Nr. <28 Drittes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen)Dienstag, 5.Zuni1YZ4
Aus Der provmztaldauptstaDt
Oie Erfaffung der Werktätigen für deutsches Heimatwandern.
Bei einer kürzlich am Sitze des Reichsver - bandes der Deutschen Gebirgs- und Wanderoereine, in Darmstadt, stattgehabten Besprechung mit einem Vertreter der N S. » Oemeinfdjaft „Kraft durch Freude , Amt für Reisen, Wandern und Urlaub, wurde zu dem Zwecke einer immer stärkeren Erfassung der deutschen Werktätigen in den Betrieben für das deutsche Heimatwandern folgendes vereinbart:
Drr Reichsoerband der Deutschen Gebirgs- und Wanderoereine, der heute mit 52 Gebietsvereinen runb eine Viertelmillion deutscher Wanderer umfaßt und erst am Himmelfahrtstage in 25 machtvollen Kundgebungen seiner Mitglieder für deutsches Wandern geworben und damit seine Stärke und Leistungsfähigkeit bewiesen hat, unterstützt auf Grund seiner jahrzehntelangen Arbeit und Erfahrung die großen Aufgaben des Amtes für Reisen, Wandern und Urlaub auf das weitest- aehende. Die Gaureferenten dieses Amtes setzen sich mit den einzelnen Derbandsleitern in Verbindung und besprechen die Durchführung eines ousgedehnten Wanderbetriebs unter Berücksichtigung der gegebenen Anweisungen. Der Reichs- verband der Deutschen Gebirgs- und Wandervereine mit all seinen Unterverbänden stellt bis in den kleinsten Ort hinein so viele Führer zur Verfügung als ihm möglich ist. Eine entsprechende Führerschulung wird einsetzen, um die Leute aus den Wandergruppen der Betriebe so auszubilden, daß in späterer Zeit ein organisches Wanderführernetz über ganz Deutschland sich ausdehnen wird. Die Mitarbeit der Reichsverbandsmitglieder soll ehrenamtlich geschehen.
Mit dieser Vereinbarung treten an den Reichs- verband der Deutschen Gebirgs- und Wandervereine neue große Aufgaben heran, die er im Hinblick auf sein großes Ziel, für Heimat, Volkstum und Vaterland zu wirken, mit Eifer und Entschlossenheit aufnehmen wird.
AusparieiamilichenBekannimachunqen
Die NSV. Gießen-Mitte gibt bekannt, daß am morgigen Mittwoch, 6. Juni, im Bereich der Ortsgruppe Mitte die Juni-Lebensmittelsammlung durch bie NS.-Frauenschaft durchgeführt wird. Es wird gebeten, die Pakete ab 9 Uhr vormittags bereit- zubalten.
Der NSLB. Bezirk Gießen-Stadt, hält am morgigen Mittwoch, 6. Juni, 17 Uhr, in der Turnhalle der Oberrealschule eine Bezirksversammlung ab, in der Dr. Becker über den Kattoffelkäfer sprechen wird, Dr. D u s e b e r g wird über das Schulungslager in Mainz Bericht erstatten.
Die Arbeitsgemeinschaft Musik im NSLB. hält ihre nächste Zusammenkunft am morgigen Mittwoch, 15,30 Uhr, in der Studienanstalt ab.
NSDAP. - Amt für Bottswohlfahrt.
An sämtliche Ortsgruppen, und Stützpunktkassen- führer der NS.-Volkswohlfahrt.
Unter Bezugnahme auf unser Rundschreiben vom 31. Mai d. I (Anordnung Nr. 3 Kasse) machen wir nochmals darauf aufmerksam, daß am nächsten Mittwoch, den 6. Juni 1934, abend 7.30 Uhr, im Restaurant „Württemberger Hof", Vahnhofstr. 15, eine Arbeitstagung stattfindet. Im Interesse der Kassenführung ist es Pflicht eines jeden Kaffenfüh- rers, zu dieser Tagung zu erscheinen und die rote Dienstanweisung mitzubringen.
Heil Hitler!
gez. Kloß, Kreisamtsleiter.
F. d. Richtigkeit:
gez. M o h a u p t, Kreisgeschäftsführer.
KOAZ, Bezirksleitung G ehen
Der Kampfbund der deutschen Architekten gnd Ingenieure im KfDK., Bezirksleitung Gießen (nördliches Oberhessen), lädt zum Vortragsabend am Mittwoch, 6. Juni 1934, pünktlich 20 Uhr, im Lichtspiel-
Gaupropagandaleiler Mler-Scheld spricht...
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Blick auf die Bühne der Volkshalle während der Kundgebung gegen Nörgler und Miesmacher. Am Rednerpult der Gaupropagandaleiter Müller-Scheid.
Die Fahnenweihe des Reichstreubundes.
Während der Fahnenweihe der Ortsgruppen Gießen, Butzbach und Hanau des Reichstreubundes ehemaliger Berufssoldaten.
haus Seltersweg, nochmals ein. Es sprechen Dr.- Jng. Schliephake und Oberingenieur Kurz unter Vorführung zahlreicher Lichtbilder über Elektrizitätserzeugung, Verteilung und Verwertung. Zum Schluß der Vorträge werden die letzten Neuerungen auf dem Gebiete der Elektrotechnik in Trick- und Werkstättenfilmen vorgeführt. Alle Volksgenossen, die an der Entwicklung ber deutschen Elektrotechnik und Elektrowirtschaft Anteil nehmen, sind freundlichst eingeladen.
Bezüglich der Auflösung des KDAJ. und Ueberführung desselben in den Nationalso - zialistischen Bund deutscher Technik" (NSBDT.) werden die Weisungen der Reichsleitung den Mitgliedern des KDAJ. durch die Bezirksleitung zugehen. Vorläufig werden die Obliegenheiten der
Mitglieder und die der Bezirksleitung unverändert weitergeführt.
Die Beiträge find nach wie vor an das Postscheckkonto der Bezirksleitung Gießen Nr. 6469 Frankfurt a. M. in der zuletzt bezahlten Höhe zu entrichten. Die Veranstaltungen des KDAJ. werden im „NSBDT." weitergeführt. Der nächste und voraussichtlich letzte Schulungsabend im Juni ist für Mittwoch, d e n 20. Juni, in Aussicht genommen. Pg. Kreisschulungsleiter Michel wird über „Leben und Brauchtum unserer germanischen Ahnen" sprechen.
Gez.: Kurz, Bezirksleiter.
Wie das Speiseeis beschaffen sein muß!
Die heißen Tage haben auf vielen Straßen die Eiswagen wieder erscheinen lassen. Die Reichs-
Dberftleutnant SaUenfamj) während der Weiheansprache.
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regierung hat in einer Verordnung in einheitlicher Weise für ganz Deutschland den Verkehr mit Speiseeis geregelt. Von jedem Speiseeishersteller wird vor allem verlangt, daß er die Herstellung in Räumen vornimmt, die für diesen Zweck geeignet sind und t e t 5 sauber gehalten werden. Erforber- ich ist, daß die Herstellung unter sorgfältig- ter Beachtung aller hygienischen Iesichtspunkte erfolgt, daß die Zutaten ge- undheitlich einwandfrei und der Hersteller sowie eine Helfer gesund sind. Der Gesetzgeber hat eine Anzahl verschiedener Speiseeissorten zugelassen, die aber zur Verhütung von Täuschungen in genau vorgeschriebener Weise bezeichnet werden müssen. Die wichtigsten Speiseeissorten sind: Kremeis, Sahneeis, Fruchteis sowie Milchspeiseeis und Kunstspeiseeis. Die Bestandteile der einzelnen Eissorten an Milch, Sahne, Eiern, Fruchtsaft usw. sind genau festgelegt. Die Geschmackgebung darf nur durch natürliche Geruchs- und Geschmackstoffe, also nicht durch künstliche Essenzen u. bgl. erfolgen. Auch künstliche Färbung ist verboten. Milchspeiseeis muß, seiner Bezeichnung entsprechend, vor allen Dingen Vollmilch oder eine entsprechende Menge kondensierter Vollmilch enthalten, und zwar mindestens 70 v. H., der fertigen Eismasse.
Kunstspeiseeis heißen alle jenen Speiseeise, die die Qualitätsanforderungen der obengenannten Speiseeissorten nicht ganz erfüllen. Sie brauchen jedoch nicht geringwertig zu sein. Häufig enthalten sie größere Mengen Milch, Früchte oder Fruchtsäfte. Nur braucht bei ihnen die rote oder gelbe Farbe nicht von Früchte- oder Eiszusatz herrühren. Sie dürfen also künstlich gefärbt und auch künstlich aromatisiert werden. Das Kunstspeiseeis muß ausdrücklich als solches gekennzeichnet werden.
Gesüßt werden dürfen alle Speiseeissorten, auch das Kunstspeiseeis, nur mit reinem weißen Zucker.
Kürzung von psarrercrehäliern
Das Staatspresseamt teilt mit: Unter der Ueberschrift „Kürzung der Pfarrergehälter in Hessen" bringt die Frankfurter Zeitung im zweiten Morgenblatt vom Freitag, 1. Juni 1934, eine Mitteilung, wonach die staatlichen Leistungen für die wirtschaftliche Versorgung des Pfarrstandes herabgesetzt seien
Oer Höttenkrater.
Von Joses Magnus Wehner.
Wir hatten ihn schon lange von ßipari aus betrachtet, den düstersten unter den Riesen der Aeoli- schen Inseln. Wenn die Nacht hereinbrach und der weiße Meergischt an die glasschwarzen Wände seiner Lava donnerte, dann war er, von giftigen Schwefelwolken umhüllt, wie ein Thron der Hölle und wir versetzten gern alles Böse und Feindliche, das uns Simals begegnete, in die Risse, Schlünde und Sturzkrater von Vulcano. Weit schob er seine Klippen und Pranken ins Meer, steil stiegen hinter dem Hauptkrater die schlanken Windungen des Monte Sarazeno aus dem Samt des Lavatales und unaufhörlich rauchten aus der Kruste unterhalb der Krater die grüngelben Fumayolen.
In der Frühe eines sonnenhellen Tages fuhren mein Freund, seine Frau und ich in einem roten ßiparefenboote auf ihn zu. Auf dem emailblauen Meer, dessen Wogen Slig glänzten, schimmerte die Morgensonne. Die Uferfelsen, ebenfalls vulkanischen Ursprungs, jäh abgeschnitten, bestanden aus Wallen von übereinandergelagerten ßavamänteln, die >.n den verschiedensten Farben leuchteten. Wo ihr Saum im Meer stand, waren blutrote Höhlen, aus denen das ewige Wasser glühende Fluten wusch.
Als wir an der Enge zwischen ßipari und Dul- cano vorbeifuhren, sahen wir auf dem Meere kleine silbergraue Segelchen heranschimmern m der Große einer Kinderhand. Es wurden ihrer immer mehr, unb ballen wir von einer blitzenden Flottille umgeben, von Tausenden dieser zarten Tiere, die von den Ruderern fiori del mare, Blumen des Meeres, genannt wurden. Wir nahmen eines aus dem Wasser und endeckten an ihm ein entzückendes Wesen Das silbergraue, fast durchsichtige Seaelchen stak in einer ebenso großen geformten silbernen Tragfläche und auf deren Unterseite ein Perlenkranz von violetten Saugfußchen. Das wnz.7 nun in ächar-n auf den gro&en Wagen mit feinen tapferen Lichtfegelchen, tauchte auf und un> ter und begleitete uns.
Wir fuhren an Vulcanello heran. Das sind zwei kleine, sehr regelmäßig geschnittene Kraterto^fe bereits erloschen, die mit dem Seuerberg durch eine Lavaebene verbunden sind. Sie lagern ins Meer hinein, verzerrte und erstarrte Massen von esten- hartem Basaltz der in Würfelblocken starrt. Hart und finster lagern diese bizarren Feuertropfen unter den lieblichen Farbschluchten von Vulcanello, die an Sonneuhängen mit dunkler Malve bekleidet waren.
Nun hatten wir auch Vulcanello umrudert und tiegen in der Bucht unterhalb Vulcano an Land.
Im Himmel vor uns hängt der Sturzkrater. Tief- geschluchtet, eine riesige, kaum vernarbte Wunde. Aus seinem oberen Rande schießen Schwefelrollen und ballen sich zu Wolken. Hinter ihm liegt die Mulde des Mutterkraters, unsichtbar, nur zu fühlen an den Gewölken, die hie und da aus feiner Tiefe auftauchen
Wir machen uns gleich an den Aufstieg.
Oedes, steigendes Gelände, bür füg mit Ginster bewachsen. Kleine Schluchten, bie letzten Risse der großen Berstungen bes Gebirgs, das vor uns hängt. Dann steigen wir in die verkohlte Hochwand. Schmale Serpentinen führen über Asche, schlackige Blöcke unb knirschenben Staub. Leises Tosen beginnt Je höher wir steigen, um so tiefere Risse tun sich im Berg auf. Unb was wir aus ber Ferne nicht sehen konnten, erblicken wir jetzt: ber ganze Berg, nicht nur ber zerklüftete Sturzkrater, ist furchtbar zerrissen, unb aus braunen, schwarzen und roten Spalten fauchen giftige Rauchschlangen.
Der Pfad windet sich schräg durch Sturzasche. Die Hölle hängt drohend über uns Unsere Ohren fangen an zu branden, denn aus tausend Löchern stößt die Erde ihren sausenden Schwefelatem aus. Manchmal fegt ein Windstoß giftige Rauchschwaden aus ber Höhe herab. Dann stehen wir, pressen die Taschentücher vor den Mund, bis es vorüber ist.
Die Schluchten werden tiefer. Mit ungeheurer Schnelligkeit schießen Schwefelräuche über uns hinweg, zerfahren in der Luft. Manchmal unter uns ringelt sich plötzlich Dampf, brennt in den Füßen dis zum Herzen. Das Brausen wird zum Donner. Wir blicken zum Himmel. Keine Wolke mehr. Kem Blau. Nur fliegende Schwefeldünste, zerslatternd, zerstäubend, höher hinauf in den Sturzkrater. Unter uns dampfende Tiefe. Kein Pfad mehr, wir müssen kriechen. Und Absturz droht in die Messer und Nadeln der ßat>a.
Jetzt donnert die Höllenwand auf. Wir sind erkannt. Blicken schnell auf: Hölle über unserm Haupt. Grüne Schwefelsäulen kochen im Donnerton, soweit unser Auge noch zu blicken vermag. Ungeheuerliche Glut stößt herab. Und da: grellrotes Feuer, Flammen, dunkel, fegen unb Zischen ou Wände herab. Der Berg siebet unb zittert von flüssigem Schwefel. „ v ,
Wir treten in den Boden der Wand. Es donnert hohl unter uns. Wollen weiterkriechen. Schwefelrauch, höhnisch, stechend, pfeilschnell von allen Seiten. Wir sind eingehüttt, können nicht weiter. Die Höllenorgel brüllt, blendet mit grellem Gew und
Blutrot. Uns ist, als ob wir brännten und Schwefel spieen. Die Frau greift nach ihrem Herzen, kann nicht mehr atmen. Mein Freund stürzt vorwärts, ich werfe mich in die Lava, um die Stürzende aufzufangen. Da vergeht mir der Atom.
Jetzt schnelle Flucht. Hinunter ist unmöglich. Die Tiefe wächst erstickend zu uns herauf. Der Freund fast seine Frau, wir schwingen sie hoch, springen über eine Schlucht, ziehen uns am Stock zu einer Basaltnadel, kriechen verzweifelt. Vor uns schwarze Türme, hinter denen vielleicht Schutz ist.
Die Höllenorgel brüllt fort. Der Boden ist heiß. Weiter.
Endlich ein Stück Himmelblau. Wind! Wir saugen ihn wie Wein. Der heimtückisch fließende Sand hört auf. Ein Riesenblock Wir ruhen hinter ihm.
Vor uns breitet sich schwarze Hochöde. Der Boden ist dünn unb spröb wie Glas. Unter ihm bumpfe Höhlen. Aber Sonne flimmert tausendfach an ben Kanten ber scharfen Obsidianpfeiler, die in diese weite Höllenkruste eingeschmolzen finb.
Nachdem wir aus^eruht haben, gehen wir über bie hitzeflimmernbe Ebene zum Hauptkrater. Im bünnen Boden finb überall offene Schwefelmäuler, ohne Rauch, erloschen. Der Winb breht die Gift- gewölke von uns ab. Herrlich steigt der Gipfel des Monte Saraceno aus bem Südtal. Wir sehen das Meer im schweren Silber bes Scirocco unb bie stillen Aeolischen Inseln, ben erhabenen Aetna über ben sizilischen Gebirgen unb im weißen Schaum die kalabrische Küste.
Und wir schreiten nun an leife rauschenden, geborstenen Urblöcken vorbei und werfen ben ersten Blick in bie riesige Mulde des Mutterkraters.
Wir stehen still. Schauen in die ungeheuren Staffelungen hinab bis auf den Grund des Schoßes, atmen ben ftummgeroaltigen Schwung von der Tiefe hoch zu den an ben Flanken im Lichte brennenden Hüftkegeln, gleiten mit ben Augen über die langen Schwellungen ber Muldenlippen, die von der Sonne geküßt werden.
Und ich kann nicht anders, ich muß hinab. Meine Freunde bleiben oben. Wind weht mächtig von einer Seite und treibt bie Dämpfe von mir ab. Ich steige hinunter. Bis bie Steine anfangen zu glühen. Schaubernd blicke ich gen Himmel. Und fühle die gewaltige Wölbung des Kraters. Blauer Himmel unb ein Kreis von Wolken becken mich zu. Ich stehe in ber Kugel von Himmel unb Hölle.
Wir fahren dann burch ben Lavasand ab ins westliche Tal. Golbene, schwerduftende Ginsterbäume umblühen uns. Dann trinken wir schweren, schwarzen Vulcanowein.
„Die Nosl vom Traunsee."
Märchenhafte Geschichte vom reichen Amerikaner, ber bie ihm zugebachte, nicht minber wohlhabende ßanbsmännin verschmäht, sich kurzerhand in die kurze bayerische Wichs steckt, sich in die Nichte des Wirts vom „Almblick" heftig verliebt und mit Hilfe eines großen Schwindels und seiner sehr gütigen und gar nicht amerikanisch anmutenden Großmutter auch wirklich heiratet. Die Handlung dieses ßuft- spielchens (Manuskript von Hans Vietzke und Dr. Max W a 11 n e r) ist nicht übermäßig ergiebig, und der Regisseur Hans von Wolzogen hat, abgesehen von einer stürmischen Autofahrt und einer recht animierten Bauernkirchweih, mehr Gewicht auf stimmungsvolle ßandschaften unb ibyllische, teilweise auch komische Episoben gelegt; etwas mehr Konzen- tration und Tempo hätte bem Film jebenfalls nicht geschadet. Herta W o r e (l, blonb, schwärmerisch unb wienerisch, ist bie Rost; Hans Stüwe ein sympathischer Liebhaber, ber bas musikalische ßeit» motiv „Du bist entzückenb, Rosemarie" mit weichem Bariton unb übrigens recht unamerikanisch zum Besten gibt. In größeren Rollen machen sich außer- bem H. A. von Schlettow, Ery Bos, Max Gülstorff, Paul Otto, Curt Vesper mann unb Olga Engi oerbient. Musik: Walter Sieber. — Im Beiprogramm: zwei Lanbjchaftsfilme und ein Konzertfilm „Rabetzkymarsch".
Öocbfcbulnad) richten.
Geh. Rat Prof. Fritz ßange, Orbinarius für Orthopäbie in München, würbe von ber Verpflichtung zur Abhaltung von Vorlesungen befreit.
Der Direktor bes Kaiser-Wilhelm-Jnstituts für Zellphyfiologie, Professor Dr. Otto H. W a r b u r a in Berlin, würbe zum auswärtigen Mitglied ber Royal Society of London gewählt.
Der Professor für Tierzucht an ber Universität Breslau, Dr. Wilhelm Zorn, ist Mitglieb ber Kungl. Fysiografiska Sällskapet in Lunb geworben.
Der o. Professor für Geschichte, Dr. Heinrich Finke in Freiburg i. Br., wurde von ber Philosophischen Fakultät ber Universität Barcelona zum Ehrenboktor ernannt.
Die „Gesellschaft zur Förberung ber Tonkunst" in Hollanb, bie vor einiger Zeit bevollmächtigt würbe, an ber Reichsuniversität in Utrecht einen Lehrstuhl für allgemeine Musikwissenschaft zu errichten, hat Dr. Willem Mengelberg, den Dirigenten bes Concertgebouw-Orchcsters in 21 m • fterbam, auf biefen Lehrstuhl berufen. Mengelberg hat bie Berufung angenommen.


