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Kreisamtsleitung der NSV.

eise im Namen der

Deutsche Stenografen-

Nationalsozialistische

Kriegsopferversorgung e. V.

Ortsgruppe Gießen.

Oie NSV. ruft auf zum Opfern! Bei der zweiten diesjährigen Straßen­sammlung für das Winterhilsswerk am Sonntag, 4. November 1934, wird überall die Aster als Zeichen der Volksverbundenheit in fröhlichen Farben leuchten.

Am Sonntag keinDolksgenosse ohne dieses Zeichen! Ersollauch nach außen hin zeigen, daß er den Opsergedanken des Führers verstanden hat.

Heil Hitler!

Gießener Wochenmarktpreise.

* Gießen, 3. Nov. Auf dem heutigen Wochen­markt kosteten: Molkereibutter, das Pfund 1,45 bis 1,55 Mark, Landbutter 1,40, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, Eier (ausländische) 10 bis 13, (inländische, Kühlhaus) 10 bis 13, Wirsing (grün), das Pfund 8 bis 10 Pf., der Zentner 7 bis 8 Mark, Weißkraut, das Pfund 5 bis 6 Pf., der Zentner 3 bis 3,50 Mark, Rotkraut, das Pfund 10 bis 12 Pf., der Zentner 6 bis 7 Mark, Gelbe Rüben, das Pfund 8 bis 10 Pf., Rote Rüben 8 bis 10, Spinat 10 bis 15, Römischkohl 8, Unter- kohlrabi 8, Grünkohl 15 bis 20, Rosenkohl 25 bis 30, Feldsalat 50 bis 80, Tomaten 15 bis 20, Zwie­beln 10 bis 12, Meerrettich 30 bis 50, Schwarz­wurzeln 25 bis 30, Kürbis 5 bis 8, Pilze 30 bis 40, Kartoffeln, das Pfund 4 Pf., der Zentner 3,20 bis 3,40 Mark, Aepfel, das Pfund 7 bis 12 Pf., der Zentner 8 bis 12 Mark, Birnen, das Pfund 6 bis 10 Pf., Nüsse 25 bis 30, junge Hähne 80 bis 90, Suppenhühner 60 bis 70, Gänse 70 bis 80, Enten 80 bis 90, Tauben, das Stück 50 bis 60, Blumenkohl 10 bis 50, Salat 5 bis 10, Endivien 5 bis 15, Oberkohlrabi 5 bis 8, Lauch 5 bis 10, Sellerie 10 bis 20 Pf.

Vornotizen.

Tageskalender für Samstag: Orts-

An alle Partei- und Volksgenossen!

Am Montag, 5. November, um 20.30 llhr findet im Cafe Leib, Walltor. straße eine große

* Beuern, 3. Nov. Am morgigen Sonntag, 4. November, kann der Zimmermeister Wilhelm Arnold IV. von hier in bester Frische seinen 7 0. Geburtstag begehen. Herr Arnold ist seit 48 Jahren selbständiger Zimmermeister und weithin in der ganzen Umgegend bekannt. Seit 25 Jahren versieht er das Amt des Feuervisitators, seit 44 Zähren ist er Leichenbeschauer unseres Ortes. Be­sonders bekannt wurde er dadurch, daß er schon vor fahren ganze Häuser heben und versetzen ließ, z. B. in Geilshausen und in Elimbach. In seinen jungen Jahren hat er sich auch im Ausland, u. a. in Paris, umgesehen. Herr Arnold, der all« gemein große Wertschätzung genießt, ist seit 44 Iah- ren ununterbrochen treuer Bezieher des Gießener Anzeigers.

ch Rabertshausen, 2. Nov. Die hiesige Zelle hatte zu einem Schulungsabend in den Saal des Pg. Karl Scherer eingeladen. Die Veranstal­tung erhielt ihre besondere Bedeutung durch die Anwesenheit von Volksgenossen von der Saar. Der Zellenleiter Pg. Sang hieß die deutschen Brüder von der Saar auf das herzlichste willkommen. Schu­lungsleiter Roth sprach über Innen- und Außen­politik. Pg. Sang gab einen Bericht über seine Erlebebnisse in Nürnberg. Einer der saarländischen Gäste sprach in packenden Worten von der Liebe und Treue des Saarvolkes zu Deutschland. Die NS.- Frauenschaft trug durch zwei Lieder zur Verschöne­rung des Abends bei.

<^Rodheim a. d. Horloff, 2. Nov. Die Orts- gruppeRodheimderNSD. hat dieser Tage acht Saarkinder zum Ferienaufenthalt aufgenom­men. Sieben Kinder, sechs Buben und ein Mäd- chen, wurden in Rodheim untergebracht, ein Mäd­chen kam nach Rabertshausen.

Kreis Schotten.

x Schotten, 2. Nov. Gestern morgen war auf den Höhen des Vogelsberges der erste Schnee gefallen, die Berge in ihrem Herbstlaub und dem weißen Schneegewand boten einen präch­tigen Anblick. Auch heute vormittag fiel dicker Schnee, so daß der Wintersport bald einsetzen kann. Aus Anlaß des S p a r t a g e s ist in der hie­sigen Volksschule ein Betrag von 103 Mark von den Kindern als Sparsumme zusammengetragen worden.

kreis Alsfeld.

* M e r l a u, 2. Nov. Der 19 Jahre alte Büro- gehilfe Ernst Weber von hier kam so unglücklich zu Fall, daß er, da der Verdacht innerer Ver­letzungen bestand, zur Untersuchung und.»Be­handlung nach Gießen gebracht werden mußte.

88. Grebenau, 2. Nov. Am Mittwoch abend kamen mit dem Zug von Alsfeld 13 Knaben aus dem Saargebiet zur Erholung hier an. Zum Empfang waren die hiesigen Schulkinder am Bahnhof erschienen, die unsere kleinen Gäste mit dem LiedeDeutsch ist die Saar" empfingen. Al- Vertreter des Ortsgruppenamtsleiters Fröhlich der NSV. sprach Pg. H e r b o l d einige Worte der

Achtung! Giraßensammlung

am Sonntag, 4. November

dicht bildete einen sinnvollen Auftakt für den Abend.

Ein Sprecher der Saarländer dankte in herzlichen Worten im Namen seiner Brüder und Schwestern von der Saar auch für diesen Abend und betonte, daß dieser Dank an die Volksgenossen am 13. Januar bewiesen werde. Mit einem drei­fachen Sieg-Heil auf Führer und Vaterland schloß er.

Nach der launigen Anmeldung durch Herrn N i e- r e n erschien dann Fräulein S a l z m a n n , die Soubrette unseres Stadttheaters, auf der Bühne und fang das Lied aus derGräfin Mariza" Einmal möcht ich wieder tanzen!", für das sie dankbaren Beifall quittieren konnte. Nicht weniger anregend gestaltete sich ihr zweites Auftreten, bei dem man das LiedEiner wird kommen..." aus demZarewitsch" hörte. Paul Nieren wußte im weiteren Verlaufe des Abends mit zwei hübschen Rezitationen zu gefallen, in deren einer er vom Lachenden Dalles" erzählte und in der zweiten eine Erklärung über die Entstehung des Kusses vom Stapel ließ. Schließlich erschien Herr Wrede auf der Bühne und erntete zunächst für seinen immer wieder gern gehörtenAugustin" stürmischen Beifall. Sehr gerne begleiteten ihn seine Zuhörer außerdem auf einer musikalischen Reise durch Wien, in der eine Reihe von originellsten Wiener Liedern zusammengefaßt war. Ueberflüssig zu erzählen, daß der unverfälschte Wiener Dialekt des Vortragenden die Illusion vollständig machte.

Nachdem schon im Laufe des Abends gemeinsam nach den Klängen der Kapelle ein Rheinlieder-Pot- wurri gesungen war, beschloß ein zweites gemein- ames Singen viele alte schöne Soldaten- und Volkslieder den schönen Abend.

** Ein Siebzigjähriger. Am morgigen Sonntag, 4. November, begeht der Hausmeister und Korpsdiener der Hafsia i. R. Wilhelm Dürr, Steinstraße, feinen 70. Geburtstag.

.** F o r st Personalien. Versetzt wurden: der Förster Wilhelm M a ck zu Schellnhausen der För­sterei Ermenrod des Fortamts Göringen, in glei­cher Diensteigenschaft in die Försterei Treis a. d. Lumda des Forstamts Gießen; der Förster Gustav Hofmann der Försterei Rothenberg des Forst­amts Hirschhorn in gleicher Diensteigenschaft in die Försterei Ermenrod des Forstamts Göringen; der Forstmeister Friedrich Zimmer zu Ulrichstein in gleicher Diensteigenschaft in das Forstamt Laubach; sämtlich mit Wirkung vom 1. November 1934 ab.

** Sterbefälle in Gießen. In der Zeit vom 16. bis 31. Oktober verstorben in Gießen: 17. Karl Brod, Derwaltungsoberinspektor i. R., 70 Jahre alt, Kaiserallee 24; 18. Susanne Lämmer, geb. Langsdorf, 70 Jahre alt, Marktstraße 4; 18. Katharine Schupp, geb. Pfeiffer, Wwe., 89 Jahre alt, Licher Straße; 20. Anna Elisabeth Theis, geb. Find, Wwe., 63 Jahre alt, Landgraf - Philipp- Platz 10; 20. Mathilde Kühne, geb. Kurtz, Wwe., 59 Jahre alt, Bismarckstraße 31; 21. Therese Lenz, geb. Wißner, Wwe., 88 Jahre alt, Seltersweg 52; 25. Wilhelm Pfannkuchen, städtischer Arbeiter, 70 Jahre alt, Löberstraße 3; 28. Dieter Hohmeier, 2 Jahre alt, Bleichstraße 27; 29. Agnes Noll, geb. Kohl, Wwe., 88 Jahre alt, Horst-Wessel-Wall 9.

** D a s Museum im Alten und im Neuen Schloß ist am Sonntag zwischen 11 und 13 Uhr geöffnet.

.** ZurW oche des deutschen Buches" sei nochmals auf die Veranstaltung am morgigen Sonntag im Stadttheater hingewiesen und dabei betont, daß Eintrittskarten kostenlos in den hie­sigen Buchhandlungen zu haben sind. (Siehe gestrige Anzeige.)

** Buchaus st ellung im NS. -Lehrer- bun d. In Ergänzung zu unserem gestrigen Bericht über die Versammlung des NS.-Lehrerbundes im Cafe Leib ist nachzutragen, daß die Pfeiffersche Buch­handlung und die Goethe-Buchhandlung eine kleine Buchausstellung veranstalteten, die in Uebereinstim- mung mit dem Vortrage des Redners zusammen­gestellt war.

Oer Dank des Führers an die OAF. Hessen-Nassau.

Frankfurt a. M., 2. Nov. (LPD.) Der F ü h - rer und Reichskanzler Adolf Hitler hat an die Deutsche Arbeitsfront Gau Hessen-Nassau fol­gendes Telegramm gesandt:

Landesobmann der NSBO. und Bezirkswalter der DAF. Becker, MdR., Frankfurt a. M. Dem Gau Hessen-Nassau der Deutschen Arbeitsfront danke ich für das Gelöbnis der Treue und der Mitarbeit, das ich als sichere Grundlage des äußeren Zusammenhalts wie der inneren Ge­meinschaft aller schaffenden Volksgenossen gern ent­gegennehme. Adolf Hitler.

Kleider- undpfundpäckchen-Sammlung

in der Ortsgruppe Gietzen-Ost.

Montag, 5. November, ab 14 Uhr, findet in der Ortsgruppe Gießen-Ost unter Mithilfe der Reichs- wehr, der NS.-Frauenschaft und von Jungmädchen eine Kleidersammlung statt. Hornisten der Reichs­wehr machen durch Signale auf die Sammlung aufmerksam. Für jede Spende wird eine Quittung erteilt, die der Spender mit unterschreiben muß. Es wird gebeten, die Spenden gut verpackt bereit» zuhalten und den Inhalt der Päcke auf die Um­hüllung zu schreiben, damit die Art der Spende in der Quittung angegeben werden kann.

Ab 5. November wird durch die Frauenschaft die Pfundpäckchen-Sammlung in Lebensmitteln für den Monat November durchgeführt. Auch hierbei wird für jede Spende eine Quittung erteilt. Der Inhalt der Päckchen ist durch Aufschrift auf die Umhüllung anzugeben.

Volksgenossen, opfert im Sinne unseres Führers zum Wohle unseres Volkes! Noch ist die Not groß!

Der Ortsgruppenbeauftragte desWHW.

Reichsbund Holkstum und Heimat.

Sonntag, 4. d. M., 15 Uhr, gemeinsam mit der Schiffenberger Heimatvereinigung Führung durch das Kloster Schiffenberg (Reg.- Baurat Kuhlmann) und Vortrag aus der Geschichte des Schiffenberas (Dr. Wal­drach). Freier Zutritt für Mitglieder und Gäste.

Oie Trommel ruft

zum Werbeabend des Jungvolks des Stammes Welfen am morgigen Sonntag, 20.15 Uhr, im 1 Caf6 Leib. Die Spielfolge sieht Sprechchöre, Gedicht­vorträge, Lieder, Fanfarenmarsch, Kanon und Sprechchorspiele vor. Der Werbeabend dürfte in weiten Kreisen der Bevölkerung besonderes Inter­esse finden.

gruppe Gießen-Süd, 20.30 Uhr,Graf Zeppelin", Zelle 2: Zellenoersammlung. NSLB., Arbeits­gruppe der Gewerblichen Berufsschule, 15.30 Uhr, Lehrzimmer der Gewerblichen Berufsschule: Arbeits­stunde. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Krach um Jolanthe". Astoria-Lichtspiele, Seltersweg: Schüsse aus dem Hinterhalt". Gießener Rad- sahreroerein von 1885, 20 Uhr, Caf6 Leib: Winter­fest. Artillerieverein, 20.30 Uhr,Hessischer Hof": Monats - Versammlung. Deutsche Stenografen» ichaft,Stadt Lich": Vereinsabend.

Tageskalender für Sonntag: Stadt­theater, 19 bis 21,30 UhrTraoiata". Stadt- theater, 11 Uhr, öffentliche Kundgebung zurWoche de deutschen Buches". Lichtspielhaus, Bahnhof- ftrape:Krach um Jolanthe". Astoria-Lichtspiele, etF5mre^: "Schüsse aus dem Hinterhalt". s erhessischer Kunstverein, Turmhaus am Brand- plafc, 11 bis 13 Uhr, Gemälde-Ausstellung. Ka-

Meldungen für die Großkundgebung am 18. Nov. in Frankfurt a. M. können noch bis zum 5. Nov., 18 Uhr, bei der Geschäftsstelle der Ortsgruppe, Bis­marckstraße 24 I, angenommen werden.

Keine Beschränkungen im Kartoffel­verkauf an Verbraucher.

Dem Reichsminister für Ernährung und Land­wirtschaft find Nachrichten darüber zugegangen, daß gewisse Zweifel darüber bestehen, was auf Grund der vom Reichsnährstand erlassenen Vorschriften beim Verkauf von Kartoffeln rechtens ist. Es wird deshalb ausdrücklich das folgende bekanntgegeben:

1. Es gelten keinerlei Beschränkungen für den Verkauf von Kartoffeln vorn Erzeuger unmittelbar an den Verbraucher.

2. Der Erzeuger von Kartoffeln ist beim Ver­kauf an den Verbraucher nicht gehalten, zu seinem Erzeugermindestpreis Handelszuschläge zu erheben, da ihm ja auch nicht die Aufwendungen erwachsen, die der Handel zu tragen hat.

Zw Interesse der Verbraucher von Speisekartof­feln werden binnen kürzester Frist Verbraucher- Höchstpreise festgesetzt werden, die die Verladekosten, die entstehende Fracht, die Kosten für Lagerung und sonstige Aufwendungen des Handels enthalten werden.

5200 Mark

für die Kriegsgräberfürsorge.9

Das Ergebnis der Sammlung des Volksbun- des Deutsche Kriegsgräberfürsorge im Kreise Gießen (einschließlich der Stadt Gießen) be­lauft sich auf den stattlichen Betrag von rund 5200 Mark. Das Sammelergebnis stellt der Opferbereit« schäft und dem Geiste der Pietät unserer einheimi­schen Bevölkerung das beste Zeugnis aus.

Skilauf-Möglichkeiten auf dem Hoherodskopf.

Wie uns vom Klubwirt B e n d e r auf dem Hohe- rodskopf gemeldet wird, liegen im Walde auf dem Hoherodskopf bereits 15 Zentimeter feiner Pulver­schnee. Auf den Hängen liegen ebenfalls 10 Zenti­meter Schnee. Skilauf ist unter diesen Umständen bereits möglich. Er herrscht prächtiger Sonnenschein. Die Temperatur betrug heute morgen 5 Grad unter Null (in der vergangenen Nacht 6 Grad). Die Bäume sind von Rauhreif bedeckt und bieten einen prächtigen Anblick.

Bunter Abend für die Saargäste.

Die Ferienwoche, die 80 deutsche Volksgenosien von der Saar gegenwärtig hier verleben, hat den Gästen schon mancherlei Unterhaltsames gebracht, so daß sie bisher sicherlich den besten Eindruck von unserer Stadt, wie auch von dem geistigen und kulturellen Leben in Gießen gewonnen haben dürf­ten. Der gestrige Abend brachte nun, veranstaltet von der Kreisamtsleitung der NS.-Volkswohlfahrt und der NS.-GemeinfchaftKraft durch Freude", einen Bunten Abend im Caf4 Leib, der in herz­lichster Kameradschaft die Gäste von der Saar und viele Volksgenossen von Gießen drei Stunden lang vereinigte. Der Saal war bis auf den letzten Platz besetzt.

Der Abend brachte ein sehr unterhaltsames Pro­gramm. Mitglieder des Musikkorps unserer Gie­ßener Reichswehr konzertierten und unterhielten die Zuhörer mit vielen schönen Darbietungen. Nach einem einleitenden Marsch hieß der Kreisamtsleiter der NSV., Pg. K l ö ß, die Saarländer und alle anderen Teilnehmer des Abends herzlich willkom­men, bat die Gäste, sich frei zu fühlen tm freien Deutschland und dem Humor zu feinem Rechte kom­men zu lassen. Dann übergab er das Wort an Herrn Paul Nieren vom Stadttheater, der so­

fort alle Zuhörer durch feine geschickt improvisierten Schnurren zum Lachen reute und schon bei seinem ersten Auftreten beifällig begrüßt wurde. Er hieß die Saarländer auf seine Weise im Namen der Kunst und der ausübenden Künstler des Abends herzlich willkommen. Nach einer weiteren musika­lischen Darbietung eröffnete Paul Nieren das Pro­gramm mit einer Rezitation ernsteren Charakters. Für die hervorragende Wiedergabe der hochdrama­tischen BalladePidder Ling" von Detlev von Liliencron erntete er stürmischen Beifall. Das Ge-

Oberhessen.

Oer Führer als Pate.

r+' Butzbach, 2. Nov. Aus Anlaß der Geburt des 10. Kindes des städtischen Flurschützen Kon­rad Emmerich übernahm der Führer und Reichs­kanzler Adolf Hitler die Patenstelle In einem herzlich gehaltenen Schreiben ließ er den Eltern sowohl als auch dem Patenkinde die besten Glück- und Segenswünsche übermitteln. Emmerich ist Sturmbannführer der SA.

Abschied vom Kreisdirektor Zürtz in Schotten.

8 Schotten, 2.Nov. Gestern abend verab, s ch i e d e t e sich der seitherige Kreisdirektor der Kreises Schotten, Zürtz, von der Bevölkerung der Kreises und der Stadt. Die Sturmbannkapelle er­öffnete die Feier mit einigen Musikstücken. Orts­gruppenleiter W. Z e s ch k y begrüßte die Erschie­nenen, besonders den scheidenden Gast. Ihm zu Ehren erklang unser Heimatlied:Dir meinem Vogelsberg". Bürgermeister Menge! widmete bann herzliche Worte des Abschiedes und die besten Wünsche namens der Bürgermeister des Kreises und der Kreisstadt dem Kreisdirektor. Für die SA. sprach Sturmbannführer Straub. Kreisdirektor Zürtz gab in feiner Abschiedsrede zunächst ein treffendes Lebensbild unseres Führers und dankte für alle Ehrungen.

Landkreis Gießen.

00 Klein-Linden, 1. Nov. Am Abend des Reformationsfestes wurde in der Kirche unter Mitwirkung des Kirchenchors, des Mädchen- und Frauenchors, vieler evangelischer Gemeinde­glieder und der Gesamtgemeinde das ernste Spiel Gottes Wort bleibet in Ewigkeit" von O. Rieth- muller bargeboten. Die Orgelpartien spielte Orga­nist Otto Weigel. Das Spiel hinterließ tiefen Einbruck bei allen, bie es miterlebten. Arn Gottes- bienst bes Vormittags nahm bie gesamte evange­lische Schuljugenb teil.

£ Wieseck, 2. Nov. Der Gemeinderat befaßte sich in seinen beiden letzten Sitzungen mit folgenden Angelegenheiten: Die im Entwurf vor­liegende Ortssatzung über die Erhebung einer Filial - und Warenhaus st euer wurde ge­nehmigt und die Erhebung dieser Steuer in Höhe von 200 v. H. der Gemeindegewerbesteuer beschlos­sen Joseph Rupprath wurde die Schafweide für weitere drei Jahre zu den gleichen Bedingungen wie seither zugesprochen. Dem K. E ck h a r d t in der Gießener Straße wurde der Kostenersatz für den durch die Kanalisation hervorgerufenen Schaden an seinem Hause zugebilligt. Auf Grund einer Ver­fügung des Hessischen Staatsministeriums, wonach Notstandsgemeinden nicht von der Getränke- steuer befreit werden können, mußte ein Gesuch um Aufhebung dieser Steuer abgelehnt werden. Die Instandsetzung der Straße Am Eichelbaum wurde vorerst zurückgestellt. Da die Gemeinde Wie- seck als Notstandsgemeinde anerkannt ist, wurde beschlossen, allen in die Gemeinde zuziehenden Hilfsbedürftigen eine Unterstützung von 60 v. H. der gültigen Fürsorgerichtsätze zu gewäh- ren. Der Beitritt zum Heilstättenverein mit einem Jahresbeitrag von 20 Mark wurde ge­nehmigt. Wilhelm H o f erhält ein Grundstück an der Ecke Graben/Horst-Wessel-Straße zum jährlichen Pachtpreis von 5 Mark. Für den Einspännerwagen Sand aus der Gemeindesandgrube werden 2 Mark, für den Doppelspänner 3 Mark gerechnet. Die Bürgersteuer für 1935 bleibt bei dem eiterigen Satz von 500 v. H., damit die Gemeinde die Beihilfe aus dem Ausgleichsstock weiter erhalten kann, zumal der Voranschlag für 1934/35 noch nicht ausgeglichen ist. Wilhelm Reuter wurde an sei­nem Bauplatz in der Gartenstraße die Abgabe eines Geländestreifens von 50 Zentimeter anstatt 200 Zentimeter zugebilligt, damit er bauen kann. Das Hessische Hochbauamt ist mit dieser Regelung einverstanden.

Oeffeniliche Kundgebung

der Ortsgruppe Gießen.Nord statt. Es spricht der

Oberbürgermeister der Giadi Gießen pg. Witter

über die Aufgaben und Pflichten des Vottsgenosten im neuen Staate.

Oer Eintritt ist frei. Es wird erwartet, daß sich die Partei- und Vott-genossen recht zahlreich beteiligen.

ninchenzucht-Derein, 9 bis 18 Uhr, Caf6 Ebel, Ka­ninchen» und Produktenschau. Heimatvereinigung Schiffenberg, 15 Uhr, Familienzusammenkunft; Führung durch das Kloster Schiffenberg zusammen mit dem Reichsbund für Volkstum und Heimat durch Baurat Kuhlmann; Vortrag von Dr. Wal­brach über die Geschichte des Schiffenbergs. Reichsfachschaft Imker e. V., Kreisgruppe Gießen, 14 Uhr, Restauration Faulstich, Schulungstagung. VfB.-Reichsbahn 9 Uhr, Ab turnen der Turnab­teilung, ab 16 Uhr Fimilienausflug nach der Karlsruh.

Stadttheater Gießen. Morgen, Sonn­tag, OperTraviata"; Montag, Vorverlegung der Freitag-Abonnement-Vorstellung mit Shakespeares LustspielWas ihr wollt"; Dienstag, Schauspiel Heimkehr des Matthias Bruck"; MittwochKrach um Jolanthe"; Donnerstag, Freitag, Samstag und Sonntag, SchauspielLangemarck". (Siehe heutige Anzeige.)

Die NS. -Kulturgemeinde, Ring Deutsche Bühne, hat in unserem gestrigen An­zeigenteil Spielplanänderungen für November und die Termine der Kartenausgabe für November ver­öffentlicht. Auf die Anzeige sei besonders hingewiesen.

Die Gesellschaft für Erd» und Völ­kerkunde veröffentlicht in unserem heutigen An­zeigenteil das Verzeichnis der Vorträge in diesem Winterhalbjahr. Es sprechen: Prof. Dr. Erich Obst- Hannover überSüdwest- und Südostafrika"; Prof. Dr. George S e s s o u s - Gießen über das ThemaAls landwirtschaftlicher Sachverständiger vor und während des Krieges tm deutschen Schutz­gebiet Samoa"; Prof. Dr. Walter Behrmann- Frankfurt a. M. überReisen in der nördlichen Sahara" und Prof. Dr. Wolfgang Panzer- Ber­lin überReisen und Forschungen in Ostasien".

D i e Gasgemeinschaft Gießen ver­anstaltet am kommenden Dienstag, 20 Uhr, im Caf6 Leib in Verbindung mit der NS.-Frauenschaft, der Hausfrauenberatung und dem Gießener Fischhcm» del einen Hausfrauenabend, der durch Vorführun­gen, Filmvortrag und Konzert ausgefüllt fein wird. Auch eine Ausstellung von Gasgeräten wird mit der Veranstaltung verbunden sein. Auf die heutige Anzeige sei besonders hingewiesen.

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