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und in Königsberg laufen HJ.-Sprechchöre durch die Straßen und auf die Höfe, in Westfalen sind bereits über 180 Versammlungen durchgeführt wor­den, in allen Berufsschulen wurden Werbevorträge gehalten usw.

Jtcue Derufsgesinnung durch dni Reichsberufs- wettkampf. w

Die Jugendlichen aller Berufe haben dadurch be­reits in einem überwältigenden Ansturm ihren Wil­len zur Arbeit und zur Leistung gezeigt. In der Woche des Berufes" werden sie im Wett­kampf sich gegenseitig zu höchster beruflicher Leistung anspornen. Nicht in egoistischer Weise, um den an­deren zu benachteiligen, nein, in gegenseitiger Ach­tung vor der Leistung des anderen und von dem Willen beseelt, alle Kräfte einzusetzen und zu schulen für die kameradschaftliche Aufbauarbeit, so gehen sie in diesen Wettkampf. Nach dem Berufswettkampf

werden die Besten besonders geehrt werden und Preise erhalten. Für die Minderbemittelten sind als Preise besondere Stipendien für Ausbildung und weitere Förderung im Berufe vorgesehen. Preis­ausschreiben sind geplant, in denen diese Jugend­lichen berufliche Höchstleistungen vollbringen können. Besonders für den Zweck veranstaltete Ausstellungen werden jedem Jugendlichen Gelegenheit geben, sein Tonnen der gesamten Öffentlichkeit zu zeigen. So wird von Jahr zu Jahr der Wille zu neuem schaffen und zur Leistung sich steigern. Der Anfang ist gemacht. Aus der Kameradschaft der Hitlerjugend beraus beginnt die Jugend die Kameradschaft der Arbeit zu erkennen. Sie wird in Zukunft mehr und mehr im Willen zur Leistung ihren Ausdruck finden.

In Gießen Großkundgebung in der volkshalle am 8. April, 16 Uhr!

Oberheffen.

Iungenfchaffskurs in Grünberg.

lieber das ThemaUnser Opfergedanke" sprach am vergangenen Donnerstag der Jungvolkgebiets­schulungsleiter Wolf Kofchemann vor den ver­sammelten Schulungsleitern des Oberjungbanns. Dieser Nachmittag war der zweite in der Folge der Gebietsschulung. Der erste stand unter dem Motto:Der Ehrgedante des deutschen Jungen". Er erläuterte die Verpflichtung zur Treue dem Jung­volkkameraden und dem gesamten Volk gegenüber.

Unsere Treue darf sich aber nicht nur auf Men­schen beschränken, sondern sie muß sich auf Gedan­ken, Ueberzeugungen und Anschauungen in dem­selben Maße erstrecken. Aus der Opferkameradschaft des Weltkriegs, die die Höchstform menschlicher Treue zeigte, erstand uns der deutsche Sozialis­mus. Um aber Dingen außer sich die Treue halten zu können, muß man gegen sich selbst auch treu und wahr sein. Das ist das Wesentlichste! Wahre Treue wertet sich erst an den Opfern, die sie fordert: dann allein an Opfern ist der Beweis rechter Treue zu erbringen!

Das richtige Wesen des Opfertums müssen wir daher erkennen. Von uns wird nur ein freiwilliges, freudiges Opfern erwartet, das keinerlei Gedanken an persönliche Vorteile mit sich trägt. Denn diese Gedanken entwerten ein großes Opfer zum alltäg­lichen Geschäft. Das Winterhilfswerk hat diesen Unterschied von Opfertum und spekulativem Ge­schäftsgeist gar oft gezeigt. Wir kennen nur Opfer um des Opfers willen. Aber wir wollen auch nicht nur zu bestimmten Zeiten opferbereit sein, sondern diese Bereitschaft soll Teil unseres Lebens, Eigen­schaft unseres Wesens sein.

Alle diese Ausführungen brachte der Gebiets­schulungsleiter des Jungvolks lebendig und anschau­lich vor. Die Führerschaft und die Jungen arbeiteten rege mit und erinnerten an zahlreiche passende Bei­spiele aus ihrem Lebenskreis und aus der Ver­gangenheit. Diese Schulung wird unsere Jungen zu dem formen, was man heute unter einem deutschen Sozialisten versteht.

Oberjungbann IV/13.

SOIahreim Dienste des Gemeinwohls.

= Schotten, 31. März. Im März waren es 50 Jahre, daß der jetzt hier im Ruhestand lebende Lehrer Earl Linck als 22jähriger junger Lehrer von Bad-Nauheim nach Rudingshain im Kreise Schotten versetzt wurde. Ein halbes Jahrhundert hat Linck im Vogelsberg gelebt. Nicht nur als Leh­rer und Volkserzieher hat er bis zu seiner im 65. Lebensjahre erfolgten Pensionierung mit Erfolg unter schwierigsten Verhältnissen in der Gemeinde Rudingshain jahrzehntelang gewirkt, mit regem Geiste hat er auch an allen öffentlichen Fragen des Heimatgebietes mit großem Eifer lebhaften An­teil genommen. Da waren es vor allem die idealen Belange des Vogelsberger Höhenclubs (VHC.), die er mit allen Mitteln tatkräftig zu för­dern bestrebt war. Lange Jahre war er neben feinem Amte als zweiter Vorsitzender auch Schrift­leiter der VereinszeitschriftFrischauf". Zum Danke für die segensreiche Mitarbeit wurde Carl Linck bei der letzten Hauptversammlung des VHC. zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Auch für seinen Berufs­stand hat der Jubilar in hervorragender Weise sich betätigt. Lange Zeit leitete er den Bezirks- lehrer-Der ein Schotten als rühriger, geistig hochstehender Obmann, der auch in den Ge- samtöorstand des hessischen Landes-Lehrervereins ge­wählt wurde und heute noch mit 72 Jahren als tä­tiges Mitglied im Aufsichtsrat des Feuerversiche­rungsverbandes hessischer Erzieher seinen Sitz hat. Ader auch allen Verkehrs- und Wirtschaftsfragen des Vogelsberges brachte Linck jederzeit das größte Interesse entgegen und scheute zur Lösung solcher Fragen keine Opfer an Zeit, Kraft und Geld. Mit welchem Feuereifer widmete er sich vor wenigen Jahren der akut gewordenen Frage einer Fort­setzung der Kleinbahn NiddaSchotten über Ulrich­stein bis Alsfeld, allerdings bis jetzt ohne Erfolg. Auch war er Mitglied des Schottener Kreis­tages, er arbeitete mit in der hiesigen Volks- b an k, und trotz seines hohen Alters ist er jetzt noch erfolgreich tätiger Direktor der Molkereige­nossenschaftHoherodskopf", zu deren Mitbegründer er zählt. So kann Carl Lmck auf em arbeitsreiches Leben zurückblicken, das er fünfzig Jahre lang feinem geliebten Vogelsberg in Heimat­treue unter Anerkennung feiner großen Verdienste in Segen und hingebungsvollem Eifer in Gemein­nutz gewidmet hat. Der Vogelsberg und feine Be­wohner wissen ihm Dank für feine opferwilligen Taten und wünschen ihm einen sonnigen Lebens­abend.

Gtadtvorstandssihlmg in Alsfeld.

£ Alsfeld, 2. April. In der letzthin stattgefun­denen Sitzung wurde zunächst durch den Vorsitzen­den die V e r e i d i g u n g d e s Be l ge o r d neten Vierheller vorgenommen. Die Festsetzung ber 6d)lad)tt)0fgebübreN sur das R,. 1W4 muß auf Grund der neuen reichsrechtlichen Vorschrif­ten als Einheitsgebühr erfolgen, m der Art, daß die seitherigen verschiedenen Arten »on Gebo­ren in einer Gebühr zusammengefaßt ®^ößn. Die Gebühren sind so zu bemessen, daß sie die Kosten der Verwaltung, Verzinsung und Abschreibung nicht überschreiten. Allgemeine Üeberschüsse dürfen nicht gemacht werden. Die Gebühren wurden gemäß oem Vorschlag des Finanzausschusses wie folgt feftgefegt: Großvieh 7,20 Mark für das Stück: Schweine 4,40 Mark für das Stück für Schlachtungen, soweit sie 10 Stück wöchentlich nicht übersteigen: 3,40 Marr für das Stück für jedes weitere Stück wöchentlich, Kälber 2 Mark für das Stück: Schafe, 3'egen 1 Mark für das Stück: Lämmer, Ferkel 0,50 Mark für das Stück. Im übrigen tritt eine Aenderung in öer Gebührenordnung nicht ein. Der vorgelegte Entwurf

der Gebührenordnung wurde in dieser Fassung ge­nehmigt.

Wie der Vorsitzende mitteilte, ist beabsichtigt, wie in anderen Städten, allgemein den gesamten Wasser­verbrauch nur nach Wassermessern festzustel­len und nicht mehr nach einer alljährlichen Ein­schätzung. Diese Maßnahme soll eine gerechtere Fest­setzung des Wassergeldes ermöglichen und zugleich einer Verschwendung von Wasser, besonders in den Sommermonaten, vorbeugen. Demgemäß wird be­schlossen, vom Rj. 1934 ab die Berechnung des Wassergeldes nur noch nach Messern vorzunehmen und zu diesem Zwecke die sämtlichen Wasserleitungs­anschlüsse, einschließlich der Gartenanschlüsse, mit Wassermessern zu versehen. Der dafür erforderliche Kredit wird bewilligt. Bis zur Durchführung der allgemeinen Einführung der Wassermesfer bleibt die seitherige Regelung über die Festsetzung des Wasser­geldes bestehen. Der seither schon in den letzten Jahren erhobene 50prozentige Zuschlag zu dem Wassergeld soll auch für das Rech­nungsjahr 1934 in derselben Höhe zur Erhebung kommen.

Zu dem Vertrag zwischen der Stadt und dem Turnverein wegen der Benutzung der Turnhalle durch die städtischen Schulen lag ein Abänderungsantrag vor. Danach erhält die Stadt das Recht, bei Kinovorführungen durch die städti­schen Schulen, die Stühle der Turnhalle unentgeltlich zu benutzen, während anderseits die seither vom Turnverein für die Mitbenutzung der Reithalle bei Turnfesten an die Stadt zu zahlende Pacht künftig fortfällt. Der Vertrag wurde in trief er Form ge­nehmigt.

Landkreis Metzen.

$ Alten-Buseck, 1. April. Ein altes Natur­denkmal unserer Gemarkung, die weithin bekannte mächtige Linde amHölzernen Born", wäre dieser Tage beinahe das Opfer einer Brand- ftiftung geworden. Aus bis jetzt noch nicht ge­klärter Ursache stand plötzlich der hohle Stamm samt den Hauptästen des Baumes in Flammen, deren Löschung der herbeigeeilten Feuerwehr infolge Wasferknappheit an dem Platze große Schwierig­keiten bereitete. Man beabsichtigt nun, die hohlen Stellen des Baumes auszumauern, um ihn dadurch vor dem Eingehen zu bewahren.

"Y" Großen-Linden, 1. April. Am Sams­tagvormittag wurde hier in der Frankfurter Straße eine mit M i l ch gefüllte Molkereikanne auf dreiste Weife gestohlen. Ein in Rich­tung Frankfurt fahrendes Personenauto bog scharf an die an der Ecke Frankfurter Straße und Falltor- straße stehenden Kannen heran, und eine auf dem Trittbrett stehende Person erfaßte die Kanne, wäh­rend sich das Auto in schleuniger Fahrt aus dem Staube machte. Dem Besitzer, Landwirt L u h, ist dadurch beträchtlicher Schaden zugefügt worden, zu­mal die Kanne Eigentum war.

(xd Grüningen, 30. März. Wie sehr bei dem Abbrennen von dürrem Gras in Gräben und an Rainen Achtsamkeit geboten ist, zeigt wieder einmal ein Vorfall, der glücklicherweise noch gut verlief. Am Karfreitagnachmittag vergnügten sich Schuljungen damit, am Waldrand dürres Gras an- zustecken. Durch das trockene Wetter begünstigt, griff das Feuer auf eine Fichtenfchonung über. Zum Glück waren Leute in der Nähe, die den Brand gleich bemerkten, und sofort den Förster zu Hilfe holten, der alles veranlaßte, um das Feuer zu ersticken. Der Sachschaden wird auf 200 Mark geschätzt. Bei der Einsammlung für das Winterhilfswerk durch den B. d. M. wurden hier 370 Eier gespendet.

(!) Grüningen, 31. März. In körperlicher und geistiger Frische konnte am Donnerstag das Ehe­paar Oberpostschafsner i. R. Martin Euler und Ehefrau Sophie, geb. Leidich, inmitten ihrer An­gehörigen das Fest der golden Hochzeit feiern. 41 Jahre war derPostmartin", wie er weithin bekannt ist, als Postillon und Briefträger der ein­zige Vermittler zwischen Stadt und Land, bis die Verbesserung der Verkehrsmittel diesem Idyll des Postillons ein Ende bereitete. Zahlreich waren die Ehrungen, die dem Jubelpaar zuteil wurden. Die Oberpostdirektion ließ durch den Postdirektor des Gießener Postamtes herzliche Glückwünsche dar­bringen. Im Auftrage der Reichsregierung über­reichte Bürgermeister Euler eine Urkunde mit der Namensunterschrift des Reichspräsidenten von Hindenburg, ebenso überbrachte er die besten Wünsche der Gemeinde. Das Landeskirchenamt ließ durch Pfarrer R e u s ch - Leihgestern gratulieren. Der GesangvereinEintracht" ehrte sein langjäh­riges Ehrenmitglied durch einen Fackelzug und brachte ihm ein Ständchen. Der Führer des Ver­eins, Adam Buß, übermittelte die herzlichsten Glück- und Segenswünsche. Gleichzeitig überreichte er ein Geschenk in Form eines Gedenkspruches als Dank für die dem Verein geleisteten Dienste. Die besten Wünfche der Ortsgruppe der NSDAP, brachte Schulungsleiter Ludwin Bender dar.

* Dorf-Gill, 2. April. Die Milchgenof - fenfchaft hielt dieser Tage im Rathaus ihre Generalversammlung ab. Der Vorsitzende Schäfer eröffnete die Versammlung. Direktor Matern verlas sodann die Jahresrechnung und die Bilanz und gab ferner einen Bericht über den Geschäfts­betrieb im Laufe des vergangenen Jahres. Jahres­rechnung und Bilanz wurden ohne Widerspruch gutgeheißen. Dem Vorstand und dem Aufsichtsrat wurde Entlastung erteilt. Direktor Matern und Aufsichtsrat Schäfer wurden anschließend wieder­gewählt. An Stelle von H. Sarnes 11. wurde der LOF. Sarnes gewählt. Mit der Eingliederung der Eiergenossenschaft erklärte sich die Versamm­lung einverstanden. Dieser Tage hielt Forster Schott von Schotten im Rahmen des hiesigen Ob st - und Gartenbauvereins einen Vor­trag über den Vogelschutz und seine Bedeutung für den Obstbau. Der Vortrag brachte eme Fülle

praktischer Ratschläge und wurde von den Zuhörern dankbar ausgenommen.

Kreis Schollen.

c. Schotten, 2. April. Die freiwillige S a n i t ä t s k o l o n n e vom Roten Kreuz Schotten hielt unter Leitung bey Kolonnenführers ihre Jahresversammlung ab. Wie segens­reich die Arbeit der Kolonne war, geht daraus her­vor, daß sie in etwa 120 Fällen Hilfe geleistet und 79 Transporte mit ihrem Sanitätswagen, den sich die Kolonne aus eigner Kraft beschafft hat, besorgt hat. Auch bei dem Wintersport auf dem Hoherods­kopf war die Kolonne tätig. Der Jahresabschluß der Rechnung war günstig. Größere Beträge konnten für die Instandhaltung des Sanitätsautos Verwen- i)ung finden. Als Kolonnenarzt amtiert gegenwär­tig Kreisarzt Medizinalrat Dr. Koch. Auch der Bade- und Schlittschuhclub hielt seine Jahresversammlung ab. Das Schwimmbad wurde im vergangenen Jahr eifrig benutzt, so daß auch hier ein guter Ueberschuß erzielt worden ist.

* Freienseen, 2. April. Neben zwei Kurz- oorträgen über Innen- und Außenpolitik, erstattet von Arbeiter S ch l e u n i n g und Student Lutz, standen im Mittelpunkt des jüngsten Zellen- schulungsabends der NSDAP, zwei Er­zählungen um den Erbbauernhof von Hermann Löns. Lehrer Schäfer wies in feinen einleiten­den Worten darauf hin, wie die Lebensanschauung des Nationalsozialismus in vieler Beziehung auf gutes Altes aufgebaut fei und wie der Erbhof, eine alte germanische Einrichtung, sich im Lande des Dichters, der Lüneburger Heide, sich bis auf den heutigen Tag erhalten hat. Darauf las er zwei Ge­schichten aus denLetzten Häusern von Ohlenhof": Der Dieshof" undDer Lütkensweershof". Es schloß sich eine lebhafte Aussprache an, die sich im wesentlichen mit dem Erbhof und dem Widerspruch zwischen dem deutschen Rechtsempfinden und dem römischen Recht beschäftigte. Durch diese Aussprache wurde den Anwesenden offenbar, welche tiefen Werte in der neuen Weltanschauung liegen. Sie be­wies aber auch, wie ernst es allen ist, sich in die Lebensanschauung des Nationalsozialismus einzu­leben.

* Herchenhain, 2. April. Der seitherige Haus­verwalter des Vater-Bender-Heims auf der Herchen- hainer Höhe, Julius Habermehl, ist zum Ober­feldmeister und Führer des Arbeitslagers in Mönchbruch bei Groß-Gerau ernannt worden. Da die Verhandlungen des Vogelsberger Höhen- Clubs zwecks Uebergabe des Heims an den Reichs­verband deutscher Jugendherbergen noch nicht be­endet sind, so wurde das Jugendheim und dessen Verwaltung einstweilen dem Ehepaar Jakob Haas in Herchenhain, vorerst provisorisch, übertragen. Die Uebergabe des Inventars erfolgte durch den Ju­gendobmann der VHC.

Kreis Alsfeld.

< Alsfeld, 31. März. Dieser Tage fand die Schlußfeier der Gewerbeschule, statt. Der

Leiter der Schule, Rektor Rohrbach, sprach Über die Bedeutung und Aufgaben der Erziehung der deutschen Jugend im neuen Staat. Besondere Be­deutung neben der allgemeinen staatspolitischen Erziehung komme der Berufsausbildung zu, und auf diesem Gebiet sei die Gewerbeschule ein wichti­ger Faktor. An die zur Entlassung kommenden Schüler richtete der Rektor herzliche Abschieds- und Mahnworte und wünschte ihnen für ihre Zukunft besten Erfolg. Der Kreisamtsleiter der NS.-Hago, Sattlermeister Koch, beglückwünschte die abgehen­den Schüler zur Erreichung ihres Schulzieles und unterstrich die Wichtigkeit einer straffen Berufs- Organisation, wie sie im nationalsozialistischen Staat geschaffen worden fei. Im Anschluß daran kamen die Zeugnisse und die Gesellenbriefe zur Verteilung. Der Abgangsprüfung, die zum Erlaß der theore­tischen Meisterprüfung berechtigt, hatten sich 15 Schüler unterzogen, die sämtlich bestanden haben. Den Abschluß der Feier bildete die feierliche Ein­holung der beiden Schulfahnen unter dem Gesang des Deutschland- und des Horst-Wessel-Liedes. Im Anschluß an die Feier wurde die Ausstellung der Schülerarbeiten eröffnet, die einen sehr interessanten Einblick in die von der Schule geleistete Arbeit bot.

ch. Bleidenrod, 2. April. Das sechsjährige Söhnchen eines hiesigen Landwirts wurde auf der Straße von einem Fohlen so heftig gegen den Leib geschlagen, daß das bedauernswerte Kind auf der Stelle bewußtlos wurde und nach Hause getra­gen werden mußte. Der herbeigerufene Arzt ordnete die Ueberführung in die chirurgische Klinik nach Gießen an.

Preußen.

Waldbrand bei Krofdorf.

* Krofdorf, 2. April. Am zweiten Oster- feiertag gegen 14.30 Uhr ereignete sich im hiesigen Staatswald am Homberg, Distrikt 3, ein g e - fährlicher Waldbrand. Das Feuer griff in ganz kurzer Zeit auf etwa 1 Hektar Waldgelände über. Die Krofdorfer Feuerwehr, unterstützt durch die Bevölkerung, konnte das Feuer auf die Brand­stelle beschränken und dadurch anliegende Wald­bestände schützen. Die Ursache zu dem Brand ist z. Z. noch nicht bekannt, man nimmt jedoch an, daß ein leichtsinniger Raucher das Feuer ver­ursacht hat. Um 18 Uhr konnte die von der Feuer­wehr gestellte Wache die Brandstelle verlassen.

Kreis Wetzlar

I Dornholzhausen, 2. April. In einer dieser Tage hier abgehaltenen Versammlung, an der Kreisfeuerwehrführer Riegel (Wetzlar) teil­nahm, wurde eine Freiwillige Feuerwehr gegründet, der sofort 39 Mitglieder beitraten.

A Niederkleen, 2. April. In einer Ver­sammlung der Ortseinwohner, an der Kreisfeuer­wehrführer Riegel (Wetzlar) teilnahm, wurde eine Freiwillige Feuerwehr gegrün­det, der sofort 22 Mann beitraten.

Koummnalpoliüsthe Tagung in Alsfeld.

Alsfeld, 2 April. Dieser Tage fand unter dem Vorsitz von Bürgermeister Dr. V ö l s i n g wie­der eine kommunal politische Schulunas- t a gu n g der Kreisabteilung Alsfeld des Hessischen Gemeindetages statt, zu der fast alle Bürgermeister des Kreises erschienen waren Der Vorsitzende be­grüßte in seinen einleitenden Worten die ebenfalls erschienenen Beamten des Kreisamtes, sowie den kom­munalpolitischen Fachberater der Kreisleitung Als­feld, Verwaltungsgehilfen L a n g l o tz. Unter Mit­teilungen gab der Vorsitzende die Ausschreiben des Hessischen Gemeindetages bekannt, unter denen von besonderem Interesse das Ausschreiben des Neichswirtschaftsministers vom 1. März 1934 über dieKauft am Ort-Propaganda" mar. In diesem wird darauf hingewiesen, daß das Reichs­gebiet ein einheitliches Wirtschaftsgebiet darstelle, und daß eine große Reihe wirtschaftlicher Unter­nehmungen mit ihrem Absatz, soweit sie unmittelbar mit dem Verbraucher in Verbindung treten, an ört­liche Grenzen nicht gebunden werden können. Die Folge eines örtlichen Wirtschaftsprotektionismus durch dieKauft am Ort-Propaganda" sei eine ernste Störung des wirtschaftlichen Wiederaufwerkes innerhalb der Gesamtwirtschaft.

Als erstes Referat der Tagung behandelte Bür­germeister Dr. Völsing

die Regelung des Wildschadens in Hessen".

Der Vortragende gab zunächst einen interessanten Ueberblick über die geschichtliche Entwicklung des Jagdrechts vom Mittelalter bis zur Gegenwart un­ter besonderer Berücksichtigung des Wildbanns und der ehemaligen Bannforsten der einzelnen Terri­torien. Er umriß alsdann die gesetzlichen Grund­lagen der gegenwärtigen Wildschadensregelung in Hessen, die auf §835 des BGB. und auf dem Hes­sischen Gesetz, den Ersatz des Wildschadens betref­fend, vom 28. Juli 1899 nebst der zugehörigen Aus­führungsverordnung vom 2. August 1899 beruhen. Erfatzvflichtig ist der Jagdberechtigte, ersatzberechtigt der Grundstückseigentümer ober der Nutzungsbe­rechtigte (Pächter) der Grundstücke. Wer Jagdberech­tigter' ist, bestimmt sich nach Landesgesetz. Nicht gehört zu den Jagdberechtigten im Sinne des hes­sischen Jagdrechts der Jagdvächter. Jedoch ist durch Artikel 3 des hessischen Wildschadensgesetzes aus­drücklich bestimmt, daß auch der Jagdvächter für den Wildschaden haftet, und zwar solidarisch mit dem Jagdberechtigten: ebenso hasten mehrere Jagd­vächter 'solidarisch dem Beschädigten gegenüber. Der Vortragende gab sodann einen Ueberblick über die Einzelheiten der in Betracht kommenden Wild­schäden. sowie über das für die Geltendmachung unter Mitwirkung der Bürgermeistereien vorgeschrie- benen Verfahren.

lieber die

Durchführung der kUllersvende 1934 im kreis Alsfeld

zwecks Unterbringung von SA.-Männern aller Formationen in ländlichen Pflegestellen auf Grund von Freischeinen, berichtete Verwaltungsinspektor Dippel! über, das Ergebnis von etwa 40 Gemein­den des Kreises Alsfeld, woraus zu entnehmen war, daß in einer größeren Anzahl von Gemeinden die auf sie entfallenen Freifcheine restlos untergebracht werden konnten, während in anderen Gemeinden dies nicht durchgeführt werden konnte. Die Be­mühungen des Kreisamtes zur Durchführung der Hitlerfpende 19 3 4 im Kreise Alsfeld wer­den fortgesetzt werden.

lieber die

Festsetzung der Steuerausschlage für die Ge­meinden für das Rechnungsjahr 1934

gab Verwaltungsinspektor Dippel! an Hand des ministeriellen Amtsblattes Nr. 2 allgemein beleh­rende Ausführungen, wobei er insbesondere auf die

Notwendigkeit einer genauen und sachgemäßen Aufstellung der Gemeindevoran- schlüge hinwies und dringend die Beachtung der Revisionsbemerkungen des Kreisamts bei der Prü­fung der Gemeindevoranschläge empfahl. Es er­folgte alsdann eine Besprechung der vom Kreisamt für die einzelnen Gemeinden vorgeschlagenen Steuersätze.

Am Schlüsse der Tagung teilte der Kreisdirektor Dr. Stammler mit, daß Regierungsrat Strack an das Kreisamt Bingen versetzt sei und gedachte dabei in ehrenden und anerkennenden Worten seiner lang­jährigen, verdienstvollen Tätigkeit im Kreise Als­feld. Bürgermeister Dr. V ö I f i n g dankte namens der Bürgermeister des Kreises dem Scheidenden ebenfalls in herzlichen Worten für feine zehnjährige segensreiche Wirksamkeit im Kreise Alsfeld. Regie­rungsrat Strack fei immer ein treuer Berater der Bürgermeister gewesen und habe es verstan­den, stets ein gutes Einvernehmen mit dem Kreis­amt und den Bürgermeistern zu halten. Die besten Wünsche der Bürgermeister des Kreises Alsfeld begleiten ihn nach feinem neuen Wirkungsort. Am Schluffe der sehr anregend verlaufenen Tagung ge­dachte der Vorsitzende noch in schwungvollen Worten der großen volkswirtschaftlichen Bedeutung des Beginns der Frühjahrsoffenfive der A r b e i t s s ch l a ch t mit der großartigen Kund­gebung des Führers Adolf Hitler am 21. März und forderte die Bürgermeister des Kreises auf, auch ihrerseits das große Werk der Arbeitsbe­schaffung in ihren Gemeinden nach besten Kräf­ten zu fordern und tatkräftig an der Weiterbekämp­fung der Arbeitslosigkeit mitzuwirken, was eine vaterländische und nationale Pflicht fei. Mit einem begeistert aufgenommenen dreifachen Sieg-Heil auf den Führer des deutschen Volkes Adolf Hitler wurde die Versammlung gefchlossen.

(SinacfonM.

(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem

Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)

Ordnung und Sauberkeit.

Ich habe die Gewohnheit, schon früh morgens, bevor ich an die Arbeit gehe, durch die Stadt und deren nähere Umgebung zu gehen, um mich an den Schönheiten der Natur zu erfreuen, was namentlich in der jetzt beginnenden Jahreszeit einen großen Genuß bedeutet, ganz abgesehen von den un­bestrittenen gesundheitlichen Vorteilen. Ein großer Teil der Freude wird einem aber verleidet, wenn man sieht, wie die Straßen, die öffentlichen Plätze viele Vorgärten, Höfe usw. aussehen. Ich kann be­haupten, daß ich weit und breit in der Welt herum- gekommen bin, aber ich kann mich nicht erinnern, abgesehen von Ländern im östlichen Europa, eine solche Unorbnuna und Unsauberkeit gesehen zu haben. Leere Zigarettenschachteln, Pappkartons, Napier in ieber Form ounb Größe, Obstschalen, selbst Konservenbüchsen und dergleichen liegen überall auf dem Fahrdamm, in den Gossen, auf den Bür­gersteigen, in Hauseingängen usw. Die Leute der städtischen Straßenreinigung können ein Lied davon fingen. Sie geben sich eine anerkennenswerte Mühe, den Unrat immer wieder zu beseitigen, aber nach wenigen Stunden ist das Bild wieder das Gleiche. Namentlich in der Nähe von Lebensmittelgeschäfteu sieht es zuweilen besonders bös aus. Nicht nur Kin­der, nein, auch Erwachsene werfen, kaum daß sie die Geschäfte verlassen haben, ganz gedankenlos die Papierhüllen weg, die dann vom Wind hin- und hergefegt werden.

Ich weiß aus anderen Städten, in denen früher die gleichen Zustände herrschten, daß dort zunächst mit kleinen, notfalls später auch mit größeren Stra­fen in bar vorgegangen wurde. Es wurde weiter im