Der Heiratsschwindler spiel! nicht nur mit dem Geld und dem Herzen seiner Opfer, sonderü oft genug in skrupellosester Weise mit ihrem Leben. Denn über 50 v. H. aller von Frauen verübten Selbstmorde find durch die gemeine Tätigkeit dieser betrügerischen Casanovas verschuldet.
Man wird auch künftighin rücksichtslos gegen diese Burschen vorgehen und durch schwere Zucht- haus strafen ihrem betrügerischen Handwerk ein Ende zu bereiten wissen.
Oberhessen.
Landkreis Gictzen.
"Y Großen-Linden, 4. Oft Gestern abend wurde in der hiesigen Gastwirtschaft Schaum der Kriegsfilm „Stoßtrupp 1917" gezeigt. Die Darstellungen machten auf die zahlreich erschienenen Besucher einen sehr starken Eindruck. Am Nachmittag wurde der Film zu verbilligten Preisen den Schulkindern vorgeführt. In nächster Zeit wird die Gaufilmstelle der NSDAP, den Tonfilm „Der Schimmelreiter" nach der Novelle von Theodor Storm hier zeigen.
<£ Dorf-Gill, 4. Oft Die diesjährige 0 bst - baumzählung hatte hier folgendes Ergebnis: Apfelbäume, Hoch- und Halbftämme, 1328, Niederstämme 33; Birnbäume, Hoch- und Halbstämme 311, Niederftämme 6; Spalierbäume 3; Kirschbäume 125; Zwetschen- und Pflaumenbäume 1336; Mirabellenbäume 36; Reineclaudebäume 16; Pfirsichbäume 5; Walnußbäume 24. — Die Kartoffelernte wird diese Woche beendet. Sie ist mittelmäßig bis gut ausgefallen.
+ Grünberg, 4. Oft Die Ortsgruppe Grünberg der Deutschen Arbeitsfront, die außer Grünberg noch die Stützpunkte Lauter und Weickartshain umfaßt, hielt eine Mitgliederversammlung ab. Dabei gab der Ortsgruppenleiter, Schneidermeister 0. Stein, die Führer der einzelnen Betriebsgemeinschaften befannt: Textil: W i e ß- ner, Bekleidung: Paul Friedrich, Bau: Hermann Maus, Holz: Degen sen., Eisen und Metall: Degen jun., Druck: Christian Iafob, Verkehr: Viftor Friedrich, Bergbau: Hans Eisentraut, Banfen: W. Jäckel, freie Berufe: Architekt Balser, Leder: Wenzel, Stein und Erde: Schmieder, Handel: K. Schott, Handwerk: K. H. Peffer jun.; Als Pressewart wurde Hch. Schmidt bestimmt. Der Ortsgruppenwalter wies noch darauf hin, daß die Rechtsberatungsstelle Gießen die Mitglieder der DAFr kostenlos in sozialen Angelegenheiten berät. Ebenso soll den Mitgliedern durch die NSG. „Kraft durch Freude" ein verbilligter Besuch des Stadttheaters Gießen verschafft wer- den. Hingewiesen wurde noch auf den Besuch des Landestreffens der DAF. in Wiesbaden. In fesselnder Weise sprach dann noch der Kreisleiter der NS.- Hago, Pg. Schimmel (Großen-Buseck), über den Aufbau, die Einrichtungen und den Zweck der DAF. Nach Schlußworten des Versammlungsleiters wurde der Abend mit einem Sieg-Heil auf den Führer geschlossen.
* Lich, 4. Oft Am nächsten Sonntag findet hier in der Turnhalle ein T r e f f e n derFrauen- schäften mit der Spielschar von Alten-Buseck statt. Zu dieser Veranstaltung werden die Frauen- schaften aus der Umgegend erwartet.
cf Obbornhofen, 4.Oft. Die Ob stbaumzählung in unserer Gemarkung ergab folgendes: Apfelbäume 2004 Stück (tragfähig 1308), Birnbäume 529 (369), Süßkirschen 571 (274), Pflaumen- und Zwetschenbäume 1740 (1358), Mirabellen 82 (46), Reineclauden 29 (22), Nußbäume 43 (40). Erfreulicherweise ist festzustellen, daß das Interesse an der Obstbaumzucht sich auch in unserer Gemeinde in steigendem Maße verbreitet und das bekannte Wort: „Auf einen leeren Raum pflanze einen Baum und pflege sein, er bringt dir's ein" immer mehr beachtet wird.
Kreis Friedberg.
LPD. Friedberg, 4. Oft. Eine Riesenkar- t o f f e l wurde von einem Bauern in der Nachbargemeine Ober-Mörlen geerntet. Sie hat ein Gewicht von einem Kilogramm und 3 9 0 Gramm.
Kreis Schotten.
-r- Schotten, 4. Oft Vor etwa 25 Jahren waren die lästigen S ch n a f e n im Vogelsberg noch unbekannt, und der aus einem Schnafengebiet Zugewanderte empfand es hier als besondere Annehmlichkeit, in den Sommer- und Herbstnächten unbelästigt schlafen zu können. Inzwischen hat sich dies gründlich geändert. Die Schnafenbrut ist, wie der Hederich, bergwärts gewandert und macht sich als nächtlicher Quälgeist auch in hochgelegenen Ortschaften recht unangenehm bemerkbar. Noch ist die Zahl weit geringer als in den ausgesprochenen Schnakengebieten am Rhein und Main, aber die nach dem Volfsmund mit „süßem Blut" Ausgestatteten haben gerade jetzt recht unter der Blutgier der Schnakenweibchen zu leiden. Die Männchen stechen bekanntlich nicht, da sie sich nicht von Blut ernähren.
ch Groß-Elchen, 4. Oft In diesen Tagen fand im alten Schulsaal eine L)rtsbauern- Versammlung statt, in der die Anschaffung einer Schafherde beschloffen wurde. Es meldeten sich bis jetzt 70 Bauern zur Schafhaltung. Auch in früheren Jahren hatte unser Ort eine eigene Schafherde, die jedoch 1927 wegen Krankheit abgeschafft werden mußte.
6. Ulrichstein, 4. Oft Mit der Schließung des Gasthauses „Darmstädter H of" gehört nunmehr ein Gasthaus von historischer Bedeutung der Vergangenheit an. Die Eheleute P f a n n st l e l gaben in Anbetracht ihres hohen Alters die Wirtschaft am 1. Oftober auf. Ferdinand Pfannstiel war Posthalter. In seiner Hofreite standen die Gäule für die Posten nach Lauterbach, Mücke und Schotten. Sein Gasthaus war ein befanntes Quartier.
Kreis Alsfeld.
# Nieder-Ohmen, 3. Oft Heute fand hier der diesjährige Herb st- Vieh - und Krämer- mar ft statt. Für Ferkel wurden folgende Preise erzielt: bis 6 Wochen alte Tiere 7 bis 8 Mark, 6 bis 8 Wochen alte 8 bis 11 Mark, 8 bis 10 Wochen alte 11 bis 13 Mark. Der Verkauf war schleppend, so daß noch Ueberstand von Tieren war.
II. Nieder-Ohmen, 4. Oft Die NS. - Gaufi l m st e l >l e zeigte gestern abend im Saale von Ziegenhain den Film „Kamps um Verdu n". Der Bildstreisen stellte das heldenhafte Ringen vor dieser Festung sehr eindrucksvoll dar. SA. und die Jugendorganisationen nahmen geschlossen an der Filmvorführung teil.
— Deckenbach, 4. Oft Die Ernte der Birnen ist nahezu beendet. Der Ertrag war befriedigend. Bei der Gemeinde-Obstversteige- rung brachten Sorten, die einen guten Behang aufzuweifen hatten, gute Preise. Der Korb fostete am Baume 60 Pf. bis 1 RM. Weniger wertvolle Birnen wurden mit 10 bis 40 Pf. bezahlt. Die Steinbirnen, eine Lofalforte, fasteten 40 Pf. bis 1 RM. Aepfel besitzt die Gemeinde nur sehr wenig. Goldparmänen kosteteten der Korb voll am Baum bis zu 7 RM. Auch das Obst im Schulgarten wurde versteigert. Für „Jafob Lebe!" wurden 10 bis 12 RM., für „Schöner von Bosfop" 16 bis 18 RM. pro Zentner bezahlt. •*— Die Kartoffelernte brachte hier befriedigende, zum Teil sogar ausgezeichnete Erträge. Die Ernte der Runkelrüben wird nunmehr begonnen. Auch hier ist,ein befriedi
gender Ertrag zu erwarten. — Gegenwärtig arbeitet die Gesellschafts-Dreschmaschine im Orte. Der Körnerertrag ist gut, der Strohertrag allerdings sehr unbefriedigend.
Kreis Lauterbach.
Lauterbach, 4. Oft Die Ortsgruppe Lauterbach der N S.- V o l f s w o h l f a h r t hat für das Winterhilfswerk eine Obstsammlung durchgeführt, die mehrere Zentner Aepfel, Birnen und Zwetschen erbrachte. Von diesem Sammelobst hat die NS.-Frauenschaft dieser Tage Gelee und Mus zubereitet und für den Winter zur Verteilung bereitgestellt. Aus der Wetterau trafen weiter zehn Zentner Birnen ein, die dort durch die Ortsgruppe billig aufgekauft wurden. Abend für Abend find nun fleißige Frauen dabei, auch dieses Obst zu einem guten Brotaufstrich zuzubereiten. Auch sonst hat die NS.-Volkswohlfahrt in vielerlei Hinsicht vorbereitende Maßnahmen getroffen. — Im Rahmen des diesjährigen Arbeitsbeschaffungs-Programms wird die Stadt Lauterbach wieder eine größere Fläche am Alten Berg als Wald an- pflangen lassen. Vorgesehen sind hierfür rund 50 Morgen, meist Oed land, das im Anschluß an die in diesem Frühjahr bepflanzte Fläche kultiviert werden soll. Für die Stadt Lauterbach bedeutet dies, wirtschaftlich gesehen, eine Bereicherung ihres Wald- destandes um über 100 Morgen. Mit der Ausrodung von Hecken auf dem vorgesehenen Gelände ist schon begonnen worden; die Bepflanzung soll im Frühjahr durchgeführt werden.
Preußen.
Kreis Wetzlar.
* Erda, 4. Oft Am Dienstag zwischen 17 und 18 Uhr ging über unserer Gemarkung ein schweres Herbstgewitter nieder, das mit starkem Regen und Hagelschlag verbunden war. Dickwur; und Stoppelrüben wurden sehr in Mitleidenschaft gezogen. Der Regen war so stark, daß die mit Roggen angesäten Kartoffeläcker, hauptsächlich im Felde nach der „Eisernen Hand" zu, großen Schaden erlitten, da die frisch gepflügte, locker liegende Erde zum Teil fortgeschwemmt wurde. Einige Fensterscheiben wurden vom Hagel zerschlagen. Der ausgiebige Regen dürfte den D i ck w u r z noch zugute kommen. Die nunmehr beendete Kartoffelernte hat gute Erträge gebracht.
Wirtschaft.
Die Deutsche Reichhbahn im August.
Der Güterverkehr im August ist gegenüber dem Vormonat um 2,1 v. H. gestiegen. Die Betriebsleistungen im Güterzugdienst haben gegen den Vormonat um 0,34 v. H. zugenommen. Im Personenverkehr setzte im August der Rückstrom aus den Sommerfrischen ein, jedoch trugen auch die Urlaubsfarten und die 60prozentige Fahrpreisermäßigung für Ausländer wesentlich zur Belebung des Verkehrs bei. Im Personenzugdienst wurden 10 017 überplanmäßige Züge gefahren (zu politischen Veranstaltungen usw.). Die Länge der von der Reichsbahn betriebenen Strecken betrug Ende August 53 932 Kilometer (unverändert). Die Betriebseinnahmen haben sich von 299,3 Mill. Mark im Juli auf 300,2 Mill. Mark erhöht. Auf den Personen- und Gepäckverkehr entfielen hiervon 95 (102,3) Mill. Mart Gegenüber August 1933 ist eine Mehreinnahme von 4,6 (7,2) festzu- stellen. Die Einnahmen aus dem Güterverkehr betrugen 185,2 gegen 176,1 im Juli. Die Ausgaben für Betriebsführung usw. betragen 307,9 (i. V. 295,4), so daß die Monatsrechnung mit einer Mehrausgabe von 7,7 Mill. Mark (i. V. Mehreinnahme 3,9 Mill.) abschließt. Der Personalbestand erhöhte sich von 636 758 Köpfe im Juli auf 639 506 Köpfe.
*
* Die Neuordnung der Devisenbewirtschaftung im Versicherungswesen. Das Reichswirtschaftsministerium teilt in Ergänzung der erschienenen Pressenotiz über die Neuordnung der Devisenbewirtschaftung im Versicherungswesen zur Vermeidung von Mißverständnissen mit, daß als inländische Versicherungsgesellschaften im Sinne der Devisenbewirtschaftung auch die im In- lande zugelassenen Zweigniederlassungen ausländischer Versicherungs - Unternehmungen anzusehen sind. Der Abschluß von Versicherungen mit diesen Zweigniederlassungen im Jnlande auf Reichsmark- basis ober in Valuta, soweit.dies auch bei Verträgen mit inländischen Versicherungsunternehmungen noch zulässig ist, wird daher durch die Neuordnung nicht betroffen.
* Genehmigungspflicht für Käufe von Baumwollabfällen und Kunstbau m w o l l e. Die Ueberwachungsstelle für Baumwolle hat, mit Zustimmung des Reichswirtfchafts- ministers eine Anordnung erlassen, die im RA. veröffentlicht wird. Nach ihr ist jeder Einkauf von
Baumwollabfällen und Kunstbaumwolle jeder Art aus dem Inland und Ausland an die Einwilligung der Ueberwachungsstelle für Baumwolle gebunden. Außerdem wird angeordnet, daß auch für die Abnahme von Baumwollabfällen und Kunstbaumwolle jeder Art, die früher eingekauft worden sind, die Einwilligung der Ueberwachungsstelle für Baumwolle eingeholt werden muß. Zuwiderhandlungen gegen die Anordnung werden bestraft.
Frankfurter Börse.
Millagsbörse: etwas schwächer.
Frankfurt a. M., 4. DEL Die Umsatztätigkeit an der Wertpapierbörse hat sich stark verringert. Die Kulisse übte infolge des nur sehr geringen Or- öereiganges seitens der Kundschaft starke Zurückhaltung und sieht sich in ihren Erwartungen hinsichtlich des Anlagebedarfs nach dem Quartalsultimo etwas getäuscht. Da auch aus der Wirtschaft größere Anregungen fehlten, lag die Börse bei Eröffnung nahezu geschäftslos und entgegen den Erwartungen des Vorbörsenverkehrs eher etwas schwächer. Trotzdem war die Grundstimmung keine unfreundliche. Hier und da erfolgten kleine Verkäufe, die bei der Enge des Geschäftes die Kurse mitunter stärker beeinflußten. Zu der gewissen Vernachlässigung des Aktienmarktes dürften die neueren Hinweise auf Bevorzugung des Rentenmarktes beigetragen haben. Hier war das Geschäft zwar ebenfalls nicht besonders lebhaft, immerhin war die Stimmung freundlich und es zeigte sich weiteres Kaufinteresse. Größeren Umsatz verzeichneten widerum Kommunal- Umschuldung, daneben blieben auch späte Reichsschuldbuchforderungen und einige Industrie-Obligationen gefragt, so Stahlverein und Mittelstahl. Reichsaltbesitz' lagen dagegen ruhig und mit 98 v. H. unverändert.
Am Aktienmarkt waren einige Spezialpapiere mehr gedrückt. So verloren Licht & Kraft 1,13 v. H., Siemens 1,50 v. H., Gesfürel 1 v. H., Deutsche Linoleum ca. 2 v. H., Westdeutsche Kaufbos 1,13 v. H. und Rheinstahl 1,25 v.H. Niedriger eröffneten außerdem Farbenindustrie, Metallgesellschaft, Deutsche Erdöl, AEG., Schuckert, Felten und die Mehrzahl der Mgntanpapiere, wobei aber die Verluste nicht über 0,50 bis 1 v. H. hinausgingen. Schiffahrtsaktien waren nach schwächerem Beginn wieder auf Vortagsbafis erholt, Hapag 26,25 bis 27, Nordd. Lloyd ca. 29,75 bis 30. Gut behauptet lagen u. a. Reichsbank, Daimler, Gement Heidelberg, Eßlinger
Maschinen, Buderus, Klöckner und Mansfelder. Fester tendierten Elektr. Lieferungen mit plus 1,50 o. H., offenbar in Nachwirkung des freundschaftlichen Zusammenarbeitens mit der Allg. Lokal & Kraft AG. Von fremden Werten bröckelten Mexikaner bei sehr kleinem Umsatz weiter etwas ab.
Im Verlaufe griff die schwächere Stimmung fast allgemein Platz und die anfangs noch behaupteten oder nur wenig veränderten Papiere gingen nunmehr ebenfalls um durchschnittlich 1 v. H. zurück. Westdeutscher Kaufhof verloren nochmals 1,25 v. H., Mannesmann 1 v. H., Farben 0,65 v. H. usw. Weiter befestigt waren aber Elektr. Lieferungen, die nochmals 1,25 v. H. gewannen.
Der Kassamarkt brachte meist etwas festere Kurse, besonders für niedrig im Kurs stehende Papiere. Eine ganze Reihe von Werten waren mit Plus- Zeichen angeschrieben.
Der Rentenmarkt zeigte in den variabel gehandelten Werten kaum Veränderungen und ruhigeres Geschäft. Am Pfandbriefmarkt waren Goldpfand- briefe weiter gesucht ohne im Kurs wesentlich anzuziehen, fiiquibationspfanbbriefe erhöhten sich um 0,25 bis 0,50 o. H., Kommunal-Obligativnen und auch Stadtanleihen blieben meist unverändert. Fremde Werte lagen still. Valutapapiere konnten sich meist etwas befestigen. — Tagesgeld war zu 3 v. H. weiter erleichtert.
Abendbörse: Renten fest, Aktien still.
Das schon an der Mittagsbörse festzustellende größere Interesse für den Rentenmarkt tjat sich im Abendbörsenverkehr noch eher vertieft. Dieser Markt verkehrte in ausgesprochen fester Tendenz, obgleich die Umsätze heute abend keine besondere Lebhaftigkeit zeigten. Lediglich Kommunal-Umschul- dung gingen in großen Posten bei um etwa 0,75 v. H. höherem Kurs als heute mittag um. Daneben blieben späte Reichsschuldbuchforderungen zu 95,50 (95,25) und Zinsvergütungsscheine gefragt, während Altbesitz sehr ruhigen Markt aufwiesen. Genußrechte waren ebenfalls beachtet und etwa 0,50 bis 1 v. H. fester. Pfandbriefe und Stadtanleihen lagen behauptet.
Der Aktienmarkt war demgegenüber stark vernachlässigt, aber nicht mehr schwächer. Die Berliner Schlußkurse blieben zumeist unverändert, etwas fester lagen u. a. Mannesmann und Daimler, während Rhein. Elektro 1 v. H. verloren. Aktien blieben auch im Verlaufe ausgesprochen lustlos, während Renten ihre feste Haltung aufrechterhielten. Fremde Werte lagen still.
U. a. notierten: Altbesitz 98,40, 6 v. H. Stahlverein 79,50, 6 v. H. Mainz von 1926 81, 6 v.H. Franks. Hyp. Bank R 1 bis 14 92,50, Pfälz. Hyp. Bank-Aktien 79,25, Gelsenkirchen 64,50, Harpener 105, Mannesmann 77,25, Phönix 49,75, Rheinstahl 91,50, Stahlverein 42,65, Aku 61,65, AEG. 29,90, Bekula 143,50, Daimler 51,25, Elektr. Lieferungen 104,50, IG. Farben 143,25, Gesfürel 110, Holz- mann 81,50, Rhein. Elektro 104,13 bis 104, Schuckert 93,75, Westdeutsche Kaufhof 32,50, Hapag 26.
Frankfurter Schlachtviehmarkt.
Frankfurt a. M., 4. Oktober. Auftrieb: Rinder insgesamt 27 (gegen 189 am letzten Donnerstagsmarkt), davon 10 Ochsen, 3 Kühe und 14 Färsen. Kälber 927 (1054), Hammel 117 (77), Schafe 79 (99), Schweine 615 (423). Notiert wurde pro ein Zentner Lebendgewicht in RM.: Kylber Sonderklasse —, andere a) 49 bis 50, b) 41 bis 48, c) 34 bis 40, d) 26 bis 33. Lämmer und Hammel b2) 34, c) 32 bis 33, d) 27 bis 31. Schafe ?) 32 bis 34, f) 27 bis 31, g) 18 bis 26. Schweine al) 53, a2) 52 bis 53, b) 52 bis 53, c 50 bis 53, d) 47 bis 51. Im Preisvergleich zum letzten Donnerstags- markt zogen Schafe um 1 bis 2 RM. an, im übrigen ergaben sich keine Veränderungen. Die Preise sind Marktpreise für nüchtern gewogene Tiere und schließen sämtliche Spesen des Handels ab Stall für Fracht-, Markt- und Verkaufskosten, Umsatzsteuer sowie den natürlichen Gewichtsverlust ein, müssen sich also wesentlich über die Stallpreise erheben. Marktverlauf: Kälber mittelmäßig, ausver- kauft. Hammel und Schafe rege, ausverkauft. Schweine sehr rege, ausverkauft.
Fleischgroßmarkt. Beschickung: 1182 Viertel Rindfleisch, 190 ganze Kälber, 9 ganze Hammel bzw. Schafe und 505 Schweinehälften sowie 1 Kleinvieh. Preise für 1 Zentner frisches Fleisch in RM.: Ochsenfleisch b) 56 bis 60, Rindfleisch b) 52 bis 58, Bullenfleisch b) 54 bis 56, Kuhfleisch b) 44 bis 50, c) 30 bis 40. Kalbfleisch b) 64 bis 68, c) 56 bis 62. Hammelfleisch b) 70 bis 75. Schweinefleisch b) 70 bis 73. Geschäftsgang des Fleischgroßmarktes: rege.
Schweinemarkt in Alsfeld.
* Alsfeld, 4. Okt. Der gestrige Schweine- markt war mit 354 Ferkeln zum Verkauf beschickt. Es kosteten bis zu 6 Wochen alte Ferkel bis zu 12 Mark, 6 bis 8 Wochen alte Tiere 14 bis 16 Mark.
Kurszettel der Berliner und Krankfurier Börse
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. 2H.
Aranriur. a. 2JL
3.iS- | 4-10
26
27
29,5
Banknoten.
31
1,4
Serie I
8
8
beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der
bürfe
0
0
12
30,13
81,5
95,5
67
88,5
111,5
66,25
106
70,25
73,25
147,13
122
76,4
77,25
96
67
o 4 (l
0 0
6
6
0 0
170
124
76,75
78,4
29,9 143,5 104,5
120
31,9 110 104
93,75
146,5 124
7
7,13 13,5
70
73,25
147
30,5 1,35
7,65 7,25 7,25
13,5
30,65
146,65
102,25
121,25
82
111,25
105
94,9
148
8
4,9
4,4
35,25
88,13
110,5
64,5
105
*Vi% desgl. von 1913..........
6% abgeft. Goldmexikaner von 99
<% Türkische Zollanleihe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anlethe
Gesellschaft.. Dresdner Bant Retchsbank ...
7,65
7 7,1
13,5
1,4
7,6
7,25 7,25 13,4
8
4,9
7
4,4
35
4% Oesterretchische Goldrente.... 4,20% Oesterretchische SUberrente 4% Ungarische Goldrente.......
4% Ungarische Staatsrente v. 1910
A.E.G.......................
Bekula.................... o
Elektr.LteferungSgesellschaft... 6
Licht und Kraft .............g
Felten & Guilleaume.........o
Gesellsch.f.Elektr.Unternehmuna. 5
Rheinische Elekwizitäl ........ 6
Schuckert L Co................
Siemens L Halske..........” 7
Lahmeyer LCo............ /10
Hamburg-Amerika-Paket .....0
Hamburg-Südam. Dampfschiff. O
Hansa-Dampfschtff...........0
Norddeutscher Lloyd .........0
A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0
Berliner Handelsgesellschaft ... 4
Commerz, und Privat-Bank ... O Deutsche Bank und Disconto-
Buderus ...................
Deutsche Erdöl..............
Gelsenkirchener.............
Harpener...................
Hoesch Eisen—Köln-Neuessen . älfe Bergbau ..............
Ilse Bergbau Genüsse.......
Klöcknerwerke ..............
Mannesmann-Röhren.......
Datum
4% desgl. Serie II .............
5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 4'/r%Rumän.vereinh.Rentev.l913 4% Rumänische vereinh. Rente .. 2y*% Anatolier...............
Berlin
Frankiuri a. 2)1.
Berlin
Schlußkurs
Schlußk. Mittagbörse
Schlußkurs
Schluß!. Abend- bürfe
Schlußkurs
Schlußk. Mittag- böri'e
3-10.
4-10
Datum
3-10.
4.10-
3.10.
4.10
—
—
Mansfelder Bergbau.......
.. 0
78,65
—
78,25
78,25
—
4,9
KokSwerke................
—
—
99,5
99
7,13
7,15
Phönix Bergbau...........
.. 0
50,75
49,75
50,9
49,75
4,35
4,4
Rheinische Braunkohlen ....
. 10
243
238
240
237,5
35
35,9
Rhetnstahl................
.. 0
92,75
91,5
93
91,5
Vereinigte Stahlwerke......
.. 0
43,75
42,65
43,75
42,65
27,4
25
26
26,5
Otavi Minen .............
.. u
13,25
13,5
13,5
13,25
Kaliwerke Aschersleben......
.. 5
—
123
Kaliwerke Westeregeln......
.. 5
—
—
122
_
30,4
28,75
Kaliwerke Salzdetfurth.....
1V1
155
154
155
155
81,4
78,65
I. G. Farben-Jndustrie.....
96
96
.. 7
144,25
143,25
144,25
143,4
67
67
Scheideanstall.............
.. 9
220
220
92,75
Goldschmidt ..............
.. O
94
94
92,5
70 73,25 146,75
70,5
73
145,5
Rütgerswerke.............
Metallgesellschaft...........
.. 0 .. 0
41,75
89
41,25
88,65
41,65
41
86,5
Philipp Holzmann.........
.. 0
83
81,5
83
81,25
30,5
29,65
.. 0
118
134
118
132,5
.. 0
146,9
102,75
104,5
122
120,5
Schultheis Patzenhofer.....
Aku (Allgemeine Kunstseide)
.. 0
•—
—•
111,5
110,25
82
80,75
.. 0
62
61,65
62
61,9
111,4
110
Bemberg.................
.. 0
65
65
132
129,5
105,9
105
Zellstoff Waldhof..........
.. 0
50,13
49,5
50,4
49,65
94,75
94
Zellstoff Aschaffenburg .....
.« 0
68,4
68
68,5
67,5
147,75
146
Dessauer Gas.............
.. 7
—-
—•
126
125
125
124,5
Daimler Motoren..........
.. 0
51,75
51,25
51,75
50,75
Deutsche Linoleum.........
.. 0
62
60,5
62,25
60,5
88,25
87,75
Orenstein & Koppel........
.. 0
—
—
90,5
88,25
Leonhard Tietz............
.. 0
34,13
32,5
34,13
32525
65,75
106
64 65 105,5
Chade ....................
,.1Ü
207
207,5
206
207,5
Aecumulatoren-Fabrtk......
.. 0
—
175,5
174
176,5
77,9
170
Conti-Gumml.............
.. 0
132
133,25
131,75
76
123,5
76,9
122
77,65
Grihner..................
.. 0
31,75
79
32,5
78,75
1 31,9
5
Mainkraftwerke Höchst a.M..
.. 4
78,75
76,65
Süddeutscher Zucker .......
..8
192
190,5
1 192
190,5
tfranuun a. Dl
Berlin
Gchluß- kurs
Schlußk. Abend- börsc
Schlußkurs
Schlußk. Mittagbörse
Datum
3-10.
4-10-
3-10.
4-10-
6% Deutsche Reichsanleihe v. 1927 6% ehem.7% Tt. Reichsanl. 6.1929 bx/i% Doung-Anleihe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit
Auslos.-Rechten .............
94,75
93
98
94,25
92
91,75
101,25
92,25
92,25
92
92
93
93
101,75
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95
92,25
98
94,25
92
101,25
92
93
93
101,75
95
98,25
94,25
92
101,5
92,5
93
101,75
Desgl. ohne Auslos.-Rechte......
6% ehem.8% Hess. Bolksstaat 1929 (rückzahlb. 102%)............
6% Hess. Landesbank Darmstadt
Gold R. 12..................
W/o Hess. Landes-Ht bank Darmstadt Liqui Oberhessen Provinz-An Auslos.-Rechten ....
potheken-
leihe mit
Deutsche Komm. Samm leihe Serie 1 mitAuslo 6% ehem. 8% Franks. H
Goldpfe. 15 unkündba 6% ehem. 7% Franks.
Goldpfe. 16 unkündba 6Yi% ehem. 4%% Fra
Bank-Liqu.-Pfandbrie 5/,% ehem. 4yt%
Hyp.-Bank-Liqu.-Golk 6% ehem. 8% Pr. Lan briefanstalt, Pfandbrt 6% ehem. 7% Pr. Lan briefanstalt, Pfandbrt Steuergutsch. Berrechnu
elabl. Aw .-Rechten )yv.-Bank bis 1935
>yp.-Bank bis 1936 rtlf. HYP.-
Rheinische Pfe.....
despfand- ’fe R. 19 deSpfand- se R. 10 igskurS..
Z.Oktober
4. Oktober
Amtliche Notierung
Amtliche Notierung
Geld
Brie'
Geld
| Brie'
Buenos Aires
0,646
0,650
0,640
0,644
Brüssel.....
58,17
58,29
58,17
58,29
Rio de Jan.
0,204
0,206
0,204
0,206
Sofia......
3,047
3,053
3,047
3,053
Kopenhagen.
54,34
54,44
54,32
54,42
Danzig.....
81,22
81,38
81,22
81,38
London .....
12,17
12,20
12,165
12,195
Helsingfors..
5,375
5,385
5,375
5,385
Paris ......
16,39
16,43
16,39
16,43
Holland ....
168,64
168,98
168,49
168,83
Italien.....
21,45
21,49
21,45
21,49
Javan......
0,713
0,715
0,713
0-715
Jugoslawien
5,694
5,706
5,694
5,706
Oslo.....:
61,14
61,26
61,12
61,24
'Ißicn
48,95
49,05
48-95
49,05
Lissabon ....
11,045
11,065
11,04
1L06
Stockholm...
62,76
62,88
62,73
62,85
Schweiz ....
81,18
81,34
81,12
81,28
Spanien....
33,97
34,03
33,97
34,03
10,37
10,37
10,39
Budapest ...
_
Neuyork...
2,472
2,476
2,472
2,476
Berlin, 4.Oktober
Geld
Brief
Amerikanische Noten..............
2,424
2,444
Belgische Noten..................
58,01
58,25
Dänische Noten .................
54,18
54,40
Englische Noten .................
12,13
12,17
Französische Noten...............
16,35
16,41
Holländische Noten...............
168,07
168,75
Italienische Noten................
21,33
21,41
Norwegische Noten ..............
60,96
61,20
Deutsch Oesterreich, & 100 Schilling
Rumänische Noten...............
—
—
Schwedische Noten...............
62,56
62,82
Schweizer Noten.................
80,94
81,26
Spanische Noten.................
33,83
33,97
Ungarische Noten................


