Montag, 5. November 1934
184. Jahrgang
Ur. 259 Erste? Matt
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Gießener Anzeiger
General-Anzeiger für Oberhessen
Oesterreich.
Von Dr. Max Clauß.
Wien, Ende Oktober 1934.
- Ungarischer Besuch in Wien und Rom.
Ungarn und die französisch-italienische Annäherung.
Italien bezweckt nach Ansicht des „Echo de Paris'
1.
2.
französisch-italienische
Gömbös aufStaatsb esuch in Wien
Die Beziehungen zu Oesterreich unverändert
Wien, 4. Nov. (DNB.) Der ungarische Mi-
Im vergangenen Sommer drohte die österreichische !lfrage zum offenen nationalen Unglück der Leutchen zu werden. Und wenn auch das Schlimmste, iie kriegerische Intervention des Auslandes, wie
erhalten hätten. Der Haupttäter Georgieff fei jedoch von Pawelitsch ausgewählt worden. Er fei aus Italien in Gesellschaft von Kwa- ternik nach Zürich gekommen, wo die beiden die aus Ungarn kommende Gruppe erwartet hätten. Kwiternik habe an die Terroristen Geld und Waffen d er teilt ; bie Waffen seien in Triest bei der Firma Angelini & Bernardon gekauft worden. Die italienische Polizei habe dies zugegeben. Dieselbe Waffenfirma habe seit jeher mit Pawe- litsch wegen der Ausrüstung der südslawischen Aufständischen in Verbindung gestanden, die in verschiedenen Lagern in Italien und Ungarn untergebracht gewesen seien.
Der Völkerbund habe nun das Wort, um den politischen Hintergrund des Anschlags zu klären. Südslawien werde ober noch mit Frankreich und der Kleinen Entente eingehend darüber beraten, ob und wann der Völkerbund angerufen werden solle. „Politika" behauptet, daß bie habsburgischen Legitimisten in Oesterreich mit Per- tschowitsch die engsten Beziehungen unterhalten hätten. Die monarchistischen Blätter hät- ten ihn auch, ohne das Ergebnis der Marseiller Untersuchung abzuwarten, sogleich verteidigt und ihn als einen „angesehenen und ehrenhaften Mann' hingestellt.
im besonderen beide. Ein italienisch-südslawj- scher Modus vivendi aber sei nur denkbar, wenn die römische Diplomatie nicht mehr die Revision der territorialen Vertragsklauseln begünstige. Bei Mussolini liege jetzt die große Entscheidung. Auch was sich gegenwärtig in Oesterreich abspiele, müsse die Verteidiger der österreichischen Unabhängigkeit beunruhigen. Das man auch sagen möge, so scheine Bundeskanzler Schuschnigg doch mittelbar oder unmittelbar mit
bringung einer Vorlage über die Bewilligung von drei vorläufigen Haushaltsoier- t e l n durch den Ministerpräsidenten nicht e inner st a n d e n erkläre und offen mit seinem Rücktritt gedroht habe. Doch nimmt man an, daß er seine Mißbilligung nur dadurch zum Ausdruck bringen werde, daß nicht er die Vorlage begründen, sondern dies dem Ministerpräsidenten selbst überlassen werde. Unverbesserliche Schwarzseher sprechen bereits von einem Kabinett Laval und von der Möglichkeit eines Kabinetts
offenbar hinaus — von größter Bedeutung zu werden; man könne sogar sagen, daß sie für die
Fl and in. Selbst der Name des Kammerpräsi- benten Bouisson als Nachfolger Doumergues wird genannt und u. a. auch der Kriegsminister Marschall P e t a i n. Für den Fall einer Regie- rungskrise schreibt man dem Minister für öffentliche Arbeiten F l a n d i n einige Aussichten zu.
Die linksradikale „Republique", die seit langem für die Bildung einer großen Mittelpartei geworben hat, glaubt bereits ankündigen zu können, daß diese jetzt Gestalt anzunehmen beginne. Auf der Landestagung der Alliance Demo- cratique in Arras betonte der Vorsitzende, Minister F l a n d i n, die Beziehungen zwischen der Alliance und der großen radikalsozialistischen Partei H e r • riot gestalteten sich immer freundlicher. Man könne bei beiderseitigem guten Willen hoffen, daß bis zu den nächste Wahlen ein v o l l k o m m e • nes Uebereinkommen hergestellt werde. Flandin, der als gemeinsamen Feind die mar- xistische Front bezeichnete, zollte Herriot An
abschließen, solange diese Macht im schlechten Einvernehmen mit der kleinen Entente im allgemeinen und mit Südslawien
P e r t s ch e w i t s ch aus Janka-Pußta durch das , „Schwarze Los" eine Gruppe von drei Mann bestimmt, die den Befehl zum Anschlag
Belgrad, 5. Nov. (DNB. Funkspruch.) In ihren Erörterungen über den Marseiller Anschlag halten sich die Blätter an die Schreibweise der französischen Presse. Sie spitzen daher ihre Angriffe auf Ungarn zu und belasten Budapest fast ausschließlich mit der Verantwortung für den Königsmord. Auch die Heftigkeit der Angriffe hat keineswegs nachgelassen, sie steigert sich eher von Tag zu Tag. Es werden „S a n k t i o n e n" gegenüber Ungarn gefordert. Die Behörden haben begonnen, einzelne ungarische Staatsbürger, die in Südslawien Geschäften nachgingen.
Fallgruben für die französische Verfassungsreform Schwierigkeiten im Kabinett. - Die Entscheidung wird am Mittwoch in der Kammer fallen.
auszuweisen.
Die halbamtliche „93 r e m e" geht zu direkten Angriffen auf den ungarischen Ministerpräsidenten Go mb ö s über. Die in Frankreich verhafteten Terroristen Pospischill, Rajitsch und Krals hätten gestanden, mit ungarischen Generalstabs- und Truppenoffizieren eng zusammengearbeitet zu haben. „Vreme" nennt sogar eine Reihe dieser Offiziere mit Namen. P a w e l i t s ch , der Chef der Terroristenorganisation, soll den Auftrag zur Sa/- (3 (Xmi rtr: Oflrtrnnhor rtOHoh OH faflh Ptt.
Marseiller Anschlages slattfinde, daß Mussolini die ungarische Revi- sionspolitik nicht um der französisch- italienischen Annäherung willen fallen lasse. Die römischen Verhandlungen versprächen also — und auf diese Feststellung will das „Echo de Paris"
angeblich, bei Mussolini durchzusehen, daß keine Aussprache im Vülker- bundsrat über den Ursprung des
der Deutschen, aber diese Sendung steht und fällt ja qerabe mit dem vertrauensvollen Zusammenwirken der beiden deutschen Staaten. Wenn ein Oesterreicher in Rom, Paris oder im Donauraum glaubt, eine andere deutsche Politik machen zu sollen als das Deutsche Reich selber, so hat er die Zeichen der Zeit gründlich mißverstanden. Das Reich braucht Oestereichs Mitarbeit in Europa, aber sonst braucht sie seien wir ehrlich! — kein anderer Staat, es sei denn, er will die Oesterreicher im antideutschen Sinne m i ß b r a u ch e n. .
Diese Feststellung wird der Wiener Legitimist mehr oder weniger strenger Observanz als eine typisch „reichsdeutsche" Anmaßung entrüstet zuruckweisen und sich auf seine vielhundertjährige Alterswürde berufen. Diesem scheinhistorischen Argument steht allerdings die lebendige geschichtliche Wahrheit im Donauraum unzweideutig entgegen. Nicht nur in Belgrad, wo man seine Gründe gegen Die Wiener römische Orientierung hat, sondern auch in Budapest und Prag sind sich Freund und Feind darüber einig, daß Oesterreich em deut- sches Land ist und sein wird! Die so sprechen, tun es keineswegs aus Gefälligkeit für das national, sozialistische Reich und seine Zukunst, sondern weil sie selber an die e i g e n e Zu k u nft den k e n und deshalb die Toten ihre Toten endlich begraben lassen.
Sicherlich gehen in Budapest oder auch sonst da und dort habsburgische Wunschträume um, die aus der Unzufriedenheit mit den gegebenen Machtverhältnissen entspringen. Doch erstens bedeutet etwa ein magyarischer Legitimismus keineswegs Unterordnung oder auch nur gleichberechtigte Zusammenarbeit mit Oesterreich, und zweitens bleibt diese ganze rückwärts gewandte Mentalität eben fast ausschließlich auf die „alte Gesellschaft" und auf die alte Generation beschränkt. Die Frontkämpfer und die Nachkriegsjugend in den Donauländern wissen schließlich genau so gut wie wir im Reid), daß Mitteleuropa nicht durch das rote Meer der Nationalismen durchgegangen ist, um schließlich ganz gemütlich wieder in der „guten alten" Zeit zu landen. Gewiß werden die Erben von 1918/19 sich anstrengen müssen, um ihre Ansprüche auf die Dauer zu halten. Nicht alles Junge zwischen den Sudeten und dem Schwarzen Meer wird auch mit Sicherheit alt werden. Aber jedenfalls wird sich nur das Junge, Unoerkrarnpfte durchsetzen. Und wie alles unverbrauchte deutsche Wesen überhaupt, gehört Oesterreich nicht auf die Seite der Vergangenheit, sondern ins Lager der Zukunft!
Das Attentat von Marseille.
Schwere Angriffe der südslawischen presse gegen Ungarn, Italien und Oesterreich.
Paris, 5. November (DNB. Funkspruch). V e r- failles oder Regierungskrise — diese Entscheidung wird, so schreibt u. a. das „Oeuvre", am Mittwoch in d e r Kammer fallen, falls sich im Ministerrat, der am Dienstagoormittag Zusammentritt, Verwicklungen einstellen. In gewissen parlamentarischen Kreisen wird inzwischen davon ge-
turch ein Wunder ausgeblieben ist, so liegt der schwarze Schatten des 25. Juli tief und drückend mch heute noch über dem österreichischen Land und 1 nisterpräsi'dent Gömbös ist am Sonntag, um |üne Hauptstadt. Was ist aus Wien, der stolzen und 12'15 Uf)r ,um Besuch des Bundeskanzlers lebenslustigen Kaiserstadt, geworden? ^as |oU <5 * u f rf) n i g g in 9Bien eingetroffen. Nach dem amt- schließlich weiter werden, wenn d i e n a t u,r11 d); e n üd)cn Bericht begab sich der Ministerpräsident kurz $ u Mi n f t s m ö g l i d) f e i t e n nicht endlich über . girier Ankunft zum H e l d e n d e n k m a l, wo Maurationsträume und haltlose Tagesspekulatio- cr einen Kranz niederlegte. Sodann stattete Göm- , sen den Sieg davontragen? Gewiß, die NotJtammt bög bem Bundeskanzler Dr. Schuschnigg und licht von gestern und heute. Sie begann mit jenem Km Bundesminister für auswärtige Angelegen- . herbst 1918, wo das Vielvölkerreich der Habsburger beiten Berger-Waldenegg Besuche ab. An-,' Ich in seine nationalen Bestandteile aufloste und schaßend hieran empfing Bundeskanzler Dr. 1 purbe besiegelt durch den U nh e 11 s s p r u ch v o n $ . u^nigg und Gemahlin die ungarischen Gäste/ 6 t Germain, der den Deutschen in Oesterreich L . fid) Tisch. Am Nachmittag besuchte der Mi- bre höchst fragwürdige „Unabhängigkeit ni|terprö|ibent in Begleitung des Bundeskanzlers iuferlegte. die Seipel - Dollfuß - Gedächtnis-
Allein, das arme Wien der ersten Nachkriegszeit x i r ch e und legte am Sarkophag des Bundeskanz- par noch immer ein lebendiges deutsches Kultur- [er3 Dr. Dollfuß einen Kranz nieder. Hierauf emp- isntrum, das „rote Wien" der Marxisten konnte fjng Bundespräsident Miklas den un- sich in seinen revolutionären Absichten nie ganz garischen Ministerpräsidenten. Nach dem Empfang Ilirrchsetzen, und die Hoffnung auf eine bessere Zu- durch den Bundespräsidenten besuchte der ungarische ■Linft half doch über die bitterschwere Gegenwart Ministerpräsident Vizekanzler Starhemberg, Hinweg. Heute schnürt dem Besucher der Anblick jn ben Abendstunden seinen Besuch erwiderte.
:ion so viel hoffnungsloser Verbitterung, der Ein- Weiterreise nach Rom erfolgte um 22 Uhr vom
Iruck eines bis an die Zähne bewaffneten Miß- S^dbahnhof. Die Wiener Polizei hat außerordent- -auens vom ersten Augenblick an die Kehle ru. Sicherheitsmaßnahmen getroffen.
! Diese Beklemmung wird nicht leicher bei dem (9e- £)er ,nnere Stadtteil ist von Polizei vollkommen tonten, daß die feindselige Abwehr gegen Unbekannt ^gesperrt. Posten durchziehen die Straßen.
i .rnb der härteste Strafvollzug des Staates am Wiener Presse begrüßt 9J1inifterpräfi= (mbersbentenben Jßoltsgeno fen fo roie m■ öej bent Gömbös in der herzlichsten Weise. Sie Hauptstadt heute in ganz Defterreid) lanbauf lanbab ^ist drauf hin, baß Oesterreich unb Ungarn ge-1 iiom Burgenlanb bis zum ^^densee die tr s | roi|ferma^en ba5 Herzstück Europas barstellten. Die Kegel bilben. Im Volke selber unb nicht m nber in jener Neuesten Nachrichten" unter- i ter Beziehung Oesterreichs zum Deutschen Reich fehlt ^Eichen bie befonbere Bebeutung bes Besuches pr Zeit jedes na tur lich e Der trau en. Gme solch e I ^mbös' durch die Tatsache, daß dieser eben in moralische Atemnot laßt Eu^che S Warschau war, was offenbar eine gewisse be=
f öff^ufubr auf bie Dauer n^t betampfen ^ b fonbere Zielrichtung der ungarischen Außenpolitik wie ein schleichendes Verhängnis alle Anstrengungen ^fzeige. Die „R e i ch s p o st" versucht die in der pm Wiederaufbau. , letzten Zeit behaupteten Gegensätze zwischen der
Dabei wollen wir gewiß nicht in den Fehler ^r- österreichischen unb ungarischen Außenpolitik zu fillen, den das amtliche Oesterreich uns „Reichs- Ihestreiten unb schreibt: Die weitgehenbe Ueberein- iLUtschen" so gern üdelnimmt, der Regierung m ffimmung zwischen Ungarn und Oesterreich wird Wien unb ihren organisierten Hilfskräften den ern-ltz^^ Nüancierungen der politischen Melodie in f en Willen zum Besseren abzusprechen. Ttanner j^ren Grundlagen nicht berührt. Wenn die ungari- mie der Bundeskanzler Dr. Sch u s ch n i g 9 oder Politik in Uebereinstimmung mit den innersten U.^nias Aler'ander aeaeben haben,
«twa der neue Generalsekretär der „Vaterländischen ber ungarischen Nation immer bas S™lorbh^ L - s^ien verhaftete^Oberstleutnant
Sront" Oberst Adam Haden auch durchaus das Zj/'^ner Revision des Vertrages von Ferner habe der in ^len Dert)afteterUDerjiieuinam ^eug in sich, ihre konstruktiven Absichten durchzu- Trianon vor Augen hat, während Oesterreich in I«tzen. An eine Rückkehr des schwarzroten Partei- harten Vertrag von St. Germain im-
voesens und des parlamentarischen Systems über« ejne Garantie feiner Unabhängige
l.aupt ist nicht mehr zu denken. Alleiry der unter erblickt, bann kann biefe Einstellung bie Zu-
| !<em verstorbenen Buübeskanzler Dr. Dollfuß em-- famrnenarbeit ber beiben Staaten in kei- getretene Zustanb, daß die Staatsverfasfung^^^. Weise beeinträchtigen.
on der Volksgemeinschaft völlig los- x,ie amtliche Nachrichtenstelle erklärt u. a.: Der elöst und bie Staatsgewalt nur niit Hufe mill- Besuch, ber die zwischen den beiden Ländern be- amter Wehrverbände zu halten war, läßt sich auf rtebenben freundschaftlichen und herzlichen Beil ie Dauer ebensowenig halten. Die ganze Hoffnung ,jehungen zum Ausdruck brachte, bot in wiederher Regierung richtet sich daher auf eine stan- b()^n ausführlichen Gesprächen bes ungarischen ) isch e Ne ugli ebe r un g bes Volkes, in der Ministerpräsibenten mit Bunbeskanzler Dr. Schusch- jnifammen mit ber Arbeiterschaft auch bie nationa- unb Außenminister Berger-Walbenegg ©ele= !sn ober nationalsozialistischen Kreise ihren Platz I zu einer eingehenben (Erörterung toeiwillig einnehmen sollen. der allgemeinen politischen Lage unb
Nun ist freilich ber Trennungsstrich nod) mel su ber bie bejben Staaten befonbers berührenben Icharf und ber grausam harte Druck des Staates wirtschaftlichen Fragen. Hierbei kam auch mit Strang, Kerker, Anhaltelager und Verboten ohne vor kurzem von der Königlich Ungarischen Re- Hahl viel zu wirksam, als daß die führenden Man- qierung angeregte Abkommen zur Rege- • er in kürzester Zeit schon hoffen durften, bas innere Ing ber kulturellen Beziehungen zur Vertrauen zu erneuern. Vor ^em aber wird der Sprache. Es liegt auf ber Hanb, baß bie befonbers
| Vertrauen zu erneuern, -tiut (Sprache. Es liegt auf ber Hanb, daß Die bejonoers
( Erfolg bes Dom Sunbestcm3lerJDr. ©^(^111^ fte s I Beziehungen ber beiben Nachbarstaaten ge-! stochen, daß ^Finanzminifter Germain-M betonten „Willens zur Verständigung baoon ab- rabe auf bjesem Gebiete e r f o l g o e r f p r e = aU5 Gründen der Finanzgebarung sich mit der Ein- bängen, in w e I ch e m G et st unj « weifen Uenbe Lösungen in der Richtung einer wei-
Kamen sich die Oes^rreicher^gentlich,verstand.-1 t^ren Befestigung und Stärkung ber1 den sollen. Wenn „Daterland und Heimat die P - trabitionellen Derbinbung mit sich «le abgeben unb dabei das gemeinsame deutsche
Was will GömM in Rom?
nämlich die Frage des p ° 1 i t i s ch e n Ko . Frankreichs Bedingunjicn für d,c Ansitz all zismus. „ H föhnung mit Italien?
. Wer ben P°ri°. 5. Aon. IDAD.-Funkspruch.» Die Reife
roilbgeroorbenen®ultur9tompf" «nt P4 \b“ ungnrifchen minifferpräfibenten Sombos nach
waltig. Wer aus der überwiegend katholischen Art ——> > ■ । । ।■ ■■■
RechUert^un^ine?"gehäst Klerikalisrnus ab J nationale Seite der Frage im grellsten Blitzlicht be- Äf ^r9DeHiinbiat sich auss schwerste an Kirche, leuchtet sehen. Doch auch in Wien haben die Ver- Staat und Volk Der katholische Volksteil in Sud- antwortlichen die furchtbare Gefahr jedes unernsten ^eutickland hatte die konfessionelle Politik bes Zen- Spiels mit beutschfeinblichen Strömungen im Aus- -ums und der Bayerischen Dolkspartei schon lange lanb kennengelernt. Bunbeskanzler Dr. Schuschnigg R/XiffÄ und die Dinge in hat denn auch weder in Florenz Mussolini gegenüber, veste^eich liegen grundsätzlich nicht anders. Klerikal noch spater vor den versammelten „©aran^lemad)= wäre? eit jeher das Habsburger Kaiserhaus und ten" in Genf ein Hehl daraus gemacht daß ihn -vichtige Faktmen der Wiener^ Reichspolitik, nicht seine Gesinnung als österreichischer Deutscher zu be- :liber das Oesterreichertum in Stabt und Land. Des- sonderer^Vorsicht.verpflichte.
wegen werden die innere Befriedung und ber stan- Freilich bebeutet bie Beobachtung, baß die Hem- ^sche Aufbau um so raschere Fortschritte machen, mungen gegen eine allzu weitgehende Jnansprucy- s energischer die maßgebenden Männer der Regie- nähme fremder Hilfe an maßgebender Stelle l mag von ber Verketzerung bes nationalen Gedan- Oesterreichs gewachsen sinb, noch keineswegs einen
'xns abrücken unb in Wort unb Tat nur ein Ziel Abbau ber anberen Hemmungen vor bem nationai- tennen ben vorbehaltlosen Die n ft a m sozialistischen Deutschlanb. Vielmehr wiederholt sich zweiten deutschen Staat". das klerikale Mißverständnis auf dem allgemein po-
Das starke Bekenntnis zum gemeinsamen Deutsch- litischen Gebiet in ber Weise, baß man in Wien aus- tiim ist — bas bebarf kaum eines Wortes — natür- gerechnet den Nationalsozialismus als etroas zigep di auch bas einzige wirkliche Heil - fiv - Preutzisches empfinbet! Im gleichen Augen- mittel gegen das schlimme Mißtrauen blick, wo e i n g e b ü r t i g e r Oesterreich er im wischen Wien und Berlin. Und hier ver- Namen ber großbeutschen Jbee seine Volksbewegung mögen bie tragischen Erlebnisse vor einem Viertel- von Süben nach Norben zum Siege geführt i^hr ber politischen Erfahrung roarnenb zu bienen, unb bamit bie preußische Mission im Reich tatsach- - sollte es im Reich noch harmlose Leute gegeben ha- lich beenbet hat, träumt man jenseits der Grenze
^n die bas österreichische Problem als eine einfache von einer österreichischen Son d e r m i s - i ndeleaenheit ber nationalsozialistischen Jnnenpoli- s i o n. b e s ,S u b e n s ! Gewiß hat Oesterreich eine 4S betrachteten, dann konnten sie jetzt dis inter-'unveräußerliche Aufgabe als Sud-und Subostmark
r r a n 3 o i i j cy - i i u i i c u i i ui e Aussöhnung *—twon bestimmend sein werden. Frankreich könne । den Führern der österreichischen Rationalsoztalisten kein politisches Abkommen mit Italien I in Verhandlungen getreten zu fein.


