gab es eine Fütterung des Wildes zu sehen. Zum Schluß der Sendung sprach Reichsforst- und Reichsjägermeister Göring von seinem Blockhaus Ka- rinhall und führte u. a. aus: Es gehört zum nationalsozialistischen Wirken, die Menschen wieder der Natur näherzubringen. Es ist eine meiner wichtigsten Aufgaben, das Wild zu hegen. Ich habe versucht, auch die Wildarten, die fast vernichtet waren, aufs neue zum Leben im deutschen Wald zu erwecken. Die Schorfheide wird wieder das werden, was wir einen deutschen Urwald nennen. In ihm sollen alle die Tiere zu Hause sein, die einst unsere Wälder durchzogen.
Oie Arbeitsbeschaffung durch die Winterhilfs-Aster.
DNB. Berlin, 3. Nov. Durch die Aster des Winterhilfswerks sind dem Heimarbeiter- gebiet Sebnitz in Sachsen sowie den Kunstseidefabriken des Rheinlands wieder erhebliche Arbeitsmöglichkeiten zugeführt worden. Mehr als 2 6 0 0 Heimarbeiter Aar, Kunstblumenindustrie in Sebnitz haben wieder Wochen lang Lohn, Brot und 'ozia" '^Xhalten. Hierzu kommen 840 Kunst - s'ebie. ber, Färber und Hilfsarbeiter, die in 80 tscht, n 100 000 Meter Kunstseide in 12 verschiebe, -den für die Fabrikation fertigstellten. 1 Mrbla jteter Eisendraht wurde für das Binden benötigt und 30 000 Bogen Seidenpapier muhten bezogen werden, um die Stiele der Astern zu umwickeln. 120 000 Kartons wurden gebraucht, um die Astern zu verpacken und 20 Eisenbahnwaggons sorgten für den Abtransport der Astern. Arbeitsmöglichkeiten über Arbeitmöglickkeiten taten sich auf, insgesamt konnten für 525 000 Reichsmark Arbeit in Sebnitz vergeben werden.
„Waffenträger der Nation." Gutes Ergebnis zweier Preisausschreiben des Reichswehrmiuisters.
Um dem deutschen Volk erneut ein Bild von dem Denken und Wirken des heutigen deutschen Soldaten zu geben, hat Reichswehrminister Generaloberst von Blomberg im Frühjahr dieses Jahres ein Preisausschreiben „Aus dem Leben des Soldaten" veranstaltet, an dem sich alle Unteroffiziere und Mannschaften des Heeres und der Marine beteiligen konnten. In leicht faßlicher und lebendiger Darstellung sollten Ausschnitte aus dem dienstlichen und außerdienstlichen Leben der Soldaten gegeben werden. Ein zweites Preisausschreiben „Lichtbilder aus dem Leben des Soldaten", das für alle Dienstgrade offen war, sollte gute Photos aus der Wehrmacht bringen.
Beide Preisausschreiben haben bei Heer und Marine eine unerwartet große Teil- rl a h m e gefunden. Insgesamt sind mehrere tausend Beiträge eingegangen. Etwa 150 Beiträge aus jedem Preisausscheiben wurden mit Preisen ausgezeichnet. Die ersten Preisträger Ifinb: Im Preisausschreiben „Aus dem Leben des »oldaten": Unteroffizier Steinberg 5./JR. 8, Mechaniker-Gefreiter Schmitz, Torpedo, und Nachrichtenschule Flensburg-Mürwik; Gefreiter Buhmann 6./R. 6. Im Lichtbilderpreisausschrei- tien: Obersteuermann Moebes, Versuchsboot „Grille", Füsilier Günther Müller 5./JR. 14, Unteroffizier Siede, 4./JR. 8. Eine Anzahl preisgekrönter Artikel und Bilder wird demnächst l»er Presse und den Zeitschriften zur Veröffentlichung * übergeben werden. Außerdem werden die besten Urbeiten und Bilder Ende November in B u ch - ! o r m unter dem Titel „Waffenträger der Nation" frerausgegeben.
Gin Mahnwort zum Kirchenfrieden.
DNB. Berlin, 4. Nov. Die großen evangelischen Vereine und Verbände veröffentlichen sol- |h en Erklärung: Die gegenwärtige Stunde der Deut- lchen Evangelischen Kirche fordert Einigung mb Befriedigung. In mehrfachen vertrauens- i d ollen Besprechungen haben wir uns als Führer ; o on Verbänden und Vereinen davon überzeugt, daß । He Hindernisse überwunden werden | ! önnen und daß Friede möglich ist. Jetzt "ft es die Verantwortung aller derer, die in der Führung der kirchenpolitischen Gruppen stehen, ich zu gemeinsamer Aussprache zu- ammenzusinden. Wer es an Friedensbereit- chaft fehlen läßt, gefährdet die Einheit und die Sendung der reformatorischen Kirche in unserem Iolk und Staat.
Professor Dr. Titius, Professor Dr. Hans Schmidt, Vorsitzende des Fakultätenrats der evangelischen theologischen Fakultäten Deutschlands; Superintendent Dr. Dr. Schäfer (Remscheid), Vorsitzender des Verbandes deutscher evangelischer Pfarrvereine e. V.; Lic. Heinnbrok (Berlin), Gesellschaft für evangelische Pädagogik.
Oer Reichskommiffar fair dieOurchführung derMarktordnung
Berlin, 3. Nov. (DNB.) Der Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft R. Walther Darr 6 hat den Reichskommissar für die Vieh-, Milch- und Fettwirtschaft Freiherrn von J anne zum R e i ch s k o m m i s s a r für die l i e Durchführung der Marktordnung (Ernannt Sein Aufgabengebiet umfaßt die gesamte lindwirtschaftliche Marktordnung mit Ausnahme ter Befugnisse, die dem Beauftragten Herbert r- a ß l e r übertragen wurden. Diese Ausnahme eilt auch für die Marktordnung auf dem Misch- fjttergebiet. Zum Stellvertreter des Reichs- kvmmrssars ist Reichshauptabteilungsleiter Detter mannt worden. Der bisherige Stellvertreter des Teichskornmissars Reichard t ist zum General- i>n s p e k t o r für die Durchführung der Markt- irrbnung ernannt worden.
Kleine politische Nachrichten.
Angesichts der ungünstigen Entwicklung r.er Devisenlage sieht sich die Reichsbank ge- '6 rötigt, von dem ihr in dem Berliner Transser- | Kommunique vorn 29. Mai 1934 vorbehaltenen liecht Gebrauch zu machen und von dem An- c.ebot einer 4 0 p r o z e n t i g e n Barzahlung auf die in der Zeit vom 1. Juli 1934 bis 8)0. Juni 1935 fälligen Zinsscheine sowie auf die (wrberungen, die nach bem Inhalt des Transfer- k: mmuniques diesen Zinsscheinen gleichstehen, a b - zusehen.
Die litauischen Eingriffe in das Schulwesen des I^emelgebietes haben eine einmütige Ableh - Sun n g durch die memelländische Elternschaft er- sckhren. Bei der Feststellung, wieviel Schulkinder 1-Jt ihren Eltern zu Hause litauisch sprechen, haben r 80 v.H. der Eltern die deutsche Sprache
als ihre Umgangssprache mit den Kindern angegeben. Selbst zahlreiche Eltern, die nachweislich zu Hause litauisch sprechen, ließen sich ebenfalls als deutschsprechend in bte Listen eintragen.
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In Teplitz (Tschechoslowakei) würben zwei kommunistische Setter verhaftet unb 50 000 Druckschriften beschlagnahmt, unb zwar bie „Rote Fahne , die „Junge Garde", die „Internationale Presse- korrespondenz" und die „Weltfront gegen imperialistischen Krieg unb Faschismus". Die Schrift war z. T. auf Miniaturformat, nur mit bem Vergrößerungsglas lesbar, z. T. auch auf Seibenpapier gedruckt. Für die Beförderung der Druckschriften bestand ein Apparat von Vertrauensmännern, die die Fortschaffung über die Grenze nach D-eut sch land besorgten.
Am Wiener Heldendenkmal auf dem Ring fand eine Allerseelenfeier des Bundes- Heeres statt, an der außer bem Bundespräsidenten Miklas mit der Regierung auch das diplomatische Korps teilnahm, darunter der deutsche Gesandte von Papen, der bei dieser Gelegenheit Minister Fey gegenüber die Verbundenheit in der Trauer um die Toten des Weltkrieges Ausdruck gab. In der Krypta des Heldenmals zelebrierte Militärvikar Fürstbischof P a w l i k o w - ski die Gedächtnismefse.
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Nach siebentägigen Verhandlungen ist in Lima ein Vertrag zwischen Peru uno Columbien unterzeichnet worden, der dem Streit in ßctitia ein Ende bereitet und die freundschaftlichen Beziehungen zwischen den beiden Ländern wiederherstellt.
Die Erziehung der deutschen Frau.
Reichsminister Rust
vor der NS.-Frauenschast Hannover.
Hannover, 4. Nov. (DNB.) Bei einer Kundgebung der NS.-Frauenschast des Gaues Südhan- nover-Braunschweig sprach Gauleiter Reichsminister R u st über die Aufgaben der Frau in der nationalsozialistischen Bewegung. Zu den Anschuldigungen, Die die Führer der NSDAP, in den Jahren des Kampfes am häufigsten zu widerlegen gezwungen waren, gehörte auch die der Frauenfeindlich- k e i1. Der Nationalsozialismus bedeutet eine neue Bindung und eine neue Ordnung. Der falsche Freiheitsbegriff hatte auch die Frauen herausgelöst aus ihrem heiligen Bezirk und in einen ihnen fremden Wesensbezirk. Von dort mußte sie zurückgeführt werden an ihre Stelle. Wir haben sie hingeführt zu unseren -heiligen Herden, an die Wiege des Kindes, in das Heim der Familie, in
bem auch in Zukunft unb in alle Ewigkeit bte Völker ihre Kraft immer wieder von neuem schöpfen müssen. Der deutsche Mann und die deutsche Frau sind Deutschland und aus ihrer Vereinigung wächst das Deutschland von morgen. Wenn sie das neue Deutschland erringen sollen, müssen sie in demselben Geist miteinander verbunden sein, müssen sie sich in der neuen Welt des jungen Deutschlands gleichberechtigt und gleich stark zurechtfinden. Ich wünsche aus der Mädchenschule das heraus zu tun, was das Mädchen belastet, und hinein zu tun, was es stark macht, in vollem Bewußtsein, s i ch selbst inmitten der deutschen Geschichte als lebendiges Glied zurückzufinden. Jedem das Seine! Es gibt aber auch etwas, was als besondere Auf- gäbe gegeben ist, und diese Bezirke dürfen nicht miteinander vermengt werden.
Kunst und Wissenschast.
Theatertagung und Gchillergedenkwoche in Frankfurt.
Mit einer Tagung der Reichstheaterkammer im Rathaus eröffneten die Städtischen Bühnen in Frankfurt die Schillergedenkwoche. Oberbürgermeister Dr. Krebs begrüßte Reichsstatthalter (Bauleiter Sprenger, den Oberpräsidenten der Provinz Hessen-Nassau Prinz Philipp von Hessen, den Präsidenten der Reichstheaterkammer Ministerialrat Laubinger und dankte der Reichstheaterkammer für die Auszeichnung, die sie mit dieser Kundgebung der Stadt habe zuteil werden lassen. Dr. Krebs überreichte Ministerialrat Laubinger in Anerkennung seiner Verdienste um die Erneuerung des deutschen Theaters mit einer Urkunde die Ehrenplakette der Stadt Frankfurt a. M. Ministerialrat Öaubin« qer dankte für die ihm dargebrachte Ehrung. Die Kundgebung gebe ihm Gelegenheit zu einer kurzen Darstellung der Tätigkeit der Reichstheaterkammer, die im Anschluß an das Reichstheatergesetz vom 15. November 1933 von Dr. Goebbels als berufsständische Spitzenorganisation proklamiert worden sei. Mit ihrer Errichtung sei die st ä n d i s ch e Eingliederung des ^deutschen Schauspielers vollzogen worden. Ferner beschäftigte sich Ministerialrat Laubinger mit Berufsstan- desfragen, besonders mit der Auswahl und Ausbildung des Nachwuchses. Richtlinien der Auslese würden bis zum Frühjahr 1935 bekanntgegeben werden.
Der Eröffnung der Frankfurter Schillerwoche war ein Festakt im Schauspielhaus gewidmet, der in feiner musikalischen und rezitatorischen Programmgestaltung das Werk des Dichters in feiner ganzen Vielseitigkeit offenbarte.
Dem Gedenken der Freikorpskämpfe im Ruhrgebiet. Weihe eines Ghrenmals in Gffen.
E f f en, 4. Nov. (DNB.) In Essen fand am Sonntag die Einweihung des Freikorps-Ehrenmals an der Ruhr statt. Fahnen und Girlanden schmückten den Weg zu der Stätte, die das neue, einige Deutschland feinen gefallenen Vorkämpfern weihte. Am Ehrenmal hatten die Jungmannen des Freiwilligen Arbeitsdienstes Aufstellung genommen. Ihnen reihten sich die Ehrenstürme der SA., der SS. und der Feldjäger an. Den weiten Platz ringsum füllten die ehemaligen Kämpfer des Freikorps, der Sicherheitspolizei und der Bürger- und Sicherheitswehren sowie der ehemaligen Baltikumkämpfer. Tausende von Volksgenossen umsäumten den Platz.
Unter den Klängen des Präsentiermarsches schritten Exzellenz F r h r. v. W a 11 e r, der damalige Oberbefehlshaber sämtlicher im Westen eingesetzten Verbände, Generalleutnant v. K l u g e , der als Vertreter des Reichswehrministers erschienene Befehlshaber im Wehrkreis 6, General der Polizei Saluege, der den preußischen Ministerpräsidenten Göring vertrat, und Reichsstatthalter Ritter v. E p p die Front des Ehrensturmes der Landespolizei ab. Hauptmann Lichtschlag meldete die Verbände.
Frh. von Matter gedachte der Gefallenen und weihte das Ehrenmal mit den Worten: „Den Gefallenen zur Ehre, den lebenden Kämpfern als Mahnung zur Treue — den kommenden Geschlechtern zum Vorbild". Gauleiter Staatsrat Terbo- d e n gelobte, daß her Gau Essen ein treuer Hüter des Denkmals sein werde, worauf Oberbürgermeister
Dr. Reismann - Grone das Ehrenmal in die Obhut der Stadt Essen nahm. Als Vertreter des Reichswehrministers sprach Generalleutnant van Kluge. Die deutsche Wehrmacht gedenke in Ehrfurcht und Treue dieser deutschen Soldaten, die für eine große Idee gefallen seien. Möge das Denkmal ein Mahnmal sein, ein Mahnmal für Treue und stete Opferbereitschaft. Polizeigeneral D a - luege feierte die Freikorpskämpfer als Wegbereiter zum nationalsozialistischen Kampf. Es fei kein Zufall, daß der große Teil der Männer der Freikorpskämpfer zu den ersten Mitkämpfern Adolf Hitlers zählte. Das ganze deutsche Volk stehe an dieser Stätte, denn einem kommunistischen Westfalen und Rheinland wäre ein kommunistisches Deutschland gefolgt. Reichsstatthalter Ritter v. Epp nannte die Freikorpskämpfer die Repräsentanten des allen Heeres, die den Grundstein legten für den heutigen Staat. Die Freikorps stünden heute hier in Erinnerung an die schwere Zeit voll Dankbarkeit für den Lenker des Schicksals, das sich chrem Willen entsprechend so gestaltet habe, wie man es sich damals schon vorstellte.
Dem Danke an alle Mitkämpfer schloß sich im Namen der im Rheinland und Westfalen beheima- teten Verbände der ehemalige Freikorpsführer Major a. D. Schulz an. Die Feier schloß mit dem Treuegelöbnis, das Frhr. v. Matter auf Führer, Volk und Vaterland ausbrachte.
Der Nachmittag und Abend vereinte die alten Freikorpskämpfer zu Widersehensfeiern im Zeichen edler Volksverbundenheit.
28Vottsschädlingen die deutsche Staatsangehörigkeit entzogen
Berlin, 3. Pov. (DNB.) Auf Grund des § 2 des Gesetzes über den Widerruf von Einbürgerungen und die Aberkennung der deutschen Staatsangehörigkeit hat der Reichs- und preußische Minister des Innern Dr. Frick im Einvernehmen mit dem Reichsminister des Auswärtigen folgende Reichsangehörige der deutschen Staatsangehörigkeit für verlustig erklärt, weil sie durch ihr Verhalten, das gegen die Pflicht zur Treue gegen Reich und Volk verstößt, die deutschen Belange aufs schwerste geschädigt haben:
1. Johann (Hans) Beimler, früherer Funktionär der bayrischen KPD. und ehemaliges MdR., ist aus dem Konzentrationslager Dachau geflüchtet und lebt anscheinend in Rußland. Er ist der Verfasser der schamlosen Hetzschrift ,^Jm Mörderlager Dachau".
2. Bredel, ehemaliger Schriftleiter der kommunistischen Blätter „Hamburger Volkszeitung" und „Norddeutsche Zeitung", hält sich jetzt vermutlich in Prag auf. Im September erschien von ihm ein wüster Hetzartikel in der in Prag herausgegebenen Emigrantenzeitschrift „Neue deutsche Blätter". Bredel ist auch an der Unterzeichnung des Saaraufrufes in der „Saarbrücker Volksstimme" beteiligt, der für den Status quo Propaganda macht und schwerste Beschimpfungen Deutschlands enthält.
3. Dr. Alfred Dang, früher Mitarbeiter des „Vorwärts", jetzt Leiter der Pestalozzi-Schule in Buenos Aires, die als ausgesprochene Kampfschule gegen das neue Deutschland gegründet worden ist. Auch außerhalb der Schule treibt Dang in Vorträgen und Zeitungsartikeln deutschfeindliche Propaganda. Im besonderen setzte er gegen den Füh
rer der deutschen Arbeitsfront Dr. Ley einen durchtriebenen Hetzfeldzug in Szene.
4. Leonhard Frank, kommunistischer Schriftsteller, hält sich jetzt in Prag auf und ist dort Mitarbeiter der Emigrantenzeitschrift „Der Monat". Während des Krieges lebte er in der Schweiz und schrieb das Buch „Der Mensch ist gut", das in seiner Tendenz gegen Deutschland gerichtet ist und der Zersetzung der Front diente. Frank ist an der Unterzeichnung des Saaraufrufes beteiligt. (Vergleiche Nr. 2.)
5. Carola H e n f ch k e (Neher) hat den Saarauf- ruf mitunterzeichnet. (Vergleiche Nr. 2.) Ihr ausländischer Aufenthaltsort ist nicht bekannt.
6. Helmuth Herzfeld (John Heartfield), zur Zeit vermutlich in Prag, kommunistischer Schriftsteller, schreibt Hetzartikel im Prager „Gegenangriff", Unterzeichner des Saaraufrufes.
7. Wieland Herzfelde, Inhaber des Prager Malik-Verlages, ist ein prominenter Vertreter des Emigrantentums im deutschfeindlichen Hetzzentrum Prag.
8. Prinz MaxKarlzuHohenlohe-Lan- genbur g, schreibt deutschfeindliche Propaganda im Saarkampf. Oeffentliches Auftreten als Redner in Paris an der Seite des Saarfeparatiften Matz Braun. Mitunterzeichner des Saaraufrufes.
9. Alfred Kontorowitz (Jude), kommunistischer Journalist und fanatischer Hetzer, ist Mitarbeiter der deutschfeindlichen Blätter „Freie Presse m Amsterdam und „Blaue Hefte" in Wien. Unterzeichner des Saaraufrufes. Sein Aufenthalt im Auslands ist unbekannt.
10 Friedrich Kniestedt in Porto Allegre ist verantwortlicher Schriftleiter der Zeitung „Action", die Greuelnachrichten über Deutschland verbreitet
undh dem deutschen Ansehen in Brasilien schwer
11. Hubertus Graf von Löwen st ein« Scharffeneck, Tirol, Verfasser des Baches „Germany, the Tragedy of a Nation“, schreibt außerdem deutschfeindliche Artikel in österreichischen unb englischen Zeitungen. Angriffe gegen die deutsche Regierung bei einem Vortrag in London.
12. Claus Mann, Sohn des bekannten Schriftstellers Thomas Mann, ist Schriftleiter der Monatszeitschrift „Sammlung" und Mitarbeiter der „Neuen Freien Presse" in Prag. Beides sind Hetzblätter. Auch im „Neuen Tagebuch" (Paris, Amsterdam) ist im Januar 1934 ein Hetzartikel gegen Deutschland aus seiner Feder erschienen. Unterzeichner des Saaraufrufes.
13. Hubert Märzen in Metz. Separatistenführer während der Besatzungszeit, der in Trier dis „Rheinische Republik" ausrief. Auch heute noch betätigt er sich separatistisch an führender Stelle durch Wort und Schrift.
14. Balder Olden, Prag, kommunistischer Schriftsteller, Verfasser der Broschüre „Hitler der (Eroberer" und des im „Pariser Tageblatt" in Fortsetzung erschienenen Romans „Roman eines Nazi". Auch in anderen Emigrantenblättern sind Hertzartikel von ihm veröffentlicht worden. Er ist Mitunterzeichner des Saaraufrufes.
15. Matz Pfeiffer, Redakteur, greift die deutsche Regierung in der Leningrader Tagespresse an. Er ruft zur bolschewistisch-kommunistischen Weltrevolution auf. Besonders versucht er die deutschen Arbeiter in Rußland zu beeinflussen.
16. Erwin P i s c a t o r. Es handelt sich um den berüchtigten Regisseur, der sich jetzt in Moskau und Paris umhertreibt. Im Juli 1934 hat er für den Prager „Oegenangraff" einen Artikel mit blutrünstigen Verleumdungen über Deutschland geschrieben. Unterzeichner des Saaraufrufes.
17. Martin Plettl, Neuyork, früherer SPD.- Funktionär. Er hält öffentliche Vorträge in den Vereinigten Staaten, verbreitet Verleumdungen über Deutschland und beschimpft die führenden Männer des neuen Deutschland in übler Weise. Als geschickter Redner erscheint er besonders gefährlich.
18. Waldemar Pötzfch, Antwerpen, verbreitet kommunistische Flugschriften auf deutschen Schiffen, er gilt als Organisator der marxistischen und deutschfeindlichen Propaganda in Antwerpen. Schmuggel von Flugblättern nach Deutschland.
19. Dr. Gustav Regler, Schriftsteller, hält sich in Rußland auf. Verfasser von deutschfeindlichen Artikeln, die im „Gegenangriff" erschienen sind. Unterzeichner des Saaraufrufes.
20. Prof. Dr. Julius S ch a x e l, ehemaliger Oberregierungsrat im thüringischen Volksbildungsministerium, hält Vorlesungen in Leningrad und schreibt für die Leningrader Tagespresse, streut Verleumdungen über Deutschland aus und kritisiert besonders die deutsche Schulpolitik in gehässiger und entstellender Weise.
21. Walter Schönstedt, Paris, schreibt deutschfeindliche Bücher, Broschüren und Zeitungsartikel. Unterzeichner des Saaraufrufes.
22. Gerhard Seger, marxistischer Schriftsteller, hält sich jetzt in England auf. Er flüchtete aus dem Konzentrationslager und schrieb das Buch „Oranienburg", das in fast allen europäischen Sprachen in großer Auflage verbreitet worden ist. Außerdem sind Hetzartikel aus seiner Feder in verschiedenen ausländischen Zeitschriften erschienen.
23. Jakob Simon (Jude), ist hauptsächlichster Mitarbeiter des „Ostseebeobachters" in Memel, einer Zeitung, deren unglaubliche Hetzartikel gegen Deutschland bei den Volksgenossen in Memel Empörung Hervorrufen.
24. Dr. Otto Strasser, jetzt in Prag, führender Agitator gegen das nationalsozialistische Deutschland. Bildung eines sogenannten Aktionskomitees unter feiner Leitung, das sich selbst als deutsche Gegenregierung bezeichnet. Hoch- und Landesverräter.
25. Bodo Uhse, Schriftsteller, fein jetziger Aufenthaltsort im Auslande ist nicht bekannt. Uhse ist an der Unterzeichnung des Saaraufrufes beteiligt.
26. Gustav von Wangenheim, Schauspieler, jetzt vermutlich in Paris. Unterzeichner des Saaraufrufes.
27. Erich 5ß ein ert, Schriftsteller, jetziger Aufenthalt in Forbach (Frankreich). Er tritt als Redner in Emigrantenoersammlungen auf und schreibt für Emigrantenblätter. Unterzeichner des Saaraufrufes.
28. Max Brauer, Marxist, ehemaliger Oberbürgermeister in Altona, der durch feine unerhörte Mißwirtschaft die Stadt Altona in schlimmste Verschuldung brachte. Nach seiner Flucht aus Deutschland trat er als beratender Verwaltungsbeamter in chinesische Dienste, aus denen er aber auf diplomatische Vorstellungen hin entlassen wurde. Er hat der an ihn gerichteten Aufforderung zur Rückkehr nach Deutschland nicht Folge geleistet, wodurch sich seine Ausbürgerung rechtfertigt.
Aus aller Well.
Zweites Reichstreffen der Ostafrikaner in Potsdam.
In den letzten Tagen weilten die ehemaligen deutschen o st afrikanischen Soldaten und Mitkämpfer in Potsdam. In der Hauptversammlung wurde beschlossen, in Potsdam das Ehrenmal der Deutsch-Ostafrikaner zu errichten. Anläßlich der 20. Wiederkehr des Tages der Schlacht von Tanga fand eine Kolonialfeier statt. Der frühere Gouverneur Dr. Schnee wies auf die ungeheure Bedeutung des Sieges von Tanga hin, wo der Führer der Schutztruppe, General von Lettow- A o r b e ck den Sieg über einen achtfach überlegenen Gegner errungen habe. Er schloß seine Ausführungen mit einem Treuegelöbms zum Führer. Anschließend hielt General von Lettow-Vor« b e ck die Gedenkrede. Unter ungeheurer Begeisterung der Anwesenden schilderte er den heldenmütigen Kampf der Deutsch-Ostafrikaner, besonders aber die Schlacht von Tanga. Er gedachte der für Deutschland auf afrikanischem Boden gefallenen Kameraden. — Tags darauf erfolgte die Festauf- sührung des Films „Die Reiter von Deutfch-Ost- afrika". — Für das dritte Reichstreffen Ende Juli 1936 wurde Danzig in Aussicht genommen.
Menschenfchmuggel in USA.
Die Bundespolizei fand auf der Suche nach Opiumfchmugglern in dem Keller eines abgelegenen Hauses in der Nähe der Stadt Atlantic 17 Chinesen, meist Studenten, die halbverhungert waren. Sie sagten aus, sie seien vor drei Monaten aus Kanton über Trinidad nach der Küste von Virginia in einer Ladung eines Tramp - Dampfers eingeschmuggelt worden. Zu Beginn der Seereise seien sie 50 an der Zahl gewesen. Unterwegs seien aber 12 erkrankt. Diese seien einfach über Bord geworfen worden. Die übrigen 38 seien bei Virginia Beach an Land geschafft und dann in Kartoffel-


