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Oberheffen.

Grenzen Deutschlands hinaus bekannt werden. Für seine Arbeit wurde Professor Becker vom P a p st Pius XL mit dem Sylvesterorden ausgezeichnet.

Opel-Gedächtnisstiftung für 10 000Mark Lose

Preußen

sehr

Aus aller Welt

wis-

eden Kräften zu unterstützen, damit er

Aufwärts aus eigener Kraft!

Denkt daran am 7. Januar!

Am ersten Eintopfsonntag im neuen Jahr!

Wie erst jetzt aus Island nach Berlin gemeldet wird, fand auf Veranlassung der isländischen Re­gierung in den letzten Tagen des vergangenen Jah­res im Dom zu Reykjavik eine ergreifende Trauerfeier für die bei der Rettung eng«

sches wurde, feierlich begrüßt, die Fahne elnge« p. e n b e ro e g u n o Hans v. L u p k e r,t am bracht. Sodann begrüßte der erste Führer K. V o l z r, r cy Neujahrstages unerwartet an den tfol-

«lle Erschienenen. Den Mitgliedern G. Lotz, Fritz & Schlaganfalls im Alter von 67 Jahren

Schmidt, G. Schmidt, Aug. Hisgen, Ehr. gev emes g pfarramtnd)(? Vauf=

Ximmer überreichte er Ehrenbriefe und ermahnte g e s . 1925 wirkte er als Super-

k in echter Turn°rtr-u« weiterhin den Verein^m.t Seitdem lebte er

<D Niederweidbach, 4.Ian. Von der Deut­schen Volksbühne (Notgemeinschaft deutscher Büh­nenkünstler) unter der künstlerischen Leitung von K. H. Dresse! (Oehrn) wurde hier im überfüllten Saale der Gastwirtschaft Rentsch das Schauspiel Schlageter" gegeben. Die Aufführung war sehr gut, das Publikum zollte reichlich Beifall.

Gtadtgeschichte in Gedenktafeln.

LPD. Worms, 4. Ian. Zur Wachhaltung der Erinnerung an weltgeschichtliche Ereignisse und zur Kennzeichnung verschwundener Wormser Bauten von nationaler Bedeutung wurden in Worms an drei Stellen der Stadt große bronzene Gedenk­tafeln, gestiftet von Wormser Bürgern, ange­bracht. Am Freiherr von Heylschen Schlößchen am Schloßplatz, einer der denkwürdigsten Stätten des Abendlandes, hält eine Tafel die Erinnerung wach an Römer-, Nibelungen- und Reichstagsherrlich­keit. Hier stand Gunters Königsburg, der Palast Karls des Großen, und hier, im späteren Bischofs­hof, sprach am 21. April 1521 Luther sein ent­scheidendes Wort vor Kaiser und Reich. Im Mittel­punkt der bürgerlichen Stadt erzählt am Cornelia- num eine Tafel in knappen Worten vom einstigen Prunkrathaus der Freien Stadt mit den Fresken aus dem Siegfriedslied, von der Münze und dem liedberühmten Kaisersaal. An der Stelle der Luther­herberge in der Haardtgasse kündet die Tafel vom Iohanniterhof, der Herberge Dr. Martin Luthers 1521. Alle bedeutsamen Bauten der Stadt Worms sanken 1689 in französischer Zerstörungswut dahin. Nun künden Tafeln von der alten Größe, Macht und Herrlichkeit.

Nach Osthofen kamen ...

Worms, 4. Jan. (LPD.) Die Staatspolizeistelle teilt mit: In das Konzentrationslager Osthofen wurden eingewiesen: Ein Maurer aus Wiesoopen- heim, weil er die von einem Landwirt in die Winterhilfe gelieferten Kartoffeln wahrheitswidrig als Schweinefutter bezeichnet hatte; ein arbeitsloser Bergmann aus Worms, weil er den Reichstags- brandstifter van der Lubbe als unschuldig bezeich­nete und behauptete, ein nationalsozialistischer Reichstagsabgeordneter sei der Täter; ein tschechi­scher Staatsangehöriger und dessen Geliebte aus Worms, weil beide ihre Lebensmittelpakete und ihre Gutscheine für Fett, Kohlen und sonstige Lebens­mittel verkauft haben; ferner wurden vier Perso­nen eingewiesen, weil sie versuchten, den Staat und desien Organe verächtlich zu machen.

$ür 10000 Mark Arbeitsbeschaffungs-Lose.

LPD. Rüsselsheim, 4.Ian. Der Vorstand der Adam O p e l - A G. hat zugunsten der Adam

6in kostbarer Ring Kaiser Heinrichs IV. im Speyerer Domschah.

Anschlag auf einen Eisenbahnzug.

LPD. F ra n k f u r t a. M., 4. Ian. Am Mittwoch um 21.19 Uhr mußte kurz hinter dem Einfahrts­signal in den Sachsenhäuser Bahnhof ein Z u g 0 0 n Offenbach halten, weil zwei eiserne Schwellen quer über den Gleisen lagen. Da der Zug schon langsam fuhr, schob die Loko­motive die Schwellen ein Stück vor sich her und stieß sie dann zur Seite. Ein Entgleisen erfolgte nicht, und auch Personen wurden nicht verletzt. Wenn auch Menschen nicht zu Schaden kamen und kein Materialschaden entstand, so ist die Tat doch als Transportgefährdung anzusehen, die schwer bestraft wird. Die Bahnpolizei hat mit Hunden sofort die vorhandenen Spuren verfolgt. Die Reichsbahndirek­tion Frankfurt a. M. hat für die Ergreifung der Täter eine Belohnung von 200 Mark ausgesetzt. Der Betrag wird unter Ausschluß des Rechtsweges verteilt.

Gekängnis wegen Tiermihhandlung.

LPD. F r a n k f u r t a. M., 4. Ian. Im Sachsen­häuser Landwehrweg beobachtete man am 6. Nov. 1933, daß ein mit zwanzig Zentnern Dung aus dem Klärbecken beladener Kastenwagen eingesunken war und der Fuhrmann Richard Ratgeber sich über zwei Stunden bemühte, das mit einem Pferd bespannte Gesährt wieder statt zu machen. Der Gaul war abgemagert und konnte beim besten Wil­len nicht weiter, auch die Peitschenhiebe des Fuhr­manns halsen nichts. Eine Frau sarderte den Fuhr- mann auf, di- Last um die halste zu ->°rm,ndern und zweimal zu fahren,, darauf wurde der Fuhr­mann ausfällig gegen die Frau. Das Amtsgericht aerurteilte den Fuhrmann wegen Tier miß- hnnMuna zu zwei Wochen Gefängnis. Das Delikt wurde darin erblickt, daß er dem Pferd eine zu große Last zumutete und es obendrein Mit Peitschenhieben traktierte.

Schloß Oranienstein »Christian Größmann^-^übrerschule. LPD Diez, 4. Äan. Der Jugendführer des Deut-

m.: Kpy. Besichtigung des Domschatzes im be- -5«Sborn zu Speyer wird jetzt als beson-

©peperer . Grab mit seinem Inhalt ent» ®Ur?'4rS n die nach der Zerstörung des ging den FranzoM,^ im 3al)re 1689 die

Grabstätten der deutschen Kaiser nach Schätzen K xSi Der Ring ist ein einzigartiges roma- ^n^^Kunstwerk von außerordentlicher Schönheit, msches Kurütwerrv ^^d von seinem

FreunÄ und Erzieher, dem Erzbischof Adalbert von vermutlich bei der Feier seiner Schwert-

^mJürtuna zu Worms im Jahre 1064. Auf der reich em Filigran ausgebildeten Platte sitzt zwl- *b«n&B« P°rl-n ein großer blaßer

Saphir.

Ein Vorkämpfer der Dorfkirchenbewegung gefkorben.

Der bekannte Vorkämpfer der Dorf- »enbeweguna Hans v. Lupke i|t o

rem Volkskanzler Adolf Hitler weiter im Geiste unseres Turnvaters Jahn das Vaterland in Ehren halte. Echter Turnergeist sei nationalsozialistischer Geist. Nach dem kräftigen Sieg-Heil auf den Füh­rer Adolf Hitler, das Vaterland und die Deutsche Turnerschaft rollte der Vorhang auf, und unter -^aizerklängen zeigten Turnerinnen und Turner irachtvolle Hebungen am hohen Barren, die von leihlger Arbeit der Abteilungsleiter (Hilde Pappe, H. Bolz) zeugten. Ein deutsches Volksstück wurde dann meisterlich aufgeführt. Großer Beifall belohnte die Darsteller für ihre vorzüglichen Leistungen. Als u ,Deiüschänd am Schlüsse des Stückes erklang, erhob sich die Menge und sang begeistert mit und geigte damit, daß wir ein Volk sind und Brüder allerwege. Tanz beschloß den Abend. Der Turn- Derllnr-Lann .stolZ auf diese Veranstaltung sein und muh sich weiterhin bestreben, zur Ehre der Stadt Lich volkserzieherisch und turnerisch zu wirken.

Kreis Alsfeld.

> Bleidenrod, 4. Jan. Unsere Kirche soll demnächst eine Heizung erhalten. Es kommt, da unser Gotteshaus nicht allzu groß ist, wahrscheinlich Ofenheizung in Frage. Die Kosten werden größten­teils aus einer Spareinlage und aus der Stiftung eines hiesigen Ortsbürgers bestritten.

st. Kirtorf, 4. Ian. Bei der im hiesigen Stadt­wald und im Schenkschen Revier abgehaltenen Treibjagd auf Schwarzwild konnten durch Förster Walther (Maulbach) eine Bache und ein Keiler in mittlerem Gewicht erlegt werden. Ein wei­teres angeschossenes Wildschwein, ein schwerer Keiler, konnte erst andern Tags tot aufgefunden werden.

Goldenes Jubiläum eines Kirchenerbauers.

LPD. Mainz, 4. Jan. Sein 5 0. Jubiläum als Architekt kann der Dombaumeister Profes­sor Ludwig Becker begehen, unter dessen Leitung die Sicherungsarbeiten an dem gefährdeten Main­zer Dom durchgeführt wurden. Seine schöpferische Tätigkeit erstreckt sich auf über 300 Kirchenbauten, darunter die Liebfrauenkirche in Berlin, St. Josephskirche in Speyer, Herz-Jesu-Kirche in Ko- blenz. St. Marienkirche in Düsseldorf, den Dom an der Bergstraße in Heppenheim und die St. Mar-

hältnisie schuf, konnte mit Erfolg gegen die Flam­men vorgegangen werden. So gelang es auch, wenigstens das Maschinenhaus zu retten, wenn auch nicht zu verhindern war, daß die Holz­aufbereitungs-Anlage, Holzbearbeitungs-Maschinen, Fertigfabrikate, Holzvorräte und Motore ein Opfer der Flammen wurden. Die Kreismotorspritze be­kämpfte in Verbindung mit der Freiwilligen Feuer­wehr von Watzenborn-Steinberg mit drei 75er- Schlauchleitungen unter Leitung von Kreisfeuer­wehrinspektor Bouffier (Gießen) das Schaden­feuer, so daß man nach IVrstündiger Arbeit und unter Zurücklassung einer 15 Mann starken Brand­wache (Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Watzenborn-Steinberg) wieder abrücken konnte. Der Schaden ist außerordentlich groß. Das Sägewerk war nicht versichert. Die Ursache des Brandes konnte bisher nicht ermittelt werden. Man vermutet Brandstiftung.

Wicken.

)( Bersrod, 3.Jan. Das Fest der Golde­nen Hochzeit feierten am Silvestertage der Rech­ner Wilhelm Graulich und seine Ehefrau Katha­rine, geb. Debus von hier. Pfarrer Schmidt, Beuern, hieU die Traurede und vollzog die Einfta- nung. Zahlreiche Glückwunschschreiben und Geschenke wurden dem Jubelpaare zuteil, so vor allem von dem Herrn Reichspräsidenten von Hindenburg, der hessischen Staatsregierung, dem Kreisamte Gie­ßen. Der Ortsgeistliche verlas die Glückwünsche der obersten Kirchenbehörde und überreichte in deren Auftrage ein Gesangbuch und im Namen des Kir° chenvorstandes, dessen langjähriges Mitglied Herr Graulich war, eine Rudolf-Schäfer-Bilderbibel. Herr Graulich steht tm 74., seine Gattin im 76. Le­bensjahr. Das Ehepaar erlebte 4 Kinder, 11 Enkel und 1 Urenkel. Leider verstarb die älteste Tochter

Großfeuer in einem Sägewerk bei Watzenborn-Steinberg.

* Watzenborn-Steinberg, 5. Jan. Heute morgen gegen 3.30 Uhr wurde die Einwohnerschaft unseres Ortes durch Feueralarm aus dem Schlaf geweckt. In dem etwa 200 Meter vom Orte entfernten, nach Garbenteich zu liegenden Säge­werk von Johann Jakob Ruhl war Feuer aus- gebrochen. Das Feuer mußte schon geraume Zeit vorher entstanden sein, denn als die Freiwillige Feuerwehr von Watzenborn-Steinberg ankam, stand bereits das ganze Werk in hellen Flam­men. Inzwischen war auch die Kreismotorspritze von Gießen angefordert worden, erschien bald dar­auf an der Brandstelle und wurde tatkräftig ein­gesetzt. Das Feuer fand in den aufaeftapelten großen Holzvorräten und in den Gebäuden reiche Nahrung. Die Flammen schlugen, weithin sichtbar, zum nächtlichen Himmel empor. Die Bekämpfung des Feuers machte zunächst erhebliche Schwierigkei­ten, da der Wasserdruck nicht ausreichte, um das Feuer mit den Mitteln der Freiwilligen Feuerwehr energisch genug zu bekämpfen. Erst als die Kreis­motorspritze eingesetzt wurde und bessere Druckver-

(D Orüningen, 4.Ian. Die Zelle Grü- ningen ber NSDAP, die seither der Orts­gruppe Lang-Göns angegliedert war, wurde mit Wirkung vom 1. Januar in eine selbständige Orts­gruppe umgewandelt. Zur Ortsgruppe Grüningen gehören die Zellen Dorf-Gill und Eberstadt. Zum Drtsgruppenleiter wurde Zellenwart M a r st e l l e r (©rüningen) ernannt. Die am Neujahrstage er­zielte Einnahme beim Handballspiel der Turnver­eine Holzheim und Grüningen wurde dem Winter­hilfswerk zugeführt.

* Lich, 4. Ian. Der Unterhaltungsabend des Turnvereins Lich 1860 am Neujahrstage gestaltete sich zu einem großen Ereignis. Die Turn­halle war bis zum letzten Platz besetzt, als ber Eröffnungsmarfch (Regensburger Turnermarsch) er­tönte. Unter den Klängen des Badenweiler Mar­

in Göttingen, wo er sich ausschließlich feinen ftnschaftlichen Arbeiten widmete. Schon 1907 grün­dete er gemeinsam mit dem Schriftsteller Heinrich S o h n r e y die ZeitschriftDie Dorfkirche" und wandte sich damit dem Arbeitsgebiet zu, dem sein ganzes weiteres Lebenswerk gewidmet war. Unter seiner Führung entstand die Dorfkirchenbewegung, die sich bald über ganz Deutschland verbreitete und im deutschen Dorfkirchenoerband ihre organisato­rische Zusammenfassung fand. In einer überaus weitreichenden literarischen Tätigkeit, insbesondere in der von ihm begründeten ZeitschriftDie Dorf- kirche" hat er die Ziele der Dorfkirchenbewegung vertreten. Seiner Anregung ist es zu verdanken, wenn innerhalb der Dorfkirchenbewegung durch zahlreiche Kurse und durch ländliche Feste heimat­liche Sitten und Gebräuche wieder eingeführt wur­den. Das letzte Ziel war dabei die innere Erneue­rung und Reinigung des ganzen Volkes aus Volks­tum und Evangelium. Im Juli letzten Jahres er­hielt Hans v. Lüpke vom preußischen Kultusmini­sterium einen Lehrauftrag für Fragen des deutschen evangelischen Volkskirchentums innerhalb der theo- logischen Fakultät an der Universität Göttingen.

Island ehrt deutsche Seehelden.

f a u in Diez-Oranienstein den Namen des für die na­tionalsozialistische Revolution gefallenen Hitlerjungen Christian Größmann verliehen.

Streie 'LScular

(D Krofdorf, 4. Ian. Am zweiten Tag des neuen Jahres wurde Werkmeister im Ruhestand Karl Schmidt von hier, eine markante Persön­lichkeit unseres Ortes, zu Grabe getragen. In der Zigarrenbranche tätig, trat der Verstorbene im Jahre 1897 in den Fabrikbetrieb der Firma Rinn & Cloos, Zigarrenfabriken AG. in Heuchelheim ein, wo er verschiedene Filialbetriebe, zuletzt den in Krofdorf, in mustergültiger Weise leitete. Seit eini­gen Jahren lebte er im wohlverdienten Ruhestand bei seiner hier verheirateten Tochter, geschätzt und geachtet von seinen Mitbürgern. In den hiesigen Gemeinde- und Staatswaldungen treiben neuer­dings wildernde Hunde ihr Unwesen. Sie bringen nicht nur Unruhe in den Wildbestand, son­dern richten auch Schaden durch Reißen von Reh­wild an. Verschiedentlich wurden von Jagdschutz ausübenden Personen gerissene und angeschnittene Rehe gefunden. Trotz eifrigen Nachstellens bei Tag und Nacht konnten die blutdürstigen Hunde, die scheinbar nicht laut jagend ihre Opfer verfolgen, noch nicht erlegt werden. Ein Luchs kommt den Anzeichen nach nicht in Frage, wie man über­haupt in hiesigen Jägerkreisen den in letzter Zeit verbreiteten Gerüchten von einem Auftreten dieses Tieres in den deutschen Wäldern skeptisch gegen- übersteht.

J_ Waldgirmes, 4. Ian. An kirchlichen Amtshandlungen wurden im alten Jahre getätigt (die Zahlen in Klammern beziehen sich auf Naunheim): Taufen 31 (27), Konfirmanden 24 (21), Trauungen 22 (19), Beerdigungen 15 (10), Abend­mahlsgäste 1781 (1284). An Kollekten ohne Natura- lien gingen gemeinsam ein 2987,80 Mark.

Kreis Biedenkopf.

als junge Frau vor mehreren Jahren. Ein Schwie­gersohn fiel auf dem Felde der Ehre. Der Jubilar war 46 Jahre lang Gemeinderechner und feit Ein­richtung der Untererhebstelle deren Leiter. Noch heute versieht er das Amt des Kirchenrechners der Gemeinden Bersrod und Winnerod, sowie das Amt des Rechners der Ortskrankenkasse, letzteres schon nahezu 50 Jahre lang. Am Abend überbrachte der Posaunenchor dem Jubelpaar ein Ständchen.

is. Steinbach, 4. Jan. Der ä 11 e ft e Ein­wohner unseres Dorfes, Landwirt und Fürst!. R o 11 m e i st e r i. R. Heinrich Keßler!., wurde im Alter von fast 91 Jahren zu Grabe getragen. Am 1. Juni v. Is. feierte er mit seiner 86jährigen Gat­tin das seltene Fest der Eisernen Hochzeit. Er war der letzte der noch lebenden Gründer des Gesang­vereinsEintracht" vom Jahre 1863. Der Verein ehrte fein verstorbenes Ehrenmitglied durch schönen Grabgesang und einem warmen Nachruf durch sei­nen Vorsitzenden Fr. Walb unter Niederlegung eines Kranzes. Im Auftrag des Fürstlichen Hauses Lich legte Förster Häuser unter Anerkennung feiner 46jährigen Tätigkeit als Rottmeister dem Verstorbenen ebenfalls einen Kranz nieder. Inner­halb der drei letzten Wochen starben außerdem noch drei ältere Leute unserer Gemeinde im Alter von 90, 82 und 75 Jahren. In den letzten Tagen im Dezember werden alljährlich die Generalversamm­lungen der hier bestehenden zwei Rindvieh-, zwei Schweine- und der Ziegenkasse abgehalten. Welchen Wert der Zusammenschluß der Viehbesitzer hat, geht daraus hervor, daß im Jahre 1933 an Entschädigungen für gefallenes und not- geschlachtetes Vieh hier über 4500 Mk. aufgebracht wurden. Man kann es deshalb nicht verstehen, daß es noch Gemeinden gibt, in denen diese nützlichen Einrichtungen nicht bestehen und der Betroffene den Schaden allein zu tragen hat.

V Watzenborn-Steinberg, 4. Ian. Aus dem kirchlichen Leben im Jahre 1933 sind folgende Zahlen festzustellen: Es wurden 33 Kinder getauft, 21 Paare.eingesegnet, 24 Personen kirchlich beerdigt. Am heiligen Abendmahl nahmen 2473 Per­sonen teil. Konfirmiert wurden 27 Kinder.

tinskirche in Chicago; weiter zahlreiche Villen, Fa­

brik- und Bürohäuser, Vereinshäuser, Schulbauten . ,

und Krankenhäuser, die Artilleriekaserne in Baben- der II. Geldlotterie fürArbeitsbeschaf- hausen, das Kaufmannserholungsheim in Sab jung übernommen. Etwaige Gewinne sollen zur Salzhausen. Diele Wettbewerbserfolge im In- Unterstützung von Werkveteranen und Werkinva- und Ausland ließen seinen Namen weit über die' liden verwendet werden.

AM SONNTAG

IM KAMPF GEGEN HUNGER UND KÄLTE

lischer Fischer vom 12. Dezember ums Le - ben gekommenen Angehörigen ber Besatzung eines beutschen Fischbampfers statt. Dompfarrer Bjärmi I o n s s e n hielt vor den aufgebahrten beut- chen Seehelden in Anwesenheit der drei istänbi- chen Staatsminister, zahlreicher Behördenvertreter, )er Bevölkerung Reykjaviks, der Angehörigen der deutschen Kolonie sowie zahlreicher Engländer und englischer Seeleute im überfüllten Dom zuerst in deutscher und dann in englischer Sprache die Trauer« predigt, worauf Regierunosmitglieder an den Sär­gen Kränze niederlegten. In Deutschland wird diese schöne Geste des verwandten und durch Kultur ver­bundenen isländischen Volkes, die die traditionelle Freundschaft zwischen Island und Deutschland her­vorhebt, dankbar empfunden werden.

Französische Offiziere

beim Internationalen Reitturnier in Berlin.

Zu dem vom 26. Januar bis zum 4. Februar anläßlich der Grünen Woche in Berlin ftattfin- benben Internationalen Reitturnier sind u. a. auch bie Franzosen eingeladen worden. Jetzt ist eine in sehr höflichem Tone gehaltene Ant­wort der französischen Regierung eingegangen, der zufolge her französische Außenminister dem deut­schen Botschafter in Paris mitgeteilt hat, daß der französische Kriegsminister eine Abordnung fran­zösischer Offiziere beauftragt hat, an dem Berliner Internationalen Reitturnier teilzunehmen.

3agbeinlabung des polnischen Staatspräsidenten an den Vizepräsidenten des Danziger Senats.

Der polnische Staatspräsident hat zu ber traditio­nellen Jagd, die alljährlich in ben Forsten von Bia- lowicz abgehalten wird, für ben 11. und 12. Ja­nuar den Danziaer Senatsvizepräsidenten Grei­ser eingeladen. An ber Jagd wird u. a. auch der diplomatische Vertreter Polens in Danzig, Minister P a p e e, teilnehmen. In ben Forsten von Bia- lowicz befinben sich bekanntlich noch Wisente in freier Wildbahn.

Der Lohngeldraub von Merzig.

Der vierte Beteiligte festgenommen.

Bei einer großen Streift im Gelände von Gers- roeiler (Saar) konnte die Polizei eine Person v e r - haften, bie vermutlich als Hauptbeteiligter an dem großen Lohngeldraub am 10. August v. I. in Merzig in Betracht kommt, bei dem ben Räubern der Betrag von 260 000 Francs in die Hände fiel. Es handelte sich um Lohngelder der Firma Villeroy & Doch. Schon wenige Tage später konnte der Be­sitzer des bei dem Raub beteiligten Kraftwagens in der Person eines Gastwirts aus St. Avold festge­nommen werden, ebenso der Führer des Wagens. Gleichfalls konnte durch einen Zufall der größte Teil des Geldes wieder herbeigeschafft werden; ein Feldhüter hatte zwei Männer beobachtet, die im Freien ein Kiste aus einem Versteck holten und eine große Geldsumme zählten. Dabei fiel ein wei­terer an dem Raube Beteiligter der Polizei in die Hände. Der jetzt Verhaftete scheint der Bruder dieses dritten der Räuber zu sein, ein gewisser Hein­rich G r a b i n s k y aus Duisburg. Er leugnet das zwar noch, doch wird er von Zeugen aufs bestimm­teste erkannt.

Bluttat im religiösen Wahnsinn.

Eine entsetzliche Bluttat ereignete sich in der Oberförsterei Leschütz im Kreise Bromberg. Dort wurde der 39jährige Arbeiter Wroblewski plötz­lich von religiösem Wahnsinn befallen und e r schlug dabei seinen Freund, ben 45jährigen Ar­beiter M u st a l. Beibe bewohnten in der Ober­försterei ein Zimmer. Als sie vor dem Zubettgehen das Abendgebet sprachen, unlerbrach Wroblewski plötzlich seinen Freund mit dem Bemerken, er spräche sein Gebet falsch. Als Mustal dieser Bemer­kung kein Gehör schenkte, sprang Wroblewski auf, ergriff einen Hammer und schlug dem betenden Freunde die Schädeldecke ein. Mustal war sofort tot. Nach dieser in einer Anwandlung religiösen Wahn­sinns begangenen Tat geriet Wroblewski vollstän­dig in geistige Umnachtung. Er legte den Leichnam auf den Fußboden und nagelte Hände und Füße des Erschlagenen in der Lage eines Gekreuzigten an die Bretter des Fußbodens an. Durch das Klopfen wurden die Bewohner ber Oberförsterei wach. Sie brangen in bas Zimmer ein unb tonn­ten ben Wahnsinnigen erst nach heftiger Gegen­wehr bänbigen. Der Untersuchungsbehörde hat der Verhaftete bisher nur unzusammenhängenbe Aus­sagen machen können.

8oi Wundsein^Penaterr£re^