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Landesverbandstagung des Min-Maimschen Maler- und Tünchermeisterverbandes in Gießen

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Der überwältigende Erfolg der Volksabstimmung und Reichstagswahl am 12. November 1933, dieser Ausdruck einmütigen Vertrauens zum Führer und einer endlich wiedergewonnenen einheitlichen poli­tischen Willensbildung des deutschen Volkes, der Aufmarsch von Millionen schaffender Menschen am 1. Mai 1934, demTag der Nationalen Arbeit", haben zweierlei der gesamten Welt bewiesen:

den stahlharten Willen eines durch Jahrzehnte zerrissen gewesenen ganzen Volkes, sich zu be­haupten und seinen ihm gebührenden Platz

ner Gastgebern, die die Durchführung des Festes unter der Initiative ihres Führers, Kamerad Schwenker, und nicht zuletzt durch die tatkräf-

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gegen eine Welt von Feinden.

Reichs tr e u bund! Treue ist Edelmanns Art. Wer nicht treu ist gegen Gott, der wird nie zuver­lässig sein in der Not seines Vaterlandes. Wer in Demut Jesus Christus folgt, ist Garant für Volk und Vaterland. Treue ist Soldatenart in Hitze und Kälte, in Hunger und Durst, auf dem Lande, auf dem Meere und in der Luft, stets bereit, das Vater- land zu schützen. Und wenn man die Toten­schädel der zwei Millionen gefallenen Helden zu einer Pyramide tragen wollte, dann müßten dar­über die Worte stehen:Der Sold der Treue!" Heute ist der Ehrentag des Reichstreubundes. Der Reichstreubund wird das Reich schützen helfen müs­sen, das Reich jenen Riesen, den man in der Flanke verwundete, der aber steht im Vertrauen auf seine Söhne. Nie soll verstummen das Heldenlied der

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Fahnenweihe des Reichstreuhundes ehemaliger Berufssoldaten.

Sodann hielt der evangelische Militärgeistliche,

Pfarrer Ausfeld

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unter den Völkern zu erkämpfen,

den unbedingten aus der Achtung vor anderen Nationen erwachsenen Friedenswillen des deut­schen Volkes unter seinem Führer Adolf Hitler. Beides sind Tatsachen, an denen die Welt nicht mehr vorübergehen kann, seit der Nationalsozialis- mus in einem in der Geschichte aller Völker bei­spiellosen Ringen die Macht in Deutschland er-

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Volk fliege wieder...!

Zur Luftfahrt-Werbewoche vom 1. bis 8. Luni 1934

deutschen Treue ...

Oie Fahnenweihe.

Die Ansprache zur Weihe der Fahnen hielt

Oberstleutnant Gallenkamp, der älteste aktive Offizier unseres Bataillons, führte folgendes aus:

Kameraden!

Obermusikmeister E. Krauße gespielt, bereitete Gottesdienst die ernste feierliche Stimmung

kurze Predigt. Seinen Worten sei folgendes entnommen: Als ein Wahrzeichen soldatischer Treue

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der Wache der Zeughauskaserne untergebracht wor­den waren, nachdem die ehem. Soldaten die alte Ka­serne besichtigt und dann das einfache Mittagessen eingenommen hatten, traf man sich wieder zur Teil­nahme an der Kundgebung in der Volkshalle. Der rest- "che Nachmittag gehörte einem unterhaltsamen tarne- raoschaftlichen Beisammensein in derKarlsruhe". Erst zu später Stunde und nachdem der Eisenbahn-Fahr­plan den Aufbruch notwendig befahl, trennten sich die vielen auswärtigen Kameraden von den Gieße-

Die Weihe der Fahnen der Ortsgruppen Gießen, Butzbach und Hanau des Reichstreubundes ehe­maliger Berufssoldaten, die am gestr-gen Sonntag auf dem Hof der Neuen Kaserne an der Licher Straße stattfand, wurde in der Form, in der sie abgehalten wurde, nicht nur zu einem Ausdruck der innigen Verbundenheit der aus dem Heer ausge- schiedenen zu den aktiven Soldaten, sondern gleich­zeitig auch eine große Kundgebung der engen geistigen Verbundenheit unserer Bevölkerung mit der Wehrmacht.

An der Feier des Reichstreubundes nahmen in erster Linie Offiziere und Mannschaften der Reichs­wehr teil, ferner die SA. uni) die SS. mit starken Abordnungen und Stürmen, der Nationalsoziali­stische Frontkämpferbund, die Militär- und Krieger­vereine und Vertretungen der studentischen Korpo­rationen. Unter den zahlreichen Ehrengästen sah man die Vertreter der NSDAP., viele Offiziere der alten Armee, ferner Offiziere der Reichswehr, sowie eine stattliche Anzahl von Vertretern der städtischen und staatlichen Behörden.

Die Reihe der Feierlichkeiten des Tages wurde mit einem

Feldgottesdienst

eröffnet. Der ChoralGroßer Gott wir loben dich!" von der Reichswehrkapelle unter der Leitung von

Als Leiter der Heeresfürsorgestelle und damit derjenigen Dienststelle, der die Betreuung der aus- scheidenden Heeresangehörigen zufällt, ist mir die hohe Ehre und große Freude zuteil geworden, an Ihrem heutigen Festtage einige Worte an Sie richten zu dürfen. Sicher haben Sie alle diesen Tag, der auch Ihrer Vereinigung als Ehrenzeichen die Fahne bringen soll, heiß herbeigesehnt. Sind doch unter Ihnen zahlreiche Männer, die noch am Kriege teil» genommen und die in diesem heißen Ringen um unseres Vaterlandes Freiheit stets treu zu ihrer Fahne gestanden haben.

Gerade Sie mußten es besonders schmerzlich emp­finden, als Sie vom Feinde nicht niedergerungen in die Heimat zurückkehrten, daß Ihre Fahne und all das, was sich mit ihr verband herabgerissen unb m den Staub gezogen wurde. Volksfremde Pazifisten hatten die Macht ergriffen und arbeiteten dem Feinde in die Hand, indem sie mit zu­

gleich in völliger Verblendung auch Deutschlands M, sein Heer, zerschlugen. Was war der Wille des Feindbundes gewesen, als er für Deutschland ein Heer von 100 000 Langgedienten forderte? Die alte Verbundenheit zwischen Heer und Volk sollte zerschlagen und das Heer zum Fremdkörper im Staate werden. Propaganda einer marxistisch-iuoi- schen Presse arbeitete in gleicher Richtung und hatte teilweise Erfolg.

Das mußtet ihr, Kameraden, als ihr noch den grauen Rock trugt und nach eurem Ausscheiden

häufig genug empfinden. Wie oft wurde euch Behörden und Privatleuten auf euer Gesuch schlägiger Bescheid erteilt, wie oft mußtet ihr hören, daß man unfähige Leute ohne Verdienst an eure Stellen gesetzt hatte. Vergessen war das stille Ar­beiten der Truppe hinter den Kasernenmauern, ver­gessen der Einsatz als Ultima ratio in dem Kampfe an der Ostgrenze und in den so traurigen Kämpfen gegen die Kommunisten im Ruhrgebiet, in Thürin­gen und gegen die Räteherrschaft in Bayern.

Doch auch die härteste Not hat euch nicht ver­zweifeln lassen. Immer mächtiger brach sich im Laufe der Zeit der Wille Bahn, wir gehören doch

Mit wenigen Worten, mit visionärer anschaulichung zeichnete der Geistliche die Größe des deutschen Menschen und des deutschen Vol­kes. Das Reich in feiner Gröhe der Vergangen­heit und Gegenwart sei heute erkannt. Der ein­zelne sei schwach, aber die vielen seien stark und gewaltig. Tropfen zu Tropfen geben den Bach, den Fluß, das Meer. Der Reichstre-ubund sei gegründet worden in dem Willen, ein großes Ganzes, ein starkes Glied in unserer Volksgemeinschaft zu sein. Und aus Männern besteht der Bund, die den Kin­dern vom Weltkrieg erzählen können und erzählen werden, die zu Helden geschlagen wurden im Kamps

verbindet und die damit zum Ausdruck bringen will, daß Sie die alten schönen Soldatentugenden mit hinübernehmen sollen in die neue Zeit.

Und nun blicken Sie umher im weiten Kreise. Da wehen zahlreiche ehrwürdige Fahnen zur Begrü­ßung der neuen Ehrenzeichen. Dort sehen Sie die Fahnen der Kriegervereine, die Zeugen stolzer Tra­dition, hier stehen die Banner der Studentenschaft und damit der jungen Generation, dort in kamerad­schaftlicher Verbundenheit die Fahnen aller brau­nen Kämpfer für Deutschlands Erneuerung. Und oben von den Dächern grüßt Sie die Fahne, unter der Sie den letzten Teil Ihrer Dienstzeit verbracht haben.

Das weite Rund der Kaserne füllen Vertreter der Behörden, der Vereine und Angehörige der Be- völkerung, um Ihre enge Verbundenheit zu Ihnen und Ihrem Ehrentage zu zeigen.

Das ist aber nicht nur ein äußeres Zeichen. Nein, das bedeutet ein mächtiges Symbol!

Das, was unsere Feinde in Tücke und Bosheit erstrebt hatten, Volk und Wehrmacht zu trennen, ist tot und vergangen. Auch hier hat der einigende Gedanke gesiegt. Deshalb ist auch diese Feier mehr als eine einfache Fahnenweihe. Sie will auch an dieser Stelle den eindeutigen Willen des Volkes zum Ausdruck bringen, daß es nicht gewillt ist, Uebertritte über seine Grenzen kampflos hinzu­nehmen.

Mögen das endgültig diejenigen ehemaligen Geg­ner erkannt haben, die einmal an dem klaren Frie­denswillen unseres Führers deuteln, die aber an­dererseits immer wieder den Versuch machten, Deutschlands Ehre anzutasten und ihm bisher deut­sches Land vertragswidrig vorzuenthalten.

Aber der Besitz einer Fahne verpflichtet auch. Denken Sie daran, daß die Fahne den Führer be­deuten soll. Sv wurde sie einst geschaffen, als die Heere größer wurden und nicht mehr jeder Kämp­fer seinen Führer vor Augen haben konnte. Ihr die treue zu halten sei oberstes Gebot. Denken Sie an die vielen Beispiele aus dem Kriege, in dem der Träger und oft die ganze Truppe diese Treue mit dem Tode besiegelten. So sei auch für Sie diese Fahne ein Sinnbild der Treue dem Führer gegen­über. Und wie sich im Kampf um die Fahne die Truppe schart, so mögen sich in treuer Kamerad­schaft um Ihre Fahne stets die Angehörigen Ihrer Vereinigung sammeln.

In diesem Sinne wurden unter präsentiertem Gewehr der Ehrenkompanie die Fahnen enthüllt.

Und so übergebe ich, so fuhr der Redner fort, als aktiver Reichswehrangehöriger diese Fahnen ihrem Träger und ihrem Sturm. Sei Ihnen das und das Präsentieren der Ehrenkompanie ein Sinnbild für die enge Kameradschaft, die wir stets miteinander pflegen wollen zum Wohle unseres heißgeliebten Vaterlandes.

Euch stolzen Ehrenzeichen aber rufe ich zu: Wehet stets in Reinheit und Ehre euren Stürmen voran in einem freien und starken Vaterlande." Euer Sinnfpuch fei: per aspera ad astra:Durch Kampf zum Sieg".

Zur Weihe und Ehre der neuen enthüllten Zei­chen erklang so^nn der Präsentiermarsch.

Eine weitere Ansprache hielt sodann der Führer des Landesverbandes des Reichstreubundes,

Kamerad Moßner-Ommstabt.

Er begrüßte zunächst alle, die heute dem Reichstreu­bund die Ehre geben, an der erhebenden Feier teil­zunehmen. Bei der Weihe der Fahnen der Orts­gruppen Gießen, Butzbach und Hanau handle es ich nicht um eine Vereinsfahne im üblichen Sinne, andern um eine Sturmfahne. Wer Soldat gewesen ei, wisse, was Fahne und was Standarte für den Soldaten bedeuteten. Die Feier der Weihe werde deshalb auch in soldatischem Geiste begangen. Er, der Redner, danke dem Rechnungsrat Wagner als dem Vertreter der Regierung in Darmstadt für seine Teilnahme und das damit zum Ausdruck ge- . brachte Interesse, das dem Reichstreubund von Sei- . ten der Regierung entgegengebracht werde. Dank sei auch Oberstleutnant Gallenkamp gesagt für die Weihe der Fahnen. Daß die Fahnenweihe im Ka- : sernenhof stattfinde, sei ein Zeichen und der Aus- druck der Verbundenheit des Reichstreubundes mit dem Heer. In diesem Kreise fühle sich der ehemalige ' Soldat wohl. Mit Stolz denke der alte Soldat an i die Vorkriegszeit, an die Tage in Gießen, an die Mannöver in Oberhessen. Das Soldatenleben habe : geistig und körperlich stark gemacht. Die Soldaten­zeit sei eine Schule für das ganze Leben gewesen, i Die Kameradschaftspflege fei der Grundgedanke [ für den Bund. Das Wollen des Bundes fei natio­

nalsozialistisch aus dem Wollen zur Kameradschaft heraus. Im Sinne der Kameradschaft solle weiter­gearbeitet werden zu unserem Teil an der völligen Einigung unseres deutschen Volkes. Die neue Fahne, die die alten Farben mit dem Zeichen des Dritten Reiches verbinde, zeige in ihrer Gestaltung Form und Richtung des Reichstreubundes an. Der Reichstreubund gelobe, daß der ganze Mann einge­setzt werde für Das deutsche Vaterland. In diesem Sinne solle uns auch die Fahne voranwehen, als Wahrzeichen echter Kameradschaft und Opferbereit­schaft, als steter Mahner der Treue zum Führer. Mit einem dreifachenSieg-Heil!" auf den Reichs­präsident von Hindenburg und auf den Volks- anzler Adolf Hitler schloß der Landesverbands- ührer seine Ansprache. Gemeinsam wurden sodann )as Deutschlandlied und das Horst-Wessel-Lied ge­sungen.

Den würdigen Abschluß der Feier bildete ein Vorbeimarsch einer Ehrenkompanie der Reichswehr und sämtlicher teilnehmender Organisationen an Oberstleutnant von Wachter und den zahlreichen Ehrengästen.

Gesallenen-Ehrung.

Unter dem Vorantritt der Reichswehrkapelle mar­schierten dann sämtliche teilnehmenden Organisatio­nen durch Kaiserallee, Gartenstrahe, Neuen Bäue und durch die Sonnenstraße zum Landgraf- Philipp-Platz, zum Gefallenen-Ehrenmal der 116er.

General Fritz

hielt die Gedächtnisansprache: heute seien, so führte er u. a. aus: die Fahnen der Ortsgruppen Gießen,

auch nach unserem Ausscheiden zusammen, und wie kann dieser Wille besser in die Tat umgesetzt wer­den, als wenn wir uns mit der großen Familie verbunden fühlen, der wir 12 lange Jahre ange­hört haben. So entstanden nach und nach immer andere Ortsgruppen ehemaliger Reichswehrange­höriger in den Standorten. Aber ihnen allen fehlte das einheitliche, alles umfassende Band.

Da kam der 30. Januar 1933! Und damit der Tag, an dem der greife Generalfeldmarschall den Frontsoldaten berief, den feine Führereigenschaften in zähem Ringen zum Führer zahlloser Millionen emporgeführt hatten. Diesen beiden Männern war es vorbehalten, der Fahne wieder Achtung und Geltung zu verschaffen, für die wir alle unser Leben eingesetzt hatten. Und mit dieser Fahne ge­wannen auch Wehrmacht und Wehrwille ihr An­sehen wieder. Die Wahrheit brach sich Bahn, daß nur das Volk Anspruch auf Eyre und Geltung haben kann, das gewillt ist, diese und seine Heimat zu verteidigen. Und es war für den Führer eine Selbstverständlichkeit, daß nun auch der ausgeschie­denen Heeresangehörigen gedacht und ihrem Willen, sich zusammenzuschließen, Rechnung getragen wurde. Das ist im Laufe des letzten Jahres in enger Kameradschaft mit der Truppe geschehen; heute steht die große Organisation fertig da. Um diesem Werke gewissermaßen auch hier den Abschluß zu geben, soll von heute ab an ihrer Spitze die Fahne wehen, die symbolisch mit den stolzen Farben der alten Armee das Hoheitszeichen der neuen Zeit

und Kameradschaft sollten die Fahnen in ernster und großer Zeit geweiht werden. Gottes Augen schauen nach den Treuen im Lande. Gottesfurcht ist oie Wurzel der Treue; wer Gott fürchtet, fürchtet sonst nichts auf der Welt. Das haben wir im Kriege oft genug erlebt. Das, was wir tun für Beruf, Volk und Vaterland, tun wir, weil es Gott wollte, weil er uns auf unseren Platz gestellt hat. Und da fordert Gott Treue von uns. Es kommt nicht dar­auf an, ob man geehrt und angesehen ist, ob man eine Stellung bekleidet, die unter den Menschen viel gilt. Es kommt aber sehr darauf an, daß jeder in Treue steht und seine Pflicht erfüllt bis zum letzten. Von Gott angenommen zu fein durch die Taufe, durch Jesus Christus, ist höchster Adel. Dementspre­chend müssen wir leben. Ein Christ und rechter Soldat muß sich zu gut dazu sein, etwas Schlechtes au tun. Gottesfurcht und Treue find eine große Ein­heit, eine Einheit, die in der Kameradschaftlichkeit ihren Ausdruck findet. In der Kameradschaftlichkeit ist ein Teil christlicher Liebe erfüllt, gleicherweise dienend dem Nächsten und dem Ganzen.

Solche Gesinnung bürgt wahre Volksgemein­schaft, in die wir mehr und mehr hineinwachsen müssen. Und diese Fahnen, die heute geweiht wer­den, mögen immer erinnern an Gottesfurcht, an Treue, Ehre und Kameradschaft und an die Tapfer­keit denn Gottes Augen sehen nach den Treuen im Lande ... Gebet und Vaterunser beschlossen die Predigt des evangelischen Geistlichen.

Sodann sprach der katholische Geistliche

Pforrer Dr. Hemmes.

dem Denkmal, um den gefallenen Kameraden des Weltkrieges den Dank abzustatten für all das, was sie für das Vaterland taten. Vier Jahre kämpften sie gegen eine Welt von Feinden und manchen Sieg hefteten sie an ihre Fahnen. Dem heimatlichen Lande sei der Schrecken des Krieges erspart geblie­ben. In Gedanken an ihre Opfer wollen wir ge­loben, jeden Atemzug dem Vaterland zu widmen, unser Leben dem Vaterland zu geben, wenn es verteidigt werden solle. Dank aber fei auch jenen Toten gesagt, die nach dem Weltkrieg um Deutsch­lands Erneuerung kämpften und es zur Einigkeit führen halfen durch ihr Opfer. Sodann legte General Fritz einen Kranz am Denkmal nieder.

Mit dem Gelöbnis:Eingedenk Eures Opfers wird der Reichstreubund in heißer Liebe zum Vaterland alle Opfer bringen, bie verlangt werden!" und mit den Worten:Treue um Treue"; Euer Blut soll nicht umsonst geflossen sein!" schloß Gene­ral Fritz seine eindrucksvolle Ansprache. Mit dem Lied vom guten Kameraden fand die Gefallenen- Gedenkfeier ihren Abschluß.

Nachdem die Fahnen des Reichstreubundes in

den Jnstandsetzungsarbeiten wesentlich unter die Arme gegriffen habe. Es fei nicht anaebracht, dem Finanzamt zu grollen. Es sei die Kasse unseres deutschen Volkes. Dankbar wolle man auch in die­ser Stunde des Führers gedenken, der alles daran setze, dem deutschen Volke wieder aufwärts zu hel­fen. Mit einem dreifachenSieg-Heil" auf den Führer Adolf Hitler beschloß der Redner seine kurze Ansprache. Gemeinsam wurde sodann das Horst-Wessel-Lied gesungen.

Der Vertreter des Reichsverbandes, Syndikus F r ä n E e, übermittelte die Glückwünsche des Reichs- verbandes und betonte, daß die Tagung im Zeichen der Hoffnung auf eine bessere Zukunft stehe. Er, der Redner, erkenne, daß im Landesverband Rhein- Main ein frohgemuter Geist herrsche, von dem er gerne dem Reichsverband berichten werde.

Oberregierungsrat Schmidt, der Vorsteher des Finanzamtes, sprach davon, daß sich das Finanz­amt dem Handwerk schicksalsverbunden fühle, weil es die Not des Handwerks nur zu genau kenne. Man wisse beim Finanzamt auch, daß es notwen­dig sei, eine Steuerreform herbeizuführen, die Steuerlasten herabzusetzen und gerechteste Vertei­lung der Lasten anzustreben.

Der unterhaltende Teil des Begrüßungsabends brachte eine Reihe zum Teil recht humvorvolle Darbietungen. Der Musikzug der SA.-R. brachte verschiedene Musikstücke hervorragend gut au Ge­hör, Herr Carl F eu s e r sang zwei Lieder, Die an­haltenden Beifall fanden, und Herr Schwarz- lose bewies erneut mit einem Trompetensolo die außerordentliche Beherrschung seines Instrumentes. Frl. Haase wartete mit zwei Tanzdarbietungen, einem Walzer und einer Groteske auf, die eben­falls sehr dankbar aufgenommen wurden. Lustige Duettszenen von Hekrn C. Seufer und Frau Brusius lösten herzliches Lachen aus.

Der Führer der gastgebenden Innung beschloß den offiziellen Teil Des Abends mit Worten des Dantes an die Redner und alle jene, die zur Ver­schönerung des Abends beigetragen hatten.

Am Sonntagvormittag fand im Saale des Cafä Leib der

Die deutsche Fliegerei hat heute keine geringere Aufgabe, als durch die in ihrem Wesen begründete Art der Erziehung zu wehrhaften Menschen, denen der Dienst am Volke höchstes Ziel bedeutet, am Aufbau der Nation mitzuarbeiten. Und nichts in der Welt wird das deutsche Volk davon abhalten können, die sittlich hohen und nationalen Aufgaben der Fliegerei in die Tat umzusetzen und feine Jugend im Geiste eines Richthofen, eines Boelcke zu erziehen. Aus solchen Werten heraus entstand nach dem unglücklichen Ausgang des Krie­ges die deutsche Sportfliegerei, die bis zum Macht­antritt des Nationalsozialismus durch ihre zahllosen Vereine und sonstigen interessierten Gruppen ein getreuer Spiegel der Zerrissenheit des Volkes war. Erst die nationalsozialistische Revolution brachte die Zusammenfassung aller Kräfte zu einem einheit­lichen Ganzen, Dem Deutschen Luftsport-Verband (DLV.).

Ganz auf sich allein angewiesen Versailles London und Paris verbieten die Fliegerei als eine Einrichtung des Staates, verbieten auch die Zuwendung staatlicher Mittel an sie muh der Deutsche Luftsport-Verband seine gewaltigen

Aufgaben im Aufbau der Ration erfüllen.

Die Mittel zur Erfüllung dieser Aufgaben zu schaffen, ist die Aufgabe der Luftfahrt- Werbewoche.

Zu wiederholtem Male erwächst dem deutschen Volke die Ausgabe, durch seinen Opfermut selbst an der Erfüllung dieser Aufgabe mitzuarbeiten. Von Tag zu Tag wächst der Wille und die Freude, durch den eigenen Opfermut eine tatkräftige Mitar­beit zu leisten. Die deutsche Sportfliegerei nimmt leider heute eine Stellung ein, die den Tatwillen eines ganzen Volkes erfordert und wenn sich dieser wieder einmal mehr bewährt, dann findet bas Wort auf bem Flieger-Denkmal auf ber Wasserkuppe feine schönste unb tiefste Erfüllung:

Volk fliege wieder und Du wirst Sieger durch I Dich allein!"

Unter starker Beteiligung ber Kollegenschaft bes Maler- unb Tünchergewerbes aus bem Gebiet bes ßanbesoerbanbes Rhein-Main, fand am Samstag unb am Sonntag eine Tagung statt, bie am Sams­tagmorgen mit einer geschäftlichen S i tz u n g der Obermeister im Hotel Prinz Carl eröffnet wurde. Am Abend fand man sich zu einer

Begrüßungsfeier

durch die Maler-Pflichtinnung Gießen im Saale des Cafö Leib ein. Der Saal mar sehr geschmackvoll ausgestattet worden.

Ausgezeichnete Musik bes Musikzuges ber SAR. unter ber Leitung von Musikzugführer Herr- mann leitete den Abend ein. Ein Vorspruch (Frl. F e u s e r) wurde sehr beifällig ausgenommen. Der Führer ber gaftgebenben Innung, Pg. Stüh 1 er (Gießen) hieß bie Teilnehmer bes Abenbs herzlich willkommen. Die Zeiten seien, so führte er u. a. aus, anbere geworden, schwere Zeiten seien und würden auch weiterhin überwunden; in ber Ge­meinschaft aller beteiligten Kreise werbe sich auch bas Malerhandwerk wieder zur einstigen Höhe füh­ren lassen. Der Rebner begrüßte besonbers bie an» wesenben Vertreter ber NSDAP., ber NS.-Hago, ben Vertreter bes Reichsverbandes, bes Lanbesver- banbes Rhein-Main unb ber Pfalz, ganz besonders aber auch bie Vertreter ber stäbtischen unb staat­lichen Behörden, der Bauämter, der Architekten, ferner bie Führer anderer Innungen, die Meister, die Gehilfen unb bie Lehrlinge bes Berufes. Im Namen ber Behörbenvertreter bankte Regierungs­rat Weber vom Kreisamt Gießen für die freund­liche Einladung unb wies darauf hin, daß es nicht möglich fei, bie Interessen eines einzelnen Berufs­standes von denen der Gesamtheit zu trennen. Adolf Hitler wolle die Hebung bes Lebensniveaus bes ganzen beütschen Volkes. Bei ber bamit verbunbe- nen angestrengten Aufbauarbeit sei jeher verpflich­tet, mitzuhelfen.

Der Lanbesverbanbsführer Bäuerle- Darm» stabt gab feiner Freube über bie Anwesenheit bes Vertreters bes Finanzamtes Ausbruck unb vergaß nicht ber befonberen Erwähnung, baß bas Finanz­amt als bie ausführenbe Behörde bes Reiches bem Hanbwerk burch Krebitgabe, burch bie Zuschüsse zu

Butzbach unb Hanau bes Reichstreubunbes ber ehe­maligen Berufssolbaten geweiht worben. Die Fah- , , z

nen tragen bie Farben schwarz-weiß-rot, unter tige Unterstützung bes Bataillons, so vorzüglich benen Millionen Kameraben kämpften, bluteten vorbereitet unb burchgeführt hatten.

oberte.

Der Versailles Diftatfrieben erzwang von bem beütschen Volke Leistungen, wie sis noch nie in ber Geschichte von einem Volke verlangt würben. Aber nie erfüllte ein Volk solche Bebingungen auch ge­wissenhafter und bis zur Aufgabe des nationalen Stolzes, als das deutsche Volk. Ein unaufrichtig ge­gebenes Abrüstungsversprechen erzwang die lieber» gäbe und Zerstörung der deutschen Waffenrüstung in einer Art und in einem Umfange, wie er vorher kein Beispiel hatte und auch in aller Zukunft wohl nicht mehr finden wird. Unter den gewaltigen ab­gelieferten und zerstörten Waffen in Heer und Flotte befanden sich u. a.:

15 700 Flugzeuge,

27 757 Flugzeugmotoren.

Damit wurde eine ber stolzesten Waffen bes beut» scheu Volkes im großen Kriege zerschlagen. Der« sailles unb später ßonbon unb Paris legten bie Deutsche Fliegerei in Fesseln, bie ben anberen Mäch­ten einen willkommenen Hintergrunb zu einer eige­nen gewaltigen ungestörten Aufrüstung insbefonbere ber Luftwaffe boten, ber Deutschlanb vollkommen I