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Ur. 284 Zweites Matt

GlehenerAnzeiger (General-Anzeiger für Gberhesien)

Mittwoch, 5. Dezember (934

Tag bernafiona1en Solidantäi"im Kreis Gießen

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Der Beifall steigerte sich nach jedem Akt; es gab

viele Vorhänge und zuletzt Angebinden für den Autor.

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und frommem habe, das be- der Beteiligten

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plötzlich beendet, aber sich trotzdem alsbald in den Herrn des Hauses verliebt und ihn mit Hilfe seines alten und getreuen Faktotums auch her- umbekommt.

Truppführer an aufwärts.

SA.-Führer vom bestätigten Schar­aufwärts.

SS.-Führer vom bestätigten Rotten- aufwärts.

hoheitsträger der pO sämtliche

Glück haben, Glück schaffen, beides durch Arbeitsbeschaffungslose! Ziehung: 22. und 23. Dezember 1934.

Heu vom S. Sämtliche führer an 10. Sämtliche führer an 11. Sämtliche

Hicht nur jedes Haus, jede Familie opfert an diesem Tage für das größte soziale Hilfswerk aller Zeiten, sondern jeder Volksgenosse erfüllt seine pflicht und opfert für das Dinterhilfswerk.

Zeder mutz eine der großartigen Veranstaltungen und Kundgebungen des Tages der nationalen Soli­darität besuchen.

Die ganze Welt soll erfahren, daß Deutschland e i n Volk und e i n Dille geworden ist.

Line Arbeitsleistung für das DHD. ist Ehren­dienst am deutschen Volk und Vaterland.

Es sammeln an diesem Tage im Bereich der Stadt Gießen:

1. Sämtliche HI.-Führer vom bestätigten Schar­führer an aufwärts.

2. Sämtliche BDVl.-Führerinnen von der Schar­führerin an aufwärts.

3. Sämtliche ordentliche Universitätsprofefsoren, der Rektor, der Senat der Universität, sowie olle Führer der Studentenschaft.

4. Sämtliche Regierungsräte, Oberregierungsräte, Amtsgerichtsräte, Landgerichtsräte.

5. Der Oberbürgermeister, Bürgermeister, die Di­rektoren der städtischen Werke.

Oesterreicher bei Leuthen; 1791: Wolfgang Ama­deus Mozart in Wien gestorben (geboren 1756);

6. Sämtliche Schulleiter, Rektoren, Direktoren staatlicher Schulen.

7. Sämtliche Künstler und der Intendant des Stadttheaters.

8. Sämtliche Führer des RS.-Arbeitsdienstes Gie-

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Das Wildschwein und Einars Rache Von Marie Hamsun.

Amtsleiter, Abteilungsleiter und Unterabtel- lungsleiter der Kreisleitung, sämtliche Amts­leiter der Gießener Ortsgruppen.

Der erste Appell all dieser Sammler findet am Mittwoch, 5. Dezember, um 20.30 Uhr, im Laf6 Leib statt.

Die Sammler haben sich ferner am Samstag, 8. Dezember, in der Zeit von 15 bis 23 Uhr restlos

Stelle tief zu vergraben. Da die Verbreitung Räude von Jahr zu Jahr wächst, müssen Jäger an ihrer Bekämpfung mithelfen.

Daten für Mittwoch, 5. Dezember.

1757: Sieg Friedrichs des Großen über

Herr Lindt spielte auch noch die männliche Hauptrolle, und es ist unter diesen Umständen kein Wunder, daß es die beste Leistung wurde, die wir bisher von ihm gesehen haben. Er 'hat sich die Rolle selbst geschrieben, und er mußte wissen, was ihm stehen würde; sie gibt ihm Gelegenheit, hübsch all° mählich aus sich herauszugehen und sich von kühler Konversation zu herzhaften Ansprachen nicht nur an die Geliebte, sondern auch an ihren und seinen (vermeintlichen) Sohn im Kinderwagen zu steigern, was nebst den zugehörigen Handreichungen alle Welt in Entzücken versetzte.

nicht mehr dabeistanden, holte Ola seinen Frosch heraus und ließ ihn in Einars Hemd springen. Dies hatte eine unglaubliche Wirkung zur Folge. Einar stieß ein Geschrei aus, das jedem Ferkel Ehre gemacht hätte, und führte einen wahren Jndi» anertanz auf, ohne daß ihm dies auch nur die geringste Linderung gebracht hätte. Der Frosch krabbelte und kribbelte auf seinem Rücken und kitzelte ihn, daß er beinahe starb. Da ließ er in der äußersten Rot einfach die Hose fallen und schoß wütend, nur mit dem kurzen, kleinen Hemd be­kleidet, hinter Ola her. Aber Ola lachte und drehte ihm eine lange Rase und lief ihm mit seinen langen Beinen davon.

Weinend zog Einar seine Hose wieder an; oh, grausam, blutdürstig grausam sollte seine Rache sein!

Die kleinen Mädchen waren ja lieb und gut und trösteten ihn, Martha sagte, Ola sei kolossal. Dies war ein großes und gefährliches Wort, Martha fand wohl, daß man über einen Menschen nichts Schlimmeres sagen könne. Und sie versprachen beide, zu Einar zu halten, damit er diese Schandtat ver­gelten könne.

Die drei Geschwister steckten nun eine Weile dis Köpfe zusammen und berieten; endlich beschlossen sie einen gehörig schlimmen Streich, den sie dem Bruder spielen wollten. Gegen Abend bann sprang die Mine.

Einar und die kleinen Mädchen saßen auf dem Stallhügel und waren sehr vergnügt. Ola bemerkte, daß sie aus einer großen schönen Tüte, die Einar herumbot, Zuckerzeug naschten.

Wo in aller Welt hatte Einar das Zuckerzeug her? Richt etwa, daß er es ihnen nicht gönnte, Ola hatte selbst Zuckerzeug, er hatte eine große Tüte vom Ladenhändler bekommen, an dem Tag, an dem er wegen seines Stammdrittels abrechnete, er brauchte also die anderen nicht. Aber Einar war nie geizig, er hielt auch jetzt Ola seine Tüte hin und teilte mit ihm, als er herankam. Ra, das war ja sehr schön von Einar, und Ola begann schon fast seinen Streich mit dem Frosch zu bereuen. Sie saßen nun alle vier da und ließen sichs gut gehen und lutschten das Zuckerzeug in zunehmend guter Laune.Bitte!" sagte Einar freigiebig und ließ die Tüte im Kreise wandern, es war das reine Schla­raffenleben, und Einar und die kleinen Mädchen wurden immer lustiger und luftiger.Worüber lacht ihr penn so schrecklich?" fragte 'Ola.Ueber dich!" antwortete Einar und schmiß Ola plötzlich die leere Tüte ins Gesicht.Und schönen Dank auch!" rief er und rollte vor Lachen den Hang hinunter.Ha-ha- ha!" jubelten die kleinen Mädchen und rollten nach.

Ola blieb allein zurück. Ein fürchterlicher Verdacht stieg in ihm auf, er stürzte ins Haus und sah unter seinen Sachen nach die Tüte war weg! Und jetzt hätte am liebsten Ola vor Wut geweint.

.'larl-Ludwig Lindt, der sich so in dreifacher ^Mnschaft auf der Bühne präsentierte, plaudert -n: Programmheft einiges darüber aus, wie das Ciirf zustande kam. Er beruft sich, um die ehr- milbige - Tradition der von ihm bevorzugten Gat- tir.j ins rechte Licht zu setzen, auf Hans Sachs ui schildert auch, um andererseits die Aktualität br Fabel zu betonen, wie segensreich die Aus- sssmg der Ehestandsbeihilfe sich auf einem Gebiet ctoqeroirft habe, wo man es in der Tat auf den feji-n Blick nicht vermutet haben würde; diese Maß- nihne gab sozusagen das erlösende Stichwort für d- Beiden Autoren, die zuvor ihre Phantasie mit osclibar nicht den richtigen Mitteln anzuregen ver- sch hatten.

Las Stück beherbergt zwei zwar verschiedenartige, ak* äußerst berühmte Zitate; das eine stammt von ' üikielm Busch und endet mit den WortenVater sm! dagegen sehr", das andere ist sogar aus den ,Saubcrn", letzter Akt, letzte Szene, letzter Satz: ricm Mann kann geholfen werden", und was das Anische ist: sie passen alle beide als Motto über «'J5 Stück, in dem an sich nicht viel mehr passiert, c; daß zwei sich heiraten.

imetW sentlichkeit wfa! ien O M M Sinne btipM < if W Uch- itraW Mck ie e MMM k

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zur Verfügung zu stellen. Diese Zelt ist von licher anderer Verpflichtung frei zu halten.

Heil Hitler!

I. V.: Schmelz, kreivpropagandaleiter.

Der Autor führte, wir sagten es schon, persönlich Regie; roer_ anders hätte sein Stück hier besser in­szenieren können, und ihm kam überdies zustatten, daß seine Kollegen offenbar mit allen Kräften be­müht waren, bas ihre zu einem siegreichen Ab­schluß bes Abends beizutragen. Herr Löffler hatte bas sommerlich freunbliche Bühnenbilb bazu gestiftet.

gewisse Verbote und Verfügungen zu umgehen, um auf alle mögliche Art sich solche Stoffe zube- schaffen", bie nun einmal dazu gehören, das Leben an sich erträglicher zu gestalten. Seine Erlebnisse bei derKartoffelernte" riefen Helle Begeisterung bei den Zuhörern hervor. Dann schilderte der Red­ner, wie allmählich die Weihnachtszeit herangerückt sei und mit ihr die Sehnsucht nach dem Vaterlands

Gauführer Weigel (Gießen) noch einige Worts über Ziel und Aufgaben der Guttempler-Bewegung. In diesem Zusammenhang sprach er noch dem Ordensführer Weber (Gießen) Dank für dessen ersprießliche Arbeit aus, die er bereits fünf Jahrs der Bewegung geleistet habe. Mit dem Wunsche, daß jeder aus der Adventsfeier etwas mit nach Haufe nehmen möge, um es im Kreise seiner An­gehörigen zu verwerten, wurde die Feier geschlossen.

Keine Lebensmittelpakete für Strafgefangene.

Vom Bund Nationalsozialistischer Deutscher Ju­risten, Justizpressestelle Gießen, wird uns mitgeteiltt

Es wird darauf hingewiesen, daß nach neuerer Anordnung die Zusendung von Lebensmittelpaketen an Strafgefangene auch für die Weihnachtstage nicht gestattet ist.

Fuchsräude in den Jagdrevieren.

Unser Jagd-Mitarbeiter Hubertus teilt uns mit, daß in den Revieren die Fuchsräude, durch d-ie große Werte vernichtet werden können, sehr stark herrscht. Er schreibt dazu: Es muß versucht werden, die befallenen Tiere in möglichst großer Zahl abzu- schießen. Es besteht auch die Gefahr der Uebertra- gung der Milben auf Hunde beim Bringen kranker Füchse, oder beim Arbeiten im verseuchten Bau. Von sachverständiger Seite wird empfohlen, solche Hunde nach der Arbeit mit einer 2 v. H.-Kreolin­lösung zu behandeln, um dadurch der Krankheit vor­zubeugen. Geschossene oder gefundene Räudefüchfs sind entweder zu verbrennen, oder an Ort und

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ezember.

Gymnastik 11 Men. 6.55: fr t. 8.30 bis 8.45: (

Schulfunk.! uKe und hau- nsh Nachrichten! ezirk. 13.15: U- n. 14.30: Dich ' Gauleitung, r gskonzert. 18: deutsche MaG t v. Macken^ >er Nation: ier! ilmschau. 20: 1 endmusik. 22.10J ius dem Senbel bis 2: Nachtm

Damit wäre aber der Schwank schon im zweiten Akt aus, überdies ist der bekehrte Wüterich noch nicht von seiner Babyfeindlichkeit geheilt, und siehe da, es rollt, von ungefähr, aber immerhin ein Kinderwägelchen mit Inhalt über die Veranda, und obwohl weder Kind noch Wagen ihr gehören, hat die mehrfach erwähnte junge Dame die Stirn, beides für ihr rechtmäßiges Eigentum zu erklären, wo sie doch nicht einmal einen Mann hat, sondern erst einen haben will. Und der, den sie meint, be­steht in der Tat die ihm auferlegte Feuerprobe und ist am Ende so weit, daß er dem zur Unzeit auftau­chenden rechtmäßigen Vater seinen Säugling erbittert streitig machen will. Ra, mehr kann weder die junge Dame noch das ergötzte Publikum verlangen, und alsbald wird die in der Ueberschrift gegebene Parole auf bie einzig mögliche Weise besiegelt.

Es gibt kaum ein>erfrischenderes Buch Die Langerudkinder" von Marie

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Rach dem Vortrag von Pfarrer der bei den Zuhörern starken Beifall fand, sprach

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einen Kinderwagen mit hth.

Adventöfeier im HeimHassia" des Guttempler-Ordens.

Der Deutsche Gutternpler-Orden, HeimHassia" Gießen, hatte am gestrigen Dienstagabend seine Mitglieder zu einer Adventsfeier in die Herberge zur Heimat, Hinter der Westanlage, eingeladen. Dem Rufe der Ortsgruppenführuna waren die Mitglieder mit ihren Angehörigen zahlreich gefolgt. Stimmungsvolle Weihe lag über dem Raum, her mit Tannenzweigen, Adventskränzen und Kerzen geschmückt war.

Echte und frohe Weihnachtsvorstimmung spürte man, als die auf den Tischen aufgestellten Kerzen entzündet und beim Scheine der trauten Lichter die Adventsfeier mit einem gemeinschaftlichen Lied eröffnet wurde. Ordensführer Weber (Gießen) begrüßte die Besucher und wies mit kurzen Worten auf die Bedeutung der Veranstaltung hin, die traditionsgemäß in jedem Jahre veranstaltet wird. Wie das erste entzündete Licht des Advents Weg­weiser sein solle für das Kommende, so soll die mit jedem weiteren Sonntag entzündete Kerze Symbol sein für das Leben; Kraft wolle matt schöpfen für die weitere Entwicklung der Dinge, bis endlich strahlend und leuchtend Weihnachten hereinbricht.

Anschließend sprach Pfarrer Reinhardt (Gie­ßen) über seine Erlebnisse als englischer Kriegs­gefangener und insbesondere über seine Eindrücke von Weihnachten in England. Mit einfachen und zu Herzen gehenden Worten verstand es der Red­ner, seine Zuhörer von vornherein zu fesseln. Wenn man auch im allgemeinen wüßte, was der deutsche Frontkämpfer mitgemacht habe, so sei es doch nicht weiter bekannt, wie die deutschen Soldaten in den Tretmühlen der Gefangenenläger gelebt hätten. Um­geben von einem harten und schweren Schicksal hinter Drahtverhauen, abgeschnitten von der Frei­heit der Bewegung in der Natur, abgeschnitten vom Vaterland und vom Betätigungsfeld für das deutsche Volk, stets sei man umgeben gewesen von einer trüben Hoffnungslosigkeit, befangen von dem Gedanken, für die menschliche Gesellschaft verloren zu sein, und dann doch immer wieder der Hoff­nungsschimmer: Es muß doch einmal anders wer­den. Der Redner, der als junger Theologe im Jahre 1917 in ein englisches Krankengefangenen-

Elisabeth W i e l a n d e r machte die bewußte junge Dame namens Ferdinande mit dem richtigen Instinkt, mit trockenem Humor und gutsitzenden Pointen. (Auch die schon erwähnte Ohrfeige saß.) Herr D o l ck spielte den Diener Wilhelm mit Ab- geklärtheit und Gemüt als einen segenstiftenden Hausgeist. Heini Göbel und Luise Decker als stürmisches und jugendlich verliebtes Brautpaar, Herr Geiger als sächsischer Hochtourist mit Kin-

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Hamsun. Eben bringt der Verlag Albert Langen / Georg Müller in München davon eine illustrierte Neuausgabe heraus, der wir mit Erlaubnis des Verlags den folgenden Absatz entnehmen.

Das Wildschwein war in seinen Auslauf hinaus­gelassen worden, zum großen Vergnügen für es selbst und die anderen. Ja, sogar Vater und Mutter mußten sich Zeit nehmen und dem Ferkel eine Weile zuseyen und lachen.

Es war unbedingt das großartigste Tier auf der Alm. Als man es in dem geräumigen Auslauf frei- gelassen hatte, war es lebendig geworden! Erst glaubte es ja nicht, daß dies wahr sei, einen Augen­blick lang stand es vollkommen still, dann aber machte es plötzlich einen Satz, und als es ihm klar wurde, daß es hier herumlaufen konnte, wußte es sich vor lauter Freude gar nicht mehr zu fassen. Es machte die seltsamsten Sprünge, dick war es ja und hatte nur ein paar winzig kleine Beine, aber es sprang wie ein Ball umher und quiekste vor Freude. Die Kinder konnten deutlich hören, daß dies ein Freudenschrei war, und da schrien sie aus ganzem Herzen mit. Einar geriet über das Schwein so in Entzücken, daß er über die Einzäunung sprang und anfing, auf allen Vieren zu krabbeln und zu springen und zu kollern, genau wie das Ferkel. Da aber fürchtete sich bas Schwein und stand ganz still in einem Winkel und wollte nichts mit Einar zu tun haben.

Ola mußte Einar zurechtweisen:Komm doch wieder heraus, du machst dem Wildschwein Angst!^

Geht dich das etwas an?" erwiderte Einar.

Glaubst du etwa, es ist dein Schwein?" sagte Dia.

3a, gerade, hätte ich es nicht gefangen auf dem Weg zur Alm herauf damals, als du nicht mehr konntest, bann hätten wir es jetzt nicht!"

Auf diese unangenehme Wahrheit gab Ola keine Antwort. Aber da Vater und Mutter glücklicherweise

los Sichkennenlernen, sagt Herr Lindt selber, v::i nicht schwer, aber bas Sichverstehenkönnen um ^schwieriger, ba es sich um zwei grunbverschiebene 2inperamente hanbelt. Auf biefer Schwierigkeit i l her ganze Schwank aufgebaut, benn es hanbelt R tfbarum, einen aufs Stanbesamt zu schleppen, i dl hwar bie Beihilfe nicht so furchtbar nötig hat, icm ein ausgemachter Weiberfeinb ist und kleine ! tor nicht ausstehen kann. Wenn man es klassisch j fraHieren wollte, könnte man sagen: bes Wider- ssMigen Zähmung.

bis fängt mit einem saftigen Streit um ein ver- thHnes Backfischkleid an und geht mit einer mit 12' i und Tücke ertrotzten Heiratsanzeige weiter, t mer weiß, wie bas geendet hätte, aber bestimmt rroil als Schwank, wenn nicht eines Tages eine

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)erDrücker" entfchie- e, Herr Kühne und Fräulein Ensemble noch genannt.

lazarett in einem Vorort von Manchester einge­liefert wurde, schilderte dann in eingehender Weise fein und bas Leben seiner Kameraben in biefer Gefangenschaft. Ausgehend von der Verpflegung, die in den ersten Jahren des Krieges in en-gkifcher Gefangenschaft vorzüglich mar, im Jahre 1917 jedoch und beim Einsetzen des U-Boot-Krieges sich bedeutend verschlechterte, ging er über zu der Wiedergabe von lustigen Erlebnissen, sprach von dem Geist der Kameradschaft und von dem Be­streben, sich gegenseitig das schwere Los zu er­leichtern. Der Vortragende erzählte frohgestimmt und natürlich, wie man es immer wieder verstand.

f Hießen üläranl^/;' fiauptia r9 ' verurteil!-

Gießener Stadttheater.

iüans dc Neve und Karl-Ludwig Lindt: Parole: Heiraten!"

Ne Aufführung dieses Schwankes fand unter so srmnblicher, ja zuletzt stürmischer Anteilnahme statt, v man fast glauben konnte, einer erfolgreichen Aufführung beizuwohnen. Dies war nun zwar liai't der Fall, die Lautstärke des Erfolges aber küh den besonderen und seltenen Umstand gerecht- ir;igt, daß ein Mitglied des Ensembles nicht nur de. Hauptdarsteller und Spielleiter, sondern sogar Autor mitgewirkt hat.

Amt für Volkswohlfahrt, Ortsgruppe Sießen-Süd.

Die Pfundsammlung in her Ortsgruppe Gießen- Süd wird am Donnerstag, 6. Dezember, von der Fvauen-schaft hurchgefüyrt.

Die Hausfrauen werben gebeten, die Pakete bereit­zustellen und auf den Umhüllungen Gewicht und In­halt zu verzeichnen, ba für jede Spenbe eine Quit­tung erteilt wird.

Amt für Volkswohlfahrt, Sießen-Nord.

Die von her Ortsgruppe Gießen-Nord verausgabten Kohlengutlscheine

sind von ben Ktzhlenhänblern bis spätestens Freitag, 7. Dezember, auf unserer Geschäftsstelle, Walltor­straße 16, gegen Empfang von Wertquittungen vor­zulegen.

Verspätet eingereichte Gutscheine werben nicht mehr berücksichtigt.

Deutsche Arbeitsfront.

Abteilung Jugenb.

Der Nähkursus der Deutschen Arbeitsfront finbet am Donnerstag, 6. Dezember, 20 Uhr, im Sackl der Deutschen Arbeitsfront, Schanzenstvahe 18, statt. Alle Möbels, bie für diesen Kurs eingeteilt find, sind ver­pflichtet, regelmäßig zu kommen, nur im Krank­heitsfall vorherige schriftliche Entschulbigung.

Berufshauptgruppen in der OAI.

Verufsgemelnfchaft bet Kaufmannsgehilfen.

Die diesmonatllche Zusammenkunft findet am Donnerstag, 6. Dezember, 20 Uhr, im Ortsgruppen- heim der Berufshauptgruppen in der DAF., Gießen, Lonystraße 18, statt. Es spricht Diplom-Kaufmann W. Wertes überDie Aufgaben des Handels in der deutschen Volkswirtschaft^.

Reichsbund Volkstum und Heimat.

Unsere Mitglieder werden auf ben Lichtbildervor­trag von Museumsdirektor Dr. Kunkel über Bineta" am Donnerstag, 6. Dezember, 20K Uhr, im Kunstwissenschaftlichen Institut hingewiesen. (Ein­tritt frei!

Aus der Provinzialhauptstadt.

Tatgemeinschast.

Vom Gau Hesfen-Nasfau des Winterhilfswerks 934/35 wird uns geschrieben:

Die Zeiten, in denen ein innerlich zerrissenes Deutschland beim Ausland um Hilfe bettelte, sind vorbei. Das deutsche Volk ist sich bewußt geworden, ?taf3 es, wie jedes Volk auf der Erde, ein Recht auf iinen Platz an der Sonne hat. Unser Volk will stben.

Auch der Winter kann uns unsere Zuversicht nicht trüben! Die Erfolge der Arbeitsschlacht und vas Ergebnis des vorigen Winterhilfswerkes haben Inas bewiesen. Wenn Deutschland seinen bedürftigen Volksgenossen im letzten Winter fühlbare Hilfe liegen Hunger und Kälte gewähren konnte, dann juirb auch in diesem Jahre niemand Not leiden nüffen! Es kommt lediglich auf uns selbst an, auf Msere unbeugsame Opferwilligkeit und unsere un- »rdrossene Mithilfe. Klagen wir nicht über die Zeit mb ihre Härte, warten wir nicht auf Wunder! Dazu haben wir unsere Geisteskräfte, wenn wir nicht gebrauchen? Sind wir ein Volk, eine leben- ge Tatgemeinschaft, wenn wir uns nicht gegen« iitig tragen und stützen? Wir wollen an- Zacken und handeln und damit selb st !>a s Wunder unserer Rettung voll- ür i n g e n! Wenn das Schiff auf ruhiger See durch 'ie Wellen gleitet, ist es ein leichtes Arbeiten für iffiziere und Matrosen. Bricht aber ein Sturm iit feiner Urgewalt herein, drohen Klippen und ^fahren, dann heißt es:Alle Mann an Deck!" !n Zeiten der Not können wir auf keinen Mann I i'rzichten. So muß der jetzige Winter alle Deut« foen im stärksten Lebenswillen vereinigt finden.

Lassen wir darum alle kleinmütigen Gedanken rnb alle Zweifel schweigen! Ein Millionenvolk, bas ij schlossen auftritt, kann seine Notleibenben auch Iirch Notzeiten hindurchbringen, muß es können! (in Volk, bas nicht bazu bereit märe, gibt sich |lhft auf.

?Nur eine Losung geht burch Deutschlanb:Treu /u Führer und Volk im Kampf gegen fju n g e r u n b Kält e!"

Kirchenkonzert in ver Gtadtkirche.

!Am Montaqabenb fanb in ber Stabtkirche ein -'"nzert bes Leipziger Soloquartetts (Röthigquar- tüt) statt. Es war eine Feierstunde ganz besonderer Ü't. Und man hätte gewünscht, daß sich mehr li'meindeglieher dazu eingefunben hätten. Dem inartett geht ein guter Ruf voraus, unb viele t?rben es früher schon einmal bei einem Konzert ii Gießen gehört haben. Das Programm des Kon- ;rtes war sehr sorgfältig ausgewählt und legte kredtes Zeugnis ab von gutem Geschmack. Ganz c* kirchenmusikalische Sätze wurden geboten, einer fio.ar aus dem 15. Jahrhundert. Welche Weise man "-H erwähnt, sie waren alle in der gleichen nör­dlichen Stimmenführung und Stimmengestaltung I Nffletragen. Man glaubt da einen ganzen Chor jil hören. Voll unb wuchtig, unb bann roieber fein uo zart klangen bie Lieder, fein dynamisch aus« tzlllichen. Besonders ist der wunderbare Ausklang 2k einzelnen Lieder zu erwähnen. Fein abgestuft tlcngen die Lieder, je nach ihrem Inhalt, aus. Es pT ein Genuß, der sich von Lied zu Lieb steigerte, simrehr als ein Genuß, es war über aller Kritik trmben, was ba gesungen würbe; es war mehr cl ein Konzert, ein feiner Gottesdienst zu Beginn ü Vdventszeit. Und mit vollem Recht stand über h feierlichen Stunde im Gotteshaus das Wort: griffet uns fingen von ber Gnade des Herrn!" 8-rzügliche Stimmen haben sich da zufammen- Mnden, die in uneigennütziger Weife dem deutschen Lllk diesen herrlichen Schatz alten Liedgutes über- inltefn wollen, und die zugleich aus der ganzen !1 des Vortrages erkennen lassen, was für sie da- bnlter ftefjt.

und nach dem Erleben eines deutschen Weihnachts­festes. Wie man aber schließlich mit den einfachsten Mitteln, mit Kameradschaftsgeist Eifer ein Weihnachtsfest gefeiert stimmt zu den größten Erlebnissen

fouragierte junge Dame in das Haus des Frauen- berroagen, Frau Schubert-Jüngling, deren Verächters geschneit käme, die zwar die erste ein- Spiel durch Vermeidung etlich« gehendere Zwiesprache mit einer Ohrfeige etwas den gewinnen würde, Herr K