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$ür -en Büchertisch
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Kultur und Geschichte
Professor Wild behandelt.
der Antike mit Capitol und Palatin, mit Forum und । gend zum geschichtlichen Verständnis Kolosseum, mit Tempeln und Triumphbögen heraus-1 gern des Dritten Reiches zu erziehen.
Natur und Heimat
wächst und mit seinen Aquädukten und Ausfall» traßen das Landschaftsbild wandelt, wie sich das Rom der Päpste mit den alten Basiliken, dem Vatikan, der herrlichen Peterskirche darüberlagert, das
des deutschen Menschen, die zum Segen der Volks- gemeinschaft wirksam werden.
kL"°7°n $7 Karl Cf 8%“’«Ä Zusammenhöngc der mannigfaltig,
staatlicher Vertrauensmann für Naturschutz in Hes- sten Vulkanausbruche.
(en; die Arbeit erschien seinerzeit im Gieß. Anz.
läßt das Buch anschaulich vor uns erstehen, bis es uns schließlich in die Jetztzeit führt, da Mussolini das antike Rom durch großzügige Freilegungen aus dem Schutt der Jahrhunderte herausschält und der Stadt sowie der Campagna neues Gepräge gibt durch moderne gewaltige Bauwerke, das weiträumige Forum, neue Ausfallstraßen, die Verbindung zum Meer.
— Joachim von Kürenberg: „Rußlands Weg nach Tannenber g". Mit Illustrationen. Pappband 5,20 RM. Universitäts Deutsche Verlags AG., Berlin W 50. — (196) — Das Buch will die Vorgänge schildern, wie sie sich auf russischer Seite vom Besuch Poincares in Petersburg, wenige Tage vor Kriegsbeginn, bis zur Niederlage bei Tannenberg abgespielt haben. Das Schwergewicht der Darstellung liegt bei den russischen Ereignissen, die deutschen sind nur dann als Zwischenstücke eingesetzt worden, wenn sie zum Verständnis notwendig wurden. Es war nur mit größten Schwierigkeiten möglich, das Material zusammenzubekommen. In Paris, in Nizza, Darmstgdt und in Kopenhagen wurden Teile aus den Nachlässen des Großfürsten Nikolai Nikolajewitsch, des Großfürsten Alexander, der Generale Samsonow, Rennenkampf und Suchomlinow zur Verfügung gestellt. Das Buch gibt einen Begriff von der Größe der Gefahr, in der sich Ostpreußen und damit Deutschland Mitte August 1914 befand. Es erbringt schließlich den Beweis, wie wunderbar die deutsche Armee der russischen Dampfwalze entgegentrat, und wie preußischer Angriffsgeist und Pflichterfüllung bis 3um letzten den Sieg gegen eine gewaltige lieber» macht erkämpften.
— Geschichts-Fibel. Zusammengestellt und bearbeitet von Dr. phil. Wilh. Zimmermann. Mit 88 Bildern und Zeichnungen im Text. 140 S. Verlag „Offene Worte", Berlin W 35. — (90) — Die Fibel will in knapper Form einen Ueberblick über die wichtigsten Ereignisse und Persönlichkeiten aus der deutschen Geschichte geben, die für das Werden der Nation von Bedeutung geworden sind. Die Darstellung der kriegerischen Ereignisse, besonders im Weltkriege, hat Oberstleutnant a. D. Bett a r y übernommen. Trotz der notwendigen Beschränkung auf die Grundlinie der deutschen Geschichte — vom germanischen Altertum bis zum Dritten Reich Adolf Hitlers — hofft der Heraus- geber der anregend bebilderten Fibel mit seiner Darstellung alle Deutschen und besonders die Jugend zum geschichtlichen Verständnis und zu Trä
ft and der geistig Schaffenden und das ~ -::: D ’ " t' J.t a n d". Preis kartoniert 80 Vfg. Albert Langen/Georg Müller Verlag, München, 1934. — (34.) — Unter Ablehnung der rein wirtschaftlichen Bezeichnung „Berufsstand", sieht Kol- benyeyer die wahre Gemeinschaft der durch gleichgerichtete Arbeitsleistung Verbundenen im „Lebensstand", der den gesamten „Lebensinhalt des Volkes mit allen seinen Gemütswerten" miteinbeareift und damit „die inneren bildnerischen Bereitschaften"
— Walther Schoenichen: Naturschutz im Dritten Reich. Einführung in Wesen und Grundlagen zeitgemäßer Naturschutz-Arbeit. Natur, schutzbüchcrei Dd. X1I. 8°, VIÜ und 111 S-.t-n, it Bildtafeln. Berlin-Lichterfelde, Hugo Bermuhler Berlag, 1934 - (236) - Pr°s- Schoenichen, der Direktor der Staatlichen Stelle für Naturdenkmalpflege in Preußen und Leiter der Fachstelle Naturschutz im Reichsbund Bolkstum und Heimat, um- reißt in diesem Buche die Ausgaben und Wege des Naturschutzes, wie sie sich uns ietzt darstellen. Nicht mehr geht es allein darum, bedrohte Pflan- zen- und Tierarten oder Naturdenkmale verschied-, ner Art durch Schutzbestimmungen zu erhalten, son- dern es gilt, die Naturschutzb-str-bung-n einzuglie- dern in den Willen zur Bolksgemeinschast die ohne die Kettung an den Heimatboden, an die H-imatnatur^ an die Heimatland,chaft nicht möglich ist. Freilich bleibt es auch künftig zunächst unsere Aulgabe, >m kleinen Naturdenkmale zu erhalten und das Bedrohte zu schützen wie bisher, doch darüber hinaus im großen durch Gesetze und Eingl.-derung-n und besonders durch Erziehung und Werbung das Na- turgefllhl im Volke zu vertiefen. Neue und b-son. der» wichtige Aufgaben -rwachf-n aus dem Gebiet der Landschaftsgestaltung durch die Tätigkeit der Landplanungsstellen. Für alle diese Ausgaben muß geworben werdens Naturschutz muß dem ganzen Nolke eine Selbstverständlichkeit und Herzenssache werden. Lehrer und Erzieher die Führer unserer Jugend und all-, denen die hohe Ausgabe zuge° fallen ist, den deutschen Menschen wieder zu den Urquellen deutschen Wesens zu geleiten, finden m die- (em Buch ein hervorragend geeignetes Hilfsmittel zu praktischer Volkstumsarbeit. W>- weit der Na- turschutz -tzt ausgreift, welch große Werte er zu ,ich-?n und zu erhalten hat und aus welchen Wegen das geschehen muß, das und vieles andere ist in übersichtlicher, klarer und knapper Form unter neuen Gesichtspunkten zusammengesaßt worden so das, wir jedem wahren Natursreund tue Anschasfung dieses Bändchen» wärmstens empfehlen möchten. - Bros Schoenichens anregende Darstellung wird durch ausgewählte, gut gedruckte Bilder Wirkung»- voll unterstützt. — Wir weisen be, dieser Gelegenheit wiederholt aus das bei Bermühler erschienene vorbildliche und vielseitige Schrifttum über Natur- und H-imatschutz hin, insbesondere auch aus tue kleine stilugschrift „Natur- und Heimatschuß — cm Schlagwort oder eine Forderung nationaler Kul-
lebens sein, anschaulich, fruchtbar und praktisch, allgemeinverständlich, vielgestaltig und farbig. Es galt ein Werk zu schaffen, das entsprechend den jüngsten Ergebnissen der Forschung dem nationalen Aufbau dient und zugleich weiten Volkskreisen lebendige Belehrung und klare Einsicht in die Kulturzusammenhänge gibt. Zugleich galt es, die Geschichte des deutschen Lebens durch eine solche des Völkerlebens zu fruchtbringender Erkenntnis vom Wesen und Wert des eigenen Volkstums zu ergänzen. Diese Aufgabe will das „Handbuch der Kulturgeschichte" lösen, das jetzt bei der Akademischen Derlaasge' "
— Fahrten ins Reich: Ostpreußen / Hamburg-Bremen / Ruhrrevier. Don Rudolf Kircher. 68 Seiten. Societäts-Verlag, Frankfurt a. M. 1934. — (199) — Kircher greift auf seinen Fahrten drei deutsche Lebenszentren heraus, die gerade in der Verschiedenheit ihrer Aufgaben und Nöte am besten erkennen lassen, wie die praktische Arbeit beschaffen ist, die im Lande von neuen Menschen mit neuen Impulsen geleistet wird. Drei Notstandsgebiete, die jedes in seiner Art und aus anderen historischen und sozialen Gründen für irgendeines der großen Probleme und Aufgaben typisch sind, vor deren Bewältigung wir stehen. Fahrten ins Reich — damit ist der ordnende Gesichtspunkt bezeichnet, der den mühsamen und mit stärkster Energie vorgenommenen Neuaufbau leiten muß, wenn dieser Neuaufbau ganz Deutschland zugute kommen soll. Die Aufsätze geben vorurteilslos eine Bestandsaufnahme über die entscheidenden Fragen, die Volk und Wirtschaft bewegen und die gerade in Ostpreußen, in den großen Seestädten und im Ruhrrevier am deutlichsten zu spüren sind.
— Otto Gmelin: Frühling in Deutschland. Schriften an die Nation, Bd. 50. Gerhard Stalling Verlag, Oldenburg i. O. / Berlin. — (200.) — Gmelin führt uns durch bte deut- sche Landschaft dort, wo sie am schönsten ist und wo geschichtliche Vergangenheit und tiefe Innerlichkeit der Natur sich die Hand reichen. Er laßt uns Wald, Feld und Garten ebenso erleben wie die großen und gewaltigen Zeugnisse der Majestät Gottes. Baum, Strauch und Kraut sehen mir mit anderen Augen als bisher. Wir wandern mit dem Dichter und seiner Schar durch den Reichtum der Natur, und es ergreift uns der ewig geheimnisvolle Zauber der deutschen Landschaft.
Dr. Ern st Herrmann: Gletscher und Vulkane. 312 Seiten. In Halbleder 2.90 RM. Volksverband der Bücherfreunde, Wegweiser-Verlag G. m. b. H., Berlin-Charlottenburg 2. — (64) — Der große Gedankenkreis, der die beiden Elementarbegriffe „Gletscher" und „Vulkane" umschließt, ist Gegenstand dieses Werkes von Herrmann der als Geologe an zahlreichen wissenschaftlichen Gletscher- und Dulkanexpeditionen teilgenommen hat. Seine vielseitigen persönlichen Erlebnisse in jahrelanger praktischer Forschertätigkeit ergänzen seine fesselnden Ausführungen. Der Lebensprozeß des Gletschers von der ersten Schneeflocke bis zum grönländischen Riesen ist ebenso packend geschildert wie . . . * • r « A f..........LUmaa X av tu nun t AtnlrlAi
Philosophie und Religion.
— Hermann Glöckner: Heinrich von Stein. Schicksal einer deutschen Jugend. („Philosophie und Geschichte". 40 Seiten. I. C. B. Mohr (Paul Liebeck), Tübingen, 1934. — (203.) — Es handelt sich in dieser Schrift des Gießener Universitätslehrers um den früh verstorbenen Dichter-Philosophen H. von Stein (1857 bis 1887), den Verfasser der dramatischen Bilder „Helden und Welt" und des bis heute unübertroffenen Werkes „Die Entstehung der neueren Aefthe- tik". Er war bisher vor allem durch feine Beziehungen zu Richard Wagner und Nietzsche bekannt. Wagner hatte ihm die Erziehung seines Sohnes anvertraut; Nietzsche sagte von ihm, daß er „zu den ganz wenigen Menschen gehörte, an dessen Dasein er Freude hatte". Die neue Darstellung faßt Stein als „den ewigen deutschen Jüngling mit dem glühenden Herzen und dem hohen Sinn, der sich immer wieder wagt und opfert, der immer wieder auf» ersteht, auf wie vielen Schlachtfeldern er auch schon begraben liegt". Auf die Klärung des Verhältnisses zu Nietzsche wird besonderer Wert gelegt. Es wird zu zeigen versucht, daß Steins philosophischer Entwicklungsgang von Kuno Fischer über Dühring und Wagner-Schopenhauer nicht zu Nietzsche, sondern zu Dilthey führte. Anhangsweise werden eine Reihe von Briesen mitgeteilt, die Steins bedeutendster Schüler Robert Sommer (später Professor der Psychiatrie in Gießen) im Jahre 1887 über akademische Wirksamkeit, Krankheit und Tod seines Lehrers schrieb.
— D. Dr. Leopold Cordier, o. Professor der Theologie in Gießen: Das eigentliche Anliegen in der Kirchenfrage. Dolks- kirche als christliche Volksreligion oder als Kirche Jesu Christi. 32 Seiten. Verlag Friedrich Bahn m Schwerin in Mecklenburg. — (230.) — Cordier sieht das eigentliche Anliegen in den kirchlichen Auseinandersetzungen der Gegenwart noch nicht getroffen. Man werde der Sache, um die es geht, weder gerecht mit der politischen Ausdeutung der kirchlichen Opposition, noch mit der Beurteilung der Vorgänge lediglich als Kampf um die-Macht in der Kirche. Es werde letztlich darum gerungen, welche Gestalt die Kirche Jesu Christi im deutschen Raume annehmen kann. Gibt die überkommene Gestalt der Volkskirche noch die geeignete Form dafür ab? Das Schicksal der Volkskirche ist für den Verfasser heute in Frage gestellt. Ist die Stunde der nationalen Erhebung bereits die Stunde der Erneuerung der Volkskirche? Der erste Teil der Schrift behandelt die nationale Revolution als religiöses Erleben, der zweite Teil das Eigenverftänd- nis der Kirche als Kirche Jesu Christi und der dritte Teil die Gestalt der Kirche im deutschen Raum. Der Verfasser setzt sich sowohl mit F. W. Hauer und der Deutschen Glaubensbewegung wie mit den innerkirchlichen Bestrebungen auseinander, die eine volksorganische Begründung der Kirche versuchen. Die Schrift will Dem echten Erbe volks- kirchlicher Entwicklung Raum schaffen, das der Kirche auf deutschem Boden von Anfang an mit» gegeben war und das in reformatorischer Prägung zugleich der Kirche die Freiheit läßt, sich als Kirche Jesu Christi zu entfalten.
_ Kleine Einführung in d i e Cha- rakterkunde. Don Privatdozent Dr. H. R o hr - acker (138 S.) Verlag von B. G. Teubner in Leipzig und Berlin, 1934. - (197.) - Das Buch führt klar, leicht faßlich und verläßlich in die wesentlichsten Fragen und Hauptrichtungen der heutigen Charakterkunde ein und verlaßt nirgends den Gesichtspunkt der praktischen Bedürfnisse. Anschau-
— Rudolf Helm: Germanischer Schmuck. Bilderbücher des Germanischen Nationalmuseums, Heft 1. Nürnberg 1934. — (182) — Der Verfasser, ein Sohn des Marburger Germanisten Karl Helm, ist den Lesern des Gieß. Anzeigers und insbesondere der „Heimat im Bild" als alter Mitarbeiter lange bekannt. Die kleine, einen Druckbogen umfassende Schrift, gibt zunächst eine knappe, auf gediegener Kenntnis beruhende Einführung in Die Materie, die heute besonders eines allgemeinen Interesses gewiß sein -sollte. Der Leser gewinnt hier einen klaren Einblick in Kulturgut und Volkskunst
gen. Der evangelische Christ gehört einem und dem gleichen Gotte, wenn ihn der Ruf des Evangeliums trifft und wenn ihn im großen heiligen Sturm gegenwärtigen Volksgeschehens der Ruf des Herrn Der Geschickte trifft. Die Kirche kann heute kein abseitiges Leben in alten erstarrten Formen führen. Sie hat in dieser Zeit Aufgaben zu erfüllen wie kaum je in einer anderen. Alles drängt auf ein Neuwerden auch des evangelischen Christentums.
— E. G. Kolbenheyer: „Der Lebens-
Deutsche Erzähler.
— LudwigThoma: „Altai ch". Eine heitere Sommergeschichte. In Seinen gebunden 3,60 RM. Albert Langen/Georg Mueller Verlag, München. — (266) — Eine „heitere Sommergeschichte" nennt Ludwig Thoma selbst im Untertitel seinen vergnüglichen Roman „Altaich" und wahrhaftig: es ist eine lustige, mit bald behäbigem, bald witzigem und derb zupackendem Humor erzählte Geschichte eines kurzen Sommers in einem abgelegenen oberbayerischen Landstädtchen. Ein pfiffiger Ortskrämer kommt auf die Idee, Altaich zu einem Kurort zu machen und weiß trotz Phlegma und Widerstreben seiner „altbayrischen" Mitbürger den kühnen Plan durchzu- setzen. Was in den kurzen Wochen dieser Sommerfrische alles geschieht, wie die bunt durcheinander- gewürfelten Feriengäste untereinander und mit Den Eingeborenen zusammengeraten — das ist von Thoma großartig erzählt. Er kennt seine Bayern und weiß ihre urwüchsige Ablehnung aller Neuerungssüchte treffend zu schildern. Ein Sommerbuch, unterhaltsam wie wenige — und ein echtes von heimlicher Liebe und heimlichem Stolz erfülltes Volksbuch.
— Hermann Burte: Der besiegte Lurch. Ein Gleichnis des Kampfes gegen Das Leiden. Mit einem Nachwort von Heinrich Berl. Reclarns Universal-Bibliothek Nr. 7210. Geheftet 35 Pf., gebunden 75 Pf. — (223.) — Der Verfasser des „Wiltseber" schenkt uns hier ein neues Werk voll Phantasie und voll Tiefsinn. Ein Märchen für Erwachsene — aber ein Märchen, in dem es neben Prinzessinnen, Rittern und Drachen, auch Hochspannungsleitungen, Maschinenmenschen und Parlamente gibt —, ein sagenhaftes „Armansland", in Dem Die Zeiten in wunderlichem Zauber inein» anDerfpielen, Das aber im tiefsten Grunde nichts anderes verkörpert als das urewige Deutschland mit seinen Problemen, Kämpfen und Gebrechen, aber auch mit seinen immer neuen Kräften Der Neugestaltung unD Der erlösenDen Liebe. In Der seltsamen Fabel von Dem Kampfe eines LanDes gegen den urwelthaften Riesenlurch ist der Kampf aegen das Hebet symbolisiert — gegen die vielen Hebel, die am Mark unseres Volkes zehren. Aber in wun- Derbar heldischen Gestalten erstehen auch die Heber» minder des Ungetüms, und in einem Preis auf die Kräfte der selbstlosen Liebe klingt Die SchilDe- rung aus.
— LuDwig Bäte: Der Friide. Roman. Broschiert 3 RM., Seinen 4,20 RM. Brunnenoerlag, Willi Bischoff, Berlin SW 68. — (135) — In M,n- Den unD Osnabrück sitzen 1648 Die Geschäftsträger Der europäischen Staaten beisammen unD suchen zum FrieDen zu kommen. Kaum eine Der größeren Mächte hat im Dreißigsten Jahre Des Krieges noch Die Kraft, Diesen Krieg etwa ein weiteres Jahr noch zu ertragen, unD Die Deutschen Staaten, die Den Schauplatz Dieses fürchterlichsten aller Kriege ^ergaben, vegetieren nur noch. Der ^rieDe Darf aber nicht voreilig abgeschlossen merDen, Denn Die Großen sinD scharf darauf bedacht, am Ende aller Muhen einen guten Gewinn Heimzubringen. Ganz vereinzelt leuchtet ein Sichtlein weit hinaus, Die alte Gotteslehre lebt noch. Irgendwo liegen auch Trümmerftuae Des Wissens noch umher. UnD Das roirD man nun wieder aufbauen. Dies alles zeigt Bäte m einer Unzahl von Miniaturen, die den getreuen Ton Des Zeitalters tragen. Die Welt um 1648 konnte bester
lösen, das jetzt bei der Akademischen Verlaasgesell- schaft Athenaion m. b. H. in Potsdam zu erscheinen beginnt. Führende Gelehrte wie u. a. die Universitätsprofessoren Gustav Neckel- Berlin, W. Flemming- Rostock, Hans Naumann- Berlin, W. Bauer-Wien, H. de Boor-Bern, E. Ermatinger- Zürich, P. Kletler-Wien, F. Schönemann-Berlin, F. W i l d - Wien haben sich mit dem Herausgeber, Heinz Kindermann-Danzig, zu einer Arbeitsgemeinschaft gusammengeschlossen, die nun daran gegangen ist, das Sehen selbst, die deutsche und europäische Kultur in ihrer ganzen Vielgestaltigkeit und Farbenfülle zu gestalten. Unmöglich, auch nur annähernd die Vielgestaltigkeit des Werkes zu umreißen. Ein Querschnitt durch das Volksleben von Jahrtausenden, wie er hier geboten roirD, hat heute eine kaum zu überschätzende BeDeutung, zumal wenn er so klar und anschaulich, so fesselnd und belehrend ist. Eine Fülle des wertvollsten Bildmaterials, einfarbig und bunt, ergänzt überall wirkungsvoll den Text, gleichsam ein Bilderatlas der Kulturgeschichte, dessen Wert noch durch die buchtechnisch hervorragende Ausstat- tung erhöht wird. Ein gutes Beispiel von dem Charakter des Werkes geben die beiden ersten Lieferungen, die Anfänge von Neckels grundlegendem Werk „Die Kultur der alten Germanen" und von K l e t l e r s ausgezeichneter Darstellung der „D e u t f ch e n K u l t u r z w i f ch e n D ö l k e r - Wanderung und Kreuzzüge n". Die beiden folgenden Sieferungen beginnen mit einer fesselnden Darstellung der Kultur der romanischen Völker, in die sich die Professoren Mulert- Innsbruck und Gies e - Hamburg teilen, wahrend Die Kultur Großbitanniens der Wiener
Politik.
— Carl Schmitt: „Staatsgefüge und Zusammenbruch des Zweiten Reiche s". In Der von Staatsrat Professor Dr. Carl Schmitt herausgegebenen Schriftenreihe „Der Deutsche Staat Der Gegenwart". Heft 6. Kart. 1 Mark. Hanseatische Verlagsanstalt Hamburg. — (231) — Der Konflikt zwischen preußischem SolDatenstaat, Der vom Geiste Friedrichs Des Großen unD Hegels getragen rourDe, unD Dem bürgerlichen Derfasfungsstaat, Der fein Ideal in Der westlichen Demokratie sah, bestimmte Die ganze verfassungsmäßige unD politische Sage seit Dem Verfassungsstreit von 1862. Der liberale Bürger schloß mit Dem preußischen Soldaten einen Kompromiß, Der auf einen günstigen Fall, auf Den siegreichen Krieg eingerichtet war. Die Indemnität von 1866 war eine solche Antwort Des Bürgers auf Den siegreichen Krieg; sonst hätte er wahrscheinlich von Verfassungsbruch und Staatsgerichtshof gesprochen. Als 1918 Dieser Sieg ausblieb, brach das in sich zwiespältige Staatsgefüge zusammen, und Die Weimarer Verfassung war Die posthume Aus- einanDersetzung mit Dem nicht mehr vorhanDenen preußischen SolDatenstaat. Seit 1862 hatte sich Der preußische Soldatenstaat in einer geistigen Defen- sive befunden, der bürgerliche Derfasfungsstaat hatte Den „Zeitgeist", auf feiner Seite. Mit Dem Eingehen auf die DerfassungsforDerungen Des Bürgers (1850) trat Der preußische SolDatenstaat in eine Entwicklungslinie ein, Die ihn in DauernDe Konflikte unD schließlich zum Zusammenbruch führen mußte.
— Bruno H. Jahn, Sinn unD Sitt- lichkeit Des Nationalismus. Versuch einer vernunftgemäßen BegrünDung. In Kartonband 3,50 Mark. Verlag I. G. Cotta, Stuttgart. — (137) — Hingerissen von Der Gewalt Der nationalen Erhebung, roirD mancher Den Wunsch empfinden, sich klar zu werden über die ursprünglichen Kräfte, Die Diesem hinbrausenDen Strom Kraft unD Un« hemmbarkeit verleihen. Die Fragen nach dem letzten Ursprung und nach den sittlichen Werten Dieser Bewegung erörtert Dieses Buch. Willensbildung und Volkwerdung, Entstehung Der Gemeinwirschaft unD Des GelDwesens merDen an Der SanDe nationaler Sittlichkeit gemessen, unD es wird gezeigt, wie Die Deutsche Volkwerdung auf Grund eines klaren Fest- Haltens an Den ethischen Gesetzen des Nationalismus möglich wurde und zur letzten Vollkommenheit reifen wird.
— Schulrat Paul Sommer: Erläuterungen zu Adolf Hitlers „Mein Kamp f". Herrn. Beyer Verlag Seipzig O 5. Preis 1,20 Mark. — (605) — Der Verfasser behandelt nach einer kurzen Einführung, die sich mit der Person Des Führers, seinem Werke unD Dessen Aufgabe befaßt, zunächst Den Aufbau unD Die Planung Des Werks. Dann folgen Wort- unD Sacherklärungen nacheinander so georDnet, Daß sie bei Der Seftüre Des Werks „Mein Kampf" sofort nachgelesen werden können. Hieran schließt sich eine Zusammenstellung Der Hitlerworte. Diese und Die folgenden Aufsatzentwürfe sollen zur Schulung Dienen, fei es im Unterridjt Der neuen Deutschen Schule, bei Der Hitler-Jugend, beim Arbeitsdienst oder der Polizei. Auch für Vorträge gibt es Anregung und dil- . Det ein brauchbares Hilfsmittel.
Deutsche Kutturgeschichie. I
Der Aufbau unseres staatlichen und kulturellen Lebens vollzieht sich im Zeichen Der Kräfte, die tief im Volkstum wurzeln und immer wieder in Der deutschen Vergangenheit lebendige Gestalt gewonnen haben. Diese bewußte Anknüpfung an die kulturschöpferischen Eigenschaften unseres Volkes, an Das Erbe unserer Rasse hat überall Den Wunsch nach größerere Klarheit über die Kultur unserer Vorfahren erweckt, über das Sehen des deutschen Menschen in den vergangenen Jahrhunderten, das Werden und Wachsen unseres Volkes in Stadt und Land Pom Beginn unseres völkischen Daseins bis zum heutigen Tage. Es war an der Zeit, Dem deutschen Volke eine neue, umfassende und mustergültige Geschichte feiner Kultur vorzulegen. Ein solches Werk muhte in Bild und Wort ein Spiegel des deutschen Volks»
unferer germanischen Ahnen, sieht es entstehen und sich entwickeln und abgren^en von fremden Einflüssen nach eigenen Gesetzen zu eigener Form; und er wird auch von hier aus die Heberzeugung gewinnen, daß die Welt des Frühgermanentums we- Der fo primitiv noch so abhängig gewesen ist in den Aeußerungen ihres kulturellen Lebens, wie Das vielfach leichtfertig Dargestellt roorDen ist. Die 24 klaren unD schönen Bilder verhelfen diesem Eindruck zu lebendiger Anschaulichkeit: Ostgotische, fränkische, langobardische und alemannische Stücke edelster Arbeit; Spangen, Gewandnadeln, Grabschmuck, Ohrringe, Gürtelschnallen, Zierscheiben, Armbänder und Dergleichen erscheinen in natürlicher Größe und werden im Verzeichnis mit wissenschaftlicher Genauigkeit und liebevoller Sachkenntnis beschrieben.
— Arthur Mämpel: ßiegt die Wiege Der Menschheit Doch im Norden Europas? Was agt die Praehistorie dazu? Verlag H. Decker, Teterow (Mecklenburg). Preis 1,25 RM. — (65) — Was bisher die Sprachforschung und Archäologie für das Germanentum unserer Frühzeit erbracht haben, Das sucht Arthur Mämpel für Die Vorgeschichte mit Den TiefenfunDen aus der Altsteinzeit zu beweisen. Mämpel fordert die Wissenschaft auf, sich mit diesen Feuersteinwerkstätten bei Teterow in Mecklenburg zu beschäftigen und Die Durch Diese liefenfunDe notwendig geworDene Neu- orDnung Der gesamten Hrgeschichte vorzunehmen.
— Rom von Der Antike bis Mussolini. Ein Bildhuch mit 53 großen Aufnahmen und einem erzählenden Text von Dr. Ka r l H o e b e r. (Sammlung „Das Bildgut", Band D 201.) Verlag Frede- beul 8t Koenen, Essen. Preis 1,— RM. — (108) — Das Buch hat nichts gemein mit einer der umfangreichen, mit Daten beschwerten und darum oft nur mühsam zu verarbeitenden Monographien, sondern ist ein neuartiger, leicht lesbarer Wort-Bild-Bericht, knapp, aber Das Wesentliche herausstellend, so daß sich der oft verwirrende Reichtum der vieltausend- jährigen Stadt in wohltuender Klarheit auseinander- leat. Wie allmählich aus der Campagna das Rom
lich erläutert es Die in diesem Sinne brauchbarsten Typenlehren wie die von Kretschmer, Jaensch und anderen sowie das charakterologische System von Klages und wägt Die Vorzüge und Grenzen der auf medizinisch-naturwissenschaftlichen Forschungen aufgebauten Charaktersysteme gegenüber den philo- ophisch begründeten ab. Eingehend werden nach )em Stand der neuesten Forschungen die weltan- chaulich entscheidenden Fragen nach den Beziehungen des Charakters zu Vererbung, Umroelt und Schicksal des Einzelnen erörtert und die weitgehende körperliche und damit erbbiologische Bedingtheit aller Charakteranlagen betont. Ein am Schluß bebgegebener Fragebogen nach der Methode Kretschmers leitet zu eigenen praktischen Beobachtungen an.
— Emanuel Hirsch: „DeutschesVolks- tum und evangelischer Glaub e". Kart. 1.50 RM. Hanseatische Verlagsanstalt Hamburg. — (186) — Die vorliegende Veröffentlichung des bekannten Göttinger Theologieprofessors berührt den Mittelpunkt der kirchlichen Auseinandersetzun-


