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Nr. 3V Erstes Blatt

184- Jahrgang

Montag, S. 8ebruarlstZ4

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Gietzener Anzeiger

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Paris, 5. Febr. (DRV. Funkspruch.) In der

Aufführung ebenfalls zu heftigen Kundgebungen,

auf

lich

in

über die die Linkspresse möglichst hinwegzugehen versucht. Rach dem Bericht desEcho de Paris" hielt, nachdem der Vorhang hochging, auf der Bühne ein Zuschauer eine Ansprache, in der er sich

halten und der aus der Polizeipräfektur allmählich einen Staat im Staate gemacht habe. Jetzt sei bewiesen, daß die Absetzung Chiappes schon viel früher stattgefunden haben könnte.

Die politische Ausschlachtung der Regierungsum­bildung wirkt sich in der Presse besonders aus. Die Opposition sagt der Regierung und ihrer Links- mehrheit schärfste Fehde an. DasEcho de Paris" behauptet, daß Innenminister Frot die Rundfunk­oerbreitung des Schreibens Chiappes an Daladier unterbunden habe. Frot habe auch gelogen, wenn er erkläre, daß die Pariser Polizei die Maßnahmen der Regierung ruhig hingenommen habe.Le Jour" befürchtet, daß das gesamte Parla­ment in eine Krise gerate. Die Links­presse versucht, die verschiedenen Zwischenfälle zu verkleinern. Sie sieht in dem Vorgehen der Re­gierung nur den Beweis für ein autoritäres Durch­greifen, das ihr auch eine parlamentarische Stabili­tät sichern werde. Der Beschluß der Sozia­listen, ihre feindselige Haltung gegenüber dem Kabinett aufzugeben, wird von diesen Blättern besonders begrüßt und als Wiederaufleben des Kartells der Linken gefeiert.

fügungen befannfgegeben, die er erlassen hat; um Zuwiderhandlungen gegen die Gesetze über den Schuh des Getreidemarktes sofort zu ahnden.

stimmungen, sondern den grundlegenden Charakter des Balkanplanes. Es handelt sich darum, ob dieser nur die Bedeutung eines Nichtangriffsab­kommens oder das eines Grenzgarantie-

zufrieden fein. Gegner Chiappes machten diesem zum Vorwurf, daß er d i e letzten Straßen- kundgebungen in Paris zu wenig energisch unterdrückt, ja sie sogar so ein bißchen selb st vorbereitet habe. Auch sei das Gerücht im Umlauf, daß der Ministerpräsident die Entsendung einer beträchtlichen Abteilung Mobil- garde aus Versailles nach Paris angeordnet habe, die vor allem die Aufgabe hätte, am Dienstag das Kammergebäude während der Sitzung z u f ch ü tz e n , in der sich das Kabinett dem Parla­ment vorstellen werde. DemJournal" erklärte der Abgeordnete T a r d i e u , die Absetzung Chiappes sei eine rein politische Maßnahme. Die Regierung habe den Altsozialisten im Austausch ihrer Stimmen den Kopf Chiappes angeboten. Journ£e industrielle sagt kurz und bündig: Ma­rokko ist nicht eine Strafkolonie für Polizeipräfekten.

Die Sozialisten sind mit der Maßnahme gegen Chiappe zufrieden. DerPeuple" schreibt, die öffentliche Meinung werde die Absetzung Chiappes mit großer Genugtuung aufnehmen. Die Bevölke­rung von Paris habe einen mächtigen Polizeimann satt gehabt, der die Regierungen im Schach ge-

Zuschauer empörte, die Hochrufe auf Fabre aus­brachten und die Entfernung des neuen Intendanten Thome forderten. Sie riefen im Chor:p f u i! Daladier zurücktreten! z u r ü ck t r e t en !" Der Lärm dauerte minutenlang an. Das Stück konnte erst beginnen, nachdem die

dem Finanzmini ft erium anzuglie­dern. 3m Einvernehmen mit dem Landwirtschafts­minister hat der 3ustizminister ferner die 13er-

Belgr ad, 4. Febr. (DNB.) Die Balkan-Konfe- renz ist am Sonntag zum Abschluß gebracht wor­den. lieber das Ergebnis wurde folgende amtliche Mitteilung ausgegeben:

Die Außenminister der Türkei, Grie­chenlands, Rumäniens und Süd- s l a w i e n s traten am Sonntag zur Schluh- konferenz zusammen und paraphierten den endgültigen Wortlaut des Valkaupaktes. Die Minister entschlossen sich, dieses Dokument noch im Laufe der kommenden Woche in Athen zu unterzeich­nen. Der Wortlaut des Paktes wird nach der Unterzeichnung veröffentlicht werden.

Die Einigung scheint einige Schwierigkeiten be­reitet zu haben. Programmgemäß hätte die Konfe­renz nämlich schon am Sonntag beendet sein sollen. Wie verlautet, soll es bis zuletzt ungewiß gewesen sein, ob eine Einigung Zustandekommen werde. Die Außenminister von Griechenland, Rumänien und der Türkei verlassen Belgrad heute abend, um ihren Regierungen Bericht zu erstatten. Die gegensätz­lichen Auffassungen betrafen nicht nur einzelne Be-

Paul-Boncour tritt als Kriegsministerm das Kabmerl Daladier ein

Der pariser Polizeipräfekt Chiappe entfernt.-Oaladier muß zwei Minister austauschen. - Oie pariser Bevölkerung äußerst erregt. Gespannte Erwartung auf den Verlauf der Kammersihung am Dienstag.

Die erste Panne.

Paris, 4. Feb. (DRV.) Kriegsminister Fabry und Finanzminisier pletr i haben dem Minister­präsidenten Daladier ihren Rücktritt erklärt, weil dieser den pariser Polizeipräsidenten Ehiappe von seinem posten-entfernt hat und ihm das Amt des Generalresidenten für Marokko angeboten hat. Der Ministerpräsident hat das Rücktrittsgesuch der beiden Minister angenommen und den radikalsozia­listischen Abg. Marchandeau, der im letzten Kabinett Ehautemps Bubgetminiffer war, zum Fi­nanz- und Budgetminister und den Abg. Paul- Boncour, der im Kabinett Ehautemps das Außenministerium leitete, zum Kriegsmini st er ernannt.

Die beiden zurückgetretenen Minister schrieben an Daladier, daß das Kabinett die Aufgabe übernom­men habe, das Ansehen des Staates wieder herzu­stellen. 3m Ministerrat vom Samstag fei aber zwi­schen der Mehrheit der Kabinettsmitglieder und dem Kriegs- und Finanzminister eine tiefgehende Meinungsverschiedenheit über d i e Wege und Mittel entstanden, die im gegen­wärtigen Augenblick geeignet seien, zum Ziele zu führen. Wir halten es daher für eine Pflicht der Loyalität, so erklärten die beiden Minister in ihrem

Oer Balkanpakt paraphiert

Wird Bulgarien die Möglichkeit des Beitritts erhalten?

Paktes erhalten solle. Für die erste Lösung trat Jugoslawien ein, um damit Bulgarien entgegenzukommen, das sich bekanntlich zum Abschluß von Nichtangriffsoerträgen bereiter­klärt hatte. Um die zweite Lösung bemühten sich Ru­mänien, Griechenland und die Türkei. Die Verhandlungen werden voraussichtlich ein Kom­promiß zwischen den beiden Vorschlägen ergeben haben. Wie verlautet, will Südslawien noch vor der Veröffentlichung den vereinbarten Text in Sofia bekanntgeben und um die Bulgarische Stellung­nahme ersuchen. Die Unterzeichnung soll bann den nächsten Wochen in Athen erfolgen.

Chiappe!" undNieder mit dem Ministerium Dala­dier!" wechselten sich ab.

Bei den Kundgebungen traten neben den Anhän­gern der Action Frangaise einige Abteilungen von Blauhemden auf, die der jungen Bewegung der F r a n c i st e n" angehören, die faschistischen Grund­sätzen huldigen. 57 Verhaftungen wurden oorgenom- men. Der neue Pariser Polizeipräfekt Bonnefoy- S i b o u r leitete persönlich die polizeilichen Abwehr­maßnahmen.

Oie Vorbereitungen für den kritischen Dienstag.

Auswärtige Garnisonen werden herangezogen.

Paris, 5. Febr. (DRV. Funkfpruch.) Die Spannung in Paris ist fast bis zum Siede­punkt gestiegen. Richt nur die r e ch t s st e h e n- ben Verbände fordern ihre Anhänger auf, a m Dienstag gegen die Regierung zu manifestieren, dieeine Herausforderung an alle ehrlichen Elemente fei", sondern auch die Kom­in u n i st e n scheinen sich zu rüsten. Die Sozia- l i ft e n ihrerseits haben eine Art Alarmbe­reitschaft eingerichtet. DieAction Fran^aise hat die Parole ausgegeben, sich für einen neuen Schlag gegen das Regime bereit­zuhalten. Angesichts dieser, von den verschiedenen politischen Richtungen angekündigten Kundgebungen hat die Regierung es für notwendig gehalten, Vor­kehrungen zu treffen. Einige Blätter berichten, daß nicht nur die pariser Polizei und Garni- s o n zum Einschreiten bereit siehe, sondern daß auch verschiedene Garnisonen in der Rähe von Paris Befehl erhalten haben, sich marschbereit zu halten.Le 3our meldet, daß Truppen aus Eompiögne nach Paris unterwegs seien und daß man insgesamt zwei Divisionen bei den um Paris liegenden Garnisonen angefordert habe.

Äiesenkrach in der Eomedie Aanyaise

pfuige änge auf Daladier.-Die Slraßenkundgebungen halten an.

In den späten Abendstunden des Sonntags kam es auf den großen Parisek Boulevards in der Nähe der Oper wieder zu Kundgebungen der Anhänger der Action Fran$aise. Es hatten sich etwa 2000 De­monstranten eingefunden, die immer wieder Rufe gegen das Kabinett Daladier ausbrach­ten. Die Hauptursache der Kundgebung scheint die Absetzung des Pariser Polizeipräfek­ten Chiappe zu sein, weil man in rechtsstehen­den Kreisen darin einen Sieg der Sozialisten erblickt, die seit langem den Rücktritt des Polizei­präfekten gefordert haben. Unter Absingen royalisti­scher Lieder gingen die Demonstranten verschiedent- ' die Polizei los. Rufe wieEs lebe

stungsverhandlungen hervor.

Der Zwiespalt in der Dolisuß-Froni.

Starhemberg gegen die Christlich-Sozialen

Innsbruck, 4. Febr. (DNB.) Am Sonntag- fxüh $raf der Führer der österreichischen Heimat­mehren, Fürst Starhemberg, in Innsbruck em. Mittags fand ein Appell der in der Landeshaupt­stadt aufgebotenen Heimatwehrabteilun­gen statt, bei dem Dr Steidle und Fürst Starhem­berg Ansprachen hielten. Bemerkenswert in der Rede Starhembergs war die außerordentliche Schärfe, mit der er sich ausschließlich gegen die Führer der Christlich-Sozialen Par­tei wandte. Er erklärte, wenn der Obmann der Christlich-Sozialen Partei, Abg. Czermak, in Oesterreich noch reden wolle, habe die Heim- wehr in dieser Front nichts mehr zu suchen. Wenn Dollfuß noch länger mit durchgrei­fenden Maßnahmen zögere, dann würden die öster­reichischen Heimwehrleute bald nicht mehr hin­ter ihm stehen. Starhemberg forderte schließlich die Entfernung aller demokratischen Parteiführer aus dem jetzigen Regime.

Die Verhandlungen zwischen der Heimatwehr und der Bundesregierung wegen der bekannten Forderungen sind noch nicht abgeschlossen, haben sich aber so zugespitzt, daß mit einem offenen Konflikt gerechnet werden muß. Im Laufe des Tages find zahlreiche Papierböller zur Erplo^ fion gebracht worden. 15 Nationalsozialisten aus Tirol wurden am Sonntag in ein Konzentra- tionslager nach Niederö st erreich ge­bracht. Unter ihnen befindet sich der Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Erdkunde, Universitäts- Professor Dr. Friedrich Metz. Die Häftlinge wur­den gefesselt abgeführt.

Englische Bedenken gegen eine Anrufung des Völkerbundes.

London, 5. Febr. Zur Frage einer Anrufung des Völkerbundes durch Oesterreich schreibtDaily Telegraph": Das österreichische Kabinett wird morgen über seinen n ä ch st e n Schritt im Streit mit Deutschland entscheiden. Es ist f ü r e i n e Berufung an den Völkerbund, würde aber gern vorher Gewißheit darüber haben, daß es die Unter st Ützung Frankreichs, Groß­britanniens und Italiens erhält. Wäh­rend des Wochenendes empfing Dr. Dollfuß die Vertreter der drei genannten Mächte in Wien, die österreichischen Gesandten in London, Paris und Rom suchten die dortigen Außenministerien auf. Die britische Regierung wird einer Be­rufung Wiens an Genf kein Hindernis in den Weg legen, denn als Mitgliedsstaat hat Oesterreich unzweifelhaft das Recht dazu. In London und Rom bestehen aber beträchtliche Bedenken hin­sichtlich der Frage, ob ein solches Verfahren und der dafür gewählte Augenblick am besten geeignet für die Lage ist.

Berufungsverhandlung im Prozeß gegen Kommerzienrat Röchling.

Saarbrücken, 3. Febr. (DNB.) Am Sams­tagvormittag begann vor dem Obergericht in S a a r l o uis die Berufungsoerhandlung im Pro­zeß gegen den Kommerzienrat Röchling wegen Aufreizung der Bevölkerung durch ein Flugblatt, für das Röchling verantwortlich ist. Gegen Verlags­direktor Hall von derLandeszeitung" als Drucker dieses Flugblatts und die Erwerbslosen August M e r ch e r, Ernst H i l l m a n n und D i b o wegen Verbreitung des Flugblatts. Im ganzen sind 45 Zeugen geladen. I n er st er Instanz waren sämtliche Angeklagten von der Strafkammer Saar- brücken freigesprochen worden. Den Vorsitz i»

Handlungen jene Auffassung vollständig durchgesetzt habe, die eine weitgehende gegenseitige Garantie der Grenzen gegenüber Bulgarien, aber auch gegenüber allen anderen Staaten fordert. Die halbamtliche Wreme" erklärt, daß Südslawien, Rumänien, Griechenland und die Türkei, die gegenseitige Bürgschaft für ihren politischen und territorialen Status quo übernommen und sich darüber hinaus zu völliger Solida­rität in allen wirtschafts- und handels­politischen Fragen verpflichtet hätten, die für die vier Länder von Belang seien. Die politischen Folgen dieses Abkommens seien bedeutend. Die Un­terzeichnermächte brauchten von nun an nicht mehr für ihre Sicherheit zu fürchten, weil sie mit ver­einten Kräften ihre Interessen ver­teidigen würden. Sie stellten nunmehr a uch gebietsmäßig eine Einheit dar, die sich gegen jeden Angriff, komme er von welcher Seite, immer zur Wehr setzen müßten. Bulgarien könne dem Pakt beitreten, wenn es glaube, daß es seine Pflicht sei, an der Befriedung des Balkans mitzuarbeiten.

Auch diePolitika" teilt mit, daß die vier Mächte alle Garantien übernommen hätten, um sich ihren gegenseitigen Besitzstand zu verbürgen. Das Blatt fragt, welchen Standpunkt Bulgarien gegen­über dem Pakt einnehmen werde. Wolle Sofia auch weiterim Kielwasser fremder Intrigen" schwim­men, oder wolle es sich vor vollendeten Tatsachen beugen und sich zu seinen Nachbarn gesellen? Die Politik des Zauderns sei für Bulgarien fruchtlos. Nur der Beitritt zum Balkanpakt stelle die rettende Lösung dar.

Beide Blätter heben die Bedeutung des Paktes gegenüber der fortschreitenden Ohnmacht des Völkerbundes und gegenüber den A b r ü

3m Anschluß an den Kabinettsrat hat Minister- Menge ihrem Unmut durch einen pf uigefang Präsident Daladier folgende Erklärung abge- auf Daladier nach einer bekannten geben: Der Ministerpräsident, der verantwortlich ist Schlagermelodie Ausdruck gegeben hatte, für die Regierungsautorität, lehnt jedePresfe- Diese Szenen wiederholten sich; in den Wandel- Polemik ab. Er ist nur darauf bedacht, seine gängen sind einige Zuschauer beinahe handge- Dfl'.chl gegenüber dem Lande zu erfüllen. Er ist mein geworden. Rach Schluß des Theaters seh- entschlossen, volle Klarheit über die Sta- (en viele Zuschauer auf der Straße ihre Pfuirufe visky-Angelegenheit zu schaffen und in gegen die Regierung und besonders Daladier fort. Zukunft Unregelmäßigkeiten, wie sie vorgekommen > sind, unmöglich zu machen. Er wird sich durch nichts aufhalten lassen. Der Ausschuß, der nach dem Zusammentritt des Parlaments beauf­tragt werden wird, die Stavisky-Angelegenheit bis auf den Grund zu prüfen, wird sofort alle notwen­digen Schriftstücke erhalten, die er für die Erfüllung feiner Aufgabe benötigt, und vor allem die vollstän­dige Liste der von Stavisky ausgestellten Schecks.

Der Sturz ßbiar

Heftige Kritik in der Rechtspresse. Die Sozialisten sind beftiedigt.

P a r i s , 4. Febr. (DNB.) Der bisherige Pariser Polizeipräfe.kt Chiappe hat an den Minister­präsidenten Daladier ein längeres Schreiben ge­richtet, in dem er sein Erstaunen über feine plötzliche Absetzung zum Ausdruck bringt. Der Ministerpräsident und der Innenmini­ster hätten ihm noch vor wenigen Tagen, der letztere sogar noch kaum vor 24 Stunden, so viele Versiche­rungen der Achtung und der Anhänglichkeit ge­geben, daß er in keiner Weise ihre-Absicht, ihn ab­zusetzen, hätte ahnen können. Die unerklärliche, all­zu edelmütige Beförderung, die man ihm anbiete, sei nach seiner Ansicht nur eine auf Miß­trauen zurückzuführende Maßnahme. Deshalb lehne er sie ab. Der Präfekt des Seine-Departements, R e n a r d , hat dem Innenminister seinen Rück­tritt mitgeteilt. Seine Tätigkeit sei zu sehr mit der des Polizeipräfekten Chiappe verbunden gewesen, als daß er nach dessen Absetzung noch im Amte bleiben könne. Er stehe auf dem Standpunkte, daß die gegen Chiappe getroffene Maßnahme nicht dem Interesse der Stadt Paris entspreche.

Echo de Paris" berichtet, daß Ehautemps in den Wandelgängen der Kammer erklärt habe, die Absetzung des Sicherheitsdirektors Thome fei ebenso ungerechtfertigt, wie die Chiappes. Er, Chau- temps, finde es fairer, die Regierung meilergelegt zu haben, als auf diese Weise im Amte zu bleiben, wie es jetzt die Regierung Daladier tue. ,,L Ordre fügt hinzu, daß Ehautemps die Absetzung T h o m e s als einen Skandal bezeichnet Habe, auch mit der Versetzung seines Schwagers, des bisherigen Gene­ralstaatsanwaltes P r e s s a r d , könne man nicht

Gegenseitige Garantie des Besitzstandes.

Belgrad, 5. Febr. (DNB. Funkspuch.) lieber den Inhalt des am Sonntag paraphierten Balkan­pakts berichten die Blätter, daß sich bei den Der-

Schreiben, Sie zu bitten, auf unsere Mit­

arbeit zu verzichten, noch bevor sich die Re- , _ _

gierung dem Parlament vorgeslellt hat und solange Eomedie Fran<?aife kam es während der es dem Herrn Ministerpräsidenten noch leicht fällt, ohentniu ,« hoKinpn finnbnohnnaen.

die erforderliche Unterstützung zu finden.

Ministerpräsident Daladier hat im Kabinettsrat am Sonntagvormittag Paul-Boncour und Mar­chandeau dafür gedankt, daß sie das Kriegsminisie- tium bzw. das Finanzministerium übernommen gegen die Entlassung drs bisherigen haben. Der kbainettsrat hat beschlossen, bie(Sene-<3ntenbanten Fabre wandte. Er behauptete, ralinfpeMion für Kreditwesen, die vor daß niedrige politische Machenschaften schuld seien, einigen 3ahren dem Handelsministerium angeglie-' Der Redner wurde von dem polizeilichen Ordnungs- bert worden war, mit sofortiger Wirkung wieder dienst zum Schweigen gebracht, was die