kerung begangen. Die Stadt war schön geschmückt, besonders die Schaufenster. Ein stattlicher Festzug bewegte sich mittags durch die Stadt; Arbeitslager, SA., SA.-Reserve, HI., Jungvolk usw., viele Erntewagen wirkten mit. Auf dem Marktplatz begüßte, nach Gesangsvorträgen des Männerchores, Ortsbauernführer Rühl alle Erschienenen und hob die Bedeutung des Erntefestes hervor. Vorträge und Tänze des BdM. verschönten die Feier. Mit Begeisterung wurde die Rede des Führers ausgenommen. Ein großes Volksfest mit Tanzmusik schloß sich an. Morgens hielt Dekan Widmann im Erntedankgottesdienst eine zu Herzen gehende
Predigt.
Babenhausen I.
Das zweite Erntedankfest im nationalsozialistischen Staat wurde auch in unsrer Gemeinde würdig begangen. Gemeinsam mit den Orten Bellmuth und Eckartsborn wurde hier
das Fest des deutschen Bauern gefeiert. Mittags wurde der Festzug an der Straße nach Schwickartshausen aufgestellt. Die Spitze des Zuges bildete die SA.-Kapelle. Es folgten PO., SA., SA.-Referve, HI. und JV. Sodann kamen die Erntewagen, geschmückt mit dem Erntesegen des Herbstes aus dem Obstgarten und von den Aeckern. Der in allen Teilen schöne Festzug bewegte sich durch die Straßen des Dorfes. Auf dem Festplatz hielt Bürgermeister Heinz eine Ansprache. Er wies auf Sein und Bedeutung des Erntedanktages im Dritten Reich hin. Seine Rede klang aus mit einem dreifachen „Sieg-Heil!" auf den Führer und Reichskanzler. Die Pause bis zur Uebertragung der Führerrede von dem Bückeberg wurde ausgefüllt mit vortrefflich vorgetragenen Musikstücken der SA.-Kapelle. Mit großem Interesse hörte man die Rede des Führers.
Nieder-Ohmen.
Die Feier des diesjährigen Erntedankfestes wurde in unserem Dorf würdig begangen. Unter starker Beteiligung fand am Sonntagmorgen ein Erntedankgottesdienst, mit einem Erntedankspiel der Schüler verbunden, statt. Zu diesem Zwecke war die Kirche mit Früchten des Feldes reich geschmückt. Am Nachmittag bewegte sich ein stattlicher Festzug durch die mit Flaggen geschmückten Straßen unseres Dorfes, an dem sich SA., HI-, JV., BdM., Reichsnährstand, Frauenschaft, sowie die Mitglieder der Arbeitsfront beteiligten. Anschließend wurde gemeinschaftlich die Führerrede vom Bückeberg gehört.
Kirtorf.
st. Der Tag des Erntedankfestes nahm in unserer Stadt einen schönen Verlauf. Am Vorabend traten die Gliederungen der Bewegung und die Einwohnerschaft auf dem festlich erleuchteten Marktplatz an. Während die Kirchenglocken gelautet wurden errichtete man den stattlichen Erntebaum mit
dem Erntekranz. Ortsgruppenleiter und Bürgermeister Lather hielt eine kurze Ansprache, in der er auf den Sinn und die Bedeutung des Erntedankfestes hinwies. Er mahnte, auch das diesjährige große Winterhilfswerk tatkräftig zu unterstützen. Ein Sprechchor, der das Bauerntum kennzeichnete, ein Lied des BdM. und Darbietungen des Blaser- chores verschönten die Feier. Ortsgruppenleiter Lather brachte ein Gedicht zum Dortrag, dann wurde gemeinsam ein Kampflied der Bewegung gesungen. Ein dreifaches "Sieg-Hell- auf den Führer und der Gesang des Horst-Wessel- und des Deutschland-Liedes beendeten die abendliche Feier. Am Sonntagmorgen, nachdem die Glocken gelautet hatten, folgte der Weckruf der SA. Die Hauser wurden mit Flaggen und Tannengrun prächtig geschmückt. Der Festgottesdienst war sehr gut besucht. Der Altar war mit Früchten des Feldes und der Gärten prächtig geschmückt. Studienrat Dekan Dr. Unverzagt (Gießen) hielt die Predigt in der er zum Dank an den allmächtigen Schöpfer ausries. Am Nachmittag marschierte der Festzug unter den Klängen des Jungvolk-Trommler- und Pfeiserkorps und des Bläserchors durch die Straßen unseres Städtchens und bot ein vielfältiges, imposantes Bild Nach dem Umzug entwickelte sich auf dem Platz an der Au ein richtiges Volksfest. Ortsgruppenleiter und Bürgermeister Lather eröffnete sofort das Kleinkaliberschießen der Bauern und Jungbauern, der Bläserchor wartete mit schneidiger Musik auf, es wurde eifrig getanzt, die Jugend unterhielt mit allerlei Spielen und der BdM. zeigte schone Reigenvorführungen. Zum festgesetzten Zeitpunkt wurde die Uebertragung der Feierlichkeiten vom Buckeberg gehört. Sodann wurde das Bauernschießen fortgesetzt Am Abend fand noch eine Tonfilmveranstaltung statt. Es wurde der Film „Andreas Hofer" aufgeführt. Nach der Filmvorführung zog die Gemeinde wieder zum Erntebaum, der nun umgelegt und seines Schmuckes entkleidet wurde; die an ihm angebrachten Gebrauchsgegenstände wurden an die zwölf besten Schützen verteilt. Der beste Schütze Heinrich Merlau wurde zum Bauernkönig ausgerufen. Baron Freiherr von Schenck zu Schweinsberg-Kirtorf hielt eine heitere Ansprache über die Bedeutung des Schießens. Ortsgruppenleiter Lather beschloß den Tag mit einem dreifachen Sieg-Heil! auf den Führer.
Grebenau.
ss. Auch in diesem Jahre wurde das Ernte- d a n k f e st unter starker Beteiligung in unserer Gemeinde festlich begangen. Sämtliche Häuser waren geschmückt. Frühmorgens erfolgte der Weckruf durch den hiesigen Posaunenchor. Am Festgottesdienst nahmen alle Gliederungen der NSDAP, und fast sämtliche Vereine mit Fahnen teil. Pfar
rer Müller hielt die Festpredigt, in der er besonders darauf hinwies, daß das Erntedankfest nicht nur das Fest des Bauern, sondern des ganzen deutschen Volkes sei. Durch einige Sprechchore und sinnreiche Sprüche der Schulkinder wurde der Festgottesdienst verschönt. Nach dem Festgottesdienst ging es in geschlossenem Zuge auf den Friedhof zum Ehrenmal. Hier leitete der Gesangverein Eintracht die Gedächtnisfeier mit einem Liede ein. Anschließend gedachte der Ortsgeistliche der zwei Millionen im Weltkrieg gefallenen Helden und auch der 400 SA., SS.- und HJ.-Kameraden, die für das neue Deutschland fielen. Ortsgruppenleiter Konrad Ha - b e r m e h l legte am Ehrenmal einen Kranz nieder. Mittags erfolgte auf dem Marktplatz die Aufstellung des Festzuges. Nach dem Umzug trafen sich sämtliche Teilnehmer auf dem Jahnplatz bei der Turnhalle. Ortsgruppenleiter Konrad H aber- mehl sprach über die Bedeutung des Tages, der Gesangverein „Eintracht" trug zwei Lieder vor. Dann hörte man die Uebertragung des Staatsaktes auf dem Bückeberg.
Rundfunkprogramm
Samstag. 6. Oktober.
6 Uhr: Bauernfunk. 6.15: Gymnastik I. 6.30: Gymnastik II. 6.45: Frühmeldungen. 6.55: Morgenspruch — Choral. 7: Frühkonzert. 8.30 bis 8.45: Gymnastik. 9.15: „Von Liebe und Wein". 10: Nachrichten. 11.45: Sozialdienst. 12: Mittagskonzert I. 13: Saardienst. 13.10: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 13.15: Mittagskonzert II. 14.15: Nachrichten. 14.30: Quer durch die Wirtschaft. 15: Jugend- Stunde. 16: Nachmittagskonzert des Rundfunkorchesters. 18: Stimme der Grenze. 18.30: Steg- reiffendßng. 18.45: Blasmusik. 19.45: Tagesspiegel. 20: Nachrichten.» 20.05. Saarländische Umschau. 20.15 Uhr: Lustiger Abend des Reichssenders Frankfurt. 22: Nachrichten. 22.10: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 22.30: Fortsetzung des Lustigen Abends.
Kirche und Schule.
Kreis Schotten.
(D Schotten, 30. Sept. In der hiesigen Stadtkirche fand ein evangelischer Gemeindeabend statt, bei dem Bundessekretär Otto aus Berlin im Auftrag des „Deutschen Bundes für christlich-evangelische Erziehung in Haus und Schule" einen Vortrag hielt über das Thema: „Das christliche Haus und die evangelische Gemeinde im Bibeljubiläumsjahr 1934". Ausgehend von der Großtat Luthers, der uns vor 400 Jahren die deutsche Bibel gab, legte der Redner in fesselnden und tiefschürfenden Ausführungen dar, welche Bedeutung die Bibel für Familie und Gemeinde habe, und
forderte dazu auf, die früher allgemein übliches Hausandachten als wertvolles Mittel zum inneren Wiederaufbau der deutsch-christlichen Familie wieder einzurichten. Leider war der Vortrag nur schwach besucht.
Professor Henri Marteau f.
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Der berühmte Geiger und Komponist Professor Henri Marteau ist auf seiner Besitzung bei Lichtenberg in Oberfranken an der thüringisch-baye- rischen Grenze, 60 Jahre alt, gestorb en. Eins Lungenentzündung hat dem Leben des von unermüdlicher Schaffenskraft erfüllten Künstlers plötzlich ein Ende gesetzt. — Marteau wurde 1874 in Reims geboren. Als Knabe genoß er im großelterlichen Hause in Dresden den ersten Violinunterricht durch den Schweizer August Buenzli. Schon mit 26 Jahren war er Leiter der Meisterklasse des Genfer Konservatoriums. Im Herbst 1908 wurde er Nachfolger Josef Joachims an der Berliner Hochschule für Musik. Nach dem Kriege wirkte Marteau als Leiter an den Konservatorien in Leipzig und Dresden sowie an der deutschen Akademie in Prag, deren Rektor er war. Prozessor Marteau unternahm ausgedehnte Konzertreisen in alle Länder Europas. Seine künstlerische Bedeutung lag in der zielvollen, ernsthaften und formvollendeten Wiedergabe der Werke von Bach, Beethoven und Mozart.
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