aufbruch einer bisher wenig beachten Nation im fernen Osten, Japan, bas uns Deutschen gerabezu als Dorbilb dienen könne, wie Deutschland nach Ausführungen von führenden Japanern in vielem Japans Vorbild sei. In seinen weiteren Ausfüh­rungen gab der Redner dann klare Auskunft auf die so oft aufgeworfene FrageWie steht der Na­tionalsozialismus xum Krieg . Er wies hierbei auf den vom Führer bei vielen Gelegenheiten erklärten Friedenswillen Deutschlands hin, betonte aber auch, daß Deutschland sich wehren würde und müßte, wenn man ihm sein Lebensrecht nehmen wolle. Nachdem der Redner in anschaulicher Weise die Begriffe Volk, Arbeiter, nationaler Sozialismus, Volkswirtschaft ufro. dargelegt hatte, widerlegte er das oft gegen den Nationalsozialismus angewandte WortPolitik verdirbt ben Charakter" unb stellte als Beweis bes Gegenteils hierzu unseren Führer und Volkskanzler Adolf Hitler hin. Nach einigen Worten über die Außenpolitik ging der Redner insbesondere auf die Stellung der Frau im Reiche Adolf Hitlers ein. Die deutsche Frau, so führte er u. a. aus, sei heute ebenfalls in das politische Leben gestellt und habe auch die große und heilige Pflicht, zur Erfüllung der Volksgemeinschaft beizutragen, zu ber sie in erster Lime befähigt sei. Sie sei bte erste, die das WortGemeinnutz geht vor Eigen­nutz" verstehe, denn ihr ganzes Leben als Frau unb als Mutter fei eine immerwährende Erfüllung die­ses Wortes. Eine große Pflicht obliege ferner der Frau als Mutter in der Jugenderziehung, die die

wesentlichste Grundlage der Entwicklung des deut­schen Menschen sei. Weiterhin sprach der Redner noch über bte Leistungen bes vorjährigen Winter­hilfswerkes unb forberte bazu auf, baß auch im bevorstehenben Winter alle, befonbers bie Frauen, zu ihrem Teil bazu beitragen, bie Not unserer ärm­sten Volksgenossen lindern zu helfen. Mit den Wor­tenDeutsches Volk! Dein Führer ruft! Folge sei­nen Worten!" schloß er seine beifällig aufgenomme­nen Ausführungen. Mit dem Gruß an unseren Führer und dem gemeinsamen Gesang des Horst- Wessel-Liedes schloß die Kundgebung.

Landkreis Gießen.

cic. H e u ch e l h e i m, 4. Dez. Der Gefangner- einT e u t o n i a" veranstaltete am Sonntag in ber Turnhalle ein Konzert, bas sehr gut besticht war. Die Veranstaltung, ein deutscher Volkslieder­abend, ließ erkennen, welche wertvolle Aufgabe di« Männergejangvereine erfüllen. Unter Leitung seines Dirigenten Otto Bender (Steinberg) brachte ber Verein Lieder der besten deutschen Komponisten zu Gehör, bie allgemein Anklang fanben. Den instru­mentalen Teil bes Abends führte bie Kapelle bes Marinesturmes Meßen aus. Der GesangvereinTeu­tonia" kann bie Veranstaltung als vollen Erfolg buchen.

r Klein-Linden, 3. Dez. Das Leipziger Solo-Quartett für Kirchengesang von Professor R ö t h i g , geleitet von Dr. Kurt Taut, gab am Sonntagabend in unserer Kirche bei star­kem Besuch ein Konzert. Es wurde allen Freunden der Kirchenmusik ein erlesener Kunstgenuß geboten. Die Vortragsfolge zerfiel in drei Teile, in Lieder Auf der Weihnachtswarte",Unterm Weihnachts­sterne" undAn der Weihnachtskrippe". Das Quar­tett, zwei Männer- und zwei Frauenstimmen, bot kirchliche Musik in höchster Vollendung, wie sie in unserer Gemeinde in den letzten Jahren noch nicht gehört worden ist.

00 Klein-Linden, 3. Dez. Das Jung- volk von Klein-Linden hatte Eltern und Freunde für Samstagabend zu einem Werbeabend in den Saal des GasthausesZur deutschen Eiche" eingeladen. Der Saal war schon vor Beginn ber Veranstaltung stark besetzt. Auch ber Iungbann- fuhrer bes Jungbannes 1/116 Jakob S ch u st e r (Gießen), ber Stammführer bes Stammes Geusen Heinz Fischer (Gießen) und weitere Jungvolk­führer nahmen als Gäste an dem Abend teil. Unter den Wirbelschlägen des Svielmannszuges mar­schierte das Jungvolk mit feinen Wimpeln in den Saal ein, worauf gemeinsam das LiedWir sind die Sturmkolonnen..." gesungen wurde. Standort- führer Rudolf Holler grüßte die vielen Besucher unb sprach davon, daß der Abend ben Zweck habe, ben Eltern rechten Jungvolkgeist vor Augen zu sich- ren. Im ersten Teil bes Abenbs zeigte das Jung­volk einige Bilder aus der Kampfzeit der HI. in den verflossenen Jahren. Der zweite Teil brachte Bilder aus dem Leben ber Pimpfe von heute. Pas­sende Einzelvorträge, Sprechchöre, Lieder aus der Bewegung und gut dargebotene Theaterstückchen gaben einen Einblick in das Wollen einer vorwürts- fchreitenden Jugend, die nur das eine Ziel kennt, das, was der Führer fordert, restlos durchzuführen. Mit dem Lied des jungen DeutschlandVorwärts, vorwärts ..." wurde ber schön ausgestattete Abenb geschlossen. Stanbortführer Holler warb zum

ber Anerkennung für die Darbietungen unb ti Ausblicke für die Zukunft. Die Führerin w i g brachte ein Sieg-Heil auf den Führer U und das LiedDie Fahne flattert uns voran" sich an. Der Reinertrag des Abends kommt ta Winterhilfswerk zugute.

* Lang-Göns, 3. Dez. Der hiesige ©tun des NSKK. hielt am heutigen Abend trm Kameradschaftsabend ab, ber recht c besucht war, auch zahlreiche Kameraden aus ff.1.' heim, Grüningen, Allendorf, Leihgestern ufro. v ren erschienen. Die Kapelle des Sturmes (pti einige schneidige Märsche. Darauf begrüßte führer Wilhelm Boller (Lang-Göns) die Grito neuen. In zahlreichen humoristischen SBortr;1' taten sich Wilhelm Velten, Wilhelm ®'.' Walter Iänike (Lang-Göns) und Richard^! (Allendorf) hervor. Der Abend verlief bei Min­der Unterhaltung und Tanz in herzlicher schäft.

* Lang-Göns, 4. Dez. Die Pferde Landwirtes Wilhelm Wentzel in der Breiig scheuten, scheinbar vor einem großen LastcM und gingen durch. Dadurch kam der Besitzer zu und zog sich starke Verletzungen zu.,/ mußte ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. '9 Pferde nahmen keinen Schaden.

> Holzheim, 4. Dez. Bei der H a u s s a m1' I u n g für das W i n t e r h i l f s w e r k, die Ortsgruppe der NSDAP, durchführte, würben' unserer Zelle über 100 Mark gestiftet. Die toffelsammlung bradjte ungefähr 220 N ner ein. Dieser Tage fanb in unserer kung durch bie hiesige Jagbaesellschaft eine Tre«> jagd statt, bei ber 205 Hasen zur Strecke geb^ würben. Gegenüber anberen Orten ist hier der gang der Jagd recht zufriedenstellend. Tage wurde die Autobahn, die auch unsere Gemarkung führt, endgültig abgesteckt führt auch hier, wie in anderen Orten, durch - beste Land. Etwa 60 Normalmorgen gehen bal®j für unsere heimische Landwirtschaft verloren. fentlich werden bei den Bauarbeiten der Bahn^, reiche Arbeiter unserer Gemeinde eingestellt, es sind hier immer noch eine ganze Anzat werosloser vorhanden. Arn Samstagabends, im Saale des Pg. S a m e s durch die Gaufn^ der FilmRosen blühen auf dem Heidegrab j* zeigt. Der Besuch hätte besser sein dürfen.- Ausführungen wurden mit großem Interesse genommen.

<xd Eberstndt, 4. Dtt. Bei ber junfj Sammlung für bas Winterhilf durch die Frauenhilfe wurden 37,65 Mk. ausgetw^ Die Feldarbeiten sind im allgemeine , _ endet. Dieser Tage sah man aber doch noch ten Wagen Grünfutter in bas Dorf einfahren, r der günstigen Herbstwitterung konnten auch . ten Stoppelerbstn und Wicken geerntet - Trotzdem m-acht sich die Futterknappheit »ley mehr bemerkbar. Ein hiesiger Bauer, o" erster in unserem Dorfe einen RartoffeU 1 j richtete, ließ nunmehr einige Wagen. Kartoss der Dampfmaschine dämpfen unb füllte J* Silo. Bei der am Samstag hier aogey Jagd wurden 267 Hcrsen geschossen.

4- Bellersheim, 4. Dez. Unte- Le J Lehrer Krämer veranstaltete die hiesige fügend einen Familienabend. Lehrer » j;, hieß die Teilnehmer herzlich wlllkom r Jugend brachte zunächst einige Lieder zum und wartete mit weiteren unterhalleno-n

Schluß für den Eintritt ins Jungvolk und brMi auf unseren Führer und Dolkskanzler Adolf I e r ein dreifachesSieg-Heil" aus.

OO Klein-Linden, 4. Dez. Im Saale - Gasthauses ,Lur deutschen Eiche" fand eine, fentliche Versammlung der NSDÜs statt, die namentlich der Schulung der FrW^ diente. Frl. Keil, die stellvertretende Leiterin d?! hiesigen NS.-Frauenschast, leitete die Versammlun Kreispropagandaleiter Pg. Schmelz (Gießen sprach über die Ausgaben des Winterhilfswerks Redner forderte den Zusammenschluß und Emse aller Kräfte, besonders auch der Frauen, zui m meinsamen Mitarbeit am großen nationalsoziM scheu Werk der Winterhilfe. Mit dem Sieg-Heil den Führer und dem gemeinsamen Gesang Horst-Wessel-Liedes klang der Abend aus.

z Großen-Linden, 4. Dez. Die hiesige $Z, Frauenschaft veranstaltete am Sonntag^ im Saale von Schaum eine Kundgebung, h, sehr gut besucht war. Die Frauenschaftsfühi^ Frau Textor begrüßte die Besucherinnen, Propagandaleiter Pg. Schmelz hielt sodann tj, Ansprache, in der er zunächst an die Jahre, , Weltkrieges erinnerte, während dem im Bevu sein von Blut und Boden in fanatischem (Eifer j, ; kämpft worden sei und sich dabei eine einzigorh Kameradschaft unter den Frontsoldaten gebiij! habe. Dieser Geist sei auf das heutige Volk i gegangen und daraus die jetzige Volksgemeinlti-1 erwachsen. Nicht derjenige allein sei nur der ein Gewehr bediene, sondern auch derien^, der sich in soldatischem Geiste für Volk und land einsetze. Nachdem der Redner noch die grofn Tage von Nürnberg erwähnt hatte, kam er $ das Winterhilfswerk zu sprechen, das fo Größte Organisation sei, die jemals bestanden fofc eder müsse hier feine Pflicht tun. Die Anspi^ klang in den gemeinsam gesungenen ersten Äch des Deutschlandsliedes und des Horst-Wesiel-Li^ aus. Im Anschluß an die Kundgebung fand r, Werbeabend des BdM. statt, der mit em, Liede eingeleitet wurde. Die Mädchen brachten |) dann verschiedene kleine Theaterstücke zur llv sührung, tanzten Reigen, fangen Lieder unb uito hielten damit ausgezeichnet. Eine Verlosung befjLi den Abend. Als Gewinne wurden Näharbeiten h die Mädchen selbst angefertigt hatten, ausgegdp. Den z. Zt. in Großen-Linden weilenden dem wurde eine besondere Bescherung zuteil

s Lang-Göns, 2. Dez. Die Jun gmädk.'. schar des BdM. hatte zu einem (Eltrn< abenb im Saalbau Hebbel eingelaben. Am mittag hatte eine Vorstellung für bie Schulküc, ftattgefunben. Am Abenb waren zahlreiche Sefütr erschienen unb tarnen voll unb ganz auf :ri Kosten, benn bie kleinen Schauspieler, Gänger ui Tänzer waren mit ganzem Herzen bei ber unb gaben ihr Bestes. Nach einem Vorsprchm Else Müller sprach bie Führerin, Gertrud H1 wig, herzliche Begrüßungsworte und roür/rt allen eine gute Unterhaltung. Unter Leitung N Luise Matthes zeigten die Mädchen ihre fünfte. Die vorgeführten Volkstänze fffita ebenfalls reichen Beifall. (Eine Szene aus bn MärchenSchneewittchen" schloß den ersten In der Pause fand die Verlosung von Gtegenftädim statt, die die Jungmädel hergestellt hatten: kür» Körbchen, Anfasser, bemalte Blumentöpfe unb' c:-| bete praktische Sachen. Frl. Ruth Fabian (!Jw gen) sprach [obann überZiel unb Sttin der mäbelarbeit . Es folgte ein Theaterstückchen Walbwiesentraum", bas herzlichen Beifall aiÄ Bürgermeister Wenzel sprach herzliche Am