mtsverkündigungsblatt Dienstag, 5.ZuniM4
für die Provinzialdirektion Oberheffen und für das Kreisamt (Ziehen
JHp. 28 Erscheint Dienstag und Freitag. 5. IUM Nur durch die Post zu beziehen. 1934
Inhaltsübersicht: Erlaubnispflicht für den Straßenhandel in Gießen. — Saison-Schlußverkauf 1934. — Sprechstunden bei dem Kreisschulamt. — Sammlung durch Schüler anläßlich des „Rotkreuztages" am 9. und 10. Juni 1934. — Schulungslager der Hitlerjugend und des Jungvolks. — Dienstnachrichten.
Bekanntmachung.
Betr.: Erlaubnispflicht für den Straßenhandel in Gießen.
Auf Grund des § 42b der Gewerbeordnung in der Fassung des Art. II Ziff-2 des Reichsgesetzes zum Schutze des Einzelhandels vom 12. Mai 1933 (RGBl. Teil l, S. 263) und des § 70 der Hess. Ausführungsverordnung zur Gewerbeordnung wird nach Anhörung der Stadtvertretung von Gießen und der zuständigen gesetzlichen Berussvertretung angeordnet:
§ 1.
Wer im Gemeindebezirk Gießen einen Wohnsitz oder eine gewerbliche Niederlassung besitzt und innerhalb des Gemeindebezirks auf öffentlichen Wegen, Straßen, Plätzen oder an anderen öffentlichen Orten oder ohne vorgängige Bestellung von Haus zu Haus
1. Waren feilbieten oder
2. Waren bei anderen Personen als bei Kaufleuten oder solchen Personen, welche die Waren herstellen, oder an anderen Orten als in offenen Verkaufsstellen zum Wiederverkauf anbieten, oder Warenbestellungen bei Personen, in deren Gewerbebetriebe Waren der angebotenen Art keine Verwendung finden, aufsuchen, oder
3. gewerbliche Leistungen, hinsichtlich deren dies nicht Landes- gcbrauch ist, anbieten oder Bestellungen auf solche aufsuchen will,
bedarf dazu der Erlaubnis des Kreisamts Gießen. Die Erteilung der Erlaubnis hängt von dem Nachweis eines Bedürfnisses ab.
Entsprechende Gesuche sind bei der Polizeidirektion Gießen einzureichen.
§ 2.
Die Bekanntmachung des Kreisamts Gießen vom 27. Dezember 1922 über die Einführung der Hausiererlaubnisscheinpflicht für Gießen wird hiermit aufgehoben.
§ 3.
Diese Anordnung tritt mit dem Tage ihrer Veröffentlichung im Amtsverkündigungsblatt in Kraft.
Gießen, den 4. Juni 1934.
Hess. Kreisamt Gießen. I. V.: Weber.
Bekanntmachung.
Betr.: Saison-Schlußverkauf 1934.
Auf Grund des § 9 des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb in der Fassung der Verordnung des Reichspräsidenten zum Schutze der Wirtschaft vom 9. März 1932 (RGBl. Teil I, S. 123) und des § 9 unserer Bekanntmachung vom 30. Mai 1932 über Ausverkäufe und ähnliche Veranstaltungen, abgedruckt im Amtsverkündigungsblatt Nr. 40, wird für den Saison-Schlußverkauf 1934 Nachstehendes angeordnet:
I. Der Beginn des Saison-Schlußverkaufs wird auf den letzten Montag im Juli, das ist der 30. Juli 1934, die Dauer wird auf i längstens 12 Werktage festgesetzt.
TT. Der Zeitpunkt des Beginns der Veranstaltung ist für jedermann deutlich erkennbar anzugeben.
III. Auf den Saison-Schlußverkauf bezugnehmende Ankündigungen und Mitteilungen jeglicher Art dürfen nicht früher als 24 Stunden vor dem Beginn der Verkäufe erfolgen. In Zeitungen, die weniger als 7mal in der Woche erscheinen, dürfen Ankündigungen und Anzeigen von Saison-Schlußverkäufen bereits in derjenigen Ausgabe enthalten sein, welche vor dem 29. Juli 1934 erscheint. Die vorzeitig erfolgenden Ankündigungen und Mitteilungen müssen deutlich und unmißverständlich den Tag des Beginns der Veranstaltung angeben. Unstatthaft sind jedoch solche vorzeitige Ankündigungen und Mitteilungen, die durch Schaustellung von Waren in Schaufenstern, Schaukasten und dergleichen erfolgen.
IV. Es ist nicht statthaft, im Zusammenhang mit dem Saison- Schlußverkauf in öffentlichen Bekanntmachungen oder Mitteilungen, die für einen größeren Personenkreis bestimmt sind,
Waren zum Verkauf anzubieten, die nach ihrem Verwendungszweck und dem Zeitpunkt ihrer Anschaffung oder Her
stellung durch den Verkäufer für den Vertrieb oder Verbrauch in dem künftigen Verbrauchsabschnitt (Saison) bestimmt sind. Das Angebot von Waren aus früheren Verkaufsabschnitten ist zulässig.
V. Die Schreibweise des Wortes „Saison-Schlußverkauf" ist in folgenden Formen als zulässig anzusehen:
1. Saisonschlußverkauf (ohne jede Trennung),'
2. Saisonschluß-Verkauf (einmalige Trennung nach „Saison- schluß"),'
3. Saison-Schluß-Verkauf (Trennung in die drei Wortbestandteile).
Unerheblich ist hierbei, ob die genannten Schreibweisen Trennungsstriche aufweisen oder nicht. Bei allen drei Formen der Schreibweise dürfen aber in keinem Falle die Wortbestandteile „Schluß" oder „Schlußverkauf" irgendwie (z. B. durch größeren Druck, durch andere Farbe oder durch die Anordnung als solche» vor den übrigen Wortbestandteilen hervorgehoben werden. Dagegen können die Wortbestandsteile „Saisonschluß" gegenüber dem Wortbestandsteil „Verkauf" bei allen drei Formen der .Schreibweise stärker berausgestellt werden, wenn dies völlig gleichmäßig für die Bestandteile „Saison" und „Schluß" erfolgt.
VI. Diese Regelung gilt auch für die von Versandgeschäften veranstalteten Saison-Schlußverkäufe.
Gießen, den 4. Juni 1934.
Hess. Kreisamt Gießen. I. V.: Weber.
Betr.: Sprechstunden bei dem Kreisschulamt.
An die
Schulvorstände der Landgemeinden des Kreises.
Die Sprechstunden bei dem Kreisschulamt fallen am kommenden Mittwoch aus. Der nächste Amtstag findet am Freitagvormittag (9 bis 12 Uhr) statt.
Gießen, den 4. Juni 1934.
Hess. Kreisschulamt. I. V.: Dr. Weigand.
Betr.: Sammlung durch Schüler anläßlich des „Rotkreuztages" am 9. und 10. Juni 1934.
An die Schulvorstände der Landgemeinden des Kreises.
Die nachstehende abschriftliche Verfügung des Hess. Staatsministeriums, Ministerialabteilung Ila vom 28. Mai d.J. teilen wir Ihnen zur Kenntnis und Unterstützung der Sammlung mit.
Gießen, den 2. Juni 1934.
Hessisches Kreisschulamt. I. V.: Dr. Weigand.
Wir benachrichtigen Sie, daß wir dem Hessischen Landesverein vom Roten Kreuz die Verwendung von Schülern und Schülerinnen bei der Straßensammlung des Roten Kreuzes am 9. und 10. Juni 1934 unter den in unserem Ausschreiben vom 23. April 1934 zu Nr. III. 11127 (Amtsverkündigungsblatt Nr.23 v. 12.5.34) angegebenen Bedingungen gestattet haben.
Betr.: Schulungslager der Hitlerjugend und des Jungvolks.
An die
Schulvorstände der Landgemeinden des Kreises.
Die nachstehende Verfügung des Hess. Staatsministeriums, Ministerialabteilung Ila vom 1. Juni 1934 teilen wir Ihnen zur Kenntnis und Bekanntgabe an sämtliche Lehrkräfte mit.
Gießen, den 4. Juni 1934.
Hessisches Kreisschulamt. I. V.: Dr. Weigand.
Auf Anordnung der obersten Führung der Hitlerjugend und des Jungvolks müssen die Angehörigen dieser Verbände Lehrgänge in Schulungslagern — die ungefähr vierzehn Tage dauern
auftauchen.
Wir machen uns gleich an den Aufstieg.
Oedes, steigendes Gelände, dürftig mit Ginster bewachsen. Kleine Schluchten, die letzten Risse der großen Verstungen des Gebirgs, das vor uns hängt. Dann steigen wir in die verkohlte Hochwand. Schmale Serpentinen führen über Asche, schlackige Blöcke und knirschenden Staub. Leises Tosen beginnt Je höher wir steigen, um so tiefere Risse tun sich im Berg auf. Und was wir aus der Ferne nicht sehen konnten, erblicken wir jetzt: der ganze Berg, nicht nur der zerklüftete Sturzkrater, ist furchtbar zerrissen, und aus braunen, schwarzen und roten Spalten fauchen giftige Rauchschlangen.
Der Pfad windet sich schräg durch Sturzasche. Die Hölle hängt drohend über uns. Unsere Ohren fangen an zu branden, denn aus tausend Löchern stößt die Erde ihren sausenden Schwefelatem aus. Manchmal fegt ein Windstoß giftige Rauchschwaden aus der Hohe herab. Dann stehen wir, pressen die Taschentücher vor den Mund, bis es vorüber ist
Die Schluchten werden tiefer. Mit ungeheurer Schnelligkeit schießen Schwefelräuche über uns hinweg, zerfahren in der Luft. Manchmal unter uns ringelt sich plötzlich Dampf, brennt in den Füßen bis zum Herzen. Das Brausen wird zum Donner. Wir blicken zum Himmel. Keine Wolke mehr. Kein Blau. Rur fliegende Schwefeldünste, zerflatternd, zerstäubend, höher hinauf in den Sturzkrater. Unter uns dampfende Tiefe. Kein Pfad mehr, wir müssen kriechen. Und Absturz droht in die Messer und Nadeln der Lava.
Jetzt donnert die Höllenwaad auf. Wir sind erkannt. Blicken schnell auf: Hölle über unserm Haupt. Grüne Schwefelsäulen kochen im Donnerton, soweit unser Auge noch zu blicken vermag, ungeheuerliche Glut stößt herab. Und da: .grellrotes Feuer, Flammen, dunkel, fegen und zischen die Wände herab. Der Berg siedet und zittert von slus- sigem Schwefel.
Wir treten in den Boden der Wand. Es donnert hohl unter uns. Wollen weiterkriechen. Schwefelrauch, höhnisch, stechend, pfeilschnell von allen Selten. Wir sind eingehüllt, können nicht weiter. Die Höllenorgel brüllt, blendet mit grellem Gelb und
iuciqc 4vivciyt|u;i uir urc yttr^ft^uwtorn xmxityt [einer Lava donnerte, dann war er, von giftigen Schwefelwolken umhüllt, wie ein Thron der Hölle und wir versetzten gern alles Böse und Feindliche, das uns s,imal5 begegnete, in die Risse, Schlünde und Sturzkrater von Vulcano. Weit schob er seine Klippen und Pranken ins Meer, steil stiegen hinter dem Hauptkrater die schlanken Windungen des Monte Sarazeno aus dem Samt des Lavatales und unaufhörlich rauchten aus der Kruste unterhalb der Krater die grüngelben Fumarolen.
In der Frühe eines sonnenhellen Tages fuhren mein Freund, seine Frau und ich in einem roten Liparesenboote auf ihn zu. Auf dem emailblauen Meer, dessen Wogen Kig glänzten, schimmerte die Morgensonne. Die Uferfelsen, ebenfalls vulkanischen Ursprungs, jäh abgeschnitten, bestanden aus Wallen von übereinandergelagerten Lavamänteln die in den verschiedensten Farben leuchteten. Wo ihr Saum im Meer stand, waren blutrote Höhlen, aus denen das ewige Wasser glühende Fluten wusch.
Als wir an der Enge zwischen Lipan und Dul- cano vorbeifuhren, sahen wir auf dem Meere kleine silbergraue Segelchen heranschimmern in der Große einer Kinderhand. Es wurden ihrer rmmer: mehr und bald waren wir von einer blitzenden Flottille umgeben, von Tausenden dieser zarten Tiere, die von^ den Ruderern fiori del mare, Blumen des Meeres genannt wurden. Wir nahmen eines aus dem Wasser und endeckten an ihm ein entzückendes W-sen Das silbergraue, fast durchsichtige Seaelchen stak in einer ebenso großen geformten silbernen Tragfläche und auf deren Unterseite rundherum ein Perlenkranz von violetten Saugfußchen. Das tanzte nun in Scharen auf den großen Wagen mr seinen tapferen Lichtsegelchen, tauchte auf und unter und begleitete uns.
Mr fuhren an Vulcanello heran. Das sind zwei kleine, sehr regelmäßig geschnittene ^rutertopfe, bereits erloschen, die mit dem Feuerberg durch eine Lavaebene verbunden sind. Sie lagern ins Meer hinein, verzerrte und erstarrte Massen von esien- hartem Basalt, der in-Würfelblocken starrt. Hart und finster lagern diese bizarren Feuertropfen unter den lieblichen Farbschluchten von Vulcanello, die an Sonnelchängen mit dunkler MMe beklerdet waren.
über eine Schlucht, ziehen uns am Stock zu einer Basallnadel, kriechen verzweifelt. Vor uns schwarze Türme, hinter denen vielleicht Schutz ist.
Die Höllenorgel brüllt fort. Der Boden ist heiß. Weiter.
Endlich ein Stück Himmelblau. Wind! Wir saugen ihn wie Wein. Der heimtückisch fließende Sand hört auf. Ein Riesenblock Wir ruhen hinter if)m.
Vor uns breitet sich schwarze Hochöde. Der Boden ist dünn und spröd wie Glas. Unter ihm dumpfe Höhlen. Aber Sonne flimmert tausendfach an den Kanten der scharfen Obsidianpfeiler, die in diese weite Höllenkruste eingeschmolzen sind.
Nachdem wir aus^eruht haben, gehen wir über die hitzeflimmernde Ebene zum Hauptkrater. Im dünnen Boden sind überall offene Schwefelmäuler, ohne Rauch, erloschen. Der Wind dreht die Gift- aewölke von uns ab. Herrlich steigt der Gipfel des Monte Saraceno aus dem Südtal. Wir sehen das Meer im schryeren Silber des Scirocco und die stillen Aeolischen Inseln, den erhabenen Aetna über den sizilischen Gebirgen und im weißen Schaum die kalabrische Küste.
Und wir schreiten nun an leise rauschenden, geborstenen Urblöcken vorbei und werfen den ersten Blick in die riesige Mulde des Mutterkraters.
Wir stehen still. Schauen in die ungeheuren Staffelungen hinab bis auf den Grund des Schoßes, atmen den stummgewaltigen Schwung von der Tiefe hoch zu den an den Flanken im Lichte brennenden Hüftkegeln, gleiten mit den Augen über die langen Schwellungen der Muldenlippen, die von der Sonne geküßt werden.
Und ich kann nicht anders, ich muß hinab. Meine Freunde bleiben oben. Wind weht mächtig von einer Seite und treibt die Dämpfe von mir ab. Ich steige hinunter. Bis die Steine anfanaen zu glühen. Schaudernd blicke ich gen Himmel. Und fühle die gewaltige Wölbung des Kraters. Blauer Himmel und ein Kreis von Wolken decken mich zu. Ich stehe in der Kugel von Himmel und Hölle.
Wir fahren dann durch den Lavasand ab ins westliche Tal. Goldene, schwerduftende Ginsterbäume umblühen uns. Dann trinken wir schweren, schwarzen Dulcanowem.
nant G a l l e n k a m p während der Weihe- ansprache.
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hat in einer Verordnung in einheitlicher ganz Deutschland den Verkehr mit Speise- llt. Von jedem Speiseeishersteller wird vor langt, daß er die Herstellung in Räumen t, die für diesen Zweck geeignet sind und luber gehalten werden. Erforder- >aß die Herstellung unter sorgfältig- ieachtung aller hygienischen : 5 p u n f t e erfolgt, daß die Zutaten ge- ch einwandfrei und der Hersteller sowie fer gesund sind. Der Gesetzgeber hat eine erschiedener Speiseeissorten zugelassen, die
Verhütung von Täuschungen in genau iebener Weise bezeichnet werden müssen, igsten Speiseeissorten sind: Kremeis, Sahne- hteis sowie Milchspeiseeis und Kunstspeise-
Bestandteile der einzelnen Eissorten an ihne, Eiern, Fruchtsaft usw. sind genau fest- iie Geschmackgebung darf nur durch natür- uchs- und Geschmackstoffe, also nicht durch
Essenzen u. dgl. erfolgen. Auch künstliche ist verboten. 'Milchspeiseeis muß, seiner iing entsprechend, vor allen Dingen Voller eine entsprechende Menge kondensierter ) enthalten, und zwar mindestens 70 v. H., gen Eismasse.
tspeiseeis heißen alle jenen Speiseeise, Oualitätsanforderungen der obengenannten iforten nicht ganz erfüllen. Sie brauchen icht geringwertig zu sein. Häufig enthalten re Mengen Milch, Früchte ober Fruchtsäfte, incht bei ihnen die rote ober gelbe Farbe n Früchte- ober Eiszusatz herrühren. Sie lso künstlich gefärbt unb auch künstlich aro-
roerben. Das Kunstspeiseeis muß aus- als solches gekennzeichnet werben.
t werben bürfen alle Speiseeissorten, auch istspeiseeis, nur mit reinem weißen Zucker, irzuna von pfarreraehättern Ztaatspressearnt teilt mit: Unter ber rift „Kürzung der Pfarrergehälter in Hessen" )ie Frankfurter Zeitung im zweiten Mor- vom Freitag, 1. Juni 1934, eine Mitteilung, bie staatlichen Leistungen für bie wirtschaft» rforgung bes Pfarrstandes herabgesetzt seien
„Nie Avsl vom Traunsee."
»enhafte Geschichte vom reichen Amerikaner, ihm zugedachte, nicht minder wohlhabende ännin verschmäht, sich kurzerhand in die ryerische Wichs steckt, sich in die Nichte des om „Almblick" heftig verliebt und mit Hilfe roßen Schwindels und seiner sehr gütigen uno gar nicht amerikanisch anmutenden Großmutter auch wirklich heiratet. Die Handlung dieses Lust- spielchens (Manuskript von Hans Vietzke unb Dr. Max Wallner) ist nicht übermäßig ergiebig, unb ber Regisseur Hans von Wolzogen hat, abgesehen von einer stürmischen Autofahrt unb einer recht animierten Bauernkirchweih, mehr Gewicht auf stimmungsvolle Lanbschaften unb ibyllische, teilweise auch komische Episoben gelegt; etwas mehr Konzentration unb Tempo hätte bem Film jebenfalls nicht geschadet. Herta W o r e l l, blonb, schwärmerisch unb wienerisch, ist bie Rosl; Hans Stüwe ein sympathischer Liebhaber, ber bas musikalische Leitmotiv „Du bist entzückenb, Rosemarie" mit weichem Bariton unb übrigens recht unamerikanisch zum Besten gibt. In größeren Rollen machen sich außer- bem H. A. von Schlettow, Ery B o s, Max G ü l st o r f f, Paul Otto, Curt V e \ p e r m a n n unb Olga Engl oerbient. Musik: Walter Sieber. — Im Beiprogramm: zwei Lanbschaftsfilme und ein Konzertfilm „Rabetzkymarsch".
£)od)fcbulnad)nd)fetL
Geh. Rat Prof. Fritz Lange, Orbinarius für Orthopäbie in München, würbe von ber Verpflichtung zur Abhaltung von Vorlesungen befreit.
Der Direktor bes Kaiser-Wilhelm-Instituts für Zellphysiologie, Professor Dr. Otto H. Warburg in Berlin, würbe zum auswärtigen Mitglied ber Royal Society of London gewählt.
Der Professor für Tierzucht an ber Universität Breslau, Dr. Wilhelm Zorn, ist Mitglieb ber Kungl. Fysiografiska Sällskapet in Lunb geworben.
Der o. Professor für Geschichte, Dr. Heinrich Finke in Freiburg i. Br., wurde von ber Philosophischen Fakultät ber Universität Barcelona zum Ehrenboktor ernannt.
Die „Gesellschaft zur Förderung ber Tonkunst" in Hollanb, bie vor einiger Zeit bevollmächtigt würbe, an ber Reichsuniversität in Utrecht einen Lehrstuhl für allgemeine Musikwissenschaft zu errichten, hat Dr. Willem Mengelberg, ben Dirigenten bes Concertgebouw-Orchesters in Amsler b a m , auf btefen Lehrstuhl berufen. Mengelberg hat bie Berufung angenommen.


