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Herzog Christof schreibt im Jahre 1565 an den Senat:Als wir jüngst mit den hochgeborenen Fürsten Unseren freundlichen lieben Vettern Herzog Ludwig dem Pfalzgrafen und Landgraf Wilhelm zu Hessen zu Tübingen gewesen, mit der Tat be­gegnet, daß dermaßen durch die ganze Nacht ein Mordgeschrei, Toben und Wüten uff der Gassen, fast durch die ganze Stadt gewesen, daß wir selbst keinen ruhigen Schlaf haben.")

Ein Wirtshaus soll der Student nur besuchen, wenn er von seinem Präzeptor oder einem Ver­wandten begleitet ist. Es kostet 15 Kreuzer Strafe, wenn der Student eine Hochzeit besucht.

Im Jahre 1575 werden die Vorschriften dahin er­gänzt, daß Eltern nicht verpflichtet sind, Trink- schulden zu bezahlen und daß Apotheker bestraft werden und ihres Zahlungsanspruches verlustig gehen, wenn sie den StudentenMarzipan, Kon­fekt oder anderes Schleckwerk" verkaufen. Welsche Geiger und Spielleute sind in der Stadt und na­mentlich an den Kosttischen der Studierenden nicht zu dulden.

Im Dezember 1596 wird nach den Angaben von R. v. Mohl dem Senat angezeigt, daß sich ein Stu­dent namens Leipziger dem Teufel für ein Geld­geschenk verschrieben haben soll. Die theologische Fakultät erhält den Auftrag, zu untersuchen, ob Leipziger schon lange mit dem Teufel Umgang ge­pflogen und wie oft er von ihm Geld empfangen habe. Ferner soll Leipziger darüber Auskunft geben, welche Bücher er gelesen hat.

Leipziger erklärt dazu, daß er den Teufel nur einmal getroffen und noch kein Geld von ihm er­halten habe. Er habe die Verbindung mit dem Teufel ausgenommen, weil er in Tübingen 200 Gulden schuldig sei und er vor allem von einem

Messerschmied wegen einer Schuld von 3^4 Gulden in die Enge getrieben werde. Das Abkommen mit dem Teufel solle nur auf zwei Jahre gelten. Wäre er in dieser Zeit gestorben, so hätte er dem Teufel abgesagt und erklärt, er habe einen besseren Hel­fer, Jesum.

Der hohe Senat beschließt: Leipziger bleibt bis 3um Christtage im Karzer. Er soll sich zum Heiligen Abendmahl vorbereiten und nach Teilnahme an die­ser Feier ein halbes Jahr zu Hause bleiben, ab­gesehen vom Besuche der Kirche und Vorlesungen. Im Januar 1597 wird dem Senat angezeigt, daß Leipziger nicht zu Hause bleibt, sondern in Wirts­häusern 3 silberne Becher und 3 Löffel gestohlen und sie nachher verkauft hat. Nunmehr wird das peinliche Gerichtsverfahren gegen Leipziger eröffnet. Vorher aber soll seinem Vater Nachricht gegeben werden, damit dieser einen Anwaltschicken kann".

C. I. Weber schildert das Tübinger Studenten­leben vor hundert Jahren (1826) folgendermaßen: Ich hörte in Tübingen abends die Musen in den Straßen singen, sah sie bei Tag in den Straßen rauchen, und auch mein Herr Neffe besuchte mich mit brennender Lunte. Griechisch waren die Musen nicht gekleidet, sondern im schlichten Flaus oder Gottfried", und was diesem an Inhalt abging, ersetzten reichlich die weiten, wellenschlagenden Ma­trosenhosen; indessen das kleine rote oder schwarze Käppchen auf dem linken Ohr hat doch etwas Neu­griechisches und Altdeutsches? Ich habe nie Alt­deutsche gesehen, aber sie lebten in Wäldern, folg­lich war es verzeihlich, wenn Haar, Bart, Wäsche und übrige Kleidung nicht in der besten Ordnung ge­wesen sind. Vielleicht wäre es gut, eine Uniform einzuführen, wie zu Petersburg geschehen und zu meiner Zeit in Göttingen freiwillige Sitte war."

Wirtschaft.

Wochenbericht vom Frankfurter Produktenmarkt.

Auch im letzten Viertel des Monats Oktober nahm die Umsatztätigkeit im Frankfurter Getreidegroßhan­del kein nennenswertes Ausmaß an. Die Ursachen hierfür blieben die gleichen wie in der letzten Woche: in den meisten Artikeln zu kleines Angebot, zum andern aber auch nur kleine Nachfrage.

Obschon das Angebot an Weizen sich im Hin­blick auf die um 2 Mark höheren Festpreise für im November angelieferten Weizen stark verringert hat, war es immer noch ausreichend, da die Kaufmei­nung der Großmühlen noch keine Besserung erfahren hat.

Roggen war so gut wie nicht angeboten, wäh­rend die Nachfrage der Mühlen, insbesondere der Klein- und Mittelmühlen, unvermindert anhielt, was angesichts des als sehr schlecht bezeichneten Rog­genmehlgeschäftes immerhin etwas über­rascht. Ob hier vielleicht Vorräte gesammelt werden angesichts der Möglichkeit, daß die Landwirtschaft Roggen rn stärkerem Umfange zur Verfütterung her­anziehen könnte, oder ob eine andere Ursache hier­für gegeben ist, war nicht zu ermitteln.

Das Angebot in Hafer hat keine Zunahme er­fahren, lediglich aus Norddeutschland lagen einige im Preis schon höher gehaltene Partien vor, für die sich indessen nur wenig Interesse zeigte, während süd­deutscher Hafer gesucht blieb.

Futtergerste wird schon seit Wochen nicht an­geboten, so daß Abschlüsse nicht bekannt werden. Brau- und Lndustriegersten sind am Frank­furter Markt^nur wenig gefragt, soweit aber etwas gesucht wird, wird Tauber- und Franken-Braugerste wegen ihres geringen Eiweißgehaltes bevorzugt.

Das Weizenmehl geschäft zeigte zum Monats- fchluß eine merkliche Belebung für die alten Kon­trakte, während Neubestellungen nur in kleinem Um­fange erfolgten und meist nur, wenn noch 10 v. H. Auslandweizen beigemahlen war. Für spätere Lie­ferung, also Dezember, sind die Mühlen nur noch mit deutschem Mehl am Markt.

Infolge des außerordentlich geringen Angebots war das Geschäft am Kraftfuttermittel­markt gleich Null. Mühlennachfabrikate, besonders Kleie, war ebenfalls 'gut gefragt, aber auch nur knapp angeboten. Zuckerhaltige Futtermittel werden gleichfalls stark begehrt, merkwürdigerweise sind aber die Fabriken am hiesigen Markt noch nicht mit An­geboten da.

Wochenbericht vom Frankfurter, Schlachtviehmarkt. Das Schlachtviehgeschäft stand in dieser Woche deutlich irn Zeichen des Monatsendes. Das Geschäft nahm auf den meisten Märkten einen mehr oder minder ruhigen Verlauf, obschon die Zufuhren überwiegend etwas geringer waren. In guten und besten Qualitäten war die Nachfrage lebhaft, sobald aber diese Tiere verkauft waren, ließ das Geschäft erheblich nach, so daß vielfach Ueberstände ver­blieben.

Der Auftrieb an Großvieh war in allen Gattungen ausreichend. Auffallend war hier, daß sich in mittleren Qualitäten das Angebot verringert hat, während geringe Tiere in der Ueberzahl und wirklich gute Tiere nur ungenügend zugetrieben waren. Beste Qualitäten wurden bei unveränderten Preisen (etwa 38 bis 40 für Ochsen und Färsen) ausoerkauft, hingegen verblieb in mittleren und geringen Tieren bei um 1 bis 2 Mark nachgebenden Preisen Ueberstand. Die Gesamtzufuhr war mit 1521 um 7 Stück stärker.

Am Kälbermarkt waren Qualitätstiere we­nig vorhanden und stark gesucht, so daß eine Er- Höhung der Preise um 2 Mark eintrat, im übrigen war das Geschäft bei etwa letzten Preisen mittel­mäßig. Der verminderte Zutrieb von 1106 (gegen 1265) Stück wurde geräumt.

Am S ch a f m a r t t nahm das Geschäft einen ru­higen Verlauf, die Preise bröckelten etwas ab. In Schafen verblieb Ueberstand, Hämmel wurden aus­verkauft. Auftrieb 411 (416).

Am Schweinemarkt übertraf der Auftrieb trotz Verringerung um 268 auf 4868 Stück bei wei­tem die Nachfrage, so daß in geringen Tieren merk­licher Ueberstand verblieb. Gute Schweine waren schnell verlauft bei unveränderten Preisen, wogegen sie für geringe um 1 bis 2 Mark zurückgingen.

Frankfurter Börse.

AUtlagsbörfe unelnheillich.

Frankfurt a. M., 2. Nov. An der Börse hat sich das Geschäft noch nicht belebt. Der Auftragsein­gang aus Privatkretsen blieb außerordentlich klein, so daß für die Kulisse keine Anregung zu nennens­werten Eigengeschäften vorlag. Das deutsch-englische Zahlungsabkommen, sowie eine ganze Anzahl gün­stiger Nachrichten aus der Wirtschaft fanden wohl Beachtung, einen stärkeren Impuls vermochten sie indes nicht zu geben. Die Grundstimmung war aber freundlich, während die Kursgestaltung weiter un­einheitlich war. In den mehr spekulativen Papieren erfolgten einige Abgaben, wogegen in anderen, weniger Schwankungen unterworfenen Werten eher kleine Käufe getätigt wurden.

Stärkeres Angebot, das aber trotzdem relativ gut ausgenommen wurde, bestand wieder in Farben­industrie mit 141,65 bis 141,25 (141,75). Von ande­ren chemischen Papieren waren ferner Goldschmidt nach der letzttägigen Steigerung um etwa 1,50 v. H. gedrückt, während Metallgesellschaft 0,90 v. H. und Rütgerswerke 0,65 v. H. anzogen. Der Elektromarkt wies bei nur minimalen Veränderungen sehr kleines Geschäft auf, auch Bergwerkspapiere lagen sehr ruhig, aber recht widerstandsfähig. Nur Mannes­mann gaben um 0,75 v. H. und Phönix um 0,40 v. H. nach. Von Kaliaktien waren Aschersleben um etwa 3 v. H. erhöht. Schiffahrtswerte lagen bei klei­nem Umsatz behauptet. Fester notierten u. a.: Moe- nus-Maschinen mit plus 1 v. H., Holzmann mit plus 1,50 v. H., Gebr. Junghans mit plus 0,75 v. H. und Zellstoff Waldhof mit plus 0,25 v. H. Reichsbank lagen unverändert.

Am Rentenmarkt setzten sich die Abgaben m Alt­

besitz (103,90 bis 103,50 nach 104) fort, auch Kom- munal-Umschuldung mit 84,75 gaben um 0,25 v. H. nach, anderseits lagen späte Reichsschuldbuchsorde- rungen mit 96 v. H. und Zinsvergütungsscheine gut behauptet. Etwas lebhafteres Geschäft hatten im Freiverkehr polnische und russische Bahnprioritäten; Warschau-Wiener Stücke-Obl. 15,75 bis 16 (15,50), Iwangorod Dombrowa 16,25 (15,75) und Russen- Südwest 6,50 (6,25).

Im Verlause war die Haltung zumeist schwächer, bie Kurse gaben gegen den Anfang um durchschnitt- lief) 0,25 bis 0,50 v. H. nach. Farbenindustrie gingen auf 140 v. H. zurück. Die Stimmung war ziemlich unsicher. Niedriger lagen außerdem Schiffahrts- und Kunstseideaktien, auch Montan- und Clektropapiere gaben nach. Zellstoff Aschaffenburg waren mit minus 1,50 v. H. stärker gedrückt.

Am Rentenmarkt schwächten sich die Kurse für Altbesitz auf 103,13 und für Kommunal-Umschul- dung auf 84,65 ab, während sonst kaum Aenderun- gen eintraten. Goldpfandbriefe und Kommunal- Obligationen lagen unverändert, Liquidationspfand­briefe und Stadtanleihen notierten bei kleinen Ab­weichungen uneinheitlich. Verhältnismäßig lebhaftes Geschäft erhielt sich für Exoten, wie Talonserben mit 8,25 bis 8,50 (zirka plus 0,75 v. H.), Lemberg Czern. ftrfr. 6,10 (5,90) usw., dagegen lagen War­schau-Wiener und Russen-Südwest etwas leichter.

Am Kassamarkt kamen Hasenmühle Frankfurt nach achttägiger Pause mit 90 (75,50) zur Notiz, wobei aber nur 25 v. H. zugeteilt wurden.

Abendbörse: sehr ruhig.

Die Abendbörse verharrte allgemein in stärkster Zurückhaltung, um so mehr, als zum Wochenschluß keine Neigung zu Engagements bestand. Im Ver­gleich zum Frankfurter Mittagsschluß gaben die Kurse in Anpassung an Berlin weiter nach. In Farbenindustrie zeigte sich im Verlaufe erneut Ab­gabeneigung, so daß der Kurs bis auf 139,25 unter einigen Schwankungen absank. Auf dieser Basis zeigte sich dann etwas Aufnahmeneigung.

Der Rentenmarkt stagnierte fast vollkommen so­wohl für deutsche als auch für ausländische Anleihen, besonders die im Mittagsverkehr lebhaften russischen und polnischen Bahnprioritäten lagen sehr ruhig, aber behauptet.

Am Kassamarkt kamen- Grün & Bilfinger nach Pause mit 210 (am 31. Oft. 200) wieder zur Notiz.

U. a. notierten: Altbesitz 103,13, 6 v. H. Stahl­verein 79,25, 6 v. H. Stadt Mainz von 28 86, Lissa­boner Stadtanleihe von 1886 55,13, Reichsbank 145,13, Gelsenkirchen 60,50, Klöckner 74,50, Rhein­stahl 90, Stahlverein 39,50, Betula 141,50, Daimler 48, Scheideanstalt 210,50, Deutsche Linoleum 59,50, Eßlinger Maschinen 61, IG. Farben 140 bis 139,75 bis 139,90 bis 139,25, Gesfürel 110,50, Holzmann 78, Metallgesellschaft 84,50, Rheay 99,50, Siemens 139, Zellstoff Waldhof 46,50, Reichsbahn-VA. 113,65, Hapag 27,50, Norddeutscher Lloyd 29,50.

Sranffurfer Obst- und Gemüsemarkt.

Frankfurt a. M., 2. Nov. Das starke G e - müfeangebot hielt an, insbesondere von Es- karol, Wirsing und Weißkraut. Etwas Nachfrage bestand nach Blumenkohl, Rosenkohl und Spinat, für letzteren war der Preis etwas gebessert, im übrigen blieben sie unverändert. Es notierten: Blumenkohl 15 bis 45, Bohnen 50, Eskarol 3 bis 8, Feldsalat, groß, 20 bis 25, klein 50 bis 60, Karotten 3 bis 5, Kohlrabi, ober, 3 bis 5, Kopfsalat 3 bis 10, Pfifferlinge 50, Steinpilze 45, Rettig 4 bis 10, Römischkohl 4 bis 5, Rosenkohl 15 bis 18, Rote Rüben 3 bis 4, Rotkraut 5 bis 5%, Sellerie je nach Größe 5 bis 30, Spinat 5 bis 6, Schwarz­wurzel 12 bis 16, Tomaten I 20 bis 25, II 10 bis 15, Weißkraut 2% bis 3, Wirsing 2% bis 4, Zwie­beln, Gärtner, 5% bis 6, Sachsen 6J4.

Der Obstmarkt hatte sehr starke Zufuhren von Aepfeln und Birnen, die Qualitäten waren aber gut. Die Nachfrage blieb allgemein schleppend, nur beste Sorten sind besser gefragt. Die Preise lagen unverändert. Aepfel I 12 bis 15, II 8 bis 10, Wirt­schaftsäpfel 6 bis 8, Goldparmänen I 12 bis 16, Boskop I 12 bis 14, Schafsnasen 6 bis 8, Birnen I 12 bis 15, II 8 bis 10, Kochbirnen 4 bis 5, Molle- dusch 12 bis 15, Bananen, Kiste, 12'/s kg, 7. Jam. Haselnüsse 35 bis 40, Kastanien 10 bis 14, Preisel­beeren 25, Quitten 6 bis 8, Trauben 44 bis 45 holl., 25 bis 27 span., Walnüsse 28 bis 32, 35 bis 40 ital., 32 bis 35 rum., Zitronen, Kiste, 300 Stück, 10. ital.

Frankfurter Liermarkt.

Frankfurt a. M., 2. Nov. Im Frankfurter Eiergroßhandel ist die Stimmung zwar ruhig, aber doch stetig. Die Nachfrage hat sich nach dem Monats­wechsel leicht gebessert, so daß die nur in geringem Umfange angelieferten frischen Eier glatt geräumt wurden. Für Kühlhauseier zeigte der Verbrauch in dieser Wache weniger Interesse. Deutsche Frisch­eier sind nur in ganz geringen Mengen vorhanden und werden trotz der relativ hohen Preise gut ge­kauft, wogegen die Preise für Holländer und Dänen eher etwas billiger waren, im übrigen traten keine nennenswerte Veränderungen ein.

Es notierten in Pfennig pro Stück frei Frank­furt a. M.: Frischware: Deutsche Markeneier Kl. 8 13*/2, Kl. A 13, Kl. B 12V2, Kl. C IVA?, Kl. D 10V2. Holländer Kl. S 13V2, Kl. A 13, Kl. B 12'/, bis 13, Kl. C 12'41 bis 12'/2. Dänen Kl. S 13, Kl. A 12'/2, Kl. B 12, Kl. C 11'/-. Bulgaren IIV2 bis 12. Jugoslawen und Rumänen je 11 bis 11'/,. Kühl­hausware: Deutsche Markeneier Kl. S IIV2, Kl. A 11, Kl. B 10'/-, Kl. C 10, Kl. D 9*/i bis 9'/-.

Frankfurter Duttermarkt.

Frankfurt a. M., 2. Nov. Die Konsumnach­frage nach Butter hat sich nach dem Ultimo merklich belebt, so daß bei dem knappen Angebot an frischer deutscher Butter sich etwas Mangel fühlbar machte. Es mußte daher wieder auf Auslandsbutter zurück­gegriffen werden, obwohl sich der Preis für hollän­dische Butter etwas erhöht hat. Deutsche und däni­sche Butter notierten unverändert. Kühlhausbutter war sehr vernachlässigt und für sibirische Butter, die in Süddeutschland nicht gangbar ist, bestand in­folge der nicht zusagenden Qualitäten kaum In­teresse.

Es notierten in RM. pro 50 Kilogramm frei Frankfurt a. M.:Deutsche Markenbutter 145 bis 148, feine deutsche Molkereibutter 143 bis 145, deutsche Molkereibutter 140 bis 142, Landbutter 125 bis 130. Holländische Markenbutter 145 bis 150 (zuletzt 145 bis 148), dänische Markenbutter 145 bis 148.

Mainzer Getreidemarkt.

Mainz, 2. Nov. Es notierten (Großhandels­preise je 100 kg loko Mainz) in RM.: Weizen 21,00, Roggen 17,00, Hafer 16,70 ab Station, Brau­gerste 19,50 bis 20,00, Jndustriegerste 19,00, Malz­keime 15,50 bis 16,00, Weizenkleie 10,75 (Mühlen­preis), Roggenkleie 9,96 (Mühlenpreis), Weizen­futtermehl 13,65 bis 13,75, Biertreber 16,75 bis 17, Soyafchrot 13,00 (Fabrikpreis ab füdd. Fabrik­station). Tendenz: Getreide stetig, Futtermittel gefragt.

Daten für Samstag, 3. November.

1500: der italienische Goldschmied und Bildhauer Cellini in Florenz geboren (gestorben 1573); 1801: der Buchhändler Karl Baedecker in Essen geboren (gestorben 1859); 1871: der Schriftsteller Hanns Heinz Ewers in Düsseldorf geboren.

Daten für Sonntag, 4. November.

1743: (Eröffnung der Universität Erlangen;- 1903: (Eröffnung der Akademie in Posen.

Rundfunkprogramm.

Sonntag, 4. November.

6.35 Uhr: Hafenkonzert. 8.15: Nachrichten. 8.25: Gymnastik. 8.45: Choralblasen. 9: Evangelische Morgenfeier. 9.45: Deutsches Schatzkästlein. Der Malerpoet. Hans Thoma zum 10. Todestag. 10.15: Hessisches Preishüten". Schäfer aus verschiedenen deutschen Gauen im Wettbewerb. 10.30: Tennysons Enoch Arden. Ein Melodrama. 11.15: Zur Woche des deutschen Buches: Rudolf G. Binding spricht überBuch und Schrifttum von heute und mor­gen". 11.30: Herr Gott, dich loben alle wir. Kantate von Johann Sebastian Bach. 12: Mittagskonzert I. 13: (Ein Fabrikarbeiter kommt auf den Bauernhof. Zwiegeschräch. 13.15: Kindstauf bei Schall und Platt. 14:Wir machen die Kinderstunde wieder selber!" 15: Stunde des Landes. 16: Nachmittags­konzert. 17.30: Klavierquintett op. 99 von Hans Fleischer. 18: Sankt Hubertus. Funkfvlge. 18.30: Blasmusik. 19.30: Deutsche Turn- und Geräte­meisterschaften. Ein Funkbericht. 19.50: Sportbe­richt. 20: Leichte Kavallerie. Operette in 2 Akten. 21.30: 3. Meisterkonzert des deutschen Rundfunks. Konzert in O-Dur für Violoncello mit Begleitung des Orchesters von Joseph Haydn. 20: Nachrichten. 22.15: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 22.20: Der Zeitfunk bringt den Sportspiegel des Sonntag. 24 bis 2: Nachtmusik.

Montag, 5. November.

6 Uhr: Bauernfunk. 6.15: Gymnastik I. 6.30: Gymnastik II. 6.45: Frühmeldungen. 7: Frühkon­zert. 8.30 bis 8.45: Gymnastik. 10: Nachrichten. 10.15: Schulfunk. Die Freiwilligen. Hörspiel von den Kämpfen um Langemarck. 11.45: Sozialdienst. 12: Mittagskonzert I. 13: Saardienst. Nachrichten. 13.10: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 13.15: Mittagskonzert II. 14.15: Nachrichten. 14.30: Wirt­schaftsbericht. 15: Nachrichten. 15.15: Kinderstunde. 15.30: Landschaftstheater, Thingspiele. Von Prof. Dr, Arthur Kutscher. 15.45: Der Zeitfunk sendet Kurzgeschichten aus dem Leben. 16: Nachmittags­konzert. 18: Jugendfunk. 18.15: Zur Woche des deutschen Buches: Gäste auf meinem Bücherbrett. Zwiegespräch. 18.35: Dichter am Bodensee. Josef Albicker: Bäuerliche Kurzgeschichten. 18.45: Unter­haltungskonzert. 19.45: Das Leben spricht! 20: Nachrichten. 20.10: Volk und Wirtschaft an der Saar. 20.30:Haltet fest am deutschen Buch." Reichsminister Dr. Goebbels spricht. 21.45: Volks­musik. 22: Nachrichten. 22.10: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 22.30: Balladen. 23: Tanzmusik.

Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse.

__Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Hohe der zuletzt beschlossenen Dividende an Relchsbankdlskont 4 0. H., Lombardzinsfuß 5 v. H.__

Frani'url u. Di.

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Berlin

Frankwn a. DL

Berlin

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. 2TI.

Schluß­kurs

Schluß. Abend- börfe

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Schlußk. Mittag­börse

Schluß­kurs

Schlußk. Abend-

Schluß­kurs

Schlußk. Mittag­börse

Schluß­kurs

Schluß!. Abend- börse

Schluß­kurs

Schlußk. Mistag- börfc

1. November

Amtliche Notierung | Brie'

2-November

Amtliche Notierung

öafum

1-11.

2-11.

1-11. | 2.11.

Datum

1-11.

2-11.

1.11.

1-11.

Datum

1.11.

2.11.

1-11-

2-11-

Geld

Brie'

Buenos Atre Brüssel-----

Rio de Jan. Sofia ......

Kopenhagen. Danzig.....

London .....

Helsingfors.. Paris ......

Holland ...

Italien.....

Javan ......

Jugoslawien Oslo..... :

Wien.......

Lissabon.... Stockholm... Schweiz .... Spanien.... Prag.......

Budapest ...

Neuyork...

Berlin,; Amerikanyche Belgische Note Dänische Note Englische Note Französische 9 Holländische N Italienische N Norwegische 9 Deutsch Oeste Rumänische N Schwedische N Schweizer No Spanische Not Ungarische No

0,639 58,17 0,204 3,047 55,24 81,12 12,37 5,445 16,38 168,19 21,30 0,720 5,694 62,16 48,95 11,23 63,80 80-98 33,97 10,375

2,486

.November Rvien......

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creich, ä 100 oten.......

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0,644 58,29 0,206 3,053 55,44 81,28 12,42

5,48 16,42

168,51 21,34 0,724 5,706 62,38 49,05 11,27 64,02 81,09 34,06

10,395

2,493

Briek 2,461 58,15 55,39 12-395

16,40 168,43

21,16 62,34

63,99 81,07

34,00

16% Deutsche Reichsanleihe v. 1927 16% ehein.7% Dt.Reichsanl.v. 1929 16%% Doung-Anleihe von 1930 .. ^Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit Auslos.-Rechten .............

IDesgl. ohne Auslos.-Rechte......

>6% ehem.8% Hess. Bolksstaat 1929 (rückzahlb. 102%)............

,6% Hess. Landesbank Darmstadt Gold R. 12..................

16'4% Hess. Landes-Hypotheken- bank Darmstadt Liqui.........

« Provinz-Anleihe mit

Auslos.-Rechten ....

! Deutsche Komm. Sammelabl. Am .Jelf>e «enel mit Auslos.-Rechten SS% ehem. 8% Franks. Hyp.°Bank Goldpse. 15 unkündbar bis 1935 56% ehem. 7% Franks. Hyp.-Bank Goldpse. 16 unkündbar bis 1936 »Yi% ehem. 4%% Franks. Hyp..

Bank-Liqu.-Pfandbriese ..

»%% ehem. 4%% Rheinische HyV.-Bank-Liqu.-Goldp/e.....

B% ehem. 8% Pr. Landespfand, briefansialt, Pfandbriefe R. 19 8% ehem. 7% Pr. Landespfand, briefan statt, Pfandbriefe R. 10 Steuergutsch. Verrechnungskurs.

4% Oesterretchische Goldrente.... 4,20% Oesterreichische Silberrente 11% Ungarische Goldrente.......

il% Ungarische Staatsrente v. 1910 11%% deSgl. von 1913..........

!'% abgest. Goldmextkaner von 99 h% Türkische Zollanleihe von 1911 f.% Türkische Bogdadbahn-Anlethe

Serie 1.....................

96

95,65

104

96.25

93

93,65

101,13

93

93

94,25

94,4

94,75

102,2

29

1,3

8

7,4

8

96,13

95,4

103,13

96,25

93

93,65

100,65

93

93

94

94

94,75

102,2

29

7,9

7,5

7,5

13

8

96,4

95,5

104,13

96

93,25

101,25

93

94,9

94,75

102.2

28,75

. 1,25

8,05

7,55

13,2

96,4

103,2

96

93,25

100-75

94,13

94-75

102,2

29

1,15

7,95

7,5

13,1

4% desgl. eerie 11 .............

5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 4%%Rumän.vereinh.Rentev.i9i3 4% Rumänische vereinh. Rente .. 2%% Anatolier ...............

Hamburg-Amerika-Paket .....0

Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0

Hansa-Dampfschiff........... 0

Norddeutscher Lloyd .........0

'21.®. für Verkehrswesen Akt. .. 0 Berliner Handelsgesellschaft ... 4 Commerz, und Privat-Bank ... 0 Deutsche Bank und Disconto-

Gesellschaf'. ...............0

Dresdner Bank.............. 0

Reichsbank ................ 12

A.E.G............... 0

Bekula..............0

Elettr.LieferungSgesellschaft... 6

Licht und Kraft........6

Felten L Guilleaume 0

Gesellsch.f.Elektr.Un, lehmuna 5 Rheinische Elektrizität ß

Schuckert LCo....... 5

Siemens S Halske.......... 7

Lahmeyer L Co............. t0

Buderus ................. 0

Deutsche Erdöl .............. 4

Gelsenkirchener...............

Harpener....................

Hoesch EisenKöln-Neuessen .. 0 Ilse Bergbau ............ q

Ilse Bergbau Genüsse....... 6

Klöcknerwerke ............... 0

Mannesmann-Röhreu.........

8

4,4

6,6

4,2

34

28

29-75

79 95,25

71

73,5 75,75

145

28 143,25 102 118-25

75 111,75

99

94 140,5

120

87,4 104,5

61 106,5

119,13 75,65 76,75

8

4,4

6,6 4-15 34,4

27,5

29,5

79 95,75 70,25

73,5 75,75 145.13

28,13 141,5

101,65

117 75,25

110 5 99-5

139

120

86-9

104

60,5 106,25

144-25

119.25

74,5 75-25

6,6 4,15 33,9

28

29-65 79,25 95,5

71

73,5 75,75 145,5

28,13 143,13

102 118,25

75,5 111.4

99

94

141

120

87-13

104 61,13 106,4 77,75

144 119,25

75,9

76,9

8.3 4,15 6,95

4 34-25

27,5

29,5

79 95,75 70-25

73,5 75,75

145

27,65 141.5 101-25

117

75,25 111 100

93,5 138,5

85,5 102,75

60,5 106,5 76.65 144,5

119,25 74,5

74,9

Mansselder Bergbau......... 0

Kokswerke ..................0

Phönix Bergbau.............0

Rheinische Braunkohlen .....10

Rheinstahl .................. 0

Vereinigte Stahlwerke........0

Otavi Minen ............... 0

Kaliwerke Aschersleben........ 5

Kaliwerke Westeregeln........ 5

Kaliwerke Salzdetfurth.....7%

I. G. Farben-Jnbustrte....... 7

Scheideanstalt............... 9

Goldschmidt ................ 0

Rütgerswerke ............... 0

Metallgesellschaft............. 0

Philipp Holzmann ........... 0

Zementwerk Heidelberg ...... °

Cementwerk Karlstadt......... 0

Schultheis Patzenhofer .... 0

Aku (Allgemeine Kunstseide) .. 0

Bemberg...................0

Zellstoff Waldhos ............ 0

Zellstoff Aschaffenburg ....... 0

Dessauer Gas ............... 7

Daimler Motoren............0

Deutsche Linoleum...........0

Orenstein & Koppel.......... 0

Leonhard Tietz .............. 0

Chade......................10

Aecumulatoren-Fabrik........0

.......................... 0

Grttzner.................... 0

Mainkraftwerke Höchst a.M.... 4

Süddeutscher Zucker.........8

78,25

48

219

91

40,5

12,5 111,65

111

154

141,75 210,5 93,25

38,9

78 113,25 133

60,9 134,5 47,75

65,75

49-25

60

33

213 163,25

132

29,75

84,13

186

I?

47

219

90

39,5

12,5

114

111

154

139,75

210,5

90,5 38,9

84,5

iS

133

60,5

134

46,5

64,25

48

59,5

32,4

212,5

163,5

132-25

291

84

78,25 96

47,75

220

91,25 40,65 12,75

111,25 111,75

154,4

142

92,75 98

84,5

78,25

110,13

61,25 135

47,75 65,13

120,65

49,25

60 90,5 32,5

213

163,5 132

29,75

78 94,75 47,25

217

89,5 40-25

12,5

114

111,75 154,13

139,75

90,5 97,13

84,5

78,75

110-13

60

135

46.65

64,5

119,5

48,25

60

89,75

31,9

213

164,75 132.5

29,75

18a>

58,29 0,206

3,053 55,36

81,28 12,40

5,455 16,42

168,53 21,34 0,722 5,706 62,28 49,05 11,25 63,92 81,14 34,03

10,395

2,490

Bankno

Schilling

en.

58,17 0,204 3,047 55,32 81,12 12,39 5,47

16,38 168,17

21,30 0,722 5,694 62,26 48,95 11,25 63,90 80,93 34,00

10,375

2,489

Geld 2,441 57,91 55,17 12,355 16,34

167,75 21,08

62,10

63,73 80,75

33,86