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bei -em Kaisermanöver in Schlesien im Herbst 1890, bei dem Wilhelm II. die eine Armee geführt hatte, auch nicht vor einer Kritik des jungen kaiser­lichen Feldherrn zurückgeschreckt war. Nicht nur die militärische, sondern auch die politische Karriere hatte sich Waldersee dadurch verscherzt; kurz nach Bismarcks Absetzung wird Waldersee als Korps­kommandant in Altona kaltgestellt, der Mann, der als Nachfolger Moltkes den höchsten Posten in der besten Armee der Welt eingenommen hatte.

Dennoch aber hat das Geschick ihm einen Aus­gleich gewährt, als bei den chinesischen Wirren nicht nur K e t t e l e r ermordet, sondern gleichzeitig auch sämtliche europäischen und die japanische Ge­sandtschaft in Peking belagert wurden, der Ent­setzungsversuch des englischen Admirals Seymour aber mißlang. Der Ruf:The Germans to t h e front! erschallt, und Waldersee wird aus­ersehen, die internationale Armee in China zu be­fehligen. So undankbar auch diese Aufgabe war, so glänzend haben sich Waldersee und vor allem die kleine deutsche Truppe in China ihrer ent­ledigt. Nicht unerwähnt darf gerade für die heutige Zeit bleiben, daß jene kleine deutsche Heeresmacht, die Deutschland nach China warf 20 000 Mann Truppen, vier Panzerschiffe, vier große und sieben kleine Kreuzer, fünf Kanonen- und drei Torpedo­boote stark einen verschwindenden Bruchteil des damaligen deutschen Heeres darstellte, während jene 20 000 Mann heute ein Fünftel unserer gesamten Heeresmacht darstellen, während die Kriegsflotte, unter Waldersees Kommando fast stärker war als |

die, die Deutschland heute in militärischer Ohnmacht zum Schutze seiner Grenzen und seines Uebersee- handels hat. Nützlich ist diese Erinnerung und Gegenüberstellung, denn sie läßt die Gegenwart wirder einmal ein Augenmaß für den Abstand ge­winnen, der sich zwischen dem Einst und dem Heute dehnt.

So bedeutungsvoll die Tatsache war, daß damals, als Waldersee zur Erfüllung seiner Aufgabe nach Ostasien fuhr, sämtliche britischen Garnisonen auf den Zwischenhäfen den Oberbefehlshaber in Parade­aufstellung erwarteten, daß Teile aller bedeutenden Armeen Europas und Japans eine Heerschau der Nationen vor einem deutschen Feldmarschall dar­brachten, als er in China den Oberbefehl antrat, so sehr Waldersee diesen Oberbefehl auch nicht nur zum Scheine innehatte und sich mit Klugheit und diplomatischem Geschick bei allen durchzusetzen wußte eines brachte ihm auch dieser Ostasienfeldzug nicht, so sehr er ihn zu Ruhm und Ehre des deut­schen Namens durchführte. Gerade dieses Eine aber versagte ihm das Geschick, obwohl es die Krönung seines Lebens gewesen wäre wirklichen Feld- herrnruhm. Zwar glommen schon damals unter­irdisch die Funken, die 14 Jahre später den Welten­brand entflammen sollten, aber als das geschah, ruhte, Waldersee schon zehn Jahre in dem Mauso- leum'von Waterneverstorf in Holstein. Daß er die Funken knistern hörte, bezeugen die letzten Worte, die sich in seinem Tagebuch fanden:Ich bitte Gott, daß ich das nicht zu erleben brauche, was ich kommen sehe!"

Borussia Fulda vor der Meisterschaft.

Mit dem 2:1-Siege, den Borussia Fulda am Sonntag bei Kuvhessen Kassel errungen hat, haben sich die Domstädter die Meisterschaft schon beinahe gesichert. Sie haben nun zwei Plus- und drei Mi­nuspunkte Vorsprung vor dem SC. Kassel 03, der diesen Rückstand kaum noch aufholen dürfte. Die Borussen brauchen aus zwei Spielen nur noch einen Punkt, dann sind sie Meister. Im zweiten Spiel des Tages gab es eine kleine Ueberrafchung, da Hermannia Kassel in Marburg bei den Kurhessen mit nicht weniger als 6:1 Toren siegreich bleiben konnte. Den Hermannen nützt dieser Sieg aller­dings nichts mehr, aber die Marburger sind dadurch wieder in erhöhte Abstiegsgefahr gekommen.

Fußball der Bezirksklaffe.

Die am gestrigen Sonntag in der Bezirksklasse der Gruppe Oberhessen ausgetragenen Spiele brach-; ten einige überraschende Ergebnisse. Bad-Nauheim konnte in Butzbach nur ein 3 : 3 erzielen. Mit einem 2:2 trennten sich Ockershausen und Germania Marburg. Die Mannschaft des VfB. Gießen verlor in Wetzlar knapp mit 2:1 Toren. Die Elf der Spielvereinigung siegte gegen Watzenborn-Steinberg sicher mit 5 :0.

Gpielvereinigung 1900 Gießen

1900Teutonia Watzenborn-Steinberg 5:0 (2:0).

Das Auftreten der Mannschaft des FC.Teuto­nia" Watzenborn-Steinberg auf dem Platz der Spielvereinigung 1900 gestaltete sich nicht sehr glück­lich. Die Gäste mußten eine eindeutige Niederlage hinnehmen. Die Mannschaft der Spielvereinigung war unstreitig in der Zusammenarbeit besser, an. der es bei den Gästen sehr fehlte. Außerdem spielten die Gastgeber produktiver, sicherer, in der Ball­behandlung zuverlässiger, in den Vorlagen genauer, vor allem aber in der Hintermannschaft ohne Tadel. Die Mannschaften traten in folgenden Aufstellun­gen an:

1900: Schlarb; Zeller, Lippert; Grünewald, Langsdorf, Heinbach; Luft, Heilmann, Wilhelmi, Schmelz, Jäger.

Watzenborn-Steinberg: Happel; Bur- Ser, Wehrum; Schäfer, Schmandt, Euler; Buß, ang, Happel, Fischer, Fett.

Das Spiel begann zunächst mit einer halb­stündigen Verspätung. Der Schiedsrichter Stumpf (Friedberg) hatte abaesagt, an seiner Stelle kam Schiedsrilyter Leonhardt (Frankfurt-Höchst),der irrtümlich erst für 15 Uhr bestellt war, während das Spiel mit Rücksicht auf die Kundgebung in der Volkshalle schon um 14 Uhr beginnen sollte. Der Kampf, der sich entwickelte, gewann erst allmählich an Tempo, ließ aber doch bald eine leichte Ueber- legenheit der Gastgeber erkennen. In der fünften Minute gab es bereits eine kritische Situation vor dem Tor der Spielvereinigung. Im Gegenangriff kam Schmelz gut vor das Steinberger Tor, stand vor dem Kasten völlig frei, jagte aber den Ball hoch darüber. Bald darauf gelang es Heilmann durch einen Fehler der gegnerischen Verteidigung gut placiert und unhaltbar zum 1:0 einzusenden. Kaum eine Minute später hatten die Gäste eine Ausgleichschance in der Form eines Elfmeterballes.

Der Ball wurde hoch darüber geschossen. Die Ueber- legenheit der Platzbesitzer kam nun immer mehr zum Ausdruck, sie schnürten den Gegner nahezu völlig ein, der sich nur für einige Durchbrüche frei­machen konnte, die allerdings meist recht gefährlich waren. Schlarb hatte einige Male einzugreifen, war aber der Situation immer gewachsen. Das zweite Tor fiel durch einen Elfmeterball für 1900, der von Schmelz geschossen wurde. Der Tormann, geschickt getäuscht, konnte den Erfolg nicht ver­hindern. 2:0. Mit diesem Ergebnis ging es in die Halbzeit.

Die zweite Spielhälfte zeigte nichts wesentlich anderes. Die Watzenborn-Steinberger bemühten sich mit großem Eifer um Erfolge. Sie hatten aber wenig Glück. Die Läuferreihe insbesondere war im Spielaufbau wenig glücklich, so daß einerseits die Verteidigung überlastet, andererseits aber der Sturm nicht so bedient war, wie es notwendig ge­wesen wäre, wenn hdie Mannschaft zu Erfolgen kommen wollte. Die Blauweißen blieben nach wie vor überlegen, und obwohl sie nicht in bester Form spielten, lagen sie doch immer mehr im Feld der Gäste. Bald nach dem Anstoß setzte Wilhelmi einen Ball an die innere Kante des Gästetores, der Ball sprang in das Tor und wieder heraus, der Schieds­richter entschied Tor. Im weiteren Verlauf des Spieles schoß Heilmann das vierte Tor. Er war dicht vor dem Kasten von zwei Verteidigern hart bedrängt, konnte aber doch während des Bruchteils einer Sekunde die sich bietende Gelegenheit zum Torschuß ausnützen. Mit einem weiteren Elfmeter­ball, von Wilhelmi geschossen, erhöhten die Gieße­ner auf 5:0. Der restliche Spielverlauf brachte mannigfaches Hin und Her. Verschiedentlich kamen die Gäste auf, hielten die Gastgeber auch für einige Zeit vor ihrem Tor fest, zu Erfolgen kam es aber nicht, denn nicht nur die Verteidigung der Spiel­vereinigung, sondern auch der Tormann waren sehr auf der Hut. Der Kampf wurde sehr fair aus­getragen. Die sympathische Gästemannschaft nahm die Niederlage mit aller Würde auf sich. Der Schiedsrichter amtierte einwandfrei.

Gau-Pflichtspiele

in Süd- und Güdwestdeutschland.

Gau Bayern: 1860 München Bayern München 0:0; FC. Schweinfurt 05 1. FC. Nürn­berg 1:4; Jahn Regensburg Spvgg. Fürth 0:0 ASV. Nürnberg FC. Bayreuth 4:0; FC. Mün­chen Würzburg 04 2:6.

Gau Südwest: Wormatia Worms FK. Pirmasens 1:1; FSV. Frankfurt Eintracht Frankfurt 1:6; Spfr. Saarbrücken SV. Wies­baden 6:0; Kickers Offenbach FC. Kaiserslautern 6:0; FSV. Mainz 05 AO. Worms 3:1; Phönix Ludwigshafen Bor. Neunkirchen 2:2.

Geräte-Monnschafiskampf Wieseck - Leihgestern Atzbach.

Der Gerätemannschaftskampf zwischen den Turn­vereinen von Wieseck, Leihgestern und Atzbach, der am Samstag in Wieseck stattfand, brachte der Mannschaft von Wieseck den Sieg mit 485 Punkten vor Leihgestern mit 449 Punkten und Atzbach mit 375 Punkten. Ausführlicher Bericht folgt.

prüfungsiurnen für die Weltmeisterschaften in Budapest.

Am 7. und 8. April treffen sich in Leipzig die besten Kunstturner der 16 deutschen Tumgaue zu einem Ausscheidungsturnen, das die Teilnehmer für die Weltmeisterschaften in Budapest zu ermitteln hat. Um die Vertreter des Gaues Nordhefsen für Leipzig zu bestimmen, fand gestern in Marburg ein Prüfungsturnen statt, das die bekannten Turner R. Seht (Großen-Linden) und A. Ahrens (Mar­burg) als Anwärter für Leipzig sah. Beide er­brachten den Beweis, daß sie die äußerst schwierigen Uebungen für die Weltmeisterschaften in ihren Grundformen beherrschen, daß sie einige Uebungen sogar schon in einer Vollendung zeigen können. Seht war vor allem am Reck, Ahrens am Barren in ausgezeichneter Form. Mit je 187 Punkten er­warben sich beide die Teilnahmeberechtigung an dem Ausscheidungsturnen der DT. in Leipzig.

Für die guten Geräteturner des Gaues, die die- Budapester Uebungen in der kurzen Vorbereitungs- zeit noch nicht meistern konnten, fand in einer zwei­ten Klasse mit erleichterten Uebungen ein Kunstturn­wettkampf statt, in dessen Verlauf vor allem sehr schone Kürübungen gezeigt wurden. Bei dem span­nenden Kampfe gab es folgende Rangfolge:

1. A. Eberspächer, Tgm. Marburg, W. Fink, T. u. Spv. Marburg, Heinrich Herbert, Tv. 1846 Gießen mit je 188 Punkten; 2. E. V a - lentin, Tv. Keffelstadt-Hanau, 176 P.; 3. Ludwig Herbert, Tv. 1846 Gießen, 174 P.; 4. Richard Kraft, Tschft. Büdingen, 173 P.; 5. W. L ö - f d) e n g r u b e r, T. u. Spv. 1860 Hanau, 172 P.; 6. Karl Bettln, Tv. Wieseck, Adam Fahren­kopf, T. u. Spv. 1860 Hanau, 163 P.; 7. Hans Breidenbach, Tschft. Büdingen, 155 P.

Die Veranstaltung, der ein verhältnismäßig zahl­reiches sachverständiges Zuschauerpublikum beiwohnte, wurde von Gauvberturnwart R. Paul (Gießen) und Gaumännerturnwart Dahms (Bad Wildungen) geleitet. Als Kampfrichter waren Reuter (Gießen), Schüler (Wetzlar), T e x t o r (Marburg) und

Keil (Homberg) tätig. Darbietungen der Marbur­ger Turnerinnen unter Leitung von Kreisoberturn- roart Martin Textor umrahmten die Wettkampf- handlungen.

Die Siegerverkündigung nahm Gauoberturnwart Paul mit einer eindrucksvollen Ansprache vor, die mit einem begeistert aufgenommenen Sieg-Heil auf bas deutsche Vaterland und seine Führer schloß.

Kurze Sportnotizen.

Der Revanchekampf im Eishockey zwischen Deutschland und der Schweiz endete in Basel vor 6000 Zuschauern mit einem unverdient hohen 5:0 (2:0, 2:0, 1:0) Siea der Schweizer über unsere Europameister-Mannschaft.

Der Radball-Länderkampf Deutsch- l a n dS chweiz in München sah die deutsche Mannschaft (Schreiber/Blersch - Frankfurt) mit 7:5 (4:2) Treffern siegreich.

Erwin Casmir belegte beim Internationalen Fechtturnier in Stockholm beim Säbelfechten nach knapp verlorenen Stichkämpfen gegen die Ungarn Racjanycs und (Sabas den dritten Platz.

Beim Holmenkollen - Rennen siegten auch am Sonntag wieder die Norweger. O. H a - a e n gewann die Kombination (Sprunglauf und Langlauf), Birger Ruud blieb im Spezial- Sprunglauf siegreich. Die teilnehmenden Deutschen kamen wieder auf recht achtbare Plätze.

Die neue Flagge des Fußball-Welt- verbandes (FIFA). die erstmals bei den Welt­meisterschaften in Italien gezeigt werden soll, ist rechteckig und zeigt auf hellblauem Grund die bei­den Welthalbkugeln.

Ein neuer Großverein ist in Darmstadt durch den Zusammenschluß der Turngemeinde von 1846 und des VfR. Rot-Weiß entstanden. Der neue Verein zählt über 2000 Mitglieder.

Wirtschaft.

Frankfurter Börse.

Frankfurter Dorfe befestigt.

Frankfurt a. M., 3. März. Die festere Ten­denz, die während der ganzen Woche zu verzeichnen war, hielt auch an der Wochenschlußbörse an, wenn auch die Kursbesserungen zunächst nur kleines Aus­maß hatten und auch die Umsatztätigkeit wesentlich ruhiger als seither war. Neben kleinen Publikums­aufträgen und einigen Käufen der Spekulation gaben besonders die weiterhin günstigen Wirt­schaftsnachrichten der Börse Anregung.

Die schon in den letzten Tagen stärker forcierten Daimler-Aktien hatten auch heute relativ lebhafte Umsätze aufzuweisen bei 1 v. H. Kurssteigerung, im Freiverkehr nannte man Adlerwerke Kleyer mit 43 nach gestern abend 42,50 v. H. Farbenindustrie sowie die übrigen Chemieaktien lagen gut behaup­tet. Elektrowerte hatten größtenteils Besserungen von 0,25 bis 0,75 v. H., Siemens litten aber offen­bar noch unter Wochenschlußrealisationen und gaben um 1,50 v. H. nach, auch Bekula verloren 0,50 v. H. Der Montanmarkt entwickelte sich durchweg fester bei Kursbesferungen von 0,50 bis 1 v. H. Von Einzelwerten eröffneten Cement Heidelberg 0,50 v. H., Zellstoff Waldhof 0,40 v. H. freundlicher, Deutsche Linoleum lagen 0,25 v. H. niedriger. Reichs­bankanteile waren um 2,25 v. H. befestigt, ferner waren Holzmann gesucht, ein Kurs kam aber nicht zustande, die Taxe lautete auf 74 nach gestern 72,75 v. H.

Der Rentenmarkt lag sehr ruhig, deutsche An­leihen sowie späte Reichsschuldbuchforderungen (94 v. H.) lagen gut behauptet. Reichsmark-Obligationen hatten ebenfalls nur kleines Geschäft bei meist nur knapp behaupteten Kursen. Von fremden Werten lagen Anatolier Eisenbahn I und II mit 30,75 um 1 v. H. schwächer.

Im Verlaufe beschränkte sich das Geschäft im wesentlichen auf Spezialwerte, Daimler waren er­neut um 1,13 v. H. auf 52 v. H. und Adlerwerke Kleyer um 2 v. H. auf 45 v. H. erhöht. Lebhafter lagen auch einige Elektroaktien, Elektr. Lieferungen + 2,25 v. H., Geffürel + 0,75 v. H., Siemens + 0,50 v. H., ferner Kunstfeidenwerte, AKU. + 2,25 v. H., Bemberg +1,50 v. H., sowie Harpener Bergbau + 2 v. H. AG. für Verkehr +1,75 v. H. Farben­industrie waren vernachlässigt und schlossen mit 134,25 nur mäßig höher. Der Kassamarkt war wesentlich ruhiger und wies uneinheitliche Haltung auf, wobei die Veränderungen nach beiden Seiten etwa 1 bis 2 v. H. betrugen.

Der Rentenmarkt lag auch späterhin sehr ruhig, deutsche Anleihen hielten sich auf den Anfangs­kurfen (Altbesitz 95,75, Neubesitz 19,25) unverändert. Stadtanleihen lagen ruhig. Am Pfandbriefmarkt blieben Goldpfandbriefe und Kommunal-Obligatio- nen ziemlich unverändert, dagegen lagen Liquida­tionspfandbriefe meist um 0,25 und 0,50 v. H. fester. Tagesgeld zeigte noch keine Erleichterung und blieb unverändert 4,75 v. H.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 5. März. Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 1161 Rinder (370 Ochsen, 104 Bullen, 380 Kühe, 304 Färsen), 442 Kälber, 13 Schafe, 3909 Schweine. Es kosteten: Rin­der: Ochsen 24 bis 32 Mark, Bullen 23 bis 29, Kühe 12 bis 28, Färsen (Kalbinnen) 23 bis 33, Kälber 27 bis 44, Schweine 40 bis 49 Mark. Marktverlauf: Rinder ruhig, Kälber, Hümmel und Schafe mittel­mäßig, Schweine ruhig bis mittelmäßig.

Frankfurter Buttermarkt.

Frankfurt a. M., 3. März. Nachdem das Ge­schäft vorübergehend etwas lebhafter war, wurde es gegen Wochenschluß sehr ruhig, so daß das An­gebot ziemlich stark in Erscheinung trat. Deutsche Butter blieb im Preise unverändert, dagegen bröckelte holländische etwas ab. Per 50 Kilo frei Frankfurt a. M. notierten: Oberhessische und würt- tembergische Butter 130 bis 134, holländische 138 bis 140 Mark, wobei im Höchstpreise der Aufschlag für ausgeformte Ware enthalten ist.

Frankfurter Eiermarkt.

Frankfurt a. M., 3.März. Bei weiter reich­lichen Zufuhren nahm das Geschäft nicht den ge­wünschten Verlauf, wie man es nach dem Monats­wechsel meist erwartet hatte. Der Absatz an den Konsum beschränkte sich vielmehr weiterhin nur auf die Deckung des notwendigsten Bedarfs, wobei be­sonders wieder billige Eier gefragt waren. Die Preise blieben gegenüber der Vorwoche fast unver­ändert und notierten in Pfennigen pro Stück frei Frankfurt a. M. wie folgt: Deutsche Frischeier Kl. S 10,25, Kl. A 9,5, Kl. B 9, Kl. C 8,25. Holländer und Flandern Kl. 8 9,75, Kl. A 9,25, Kl. B 8,75, Kl.G 8,25. Ungarn Kl. A 8,50, Kl. B 8,25, Kl. C 8. Bul­garen Kl. B 8,50. Bayerische Landeier ohne Stem­pel 8,50 Pfennig.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Relchsbankdiskont 4 o H Lombardzinsfuß 5 o. H.

93,75

93,75

94,25

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Banknoten.

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->,95

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Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. M

18

1,35

6,8

% Deutsche ReichSanlethe v. 1927 % c5em.7% Dt. Reichsanl. v. 1929 6Vi% Doung.Anleihe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablöl.-Schuld mit

Auslos.-Rechten ..........

DeSgl. ohne AuSlof.-Rechte......

6% ehemL% Hess. BollSstaat 1929 (rückzahlb. 102%) ...........

6% Hess. Landesbank Darmstadt

Gold R. 12..............

6%% Hess. Lander-Hypotheken­bank Darmstadt Liqut........

Oberhessen Provinz-Anleihe mit

Auslos.-Rechten .............

Deutsche Komm. Sammela6L An- leihe Serie 1 mit AuSlos.-Rechten

6% ehern. 8% Franks. Hyp.-Bank

Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935

% ehern. 7% Franks. Hyp.-Bank

Goldpfe. 16 unkündbar biS 1936

6K% ehern. *y,% Franks. Hyp^

Bank»Ltqu--Dsandbrtese.......

h% ehern. 4y,% Rheinische

Hyp^Bank-Ltqu.-Goldpse.....

6% ehern. 8% Pr. Landespfand»

vrtesanstalt, Pfandbriefe R. 19

% ebcm. 7% Pr. Landespsand»

briesanstalt, Pfandbriefe R. 10 Gteuergutsch. BerrecbnunaSkurS ..

i% Oesterrelchtlchr Goldrente.... 4,20% Oesterreichische Stlberrente 4% Ungarische Goldrente .......

4% Ungarische StaatSrente v. 1910 4*4% deSgl. von 1918 .........

5% abgest. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Zollanleihe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe

Sranffuri a. M.

Berlin

Schluß« furt

Schluß. Abend­börse

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Datum

2-3-

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2.3.

3.3.

Frankfurt a.M.

Berlin

Frankfun a. M.

Berlin

Schluß­kurs

Schlußk. Abend­börse

Schluß» kurs

Schlußk. Mittag» börse

Schluß­kurs

Schlußk. Abend» börse

Schluß» kurs

Schlußk. Minag- börse

Datum

2-3.

3.3.

2-3.

3-3.

Datum

2-3.

3-3-

2.3.

3-3-

4% deSgl. Serie 11 ............

5% Rumän. veretnh. Rente v. 1903 4V»%Rumän.veretnh.Rentev.l913 4% Rumänische vereinh. Rente ..

8%% Anatolier ..............

Vamdurg-Amerika-Paket .....O

Hamburg-Südam. Dampfschiff. O Hansa-Dampfschiff..........O

Norddeutscher Lloyd ......... O

A G. für Verkehrswesen Akt. .. 0 Berliner Handelsgesellschaft ... 4 Commerz- und Privat-Bank ... 0 Deutsche Bank und Disconto»

Gesellschaft................ o

Dresdner Bank.............. 0 Retchsbank ............... 12

A.E.G.......................

Bekula.................... 0

ZAr. LieferungSgesellsch'aft... 6 Licht und Kraft 6

Alten & Guilleaume......... O

Unternehmung. 5

Reinliche Elektrizität ....... 5

Schuckert & Go......... 5

Siemens« Halske... 7

Lahmeyer & (Jo.....10

Buderus ................ 0

Deutsche Erdöl ......... 4

Gelsenkirchener...............

Harpener..................

Hoesch EisenKöln-Neuessen .. 0 Ilse Bergbau g

Ilse Bergbau Genüsse ........ fl Klöcknerwerke ............... 0

Mannesmann-Röbrev........ 0

6,5

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6,5

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119 67,75 70,25

6,75 5,2 7,4

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95,25 52

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29,25 134,5 102,75

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104 151

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66,25 97,75

77,9

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69

71,9

ManSfelder Bergbau.........O

Kokswerke .............«... 0

Phönix Bergbau.............0

Rheinische Braunkohlen ..... 10

Rheinstahl ................. O

Bereinigte Stahlwerke........0

Olavi Minen ...............O

Kaliwerke Aschersleben........6

Kaliwerke Westeregeln........6

Kaliwerke Salzdetfurth.....7%

3- ®. Farden-Industrie.......7

Scheldeanstalt......... 9

Goldschmidt ................ O

RütgerSwerke ......... O

Metallgeiellschaft.............O

Philipp Holzmann......... O

Zementwerk Heidelberg .... O

Lemeotwerk Karlstadt......... O

Schultheis Patzenhoser .......O

Aku (Allgemeine Kunstseide) .. O

Bemberg..................O

Zellstoff Waldhof ............O

Zellstoff Aschaffenburg .......O

Dessauer Gas ........... 7

Daimler Motoren............O

Deutsche Linoleum...........O

Orenstetn & Koppel ..........O

Leonhard Tie- ............. 0

Thade......................10

Leeu mulatoren-Fabrtk........O

Lonti-Gummi .............. 0

Gritzner.................... 0

Mainkraftwerke Höchst a.M.... 4

Süddeutscher Zucker.........e

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2-März

3-März

Amtliche Notierung

Amtliche Notierung

Meld

Brie

Geld

1 Brie

Helstngfos..

5,639

5,651

5,624

5,636

Wien ......

47,20

47,30

47,2(1

47 30

Prag.......

10,38

10,40

10,38

Budapest ...

Sofia ......

3,047

3,053

3,047

3,053

Holland ....

168,88

169,22

168,88

169,22

Oslo.......

64,14

64 26

Kopenhagen.

5LÖ4

57,16

56'89

57'01

Stockholm...

65,83

65,97

65,68

65,82

London .....

12,765

12,795

12,735

12,765

Buenos Aires

0,648

0,652

0,648

0,652

Neuyork....

2,512

2,518

2,512

2,518

Brüssel.....

58,49

58,61

58,49

58,61

Italien.....

21,60

21,64

21,58

21,62

Paris ......

16,50

16,54

16,50

16,54

Schweiz ....

80,97

81,13

81,02

81,18

Spanien....

34,14

34,20

34,12

34,18

Danzig.....

81,77

81,93

81,77

81,93

Japan ......

0,753

0,755

0,753

0,755

Rio de Jan. .

0,214

0,216

0,214

0,216

Iugoflawteu.

5,664

5,676

5,664

5,676

Lissabon ....

11,63

11,65

11,60

11,62

Berlin, z.März

Geld

Bries

Amerikanische Noten..............

2,465

58,33

56,64

2,485

58,57

56,86

Belgische Noten..................

Dänische Noten .................

Englische Noten .................

12,69

12,75

Französische Noten...............

16,46

16,52

Holländische Noten...............

168,46

21,46

169,14

21,54

Italienische Noten................

Norwegische Noten ..............

Deutsch Oesterreich, i 1OO Schilling

63,82

64,08

Rumänische Noten...............

-__

Schwedische Noten ...............

65,52

80,84

33,98

65,78 80,16

34,12

Schweizer Noten.................

Spanische Note».................

Ungarische Note»»««