Einzelbild herunterladen

Das

Links: Gottfried von Tramm. Rechts: der Australier Jack Crawford.

ccm

Ueberreichun

wl

Kreisgebiet Gießen zählt in 17 Orts­gruppen 1189 Mitglieder.

Gottfried von Tramm trug in Paris wohl den bisher größten Erfolg seines Lebens davon. Im Endspiel der französischen Tennismeisterschaften schlug von Tramm den Australier Crawford nach einem herrlichen Kampf mit 6:4, 7:9, 3:6, 7:5, 6:3 und setzte sich damit an eine der ersten Stellen der Weltrangliste. Der Wimbledonsieger war zum Schluß etwas nervös, während der Deutsche durch

Deutscher Sieg im Eifelrennen

Erfolgreicher Sieg der neuen Mercedeswagen vor 300000 Zuschauern

Ehrend gedachte die Vertreteroersammlung des oer- torbenen Rektors Gg. Kling- Gießen, des lang- ährigen verdienten Obmanns des Wettschreibeaus-

Die Lizenz-Solofahrer warteten ebenfalls mit Leistungen auf, die staunen liefen. In den vier Klassen gab es drei deutsche Markensiege. S ö - n i u 5 (NSU) schlug Rüttchen in der 1000er Klasse, Ley (DKW) holte sich den Sieg in der Halbliterklasse und Kahrmann-Fulda (DKW) war bei denKleinsten" erfolgreich. Klei n-Frank-

Gottfried von Gramm MW Crawford

Feierliche Einführung der Pröpste von Frankfurt und Nassau.

LPD. Frankfurt a. M., 3. Juni. In der estlich geschmückten St. Katharinentirche zu Frank- urt a. M. fand am Sonntag nachmittag die zierliche Einführung der neuen Pröpste von Frankfurt und Nassau. Trorn- mershausen und Peter, durch den Landes- bischof Lic. Dr. Dietrich statt. Der Landesbischos hielt die Liturgie und verlas das Schriftwort. Lan­desbischof Dr. Dietrich hielt die Einführungs­rede. Er wies darauf hin, daß die Kirche heute mitten im Umbruch des Volkes stehe und daß ihr neue Aufgaben gestellt worden seien. Er hob die aufopferungsfreudige Gemeindearbeit der beiden Pröpste hervor und forderte sie auf, auch in ihrem neuen Amt ihre ganze Kraft für das Wohl der Kirche einzusetzen. Danach nahm er ihnen das Treugelöbnis ab und hing beiden die silberne' Amtskette um. Die Festpredigt hielt Propst Trommershausen. Das Schlußgebet sprach Propst Peter, den Segen erteilte der Landes­bischof.

Schmetterbälle immer wieder Punkte sammelte und so die beiden letzten Sätze in großem Stile an sich brachte. Riesenbeifall der 8000 Zuschauer belohnte die großartige Leistung des Siegers. Im Damen­einzelspiel bestätigte die junge Engländerin Peggy Scriven ihre aufsteigende Form und schlug Helen Jacobs 7:5, 4:6, 6:1 überaus sicher.

furt (Norton) brachte das Rennen bis 350 an sich.

v. Brauchitsch vor öfurf.

eberreichun ad e r Gesellenbriefe statt, orauf Altgeselle Mohr (Vetzberg) die Prüflinge mit schlichten Worten und Handschlag in den Kreis der Gesellen aufnahm.

* Bad-Nauheim, 3. Juni. Gestern und heute tagte in unserer Badestadt das Kreisgebiet Gießen der Deutschen Stenographenschaft. Die Arbeits­tagung begann an Samstagnachmittag mit einer

UnterrichtsleiterBesprechung,

bei der Diplom-Handelslehrer Dehmer - Gießen einen äußerst aufschlußreichen Vortrag hielt über Wie ist der Redeschriftunterricht zu betreiben?" Eine rege Aussprache schloß sich an.

Abends fand im Teichhaus die

Vertreter-Versammlung

tatt. Der Führer des Kreisgebietes, P. H. K u h l ° Gießen, konnte in seinem gründlichen Jahresbericht Rückschau halten auf ein Jahr, das in der Geschickte der Stenographie besonders bedeutungsvoll gewesen ist, hat es doch endlich die ein e deutsche Kurzschrift und damit dem Sehnen des Schöpfers der deutschen Stenographie, Franz Taver Gabelsberger, nach hundert Jahren die Erfüllung gebracht. Der Bericht ging näher auf die Bedeutung der Kurz- chrift im neuen Deutschland ein. An allen deutschen Schulen werde jetzt die deutsche Kurzschrift gelehrt und allen jüngeren Beamten sei die Beherrschung der Stenographie zur Pflicht gemacht. Besondere Bedeutung werde in Zukunft den Handwerkskam­merprüfungen beigemessen, die mehr auf die Brei- tenleistuna eingestellt würden. Auch dem Maschinen­schreiben solle mehr Beachtung geschenkt werden. Im Oktober findet bereits ein Maschinen-Leistungs- schreiben des Gaues in Frankfurt a. M. statt.

ger die Waffen strecken, Zoller kam Wer blt zweite Runde nicht hinaus und auch Nuvolan er­eilte in der siebten Runde das Geschick.

Deutschland unterliegt den Tschechen.

TschechoslowakeiDeuschland in Rom 3:1 (1:0).

Der erfreulich schöne Siegeszug des deutschen Fußballsportes, begonnen mit den programm­mäßigen Länderspielen eines ganzen Jahres und ortgesetzt mit den schönen Erfolgen der ersten leiden Runden bei der in Italien stattfmdenden Weltmeisterschaft, hat am Sonntag eme Unter- brechung gefunden. Die deutsche Mannschaft stand in Rom vor nur 15 000 Zuschauern der Elf der Tschechoslowakei zum ersten Male in einem Canber« kämpfe gegenüber und wurde mit 3:1 (1 :0) ge­schlagen. Der Kampf war heiß und hart. Beide Mannschaften gaben ihr letztes her, um den Sieg an sich zu bringen. Die Tschechen waren sehr gut, sie waren aber nicht unbedingt besser als die deutsche Mannschaft und mit etwas mehr Glück hätte auch der deutschen Elf der Sieg in den Schoß fallen können. Dieses Glück war nicht mit uns und es bleibt uns nur noch die Aussicht auf den dritten Platz, den wir uns durch einen Sieg über Oester­reich am Donnerstag in Neapel allerdings erst er­kämpfen müßten, lieber den Spielverlauf berichten wir morgen.

In Mailand wurde zu gleicher Zeit vor ausver­kauftem Stadion das andere Vorschlußrundenspiel, das Oesterreich und Italien als Gegner sah, gespielt. Die Italiener siegten 1:0, so daß die Endrunde um die Weltmeisterschaft zwischen Italien und der Tschechoslowakei ausgetragen wird.

DieTurnerweltmeisterschafien in Budapest.

Deutschland an 3. Stelle.

Der zweite Tage der 10. Turner-Weltmeisterschaf­ten in Budapest hat den famosen Eindruck, den unsere Turner am Eröffnungstage besonders durch den Erfolg des Frankfurters Winter im Reck­turnen hinterließen, wieder etwas verwischt. Di« am Samstag beendeten Titelkämpfe brachten den Schweizer Turnern einen Riesenerfolg ein. Einen ganz bestechenden Triumph feierte der Baseler Mack, der sich nicht weniger als vier W e 11 meister-Titel sicherte. Er gewann den Einzel- 15-Kampf, das Barrenturnen, den Pferdsprung und am Pferd quer. Auf Grund der hervorragenden Leistungen Macks kamen die Eidgenossen auch im Mannschafts-15-Kampf zum Siege, während an den Ringen erwartungsgemäß der Tscheche H u d e k einen Erfolg feierte. Sieger in der Freiübung, wo keine Meisterschaft zu vergeben war, wurde eben­falls ein Schweizer: Miez-Chiasso.

Deutschlands Turner waren durch das üor^eittae Ausscheiden ihres Besten, des Müncheners Kr ötzsch, der sich am Vortage am Pferd eine schwere Hand- Verletzung zugezogen hatte, natürlich stark benach­teiligt. Bester Deutscher im Einzel-15-Kampf blieb Sandrock, der mit 131,85 Punkten allerdings nur einen der hinteren Plätze belegte. Ihm folgt Ernst Winter mit 131,40 Punkten.

Im Gesamt-Ergebnis belegte die Schweiz den ersten Platz mit 787,30 Punkten vor der Tschecho­slowakei mit 772,90 Punkten und Deutschland mit 769,50 Punkten.

Sommerspielpause im Fußball.

Die Sommerspielpause im Fußball ist vom Deut­schen Fußballbund für das ganze Reichsgebiet für die Zeit vom 2. Juli bis 15. August einheitlich fest­gesetzt worden.

Segelflugzeug-Modell flog 15 Kilometer.

Eine außerordentlich gute Zeit und Strecke er­reichte ein Segelflugzeugmodell, das auf dem Hir­zenhainer Segelfluggelände aufgelassen wurde. Es segelte 7 Minuten über Start, entfernte sich bann in nordöstlicher Richtung und landete leicht beschä­digt bei Offdilln. Die zurückgelegte Luftlinie beträgt 15 Kilometer.

Eine Flieger-Ortspruppe in Lauterbach.

Lauterbach, 2. Juni. (LPD.) Nachdem sich hier bereits vor einiger Zeit eine JungfliegergruppO gebildet hatte, die während des Winters aus eige­nen Mitteln ein Hochleistungs-Segelflugzeug im Rohbau fertigstellte, wurde hier in Anwesenheit von Jlieger-Untergruppen-Führer Graf Solms zu \ La.ubach, eine Flieger-Ortsgruppe Lauterbach im DLV. gegründet, deren vorläufiger Leiter Bürger­meister Peter ist. In der Gründungsversammlung 1 meldeten sich 50 Freunde der Fliegerei als aktive oder fördernde Mitglieder. Die junge Ortsgruppe will zunächst ein einfaches Schulflugzeug, Typ Zögling", bauen, um dann auf einer Anhöhe bei dem benachbarten Kreisort Maar, der Bilskuppe, mit dem lieben beginnen. Die Bilskuppe wurde von Sachverständigen für die Durchführung der A» und 8-Prüfung für geeignet befunden.

Kurze Sportnotizen.

Unsere Sportler - N a t i o n a l m a n n- schäften werden bei Auslands-Starts in Zukunst eine einheitliche Kleidung tragen. Der Reichsbund für Leibesübungen hat dafür eine Tracht geschaffen, die aus braunem Rock mit dem Hoheitsabzeichen, einer braunen Mütze und grauer Wollhose besteht.

Deutsche Gienografenschasi

SaS Kreisgebiet Gießen tagte in Bad-Aauheim.

Bei dem stark besuchten

Unlerhallungsabend, den die Ortsgruppe Bad-Nauheim zur Begrüßung der Gäste bot, waren die Vertreter der Ortsgruppe der NSDAP., der Stadtverwaltung, der Handels­kammer Friedberg, der Presse in größerer Zahl erschienen. Der Vorsitzende der Ortsgruppe Bad- Nauheim der Deutschen Stenographenschaft Hans Schnell verband mit seiner Begrüßung herz­lichen Dank an die Regierung des neuen Reiches, die die Kurzschrift wieder in ihre Rechte als deut­sches Kulturgut erhoben habe. Begeistert wurde das Sieg-Heil!" auf den Führer ausgenommen und mit dem Gesang des Deutschlandliedes und des Horst - Wessel - Liedes erwidert. Kreisgebietsführer Kuhl dankte für die freundliche Aufnahme in Bad-Nauheim und nahm unter lebhaftem Beifall die Ehrung besonders verdienter Stenographen vor. Es erhielten den Ehrenbrief der Deutschen Stenographenschaft die beiden hochverdienten lang­jährigen Vorsitzenden der früheren Gießener Steno­graphenvereine Franz H a n ft e i n und Alex Karn­bach, ferner Hans Schnell, Frl. Minna Franke und L. Wer le (Bad-Nauheim).

Am Sonntag früh sand in der Stadtschule und in der Ernst-Ludwig-Schule das

Leistungsschreiben

statt. Da die Kurzschrift allmählich zur Volksfchrift werden soll, wird jetzt erhöhter Wert auf saubere und richtige Schreibweise gelegt, damit jedermann auch das Stenogramm eines anderen gut lesen kann. Deshalb muß jeder Wettschreiber jetzt auch immer eine Arbeit im Richtigschreiben abliefern. An dem Wettbewerb beteiligten sich 167 Personen.

Die Preisverteilung nahm am Nachmit­tag der Obmann des Wettfchreibe-Ausschusses Aug. Siebert (Gießen) vor. Er dankte herzlichst für die gestifteten 23 Ehrenpreise und für die bereit­willige Mitarbeit bei der mühevollen Wertung der Arbeiten. Heber das Ergebnis des Wettschreibens

werter. _ ..

Aus dem Kassenbericht geht heruor, daß die Einnahmen in der Zeit vom 1. April 1933 bis 31. Dezember 1933 8508,72 Mark, die Ausgaben 8005,83 Mark betrugen. Die Aenderung der Satzun­gen wurde genehmigt. Als nächster Tagungsort wurde Rüdesheim a. Rh. bestimmt.

Hierauf hielt Malermeister Wilhelm Kraus (Frankfurt a. M.) einen Vortrag über

Die volksverbundene Tätigkeit des Maler­meisters auf dem Lande".

Er führte u. a. folgendes aus: Die Museen sollten uns den Volksgeist unserer Väter erkennen lassen. Aeußerungen von Kunst und Handwerk sollten sich erdverbunden zeigen. Der Maler sei besonders ge­eignet, wahre Volkskunst erstehen zu lassen. Die Not der Zeit müsse Lehrmeister in der Kunst werden. . .

Die Ausgestaltung der Gasthäuser auf dem Lande müsse die Verbundenheit mit der Natur er­kennen lassen, ebenso die Ausgestaltung der Schu- len. Der kulturelle Geist der neuen Zeit muß ein- geflochten werden, ohne die Verhältnisse auf dem Land zu stören. , ~ ,

Das zweite Referat hielt Malermeister Jakob Kleid (Frankfurt a. M.) über

künstlerische Raumgestaltung".

Der Redner sprach über die Voraussetzungen der Raumgestaltung, erläuterte die Entstehung des Raumes, sowie die Entwicklung der Bauweise und die Gestaltung und Veredlung des Raumes durch die Farbe. Zum Schluß wies er noch auf beson­deren Schöpfergeist in früherer und neuerer Zeit ^Anschließend betonte Handwerkskammerpräsident Müllerdie Bedeutung der Presse und das Wesen der Kritik. Ein schlechter Handwerker bedeute nicht die Gesamtheit des Handwerkerstandes.

Auf Anregung des Verhandlungsleiters wurde an den Reichshandwerkführer folgendes

Treugelöbnis

gesandt:

Die anläßlich des Rhein-Mainischen Malertages in Gießen versammelten Malermeister entbieten ihrem Reichshandwerksführer herzliche Grüße mit der Versicherung treuester Gefolgschaft."

Arn Schluß der Verhandlungen brachte der Ver­bandsführer ein dreifachesSieg-Heil!" auf den Führer und Volkskanzler Adolf Hitler aus. Das Deutschlandlied und das Horst-Wessel-Lied bildeten den Abschluß der anregenden Tagung.

Arn Nachmittag nahmen die Verhandlungsteil­nehmer an der Kundgebung in der Volkshalle teil Anschließend fand eine Familienzusammenkunft au der Liebigshöhe statt. Im Mittelpunkt der Ver­anstaltung stand die feierliche

Lossprechung der Lehrlinge.

Zunächst wies Jnnungsführer Stühler darau hin, daß sich das Handwerk in der Zeit der Zünfte nur dadurch so günstig entwickeln konnte, weil Meister, Geselle und Lehrlind im Dreiklang verbun­den waren. Durch das liberalistische System sei dieser Zusammenhalt verloren gegangen. Dadurch habe auch die Ausbildung des Nachwuchses leiden müssen. Es sei erfreulich, daß das Ideal der Zünfte im Dritten Reich wieder zur Geltung kommen solle. Der Redner wandde sich dann an die Prüflinge und wies daraus hin, daß ihre Ausbildung noch nicht abgeschlossen fei; jeder Meister pflege eine andere Arbeitsweise.

Gesellenprüfungsmeister K. W a g n e r berichtete, bekrön 24 Prüflingen 23 bestanden hätten. Hand­werkskammerpräsident Müller richtete ebenfalls ernste Mahnworte an die Pxüflinae. Nach dem Ge­löbnis der Prüflinge fand die Lossprechung und

Im übrigen trugen musikalische Darbietungen, Liedervorträge, Darbietungen der Tanzgruppe, Sing- und Spielschar der Guttempler-Loge wesent­lich zur Verschönerung der Zusammenkunft bei.

Rhein-Mainikche Malertag statt. Außer zahlreichen Fachkollegen aus nah und fern nahmen an den Verhandlungen u. a. teil: Handwerkskammerpräsident Müller, Handwerks- kammersyndikus Dr. Reif (Darmstadt), Kreisleiter der NS.-Hago Schimmel, stellv. Kreisleiter H e y d, Obermeister Stühler (Handwerkskammer-Neben­stelle), außerdem der Syndikus des Reichsverbandes, Derbandsführer Fritz Buchenberger vom Pfälzer Landesverband, sowie ein Vertreter der Handwerkskammer Kassel. Nach einigen Musikstücken van Mitgliedern der SA.-Reserve-Kapelle und dem Fahneneinmarsch begrüßte der Landesverbands­vorsitzende für den Rhein-Main-Verband, Albert Bäuerle (Frankfurt a. M.) die Erschienenen. Der Vertreter des Reichsverbandes übermittelte die Grüße desselben und wies darauf hin, daß rege Beziehungen zwischen der Reichsleitung und den Landesverbänden dzw. den Innungen zu nutzbrin­gender Arbeit dringend notwendig seien. Der Ge­meinschaftsgedanke- müsse sich den Eigeninteressen gegenüber immer mehr durchsetzen.

Der Vertreter der Handwerkskammer Kassel so­wie der Landesführer des Pfälzer Verbandes über­mittelten Grüße der von ihnen vertretenen Organi­sationen, ebenso

Handwerkskammerpräsident Müller für die Handwerkskammern Darmstadt und Wies­baden. Letzterer führte dabei u. a. folgendes aus: Es gelte die Grundsatztreue zu wahren von einst, Handwerkerbewuhtsein sei das Gebot der Stunde. Wer vor der Revolution nicht mitgekämpft habe, sei heute nicht berechtigt zu kritisieren. Das Hand­werk habe in den letzten 200 Jahren keinerlei Heber- heb lichtes gezeigt. Die Industrie sei ein Kind des Handwerts; sie müsse wissen, was sie dem Hand­werk schuldig sei. Nur der könne als Führer in Frage kommen, der geistig, sittlich und fachlich auf der Höhe sei. Durch das Bewußtsein der Allgemein­heit zu dienen, sei das Handwerk groß geworden. Wenn das Handwerk aufleben solle, müsse der Geist früherer Zeit wieder einziehen.

Vor Eintritt in die Verhandlunaen gedachte der Derbandsführer der im letzten Jahre verstorbenen 22 Kollegen. Aus dem

Bericht über die Tätigkeit des Landesverbandes in der Zeit von Dezember 1933 bis heute ist zu erwähnen, daß der Aufbau auch in der Berichtszeit intensiv weiter betrieben wurde. Der Landesverband umfaßt jetzt 27 Innungen mit 2500 Mitgliedern. Durch das Arbeitsbefchafungsprogramm sei die Be- schäftigung im Maler- und Tünchergewerbe zufrie- denstellend gewesen. Die Verhandlungen bezüglich des öffentlichen Derdingungswesens feien vorwärts gekommen. Anschließend bemerkte Handwerkskam­merpräsident Müller, daß das KapitelPreis­angebot" heute besonders wichtig fei. Die zutage tre­tenden Unterbietungen hätten oft ihre Ursache in der Derschiedenart der Verhältnisse der einzelnen Hand-

Das Eifelrennen auf dem Nürburg-Ring bewies auch in diesem Jahre seine große Anziehungskraft. Trogdem das Wetter am Samstag und Sonntag­vormittag alles andere denn schön war, strömten die Massen in unübersehbaren Kolonnen zum Ring. Als dann am Sonntagvorrnittag gegen 11 Uhr zum ersten Male bei durchbrechender Sonne ein voller Heberblick über die Rennstrecke gewonnen werden konnte, war man nicht überrascht, mindestens 250 000 Zuschauer längs der Rennstrecke versam­melt zu sehen. Als um 7.30 Uhr das erste Rennen der Ausweisfahrer abgelaffen wurde, herrschte auf der ganzen Strecke starker Nebel. Am Trussell war dieser sogar so dicht, daß die Fahrer nur 20 Meter weit sehen konnten. Trotz dieses Handicaps voll­brachten die Amateure Leistungen, die als ganz erstklassig zu bezeichnen sind. In der 500er Klasse brachte es der Kölner Freund sogar auf einen Stundendurchschnitt von 93,5 Kilometer.

Als die Lizenzfahrer an den Start gingen, hatte sich das Wetter gerade etwas gebessert, es kam für kurze Zeit sogar die Sonne durch. Zuerst absol­vierten die Beiwagensahrer ihren zweiten Lauf zur Deutschen Straßenmeisterschaft. Das schweize­rische Ehepaar Stärkte war hier allen anderen Teilnehmern überlegen. Aber sechs Kilometer vor dem Ziel blieb es aus unbekannten Gründen auf der Strecke liegen und mußte so den Sieg an den Nürnberger Schumann abgeben. In der schwe­ren Klasse verwies W e y r e s (Aachen) den Mün­chener Möritz auf den zweiten Platz.

Bis zum Beginn des Rennens der Wagen hatte sich die Zuschauermenge auf 300 000 erhöht. Auch das Wetter hatte sich vollkommen aufgeklärt und Sie Bahn war fast ganz abgetrocknet. Gleich nach dem Start, der um 15 Uhr erfolgte, ereignete sich ein schwerer Unfall. Franke auf Bugatti überschlug sich und blieb mit einem Schädelbruch auf der Bahn liegen. Durch diesen Unfall kam das Feld in Ver­wirrung. Verschiedene Fahrer hielten an. Das Ren­nen aing aber weiter. Bald hatte sich v. Brauchitsch mit seinem Mercedes einen ausreichenden Vor­sprung vor seinem Stallkameraden F a gj o l i ge­sichert. Während Fagioli aber im Verlaus des Ren­nens hinter Hans Stuck (Auto-Union) und Chiron (Alfa Romeo) zurckfiel, fuhr v. Drauchitsch in gleichmäßig schnellem Tempo sein Rennen als Sie­ger nach Hause. Zweiter wurde Hans Stuck, der Chiron ständig gut im Schach hielt.

Ausfälle gab es genügend. Don der Auto-Union mußten Prinz Leiningen und Momber -

chusses.

Der Kassenbericht des Rechners L. ®ra« d e l i u s = Gießen zeigte gesunde Kassenverhältnisse. Dem Rechner wurde Dank für seine sorgfältige Ar­beit und einstimmige Entlastung erteilt. Die nächst­jährige Kreistagung findet m Wetzlar statt. Zum .

Obmann für das Maschinenschreiben im Kreisgebiet I berichten mir noch, wurde Fidel Balken- Gießen bestimmt.

W