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*♦ Eine Alt-Gießener Erinnerung, nannten Lollarer Werk in Arbeit steht, im
Frau Arnold, Grabenstraße 8 wohnhaft, feiert keinen Unfall erlitten bat. h mei der
am morgigen Donnerstag ihren 73. Geburtstag. Die RDH Z e ck e n p la ged "Hund Jubilarin, die körperlich und geistig noch sehr rüstig 3e<fenplage, unter der die Hunde s dem ist. hatte in ihrer Jugend folgendes Erlebnis: Fürst viel zu leiden haben, da sich die Hundez ae M z
L aus Friedberg,
Mischastsbelebung durch das Winzerfest
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Oberheffen
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09, Alsfeld. Die Saarbrückener Athle- tik-Sportvereinigung „W e ft" stattete dein Alsfelder Verein mit einer 15 Mann starken Mann- chaft einen Gegenbesuch ab. Nachdem den Gästen im Laufe des Nachmittags Gelegenheit gegeben war, die Sehenswürdigkeiten der Stadt Alsfeld unter achkundiger Führung zu besichtigen, fand ein Sportabend in Form eines Freundschaftsrlngkamp- es zwischen Mannschaften der beiden Vereine statt.
Bürgermeister Dr. V ö l s i n g begrüßte in herzlichen Worten die deutschen Brüder von ber Saar namens der Stadt Alsfeld. Er gedachte dabei des schweren Kampfes der Saardeutschen um die Erhaltung ihres Deutschtums und knüpfte an das gewaltige Erlebnis der Saartreuekundgebung auf dem Ehrenbreitstein an. Er versicherte, daß das ganze deutsche Volk hinter “ben deutschen Brüdern an der Saar stehe und sie nach der Abstimmung am 13. Januar 1935 mit offenen Armen aufnehmen werde.
worden.
** Säumige Zahler werden von der Direk- tion der Elektrizitäts-, Gas- und Wasserwerke in unserem heutigen Anzeigenteil daran erinnert, baß bie fälligen Gebühren vom Juni bis zum 10. September noch ohne Kosten bezahlt werden können. Wer diesen Termin versäumt, hat mit Beitreibung ber Beträge und mit Sperre der Belieferung zu rechnen.
** Kein Unfall auf dem Buderus- Werk in Lollar. Zu dem im „Gieß. Anz." vom 3. September berichteten Unfall des 31 Jahre alten Kernmachers Richard W i f f e m a n n, ber mit schwe- ren Kopf- und Gesichtsverletzungen der Chirurgischen Klinik zugeführt werden mußte, teilt uns die
In seinen weiteren Ausführungen beschäftigte sich der Redner mit den beiden Begriffen „Internationalismus" und „Na t i o n a l i s m u s". Er schilderte zunächst die wesentlichen Züge des Internationalismus und stellte dem den Nationalismus gegenüber. Der Internationalismus werde völlig vom Nationalsozialismus abgelehnt. Grundsätzlich fei zu sagen, daß im Leben eines Volkes nichts stagnieren dürfe. Es müsse fich alles weiterentwickeln. Deshalb dürfe auch einem überholten Geistesgut nicht nachgehangen werden, und niemand solle glauben, daß Adolf Hitler die Kastanien vielleicht für einen Hohenzollem-Prinzen aus dem Feuer hole. Der Internationalismus leite die Entwicklung aller Dinge von der Materie ab („Wirt-
Verpflichtungsabend der AS.-Frauenschaften Sießen-Aorb und -Mtte.
der inneren Festigung. Jeder Volksgenosse müsse die Gedanken des Führers erfassen. Das setze die Schulung als Notwendigkeit heraus. Die Schulung solle nach dem Willen des Führers von den bewährten Kämpfern getragen werden. Die neuen Gedanken müßten aus dem Herzen heraus und nicht lediglich vom Intellekt her vermittelt werden, nicht etwa von jemandem, der lediglich auf Grund seines Buchstabenwissens dazu in der Lage wäre.
Der Beamte, der stets mit dem Volke in Verbindung stehe, fei besonders in der Lage, das Gedankengut des Nationalsozialismus verbreiten zu helfen.
Besonders habe der Lehrer große Aufgaben, dessen Arbeit an der Jugend von entscheidendem Einfluß für die Zukunft sein könne. Der Beamte müsse Bescheid wissen über alle Probleme des Nationalsozialismus, müsse sie verstehen und vertreten können. Der Beamte solle ein Apostel für den Nationalsozialismus sein, er solle alle Überzeugungskraft anroenben, damit jeder Volksgenosse ohne Zwang zum Nationalsozialismus geführt werden könne. Insbesondere solle der Beamte denjenigen Volksgenossen entgegentreten können, die heute noch dem Internationalismus nachhingen, er müsse es tun aus dem starken Gefühl einer wahren nationalen Gesinnung heraus.
(Weitere Meldungen aus Oberhessen auf der vierten Seite.)
Große Strafkammer Gießen
Unter Ausschluß ber Öffentlichkeit hatte sich bie
Äel zu leiden haben, da sich die Hundezecke (Holz- bock) an allen Körperteilen des Hundes dermaßen vollsaugt, daß diese Milbe das Volumen h°s nuß- großer Blasen erreicht, erweist sich das Betupfen einer angelegenen Zecke mit Benzin oder Terpentln als das beste Beseitigungsmittel, da die Zecke d ese Gerüche nicht verträgt, loslaßt und abfallt. Ausreißen angesogener Zecken ist nicht zu empfehlen, ba mitunter der Rüssel in der Saugwunde zuruck- bleibt und Eiterungen nach sich zieht.
Schulungsabend ber Beamten 1 Stadt und des Kreises Gießen statt, sehr gut besucht war. Der Fachschaftsleiter Amts für Beamte, Pg. Heß, hieß, nachdem Fachschaftsfahnen feierlich eingebracht waren, Teilnehmer willkommen. Sodann sprach
1918 habe man sich lediglich darauf beschränkt, die Macht zu erringen und sie zu mißbrauchen. Der Nationalsozialismus werde nicht in den Fehler verfallen, den zweiten Teil ber Revolution zu vergessen. Der Besitz der Macht werde die National- iozialisten nicht untätig bleiben und sie nicht auf ben Lorbeeren ausruhen lassen.
Nach der Zeit des Kampfes fei eine andere Zeit für den Nationalsozialismus angebrochen: bie Zeit!
Im Anschluß an diese eindringlichen Worte gab ber Redner die Richtlinien der NS.-Frauenschaft bekannt und nahm darauf die Verpflichtung vor.
Die Frauen fangen anschließend gemeinsam die erste Strophe vom Deutschlandlied, vom Horst- Wessel-Lied und vom Frauenschaftslied.
Im Schlußwort dankte Frau W r e d e allen Mitwirkenden und dem Redner und sprach den Wunsch aus, daß das abgelegte Bekenntnis zu steter Pflichterfüllung aneifern möge. Sie schloß die erhebende und zu Herzen gehende Derpflich- tungsfeier mit dreimaligem Sieg-Heil auf unseren Führer Adolf Hitler und auf Deutschland.
Unter Ausschluß der Öffentlich!
Kammer gestern mit dem V. L. -
zur Zeit in Untersuchungshaft, zu beschäftigen. Dem Angeklagten wurde zum Vorwurf gemacht, sich m unsittlicher Weife an feinem einjährigen Mädchen vergangen zu haben. Die Beweisaufnahme, insbesondere das Gutachten des Sachverständigen, er- gab, daß es sich bei dem Angeklagten um einen vermindert zurechnungsfähigen und dazu noch schwerhörigen Menschen handelt, der zur Zeit der Tat noch unter dem Einfluß erheblichen Alkohol- genufses stand. Unter Berücksichtigung all dieser Umstände erkannte das Gericht unter Anrechnung von drei Monaten drei Wochen erlittener Untersuchungshaft auf eine Gefängnis st rase von sieben Monaten. Die Kosten des Verfahrens trägt der Angeklagte. , ri
Gegen den P. A., der schon vielfach vorbestraft ist. und zur Zeit eine neunjährige Zuchthausstrafe wegen schweren Diebstahls im Rückfall verbüßt, hatte die Staatsanwaltschaft die Anordnung der Sicherungsverwahrung beantragt. Die gestrige Beweisaufnahme, insbesondere das Zeugnis des An- ftaltspfarrers, sowie die Bekundung der Anstaltsdirektion, ließ erkennen, daß nach der Strasv^- büßung im August 1935 keineswegs die öffentliche Sicherheit durch A. gefährdet ist. Da es somit an einem wesentlichen Tatbestandsmerkmal fehlte, mußte der Antrag der Staatsanwaltschaft abgelehnt werden. Die Kosten trägt bie Staatskasse.
Männer Opfer falscher Regierungsmaßnahmen geworden waren, die durch Die bevorzugte Stellung der Frau in der Nachkriegszeit aus ihrer Wir- fungsftätte herausgedrückt und nun arbeitslos waren.
Erst unser Führer Adolf Hitler beseitigte diesen Uebelstand, indem er der Frau wieder den ihr von der Natur bestimmten Platz anwies, sie als Mittelpunkt in die Familie stellte und sie wieder zur Hüterin der kommenden Generation bestimmte.
Eingedenk dessen, daß die deutsche Frau und Mutter in den vergangenen Jahren so unerträglich viel Leid erdulden mußte und dennoch standhaft blieb und den Glauben an eine bessere Zukunft nicht verlor, soll auch von der deutschen Frauenschast die Kraft ausgehen, die Herzen mutig zu machen, um die Ideen unseres Führers in sich aufnehmen zu können, sorgsam zu pflegen und weiter zu vermitteln, damit nun endlich auch diejenigen davon erfüllt werden, die heute noch abseits stehen und durch Kleingläubigkeit und Zweifel noch nicht den rechten Weg und Glauben zu unserem Führer Adolf Hitler gefunden haben.
Erst wenn alle von echter Bekenntnisfreubig- keit zu Adolf Hitler durchdrungen sind, kann sich die rechte Volksgemeinschaft und mit ihr eine Liebe zu jedem Volksgenossen bilden. Und wenn wir Liebe zu anderen fühlen, echte, selbstlose Liebe, wenn wir unsere Ichsucht überwunden haben, wenn das alles geschehen ist, dann können wir einen Schritt weitergehen und sagen: „Von uns geht ein Kraftstrom aus durch das ganze Volk."
In weiteren Ausführungen sprach der Dortra- qenbe über die Probleme „Weltwirtschaft und „nationale Wirtschaft." Insbesondere stellte er bie Be- beutunq der nationalen Wirtschaft an Hand von "Rahlen heraus. Der Nationalsozialismus bejahe das Eigentum aus dem Bewußtsein heraus, daß der Besitz mehr an das Vaterland binde, als die Besitzlosigkeit. Besitz müsse .vermehrt werden. Wichtig sei die Pflege der mittelstandischen Wirtschaft. Im Dritten Reich müsse erreicht werden, daß jeder Arbeiter gerechten Lohn empfange. Unternehmer und Arbeiter gehörten zusammen.
Die große geistige Bewegung des Nationalsozialismus müsse in die Breite wirken, denn der Nationalsozialismus sei die einzige wahre deutsche geistige Bewegung. (Lebhafter Beifall!)
i Nachdem der Leiter der Versammlung. Pg. H e ß, dreimalige, freudig aufgenommene Sieg-Heilrufe auf den Führer ausgebracht hatte, gemeinsam je em Vers des Deutschlandliedes und des Horst-Wessel- Liedes gesungen und die Fachschaftsfahnen aus dem Saale gebracht waren, wurde die Kundgebung geschloffen. Kameradschaftlich blieb man bann noch geraume Zeit beisammen.
Hationalfiaat und nationale Wirtschaft
Schulungsabend der Beamten.
Am Montag fand im Cafe Leib ber Derpflich- ! tungsabenb ber NS.-Frauenschaften Gießen-Nord i und -Mitte statt. Der Bedeutung dieses Abends i entsprechend, hatte man eine besonders würdige I und feierliche Dortragsfolge gewählt.
Die Ortsfrauenschaftsleiterin der Ortsgruppe Nord, Iran Wrede,
eröffnete den Abend und begrüßte alle Frauenschaftsmitglieder und besonders den Redner des Abends, Pg. Röder, und die Herren vom Kampfbund-Quartett, die sich für den musikalischen Teil in anerkennenswerter Weise zur Verfügung gestellt hatten. Frau Wrede gab dem Wunsche Ausdruck,
bah alle Frauenschaftsmitglieber sich dessen voll und ganz bewußt sein möchten, dah das Bekenntnis, das sie ablegen würden, kein Lippenbekenntnis sein dürfe, sondern ein nie ermüdender Einsatz für unser Bekenntnis, für unser
Volk und für unseren Führer.
Darauf trugen die Herren vorn Kampfbund (Rein, Schmidt, Schneider und I o st) mit großer Hingebung und guter Einfühlung ein Quartett in C-Dur nuferes großen Meisters Joses Haydn vor. Nach dem Gedicht „Das Leben" von Bogislav von Selchow, das Fräulein Ann acker in feiner ausdrucksvoller Weise sprach, ergriff
pg. Röder
bas Wort. Er führte u. a. folgendes aus: In unserem großen Vaterlande gibt es viele Vereinigungen für Männer und Frauen mit teils weniger und teils mehr ernsten Zielen. Bei allen fast ist es so, daß man auf bequeme Art Mitglied werden kann, ohne daß damit in den meisten Fällen eine Verpflichtung der einzelnen an der Mitarbeit in dieser Vereinigung verbunden ist.
Ganz grundsätzlich unterscheidet sich hiervon unsere NS.-Frauenschast, weil sie A u f g a b e n zu erfüllen hat, die bisher noch keine Frauenorganisation erfüllen konnte.
Wenn man zurückschaut auf das Wirken und die Stellung der Frau im öffentlichen und im Familienleben in ber hinter uns liegenden Zeit, so wird man drei Gruppen von Frauen unterscheiden. Die erste Gruppe, die man vornehmlich in der Stadt vorfand, umfaßte die Frauen, die ganz unter dem Bann der von ber Moderne beeinflußten Frauenfrage standen. Sie strebte nach Gleichberechtigung mit dem Manne unter völliger Preisgabe ihrer ursprünglichen Bestimmung. Im Gegensatz zu diesen finden wir in der zweiten Gruppe d c Frauen aller Stände, die nur in ihrem kleinen Familienkreise
: ihr eigentliches Wirken sahen.
Zu der dritten Gruppe gehören die Frauen der i NS. -Frauenschaft. Sie ahnten, daß die Politik nicht gebunden ist an eine Partei, sondern Verbundenheit ist mit Volk und Staat. Sie umfaßte in den meisten Fällen die Frauen, deren
Nheinhessischer Bürgermeisterbesuch in Oberheffen.
§ Alsfeld, 4. Sept. Heute statteten bie B ü r= germeifter des Kreises Bingen unter Führung von Kreisdirektor Peters und Regierungsrat S t r a cf auf einer ReifedurchOber- Hessen der Stadt Alsfeld einen Besuch ab. Auf dem Marktplatz begrüßte Bürgermeister Dr. V ö Ising die Gäste mit herzlichen Worten und gab seiner Freude darüber Ausdruck, daß sich gerade die Vertreter des westlichsten Teils unseres Hessenlandes mit denjenigen des nördlichsten Teils zu- ammengefunben hätten, um sich in echter Derbun- benheit als deutsche Volksgenossen zu fühlen. Namens der Bingener Gäste dankte Kreisdirektor Peters der Stadt Alsfeld für die freundliche Aufnahme und gab seiner Bewunderung Ausdruck über die herrlichen Baudenkmäler der Stadt Alsfeld aus alter Zeit. Leider habe Rheinhessen derartige stolze Zeugen einer vergangenen Zeit nicht in dem Maße aufzuweisen wie Oberhessen, da die Horden des Franzosen Mslac auf ihren Plünde- rungszüqen am Rhein die meisten Baudenkmäler durch Feuer vernichtet hätten. Anschließend fand unter Führung von Mitgliedern des hiesigen Verkehrs- und Derschönerungsverems eine Besichtigung ber Sehenswürdigkeiten des alten Alsfeld statt, wobei das reichhaltige Heimatmuseum Gegenstand ganz besonderer Bewunderung war. Abends fand ein geselliges Beisammensein im „Deutschen Haus statt, an dem auch die Beamten des Kreisamts Alsfeld teilnahmen. Die Weiterfahrt nach dem Vogelsberg gilt der Besichtigung des Mustergutes Selgenhof bei Ulrichstein und dem Besuch des Hoherodskopfes, von wo aus die Heimfahrt durch den Vogelsberg angetreten wirb.
Eaarkundgebung in Alsfeld.
Pg. Böcher
vom Amt für Beamte im Gau Hessen-Nassau über das Thema: „Unsere grundsätzliche Auffassung über den National st aat und die nationale Wirtschaf t." Er sagte u. a.: Das Bestreben der Beamten müsse immer sein, die neu geschaffene Einheit zu erhalten. Geschlossenheit sei der Garant für den Bestand eines Volkes. Nicht Kriegsmaterial entscheide die Behauptung eines Volkes, sondern allein der geeinte Wille. Der Führer Adolf Hitler habe unseren größten Wunsch, die Einigung der deutschen Stämme, erfüllt. Der 19. August habe bewiesen, daß das Volk einig hinter dem Führer stehe. Es komme für die Zukunft darauf an, diese Einheit zu erhalten. Der Nationalsozialismus stehe und falle mit ber Tatsache, ob er im Volke Fuß fasse ober nicht.
wenn der Nationalsozialismus bis zu jedem einzelnen Volksgenossen vorbringe — es werbe ber Fall sein — bann sei ber weg ber heutigen Nation für Jahrhunderte vorgezeichnet. Das Gedankengut des Nationalsozialismus werde Eigentum des ganzen Volkes werden. Das Merkmal einer echten Revolution sei nicht das geflossene Blut, sondern die Erfüllung einer neuen Staatsform mit neuen Inhalt. Im Jahre
Das ist wieder eine Aufgabe, durch Frauenfchaft von all den anderen 23c----------
terfcheidet. Wenn f o die deutsche Frau ihren Auf- g a b e n f r e i 5 erkennt, wird der Grundstein gelegt sein, auf dem unser Führer Adolf Hitler die Zukunft unserer Kinder aufbauen will. Das verpflichtet uns aber dem Führer gegenüber zu unbedingter Gefolgschaft und Treue, das verpflichtet uns außerdem, aufzugehen und einzutreten mit echter Bekenntnisfreudigkeit in die Gemeinschaft der NS.-Frauenschaft.
schäft ist Schicksal!"): diese materielle Auffassung lehne der Nationalsozialismus völlig ab.
Der Nationalsozialismus wolle den willen des . Menschen dem Schicksal gegenüber eingesetzt sehen. Der Mensch müsse ben willen haben, , sein Schicksal zu meistern, wie bas Schicksal ; beeinflußt werde, sei je nach der Nationalität eines Volkes verschieden. Für Deutschland gelte bas Wort „Männer machen bie Geschichtet" Der Nationalsozialismus sei bereit, mit anderen Völkern zu verhandeln; das könne aber nur auf dem Boden der Gleichberechtigung geschehen. .
Eine Nation sei erst dann vorhanden, wenn jeder Volksgenosse sich ihr angehörig fühle. Es müsse deshalb ein deutscher Sozialismus angeftrebt werden. Kein Volksgenosse dürfe sich benachteiligt fühlen. Nationalismus und Sozialismus müßten eine Einheit bilden.
Nationalismus heiße stets Gleichberechtigung nach außen und deutscher Sozialismus Gerechtigkeit nach innen. Nationalsozialist dürfe sich nur ber nennen, ber gleichzeitig Sozialist ber Tat sei.
Namens der Kreisleitung der NSDAP. Alsfeld begrüßte Kreispropagandaleiter Kimmel die Gäste von der Saar. Er wies darauf hin, daß die deutsche Geschichte lehrt, daß dem Deutschtum jedesmal dann ein Grenzbestandteil verloren gegangen sei, wenn eine schwache Regierung geherrscht habe. Heute herrsche aber in Deutschland die unerschütterliche Faust Adolf Hitlers, und es bestehe keine Gefahr, daß das Saarland verloren gehen werde. Tatsächlich sei die Entscheidung über das Schicksal des Saargebietes heute schon zugunsten Deutschlands gefallen. Die Abstimmung sei lediglich nur noch eine Formalität. Das nach Rasse und Abstammung deutsche Saargebiet werde wieder zum Deutschen Reich und zum deutschen Vaterland zurückkehren.
Namens der Saarbrückener Gäste sprach deren Führer Mathias Junker den Dank aus für die der Mannschaft in Alsfeld zuteil gewordene überaus herzliche Aufnahme. Er versicherte, daß auch die Kraftsportler im Kampf um die Wiedervereinigung des Saargebietes mit dem deutschen Vaterland voll und ganz ihre Schuldigkeit tun würden. Anschließend wurde das Deutschland-Lied gesungen.
Der Verlauf des von der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" am vorigen Samstagabend und am Sonntagnachmittag und -abend in der Volkshalle veranstalteten Winzerfestes war so unterhaltend, daß er heute noch oft Gegenstand des Gespräches in Stadt und Land ist. lieber der geselligen Seite dieser Stunden darf aber bei einem Fest von so großem Ausmaß die wirtschaftliche Seite nicht übersehen werden oder zu kurz kommen. Nach dieser Richtung hin ist es interessant, sich einige Zahlen vor Äugen zu halten, die die wirtschaftliche Auswirkung dieses Winzerfestes klar- machen.
Im Verlaufe der Veranstaltung wurden von den Besuchern an Ausschankwein (d. h. der in den Gläsern verabreichte Wein) rund 5 3 0 0 Liter konsumiert. Daneben wurden weiterhin 150 0 Flaschen Rhein- und Moselwein getrunken. Beide Weinmengen zusammen ergeben also einen sehr bedeutsamen Absatz, der nicht nur den Firmen des örtlichen Weinhandels als willkommene Wirtschaftsbelebung zugute kam, sondern auch bei den Winzern, den Lieferanten von Flaschen, Korken, Flaschenkapseln, Etiketten usw. einen beachtenswerten wirtschaftlichen Niederschlag bringen wird. Wie flott der Weinkonsum bereits am Samstagabend war, geht daraus hervor, daß etwa gegen Mitternacht die von der Festleitung als wahrscheinlich vorausberechnete ©einmenge schon so gut wie völlig abgesetzt war und die Lieferanten mit größter Beschleunigung neue, Stoffzufuhr heranbringen mußten. Dabei ergab es sich, daß zum Teil das eben ankommende Quantum glatt wieder auf den Tischen der Gäste untergebracht werden konnte, ein Vorrat an der Ausschankstelle aber zunächst nicht zu schaffen war. Erst allmählich gelang es, hier wieder einen entsprechenden Rückhalt zu schaffen.
Neben dem Weinkonsum stand auch ein erheblicher Verzehr an Eßwaren usw. Nach
unseren Informationen sind im Verlaufe des Festes rund 3000 Würstchen, 3500 bis 3800 Brötchen, etwa 1200 belegte Brote und Brötchen, ferner etwa 8000 Zigaretten und schätzungsweise 1500 Zigarren, außerdem etwa 25 bis 30 Torten, große Mengen Schokolade usw. verzehrt worden. Dadurch hat neben den unmittelbar an dem Festgeschäft beteiligten Gastwirten auch ein weiterer Kreis von Handwerksmeistern und Lieferanten erfreulichen Nutzen aus der Veranstaltung ziehen können. Man darf natürlich nicht des Glaubens fein, daß der wirtschaftliche Vorteil der Gaststätteninhaber und Lieferanten bei diesem Fest ohne jede Einschränkung geblieben wäre. Es ist vielmehr an dem Gewinn allein schon dadurch ein Abstrich zu machen, daß z. B. an Gläsern und Flaschen allerlei Bruch entstanden ist, für den in vielen Fällen der Gastwirts- Unternehmer keinen Ersatz bekommen kann oder erhalten hat. Im Blick auf das Gesamtergebnis kann aber doch die erfreuliche Feststellung gemacht werden, daß der wirtschaftliche Nutzen der Veranstaltung für die beteiligten Lieferanten und Gastwirte, aber auch für deren Mitarbeiter ein beachtenswerter Faktor ist, der unter den heutigen Verhältnissen natürlich sehr willkommen geheißen wurde.
Die Veranstaltung kam auch unserer städtischen Gesamtwirtschaft dadurch zugute, daß natürlich der Steuersäckel seinen Anteil forderte, daneben die städtische Straßenbahn am Samstag und Sonntag rund 16 500 Personen nach der Volkshalle und zurück beförderte.
Als Schlußbilanz kann man hiernach die befriedigende Feststellung machen, daß auch dieses Gießener Fest, das in feiner ganzen Art bisher hier noch nicht zu verzeichnen war, für weiteste Bevolkerungs- freife ein bedeutsamer Faktor der Wirt- schaftsbelebung geworden ist, für den man den Veranstaltern nur Anerkennung aussprechen kann.
ist, hatte in ihrer Jugend folgendes Erlebnis: Fürst Bismarck, der Kanzler des Deutschen Reiches, der schon an zwei Abenden von den Gießener Bürgern vergeblich erwartet worden war, traf am 6. September 1890, nachmittags, zu einer Zeit, die nicht bekannt war, in Gießen ein. Obwohl die Ankunftszeit nicht bekannt war, hatten sich doch einige Gießener am Bahnhof zur Begrüßung eingefunden. Durch Zufall hatte auch die Jubilarin von der Ankunft des Fürsten erfahren. Bei ihrem Eintritt in den Bahnhof stand Bismarck in seinem Salonwagen und wurde gerade von verschiedenen Herren begrüßt. Frau Arnold brachte es in ihrer Begeisterung fertig, sichdurch die Anwesenden zu drängen, sprang in den Wagen und rief in ihrer Begeisterung: „Guten Abend, Fürst Bismarck!". Der Fürst entbot ihr einen dreimaligen „Guten Abend!", schüttelte ihr [räftig die Hand und unterhielt sich kurze Zeit mit ihr über einen Aufenthalt auf dem Bahnhof Gießen im Kriegsjahr 1870. Nachdem er noch versichert hatte, daß ihn diese Begrüßung gefreut habe, rollte der Zug weiter. Möge der Jubilarin noch ein glücklicher Lebensabend beschieden sein.
** Straßensperre. Die Polizeidirektion Gießen teilt uns mit: Wegen Vornahme von Kanal- bauarbeiten ist die Gafskystraße zwischen Klinik- und Schubertstraße vom 3. September ab bis auf weiteres für den Durchgangsverkehr gesperrt
§ Alsfeld, 4. Sept. Eine Kundgebung für die Saardeutschen in Verbindung mit einem Sportabend veranstaltete am, Sonntagabend im großen Saale des Gasthauses „Vaterland" berherein für Körperkultur!


