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»1 rmen das Wort ,Fraft durch Freude" fGr geschäftliche Reklamezwecke zu miß­brauchen. Die NS.-GemeinschaftKraft durch Freude" ist eine Institution, die durch die NSDAP, mit dem Willen des Führers und der Reichsregie­rung zur Errichtung eines erhabenen 3iels ge­gründet worden ist. Es ist also unzulässig u n d auf das streng st e verboten, daß das Wort Kraft durch Freude" für eigennützige Zwecke verwendet werden darf, per Führer der deutschen Freizeitoraanisation, Stabsleiter der PO. der NSDAP. Dr. Ley, wird unnachtsichtlich gegen jeden Mißbrauch des WortesKraft durch Freude" vorgehen. Die Amtswalter der Organisation werden hiermit angewiesen, jeden Verstoß in dieser Rich­tung an das genannte Arnt zu nennen.

Bas Deutsche Frauenwerk.

B e r l i n, 3. Febr. (DRV.) Das Deutsche Frauen­werk teilt mit: Das unter der Obhut des Herrn Reichsministers des Innern. Dr. F r i ck, stehende Deutsche Frauenwerk ist die von Staat und Partei allein anerkannte E i n h e i t s o r g a n r - sation aller deutschen Frauenver­ve rbän de und als solche Trägerin der deutschen Frauenarbeit. Das Deutsche Frauenwerk erstrebt grundsätzlich _ . , .

1. die endgültige Befriedung innerhalb aller deut­schen Frauenorganisationen;

2. den Einbau des Frauenwirkens in den Dienst von Staat, Volk und Kirche.

Der NS.-Frau en schäft wird als Spit­zenverband grundsätzlich die Führerschaft im Deutschen Frauenwerk zuerkannt, ohne daß hier­durch die Eigenständigkeit der anderen Frauenver­bände berührt wird. Die Organisation des Deut­schen Frauenwerks erstreckt sich über das ganze Reich. Der Sitz der Reichsstelle befindet sich im Reichsministvrium des Innern, Berlin. Von der Spitze des Reiches gliedert sich das Deutsche Frauen­werk über 13 Landes stellen zu den Gauen, Kreis- und Ortsringen. Zur Führung der 13 Lan­desstellen ist je eine Landesstellenleiterin bestellt, und zwar für die Landesstelle Hessen-Nassau, Sitz Frankfurt a. M., Leiterin Frau Steinbrück, Kassel.

Oie Neuordnung des Schulwesens.

Berlin, 3. Febr. (DDZ.) In Württemberg sind neun evangelische und acht katholische V er­such s s ch u l e n eingerichtet worden. In ihnen sollen für die kommende Neuordnung des Schul­wesens, für das Gebiet der völkischen Erziehung, der Charakter- und Willensbildung und der körper­lichen Stählung Erfahrungen gesammelt und neue Wege gefunden werden. Auf Grund ihrer Arbeit sollen die Versuchsschulen nach etwa anderthalb Jahren Mindestlehrpläne für die einzelnen Unterrichtsgebiete vorlegen. Dabei soll auch der Versuch gemacht werden, die bisher übliche Fächerung abzuschaffen und dafür wenige, geschlossen wirkende Stoffgruppen zu fetzen. Bei der Beurteilung der Schüler foll nicht nur wie bisher Begabung, Betragen und Fleiß, sondern auch Kameradschafts - und Gemeinschaftsgefühl, Verantwortungsbe­wußtsein, Führereigenschaft, Beobachtungsgabe, Ehrlichkeit und Hilfsbereitschaft ge­wertet werden.

An die ausländischen Gäste auf dem Berliner Reit-Turnier

Eine Ansprache des Vizekanzlers.

Berlin, 4. Febr. (DNB.) Am Tage des Großen Preises der Nationen hatte der Union-Club als die Stelle, die sich seit Jahrzehnten im inter­nationalen Rahmen um die Hebung der Zucht des edlen Pferdes bemüht, alle Teilnehmer zu sich zu Gast geladen. Vizekanzler v. Pap en sprach den fremden Gästen den Dank und die Freude des Herrn Reichskanzlers und der Reichsregierung über ihr Kommen aus. Ein besonderes Wort richtete der Vizekanzler in diesem Zusammenhang an die fran­zösischen Teilnehmer. Er sagte, daß man in Deutschland außerordentlich erfreut gewesen sei über den Entschluß der französischen Regierung und der französischen Armee, die besten Vertreter der altberühmten Reitschule von Sau­mur hierher zu senden. Saumur sei nicht nur eine Stätte hoher reiterlicher Kunst und ausgezeichneter reiterlicher Ausbildung; man wisse, daß es auch eine Pflanzstätte edelster ritterlicher Qualitäten sei. Frankreich und seine Armee seien durch die hierher gesandten Persönlichkeiten auf das glänzendste repräsentiert. Wir hoffen, sagte der Vizekanzler, daß Sie gute Eindrücke von Berlin und von Deutschland mit nach Hause nehmen. Vielleicht haben Sie sich über das Interesse gewundert, das die militärischen Schaunummern des Turniers erweckt haben. Das ist nicht etwa der Ausdruck eines militaristischen Geistes, sondern nur die Anhänglichkeit des Deutschen an seine Soldaten und deren Tradition genau so, wie Frankreich stolz ist auf feine glänzenoe Armee und den Heroismus feiner Söhne. Und ich habe immer gefunden, daß über die Grenzen und die Mißverständnisse der Völker hinweg die Soldaten sich am ehe­sten verständigen. Und so hoffen wir, daß auch von diesem Turnier und dieser Begegnung eine Vertiefung und eine Verbesserung d e r Beziehungen unter den Völkern untereinander resultieren mögen. Der Vizekanzler erhob sein Glas auf die ausländischen Reiter und den Geist desChevalier sans peur et sans repro- che, den er nicht nur den Sportsleuten, sondern auch den Politikern wünsche.

Frankreich baut die Lustabwehr aus.

Erhöhte Notwendigkeit dazu besteht für das wehrlos gehaltene Deutschland.

Berlin, 4. Februar. (DNB.) DieNationale Vereinigung für Luftkriegs.abwehr war plötzlich zu einer Hauptversammlung zusam­mengetreten, deren Vorsitz der frühere Präsident Doümerque führte. Die Ziele dieses Verbandes find: Propaganda zur Schaffung einer starken fran­zösischen Luftflotte, Maßnahmen zum Schutz der Zivilbevölkerung und Zusammenarbeit mit den Be­hörden, die mit der Durchführung des passiven Widerstandes beauftragt sind.

Aus Anlaß dieser Hauptversammlung schreibt der Völkische Beobachter": Die umfassenden französi­schen Vorbereitungen zur Luftabwehr sind nicht ge­rade geeignet, die in der englischen Abrüstungsnote zum Ausdruck gebrachte Erwartung zu bestärken, als könne man in den nächsten zwei Jahren irgend­wie mit einer effektiven Luftabrüstung rechnen. Trotz der bereits vorhandenen mächtigen aktiven und passiven Luftabwehr in Frankreich will man sich

darüber hinaus gegen das ganze Dakk be- drohende Gefahren schützen, was bei der mehr und mehr interkontinentalen Bedeutung der Luftfahrt begreiflich fein kann. Es handelt sich nicht allein um Schutz vor den unmittelbaren Nach­barn, am allerwenigsten vor dem keine Kriegsflug­zeuge besitzenden D e u t f ch l a n d, sondern bei der rasch fortschreitenden Technik darum, gegenüber An­griffen, die letzten Endes aus fernsten Gegen­den möglich fein werden, unter allen Umständen gewappnet zu fein. Tätiger Luftschutz ist nicht ge­wissermaßen eine Verdächtigung dieses oder jenes Nachbarstaates, es ist elementarster Selbst­erhaltungstrieb gegenüber einer immer wach­senden Gefährdung der Gesamtbevölkerung. Es wäre an sich schon unmoralisch für einen Staats­mann, wenn er vor solchen Gefahren die Augen ver­schließen und sich mit der Wehrlosigkeit des eigenen Volkes abfinöen wollte. Es ist noch unmoralischer, ja unmenschlich, wenn von fremden Staatsmännern einem dicht bevöl­kerten Land wie Deutschland zugemutet wird, auch nur einen Tag länger in einem Zustand völliger Abwehrunfä­higkeit gegenüber drohenden Vernichtungsgefah­ren zu verharren.

Meine politische Nachrichten.

Der frühere Staatspräsident von Württemberg, Dr. Wilhelm Bazille, ist am 1. Februar nach schwerer Krankheit gestorben. Die Beerdigung hat in aller Stille stattgefunden. Der Verstorbene war deutschnationaler Reichstagsabgeordneter.

Der ehemalige Kriminalrat Schlosser, der sich alsLeiter des S p i e l e r d e z e r n a t e s im Berliner Polizeipräsidium zusammen mit dem damaligen Vizepolizeipräsidenten Weiß bei der Bekämpfung der Spielklubs schwere Unregel­mäßigkeiten hatte zuschulden kommen lassen, wurde wegen fortgesetzter passiver Bestechung zu einem Jahr Zuchthaus und fünf Jahren Ehrverlust verurteilt.

Aus all

Die Beisetzung des Slaalsrals von Morozowicz.

In dem stillen Sternberger Ort Görbitz (Bran­denburg) fand die feierliche Beisetzung des Staatsrat o. Morozowicz statt. Von der Kirche bis zur Familiengruft stand hinter dem SA.-Spalier die Menge Kopf an Kopf dicht gedrängt. Man fah u. a. den Reichsarbeitsminifter Seihte, Gruppen­führer v. Woyrfch, in Vertretung des Reichs- fübrers den SS.-Gruppenführer v. Detten und viele andere. Nach einer schlichten Trauerfeier in der alten Dorfkirche trugen acht Standartenführer den Sarg durch das Spalier der SA. und des Stahlhelm mit ihren unzähligen Fahnen zum Erb­begräbnis im Gutspark, wo Pfarrer Wilm die Grabrede hielt. Im Namen des Stabschefs sowie der gesamten SA. würdigte Gruppenführer von Dutten die politische Tat des verstorbenen Staats­rates. Zum Schluß sprach Reichsarbeitsminister S e l d t e Worte des Abschieds an seinen Bundes­kameraden, dem er bis über das Grab hinaus in soldatischer Treue verbunden sei. Beim Herablassen des Sarges senkten sich die Fahnen, und nach dem Gebet und Segen der Geistlichen feuerte die Lan­despolizei die Ehrensalve.Märkische Heide, mär­kischer Sand", das Lieblingslied des Verstorbenen, erklang leise; dann folgte das Halali der Förster.

Frau Caracciola bei einem Laminenunglück gelötet.

Wie aus Lenzerheide (Ostschweiz) gemeldet wird, ist die Frau des bekannten deutschen Rennfahrers Caracciola bei einem Lawinenunglück g e - tötet worden. Das Unglück ereignete sich beim Uebergang von Arosa nach Lenzerheide. Frau Caracciola befand sich mit ihrem Mann auf einem Skiausflug. Außer einem Führer nahmen noch zwei weitere Personen an dem Ausflug teil. Unter­wegs wurde die Gesellschaft von einem Schnee- rutsch überrascht. Während es Caracciola und den beiden anderen Ausflugsteilnehmern gelang, sich auf Grund einer im letzten Augenblick erfolgten Warnung des Führers in Sicherheit zu bringen, stürzte Frau Caracciola und wurde unter den Schneemassen verschüttet. Trotz sofortiger Bergungs­arbeiten durch eine Rettungskolonne aus Lenzer­heide gelang es nicht mehr, Frau Caracciola lebend zu bergen. Ihre Leiche wurde in zwei Meter Tiefe unter dem Schnee gefunden.

Schnee und Kälte in aller Welt.

Am Rhein hat die Kälte am Samstag und Sonntag weiter zugenommen. An der Schiffsbrücke in Koblenz wurden 14 Grad unter Null gemessen. Von den Berghöhen dicht um Koblenz werden 1 7 Grad Kälte gemeldet. Auch auf dem Obermain macht sich bereits ein starkes und auf dem Mittelrhein mittleres Eis treib en bemerkbar, so daß hier ebenso wie auf der Lahn die Schiffahrt bereits wieder eingestellt werden mußte.

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In Nord- und Mittelitalien haben bei starkem Ab­sinken der Temperatur erneut heftige Schnee­fälle eingesetzt. In Mailand, Turin und Genua zeigte das Thermometer in der Nacht 4 Grad Kälte. An der Riviera herrschten starke Stürme. Im Hafen von Livorno zerschellte ein Motorboot an der Mole. Der Schiffsverkehr auf der Adria ist stark gestört.

Aus fast allen Gegenden Frankreichs werden Temperaturstürze und Schneefälle ge­meldet. In den Ost-Pyrenäen sind sogar in der Ebene Schneefälle zu verzeichnen. In Tarbes sank die Temperatur bis auf minus 7 Grad, in Vefoul auf minus 12 Grad, in Belfort ebenfalls auf 12 Grad.

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Auch in Spanien ist in den letzten Tagen der Winter wieder eingezogen. Aus den Baskischen Pro­vinzen an der spanischen Nordwestküste und sogar von der durch ihr mildes Klima bekannten spani­schen Mittelmeerküste werden starke Schneefälle gemeldet. In den Bergen der Provinz Leon wurden bis zu 24 Grad Kälte gemessen. Die Züge nach Santander und Asturien sind in Leon und in Reinosa festgefahren. In Reinofa ist sogar der Ver­kehr zu Fuß nahezu unmöglich.

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In Rumänien haben starke Schneefälle ein­gesetzt. Der Eisenbahnverkehr ist sehr erschwert. Auf den Landstraßen ist der Verkehr fast vollkommen unterbrochen. In Braila geriet der ganze Straßen­verkehr ins Stocken. Im Hafen sind alle Schiffe eingefroren. Die Telephon- und Telegraphen­leitungen sind zerstört. Die Gendarmerie unternimmt

Der Reichsbischos hat den Reichssührer der knne- ren Mission, Präsident Themel, beauftragt, auf Grund des am 18. Oktober 1933 zwischen der Deut­schen Evangelischen Kirche und dem Zentralaus- schuß für innere Mission geschlossenen Ab­kommens, eine Verfassung der inneren Mission und des Äentralausschusses auszuarbeiten. Die Ver­fassung soll den engen Zusammenschluß aller Ver­bände und Einrichtungen der inneren Mission unter einer mit Vollmacht ausgestatteten Führung ver­bürgen.

Im amerikanischen Kongreß wird von demokra­tischen Abgeordneten ein Gesetzentwurf eingebracht, der die Einführung einer Lohn- und Gehaltssteuer für Arbeitslosenhilfe als erster Schritt zur Einfüh­rung einer allgemeinen Arbeitslosenversi­cherung vorsieht. Von der Lohnsteuer sind aus­genommen besonders niedrige Einkommen und einige Berufe, wie landwirtschaftliche Angestellte, Hausangestellte und Angestellte in Krankenhäusern.

In einer Pressekonferenz erklärte der Sprecher des japanischen Außenministeriums, die japanisch- italienischen Beziehungen seien nach den Vorstellungen Japans in Rom wegen der Stellung­nahme Mussolinis zum Fernen Osten völlig be­reinigt. Japan freue sich, die freundschaftlichen Beziehungen zu Italien und besonders zum Regie­rungschef Mussolini festst-llen zu können.

Wieder Nutze im westaustralischen Goldminengebiet.

London, 3. Febr. (DNB.) Die Unruhen im Goldminengebiet von Kalgoorlie (Westaustralien) sind durch eine Vereinbarung zwischen den Minen­kammern und den Minenarbeitern beendet worden. Die Minenarbeiter sind bereit, am Montag die Arbeit wieder aufzunehmen, nach­dem ihnen versprochen worden ist, daß fein nicht­naturalisierter Ausländer in Zukunft in den Goldbergwerken angestellt werden wird. Die Zahl der verhafteten Personen beträgt 66.

tx Welt.

überall Streifen, um die Wölfe zu erlegen ober min­destens zu vertreiben, die zur Landplage geworden sind. In Husi am Pruth drang in den Abendstun­den, von Frost und Schneesturm getrieben, ein Rudel Wölfe in die Stadt und gelangte bis zum Bahnhof, wo es von Polizisten und Bahnbeamten unter Feuer genommen wurde.

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Es hat sogar in Tetuan (Nordafrika) geschneit, ein außerordentliches Ereignis für die Eingebore­nen, die sich nicht erinnern können, daß es je bei ihnen geschneit hat. Der Hafen von Algier ist von einem schweren Sturm heimgesucht worden. Hohe Wellen brandeten gegen die Mauern der Kais. Der neue Quai Mustafa in einer Länge von 200 Meter zerstört worden. Bei Bergungsarbeiten auf einem gefährdeten Dampfer kam ein Offizier ums Leben.

Schweres Lawinenunglück in Italien. 8 Tote, 10 Verletzte.

Aus Rom wird gemeldet, baß in ben Apenninen, in der Gegend von Ancona, eine gewaltige Lawine niedergeganaen ist. Mehrere Ortschaften sollen unter den niederstürzenden Schnee- und Erd­massen schwer gelitten haben. Truppen wurden zur ersten Hilfeleistung entsandt. Der kleine Weiler Monte Robbiano soll fast vollständig verschüttet sein. Das Unglück forderte 8 Tote und 10 Per­letzte.

(Eine ganze Familie ertrunken.

Auf tragische Weise kam in Nimschütz an der Spree eine ganze Familie ums Leben. Die vier­jährige Tochter des Ehepaares M a l ch e r war mit ihrem Schlitten auf dem Eise der Spree eingebro­chen. Als die Mutter des Kindes ins Wasser sprang, um ihp Kind zu retten, geriet sie selbst in die Ge­fahr des Ertrinkens. Darauf eilte der Ehemann Malcher beiden zu Hilfe. Auch ihm gelang es nicht, feine Angehörigen zu retten. Er brach selbst ein, und bevor weitere Hilfe zur Stelle war, ertrank die dreiköpfige Familie.

Brand im MünchenerColosseum".

Im Bühnenhaus des MünchenerColosseums" war ein Brand ausgebrochen. Die Feuerwehr, die wegen der starken Rauchentwicklung mit Gasschutz­geräten vorgehen mußte, konnte das Feuer bald eindämmen. Verbrannt ist ein Teil der Bühnen­dekoration. Der Zuschauerraum wurde nicht in Mitleidenschaft gezogen. Die Untersuchung über die Brandursache ist im Gange. Das Feuer wurde von einer Reinemachefrau entdeckt. Es foll plötzlich ein explosionsartiger Knall erfolgt fein, worauf Flam­men hinter dem eisernen Vorhang hervorschlugen.

Neun Schwerverletzte bei einem Autounglück.

In der Nähe des Moselortes Dieblich ereignete sich ein Verkehrsunglück. Ein Lieferwagen, der mit acht Marktfrauen aus verschiedenen Dör­fern des Hunsrück vom Koblenzer Markt nach Haufe fuhr, verunglückte kurz vor Weltersbach. Der Lieferwagen wollte einem aus entgegengesetzter Richtung kommenden Lieferwagen ausweichen. Hierbei verlor der Wagenführer des Koblenzer Wa­gens infolge der Glätte auf der vereisten Land­straße die Gewalt über den Wagen. Der Wagen stürzte eine drei Meter hohe Böschung nach Der Mosel zu ab. Die acht Marktfrauen trugen zum größten Teil schwere Kopf- und innere Verlei­tungen davon. Auch der Wagenführer mußte schwer verletzt dem Krankenhaus zugeführt werden. Der Wagen, der sich mehrere Male überschlug, wurde zerttümert.

Schweres Schadenfeuer in der Pfalz.

Bei Westheim (Pfalz) entstand aus bisher unge­klärter Ursache in einer Getreidemühle ein Groß- feuer, dem ein mit über 1000 Sack Mehl und Getreidevorräten gefüllter Lagerschuppen sowie ein neu errichtetes und mit neuen Maschinen ausge- ftattetes Betriebsgebäude zum Opfer fielen. Die Feuerwehr konnte nach großen Anstrengungen den Brand auf feinen Herd beschränken, so daß Wohn­haus und Stallungen verschont blieben. Der rund 300 000 RM. betragende Schaden ist, wie verlautet, durch Versicherung gedeckt. Die Mühle war vor wenigen Jahren schon einmal einem Brande zum Opfer gefallen.

Empfindliche Strafen für Steuerflüchtlinge.

Das Düsseldorfer Schöffengericht verurteilte wegen Steuerflucht in Abwesenheit die Witwe des früheren Besitzers der Düsseldorfer Lokalzeitung Frau Isaak Thalheimer zu acht Monaten G e - fängnis und 80 000 Mark Geldstrafe,

ferner Dr. Siegfried Thalheimer und desien Ehefrau S. Thalheimer zu acht bzw. vier Monaten Gefängnis und 30 000 Mark bzw. 20 000 Mark Geldstrafe. Die hinterzogene Steuer beträat rund 104 000 Mark. Die drei Verurteilten befinden sich zur Zeit im Saargebiet.

200 Rundfunkempfänger in Berlin verteilt.

Die Hauptabteilung Rundfunk des Gaues Groß- Berlin hat im Rahmen der D r. ebb eis- Geburtstagsspende" eine Sammlung von Rundfunkempfängern veranstaltet, die durch die Gaufunkwarte - Organisation durchgeführt wurde. Neben Spenden aus dem Volk hat vor allem auch die Industrie zum Gelingen des Sammelwerkes bei­getragen. In der Hauptsache gingen nichtgebrauchs- ertige Geräte ein, die von den Funkwarten in mehrwöchiger Arbeit erst hergerichtet werden muß­ten. Im großen Sendesaal des Berliner Funkhauses wurden jetzt diese Geräte, insgesamt 200, a n Opfer des Krieges und der Arbeit ver­teilt. Jedem der Beschenkten wurde ein Funkwart beigegeben, der sofort eine fachgemäße Einrichtung der Empfangsanlage vornahm. So ist die Dr. Goebbels-Geburtstagsspende zu einer Tat echter Volksgemeinschaft geworden, für viele Hunderte ein beglückendes Geschenk.

KreuzerKarlsruhe" in Samoa.

DerKreuzerKarlsruhe" ist in Avia (Samoa) eingetroffen, konnte aber wegen des hohen Seeganges den Hafen nicht anlaufen. Die von der deutschen Kolonie zum Empfang derKarlsruhe" getroffenen Vorbereitungen mußten infolge schwerer Regenfälle unterbrochen werden.

Zusammenstöße zwischen Mohammedanern und Polizei in Indien.

Nach einem amtlichen Bericht ist es im Pundschab, besonders in der Staat Sialkot, zu schweren moham­medanischen Ausschreitungen gekommen, die an die Unruhen vom Jahre 1931 im Bezirk Kaschmir erinnern. In Sialkot bildeten zahlreiche Moham­medaner nach einer Hetzrede in einer Moschee trotz des bestehenden Verbotes einen Demonstrationszug; die Polizei, die sich vergeblich bemühte, die Menge auseinanderzutteiben, wurde mit Steinen be­worfen. Mehrere Beamten erlitten Verletzun­gen. In Avantipur, wo die Polizei ebenfalls von mohammedanischen Demonstranten mit Steinwürfen bedroht wurde, muhten die Beamten sogar von der Schußwaffe Gebrauch machen, lieber die Zahl der Verletzten ist noch nichts bekannt.

Ausschreitungen beim Reuyorker kraftdroschkenslreik.

Der Streik der Kraftdroschkenfahrer in Neuyork hat zu schweren Ausschreitungen geführt, die sich nicht nur gegen Streikbrecher, sondern auch gegen deren Fahrgäste richteten. An der Ecke des Broadway und der 47. Straße wurde eine Dame im Abendkleid aus einer Taxe geholt und derartig geschlagen, daß sie bewußtlos wurde. 40 Kraftdroschken wurden dadurch schwer beschädigt, daß die Streikenden, durch Pöbel verstärkt, die Fensterscheiben zerschlugen, die Wagentüren ab­rissen und die Reifen zerschnitten.

Blutiger Kamps zwischen Polizei und Banditen in USA.

Bei einem Kampf zwischen Polizei und vier Ban­diten in Sapulpa (Oklahoma) wurden zwei Poli­zisten getötet. Von den Banditen wurden zwei getötet und die beiden anderen, einer von ihnen schwer verwundet, verhaftet. Als die Verhaf­teten ins örtliche Gefängnis gebracht worden waren, versammelte sich alsbald eine aufaeregte Volks­menge, und die Behörden schickten schleunigst eine Kompanie Miliz an Ort und Stelle ab, um einen Lynchversuch zu verhindern.

Raubmord an einem katholischen Priester in Aegypten.

Ein 52jähriger katholischer Geistlicher namens John Corden wurde in seinem Hause in Helmia, ungefähr zehn Kilometer von Kairo entfernt, er« mordet. Die Verbrecher hatten ihm, offenbar nach heftigem Widerstand, die Kehle durchschnit- t e n und dann das Haus geplündert. Aus zahl­reichen Fingerabdrücken und Fußspuren schloß die Polizei, daß drei Personen an dem Verbrechen be­teiligt waren. Später wurden drei verdächtige Män­ner verhaftet. Garben hat als Armeekaplan am Weltkrieg teilgenommen und war mehrfach in De­peschen rühmlich erwähnt worden.

Wettervoraussage.

Durch den Vorüberzug einer kräftigen Störung im Norden wird der hohe Druck, dessen Kern sich immer noch über den britischen Inseln befindet, nach und nach eingeengt. Dabei fließt mildere Luft nach Deutschland und wirkt sich einerseits auf die Temperaturen aus, die allerdings nachts noch unter den Gefrierpunkt ^urückgehen, anderseits führt sie zu nebliger Bewölkung und dürfte stellenweise auch Anlaß zu leichten Niederschlägen geben, die teils als Schnee, teils als Regen fallen werden.

Aussichten für Dienstag: Nkblig-wolkig mit vorübergehendem Aufklaren, etwas milder, nachts noch Frost, vereinzelt etwas Niederschlag.

Aussichten für Mittwoch: Weiterhin neblig-bewölkt und Neigung zu Niederschlägen.

Lufttemperaturen am 4. Februar: mittags1,9 Grad Celsius, abends0,5 Grad; am 5. Februar: morgens0,9 Grad. Maximum 2,4 Grad, Mini­mum 2,2 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 4. Februar: abends0,6 Grad; am 5. Fe­bruar: morgens0,9 Grad Celsius. Sonnen­scheindauer drei Stunden.

Amtliche Mntersporlnachrichlen.

Vogelsberg. Hoherodskops: Wolkig, 11 Grad, 60 bis 65 cm Pulverschnee, Sportmög- lichkeit sehr gut.

Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich Wilhelm Lange, für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot, für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Deck, verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. 11700. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K. G., sämtlich in Gießen.

Millionen beginnen den Tag Millionen beschließen den Tag

mit Chlorodont

Und Sie, lieber Leser? Denken Sie daran« Sie brauchen alle Ihre Zähne - alle Ihre Zähne brauchen Chlorodontl