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Freitag. 5. Zanuar 193<

Nr. 4 Zweites Blatt

Gießener Anzeiger (General-Anzelger für Overheffen)

Weltmndsiua eines amerikanischen NnWschwaders

Indianer-Aufstand in Bolivien

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jung. Durch mehr als drei Jahrzehnte bis um die Jahrhundertwende blieb Mendels Werk verschollen. Es ist kaum begreiflich, daß selbst ein so bedeuten­der Botaniker wie der Münchener N ä g e l i, mit dem Mendel in einem gelehrten Briefwechsel stand,

Theorien praktisch zu verwerten. Hal in der Pflan­zenzucht die schönsten Erfolge erzielt und auch be­reits für die Tierzucht manches daraus gelernt, ja denkt daran, diese Gesetze auch zum Wohle der Menschheit nutzbar zu machen

Johann Mendel, der am 22. Juli 1822 in Hein- zendorf, einem kleinen Ort in Oesterreich-Schlesien, als Bauernsohn geboren wurde, stammt aus einem alten deutschen Geschlecht, das unter dem Namen Mandel schon im 17 Jahrhundert in der kleinen deutschen Kolonie innerhalb fremdstämmiger Um­gebung ansässig war Der Vater soll eine besondere Neigung zur Obstzucht gehabt haben, so daß der aufgeweckte kleine Hans schon früh nicht nur in die Landwirtschaft, sondern auch in das Pfropfen und Okulieren eingeweiht wurde. Da er eine starke Be­gabung zeigte, ließ ihn der Vater die höhere Schule besuchen, und auf dem Gymnasium in Troppau brachte ihn der Direktor, ein Augustinerpriester, auf den Gedanken, sich dem geistlichen Stande zu wid­men. wodurch der sehnlichste Wunsch seiner Mutter erfüllt wurde. 1843 trat Mendel ins Brünner Augu-

brechen kann, so hielten auch die Richter an in ihrem Mörderamt und sahen wartend auf das Volk, das, ein neues Schauspiel witternd, Beifall und Hohngelächter schrie. Sie hätte doch nichts mehr erreicht, als eine Pause in dem Schlächterwerk, wenn nicht der grauenvollen Unzucht dieser Stunde entsprungen ein mißgestalteter Mensch vor sie ge­treten wäre der Kopi von einem schlanken Jüng­ling war gefallen, der Krüppel trug ihn lachend an den Haaren und bot ihr einen Becher dar mit sei­nem rauchend warmen Menschenblut: So trink das Wohl des Volkes zum Beweis! Da sank ihr rasch der schwurbereite Arm: das Grausen riß sie zum Fallbeil hin Schon aber scholl das Hohngelächter wie ein Gebell von Hunden über sie, daß sie noch mitten auf der Treppe sich rückwärts wandte. Da sah sie ihren Vater, der als ein Edelmann an die­sen Richtern vorüber gehen wollte, flehend um ihr Leben vor ihnen stehen: und wie ein Blitzstrahl in der Nacht Dächer und Türme grell erleuchtet, er­kannte sie die feige Schuld von ihrem Wort und daß hier Adelspflicht gewesen wäre, das liebste Leben wie das eigene gering zu achten.

Da hob das Fräulein von Sombreuil sich auf wie eine Hündin, die geschlagen ist, und schritt, den Blick fest aus den Becher gerichtet, an den Tisch und nahm das Zinn in ihre weißen Hände und schenkte sich nichts und blickte offenen Auges hinein und trank daraus. Und hob den wunderblassen Kopf und ließ den Becher mit so heiligem Saft nicht fal­len und hatte um die scharf gespannten Lippen einen Streif von Menschenblut. Und wartete, ge­duldig nicht und nicht verlangend, bis ihr die Rich­ter den Vater gaben, dessen Leben sie sich gerettet hatte, um ihn für immer zu verlieren. Und führte ihn durch eine Gasse, die ihr das Volk mitleidig machte, hinaus aus der Gemeinschaft ihres Standes, die sie verlassen mußte um ihres Adels willen.

Neues aus dem Prado in Madrid.

Die berühmte Gemälde-Sammlung des Prado in Madrid hat einen neuen bedeutenden Zuwachs erhalten in drei hervorragenden Werken Goyas, die ursprünglich für den Palast desFriedens­fürsten" Godoy geschaffen waren. Die Bilder sind kreisrunde Temperamalereien, die den Ackerbau, die Industrie und den Handel darstellen. Eine vierte Allegorie, die der Wissenschaft, ist durch eine spatere Restaurierung so zerstört worden, daß sie nicht mehr als von Goyas Hand herrührend angesehen werden kann. Godoys Palast, der dann das Marine- Ministerium geworden war, wurde vor einigen Zähren niederg^rissen, als das neue Admiralitäts»

Zum 1. Hessischen Zunsteniag.

Der Organisationsleiter des 1. Hessischen Juristen­tags in Darmstadt, D e n z e r, teilt mit: Ich habe Anlaß, nochmals darauf hinzuweisen, daß teilnahme­berechtigt am Hessischen Juristentag nichts nur die Mitglieder des Bundes sind, sondern darüber hin­aus alle Angehörigen der Deutschen Rechtsfront, die alle Diener des Rechts umfaßt, vom Präsidenten bis zum- Justizwachtmeister. Die Teilnehmerkarten für den Juristentag kosten 1 Mark Verbilligte Teil­nehmerkarten zu 0,50 Mark erhalten alle Diener des Rechts, die ohne Einkommen sind, außerdem von den unteren Beamten bis zum Kanzleiassistenten.

Im Nordwesten Boliviens ist ein Aufstand der Indianer ausgebrochen, die den Eisenbahn­verkehr von der Hauptstadt La Paz nach der Grenze lahmlegten und die Stationen plünderten. Die Regierung hat Truppen in das Aufstandsgebiet entsandt. Unser Bild zeigt Jndianer- typen von der bolivianischen Hochebene. Unten links: Karte des Aufstandsgebietes mit der Eisenbahnlinie GuaguiLa Paz

Klosteraarten ausführte Hier hat er mehr als 15 0 0 0 Versuche mit seinen Erbsen und Bohnen vorgenommen und die Mendelfchen Gesetze entdeckt Heute wachsen dort keine Erbsen

für die Pflanzen gefundenen Gesetzmäßigkeiten auch in der Tierwelt nachzuweisen, und er wählte dazu als das geeignetste Geschövf die Biene. "Der eifrige Imker hat kurze Berichte über Bienen­zucht in einer Fachzeitschrift veröffentlicht, aber von

den Notizen über feine Züchtungsversuche ist nichts erhalten, wie überhaupt fast alle seine ko st ba­ren Aufzeichnungen verloren gingen, da man ihnen nach feinem Tod keine Beachtung schenkte. Neben seinen biologischen Arbeiten machte Mendel regelmäßige Wetterbeobachtungen und hat z. B. einen wertvollen Aufsatz über eme Windbase die sein Kloster stark beschädigte, geschrieben. D *e Untersuchungen führten ihn zu Himmelsbeobach un- gen, bei denen ihn besonders die Sonnenflecken inter­essierten. Das Jahr 1868 riß ihn, nachdem er zum Abt und Prälaten seines Stiftes gewählt wurde, aus einer so fruchtbaren Forscher- und Lehrtätigkeit heraus. Nun mußte er für sein Kloster fämpfen, das durch ungerechte Besteuerung in Schwierigkei­ten gerietZuerst von vielen unterstützt, später von ebensovielen verlassen," schreibt sein Biograph, kämpft er, ein zweiter Michael Kohlhaas, den aus- sichtslosen Kampf ums Recht, der den von Natur aus heiteren und liebenswürdigen Mann in feinen letzten Lebensjahren zum weltfremden Misanthropen machte, der ihm seine besten Güter, Ruhe, Lebens­freude und Gesundheit, rauben sollte." Traurig schrieb er damals:Ich fühle mich wahrhaft um alücklich, daß ich meine Pflanzen und Bienen so

Brünner Oberrealschule tätig war. In diese 14 Jahre fallen seine grundlegenden Studien, die er im

mortafel, die die unvergängliche Bedeutung seines Forschens hervorhebt Noch erhalten ist der Bienen­stand Mendels im Klostergarten, in dem er bis zu 50 Völkern hielt Mendel hat nämlich versucht, die

$rauen als Erfinderinnen.

Man sollte meinen, daß sich der Erfindergeist der Frau gerade auf den Gebieten am meisten und er­folgreichsten betätigt, für die sie durchweg die gründlichste Erfahrung mitbringt. Dagegen ist fest­zustellen, daß z B. die Neuerungen im Haushalt, die so manche oft beklagtePlackerei" beseitigen oder doch mildern, in den seltensten Fällen von Frauen erfunden werden. Die neuen Methoden zur Tellerreinigung, zur Zubereitung von Fleisch un- anderen Speisen sind von Männern erfunden wor­den. Dagegen betätigt sich die Frau mehr in der Richtung der nicht zum Haushalt gehörigen Technik, besonders gern im Automobilwesen. Das ist so hat Georg H. Rayner, ein bekannter englischer Patentanwalt ausgeführt eine bedauerliche Ab­irrung, denn sie entzieht den Erfindungsgeist und die Kombinationsgabe der Frau einem Gebiet, auf dem sie zum Segen des ganzen Menschengeschlechtes viel besser angewendet werden könnten. Während 1897 noch 702 Patent-Anerkennungen für Frauen erfolgten, war die Zahl im Jahre 1932 nur noch 520, was Rayner als einen Beweis dafür ansieht, daß der weibliche Geist zunehmend auf wesens­fremden Gebieten arbeitet.

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amt erbaut wurde. Der jetzige Marineminister hat die Allegorien, die Meisterwerke des großen Malers sind, dem Prado überwiesen, wo sie in dem Goya- Saal hoch genug ausgehängt wurden, um ihre starke dekorative Wirkung zu bewahren. Außerdem sind der Galerie noch eine schöne Arbeit Tiepo - l o s aus der Kirche San Pasquale in Aranjuez und ein kulturgeschichtlich interessantes Bild des Malers Louis P a r e t, das König Carlos III. bei Tisch im Kreise seiner Höflinge und Jagdhunde darstellt, gestiftet worden. Unter der Leitung von Sanchez C a n t o n wurde ein neuer Katalog des Prado veröffentlicht, der auf 909 Seiten 1880 Bil­der und 168 Skulpturen beschreibt, und an dem 20 Jahre gearbeitet worden ist. Damit sind aber durchaus noch nicht alle Schätze der Sammlung verzeichnet. W. R.

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Menschheit in diesen Arbeiten eine unvergleich iche Gabe hinterließ ... C. K.

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Meine Zeit wird schon kommen," pflegte der Abt und Prälat des Augustinerklosters St. Thomas in Brünn, des sog. Königsklosters, Gregor Men­del, in feinen letzten Lebensjahren zu sagen, als er erleben mußte, daß seine Züchtigungsfor­schungen Überhaupt keine Beachtung fanden Die Zeit Mendels ist gekommen Als er am 6. Januar 1884 nach längerem Siechtum die Augen schloß, da ahnte niemand, daß hier ein Mann dahinging, der Unsterbliches für die Wissenschaft und Menschheit geleistet. Man hob in den zahlreichen Nachrufen den aufopfernben Kamps für fein Kloster, seine Tä­tigkeit als Lehrer und Seelsorger, seine Treue zum Deutschtum hervor, man streifte wohl auch seine gelehrten Forschungen, aber sie erschienen mehr als ein Steckenpferd, während sie doch tatsächlich die Grundlage eines ganz neuen Wissens­gebietes von ungeheurer Traaroeite waren Wohl niemals sonst ist eine ganze Wissenschaft auf einer einzigen dünnen Abhandlung aufgebaut worden. Mendels Vermächtnis aber ist in wesentlichen in dem 1865 veröffentlichtenVersuch über Pflanzenhybriden" beschlossen, einer mit vorbildlicher Klarheit geschriebenen Untersuchung über seine mit Erbsen- und Bohnensorten ausgeführ-

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Das Fräulem von Sombreuil

Von Wilhelm Schäfer

Sie stand in schwerer Ungeduld auf dem Balkon am Wespienhaus zu Aachen, den Vater zu erwar­ten, der schon vor dreizehn Tagen aus Paris ge­fahren war; als sie den Kutscher Baptiste ohne Pferd und Wagen und ganz in Not und Dreck, der sonst so sauber schreiten konnte, nicht eben rasch vorn Marschiertor ankommen und sie erblickend stehen bleiben sah, wie wenn ihn da die letzte Kraft verließe. Sie aber, die in gelber Seide im reich­verzierten Gitter stand wie eine hohe Flamme, sie beugte sich mit beiden Händen leicht über das Ge­länder und rief ihn so bei Namen, daß er nach wenigen Minuten, den Hut fest in der Linken, mit seiner Nachricht gebührend vor ihr stand

Doch wie Baptiste, Leibkutscher beim Baron Sombreuil, in solchem Aufzug aus rasch gestellte Fragen lang überlegte Antworten zögernd und nur flüsternd gab, wie wenn es nicht gestattet wäre, dergleichen laut am hellen Tag zu sagen da wars, wie wenn die weiß- und goldlackierten Wände, die Gobelins mit der Geschichte Moses, die Kerzen­leuchter in das Parkett versänken Das Licht war tot, wovon sie glänzten: Ludwig von Frankreich, der überall, wo solche Säle und solche Menschen in Seidenschuhen standen, die Sonne war, davon sie lebten: der König saß gefangen in einem ^och. Daraus sie Strolche und Räubervolk ans Licht ge­lassen hatten Da war das Schicksal des Barons zu klein, davon zu sprechen, und stand doch lchlunm $ Se?n Wagen war schon aus den Toren der Stadl gewesen, als es der alte Herr doch nicht vermochte, Paris und Frankreich zu verlassen, ohne die Hande noch einmal aus die Sarkophage der Könige in St Denis gelegt zu haben. Da aber waren Die Horden eingebrochen und hatten an den Steinernen Särgen gewüstet, wie wenn es Wölfe tot zu 'fpla5 gen gäbe, und hatten den stolzen Greis, her ciao verhindern wollte, zum Spott vor feine Pferde mit der Halfter eingespannt und waren so mit mm zurückgefahren, inmitten frecher Weiber, hie m> Unrat'nach ihm warfen und Begrabmslieder heul­ten. Nun saß er wie sein König gefangen in -mein schmutzigen Loch mit Hunderten seines Standes uno hatte ihr ein Medaillon gesandt, dann das Viio und die Haare der toten Mutter waren: es muroe ihm nicht allzu schwer, statt aus Pans gleich au3 der Welt zu gehen, die ihren Anstand verloren habe

Als sie das schwarzgezierte Gold in Händeni bi lang an der Kette, wie wenn sie damit spielen

wöllte^da war es fast, wie wenn es doch nicht schicklich gewesen wäre, daß Baptiste in solchem Auszug vor sie trat. Sie schickte ihn, daß ,er sich waschen und anders kleiden möge, und ging zwar chwer doch ohne Wanken, im Hause ihrer Gast­geber anzusagen, was sie zu tun entschlossen se.

Und ob dies bei den alten Leuten ungläubigen Schrecken Warnungen und ratlose Trauer gab, unö ob es ganz unmöglich schien, auf solchen zollen- meqen noch dxrchzukomm-n- Io begann fie noch am (eiben Mittag ihre Fahrt und langte nach uns Tagen an Auch land fie gutgefinnte M°nfchen trotz aller wilden Zeit, datz zwar der Kutlcher Bapiifte nicht weil er ein Bürger war, ledoch sie selber un- aebindert zu ihrem Vater ins (Befanams gehen durste Da binnen eine Woche lang die trüben in Stolz und Elend verglasten Blicke der Befangenen an ihr die still und schlank in ihren Kerker kam ,,nb darin blieb trotz ihrem Vater, der sie mit oater= lirfiem storn zuerst, nachher mit angenommener Verachtung oon sich stietz und bann oerleugnefe; bis auch an ihn die Reihe kam. nors Tribunal ge- holt zu werden

Denn anders mordet auch der Pöbel nicht, als in den Formen des Gerichts. So rasch die Kopse von der Guillotine abgeschnitten wurden: ein leber Durfte seine Zunge und seinen Scharfsinn noch ein­mal brauchen, sich zu retten: wenn er geringen Sin­nes und ohne Stolz vor seine Metzger kam, hie wie im Schlachthaus nur die Opfer bei Namen r'ften und rasch ihr Urteil fällen mußten, den täglichen Bedarf der Messer zu erfüllen Denn das Verbre­chen war bekannt und stets das gleiche: ein jemb d-s Volkes zu sein, bas hier mit Männern Frauen, auch mit Kinbern sich Tag für Tag ein Schauspiel daraus schaffte, feine Edlen gleich Kaninchen abzu- ^Denn^niemals sah der Tod so seine Würde, und Nacken für Nacken ungebeugt vor diesen Richtern, und noch im Blick der abgeschlagenen Kopfe Stolz und Verachtung. Auch der Baron, dem nun das Fräulein nicht mehr folgen durfte, und der nur mit der Hand dem Richter seine Fragen verwies und ohne Urteil, wie man gemeinem Gasienvolk vorüber geht die Stufen zum Fallbeil aufsteigen wollte. Da sprang sie, die das alles wußte und ihre Worte danach erwogen hatte, rasch durch die Hen­kersknechte vor und stand, die Hand zum Schwur gehoben, blaß zu dem Volk gewandt, das unter thr mit hundert Augen blickte, die alle wie von tücki­schen Tieren waren, und sagte mit zu heller Stimme und zitterte mit keiner Falte ihres schwarzen Klei­des: Er ist mein Pater und kein Feind des Volkes!

Und wie das Unerwartete den stärksten Willen

Der Baler der Bererbungswiffenschast

Zum 50. Todestage von Gregor Mendel am 6 Januar

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Auf Grund des § 3 des Gesetzes zur Wiederher­stellung des Berufsbeamtentums ist dem nicht­beamteten außerordentlichen Professor für Rönt­genologie an der Universität Frankfurt a. M., Dr. Franz Groedel, die Lehrbefugnis entzogen worden.

sich um diese Arbeiten Mendels gar nicht beküm­merte. Aber die Zeit war für eine solche Erkennt­nis der tiefsten Gesetze der Natur noch nicht reif. Erst nach 1900 entdeckten drei Forscher, dorrens, E. Tschermak und de Vries, die sich mit Ver­erbungsproblemen beschäftigten, unabhängig von einander in der Abhandlung der Brünner Prälaten den Grundstein für ein neues Gebiet der Biologie die Vererbungswissenschaft, deren we­sentlicher Teil heute zu Ehren seines Schöpfers .Mendelismus" benannt wird Auf dem Deut­schen Naturforscherkongr^ß zu Meran 1905 hob dorrens hervor, daß Mendels Werk unsterblich und G . , v t,.....- .

unvergeßlich fein und daß das deutsche Oesterreich mehr, aber mitten unter Blumen steht eine Mar- daraus stolz sein könne, diesen bescheidenen Forscher h,° imnorrmnnrifhp Bedeutung fernes

im stillen Klostergarten hervorgebracht zu haben. 1910 wurde sein Denkmal in Brünn enthüllt Da­mals waren seine Ideen schon durch die ganze zivi­lisierte Welt gedrungen, und seitdem ist die Zahl der Forscher, die an der Fortführung der Mendel- schen Probleme arbeiten, noch weiter gestiegen: eine unübersehbare Literatur hat an das dünne Heft an-

Am 10. Januar startet von San Diego (Kalifornien) ein Geschwader von sechs Marine-Flugbooten zu einem Rundflug um die Welt. Die Maschinen sind dieselben, die in diesem Jahre einen gemeinsamen Flug vom Norden der Vereinigten Staaten nach dem Panamakanal unternahmen. Als erste Etappe loll Hawai erreicht werden.

ten Kreuzungsversuche und die von ihm beobach­teten Gesetzmäßigkeiten im Verhalten der einzelnen --------- (

Merkmale der verschiedenen Sorten bei der Kren- geknüpft, und man ist dazu ubergegangen^seirw

ftinerkloster ein und nahm den Namen Gregor an.

Nachdem er mehrere Jahre Pfarrer gewirkt aiuaua), UUÖ lu, |Ilcllie VHMlU)eil Mllv.... hatte ließ ihn das Klafter in Wien Mathematik gänzlich vernachlässigen muß." Er wußte, daß er der und Naturwissenschaften studieren, worauf er 1854 " - ~ - ' -

bis 1868 als Lehrer der Naturwissenschaften an der

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