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Hubertusfeier 1934

chum, Bonke.

Daß im Anschluß an den offizielleren Teil die Waidmänner noch lange und froh bei guter Mu­sik, Lied und Trank zusammensahen, versteht sich bei einer Hubertusfeier eigentlich von selbst.

Möge die mannigfache Anregung, die auch von ihr wieder ausgegangen ist, Wild und Waidwerk

stand ein Wagen, der mit Vieh beladen war, das durch den Wagenboden hindurchgebrochen war. Die Feuerwehr schickte drei Mann zur Hilfeleistung mit dem notwendigen Gerät aus, die die Tiere aus

ihrer unangenehmen Lage befreiten.

* Oeffentliche Bücherhalle. Im Oktober wurden 1384 Bände ausgeliehen. Davon kamen

1, Zeitschriften 12, Gedichte

Innungsobermeister beraten in Gießen

Tagung des Landesfachverbandes Hessen im Rerchsverband des deutschen Baugewerbes.

auf: Literaturgeschichte 4, Zeitschriften 12, Gedichte und Dramen 10, Erzählende Literatur 879, Jugend­schriften 195, Länder- und Völkerkunde 96, Kultur­geschichte 3, Geschichte und Biographien 112, Kunst­geschichte 6, Naturwissenschaft und Technologie 23,

Oie deutschen Kunstturn -Meisterschaften

Sieger: Schwarzmann-Fürth.

Heer- und Seewesen 6, Gesundheitslehre 4, Religion und Philosophie 2, Staatswissenschaft 28, Sport 1, Fremdsprachliches 3 Bände. Nach auswäns kamen 11 Bände.

** Fachschaft Leihbücherei. Die Landes­stelle Hessen-Nassau des Reichsministeriums für Dolksaufklärung und Propaganda teilt mit: Herr Paul Röder, Frankfurt a. M., Hohenzollernstraße Nr. 4/8, ist zum Kreisobmann der Reichsschrifttums­kammer, Fachschaft Leihbücherei, ernannt. Die Kreis­obleute des Kreises 14, Hessen-Nassau, haben ihre Berichte in Zukunft an diese Anschrift zu richten.

Auf der Reise nach Hannover trug die Fußball- Auswahlmannschaft des Gaues Baden am Samstag in Kassel auf dem Platze der ,Kurhessen" das Rück- spiel gegen Den Gau Nordhessen aus. Im Vorspiel n Pforzheim hatten sich die beiden Gaue mit einem Unentschieden von 4:4 getrennt, diesmal gelang den Nordhessen ein Sieg mit 4:2 (2:1). Auf Grund der besseren Gesamtleistung war der Sieg verdient. Besonders in der ersten Hälfte ließ die Spielweise der Nordhessen nichts zu wünschen übrig. Die recht breit angelegten Angriff der Süddeutschen zerschell­ten meist an der aufmerksamen Deckungsreihe der Gastgeber. Auffallend schwach war bei den Bade­nern der internationale rechte Flügel Langenbein- Siffling, der in dem linken Läufer Israel von Kassel 03 ein fast unüberwindliches Hindernis fand. Trotzdem hatten die Süddeutschen im letzten Spiel- drittel beim Stande von 2:2 die Gelegenheit, das Ergebnis zu verbessern. Die in dieser Zeit unver­kennbare badische Feldüberlegenheit hatte aber keinen Erfolg, da im badischen Sturm zu wenig geschossen wurde. So fielen in dieser meist den Badenern gehörenden Zeit zwei weitere Tore Nord­hessens, die den Sieg sicherstellten. Schiedsrichter

Zum 14. Male hatte derHubertus, Verein weidgerechter Jäger, Sitz Gießen", am Samstag feine Mitglieder zur Hubertusfeier zusammenge- rufen. Wie immer waren sie gern dem Rufe ge­folgt, und so füllten an 90 Waidmänner den Saal des HotelsHindenburg", in dem auch die Tro­phäenschau aufgebaut war.

Während des einfachen Jagdessens begrüßte der Vereinsführer August Pascoe die Mitglieder und einige Gäste und gedachte der langjährigen, erfolg­reichen Arbeit des Hubertus, derer zu gedenken der Abend besonders Veranlassung gäbe. Denn darüber könne kein Zweifel bestehen, daß die Reihe der Hubertusfeiern in diesem Rahmen mit der heutigen Feier abgeschlossen sei. Man könne sich bei dem Gedanken einer gewissen Wehmut nicht erwehren, denn ein Kreis, der in jagdlicher Ge­meinschaftsarbeit sich so eingearbeitet habe und so zielsicher und unbeirrt oorgegangen sei, daß er heute die Genugtuung habe, alle seine Ziele in der neuen Jagdgesetzgebung verwirklicht zu sehen, ein solcher Kreis gehe nur schweren Herzens aus- ' einander, wenn ihm nicht ein neues Arbeitsgebiet erwachse. Ob dies der Fall sein werde, müsse sich in aller Kürze entscheiden. Die Betätigung als all­gemeiner Jagdverein höre jedenfalls in Bälde auf. Nur der Ausblick darauf, daß es geschähe, um alle Kräfte um so besser und zusammengefahter auf ein Ziel einsetzen zu können, führe über das Be­dauern hinweg und lasse freudig erkennen, daß dem deutschen Waidwerk eine festere Grundlage gegeben worden sei, als es sie je gehabt habe. Dem Waidwerk und dem Führer der deutschen Jägerei, dem Reichsjägermeister Hermann Göring, galt

Badens Fußballer geschlagen

Sau Aordhesien siegt in Kastel 4:2 (2:1).

ausstellung an, die Studienrat Holzel vornahm. Es waren ausgestellt: 1 Damschaufler und 132 Rehgehörne. Die Bewertung hatten Geh. Rat Prof. Dr. Olt und Regierungsrat Freiherr Schenck zu Schweinsberg übernommen. In der Be- sprechung wurde ausgeführt, daß es bei einer Jagdausstellung heute nicht darauf ankomme, mög­lichst viele gute Trophäen zu zeigen. Es müsse vor allem auf Dorzeigen des Gesamtabschusses Wert gelegt werden, da das Betonen der guten Stücke zu einem Ueberhandnehmen der schlechten in unse- ren Revieren geführt habe. Zunächst müsse die Auslese der Schlechten und die Hege des wertvol­len Erbgutes erfolgen. Inwieweit dies in den ein­zelnen Revieren erfolge, solle die Ausstellung zei­gen. Obwohl in Hessen noch kein Ausstellungs­zwang sei, hätten erfreulich viele Mitglieder ihren Gesamtabschuß ausgestellt, der z.T. in sehr glück­licher Weise durchgeführt worden sei. Durch ein von Hölzel angegebenes neues Verfahren war dies dem Beschauer an den Tafeln besonders augen­scheinlich gemacht. In Verfolg dieser ganzen Ein- stellung waren bei der Prämiierung zunächst die Sammlungen bedacht worden, dann kamen erst in zweiter Linie die guten Einzelstücke.

Den Dank der Gäste sprach Dr. Karl Rudolf Fischer aus, der betonte, daß kein einziger ober- hessischer Jagdverein auf eine derart wertvolle Ar­beit zurückblicken könne, wie der Hubertus. Für die Preisträger sprach der Senior der Versammlung, das Ehrenmitglied des Vereins, Oekonomierat Hoffmann.

Die Bewertung hatte folgendes Ergebnis:

A. Sammlungen: Goldene Medaille: Bonke, Dr. Koch, L. Rinn. Silberne Medaille: Hammer­mann-Zeller, Hess. Forstamt Gießen. Bronzene Medaille: Schmall, Nickel, Denninghoff.

B. Einzel stücke (Rehgehörne): Goldene Me­daille: H. Rinn, Graf Schwerin, Hoffmann. Sil­berne Medaille: Graf Schwerin, Metzger, Münch, H. Rinn, L. Rinn, Rohde, Dr. Dietz, Graf Schwe­rin. Bronzene Medaille: Dr. Dietz, Schäfer, Lei-

das Horrido des Redners.

Im Auftrage des Präsidenten des Allgemeinen Deutschen Jagdschutzvereins, des größten deutschen Jagdvereins, ergriff dann Pascoe zum zweiten Male das Wort. Er würdigte die erfolgreiche Ar­beit, die während der ganzen Jahre des Bestehens Les Vereins der Schriftführer Studienrat Ernst Hölzel geleistet habe und gab feiner Freude dar­über Ausdruck, daß diese auch in größerem Rah­men anerkannt und gewürdigt worden sei. Unter ibem lebhaften Beifall der Versammlung über­reichte er zusammen mit einem Handschreiben des -Präsidenten, des Prinzen Alfons von Isenburg, dem zu Ehrenden die silberne Me­daille für Verdienste um den ADJD. .ujr uhcuki uusycyuuycii h«.,

Daran schloß sich die Besprechung der Trophäen-, zugut kommen. Dann hat sie ihren Zweck erfüllt.

Oer erste Tag in Dortmund.

Zu den 6. Gerätemeisterschaften der Deutschen Turnerschaft, die am Samstagnachmittag mit Den Pflichtübungen ihren Anfang nahmen, waren in der Dortmunder Westfalenhalle 3000 Zuschauer er­schienen. Zu dem Zwölfkampf waren statt der ursprünglich vorgesehenen 100 Teilnehmer rund 130 Kunstturner zugelassen worden.

Schon nach den ersten drei Hebungen konnte sich der favorisierte Frankfurter Winter mit dem famosen Durchschnitt von 19,5 Punkten an die Spitze setzen. Er erreichte am Reck 19,3, am Pferd quer ebenfalls 19,3 und an den Ringen 19,8 Punkte. Für die Entscheidung waren ihm vor allem Schwartzmann und Sandrock (Immigrath) nahe. Um 16 Uhr marschierten 130 Turner in sechs Riegen in die Westfalenhalle ein. Die Eröffnungs­worte sprach der westfälische Gau - Dietwart Jasper, danach nahmen unter Leitung von Männerturnwart Schneider die Meisterschafts- kämpfe ihren Beginn.

Oie Entscheidung.

Die deutschen Meisterschaften im Kunstturnen wurden am Sonntag in der Dortmunder Westfalen­halle beendet. Am Vormittag nahmen die 110 Teilnehmer, die nicht unter den fünfzehn Ersten vom Samstag waren, ihren Kampf auf. Dabei gelang es dem Titelverteidiger Frey (Bad Kreuz­nach) und dem Thüringer Limburg (Ruhla), den bei den Pflichtübungen verlorenen Boden wie­der aufzuholen. Hatten die Kämpfe dieser in sechs Riegen eingeteilten Turner schon die 4000 Zu­schauer In helle Begeisterung versetzt, so gab es bet den Kämpfen der fünfzehn Besten, die am Nach­mittag abgewickelt wurden, ganz erstklassige Lei- stungen zu sehen.

Vor 14 000 Zuschauern.

Als die Entscheidungen am Nachmittag begannen, war die Westfalenhalle mit 14 000 Zuschauern bis auf den letzten Platz ausverkauft. Unter Dorantritt der Fahnen, darunter dem Bundesbanner der DT., marschierten die fünfzehn Teilnehmer auf den

Am gestrigen Sonntagvormittag fand im Saale s des Gasthauses Boller in Gießen eine Tagung ! der Jnnungsobermeister des Landes- ] fachverbandes IX Hessen im Reichs- < verband des Deutschen Baugewerbes statt.

Landesfachverbandsführer Bernhardt (Kaf- 1 |C[), Präsident der Handwerkskammer Kassel, I Der die Verhandlungen leitete, führte nach i einigen einleitenden Worten u. a. folgendes aus: i Der Kampf ist heute noch Kampf des Großkapitals Sdas schäftende Volk: Bauindustrie gegen andwerk. Wenn das Bauhandwerk sich nach kder Revolution nicht gewehrt hätte, wäre es ver- sschwunden. Was nicht existenzfähig ist, hat keine Daseinsberechtigung. Das Handwerk b e - lhauptet heute seinen Platz. Wir haben nm Baugewerbe, besonders im Maurerhandwerk, große Aufgaben zu erfüllen, in fachlicher und in tretn wirtschaftlicher Hinsicht. Die Innungen unter- sstehen verwaltungsmäßig den Handwerkskammern, «er Fachverband bearbeitet wirtschaftliche und fach­liche Fragen. Hierzu ist die tatkräftige Mitarbeit Der Jnnungsobermeister erforderlich.

Als Vertreter des am Erscheinen verhinderten Landeshandwerksmeister Garner überbrachte Dr. Kaiser Grüße des Ersteren und betonte, daß Der Landeshandwerksmeister den Wunsch habe, daß sich echte Kameradschaft auch bei den kleinen Be- trieben widerspiegele. Die Arbeitsbeschaffung liege Dem Landeshandwerksmeister sehr am Herzen. Der Gedanke der Gartenstadtsiedlung und des Eigen- heims werde weitgehend gefördert. Es sei eine neue Jnstandsetzungsaktion in Aussicht genommen. Die Wirtschaft könne nur durch Mehrbeschäftigung hochkommen. .... _ , .

Landesfachverbandsgeschaftsfuhrer Dahm (Kas­tel) sprach zunächst über die Verfügung des Pra- tidenten der Kammer der bildenden Künste betr. Architektenschutz. Hiernach soll der Architekt nur planen und beraten, er soll nicht bauausfuhren oder Material liefern. Der Bauhandwerker soll da- fiegen keine Pläne mehr anfertigen Der Redner kst der Auffassung, daß bei Durchführung dieser Verfügung die Architekten die tn Frage kommen­den Arbeiten nicht bewältigen können. Es wird »ersucht, die Aufhebung dieser Verfügung zu er­reichen. In Preußen würden die Baupolizeibehor- lden bereits wieder Baugesuche in der seitherigen Weise entgegennehmen, in den übrigen Landern tfti das Gleiche zu erwarten.

Der Redner sprach dann über die geplanten 2us» > gleichstellen, die zu entscheiden haben, ob ein ^Betrieb zzur Handwerks- oder zur Handelskammer gehört. «Er schilderte weiter die Organisation dieser Stellen, Ifam dann auf die Reichsdarlehen für Eigenheime -zu sprechen und erwähnte, daß bei solchen Bauten, ldie ohne Zubilligung des Reichsdarlehens begonnen lwurden, nachträglich noch Reichsbürgschaft über- mommen wird. In feinen weiteren Ausführungen beschäftigte sich der Redner noch mit den neuen steuergesetzlichen Aenderungen, der Einführung der Fachzeitschrift und anderen Fragen.

Als weiterer Redner sprach der Vertreter der .Ireubau", Landesstelle Hessen, Wiesbaden, über Sie Ausgaben derTreubau". Er betonte, daß die .Treubau" dem Bauherrn, dem Bauausführenden »und dem Geldgeber helfen wolle. Sie sei eine Ein- richtung des Reichsnährstandes des deutschen Hand- werks und habe bis jetzt für 24 Millionen Bauten

Schönhütte (Göttingen) leitete den spannenden Kampf vor nur 2000 Zuschauern einwandfrei.

In Der 12. Minute kamen die Nordhessen zu ihrem ersten Treffer. Nach einem schönen, Vorspiel des rechten Flügels legte Kammerl dem Linksaußen Klein (Kassel 03) schußgerecht den Ball vor und Klein lenkte das Leder ins Netz. Schon zwei Minu­ten später stand es durch den gleichen Spieler 2:0. Der Kasseler Verteidiger Schröder gab einen Ball nach vorn, der Freiburger Verteidiger Kassel ver­fehlte und Klein lenkte geistesgegenwärtig ein. In der 25. Minute holten die Süddeutschen durch den Linksaußen Striebinger (DfR. Mannheim) einen Treffer auf. Gehörte die erste Halbzeit vor­wiegend den Nordhessen, so dominierten nach dem Wechsel die süddeutschen Gäste. In der 8. Minute stellte der Halblinke Müller (VfB. Mühlburg) den Gleichstand her. Die Badener lagen nun mehr im Angriff, die Deckungs- und Abwehrreihen der Nordhessen zeigten sich aber jeder Lage gewachsen. In der 25. Minute fiel durch den überraschend durchgebrochenen Sturmführer Wohlgemuth (Wetzlar) ein dritter Treffer Nordhessens und zwei Minuten vor Spielende stellte der Linksaußen Klein das Endergebnis her.

für die Gäste. Es kam bei den Angriffen her Platz­besitzer zu immer wieder schwierigen Situationen vor dem Gästetor. Die Gäste traf bann eine Elf« Meterentscheidung (etwas hart), der Schuß wurde von dem Tormann abgewehrt, aber im Nachschuß von Roth doch verwandelt.

Das war in der 15. Minute. In der Folge kamen die Gießener noch zu manchem Eckball, da sie immer etwas überlegen waren und die Gäste nur mit großer Mühe das Spiel offen halten konnten. Das dritte Tor fiel in der 35. Minute aus einem Gedränge vor dem Gästetor heraus. Der Tormann war herausgelaufen und mußte den Ball zum dritten Male aus dem Netz holen. Ein Strafstoß für die Dillenburger brachte nichts ein auch ihre ferneren Aktionen waren sehr wenig glücklich und viel zu wenig durchdacht, als daß sie hatten zu Er­folgen führen können. Allerdings stand der Gäste- sturm einer Verteidigung (Zeiler, Lippert) gegen- i über, der kaum zu überwinden war. Schlarb mußte zwar verschiedentlich eingreifen, meisterte aber alle Bälle. Mit 3:0 wurden Die Seiten gewechselt. Das Spiel schien zu diesem Zeitpunkt schon für die Gäste verloren.

Kurz nach Seitenwechsel gab es einige Ecken für die Spielvereinigung, die aber nicht ausgewertet werden konnten. Das Spiel gestaltet sich in der Folge offener, da die Gäste mit allem Einsatz kämpften. Gegen die technisch viel besser spielenden Blauweißen kamen sie aber nicht an; sie mußten sich immer wieder den Ball abnehmen lassen und energisch verteidigen. Die Angriffe der Gäste wur­den zwar mit großem Eifer vorgetragen, die Ball­abgabe von Mann zu Mann war aber nicht genau genug, so daß die Läuferreihe und die Verteidigung der Platzbesitzer immer wieder mit Erfolg da­zwischenfahren konnte. Die Blauweißen bedienten ihre Flügel sehr gut und Wilhelmi hatte verschie- deutlich Gelegenheit, bei schönen Flanken aus dem Jnnensturm an den Ball zu kommen und wuchttg zu schießen. Durch ihn fiel das vierte Tor, das er aus vollem Laufe schoß und tadellos in die linke untere Ecke placierte. Nach einem klaren Vorstoß zeigte dann auch noch Dörr eine Prachtleistung, die den Gießenern das fünfte Tor einbrachte. Der . weitere Verlaus des Spieles wurde durch die Härte, mit der der Kampf fortgeführt wurde, etwas ge- ; trübt. Schmelz mußte herausgestellt werden und den Mittelstürmer der Gäste traf eine halbe Minute später das gleiche Schicksal. Trotz aller Anstrengun­gen konnten die Gäste an dem Ergebnis nichts mehr ändern. 1900 verlieh als sehr verdienter ; Sieger den Platz.

Der Schiedsrichter Reis (Nieder-Florstadt) stand l jederzeit über dem Spiel.

Kampfplatz. Oberbürgermeister Dr. B a n i k e be­grüßte die Teilnehmer. Dberturnroart Schneider ^Leipzig) dankte dann für den freundlichen Will­komm.

Dann begannen die Schlußkämpfe mit den Hebungen am Barren. Viermal wurde hier die Höchstpunktzahl von 20 Punkten erreicht. Am Querpferd wurden dann nicht die beiten Lei­stungen geboten, so kam auch hier keiner her Teil­nehmer auf die volle Punktezahl. Beim Pferd» s p r u n g gab es für ausgezeichnet durchgeführte Sprünge wieder mehrmals die Höchstpunktzahl. Dem Frankfurter Winter war es bis hierher ge­lungen, an den Bremer Steffens bis auf einen Zehntelpunkt heranzukommen. Erfreulich waren die festzustellenden Fortschritte beim Turnen an den Ringen. Hier kam Winter, der 20 Punkte erhielt, vor Steffens an die zweite Stelle. Nach einer Pause wurden dann die Freiübungen vorge­führt, bei denen es ebenfalls ausgezeichnete Lei­stungen gab. Im abschließenden Reckturnen konnten Dann die Teilnehmer ihr ganz großes Können beweisen. Riesenbeifall überschüttete jeden Kämpfer. Auf die volle Punktzahl kamen hier außer dem Endsieger Schwarzmann noch Ernst Winter und S a n d r o ck.

Schwarzmann war der Beste.

Der Verlauf der Meisterschaften hat bewiesen, daß die DT. zur Zeit in dem Sieger und Meister Schwarzmann (Fürth) einen hervorragenden Könner besitzt, dessen Sicherheit, Ruhe und Hal- tung kaum zu überbieten sind, obwohl gerade seine Kürübungen mit größten Schwierigkeiten durch­setzt waren. Derewige Zweite", Ernst Winter (Frankfurt), bewies zwar gleichfalls enormes Kön- nen, er erreichte aber nicht die Elastizität des Sie­gers. Heinz Sandrock hat seinen dritten Platz ver­dient, ihm stand Steffens kaum nach.

Oie besten deutschen Geräteturner.

Das Ergebnis des Wettkampfes.

1. Schwarzmann (Fürth) 234,3 Punkte; 2. Win­ter (Frankfurt) 226,7 P.; 3. Sandrock (Immigrath) 223,4 P.; 4. Steffens (Bremen) 223 P.; 5. Beckert

finanziert und betreut. Zur Finanzierung eines Neubaues feien außer einem schuldenfreien Bau­platz 30 v. H. Bargeld erforderlich. Bei Abschluß eines Bausparvertrags bei der Deutschen Spar-AG. sei eine Vorfinanzierung durch dieTreubau" möglich.

In der Aussprache, an der sich Vertreter aus Als­feld, Schotten, Gießen, Frankfurt, Mainz, Heppen­heim, Ufingen, Kassel, Wetzlar, usw. beteiligten, wurden die Vorträge besprochen, auch sonsttge Be- rufsfragen berührt.

Landesfachverbandsführer Bernhardt ging in seinem Schlußwort noch einmal auf die einzelnen Fragen ein und betonte, daß keine Ursache zur Unzufriedenheit bestehe. Der Nationalsozialismus habe fein Ziel, das nicht aus dem Auge gelassen werde. Es bestehe fein Grund, den Willen der Bewegung und des Führers zu bezweifeln. Was bis jetzt geschehen sei, könne uns die ganze Welt nicht nachmachen. Sßir lebten in einer Übergangs­zeit, in einem Gährungsprozeh, es werde nicht so bleiben. Jedenfalls könne das Baugewerbe in Ruhe sagen: wir haben wieder eine Zukunft. Der Redner chloß feine Ausführungen mit einem dreifachen Sieg-Heil auf den Führer.

Hohe Zuchthausstrafen und Sicherungsverwahrung.

LPD. Wetzlar, 3. Nov. Das Schöffengericht verurteilte den 23jährigen Wilhelm L e h n h a r d t aus Wetzlar wegen dreifachen Diebstahls im Rück­fall und eines Raubüberfalls zu einer Gesamtstra von sechs Jahren Zuchthaus und den 31 Jahre alten Paul Daniel wegen fortgesetzten Diebstahls, darunter eines Rückfallverbrechens, und eines Raubüberfalls, den sie gemeinsam begangen hatten, zu einer Gesamtstrafe von fünf Jah­ren sechs Monaten Zuchthaus. Außerdem wurde gegen sie die Unterbringung in Sicherungs­verwahrung ungeordnet.

Mit diesem Urteil hat die volle Schwere des Ge­setzes zwei Männer getroffen, die infolge ihres gemeinschaftlichen Verhaltens zu Schädlingen herab- gesunken waren. Der Lebenslauf der beiden Ange­klagten ist mit erheblichen Vorstrafen wegen Ein­brüchen, Urkundenfälschung, Diebstählen, Landfrie­densbruchs, Hehlerei und Widerstandes belastet.

Jiunöfunfprogramm.

Dienstag, 6. November.

6 Uhr: Bauernfunk. 6.15: Gymnastik^ I. 6.30: Gymnastik II. 6.45: Frühmeldungen. 7: Frühkonzert. 8.30 bis 8.45: Gymnastik. 9.15 Nachrichten. 9.20: Kompositionen von Ludwig Wittwer. 10: Nach­richten. 10.10: Schulfunk. 10.45: Praktische Rat- , schlüge für Küche und Haus. 11.45: Sozialdienst, i 12: Mittagskonzert I. 13: Saardienst, Nachrichten. - 13.10: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 13.15: i Mittagskonzert II. 14.15: Nachrichten. 14.30: Wirt- i schastsbericht. 15: Für die Frau! 15.50: Kunstbericht der Woche. 16: Nachmittagskonzert. 18: Italieni­scher Sprachunterricht. 18.15: Aus Wirtschaft und Arbeit. 18.30: Wie steht es um unsere Gemeinde- Finanzen? Ein Bericht von Dr. K. Kühn (Frank- > furt a. M.). 18.45: Unterhaltungskonzert. 19.45: i Tagesspiegel. 20: Nachrichten. 20.10: Einbruch im > Savoy. Ein Kriminalhörspiel. 21.25: Orchesterkon- - zert: Ludwig van Beethoven, Symphonie Nr. 8 i in F-Dur Opus 93. 20: Nachrichten.

Fußball der Gauligamannschasten.

Gau Nordhessen: Sport Kassel SC.03 Kassel 2:5; Kurhessen Kassel Borussia Fulda 2:3; VfB. Friedberg Hessen Hersfeld 3:4; Germania Fulda Spielverein Kassel 2:1.

Gau Südwest: 1. FC. Kaiserslautern Phö- nix Ludwigshafen 0:3; Union Niederrad Saar 05 Saarbrücken 1:1; Wormatia Worms Eintracht Frankfurt 2:0; Sportfreunde Saarbrücken FK.

Zirmasens 4:4; Kickers Offenbach Borussia Neun- irchen 3:2.

Gau Bayern: Schwaben Augsburg 1860 München 1:3; 1. FC. Nürnberg Spvgg. Fürth 1:3; Jahn Regensburg Spvgg. Werden 7:0; FC. 05 Schweinfurt Wacker München 1:0; Bay­ern München BC. Augsburg 8:2.

Die Ergebnisse der Vezirksklasse, Gruppe Giehen-Dill.

1900 Gießen Dillenburg 5:0 (3:0; Steinberg \ Bissenberg 0:1 (0:1); Naunheim Sinn 4:5 (2:1); 05 Wetzlar Frohnhausen 6:3 (4:1).

Dillenburg unterliegt mit 5:0 Toren.

Das Spiel, das gestern nachmittag auf dem Sport­platz der Spielvereinigung 1900 ausgetragen wurde, nahm nicht ganz den erwarteten Verlauf. Zunächst enttäuschten die Dillenburger, die am vergangenen Sonntag die Bissenberger recht eindeutig schlugen. Man glaubte, auf Grund dieser Tatsache von Seiten der Gäste guten Sport erwarten zu dürfen. Dem war nicht so. (Ein Beweis mehr, daß e i n Fußball­ergebnis günstig oder ungünstig, nicht zu Rückschlüs­sen über die Spielstärke einer Mannschaft benüht werden darf.) Die Dillenburger werden jedenfalls mit großen Hoffnungen gekommen sein und mußten mit der Lehre abziehen, daß in Gießen im Hand­galopp nicht zu gewinnen ist. Leider erfuhren die Zuschauer eine zweite Enttäuschung, die darin be­stand, daß das Spiel sich nicht ganz im wünschens­werten Rahmen hielt. Es gab hüben und drü­ben je eine Herausstellung.

1900 trat mit folgender Mannschaft an: Schlarb; Zeiler, Lippert; Mank, Roth, Heinbach, Wilhelmi, Hammer, Schmelz, Hotz, Dörr.

Das Spiel begann mit einer großen Heber- raschung: nachdem Schlarb eine tadellose Abwehr gezeigt hatte, stießen die Gießener im Gegenangriff vor das Tor der Gäste. Es kam zum heftigen Kampf mit der Verteidigung, der aber dadurch abgeschlossen wurde, daß einer der Gästespieler, als er ungefähr­det vor seinem eigenen Tor stand, den Ball mit gro­ßer Wucht am eigenen höchst verdutzten Tormann vorbei in das Netz beförderte. Anscheinend wollte der Spieler den Ball über das Tor heben. Die Si­tuation blieb im weiteren Verlauf höchst ungünstig